Angriff auf CS: Nerven bei Thiam liegen blank

Bankenfreundlicher „Blick“ schiesst voll auf Hedgefund und Ex-Manager – Panik auf Brücke: CS-Chefs müssen noch mehr sparen.

Die CS-Spitze unter CEO Tidjane Thiam fürchtet den Angriff des Zürcher Hedgefunds-Managers Rudolf Bohli und ihres Ex-Kadermanns Gael de Boissard stärker als zugegeben.

Das zeigt der Blick seit gestern. Die Zeitung hat Bohli ins Visier genommen. „CS bedrohen, abkassieren“ der Titel gestern, „Geliebte lieferte CS-Interna“ heute, in Anlehnung an diese Story.

Der Blick sieht Bohli und Boissard als „Heuschrecken“, die nur das schnelle Geld wollen. Damit stellt sich das Blatt vor die CS und ihre Chefs.

Dabei haben die CS-Kapitäne die Krise selbst zu verantworten. Unter CEO Thiam ist der Aktienkurs der CS zusammengekracht.

Die Reaktion ist eine massive Sparübung. Die CS hat Anfang Jahr verkündet, dass sie die jährlichen Kosten bis Ende 2018 auf unter 17 Milliarden reduzieren will.

Ursprünglich lagen diese bei über 21 Milliarden.

Sparen heisst im Banking Stellenabbau. Thiam und seine CS streichen Tausende von Jobs. In der Schweiz könnte der Personalbestand von 17’000 in den nächsten Jahren auf deutlich unter 15’000 sinken.

Vor kurzem kam von der CS-Brücke der Befehl an die Mannschaft, für 2018 weiter eng zu budgetieren. Jeder Chef muss die Zitrone noch mehr auspressen.

Thiam und seine Spitzenleute haben somit weiterhin keinen anderen Plan für die Bank als zu sparen. Nur wenn ihnen das gelingt, können sie schwarze Zahlen schreiben und Boni ausschütten.

Umgekehrt fehlen neue Erträge. Statt zu wachsen, schrumpfte die CS, seit Thiam Mitte 2015 das Steuer übernommen hatte.

Das erstaunt, befinden sich doch alle Märkte, von Aktien über Zinsen bis zu Private Equity, auf absoluten Höchstständen.

Selbst die viel kritisierten Minuszinsen sind für die CS ein Segen. Diese brachten Hunderte von Millionen Extragewinne.

Die CS betont, dass die Bank bei den Einnahmen zuletzt zugelegt habe. Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die Einnahmen leicht, von 10,7 im Vorjahr auf 11,2 Milliarden.

Wenn die CS jetzt nicht Supergewinne einfährt, wann dann? Das ist die Analyse von Angreifer Bohli und de Boissard.

Ihre Antwort lautet: Die CS hat ein fundamentales Problem. Sie erstickt in Bürokratie. Sie braucht einen Befreiungsschlag.

Deshalb fordern sie die Zerschlagung. Die Mehrheit der Analysten und Medien geben dem Plan null Chancen. Bilanz-Chef Dirk Schütz nennt Bohlis Vorstoss jetzt schon „aussichtslos“, es sei denn, der Angreifer fände „starke Unterstützung“.

Umso erstaunlicher ist, wie nervös die CS-Spitze reagiert. Die Artikel im Blick zeigen in diese Richtung.

Die Zeitung ist den Grossbanken gegenüber freundlich gesinnt. Sie hat damit die NZZ als eigentliche Paradeplatz-Zeitung rechts überholt.

Im Verwaltungsrat der Blick-Gruppe namens Ringier sitzen zwei UBS-Vertreter. Der Blick bringt regelmässig nette UBS-Stories.

Nun wirft sich der Blick auch für die CS-Chefetage in die Schlacht. Die Zeitung bildet damit den medialen Stosstrupp gegen das Angreifer-Duo aus Küsnacht und London, wo Bohli und Boissard residieren.

Einst griff der Schweizer Boulevard die Mächtigen an. Heute ist er deren mächtigster Fürsprecher.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Beim Blick-„Bericht“ merkt man in jeder Zeile, daß die CS Werbekunde beim Blick ist.

    Sauberer Journalismus geht anders.

  2. @ Robert Marti

    Looks like you are seriously obsessed with the name Rudy. I wonder why? Ah..and by the way Dany is the Jewish-English name for Danny or Daniel, just in case you lack some interfaith knowledge. Shalom and have a great day.

  3. 1. Bei den Einkommensmillionären: Die CS hat 939 (!!) Personen, die pro Jahr durchschnittlich (!!) 1.75 Millionen (!!) Franken verdienen. Diese 939 sacken zudem 30% aller Boni ein. Das sind offizielle Zahlen. Steigern wir das schlechte Gefühl noch etwas und wenden wir die Normalverteilung auf diese Menge an (und nicht etwa auf Vierer-Teams für die Verteilung der Arschkarte in der Quali). Es wird einem schlecht, wenn man sich vorstellt, wieviele tausend Einkommensmillionäre es in der CS gibt. Abgebaut werden dann aber die Sachbearbeiter an der Basis.
    2. Direktoren-Pool: Was ist eigentlich mit der Führungsspanne passiert, die Mr Gottstein zu recht propagiert hat (jeder Direktor hat mindestens 8 Direktunterstellte)? Es gibt nach wie vor massenhaft Direktoren, die den Tag mit dem Führen von 0-3 (hörigen) Direktunterstellten verbringen. Der Rest wird angeblich für Net(t)working benötigt.
    3. Juristen-Futter: Stichwort US-Barofsky und seine 50 US-Anwälte. Kosten seit Jahren jeden Monat rund 23 Mio. Franken vor sich hin, Monat für Monat.
    Aber ist offenbar einfach niemand dafür verantwortlich? Kann man auch schlecht künden, scheint’s?

    Die CS verbrennt Geld, man es sich nicht vorstellen. Aber Kündigungsdrohungen erhält das Fussvolk. Dabei buckeln sie die ganze Last, tagtäglich. Hören sich die zynischen Sprüche der Key Risk Taker an und nicken beflissen.
    Vordergründig.

  4. Wenn der Taschengeld Bohli diese ehrfürchtige Escherbank so in Bedrängnis bringen soll, dann stellt sich für mich die Frage, ob die CS wirklich systemrelevant sein darf und ob ein Ueberleben möglich ist. Richard Branson hat eigentlich die Lösung in einem Interview vorgegeben: setzt den Mitarbeiter an erster Stelle und nicht die Kunden (auf CS umgemünzt: nicht auf Management, MC Kinsey, Grossaktionäre, ZFF, Compliance, Amerikaner etc).

  5. Wenn du deinen Feind nicht besiegen kannst, mach ihn zu deinem Freund. So gesehen haben die CS und die UBS alles richtig gemacht. Es wird in der Tat Zeit, dass wir wieder anfangen uns zu wehren. Was wir Schweizer uns in den letzten Jahren gefallen lassen mussten, ist unter aller Sau. Ausländische Übernahmen noch und nöcher, ausländische CEOs die abräumen und wieder verschwinden en masse. Was ist eigentlich los mit uns? Sind wir alle nur noch fette Maden, die den übrig gebliebenen Speck verteidigen? Wo bleibt unser Kampfgeist? Jeder eingewanderte Deutsche hat heutzutage das Gefühl, er müsse uns sagen wie Business geht in der Schweiz. Zurück bleibt eine Service Wüste und der Exodus frustrierter Bürger aus dem grossen Kanton. Jungs, steht endlich auf, wenn ihr Schweizer seid!

    • Selten so ein Stuss gehört.
      TT und Rohner sind die Abwracker der Schweiz und der CS. Erfolglos seit Jahr und Tag (Kursentwicklung). Überbezahlt.
      Zuerst müssen diese Leute raus. Vorher kann es nicht besser werden.

    • Der Schweizer ist bereits derart verblödet, dass er gar nicht mehr die Möglichkeit hat, sich zu wehren. Ist jetzt eine harte Aussage, aber leider ist es so. Die 68er-Generation hat vollends versagt!

      Zudem sind Schweizer derart dumm, dass sie sich gegenseitig mobben und entlasse. Da kann man sich beim unbeliebten Nachbarn aus dem Norden eine Scheibe abschneiden, die halte nämlich zusammen.

    • @Benny Fuchs, Nationalökonom

      Kurze Zusammenfassung Ihres bisherigen Geschreibsels auf IP:
      Akademiker sind Schwaf(e)lis, Schweizer sind verblödet und dumm und die 68-er Generation hat versagt.

      Genial und superschlau ist dagegen Benny Fuchs, soeben vom Bankfachmann zum Nationalkomiker – pardon, zum NationalÖKONOMEN – befördert.

      Kurze Frage: Wurde der Titel von der weltbekannten und renommierten UCO verliehen?

  6. Die CS kann in ihrer noch Ertragsperle Schweiz die McKinsey Leute noch so sehr als Vögte herumjagen lassen, es bringt nichts, die Zitrone ist ausser bei den Obersten ausgepresst.
    Auch McKinsey kann sogar gute Ratschläge geben, aber gute Ratschläge sind mit Investitionen verbunden und dies fürchtet TT wie der Teufel das Weihwasser, so zahlt man halt McKinsey Millionen und hofft, dass sie wenigstens das Dreifache ihrer Rechnung herausholen, aber es ist eine Optimierung ohne Investitionen, um den Apparat effizienter zu machen. Dieses Vorgehen hat die Gefahr des Verlustes von Marktanteilen.
    Die CS muss in der Schweiz ihren Marktanteil ausbauen und dies ist nur möglich durch Fusionen mit anderen Schweizer Banken, wie Valiant im lokalen und Bär im privaten Bereich. Nur eine Abspaltung des Schweizer Geschäfts ist wohl hilfreich, bringt aber nicht so viel für die Aktionäre.
    Was New York und London als selbständige Bank betrifft, ist so was ein Rohrkrepierer. Dies war noch vor 6 Jahren nicht der Fall, die Zeiten dort durch Abspaltung Mehrwert zu erreichen, sind definitiv vorbei. Es gibt nur zwei Lösungen: Management Buyout oder die Übernahme durch einen Europäer, entweder Deutsche Bank oder UBS. Wer übernimmt dabei die Kosten für den Personalabbau bei den prozesssüchtigen Amerikaner als Gegensatz zu den Schweizer Duckmäusern?
    Man hört, dass die Commerzbank eine Übernahme fürchtet und Präsident Macron sie mit der BNP verbinden will. Die Deutschen hätten lieber eine Schweizer Grossbank, aber die Schweizer Banker haben keinen „Chuzpe“ und verschlafen die Gelegenheit. Auch die Nationalbank könnte mit ihrem überschüssigen Geld langfristig zum Wohl aller in die notwendigen europäischen Struktur-Reformen im Finanzbereich eingreifen, aber sie ist in das Silicon Valley vernarrt, um beim nächsten US-Börsenkrach
    mit einem Kater aufzuwachen.

    • Herr Zach, glauben Sie wirklich dass eine Fusion mit Valiant Sinn machen würde? Ich vermute eher dass die Kunden von VATN abspringen würden wenn man sie CS-isieren würde. Oder glauben Sie wirklich dass die Art wie die kleine VATN mit Kunden umgeht die grosse CS anstecken würde????

  7. Ahahah…Blick konkurenziert jetzt mit IP….

    „The reasonable man adapts himself to the world: the unreasonable one persists in trying to adapt the world to himself. Therefore all progress depends on the unreasonable man.“
    George Bernard Shaw

  8. Zitat Blick:
    «Der Ex-Kadermann dagegen sieht im frontalen Angriff auf die CS die Chance, sich an seinem Ex-Chef Tidjane Thiam (55) zu rächen. Denn: Thiam hat ihn kurz nach dessen Amtsantritt entlassen – nach 15 Jahren im Dienste der CS. Wohl auch, weil er für einen Kreditskandal in Afrika verantwortlich gemacht wurde.»

    Sollte die noch immer pendente „Mozambique-Sache“ gemeint sein:

    Dort geht es für die CS um rund USD 1’500 Mio, die kaum durch einen «Ex-Kadermann» allein genehmigt wurden, sondern auch über ein paar Pulte in Zürich gehen mussten. Ein paar Stichworte für allenfalls mitlesende Journalisten:

    – Länderlimite für Mozambique müsste im Milliardenbereich gewesen sein, und das bei «single B»-rating??!!!! Und Afrika besteht nicht nur aus Mozambique ….
    – Kreditnehmer effektiv: Geheimdienst
    – Ungültige Staatsgarantien
    – IWF nicht informiert
    – Kroll-Untersuchungsbericht 2017
    http://www.rat-kontrapunkt.ch/neu/kreditskandal-in-mosambik-die-intransparente-rolle-der-credit-suisse/
    – Etc.

    Die Fragen lauten also:
    – «Handelte es sich wirklich um reguläre CS-Kredite oder um verbotene (verdeckte) Treuhandkonstruktionen mit z.B. Armando Guebuza als Treugeber?» Guebuza war damals auf Waffenkäufe angewiesen, um an der Macht zu bleiben.

    – «Wieviel hat die CS bisher zurückgestellt, oder wird Mozambique wirklich freiwillig zahlen (gem. Pressemeldungen!)?»

    – «Weshalb wohl ziehen gewisse Politiker in Mozambique eine freiwillige Zahlung in Betracht?»

    Aber auch ein Treuhandkredit über USD 1’500 Mio müsste damals automatisch auf dem Radar von GL und VR erschienen sein. Aber eben, der Bonus lockt ….

    Libor-Branson „kooperiert und schweigt“ – nur Mme Lagarde vom IWF ist gar nicht begeistert und spricht von Korruption. Kein Wunder, wenn man als IWF auch noch Kleptokraten und/oder Schweizer Bankers retten soll ….

    • 2015: „Thiam beendet die CS-Laufbahn von Gael de Boissard abrupt.“ (finews) – „Wohl auch, weil er für einen Kreditskandal in Afrika verantwortlich gemacht wurde.“ (Blick)

      Juni 2013: Andrew Pearse wechselt von der CS zu Palomar Capital Advisors

      Mai 2014: Dominic Schultens verlässt die Credit Suisse in Richtung Palomar Capital Advisors

      März 2015: „Es wird bekannt, dass Tidjane Thiam die Nachfolge von Dougan auf Anfang Juli 2015 antreten wird.“

      2016 Palomar Capital Advisors AG, Zürich, wird liquidiert

      Alles Zufall oder „die unsichtbare Hand“ der FSA bzw. FCA mit diskret nachhinkender Finma?

  9. Ich halte absolut nichts von Thiam. Und noch viel weniger von Rohner.

    Nur: Wenn der Blick den Zürcher Hedgefunds-Manager Rudolf Bohli und seinen Ex-CS-Kadermann Gael de Boissard als Heuschrecken bezeichnet, dann kann ich dem nicht widersprechen …

    • @Robert Marti

      Seriously? Give them @RBR a break, all what Bohli has done is creating a plan to make CS stronger, better, higher valued by 100% and to make it the global digital powerhouse to be the first top Wealth Manager leader out there. Now what is wrong with that?

    • @Dany Frankelstein

      Ach so. Sie meinen, die Herren Bohli und de Boissard seien Altruisten, denen es gar nicht um ihr eigenes finanzielles Wohl geht, sondern nur um das Wohlergehen aller anderen? Dass ich da nicht draufgekommen bin! Herzlichen Dank, dass Sei mir die Augen geöffnet haben!

    • @Dany Frankelstein

      Let me formulate this in English, lest you misunderstand …

      Even though I did get the distinct impression that your mother tongue might be German rather than English … and that your first name might be Rudy rather than Dany, if only because in English, it’s Danny rather than Dany …

      So, here we go:

      Question:
      Have you ever heard of a concept called „irony“? If not, you may want to look up this term in a dictionary …

  10. Die CS hat zwei folgenschwere Fehler begangen, indem sie zwei Binsenwahrheiten missachtete: 1. Ein Anwalt ist denkbar ungeeignet, eine Firma erfolgreich zu führen 2. Der CEO kann nicht gleichzeitig ein Branchenfremder und Ausländer sein. Das hat noch nie funktioniert.
    In Kombination wirken sich diese beiden Todsünden für den Unternehmenserfolg geradezu vernichtend aus. Wetten werden angenommen.

  11. Lieber PH, bitte den Blick nicht überschätzen. Die Story wurde nicht vom Blick für die CS gemacht, sondern der Blick hat offensichtlich aus der NZZ am Sonntag abgeschrieben/zusammengefasst!

    Der Artikel in der NZZ am Sonntag (wonach Bohli nichts als ein laut um sich spuckender Schaumschläger ist, und dies nicht nur im Flugzeug) basiert auf dokumentierbaren Fakten und seriösen Recherchen.

    Bohli macht wohl nur soviel Lärm, weil er hofft, so einige neue Kunden für sein schrumpfendes Vermögensverwaltungsgeschäft zu finden. Er will nur die Aufmerksamkeit auf sich lenken; und das gelingt ihm offensichtlich auch. Denn die von Bohli – angeblich – repräsentierten 100 Mio. genügen heute nicht einmal mehr, um die Existenz einer einzigen Person im VV-Geschäft zu finanzieren.

    M.a.W: alle stehen dem Dackel (= Bohli) auf dem Schwanz und umso lauter, aber auch hilfloser, bellt und heult der Dackel mit den grossen Hunden mit.

    Wenn ich das nieder schreibe, so bin ich überhaupt von niemandem „getrieben“, sondern geniesse meine Pensionierung im schönen Süden. Auch vorher hatte ich mit keiner Partei in irgendeiner Weise zu tun.

  12. Hässig ganz auf Linie des Losers Bohli. Schaut seine medial aufbereiteten Meriten an resp. den von ihm selber fabrizierten CV …

  13. Die Presse ist am Ende. Paid Content überall. Oder Staatsmedien a la SRG.
    Die Zukunft gehört den unabhängigen und unerschrockenen 1-Mann Blogs. Die ärgern die Mächtigen. Aber die meisten Jornalisten sind zu faul, zu schlecht und zu ängstlich, um das machen.
    Herr Hässig, Sie sind ein Held! Bleiben Sie dran, aber seien Sie vorsichtig. Die Verbrecher, die Sie angreifen können über Leichen gehen um ihre Taten zu vertuschen (siehe Malta).

    • Mit der Zukunft gehört den unabhängigen und unerschrockenen 1-Mann Bloggs bin ich einverstanden. Mit Ihrer Meinung über Lukas Hässig auch. Mit der Schelte der Staatsmedien, gerade SRG, überhaupt nicht. Weil die alle unabhängig sind. Und, mit der SRG haben wir eine der besten TV Sender die es gibt. Wer ist sonst noch so vielfältig (und ausgewogen)? Es sind die gekauften und somit nicht unabhängigen Medien wie die Schrottzeitung NZZ die weiter wie gehabt sehr wohlwollend und nach Vorgaben extrem einseitig und parteiisch den ganzen neoliberalen Wahnsinn der abgeht kommentiert und begleiten.

      Wurde mit 45 als Altgedienter entlassen. Für diese Stelle habe ich mich noch mit der Schreibmaschine beworben (…). Hatte soeben 5. Jahre Weiterbildung auf Unternehmungskosten erfolgreich abgeschlossen. Die mir bei der neuen Stelle in der Privatwirtschaft sehr geholfen hat. Wer glauben Sie hat mir geholfen wieder auf die Beine zu kommen? Moralisch, mit dem Dossier, mit Online-Bewerbungen, Bewerbungsgespräch-Trainings, etc., etc. Der Konzern der mich ohne Sozialplan entlassen hat und Millarden Gewinne erzielt oder der Staat? By the way, würde die SRG über den einten oder anderen Teil des Bloggs hier berichten, würde Morgen die ganze Schweiz darüber sprechen. In solchen Bloggs wie hier ist der Wiederhall leider begrenzt.

    • Die SRG würde doch nie kritisch über die Dunkelmänner und -Frauen des politkriminellen Unterbaus der Schweizer Wirtschaft berichten. Oder die schlimmen Korruptionsfälle. Nein, „Mini Beiz, Dini Beiz“ – das ist das Niveau. Und manchmal ein kleiner Fisch im Kassensturz. Sobald aber ein Ständerat involviert ist passiert gar nichts.
      Wie weit die Korruption reicht wird man zB beim Kampf um die Abschaffung des Wigenmietwerts (eigentlich ein völliger „No-Brainer“) gut beobachten können. Die Banken werden Abermillionen an die Räte zahlen, um diese Gefahr abzuwenden.

    • „Medienwatcher“, meinen sie wirklich mit 1-Mann-Blogs seien sie besser informiert? Ihr Rundumschlag beweist das Gegenteil!

    • Wie kritisch kann ein Medium sein, dass 100% von Zwangsgebühren= Steuern finanziert wird?

      Genauso neutral wie die bösen bösen subventionierten Bauern.

      Dass die SRG in irgendeiner Form unabhängig und/oder gar neutral sei, ist eine sehr naive Denke. Objektiv betrachtet kann sie nur von denjenigen stammen, die ebenfalls vom Staat leben.

    • @Blue Chip Watcher, guter Einwand, Danke. Sie haben Recht. Wäre schon toll wenn man bei der SRG auch mal den einten oder anderen Blogg von IP aufnehmen würde. Dann würde die SRG wie immer mangels Fakten von gewissen Kreisen als links, linksradikal oder kommunistisch verteufelt werden. Wie könnte man also so etwas „bewerkstelligen“? Was meinen Sie in beiden Fällen?

      @Roger de Wecker, Ihre Zwangsgebühren sind der Preis für eine unabhängige Fernsehanstalt. Wissen Sie, wieviel die Jahresgebühr für die NZZ kostet? Nicht einmal für alle 7 Tage sind es 200 CHF mehr im Jahr als bei der SRG für 7 Tage und 24 Std. Dazu ist die NZZ nicht unabhängig, für die sie weiter sehr viel Geld kassiert, und somit Schrott. Stichwort Swissair, etc., etc., etc. Gehen Sie auch mal ins Restaurant? Warum? Dort ist doch auch alles überteuert. Verglichen mit zu Hause, McDonalds oder Migros. Was ich sagen will ist; Gute Arbeit darf auch etwas kosten. Ihre Zwangsgebühren sind der Preis für einen sehr guten und unabhängigen Fernsehsender. Das mich irgendein Dummschwätzer in seinen platten Vorurteilen als Staatangestellter hinstellen will, war eh schon klar. Deshalb habe ich schon mal hingeschrieben, dass ich in der Privatwirtschaft arbeite. Ich denke der Naive von uns beiden sind Sie.

    • Tut mir leid, sie koennen noch so oft die Wörter SRG und unabhängig zusammen verwenden – das macht die Sache aber nicht wahrer.

      Keine Institution, die durch Steuern finanziert wird, kann unabhaengig sein.

      Bzgl NZZ Abo: wer sagt denn, dass man sich das Abo holen muss? Bei der SRG ist man gezwungen- kleiner aber feiner Unterschied.

    • @Roger de Wecker, okay, wenn Sie es mit diesem Blickwinkel sehen dann haben Sie mich. In dem Fall lesen Sie nur die Gratiszeitungen oder sonst irgendwelche Überschriften, mehr oder weniger, im Internet um sich zu informieren.

      Was meinen Sie zum Blickwinkel, nur was mit Steuergeldern finanziert ist, kann unabhängig sein? Oder der Blickwinkel, Sie haben sicherlich und zurecht einen gutbezahlten Job. Für diesen Job wollen Sie doch weiter angemessen bezahlt sein. Mit überall günstig, gratis und oberflächlich geht schlussendlich etwas nicht mehr auf.

      Ich Frage mich einfach, wieso weder ARD, ZDF noch ORF in diesen Ländern nie infrage gestellt sind. Obwohl die viel „härter“ (..) Berichten. Das hat meiner Meinung nach nur einen Grund. Damit sind wir wieder bei der letzten „heute show“ und Hazel Brugger. Diese Kreise würden sehr gerne und sofort den Kassensturz und die Rundschau abschaffen. Dann können wir alle Tele Züri schauen. Ist ja eh schon so etwas ähnliches wie „TeleBlocher“. Dafür gratis. Wie dem auch sei; danke für Ihre Meinung. Deshalb finde ich diesen Blogg so gut.

    • Ja korrekt, keine Institution kann unabhängig sein, das ist klar. Auch ein privat geführtes Medium ist abhängig, sei es von den Geldgebern/Investoren oder von der Einnahmen der Werbung, was dann dazu führt, dass grösstenteils massentauglicher Schrott gezeigt wird, um die Kassen zu füllen.

      Die bösen anderen Medien BAZ, Weltwoche und natürlich TeleBlocher (andere gibt es ja nicht) unterliegen aber nicht der Zwangsfinanzierung und sie machen auch keinen Hehl daraus, wie deren ihre politische Ausrichtung ausschaut. Jeder kann selber entscheiden, ob er das Medium unterstützt oder konsumiert.

      Bei der SRG gibt es diese Wahl aber nicht. Würde das Programm absolut unpolitisch sein und die SRG gäbe jeder Partei dieselben Bedingungen, um ihre Positionen zu vertreten, dann sähe die Sache anders aus. Nur ist dem nicht so (Klapproth, Schawinski, De Weck, Aebischer, Giacobbo), viele Exponenten partizipieren aktiv oder subtil an der politischen Meinungsbildung.

      Wird werden die kommenden Monate ja sehen, wie „unabhängig“ sich ihre geliebte SRG verhält :-).

      Bezüglich DE und AT: relativ einfach, es existiert dort keine direkte Demokratie, Volksinitiaven gibt es nicht. Es wird nur dann über Sachthemen abgestimmt, wenn die Politik das bewusst forciert (siehe Stuttgart21). Und klar, so sehr brennt das Thema jetzt den Bürgern auch nicht unter den Nägeln, dass man deswegen gleich einen Volksaufstand macht.

    • So ein Humbuck. Wieso nicht gleich wegen der Mondlandung 1969? Entweder es ist ein Thema in der Bevölkerung oder Zeitungen oder nicht. Abgesehen davon hat es die SVP aus Kalkül und Eigeninteresse (teilweise sogar plus persönlichem Interesse – Frau Ricklin) in Bern aufs Tapet gebracht. Das kann jede andere Partei in Berlin oder Wien auch. Sie sehen ja, wie ARD und ZDF mit der AfD umspringt. AfD ist nur ein anderes Wort für SVP.

  14. Media outlets like BLICK are truly astonishing. All of a sudden BLICK journos become Bank Analysts over night….helas. Remember all the Aviation Experts sprouting at BLICK over night like mushrooms after the Swissair Grounding? They will all come to the final conclusion, Bohli’s plan is based on hard facts and top research and has merit. Exciting times ahead for the CS share price. Nice!

    • alias R. Bohli?
      alias „T Kirk“? (Kommentare TA-Interwiew)
      alias „J. T. Kirk“? (20 Minuten)

      You must be the ultimate financial anglo-saxon analyst, trying „krampfhaftly“ to push the quote for CS.

      Was haben wir denn heute getrunken – oder inhaliert?

      Any rude stewardess today?

      I „laugh me away“ with your „hard facts by Bohli“ – I think I must overgive me, have to run to the shithouse, sorry …..

    • in English, right? Momol. Very impressive.

      Rohner can’t stop laughing, right?

      Good luck – you will need it.

  15. Die Kosten, insbesondere die Vergütungen an die Herren Rohner und Thiam wie auch an das Topmanagement waren die letzten Jahre viel zu hoch verglichen mit den ausgewiesenen Gewinnen und der desaströsen Aktienperformance. Hier muss der Hebel angesetzt werden, diese schamlose, nicht leistungsbezogene Abkassiererei in den „Teppichetagen“ muss endlich einmal aufhören, dann wird der Aktienkurs von selber steigen. Eine Aufspalterei wie von Bohli vorgeschlagen bringt mE nichts, schränkt eher das Gewinnpotential ein wie die amerikanischen Konkurrenten mit viel besseren Erträgen / Aktien-performance beweisen.

    • So lange die Grossaktionäre immer schön alles durchwinken und sie ihre Dividenden erhalten wird sich nichts ändern. Die 2 obersten sitzen weiterhin am gleichen Ort und erhalten eine Unmenge an Geld. Die kleinen MA die jeden Tag pünktlich im Office auftauchen die werden systematisch abgebaut. Immer mehr Arbeitslose, immer mehr Sozialfälle und niemand wehrt sich.
      Wieso die ganze Aufregung, Bruder Thiam wird noch ein paar Jahre abkassieren und im nichts verschwinden. Danach wird der nächste kommen und die Kuh weiter melken. Irgendwann wird die Kuh keine Milch mehr geben und da wird die Classe Politique bzw. die Steuerzahler eingreifen. Siehe da der Kreis schliesst sich und es fängt wieder alles bei Null an.
      Muss ja nicht ein HSG Fuzzi sein um das zu verstehen 😀

    • Dieser Kreislauf des unverschämten Abkassieren muss unter Federführung der Ankeraktionäre unbedingt durchbrochen werden. Die Fixlöhne sind bereits sehr hoch, (höchste im kaufm. Gewerbe) zusätzliche Vergütungen wie Bonus an Topkader dürfen nur noch via Aktien mit mind. 5 Jahre Sperrfrist ausbezahlt werden, wenn durch den Reingewinn davor die Dividende verdient und die Eigenmittel auf die von der SNB vorgegebenen Richtlinien geäufnet wurde. Zugleich muss die Aktie über Price/Book liegen! Ansonsten wird sich die bereits gigantisch verwässerte CS Aktie unter Führung des unfähigen VRP Rohner nie nachhaltig erholen!

  16. Die Börsen und Märkte sind sehr hoch bewertet. Die Hausse treibt die Hausse. Wann aber kommt der Absturz? Demnächst oder erst im Januar des nächsten Jahres. Auch die Börse ist keine Einbahnstrasse. Unter diesen Aussichten finde ich es korrekt, dass versucht wird, den Sparhobel anzusetzen.

  17. Lukas, ich wiederhole mich:
    Im Gegensatz zur Dir greift (der nicht trinkfeste) Bohli seltsamerweise weder die CS-Spitze noch die Bonus-Kultur an, im Gegenteil: Er billigt beides im TA-Interview. Was soll das eigentlich!

    In den Kommentaren zum TA-Interview meldet sich mehrmals ein gewisser «T Kirk», hinter dem R. Bohli stehen dürfte, der
    – offenbar sehr dünnhäutig ist
    – mit Zahlen operiert, die er nicht erklären kann (z.B. «Nettoumsatz» bei einer Investmentbank!!)

    Was soll also dieser ganze Quatsch? Der Sturm im Wasserglas von Bohli/Bossard löst bei Rohner & friends nicht mal ein Gähnen aus. Die beiden werden es nicht mal ins Vorzimmer von Rohner schaffen.

    Lukas, bring endlich mal was wirklich Ungemütliches für die CS-Spitze (und für Libor-Branson), z.B. die absolut widerliche und schwerkriminelle Moçambique-Sache! Der Shitstorm wäre programmiert!

  18. Ob Thiam oder Bohli ist dich völlig egal. Es spielen letztlich beide im gleichen Team. Und zwar im Team „Was kümmert mich das Unternehmen und die Belegschaft, solange meine Kasse stimmt?“.

  19. Es war zu vermuten, dass CH-er Banken (und nicht nur CS…) v.a. dank dem Bankgeheimnis „erfolgreich“ waren. Dass sie aber so schlecht sind ohne Bankgeheimnis, habe ich ehrlich gesagt, auch nicht erwartet…
    PS: Was wurde auf Herr Bär eingedroschen, als er (sinngemäss) sagte „Das Bankgeheimnis macht impotent…“

    • @Herr Rico Schmied: Herr Bär hatte eine grosse Lebenserfahrung und eine gute Beobachtungsgabe.

  20. Ach was, glaubt ernsthaft jemand, dass „Dudu“ die Knie schlottern? Der hat doch in seinem Arbeits-Vertrag eine Klausel drin, die ihn bei einer „Zerschlagung“ der CS mit Gold überschütten würde, und zusätzlich wäre er frei. – Deshalb, aufpassen, was in den Arbeitsverträgen der GL in nächster Zeit „aufdatiert“ wird! – Danach werden sie auf eine „Zerschlagung“ gar hinarbeiten.