Shutdown in Davos: Schweiz versagt vor Welt

Anreisetag ans Weltwirtschafts-Forum: Statt Showcase totaler Zusammenbruch – Peinliche Behörden: Es schneit halt viel.

Die helvetische Alpenrepublik rückt mit ihrem WEF stets im Januar ins Welt-Scheinwerferlicht. Besonders heuer, Commander-in-Chief Donald Trump sei Dank.

Umso wichtiger ist, dass alles klappt. Dem war gestern nicht so. Gar nicht. Nichts ging mehr in Davos. Der Verkehr kollabierte vollständig, kein Auto, kein Bus, kein Schneeräumer kam mehr durch.

Da sind alle Bloomberg- und CNN-Kameras auf die Schweiz gerichtet, und man konnte seit Monaten für den Anlass planen.

Und dann: Totale Pleite. Völliger Ausfall. Irrsinnige Schmach.

Das Schlimmste: Die Bündner und Davoser Behörden rieben ihre Hände in Unschuld. Es schneit halt viel derzeit in den Bergen. Da sind wir eben machtlos.

Eine läppische Entschuldigung, welche die Schmach über das Versagen noch verstärkt. Wenn etwas vorhersehbar ist, dann das Wetter. Der grosse Schnee war somit alles andere als eine Überraschung.

Nein, das Problem ist die Schweiz. Das ist die Lehre aus dem Shutdown von Davos.

Das Land bricht unter Druck zusammen. Als die UBS vor 10 Jahren vor dem Kollaps stand, hätten die Verantwortlichen den Schweizer Teil in einer Wochenend-Rettung herauslösen sollen.

Den Rest: USA, Ihr könnt übernehmen. Hätten die Amerikaner dann die UBS Investmentbank mit ihren Subprime-Löchern untergehen lassen, wäre es auf US-Boden zum Domino-Crash gekommen.

Die Schweiz tat nichts dergleichen, rettete die UBS, rettete deren Boni-Manager, alles mit Geld der Nationalbank – also jenem des Bürgers.

Weil die SNB nicht genug Dollars hatte, brauchte sie eine Kreditlinie der US-Notenbank. Zwei Tage nach der Rettung forderte diese dann das Ende des Bankgeheimnisses.

Die US-Zentralbank konnte dies aus der Position der Gläubigerin tun. Schuldnerin Schweiz hatte dem Druck nichts entgegenzusetzen.

Seither kuschen Bund und Bankenplatz vor jedem Peitschenknall der USA. Jüngstes Beispiel: Die Zürcher Kantonalbank, nota bene die Bank des Volks, liefert Dutzende wenn nicht Hunderte ihrer Mitarbeiter und Pensionierten den USA ans Messer.

Und jetzt Davos. Auch hier versagten die Behörden. Ein Machtwort der Bündner und Davoser Regierenden hätte genügt, um der Schweiz die Pleite und Peinlichkeit zu ersparen.

Es hätte gelautet: Davos und alle Zufahrtsstrassen sind zu für den Individualverkehr. So einfach. Schliessung des Orts.

Damit hätten die Zuständigen Platz geschaffen – für die Schneeräumer und für die öffentlichen Busse und sonstigen öV-Mittel.

Warum taten dies die Davoser und ihre Herren in der Kantonalhauptstadt Chur nicht? Immerhin besetzen in WEF-Zeiten Tausende von Soldaten der Armee Davos, was für die Einwohner vergleichsweise ein viel schärferer Einschnitt darstellt.

Die Antwort: In der Schweiz getraut sich kein Politiker und kein Beamter, mutige Entscheide zu fällen. No-Trump-Land.

Wie beim UBS-Debakel vor 10 Jahren mit seinen bis heute anhaltenden Folgen lassen die Behörden die Dinge schlittern – bis es zu spät ist.

Danach flüchten sie in dumme Ausreden.

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77 Kommentare zu “Shutdown in Davos: Schweiz versagt vor Welt

  1. Heutige Autofahrer könne einfach nicht mehr im Schnee fahren und von Schneeketten und Spikes haben sie auch keine Ahnung.
    Früher war Davos nur mit Schneeketten erreichbar und ein Bündner Winterpneu besass standartmässig Spikes!

  2. So schlimm es auch nicht. Gute Demokratie ist halt etwas langsamer als ein totalitärer Kommandostaat.
    Thumbs up, Switzerland.

  3. Hässig von einer Plattform mit Paradeplatz im Namen lässt sich übers Schneeräumen in den Bergen aus – irgendwie schräg, weiss der Banker und die, die über ihn schreiben, noch, was Schnee und eine Schaufel ist? Überlassen wir doch das Schneeräumen getrost den Bündnern Berglern, und das Finanzieren, Spekulieren und das sich darüber auf insideparadeplatz.ch auslassen, den Zürcher Banker. So kommt besser raus.

  4. Bin völlig einverstanden mit LH. Es ist ein Trauerspiel was unsere Behörden abziehen. Aber sie haben alle Angst vor den Medien, die hartes Durchgreifen sofort geisseln. Würde mich nicht wundern, wenn sie den wichtigsten Gast nicht schützen könnten vor dem Pöbel.

  5. So ist es, die Schweiz ist auf dem Niedergang. Leistung ist verpönt, wer von der Sozialhilfe lebt ist ein Held. Es kommt nicht gut.

  6. Nachdem IP das WEF zuerst schlechtredet, fordert es nun quasi die Ausrufung eines kantonalen Notstands und die massive Beschneidung individueller Rechte um den sonst so gerne kritisierten Mächtigen der Welt den freien Zugang nach Davos zu sichern. Welche Schlagzeile verwendet worden wäre falls die Behörden dies effektiv gemacht hätten kann man sich leicht selber ausmalen.

  7. @Alli
    Mann Mann was ghat ab höred doch uf mit däne doofe zürcher oder dämliche bündner, gsehnd ihr nöd was uf dä welt passiert ? dä verdrängiskampf isch voll im gang und mir zerfleisched eus gägesitig ? mir händ alli öppis gmeinsam, mir sind schwizer, mir sind schwiz da usse rund um eus dette müemer luiege und nöd immer gägesitig abemache. so peinlich ich bin froh ghits bündner zürcher thurgauer tessiner und und und also zäme ghats besser amen

  8. wie jedes jahr ist der wef einzig und allein ein riesen-hype nur für eliten in der politik und wirtschaft. was haben die letzten jahre aus lippenbekenntnis gebracht? schöne worte, schöne bilder, schöne absichten. die medien freuts, davos freuts. die schweiz freuts. das mag ich ihnen auch gönnen. für den normalbürger ist dies ein non-event. wer sich mit weltpolitik und finanzen befasst, sollte sich auf die schlüssel-ereignisse konzentrieren und nicht das rauschen im wald. hinter dem politvorhang steht ein machtkampf um die machtposition diese welt. china verdrängt immer mehr die usa. der usd taucht weiter ab. aktien gehen jetzt vertikal hoch. bitcoin und co sind nur ein hype-auswuchs.

    • Unsinn……………..
      Wer soll denn zusammen reden, die Putzfrau von Putin und der Koch von Trump ?

      Würde das was bringen ?
      Nein das WEF ist ein Ort an die Mächtigen kommen und zusammen reden. besser die reden als das sie Kopflos handeln.
      1914, 1939 und noch an vielen weiteren tagen wären wir doch froh gewesen die hätten zusammen geredet, anstatt gekämpft.
      So einen Anlass brauchts nunmal.

  9. Man merkt, dass der gute Lukas Hässig bereits einer Generation angehört, welche die wirklich harten – schneereichen und eiskalten – Winter von einst nicht erlebte.
    Im Bündnerland musste man damals die Autobatterien ausbauen und im Skiraum deponieren; sonst waren sie am Heimreisetag platt.
    Die Schneeräumeequpen in den Feriendestinationen hatten Routine und alles funktionierte perfekt. Schon morgens früh war geräumt und dies ohne die technischen Geräte von heute.

    Zum zweiten Thema: Die Nach-68er schwelgten förmlich in ihrer Pillen- und Geburtenkontroll Euphorie. Kinderlose- und Minifamilien waren „in“, besonders bei den sog. Eliten.
    Deren nichtgeborener Nachwuchs, der jetzt zwischen 40 und 50 wäre, fehlt nun in Wirtschaft und Politik.

    Menschen mit dem intellektuellem Niveau, Erziehung und Erbgut, welche sie für heutige Entscheidungsträger-Positionen in Politik und Wirtschaft prädestiniert hätten, gibt’s daher massiv zu wenig. Sie fehlen!
    Kurz: Ein wesentlicher Grund dafür, dass heute überall entscheidungsscheue Leute , Menschen ohne Mut und „guts“ das Sagen haben. Die notwendigen Talente wurden gar nicht gezeugt und sogar eine Negativ-Selektion fand statt!

    • Richtig………………. dann sind wir halt Morgens um 3 aufgestanden und haben angefangen mit Schnee schaufeln.
      Oder ich hatte 1-2 Tage Schulfrei und habe dafür die Strasse zu unserem Haus ( 700m ) freigeschaufelt.
      Ich kann mir nicht vorstellen das sowas vor 40 Jahren auch so schlecht gelaufen wäre.

  10. Sehe das exakt so. Die Schweiz ist schwach, versucht alles irgendwie zu optimieren ohne viel dafür investieren zu müssen. Die hiessige Infrastruktur ist ein Debakel für ein fortschrittliches Land. Die Metapher zum Banking ist jedenfalls gelungen.

  11. Jetzt endlich schneit es mal wieder und es ist wieder nicht recht.
    Dass diesen Klimawarmisten (ausser D.T.) jetzt quasi durch den Schneee, den es nach Ihnen eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, der Spass versaut wird, macht mir den WEF wieder symphatisch. Der Kongress tanzt nicht weil es schneit, wunderbar.

  12. Ganz schwacher Artikel von LH. Bei zwei Meter Schnee und Limousinen in jeder Zahl ist der Verkehrskollaps nicht zu verhindern gewesen. In Zürich kollabiert der Verkehr schon bei 2cm Schnee. Aber in ZH weiss man dafür alles besser.

  13. Ich bin rechts und trotzdem find ich es super, dass auch die Mächtigsten, Behörden und Reichen vor dem Schweizer Wetter kapitulieren müssen.

  14. Ich hab bei Petrus zusätzliche zwei Meter Schnee bestellt damit der shittytwitty aus USA kapiert, dass die Natur mächtiger ist als er. Vielleicht denkt er dann nach. LH kann ihm dabei helfen.

  15. Was für ein Bullshit Artikel! Möchte wissen, in wievielen Ländern so ein Anlass überhaupt stattfinden könnte bei dem Wetter.
    Und zum Thema, Wetter sei vorhersehbar: und dann? Auf Vorrat Schnee schippen, bevor er da ist? Sorry, absolut Realitätsfern und reisserisch!

  16. Es ist schon so: In der Schweiz mit ihrer Konsens- und Kollegialbehörden-Kultur spricht niemand ein Machtwort. Denn niemand hat Macht und alle Politiker schauen stets nach allen Seiten bevor sie etwas sagen oder anordnen. Wir haben eine Absicherungsdemokratie. Das funktioniert, solange keine Herausforderungen auftauchen, also beim Business as usual. Diese politische Schwäche kennt man in Brüssel und auch in Washington. Die Folgen konnte man in den vergangenen Monaten (EU-Beziehungen), vor einigen Jahren (US-Druck auf CH-Banken) und vor 20 Jahren (sog. Nazigold-Affäre) zur Kenntnis nehmen.

  17. …Donald Trump hat eine heisse Affaire mit Hope Hicks und bringt diese ev. nach Davos mit……

    Wo ist Lukas…..??? Wo ist IP…….???

  18. Ihre Kolumne mag ich sonst ganz gut, aber was Sie hier schreiben ist einfach Kacke von einem Unterländer der noch nie in den Bergen war wenns schneit.

    • Und möglicherweise nicht mal bemerkt hat, dass die Schweiz föderalistisch aufgebaut ist.

  19. ….es ist nicht so schlimm… und vergessen wir nicht, dass in 2008 waren noch Genie an Werk, die können innerhalb eine Minute eine richtige Antwort auf eine komplexe Problemen haben. Heute, sieht so aus, dass sie verschwunden sind…
    Zweitens finde ich noch gut, dass die Primat von Natur ( la forza del destino) ihre stärke findet… so lernen die ganz Prominenten diesen Welt, dass der Mensch einfach „Nichts“ ohne Natur ist… Trump in Primis…
    So schön…Winter sei Dank mit oder ohne Gott!!!

  20. So ein Bericht ausgerechnet von einem Flachlanddoofi.
    Wenn im August in Zürich jemand voraussagt, dass es im nächsten Winter eventuell auch in Zürich schneien könnte, ist schon die ZH-globale Panik im Anmarsch. Ihr habt ja noch gar nie richtigen Schnee erlebt.
    Schon mal ne Schneeschaufel in der Hand gehabt?
    Gibt es eigentlich einen Preis für das dumme Geschwätz üder Dinge von denen man kaum bis gar nichts davon versteht?

    • Gut gesprochen. In Davos hat es wenigstens Schnee. Wenn in Zürich nur zwei Schneeflocken vom Himmel fallen, häufen sich die Stellwerkstörungen. Die Natur lässt sich nun mal nicht kontrollieren. Es fehlt nur noch, dass Donald Trump die Schneemassen als Bestätigung herbeizieht, dass es die Erderwärmung nicht gibt!

  21. Nachdem die Davoser schon jahrelang gegen Auswärtige motzen und schreien, sind sie derzeit nicht einmal in der Lage, für ihr goldenes Kalb, das WEF, im eigenen Dorf akzeptable Bedingungen zu schaffen. Zu beschäftigt mit den eigenen Wohnungen vermieten zu Wucherpreisen und schreiben von Menue- und Getränkekarten mit x-fachen Normalpreisen zum Abzocken der WEF-Gäste. Es sind alles Tugenden der Davoser und das WEF täte gut daran, seinen Tagungsort in eine zivilisierte Gegend zu verlegen, wo der Gast noch geschätzt und nicht übervorteilt wird. Bündnergrinde eben!

  22. Seitdem The Donald die fragwürdige Klima-Lobby abgeschafft hat gibt es im November wieder Schnee und können wir wieder eine ganze Saison Skifahren!

  23. Der Zürcher LH hat gesprochen! Wusste gar nicht dass das Leben so einfach ist…. Abenteuerlich zusammengestrickte Geschichte! Und ich dachte in diesen Zeiten hätte ein guter Journalist gute Stories auf Lager – gerade während des WEF’s. Organisatorisch gibt es wohl kaum einen Anlass in der Schweiz welcher derart gut organisiert ist. Greift da jemand nach dem letzten Strohhalm weil er keine guten Geschichten mehr in petto hat?
    Armselig.

  24. Guten Tag
    Nicht nur die UBS AG, sondern zahlreiche andere Schweizer Firmen haben in den USA grosse Verluste gemacht, die von den schweizerischen Mutterfirmen zu bezahlen waren.
    Ich denke etwa an die Niederlassungen der Credit Suisse, an die Von Roll-Tochterfirma New Jersey Steel, an die Niederlassung der Bank Leu in New York oder einige andere.
    Eine vertiefte Analyse der Gründe würde sich lohnen – mein Appell an die HSG oder andere Hochschulen.
    Freundliche Grüsse
    Fokus

  25. Lieber Bundesrat in Bern
    Hiermit schlage ich hochoffiziell vor, dass Lukas Hässig den nächsten WEF ganz alleine organisiert, damit überhauptreingarnichts schief gehen kann.
    Er kann es ja viel besser (zumindest das Motzen ist ihn in die Wiege gelegt worden)
    Da sind Waldorf und Statler die reinsten Schulbubis gegen ihn.

  26. Als seit 20 Jahren in Davos ansässig kann ich bestätigen: Die Analyse stimmt, recht genau sogar – das Rezept dagegen wäre verfehlt. Beginnnen wir hinten: Viele Lieferanten, Handwerker etc sind während des WEF tagtäglich unterwegs, um ihre Aufträge auszuführen, zentral wohnende Davoser lassen ihr Fahrzeug meist zu Hause in der Garage, gehen zu Fuss oder nehmen den ÖV. Trotzdem hat es zuviel Verkehr, nicht nur wegen der vielen Limousinen (Diplomaten, Executives etc. wollen und können (aus Sicherheitsgründen) nun mal nicht den ÖV nehmen – verständlich. Das Problem sind die sehr zahlreichen „offiziellen“ WEF Shuttlebusse (ca. 80 an der Zahl) die auf mehreren Linien, meist sehr schlecht besetzt, WEF Teilnehmer gratis transportieren von frühmorgens bis spätabends. Diese sollten auch für „Einheimische“ zugänglich sein, ebenso sollten Die ÖV Busse während des WEF für alle Benutzer gratis sein, das würde den unnützen Individualverkehr nochmals drastisch reduzieren.
    Die Schneeräumung in diesem Winter ist, auch in Berücksichtigung der erschwerenden Umstände, tatsächlich unterirdisch; schlecht organisiert, schlecht koordiniert, schlecht überwacht und teils mit Mitarbeitern bestückt, die ersichtlich unwillig sind einen guten Job zu machen – das könnte man deutlich besser machen auch in einem schwierigen Winter wie 2018.
    Leider ist es auch so, dass die politische Führung dieser Stadt wenig innovativ ist und wenig vom Dialog mit den Einwohnern hält. Ein privat aufgegleistes, zukunftsweisendes, innovatives Projekt namens „Wildmanndli“ wird von den Behörden ignoriert (es kommt ja nicht von diesen selbst), man ist zu stolz, die guten Ansätze dieses Projekt zu erkennen und allenfalls weiter zu entwickeln. Viel lieber rühmt sich da der Landamman der vielen offiziellen Anlässe die er pro Jahr besuchen „muss“ und jeweils seinen nichtssagenden Kommentar dazugeben kann. Schade, ich gehe nämlich mit K. Stölker keineswegs einig, dass Davos eines der hässlichsten Alpenresorts sei, die Lebensqualität ist hoch, die Natur herrlich etc, einzig die Behörden agieren zu oft „suboptimal“.

    • schön, dass jemand vor Ort – also kein Flachlanddoofi – den Mut hat, die Probleme sowie Ross und Reiter zu benennen.
      Und was den Verkehr und ÖV betrifft – schlicht unfassbar!
      Davoser, schaut doch mal in Verbier vorbei…

  27. Ja, ich geben Herrn Hässig recht.

    Ich war auch sehr erstaunt, wie schlecht das gestern alles organisiert war. Ein Amerikaner meinte, es sei ein „logistical nightmare“, Leute hier her zu bringen. Nicht gerade die beste Visitenkarte für Davos.

    Und mit ein bisschen logistischer Planung und Verkehrssteuerung hätte man das Chaos m.E. durchaus verhindern können.

    Aber so hatte man wenigstens ein Thema für den Small-Talk… 😉

  28. Gaht’s eigentli no??

    Ein paar First-World-Problemchen in Davos wegen Schnees mit dem Crash der UBS vor 10 Jahren zu verbinden, und den Schweizer Behörden so quasi über 10 Jahre hinweg Unfähigkeit und Untätigkeit vorzuwerfen, ist schlicht grotesk. Das Eine hat mit dem Anderen rein gar nichts zu tun. Hören Sie doch endlich mit dem ständigen Grossbanken- und Bonibashing auf.

    • Auf die Bonimentalität kann man nicht genug eindreschen. Sie ist krank – gerade bei den Grossbanken.

      Etwas anderes ist die Story heute – LH hat halt nicht jeden Tag einen „Inside“ und so kommen dann ab und zu eher wirre Beiträge. Eben so wie der heute. Schwamm drüber.

    • …Widmer-Schlumpfbashing ist aber vonnöten – sie ging doch vor lauter Karrieregeilheit in die Knie vor den bösen Amis
      (kein SVP-Anhänger!)

  29. ja genau, über die Schweiz wettern, und mit einem Land vergleichen, das regelmässig nicht mal das Haushaltsbudget auf die Reihe kriegt, kindisch-beleidigende Voice-Mails aus dem Präsidentenhaus ablässt, so paranoid ist, dass man mit einer ganzen Armada eigener Spielzeuge (bis hin zum Pult?!) ans WEF reisen muss und 1000 Sachen mehr. Fantastischer Bericht. Es ist einfach wieder mal ein rechter Winter. In den Staaten gibts bei sowas Hamsterkäufe, Panik, grooooosse LH beindruckende Berichte über Blizzard (ist natürlich neu-modisch ausgedrückt viel cooler als Wintersturm Frederike), dabei ists dann einfach auch dort wieder mal richtig Winter.

  30. Die winterliche Natur überrascht einem immer wieder, bei Lukas Hässig ist es eher die persönliche Dummheit, welche ganzjährig von uns gelesen werden muss….

    • Sehr geehrter Herr Leupi

      Lesen müssen Sie gar nichts ! Offenbar gibt es aber doch einen Platz bei Ihnen für die Plattform von LH

    • „…gelesen werden muss“?!?
      Wer steht denn hinter Ihnen und hält Ihnen die Beretta oder die Luger ins Genick?

    • @ e.straessler

      Das sehe ich genauso. Es ist schon ziemlich ambivalentes Verhalten, Lukas Hässig der persönlichen Dummheit und des „Dauer-Lästerns“ (jetzt nicht direkt von Ihnen, aber von einigen Kommentatoren hier) zu bezichtigen, dann aber in genau gleicher Manier über ihn zu lästern.

      Klar, nicht jeder Artikel hat gleich viel Tiefe, aber ich finde es eine tolle Leistung, hier jeden Tag mindestens ein Thema zu beleuchten. Und ich finde IP eine wunderbare Plattform, die – zugegebenermassen manchmal etwas überspitzt – auch mal die Kehrseite der von Grossbanken-Kader oft und gerne verbreiteten „Beschönigungen“ etwas genauer unter die Lupe nehmen. Also bitte weiter so, lieber Lukas!

      Wie gesagt, es ist KEINER gezwungen, die Beiträge zu lesen. Und wer einen Beitrag kommentieren will, der soll das doch bitte sachlich untermauert tun und nicht über einen lästern, der angeblich nur lästert. Irgendwie schizo.

    • …eigenartig nur, dass man sich als Intelligenzbestie von „persönliche Dummheit, welche ganzjährig von uns gelesen werden muss…“ unterziehen muss…;-)

  31. Tatsächlich ist die CH-Behörde mit den hiesigen Gesetzen hoffnungslos überfordert (Lärmschutz, Zuwanderung, StVG etc. etc.) – Hauptsache die Lohnkasse stimmt.
    Als Jahrtausend-Highlight kommt endlich DER Polit-Superstar schlechthin in die Schweiz – und wird seine Deals machen.
    Was unser Schönwetter-BR in Davos soll, bleibt ein Rätsel.

  32. Respekt, Herr Hässig, wie Sie es schaffen, mit einem journalistischen Salto Mortale gleichzeitig und einmal mehr die olle UBS-Kamelle hinterm Ofen hervorziehen und auch noch WEF/Graubünden/Schweiz-Bashing zu betreiben… Grossartig auch Ihr Lösungsansatz, Davos wegen der paar Wirtschaftshanseln gleich ganz dicht zu machen. Wenn kümmern schon Einwohner und Touristen…

  33. Natürlich, so ist es.

    Die USA sind mit kein Vorbild, aber bei solchen Dingen ist die Einsatzbereitschaft der Amerikaner viel höher.
    In den USA würden die Schneeräumer eine 24 Stunden Schicht einlegen und sich über das Geld freuen welches ihnen sowas einbringt.
    Hier denkt man nur daran, dass ja ein Unfall infolge Übermüdung eintreten könnte.

    Die Privaten haben Angst das sie ihr Gipfeli nicht holen können wenn Davos zu wäre.

    Tja, das Problem ist das wir in einer Wohlstandsgesellschaft leben, der Improvisieren fremd geworden ist und in der wir meinen, anders könne es gar nicht mehr sein.
    Nein Schnee ist etwas was man wegbringen kann, so viel dass das unmöglich ist gibt’s hier gar nicht.
    Ich selber habe 30 Jahre mit Schnee zu tun gehabt.
    Es gibt im Mittelland sehr viele Schneefahrzeuge die auf Picket stehen und nicht benötigt werden, denn hier regnet es seit Tagen.
    Ich bin sicher, es würden sich Räumfahrzeuge finden lassen………. aber vermutlich müssen wir erst mal planen wer die Kosten übernimmt und die nicht zu viel Überzeit bekommen.

    • Es ist ein privater Anlass, soll doch Herr Schwab und seine Buddies eine Schaufel in die Hand nehmen. Da würden Sie mal was sinnvolles bewirken!

    • Rauch………..

      …..genau so einen Unsinn habe ich erwartet.

      Tatsache ist, das WEF ist ein Anlass der es der Schweiz ermöglicht sich darzustellen, mit Politikern und Wirtschaftsführern zu reden ….was immer besser ist als wenn wirs nicht täten.

      Zudem, bei ihnen zu Hause oder im Dorf oder der Stadt wird ja auch der Schnee geräumt, sie gehören auch zu den „Privaten“. Und dort muss meist bis 7°° Morgens geräumt sein nur das sie in ihre private Forma fahren können um ihre private Arbeit zu erledigen.

      Also warum müssen wir Räumen….. nur weil WEF ist ?
      Nein, auch sonst wird in Davos geräumt, denn dort sind viele Gäste der Schweiz, hat es viele Geschäfte und Angestellte die davon leben das diese Menschen nach Davos kommen.
      Natürlich ist in Davos ein Extra-Aufwand nötig, aber er bringt unserem Land auch einen Gewinn, nicht direkt in zahlen und in Davos selber, aber Landesweit.

    • @ Walter Roth

      Da Sie ja für alles eine Lösung parat haben und gleich noch Ihre Kompetenz ins Spiel bringen zitiere ich Sie gleich auch noch:

      Sie schreiben u.a.:
      “ Ich selber habe 30 Jahre mit Schnee zu tun gehabt.“

      Meinen Sie Ski fahren? Oder verfügen Sie über logistische Erfahrung im Schneeräumen? Sind Sie in den Bergen wohnhaft?

      Bitte nehmen Sie hierzu doch Stellung. Wir sind für konstruktive Lösungsvorschläge dankbar.

    • Der alias Walter Roth argumentiert gleich wie derjenige mit Pseudnym Ueli. Eines haben ja beide gemeinsam: sie tun sich schwer mit Rechtschreibung und der Formulierung klarer Gedanken.

    • @Walter Roth

      So einen Unsinn habe ich auch von Ihnen erwartet. Welche Plattform bietet das WEF. Da werden schöne und bedeutungsvolle Worte und Reden geschwungen, das Leid und die Not in der Welt angeprangert etc. etc. Ein paar wenige nehmen es sich zu Herzen und wollen etwas bewegen, die sogenannten Mächtigen kehren nach ein paar schönen Tagen mit Fressen und Saufen wieder nach Hause und wursteln weiter wie bisher. Die ohne Stimme interessieren Sie nicht! Das WEF ist mittlerweile ein Marketing-Gag, mehr nicht! Das Besondere ist, dass der Steuerzahler das noch finanziert! Darf ich als Bündner Steuerzahler nächstes Jahr mit einer Einladung rechnen?

    • F. Schall und Rauch…………..

      sagen sie mir doch mal wie viele Anlässe ein Trump besucht ?
      Einen US Präsidenten zu empfangen ist nunmal etwas was aufwertet.
      Wollen wir die Personenfreizügigkeit abschaffen, glauben alle Linken unsere Firmen / unser Land würde darunter leiden, kommt Trump ist es nur der Besuch eines „Plauderi“.
      Solche dummen Aussagen zeigen mir, dass es eben nur um ganz persönliche Animositäten geht.
      Denn für unser Land und unsere Wirtschaft ist das WEF wichtig, richtig und gut, und ein Trump ist dabei von besonderer Nützlichkeit.
      Wer als Land gute Geschäfte machen will, muss Netzwerke haben, mit den richtigen Leuten sprechen.
      ———————————
      Und, …..wie sagte doch ein anderer US Präsident, jener der 1865 erschossen wurde ?
      „Besser schweigen und als Narr erscheinen, denn sprechen und es bestätigen“.

    • Walter…. einmal mehr: hätten Sie doch nur Abraham’s zitiertes Bonmot befolgt und geschwiegen – Sie Narr.

  34. Es gibt gute und es gibt schlechte Beiträge bei IP. Das liegt in der Sache der Natur. Auch angesehene Blätter schneiden nicht besser ab. ABER dieser Beitrag ist unterirdisch. Genau diese Art von Artikeln, wo die Feder den Staat Schweiz miserabel darzustellen versucht, schadet am meisten. Immer in die selbe Kerbe dreschen, aber auch nur ansatzweise keinen erkennbaren und vernüftigen Vorschlag. Der Artikel heute ist eine riesen Enttäuschung. Als Schweizer schmerzt dieser Artikel, insbesondere weil er aus einer Schweizer Feder stammt. Nestbeschmutzer!

  35. Ich schlage vor, dass der Autor sich eine Schaufel packt und handkräftig mithilft, die Strassen freizuräumen. Dann sieht er, dass die Bündner eben Berge haben und Davos nicht Zürich ist…

    • Ach wieso denn?
      Die Bündner wollen ja am liebsten auch nur die Kohle der Zürcher, nicht aber diese selber. So sollen Sie halt den Schnee nach Zürich bringen, damit sie wenigstens einmal eine Gegenleistung für den neuen FA bieten.

  36. Ach, Herr Hässig
    Wenn es doch nur so einfach wäre. Alle Zufahrtsstrassen für den Individualverkehr schliessen? Sind Sie schon je einmal in Davos gewesen? Haben Sie schon mal einen echten und schneereichen Winter erlebt? Ist ja schon erstaunlich – der Hässig weiss einfach alles und hat für alle Probleme eine Lösung. Warum nur ist der Mann nicht Bundespräsident?

  37. Wunderbar dargestellt mit dem Davoser Schneeballast als Angelpunkt.

    Eine Metapher über die krankhafte Zauderei in der verunsicherten Schweizer Seele. Dazu gelegentlich Härte markieren mit markigen Worten – und zur gleichen Zeit weichgespühlt Kuschen beim geringsten Gegenwind.

    Das helvetische Geschäftsmodell hat wahrlich einen Kratzer.

  38. Vielleicht sollten die Soldaten den Schnee wegschissen? Geht ja nicht. Die liebe Physik.

    Das VBS militarisiert Hochwasser und andere Naturkatastrophen, um ihre Existenz zu rechtfertigen. Welche Regime der Weltgeschichte haben dies schon gemacht? Wie helfen Panzer da?

    Die WEF-Soldaten sollten vielleicht als Erstes und für immer weg, um Davos zu dieser Zeit zu entstopfen.

    Es heisst ja, wir hätten 2-4 % Neandertalergene in uns. Gewisse Verantwortliche sicher beim intellektuellen Teil.

  39. Schade. Nur um den Platz zu füllen so ein nichtssagendes Stammtischgejammer. Eine Anhäufung von Nichtssagendem. Schade

  40. Anstatt zügig die Probleme wortlos zu erledigen, gibt der sog. Kommandant der Bündner Kantonspolizei noch eine völlig inhaltlose, komplett unnötige Pressekonferenz. Leere Worthülsen nonstop! Man musste das Gefühl haben, dass jeder kleine Polizist auch noch seinen Senf dazu geben will…

  41. Bravo, bravissimo, bingo

    In der Schweiz getraut sich kein Politiker und kein Beamter, mutige Entscheide zu fällen. Danach flüchten sie in dumme Ausreden.

    Bingo, so herrlich prägnant hat das noch selten jemand postuliert.

    Vor einigen Jahren war ich in Sri Lanka und hatte in einem Strandrestaurant eine Zufallsbegegnung mit einem jungen Edelsteinschleifer, der kurz davor ein paar Monate in seinem Beruf in Luzern arbeitete.

    Nach ein paar Drinks zu seinen Schweizer Eindrücken befragt:

    „My mixed impressions, well … in Deutsch weiter: Ich kann nicht begreifen, wie ein so dummes Volk so reich werden konnte“.

    Meine Entgegnung:
    Es gab bei uns halt mal intelligentere Menschen mit mehr Biss.

  42. Wünsche denen nochmals ein paar Meter Schnee mehr diese kommenden 3 Tage. – „Huch, der Heli fliegt nicht und die Wohlfühllimo für die 300m-Verschiebung bleibt im Schnee stecken!“ – Willkommen in der realen Welt, wo nicht alles von den Corporations und ihren tausenden kleinen Händen schön bequem organisiert wird für ein paar Schranzen/Könige, die oft in Tat und Wahrheit „keine Kleider“ anhaben, sondern bloss gut schau- und falschspielen.

  43. Na ja, auf denn Papier schaut alles wunderbar aus. Die Naturgewalten sind nun mal nicht beeinflussbar. Wenn nicht‘s geht, dann geht eben nicht‘s, Weltpolitik hin oder her. Es sind Sicherheitsüberlegungen die auch überwiegen, lassen Sie das mal die Fachleute entscheiden Herr Hässig. Im warmen gemütlichen Büro ist natürlich gut Schreiben. Es lässt sich eben nicht alles erzwängen!

  44. bis jetzt ist noch überhaupt nichts passiert, was nicht geklappt hätte und Sie schreiben schon einen ellenlangen Bericht zum Versagen drr Organisatoren. Hauptsache, Sie können über jemanden hinziehen. Gehen Sie doch selber Schnee schaufeln in Davos, Her Hässig. Dann wird es sicher klappen !

  45. Herr Hässig, ich empfehle Ihnen, Herrn Caviezel als Gemeindepräsidenten abzulösen. Offensichtlich können Sie es besser. Warum geben Sie sich mit einem solche läppischen Blog ab, wenn sie in einer Stadt etwas bewirken könnten?