CS-Produkt: 500 Millionen Taucher

Grossbank hat Riesenposition in Spezial-Vehikel – Dann kams zum Meltdown – CS dementiert Verlust – Ganzes IT-Trading unten.

Ein Vehikel der Credit Suisse könnte soeben einen 500 Millionen Dollar-Kursverlust eingefahren haben. Die Bank dementiert eigene Trading-Verluste mit einem 3-Zeiler.

Fakt ist: Die CS sitzt auf einer riesigen Position eines Anti-Volatilitäts-Produktes.

XIV heisst das Ding, es ist die Umkehrung von VIX, dem bekanntesten Volatilitäts-Index. Dieser XIV zeigt scharf nach unten, wie der US-Finanzblog Zero Hedge diese Nacht meldete.

Minus 90 Prozent im Handel nach dem offiziellen Börsenschluss. Das Problem für die Credit Suisse: Sie ist der grösste Investor im XIV. Das Vehikel blüht, wenn die Volatilität verschwindet – so wie die letzten Monate.

Gestern gings in die andere Richtung. Die Volatilität kehrte mit voller Kraft zurück: plus 150 Prozent.

Zero Hedge druckt heute ein Update aus dem Kommandoraum der CS ab. Die Kommunikations-Abteilung der Schweizer Grossbank habe sich mit dem Folgenden gemeldet:

„Background: Please note there is no impact to Credit Suisse – we are completely hedged.“

„On the record: ‚The XIV ETN activity is reflective of today’s market volatility. There is no material impact to Credit Suisse.'“

Biggest Investor: Die CS sitzt auf explosivem XIV-Berg.

Die Beruhigungspille könnte wirkungslos bleiben. Business Insider, ein US-Medium, berichtet von einem 500 Millionen Dollar-Verlust der CS.

Es wird verwiesen auf die Webseite Forex Live. Diese schreibt: „An ETF betting against volatility may have left Credit Suisse with a more than $500 million loss.“

500 Millionen Dollar Verlust mit einem einzigen Vehikel – es wäre Wahnsinn. Da beginnen die weltweiten Aktienkurse eben erst zu fallen, und schon erleidet die Nummer 2 des Finanzplatzes einen Gross-Kursverlust.

Die Bank hat in den letzten 2 Quartalen je rund 200 bis 300 Millionen verdient. 500 Millionen Verlust würden somit ein halbes Gewinnjahr der CS ausradieren. Und dies zum Beginn einer möglichen Grosskorrektur an den Märkten.

Was kommt noch? Wie manövriert die CS durch einen möglichen Sturm?

Die Frage platzt mitten in einen Crash des CS-Trading-Systems. Gestern Vormittag ging bei der CS kurzfristig nichts mehr im Handel. Das gesamte System in der Schweiz lag am Boden.

Während gut einer Stunde, wie es aus dem Innern des Finanzmultis heisst. Das heisst: Die Investoren konnten gestern bei der CS an einem Tag, an dem die Kurse ins Rutschen gerieten, eine gute Stunde lang nichts kaufen und nichts verkaufen.

Sie sassen da mit ihren Wertpapieren und mussten warten, bis die CS-Techniker das Problem behoben hatten.

Nun steht den Börsen ein Sturm bevor. In den kommenden Tagen müssen die Systeme der Banken zeigen, dass sie diesem standhalten können.

Bei der CS liegt das Augenmerk aber auf Anderem. Die Spitze der Bank ist komplett absorbiert durch Abbau.

Auch in der Informatik. Dort wurde letzte Woche ein halbes Dutzend Managing Directors und Directors in der IT abgebaut. Die Führungsleute hätten grösstenteils eine neue Aufgabe innerhalb der Bank übernommen.

Der Abbau in der Informatik zeigt, wie die CS-Spitze unter CEO Tidjane Thiam alles daran setzt, die Kosten weiter zu kürzen.

Gleichzeitig deutet der gestrige Totalausfall des Trading-Systems auf schwerwiegende Probleme in ebendieser Informatik hin.

Und nun drohen die Märkte zu kippen. Für heute werden weitere Verluste an den weltweiten Börsen erwartet, hinter den Kulissen der Banken geht Panik um.

Ein CS-Handelsverlust in der Höhe von einer halben Milliarde wäre für die Bank ein Hammerschlag. CEO Thiam hatte soeben den Investoren versprochen, dass es bald Milliardengewinne für sie gäbe.

Dies, obwohl an der Klagefront immer noch keine Ruhe eingekehrt ist. Der Fall mit dem US-Israeli Dan Horsky schwelt weiter. Die CS hat schon Dutzende von Millionen Kosten dafür aufgewendet.

Und noch immer ist keine Lösung in Sicht.

Wenn nun auch noch die Märkte kollabieren und die CS mit Positionen Grossverluste erleidet, dann kumulieren sich Negativ-Nachrichten zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

59 Kommentare zu “CS-Produkt: 500 Millionen Taucher

  1. Kann mich jemand aufklären?
    – ich glaube nicht, dass sie bei der CS so blöd sind und mit so einer Summe auf noch tiefere Volatilität setzen.
    – Wie kann es sein, dass eine Bank ein Produkt (Wette) anbieten kann, bei dem sie selber die grössten Profiteure sind?
    – Falls das alles stimmt, glaube ich nicht, dass sie nochmals blöd waren und beim höchsten Kurssturz sie das Produkt kündigen.
    – Dann noch die IT Probleme im „dümmsten Moment“

  2. Kein Problem, wir sind zu 100% gehatcht.
    100% gehatcht in die eine Richtung, also auch keine Chance,
    beim absoluten Glücksspiel in die andere Richtung was zu gewinnen.
    Das sind vielleicht hirnlose Geschäftsfelder, aber noch unverschämter wie immer bei diesen Bankstern, für wie blöde sie den Rest der Welt halten.

  3. Ich sehe täglich, wie die digitalen Menschen in den Grossbanken und komplexen Organisationen den Überblick, das Systemwissen und dazu die oekonomischen Basics verlieren … Die vielen Berater und bunten IT-Freaks vom Apple-Google-Spielzeug-Laden geben dann dem System noch den Rest …. und wenn der Daten-Link nach Bangalore noch lahmt, ist der Ofen aus.

    Ich denke, CS und UBS haben viele Komponenten ihrer IT und ihres Geschäfts nicht mehr im Griff. Sichere, stabile Systemtechnik ist dem AI-Spielzeug gewichen: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die ganzen Systeme an einem kritischen Tag zusammen mit einigen idiotischen Tradern und unfähigen Entscheidern Teile des globalen Finanzsystems an die Wand fahren.
    Und uuups …. tja…. 100% Volatilität …. 55% Kursverluste …. ach – der Computer und die IT und der Stomversorger sind schuld! Pech gehabt, lieber Kunde.

  4. Weshalb die Bemerkung bei Dan Horsky „US-Israeliten“?
    Weder bezeichnen Sie, Herr Hässig, sich selbst als CH-Katholiken/Protestanten/Muslim, noch erwähnen Sie bei andern Personalien Staatsangehörigkeit und Konfession.
    Lassen Sie doch bitte in Zukunft diese Schubladen-Ausdrücke.

  5. Wenn in einem Aktiencrash auch noch die IT Systeme Zusammenbrechen, ist das das natürlich schon blöd.
    Kann man sich gegen die Folgekosten eigentlich versichern?

  6. Lieber Inside Paradeplatz, nur weil auf dem Bloomi Screen CS ganz oben steht heisst das noch lange nicht, dass sie die Titel in ihrem eigenem Namen haelt. Eigentlich, hoch unwahrscheinlich eine solche Summe in diesen Tagen als prop Position zu halten. Zudem hat die CS dies selber schon erklaert, siehe FT Artikel. Die Berichtserstattung hier ist einfach nur noch peinlich, klar man muesste den Unterschied zwischen ETP und ETF kennen und was ein nominee account ist, aber wenn man schon Banken bashen will sollte man zumindest Finance 101 besucht haben.

    Die eigentlichen Idioten dieser Episode sind die Investoren der short vol Vehikel, diese haben es verdient ihr Geld zu verlieren.

  7. Man sollte mal wieder ein „black swan project“ ins Leben rufen, wie weiland 2015 am Franken Event der CS plötzlich die Handelssysteme mit Stress (zu deutsch Volumen) zu tun hatten und nicht zurecht kamen.

    Dann hat man besagtes „black swan project“ initiiert und alle Beteiligten hatten weder eine Ahnung was Mr. Thaleb damit meinte, noch irgendwelche Ahnung was da überhaupt geschieht. Kurzum gab es dann Town Halls von IT Leuten, die nie in ihrem Leben was mit Options, Futures, Spots, etc zu tun hatten. Das Beste war dann die Show, als ein überforderter Holländer (selbstverständlich MD) was von „IT Infrastrature on the Floor“ erzählte und der „Award Wining Author of PM“ von Black Swan faselte.

    Am Ende haben sie 3 Schrauben gedreht und alle waren froh.

    Wenn ich sie nicht alle kennen würde, dächte ich mir niemals, das so eine Muppet Show es in Wirklichkeit gibt.

    DIe CS hat echts Management Cracks in der IT, wow …

  8. Lesenswertes Buch der 2016 pensionierten BIZ Direktoren Hervé Hannoun & Peter Dittus: “Revolution Required“ besonders Kapitel 7: The comming crisis of the G7 Model: Four time bombs ticking.

  9. Tja, no news are good news… 500 mio. Ist peanuts!!!
    Top Manager sind doch bezahlt um Measurable Risks zu nehmen! What else?
    Das Problem, dass die meistens von uns nicht erkennen können, dass wir in eine säkulere „Super Bubble“ drin sind…aber bis wann sie platzt kann noch ein paar Jahren sein… es kann 2018, 19, 20… aber irgendwann wird burst…das sage ich mit 99.9% sicherheit.
    Und was machen wir jetzt damit? Nichts viel… “ Party goes on, you must still dance“ hat einmal ein Prince gesagt, er hat praktisch nicht verloren, die Firma war Pleite, die Manager entlassen worden … und viele Leute weltwrit derben noch heute… wird dieses mal anders sein? Nein sicher nicht. So ist unsere System gebaut, man kann höchsten diese „arbitragieren“ … das ist der end game…

  10. Trade selbst auch schon längers den UVXY und SVXY.

    Einen Short VIX ETF/ETN langfristig zu halten, ist wohl die ultimative Rakete auf dem Markt. Das Problem sind einfach die massiven Drawdowns, die in solchen Märkten entstehen können. Wer aber mutig ist, kauft sich in diese massiven Drawdowns ein, denn der VIX ist bekannt für einen grausam schnellen Gummibandeffekt (siehe XIV Gestern 23 Uhr 17$ – Heute 20 Uhr 99$)

  11. „Söiblume Auszeichnung“
    Vielleicht hat die CS eine VIX long als Absicherungsposition gehabt. Wer weiss das? Sicherlich nicht die Presse oder Paradeplatz Inside.
    Das Produkt ist kein Knock Out und läuft somit weiter. VIX als Absicherungsprodukt kennen viele nicht, obwohl es schon bald 25 Jahre auf dem Markt ist.
    Volatilität hat als 100% Eigenschaft, dass nach einer Eruption immer wieder sinkt, irrelevant ob der Markt steigt oder runter geht. VIX reagiert auf die Volatilität des Basiswerts also ist nicht in Relation zur der effektiven Höhe des Aktienindexes. Gut möglich, dass die CS einen Gewinn machte oder das Ganze sich wieder ausgleicht. Also alles etwas vorschnell mit negativen News.
    Finanzmarktferne gebildete Schichten sollten mit päpstlichem Expertenwissen eher zurückhaltend sein.

  12. Beim Kostenabbau sollte Tidjane Thiam Anschauungsunterricht bei einem Innerschweizer Sportvermarkter nehmen. Dort wurden jüngst die Brötchen – die im Vorjahr vom CEO noch als Fringe Benefit abgefeiert wurden – wieder gestrichen. So konnten doch ca. 10000 Franken im Jahr gespart werden.

  13. „Who cares“ – das digitale Sparschwein Digipigi von Anke Bridge Haux kompensiert die Ausfälle mit Kindergeld.

  14. Die Leute sind nicht blöd.

    Und in diesem Januar und Februar VIX short zu sein wäre sehr blöd.

    Also entweder die Anweisung dazu kam von ganz oben (ausserhalb der CS) oder sie waren nicht short.

  15. Eis kliis Detail:

    Klar ist die CS grösster Holder dieser Exchange-Traded-Note („Grossbank hat Riesenposition in Spezial-Vehikel“), schliesslich ist die Credit Suisse der Emittent!

    Die Fragen ist eher: War alles, oder nur etwas oder gar nichts gehedgt – oder vielleicht rausgedreht vs. den „dear trading clients“?
    ———————————

    Hier der Prospekt für Leseratten: http://app.velocitysharesetns.com/files/prospectus/CS_VIX_VelocityShares_ETN_Amended_Final_Pricing_Supplement_AR48_long_form_2.PDF

    • Lieber ETP Guy, du scheinst (leider) der einzige in diesem Forum zu sein, der eine Ahnung hat, worüber er schreibt! Congratulations.
      (Dem Dialekt nach kann es daran liegen, dass du kein Zürcher bist.)

    • Ich hab mir dieses PDF runtergeladen: nur da kommt nun wirklich kein Mensch draus. Auch als interessierter Anleger habe ich doch keine Chance zu verstehen um was hier geht über 180 Seiten lang geht.

  16. Nur weil die CS hier Anteile von $500 Mio. hält, kann man nicht zwingend schlussfolgern, dass man dann einen Verlust in dieser Höhe erzielt haben muss; das greift meiner Meinung nach etwas zu kurz.

    Die CS ist hier Herausgeber und Betreiber dieser Strukturierten Note; das heisst sie muss es vollständig „hedgen“ im Hintergrund; mit anderen Worten: wenn der Anleger 100% short in VIX Futures ist (wenn er diese Produkt hält), ist die CS 100% long in VIX Futures auf der Gegenseite; um sich vollständig abzusichern, muss sie 100% short VIX Futures halten.

    Wenn sie jetzt aber einen Drittel aller ausstehenden Shares selber hält (vermutlich aus Gründen um darin Market Making zu betreiben) dann muss sie halt netto nur 66% „hedgen“ um eine „neutrale“ voll abgesicherte Position zu halten.

    Insofern würde ich meinen, dass hier die Aussage der CS nicht zwingend falsch sein muss wenn sie versichert vollständig abgesichert zu sein; Die Frage ist halt nur wie viel „netto“ Long oder Short die zuständigen Händler hier noch gewesen sind oder ob sie ihren Job gut gemacht haben und perfekt abgesichert waren …

    Herzliche Grüsse
    Hedgie

    • Was man allerdings nicht vergessen sollte ist folgender Umstand:

      Wenn nun der XIV mehr oder weniger wertlos ist für die Investoren und die CS „fully hedged“ war, ergibt sich folgende Situation für die CS:

      Ihre Long Position VIX (als Gegenpartei des XIV) hat sich von selbst in Luft aufgelöst …

      Ihre Short Position (66% der Outstanding Shares) im Wert von ca. 1 Mia. USD ist noch offen für den heutigen Tagesstart und somit nicht mehr abgesichert/gedeckt …

      Mal sehen ob das bei der Glattstellung nicht noch ein kleines Blutbad erzeugen könnte …

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

  17. Hm ….. CS XIV ….. und was macht der 5*Hotelbesitzer und „mr. always short vol aka VIX-Elephant“ der da noch mit den Steuerbehörden rumkungelt?

    Hängt der dann bald seine eigenen Skizzen in Rahmen an die Wand, wenn er auf der Strasse rumfidelt für „hesch mer no en stutz?“

  18. Liebe Leute, der analytische Sachverstand scheint mal wieder Urlaub zu machen….?!
    Es ist doch vollkommen unklar zu welchem Zweck die CS diese Position hält. Wie kann denn da jemand eine seriöse Aussage zur deren Auswirkung machen? Die Handelsbücher einer Bank sind wirklich sehr komplex, auch wenn wir Unterbezahlten glauben dort säßen nur überbezahlte Deppen. Daher würde einfach mal raten die Finger von der Tastatur zu lassen und die Zeit für echten Journalismus zu nutzen – bspw. Hund vom Top Trader mit Lebensmittelvergiftung in Spital eingeliefert, LH ermittelt – lag es am Kaviar?
    Auch wenn es i.d.R, erbärmlich ist, was hier geschrieben wird .. es macht irgendwie grosse Freude in die Niederungen der menschlichen Existenz zu schauen..
    Glücklicherweise arbeitet hier niemand mit Klarnamen… und hoffentlich werden die wenigsten fürs Nachdenken bezahlt..

    • Liebe Irina

      Da muss Sie jemand ja bitter verletzt haben, und jetzt wählen Sie den virtuellen Weg, um etwas davon zurückgeben zu können. Die Stimmung wäre hier ganz anders, gäbe es eine Klarnamenpflicht, und die interessanten Informationen würden spärlicher fliessen.

      Wie es Ihnen sicher bekannt ist, hält eine Bank im weitesten Sinne Positionen, um damit einen Return zu erwirtschaften. Trotz Hedging scheint sich die CS hier recht weit hinausgewagt zu haben. Genügt Ihnen das nicht als Basis für weitere Schlussfolgerungen?

      Ich beneide die CS nicht. Der Branche geht es eher schlecht, man sieht die Lösung nur in weniger Regulierungen und höheren Gebühren, nicht mehr im Auftrag, die Wirtschaft in Kleinarbeit mit Geld zu versorgen. Doch auch die Wirtschaft weiss augenscheinlich oft nicht, wo das Geld zu investieren sei. Schauen wir am besten alle konstruktiv voraus und meistern eine mögliche herannahende Krise gemeinsam statt gegeneinander.

      Die CS braucht Key Risk Takers, doch was will die CS sonst machen, wenn sie gute Leute nur mit Geld, nicht aber mit einer überzeugenden Firmenkultur und einer klaren strategischen Ausrichtung bei der Stange halten kann? Mir scheint, es wird weitergewerkelt, so lange es geht. Wenn sich die äussere Lage bessert, Glück gehabt. Bereitschaft zu mehr Kleinarbeit bei weniger Lohn würde vielen Schweizer Banken sicherlich gut tun. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert.

  19. Really begs the question of who was buying. $XIV markets itself as a tool for ’sophisticated investors‘ but there’s *a lot* of naive retail interest…

    Some sad stories starting to emerge. via Tracy Alloway

  20. Aufgepasst, es kommt noch viel besser. Die IT bei unseren Banken ist sowieso ein Chaos. Das neue OnlineBanking der CS ist nicht top. Sicherheit wird bei den Verantwortlichen nicht genügend ernst genommen. Es wird früher oder später dringenden Handlungsbedarf geben, sonst hat die Bank ein etwas grösseres Problem.

    • @ Totalausfall:
      Nun mal halblang, und bitte nicht aus Einzelfällen eine totale „Unsicherheit“ konstruieren.
      Ich bin beim CS-online banking seit der ersten Stunde dabei und das ist eine sehr lange Zeit. Nicht ein einziges Mal hatte ich damit Schwierigkeiten.
      Natürlich gefallen mir weder der erratische Kurs der big bosses, noch die irrwitzigen Boni, noch die Entwicklung des Aktienkurses besagter CS.
      Diese letzten drei Punkte irritieren mich, aber bislang noch nicht die IT der CS.
      Und: Hand aufs Herz: Auch bei Kollege „Totalausfal“ ist der PC zuhause mit Sicherheit auch schon mal hängengeblieben…

    • Kleiner scherz, wollte nur mal sehen, ob die it-ler wach sind und wie sie reagieren.

  21. So wird es laufen: Für das Jahr 2017 bekommen die IB-Leute grosse und umschwängliche Boni, da sie nichts verbockt haben – Danke an Retailer & den BO-Malochern für ihren auferzwungenen Boni- & Anstellungsverzicht.

    Mgmt kassiert sowieso: Nichts gesehen, nichts gehört, aber viel PDF verschickt.

    Dieser Faux pas von 2018 ist a) Ende Jahr vergessen und b) sicherlich nicht den Tradern anzulasten, da es sich um eine Marktverzerrung handelt, die niemad kommen sah. Die Boni werden so auch im 2018 für die Crasher sehr, sehr liquid fliessen 😄😀!!

  22. Kein Problem. Die CS hat ja 939 Key-Risk-Takers, die alle im Schnitt 1.75 Millionen pro Jahr verdienen. Dieser Klacks von 500 Mio kann dort absorbiert werden. Oder etwa nicht?

    • Ist das wahr? Das ist ja völlig übertrieben. Wenn das eine Handvoll Cracks wäre, dann ginge das ja noch. Aber in unserer digitalisierten Welt 939 Personen mit diesem Salär zu beschäftigen ist einfach absurd.

    • @Zukunftsforscher: Die Zahlen sind vielleicht völlig herbeiphantasiert worden, aber die Wahrheit dürfte ähnlich absurd wirken.

    • Keine Phantasie, sondern Fakten:
      Diese Zahlen muss der Vergütungsausschuss im Geschäftsbericht rapportieren. Jedermann kann es dort nachlesen.
      Und diese rapportierten tausend Einkommensmillionäre sind nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs. Wenn man gedanklich einmal mit der Normalverteilung spielt, wird einem schlecht.

  23. Und nicht vergessen:

    Die CS besitzt Sichtguthaben bei der SNB von weit über 100 Milliarden Franken.

    Gemäss SNB Chef Jordan darf die CS diese aber nicht abziehen und anderweitig investieren.

    Der CS bleibt höchstens, die UBS zu fragen,ob diese ihre SNB Investition übernimmt, so dass die UBS dann über 200 Milliarden Guthaben bei der SNB besitzt.

    Die UBS ist dann bei der SNB mit 200 Milliarden eingeschlossen.

    Der Bankenplarz Zürich ist zum Tollhaus geworden – wegen unfähigen Chefs.

    Marc Meyer

    • Ihre Ideen sind schon sehr schräg, Herr Meyer.
      Die UBS fragen! Ist das Ihr Ernst?

    • Addendum

      Sorry – hätte ich fast vergessen:

      Die CS darf diese über 100 Milliarden Guthaben bei der SNB gemäss SNB Chef Jordan natürlich auch einlösen gegen Banknoten:

      Das wären dann 100 Millionen Tausendernoten oder 1 Milliarde Hunderternoten oder 10 Milliarden Zehnernoten.

      Was SNB Jordan erzählt beruhigt – zumindest die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich mit ihrem Doyen.

      Marc Meyer

  24. Wenn der Herr noch ein Quenched Intelligenz besitzt stehen nun all seine Sensoren auf Sturm. Hallo, geht es noch? Systeme down? Bank? Hallo? Eigentlich noch alle Tassen im Schrank?

    • …Sie werden sehen, dass es bei einem Absturz überall zu „ungewollten“ (ich ziehe mit meinem Zeigefinger das untere Augenlid nach unten…) „Circuit Breaks“ kommen wird. Damit werden Tick, Trick und Track bzw. Pranjib, Rajiv und Aarush aus der IT-Abteilung kausal nichts zu tun haben. Diese Breaks werden von oben verordnet werden.

    • @Muki Betser

      Bravo. Der bislang einzige Kommentar welcher ein tieferes Verständnis andeutet.

  25. Mich erstaunt immer mehr, warum die FINMA bei der CS nicht besser hinschaut. Was sich nämlich die CS, in jeder Beziehung, leistet, ist mehr als bedenklich und fragwürdig.

    • Lieber Hans Meier

      Ich denke schon, dass die Finma bei der CS sehr genau hinschaut. Einfach im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Will heissen: die CS (und auch die UBS) ist so komplex aufgestellt, dass wohl niemand, auch nicht Spezialisten, den Ueberblick über das „grosse Ganze“ haben.
      Schade, sind in der Schweiz die Bankkunden nicht kritischer, sonst wären diese schon längst zu überblickbaren, sprich u.a. Regionalbanken, abgewandert.

    • @Hans Meier: Mark Libor hat eigene Vorstellungen von Risiken und derer Bewertung. Daher sieht man auch nie etwas und verfügt gewisse Massnahmen.