Faber: „Krachen Kurse 20%, gibts Weltrezession“

Schweizer Doom-Papst sieht Gefahr für weiter stark fallende Aktien – Würde Wirtschaft in Krise stürzen – Zu viele bullish.

Marc Faber sieht die gestern im späten US-Handel hochschiessenden Kurse als Gelegenheit, Aktien abzustossen. Zu viel Geld sei zuletzt in Aktien geflossen – ein typisches Anzeichen für den Zenith.

Aber ist nach dem Absturz vom Montag nicht genug Luft draussen? Überhaupt nicht, meint der bekannte Herausgeber des Gloom Boom Doom-Newsletters und langjährige Marktbeobachter im Interview.

Im Einzelnen hebt Faber die Vervierfachung der Aktienkurse seit ihrem Tief vor 9 Jahren im Frühling 2009 hervor. Auch habe es seit 2016 keine 5prozentige Korrektur mehr gegeben. Symptome, die sich typischerweise am Ende einer langen Hausse zeigten, würden sich breit machen.

Viel würde über den Einfluss von Quant-Fonds gesprochen, also grosse Investoren, die nach mathematischen Formeln anlegen würden. Das habe es in abgeänderter Form auch schon 1987 gegeben, bevor es damals zum grossen Crash gekommen war. Die Folge sei plötzlich hochschnellende Volatilität.

1987 sei die US-Börse zwischen August und Oktober um 41 Prozent gefallen. Am 19. Oktober gar an einem Tag um gut 20 Prozent.

Im Vergleich dazu sei der Absturz von diesem Montag zwar in Punkten gross, prozentual aber noch gar nichts. Nur: Die Gefahren für die Welt könnten heute ungleich grösser sein, meint Faber.

1987 sei kaum Rezession zu erwarten gewesen, da die Zinsen damals hoch gewesen seien, die Bewertungen der Immobilien tief, und die Aktien hätten in Prozent der Wirtschaft nur 40 Prozent ausgemacht.

Heute würden die Börsenbewertungen auf über 150 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts liegen, die Bondmärkte betrügen ein Mehrfaches davon, die Immobilien seien im Himmel, Kunst, Briefmarken, Sammlerautos – alle diese Werte seien hoch inflationär.

„Wenn die Aktienkurse in diesem Umfeld nur schon um 20 Prozent runtergehen, dann hat das einen gewaltigen Einfluss auf die gesamte Wirtschaft“, meint Faber gegen Ende des Interviews.

Oft gehe das Zusammenspiel von steigenden Aktienkursen an den Börsen und steigenden Gewinnen der Unternehmen vergessen. Dabei sei dies ein grosser Faktor, da Unternehmen direkt oder indirekt ebenfalls an den Märkten spekulieren würden, beispielsweise mittels Aktienrückkäufen.

All das sei riskant. „Wenn ich viele Aktien hätte, dann würde ich jetzt verkaufen“, sagt Investor Faber.

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36 Kommentare zu “Faber: „Krachen Kurse 20%, gibts Weltrezession“

  1. An eine Weltrezession glaube ich (noch) nicht, aber so sicher wie das Amen in der Kirche dürften nun die Kurse in den Bereich der Höchststände geraten sein. Alle weiteren Zusammenhänge wie bevorstehende Zinswende, überhöhte Stände bei Zertifikaten / Hebelprodukten etc. etc. stehen vor einer Neuausrichtung, Nur machen der völlige Wahnsinn der Schuldenstände der Konsumenten und Staaten, sowie die Kreditverteuerung für Investitionen die kommenden Börsenjahre sehr volatil mit Tendenz zur Reduktion auf ein real-ökonomisches Niveau und angepassten Kapitalkosten. Crash-Gefahr besteht dabei vorwiegend aus den überhöhten Schuldenbeständen mit ihren angstauslösenden Verwerfungen.

  2. Glaube nicht, dass 20% Kurszerfall eine Weltrezession einleiten würden, weil dieses mal eben die echte Realindustrie gut läuft, also nicht nur die Finanzindustrie. Diese könnte trotzdem letztlich die Weltrezession auslösen, wenn ihre Welt der verschachtelten und gehebelten Finanzprodukte zusammenbricht was aber eher unwahrscheinlich ist.

  3. Alles halb so schlimm, die „Fachkräfte“ der Nationalbank werden es schon richten. Die können ja Geld aus „dem Nichts“ schaffen und sämtliche Aktien aufkaufen um den Kurs zu stützen. Immer im Interesse der Eidgenossenschaft, gell!!

  4. Faber, so will mir scheinen, liegt schon einigermassen auf der Ziellinie.

    Würde aber die Gewichte etwas stärker auf die Kreditseite legen. Die Finanzblase hat als „Motor“ das Schuldenwachstum (verbriefte Schulden als „Vermögen“!?) und die Bewertungsblase, in der Hauptsache umfunktionierte Schulden als Vermögen (der Sklaventreiber) ist eine Folge des viel zu grossen Kreditwachstums. Das letztere bildet und fördert Umverteilungsmechanismen (das war in der Zeit vor der franz. Revolution nicht anders). Wirtschaften ohne ausreichende Sparneigung (heute alle Länder ohne Ausnahme) zwingen scheinbar die Zentralbanken zu „unkonventioneller“ Politik, um den Widersinn dieser Dynamik bis zum „geht-nicht-mehr“ auszureizen. Dabei wird auch letztlich die Rolle und der Wert von Geld untergraben und zerstört (Deflation/Inflation).

    Was mir oft in diesen Talkshows etwas fehlt, ist das konsequente zu Ende denken dieser Geschichte. Klar enden sie alle im Verlust bezahlter Arbeit im grossen Stile und dem Zusammenfallen der Konsumfähigkeit grosser Teile der Bevölkerung (Dialektik von Jobs und Konsum),. Das wurde schon klar im 19. Jahrhundert in allen Nuancen „ausgedeutscht“.

    Es wundert mich auch, wie euphorisch und ein-fältig Hoffnungen auf das Funktionieren dieses Systems als unverrückbare Prämisse gesetzt wird, obwohl eine Schuldenwirtschaft alle Bereiche von Gesellschaft auf den Kopf stellt und immer dysfunktioneller an Multiplesklerose leiden lässt, eigentlich für alle sichtbar.

    Viele empfinden meine Schreiberei als ein Unding „des bösen Bubes“ und sehen sich als standfeste, bedingungslose Apologeten eines Prozesses der Versklavung und Entfremdung. Dazu kommt eine Neigung, die Max Frisch gut ins Bild kriegte. Die praktische Absenz des, ich sag mal, kritischen Hinterfragens als kulturelles Merkmal des Deutschschweizer (auch des Deutschen aber weniger ausgeprägt) und dies, so meine ich, in allen Gemeinschaften und Institutionen (Bürokratien, Universitäten, Politik, Familie, Kirchen, Kasinokapitalisten „von Amtes wegen“.

    Es kommt mir als eine Unsicherheit beim An-Denken ausserhalb dessen, was als Konsens empfunden wird. Das erlebe ich praktisch selten bis nie in Montevideo. Etwas spitz gesagt: die so filigrane „Kultur“ des ziemlich hoch-organisierten, an sich um Tüchtigkeit bemühten Deutschschweizers grenzt schnell einmal und sehr leicht ans Lächerliche und gleicht einem Sonntagsschul-Unterricht, weil (zu) Vieles als Rituale und Zeremonien abgehalten wird, um ja alle ins Boot nehmen zu können und dies beim ganz profanen Umsetzen von (oft sehr ärgerlichem) Alltag. Besonders ausgeprägt in der Arbeitswelt, eine nicht selten sehr „unwürdige“ Angelegenheit…. Für mich ist das auch in der Sprache gut sichtbar, auch in einer allgemeinen, netten Verkrampfung in den Beziehungen, etc..

    Ironischer und anti-narzisstischer Humor (um Distanz zu eigenen und fremden „Heldentaten“ zu markieren) ist in der Deutschschweiz eine Seltenheit, wenn nicht als Provokation empfunden, nicht wahr? (von wegen Krampf). Vorausgesetzte Gutgläubigkeit wo Zynismus und Humor für mich die einzige Form wäre, um den ganzen Zirkus noch einigermassen erträglich zu gestalten. Das fängt schon an mit diesem Zahlensalat (Arbeit, Geldentwertung, Wachstum etc.) der Handlanger vonStrippenzieher, welcher der Bevölkerung zugemutet wird bis hin zu Negativzinsen, ausufernde Zahlungsbilanzen (positiv/negativ), bis zu den Aktienrückkäufen als Täuschmanöver, bis hin zu einem überkompensierten Arbeitnehmer und Schuldensklaven, kaputt auch im psychischen und physischen Auftritt. Der Anpassungsdruck auf den menschlichen Auftritt ist nach meinem Geschmack wirklich zu hoch und absolut (der Gewinnmaximierung untergeordnet) und verhindert das Wachsen mittels Lebens(freude) und mir fehlt eine etwas breiter abgestützte Würde des Menschseins ganz allgemein (Bieri).

    Wahrscheinlich würden wir viel verstehen lernen über die wesentlichen Kraftlinien der aktuellen Zerstörungswut des Homo Faber bei der Lektüre von Erich Fromms „Anatomie der menschlichen Destruktivität“. Ich zweifle keine Minute daran, dass diese Zerstörungssucht über kurz oder lang zu schrecklichen Kriegen zwischen Mittel- und Grossmächten führen könnte. Wenn die Stützen der aktuellen Version des Kasinokapitalsimus einbrechen, könnten kriegerische Szenarien im Stile der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr wahrscheinlich werden. Die Konsequenzen für die Menschheit, für alles Leben auf dem schönen „Blauen Planeten“, wären kaum zu beschreiben….

    Wir sind in einer Systemkrise und die verballhornten Märkte sind nur eine von vielen dynamischen Ausprägungen der Krankheit – das hat der Faber viel zu wenig herausgestrichen. Habe Grund zur Annahme, dass er das ähnlich sehen könnte aber seine Auftritte sind ja auch ein Medienereignis (Infotainment, Hofnarrerei)…. Unglaublich wie er noch im Dialekt verhaftet ist. Auch seine englische Aussprache macht ihn ganz und gar zum Deutschschweizer… Einmal Deutschschweizer immer Deutschschweizer so wirkt er auf mich… keine Schande, natürlich nicht!

    • Es ist eigentlich schade, dass die besten Leute nur zu hause
      sitzen und ein wenig in Blogs schreiben.Die gehören eigentlich auf die Posten wo man was ändern könnte.Aber vermutlich haben diese auch bemerkt, dass da man nichts mehr holen kann…….

  5. Marc Faber… das ist doch der Junge der vor Jahrzehnten 1-2 mit seinen Prognosen richtig gelegen ist und nun irgendwo in Südostasien lebt und seine Zeit mit Alkohol und Bordellbesuchen vertreibt. Komm seien wir ehrlich. Ist der Oldie überhaupt noch eine Schlagzeile wert?

    • Ist das nicht genau das fragwürdige Leben, das die nimmersatte Gier antreibt? Wo ist der Unterschied ob ich das Geld beim Bordellbesuch ablade oder mir eine Frau an meiner Seite „installiere“, die nicht mich sondern meine Kohle liebt?

  6. Kostolany, Faber et al.
    Haben alle viel Erfahrung und kriegen recht, früher oder später.
    Fair Value Dow Jones: 20’000 Punkte. Da waren wir vor einem Jahr.
    Bricht die Bankenbranche erneut ein, siehe XIV-Konstrukt der CS…?
    Es wird endlich wieder spannend.

  7. Hat nicht IP vor kurzem die NZZ als Schwarzmaler verunglimpft. Aber bei der ersten (kleinen) Abwärtsbewegung lässt man einen Schwall von Crash-Artikeln los. Gute Strategen weisen darauf hin, was passieren könnte, weil es diverse Indikationen gibt. Boulevard walzt aus und dramatisiert, was geschehen ist und die „Republik“ erklärt uns wie die Finanzkrise entstanden ist und was die schlauen Journalisten gemacht hätten, wenn man sie nur hätte machen lassen.

  8. Faber lebt in seiner Scheinwelt, liegt meistens schief und reist von einer TV-Station zur anderen und fröhnt seinen „Hobbies“ wie in alten Zeiten. Chronisches Schiefliegen hat auch seinen Reiz, wenn man Faber heisst!

    • Wird er von TV-Stationen überhaupt noch eingeladen?
      Am Barron’s roundtable nahm er dieses Jahr jedenfalls nicht mehr teil. Seine rassistischen Aussagen waren voll daneben.

  9. Um Chaos in der Bevölkerung zu vermeiden ist mal von allen Seiten Schönreden angesagt.

    Diese enorme Geldschwemme bringt man kaum mehr aus den Märkten. Irgendwann, sollten die Zinsen weiter steigen, werden einige hochverschuldete Staaten ihr Schulden nicht mehr bedienen, geschweige denn zurückzahlen können. Endlos Anleihen herausgeben, welche die Zentralbanken über weiter neu gedrucktes Geld aufkaufen
    geht irgendwann nicht mehr auf. Dann ist nur noch der Ausweg sich der Schulden über eine Hyperinflation zu entledigen.
    Das Volk oder der Sparer zahlt dann den Preis wenn sein Vermögen einfach weg ist und er nur noch auf seinen eigenen Schulden hockt.
    Dieses vor sich her geschobene Dilemma wischt auch eine momentan Pseudo intakte Weltwirtschaft nicht weg.

    Schönreden ist doch eine gute Taktik.

    • Die sog. „Geldschwemme“ dient im wesentlichen dazu, die im Grunde wegen dem mäßigen Wirtschaftswachstum und der demographischen Entwicklung unerfüllbaren sozialen Verpflichtungen der Staaten (Rente, Krankenversicherung) als Nullzins-Verbindlichkeit quasi „anzuschreiben“ und so bereits latent entwertet an die junge Generation weiterzureichen.

      Bestes Beispiel hierzu ist Japan.

      Letztlich ist es so, daß nur die Industrialisierung einen bedeutenden Wohlstandszuwachs in einer Volkswirtschaft ermöglicht.

      Im Rahmen der nachfolgenden Dienstleistungsgesellschaft wird das bisher erreichte Wohlstandsniveau im Grunde nur weiter konserviert.

    • Ich rechne ab jetzt in Europa mit einer starken Inflation, was in etwa 3-5 Jahren in einer Hyperinflation mündet und in einer knallharten Währungsreform endet. 100 Franken werden danach noch 5 Franken wert sein und dann wird es zu Revolutionen und vermutlich zu einem 3. WK kommen, die Russen, China und Amis rüsten massive auf, während Europa massive abgerüstet hat.
      Deutschland hängt schon jetzt am seidenen Faden, sie kriegen wegen der Afd nicht mehr eine vernünftige Koalition zustande. Deutschland, vor allem die CDU/CSU hat mit der kommunistischen Merkel alle Werte um 180 Grad umgedreht. Wenn man z.B. das Parteiprogramm der CDU/CSU von 2002 liest, kommt man zum Schluss, dass die beiden Parteien aus heutiger Sicht Nazis waren. Es waren nämlich in etwa die Werte der heutigen AfD, die dort niedergeschrieben wurden.
      http://www.documentarchiv.de/brd/2002/wahlprogramm_cdu_2002.htmlc

      GENERATIONENGERECHTIGKEIT sagt es richtig, zehntausende Jobs aus der Industrie
      vor allem aus der Schwerindustrie sind weg und Asien blüht auf. Die Schweiz ist zu lasch in der Finanzierung und Unterstützung von Innovationen, die der Industrie helfen. China geht in diesem Bereich mit maximalen Druck und mit Staatsbillionen vorwärts, unterstützt von Zehntausenden Industriespionen. Wir haben nicht mal ein Wirtschaftsgeheimdienst.

      Unsere Politik glaubt, dass Innovation in Universitäten entstehen soll. Doch wenn man sich die wichtigsten Erfindungen und Forschungen ansieht, kommen sie aus privaten Händen. Beispiel Graphen.
      Unsere Politiker haben vergessen, eine einzige Erfindung wie z.B. das Auto kann den Wohlstand von 3 Generationen sichern. Die naiven Politiker haben kein Problem, wenn China eine Schlüsseltechnologiefirma nach der anderen aufkauft.

      Unsere Jungunternehmer verkaufen beim ersten Angebot ihr Know How ins Ausland, anstatt hier etwas aufzubauen. Das Resultat ist, dass Europa von Asien abgehängt werden wird. Bis 2040 können wir vielleicht noch mithalten. Spätestens ab 2050 sind wir weg vom Fenster.
      Natürlich hat sich China eine gigantische Schuldenblase angehäuft, doch wenn diese hochgeht, haben sie immer noch die Industrie und wir nicht.
      Ich sehe es so wie Trump, man muss diese Jobs zurückbringen.

    • Auch der klinisch Tote atmet mit der Maschine künstlich weiter. Die Notenpressen sind eigentlich nichts anderes als die Maschine in der Intensivstation. Nur der Staat hat die Möglichkeit auf Kosten der Bürger sich selbst wieder vom Tod zu erwecken. Insofern gebe ich dem Urschweizer Recht.

  10. 1987 waren bei Zinsen von bis zu 20% und mehr (Michael Milken) die meisten in Anleihen investiert.

    Das war im Grunde auch vernünftig, da man damals mit Staatsanleihen mehr als den durchschnittlichen, jährlichen Ertrag eines Aktieninvestments in Form von sicheren Zinsen erhielt:

    https://fred.stlouisfed.org/data/GS30.txt

    http://www.private-investment.at/app/webroot/img/DOW_nice_overview_start_20000_Jan25_2017_quelle_welt_bbg_rG.jpg

    Heute sind viel mehr an der Börse investiert, auch, weil die Notenbanken durch Anleihenkäufe den Markt verzerren, quasi diesen künstlich verkleinern.

    Letztlich gibt es keinen inneren Zusammenhang mehr zwischen dem aktuell eher mäßigen Wirtschaftswachstum und dem Wachstum der Börsenkapitalisierung wie früher.

    Da die Überbewertung so groß ist, ist im Rahmen einer zukünftigen Krise ein deutlicher Verlust zu erwarten wie bereits von 2000 bis 2003 und von 2007 bis 2009.

    • „Nur“ eine Halbierung des heutigen Kursniveaus bedeutet quasi dorthin zurückzukehren, wo wir uns bereits Anfang 2013 befanden.

      Damals war gerade die Eurokrise einigermaßen überwunden, die Bewertungen am Aktienmarkt jedoch in Relation zum geringen Wirtschaftswachstum bereits überhöht:

      “ Die Ankündigungen neuer Anleihekaufprogramme der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank in grundsätzlich unbegrenztem Umfang führten anschließend wieder zu einer Erholung der Kurse am Aktienmarkt. Die monetären Impulse spielten eine größere Rolle bei der Kursbildung als die weltweite Wirtschaftsabkühlung und die Lage der Unternehmen.“

      Seitdem ist die Bewertung von Unternehmensbeteiligungen weiter rasant angestiegen, ohne daß die Wirtschaft vergleichbar gewachsen wäre oder gar prosperieren würde.

      Weil viele das heute als so eine Art „Normalzustand“ begreifen…

  11. 20%!?, da ist Faber aber ein richtiger Optimist. Ich würde mal meinen, bei rund 50% läge er näher bei der Realität.

    • Wie die Wirtschaftswelt ohne die Markt- und Preisverzerrungen der Notenbanken des Westens aussieht kann man an den Börsen von Schwellen- und Entwicklungsländern studieren, die trotz bedeutend größerem Wirtschaftswachstum nominell die Höchststände des Jahres 2007 gerade wieder erreichen, was unter Einbeziehung der seither eingetretenen Währungsverluste trotzdem noch ein großes Minus ist.

      Als Bewohner eines Weichwährungslandes würde ich auch all mein Geld in Hartwährung der westlichen Welt tauschen und an der Börse in den USA anlegen.

  12. Naja, jeder Crash Prophet hal mal recht, dass er jedoch vorher jahrelang die Hausse verpasst hat, das vergisst er zu erwähnen….

  13. Das sehe ich teilweise auch so: Die technische Korrektur hat erst begonnen.

    Eine Weltrezession droht aber nicht, da realwirtschaftlich vieles positiv ist.

    Die grösste Gefahr droht Investoren mit einem Hebel wie z.B. SNB mit weniger als 20 Prozent EK.

    Die Steuergelder im Rücken der SNB helfen auch nicht ewig.

    Die schwachen Investoren werden zuerst aus dem Markt verdrängt.

    Nachher gehts wieder aufwärts.

    Marc Meyer

    • Wieviel die Reichen „verloren“ haben, ist mir eigentlich egal. Das sind Gewinne und Verluste auf dem Kontoauszug.

      Viel schlimmer ist, wie Sie richtig schreiben, die SNB. Lieber „auf dem Meyer“ rumhacken statt sich mit den unangenehmen Tatsachen auseinandersetzen.

      Die SNB könnte einem den Schlaf rauben. 20 % Kursverlust – bei dem Hebel???

    • MM jetzt auch noch technisch versiert… und marktanalytisch sicher ebenso unfehlbar, wie in seinen sonstigen „Prognosen“ seit 20 Jahren.

    • Liebe Economen, fleissige Studis:
      1.) Warum muss der Staat (-sBürger) für die Ausgabe seiner eigenen Währung Zinsen bezahlen?
      2.) Welche Probleme wurden global seit dem Blowjob, ähm Glass-Steagal Act Auflösung (durch Billiyboy & Killary) gelöst?
      3.) Wurde der USD sicherer, oder seither stabiler?
      4.) Warum sind Handy-Verkäufe rückläufig?
      5.) Wächst das Einkommen der Familien?
      6.) Wächst das Real-Einkommen des Mittelstandes (& somit der Konsum).
      7.) Wachsen die Gross-Firmen (ohne Gratis-Drogen und Aktien-Rückkäufen, oder Übernahmen dank Gratisgeld)?
      Ähmm…
      No Problem, ist keine Rezession in Sicht, wir sehen keine Überproduktion. Die Re-gier-ungen subventionieren die Autobosse nur zum Spass mit Steuermillarden, dafür gibt weniger Massenentlassungen (resp. in Tranchen):
      http://www.zerohedge.com/news/2014-05-16/where-worlds-unsold-cars-go-die