Causa Vincenz und die Verluderung der Medien

Lukas Hässig hat einen ausgezeichneten Job gemacht, die ganze Raiffeisen-Geschichte vor langer Zeit ins Rollen gebracht zu haben. Was aber seit einigen Wochen in der NZZ, im Tagi, im Blick, auf Inside Paradeplatz und anderswo über Raiffeisen, Vincenz und Gisel geschrieben und ausgesendet wird, spottet jeden Rechtsstaats.

Noch liegen keine Anklagen gegen Pierin Vincenz und seine Partner, geschweige denn rechtsgültige Urteile, vor. Es gibt nur Vermutungen und Verdächtigungen. (Die Staatsanwaltschaft mag Hinweise und Indizien haben.) Und schon wird der Rücktritt von Patrik Gisel herbei geschrieben oder herbei geschwatzt. Natürlich immer mit dem Nachsatz, dass die Unschuldsvermutung für Vincenz und seine Partner gelte.

Ich halte diese Berichterstattung als eine elementare Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien. Man kann auch von einer Verluderung der Sitten des guten Journalismus sprechen. Ob hier Unrecht passiert ist, werden wir wissen, wenn Pierin Vincenz und seine Partner rechtsgültig verurteilt sind und sich schuldig bekannt haben.

Man wirft Raiffeisen auch vor, die eigene Strafanzeige erst in letzter Sekunde eingereicht zu haben. Aber was soll denn die Grundlage dieser Strafanzeige gewesen sein? Hätten die Mitarbeiter, inklusive Patrik Gisel, der betroffenen Firmen verdächtige Zahlungen und Aktivitäten festgestellt, wäre die Angelegenheit sicher früher aufgebrochen.

Man hört, dass Raiffeisen mit Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft konfrontiert wurde und dann eine Strafanzeige eingereicht hat, um Partei im Verfahren zu sein. Das erscheint mir das angemessene Verhalten gewesen zu sein.

Alle Journalisten und Kommentatoren, die sich so unüberlegt äussern und meinen, es sei doch alles klar, haben noch nie echt in einer Firma gearbeitet und sind sich der Schwierigkeiten, geschickt getarnten Finanzdelikten, falls es solche gegeben hat, auf die Spur zu kommen, überhaupt nicht bewusst. Ein bisschen mehr Demut vor der Komplexität der Wirtschaft würde allen gut anstehen.

Ich erhoffe mir für die künftigen Berichterstattungen mehr Qualität und die tatsächliche Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien.

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78 Kommentare zu “Causa Vincenz und die Verluderung der Medien

  1. Herr Janssen,
    Ich war eine Ihrer vielen tausend StudentInnen, die an Ihren Vorlesungen und Seminarien teilnahm und zeitweise die Kriterien und die Rahmenbedingungen für eine sog. „freie Marktwirtschaft“ kontrovers mit Ihnen diskutierte. Aus diesen Diskussionen nahm ich einerseits Erkenntnisse zur Komplexität wirtschaftlicher Prozesse mit, andererseits aber auch, dass die Theorie sich zu wenig oder zumindest zu einseitig bemüht, diese Komplexität aufzuschlüsseln.

    Im Jahre 2014 haben Sie an der Kalaidos Fachhochschule in einem 15-minütigen Tour d’horizon den damals aktuellen Stand des Bankenplatzes Schweiz beurteilt (https://www.youtube.com/watch?v=JBQaiuPmUfo). Sie beschreiben die Risiken und Gefahren der staatlichen Eingriffe im Bankensektor und fordern mehr „freie Marktwirtschaft“. Gleichzeitig sprechen Sie die Interventionen der SNB um das „to big to fail“-Problem an und geben Ihrem Glauben Ausdruck (Zitat): „…dass langfristig eine Normalisierung eintritt, wenn das to-big-to-fail-Problem gelöst wird. Ansonsten wird das Spiel der Verteilung von Steuergeldern über Investmentbanken weitergehen. Das ist ein echtes Problem unseres Systems und hat nichts mit Marktwirtschaft zu tun, sondern ist eine politische Kooperation mit den grossen Banken. Dies müsste man dringend ändern“(Zitat Ende). Angesichts der Dramatik, wie Sie es selbst formulieren, geben Sie mit keinem Wort einen Hinweis, WIE dieses Problem unseres Systems gelöst werden könnte. Im Gegenteil, Sie steigern die Dramatik, indem Sie auf das „Desaster“ hinweisen, welches in Bern abläuft. Sie künden an, eine Auswahl an Gesetzesänderungen zu geben, „die jetzt gerade am Laufen sind“. Anstelle der Auswahl beschreiben Sie pauschal, was diese Gesetzesänderungen bewirken, ohne nur eine einzige Gesetzesänderung als konkretes Beispiel zu nennen. Hingegen betonen Sie nochmals das Desaster, was diese 250 PolitikerInnen in Bern veranstalten und tun in einem Rundumschlag alles als dummes Geschwätz ab.

    Sie sagen, „die Gefahren (welche denn genau???) sind dort am grössten, wo die Staatsorganisation insgesamt auf den Kopf gestellt wird.“ Als Beispiel führen Sie das Bankgeheimnis im Inland auf und sagen im gleichen Atemzug, dass es das GUTE Recht des Bürgers sei (zum Glück bin ich eine Bürgerin!) zu versuchen, den Staat zu betrügen. Es gäbe ja dann Sanktionen, wenn der Staat den Bürger beim Betrügen erwische. Wenn nicht, hat der Bürger sein in Ihren Worten gutes Recht wahrnehmen können und sein persönlich verfügbares Einkommen erhöhen können, dies allerdings auf Kosten des Gesellschaftsvertrags (=gute Sitten, sic!).
    Ich als sich fair verhaltende – d.h. die Regeln und guten Sitten einhaltende – Bürgerin erwarte, dass „DER Staat“ mich vor solchem unfairen und sittenwidrigen Verhalten schützt; denn auch Steuerhinterziehungs-Summen sind keine Peanuts, die für die Aufrechterhaltung und Entwicklung des Service public (der Ihnen als Kantonsangestellter jahrzehntelang einen nach guten Sitten angemessenen Lohn bezahlt hat) dann schmerzlich fehlen. Sie hätten wohl kaum Freude gehabt, wenn der Kanton wegen durch Steuerhinterziehung massiv fehlenden Steuereinnahmen Sparmassnahmen hätte ergreifen müssen und als Folge Ihren Lohn halbiert hätte (N.B.: Ihr halber Lohn wäre immer noch mehr als existenzsichernd gewesen im Gegensatz zu einem halben Lohn eines beim Kanton angestellten Putzmannes, einer Sachbearbeiterin beim kantonalen Steueramt oder eines Pflegefachmannes im Kantonsspital….).
    Weiter finden Sie „es „schlecht“, wo der gläserne Bürger dem Staat Missbrauchsmöglichkeiten offeriert“ – ohne zu spezifizieren, worin diese Missbrauchsmöglichkeiten seitens des Staates explizit bestehen. Hierzu führen Sie das Beispiel Deutschland als Vergleich an, welches trotz Quellensteuer eine zwei- bis dreifach höhere Steuerhinterziehungsquote als die Schweiz hätte. Und Sie weisen auf die potenzielle Gefahr des „gläsernen Bürgers“ in Deutschland der 1920er und -30er Jahre hin – mit Verlaub, Herr Janssen, eine solche Argumentationskette ist im besten Fall populärwissenschaftlich. Gerade im Fall Deutschland stellt sich die Frage. was war zuerst, das Huhn oder das Ei? Der Vergleich der CH-Situation mit Deutschland in der Art und Weise, wie Sie ihn anstellen, hinkt grauenhaft und entbehrt fundamentalen Kriterien einer seriösen Wissenschaftlichkeit.

    Wie Sie die Gesetzesänderungen der PolitikerInnen in Bern „zum Schutz des Bürgers“ und gegen die „bösen Banken“ als dummes Geschwätz abtun, stellen Sie den Staat als „Desaster verursachendes Monstrum“ dar, das den Bürger missbraucht. Wer ist denn „DER Staat“? Sie als Schweizer Bürger haben jederzeit das Recht, mit Initiativen und Referenden diesen „Missbräuchen“ Einhalt zu gebieten und diese 250 PolitikerInnen in Bern an die Zügel zu nehmen, was gemäss Ihren Worten ja möglich sein müsste. Et oui, es ist möglich: Auch Ihnen steht wie vielen anderen InteressensvertreterInnen offen, z.B. in den Wandelhallen des Bundeshauses „Aufklärungsarbeit“ zu betreiben.

    Und nun sprechen Sie im Zusammenhang mit der Berichterstattung zur Causa Vincenz von „elementarer Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien“ und „Verluderung der Sitten des guten Journalismus“. Ja, Herr Janssen, jetzt rufen Sie nach DEM Staat: Welche rechtsstaatlichen Prinzipien werden denn Ihrer Meinung nach verletzt? Und worin bestehen denn nun die Sitten des „guten“ Journalismus und wer definiert diese? Und wer soll legitimiert werden, diese zu überwachen und allenfalls zu sanktionieren? Auch der Journalismus ist ein Markt, wo Wettbewerb um LeserInnenzahlen und Einschaltquoten herrscht, ganz abgesehen davon, dass es DEN guten Journalismus nicht gibt.

    Ihr Ruf nach Einhaltung von „rechtsstaatlichen Prinzipien und „guten Sitten“ ist im höchsten Mass widersprüchlich, wenn Sie andererseits dem Bürger die Steuerhinterziehung als sein gutes Recht zusprechen, also „den“ Staat betrügen zu dürfen (im Endeffekt also sich selbst betrügen zu dürfen).
    Ihre Reaktion impliziert den Schluss, dass rechtsstaatliche Prinzipien und gute Sitten nur selektiv Geltung haben….. Die seit rund 20 Jahren stetig steigenden Beträge, welche als „Löhne“ und „Boni“ in den Teppichetagen der Finanzwirtschaft ausbezahlt wurden und werden, spotten jeglicher „guter Sitten“ und haben schon längst nichts mehr mit „freier“ Marktwirtschaft zu tun Hier hab ich nie einen Finanzexperten gehört, der lautstark nach den Sitten einer guten Geschäftsführung gerufen hat. Auch die BankfachexpertInnen haben zugeschaut, was coram publico passiert ist: die Übernahme unglaublicher Risiken, die Bonusmechanismen, die faktische Staatsgarantie. Mit den einseitigen, unausgewogenen Deregulierungen wurde ein Feld im Finanzsektor geöffnet, welches für oligopolistische, wenn nicht sogar monopolistische Absprachen der big players schamlos und sittenwidirig ausgenutzt wurde (und wird). Sogar die althergebrachte Theorie der „freien“ Marktwirtschaft kennt das Phänomen des „Marktversagens“…..denn aktuelle „Löhne“ und „Boni“ in zweistelligen Millionenbeträgen in Franken oder Euro oder Dollars haben längst keinen rationalen Bezug mehr zur effektiven Leistung und Verantwortungsübernahme einzelner Personen.
    Während der Finanzkrise 2008/2009 vertraten Sie die These, dass es „zuviel Staat“ (faktische Staatsgarantie für Grossbanken) und „zuwenig Markt“ gegeben hätte. Sie zogen damals folgendes Fazit: „Wir können mindestens drei Dinge daraus lernen:
    Erstens: Banken, auch grosse, müssen Konkurs gehen können; eine Staatsgarantie darf es für private Banken nicht mehr geben. (-> Dem stimme ich voll und ganz zu.)
    Zweitens: Wir brauchen viel mehr Transparenz gegenüber dem Kunden und der Aufsicht. (-> WIE ist dies zu bewerkstelligen?)
    Und drittens: Es braucht mehr gelebten Wettbewerb unter den Banken in der Schweiz, nicht nur Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Ausland. (WIE bringt man „mehr gelebten Wettbewerb“ unter den CH-Banken hin, ohne dass sich die Katze in den Schwanz beisst?).“

    Ihre Argumentationsweise fusst m.E. immer noch zu stark auf dem Modell des „homo oeconomicus“, womit Sie sämtliche wissenschaftliche Erkentnisse der Verhaltensforschung in der Oekonomie ignorieren, welche sich in den letzten 10 Jahren erhärtet haben und das Modell „homo oeconomicus“ und die Ideologie des sich selbstregulierenden Marktes wiederlegen.

    Wie Sie von der „Verluderung der Sitten des guten Journalismus“ – notabene ohne auszuformulieren, was denn „guter“ Journalismus aus Ihrer Sicht ist – sprechen, kann „man“ analog bei den „Entwicklungen“ der Geschäftsführung im Finanzsektor der letzten 20, 30 Jahre als „Verluderung der Sitten einer guten Geschäftsführung“ sprechen. Denn wie oben erwähnt ist die Ideologie des sich selbstregulierenden Marktes (also der Ruf nach mehr Markt) von der empirischen Wirtschaftsforschung wiederlegt worden. Hier würde allen einschlägigen FinanzexpertInnen etwas mehr Demut vor der Komplexität des menschlichen Verhaltens gut anstehen.

  2. Wenn ein Haftrichter Untersuchungshaft anordnet, dann tut sie das nur, wenn es einen „dringenden Tatverdacht“ gibt. Das ist was anderes als „Hinweise“ oder „Indizien“. Einverstanden, Herr Professor?

  3. Gerade Sie wo namentlich versagt haben Herr Janssen. Reflektieren Sie mal und reden dann:
    https://www.finews.ch/news/finanzplatz/17028-ecofin-martin-janssen-noventus-noventuspassage-bundesgericht-aon-hewitt-continua-zbsa

    https://www.handelszeitung.ch/management/klage-ex-bankenprofessor-janssen-schlappe-gegen-presse

    Derr Fall Raiffeisen/Vinzenz/allenfalls Gisel, die Post ist auch ein Fall Medien. Dass ein unabhängiger Blogger, DANN NOCH ALLEINE, diesen Skandal aufdeckte, ist ein Armutszeugnis für die traditionellen Medien. Keine Zeitung oder ein anderes Medium hat nur ansatzweise investigativen Journalismus getätigt. Man hat PV sogar noch in den Himmel gehoben. Gottseidank gibt es noch unerschrockene Einzelkämpfer wie Herr Hässig. Daraus folgt: Braucht es noch Zeitungen? Sind diese wirklich noch unabhängig. Siehe Ringier. Braucht es noch Journalisten und in welchen Abhängigkeitsverhältnis und unter welchen Vorgaben arbeitet die Mehrzahl dieser? Die Antwort liegt auf der Hand.

  4. wenn hier jemand unüberlegt schreibt, dann wissen wir, zu welcher Partei er gehört – ja, die ganzen vermuteten Betrügereien wurden durch Indiskretionen aufgedeckt – was auch der interimistische VRP scheinbar bedauert wird – Sie scheinen ein weiser Mann zu sein, wie wärs mit etwas antizipieren vor dem Schreiben – gehören Sie zu der Sorte, die denkt, man könnte mit Geld und Anwälten alles niederdreschen – ich versichere Ihnen eines, solche Straftäter (es gilt die Unschuldsvermutung) sind für jeden Staatsanwalt eine Genugtuung für die tagtägliche frustrierende Arbeit – viel zu oft muss man die Täter laufen lassen, mit 100% Gewissheit, angelogen worden zu sein.

  5. Compliance ist mehr als nur die Einhaltung des geschriebenen Rechts!

    Sie beinhaltet Werte, moralische und ethische Grundsätze und muss insbesondere widerspiegeln, was eine Unternehmung gegen Aussen verspricht.
    Da wird sich die Rechtssprechung in den nächsten Jahren anpassen müssen.

  6. Herr Janssen, Sie liegen falsch und widerspiegeln tatsächlich ein sehr altmodisches und rückwärtsgerichtetes Denken. Ich teile Ihre Ansicht gerne, wonach die Komplexität von Finanztransaktionen sehr hoch sein kann-wenn es dann so gewollt ist. Auch Ihr Kernvotum für die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien teile ich im Grundsatz.

    Der Rechtsstaat ist jedoch nur ein Teilbereich des Gemeinwohls. Ansonsten ja jede Aktion, welche nicht verurteilt wird oder werden kann, eine gute Aktion wäre, oder dann zumindest keine verurteilenswürdige…?

    Eine umfassendere Perspektive würde gerade von sogenannten Wirtschaftsführern eine Geschäftsethik und einen Beitrag zum Gemeinwohl einfordern, welche die genannten Herren nicht geliefert haben. Sie haben unser Prinzip von Treu und Glauben verraten. Alleine diese Tatsache rechtfertigt harsche Kritik und Verurteilung in der Presse-nicht de iure. Aber de facto!

  7. Jeder HSG Student kann erkennen, dass einfache Corporate Governance BASIS Regeln seitens des VR / P bewusst nicht eingehalten wurden. Beispielsweise die Einstellung / Akzeptanz der Ehefrau von Vincenz als Complience Verantwortliche.

    Dies ist ein klares, wesentliches und unverantwortliches Vergehen.

    PS: Dies gilt unabhängig von den Fähigkeiten von Frau Ceregato.

  8. Herr Professor, Sie sollten im ersten Satz offen legen, dass Ihre Firma sehr gutes Geld mit Raiffeisen verdient.
    Nun daraus abgeleitet ein paar Fragen:
    – Hat Sie Gisel zu diesem Geschreibsel angestiftet?
    – Können Sie versichern, dass Sie vor, nach oder während der Vertragsunterzeichnung kein Geld oder Geldwerten Vorteil an Vincenz, Gisel oder eine andere Person ausgerichtet haben?

  9. Herr Janssen – wo blieb Ihre Empörung, als CB’s Domizil auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsucht wurde, wohlbemerkt in Anwesenheit von bestens informierten Medien? Oder als Hr. Mörgeli an der Uni (staatlich!) ohne Anhörung durch seinen Vorgesetzten abserviert wurde? Oder Hr Holenweger’s Fall mit der Tempus Bank? Alles Fälle, wo es nicht annähernd die Faktenlage gab wie jetzt in PV’s Fall – und erst recht nie eine Verurteilung!!!
    Kann es sein, dass Sie eine Verbindung zum Bündner Alleinherrscher über die Raiffeisen haben, die Sie nicht publik sehen möchten?

  10. Martin Jansen beklagt sich darüber, wie NZZ usw. über Hern Vincenz resp. Gisel berichten. Grundsätzlich finde ich es sehr wichtig, dass man das Verhalten von CEOs gerade von Genossenschaftsbanken aber auch von Publikumsgesellschaften kritisch hinterfragt. Dabei geht es nicht nur um gerichtsrelevantes Verhalten, sondern man kann durchaus auch nicht gerichtsrelevantes Verhalten diskutieren, wenn es aus Corporate Governance Gesichtspunkten fragwürdig ist. Für mich zählt das zu den Aufgaben des Journalismus.

  11. Verluderung der Sitten, der Moral und Ethik, der Integrität und zu schlechter Letzt der Corporate Governance. So würde ich das nennen Herr Dr. Professor. Und Ihre Schreibe ein Deckmäntelchen dafür – von wegen Prinzipien und so….

  12. @ Thomas Burckhardt

    Ich konnte mich gestern bei meinem Besuch in der Niederlassung der regionalen Raiffeisen-Genossenschafts-Bank, der ich angehöre, davon überzeugen, dass meine Konten (bis jetzt) unversehrt geblieben sind … 😉

    Angesprochen auf die Vorgänge in der sanktgaller Teppichetage, äusserte sich auch die ansonsten freundliche Sachbearbeiterin „not amused“, aber wir waren uns dann schnell einig in unserer Meinung …

    Wenn ich es richtig verstanden habe, und worauf ich eigentlich hinweisen wollte, ist, dass für einen allfällig feststellbaren finanziellen Schaden (damnum emergens / lucrum cessans ?) nur die unmittelbar beteiligten und im Verdacht stehenden Personen mit ihrem Vermögen grad stehen stehen werden müssen.

    Ob darüber hinaus auch der Raiffeisen Bank als Ganzes ein finanzieller Schaden entstanden ist und daraus weitere Regressforderungen an diese verdächtigten Personen begründet werden können, werden Untersuchungen und Prozesse zeigen.

    Infolge der Struktur der Raiffeisen Bank wird eine regionale Niederlassung dadurch doch keinen finanziellen Schaden erleiden, vom unangenehmenm Imageschaden mal abgesehen, oder sehe ich das falsch?

  13. „Technisch“ ist Prof. Janssen wohl zuzustimmen. Es ist sogar wahrscheinlich, dass es Topanwälte schaffen, einen Freispruch zu bewirken. Aber Recht und Moral sind nicht unbedingt der linke und rechte Schuh eines Paars. Es ist nicht in Ordnung, Pierin Vinzenz und Co. als Kriminelle darzustellen. Aber es ist mit dem aktuellen Wissen absolut legitim, den Leuten Gier und Mangel an Geschäftsethik vorzuwerfen. Insofern ist Janssen‘s Kritik auch etwas heuchlerisch. Wenn es keine Moral mehr gibt, sondern alles im Gesetz stehen muss, dann wird es besonders kompliziert. Kein Wunder sind die Wirtschaftsanwälte die heimlichen Profiteure, ob als Gutachter, Berater, Treuhänder oder Anwälte (siehe z.B. Niederer & Kraft).

  14. Verharmloser und dummschwätzer a la Professoren haben auch immer Ihren Senf abzugeben um die Mächtigen zu schützen. Schliesslich lebt diese Kaste ja von denen.
    Aber vielleicht hat dieser Prof ja eine ebenso gute erklärung warum dieser nimmersatte PV solche Vehikel und Umwege gebraucht hat um alles zu verschleiern
    ( nicht mal Gisel soll was gewusst Haben) und als oberste Rechtsberaterin seine Frau amtiert hat. Herr Professor bitte schreiben Sie nicht einen solchen stuss betreffend vorverurteilung und verluderung der Medien.

  15. Solche Beiträge, wie der Ihrige, habe ich während der U-Haft von Oskar Holenweger vermisst. Ebenso in den darauf folgenden 10 Jahren, wo der Justiz längst klar war, dass der Fall ins Leere läuft. Der Ruf nach Rechtsstaatlichkeit geht offenbar gerne mit persönlichen Sympathien und Eigeninteresse einher.

    • @ M.H.
      Die Geschäftsbeziehungen des Herrn Holenweger mit südamerikanischen Kunden sind bis heute nicht transparent. Der „Freispruch“ des Bundesstrafgerichts erfolgte wohl mangels beschaffbaren Beweisen und im Hinblick auf sich abzeichnende Verjährung. Hieraus zu schliessen, die Justiz sei unfähig ist ein Unterstellung, die Sie in concreto belegen sollten.
      Genau wie im Fall Dieter Behring, wo der Basler Daig und sog. honorige Goldküsteneliten Ihr Geld in dubiosen Konstrukten dem Fiskus entzogen und so Schiffbruch erlitten. Auch in diesem Fall ist die Justiz aufgrund der bewusst komplex aufgesetzten Konstruktion zwecks Spurenverwischung am Limit der transparenten Rekonstruktion.
      Wo also selbst Investmentbanker und financial engineers den Durchblick nicht mehr haben kann der Justiz nicht Unfähigkeit vorgeworfen werden; denn dahinter steht eine Organisation die es bewusst auf Spurenverwischung abgesehen hat und mit den kniffligsten Konstrukten der Finanzbranche professionell Verschleierung tätigt.

  16. Einverstanden. Juristisch betrachtet, also möglichst rational und objektiv, befindet sich die Causa immer noch in der Phase der Untersuchung, Vermutung und der daraus möglicherweise abgeleiteten Vorwürfe. Der „Rest“ kann später immer noch folgen. Insofern ist auch Prof. Janssen zuzustimmen.

    Die Medien allgemein, der Blog hier im speziellen, viele Kommentare inbegriffen, könnten in ihren Form und Wirkung mit dem mittelalterlichen Pranger verglichen werden. Zugegeben.

    Die Frage ist, wie weit und wie sehr heute die „Schaulust“, dh das Bedürfnis zu wissen, immer sofort befriedigt und auf den neuesten Stand gebracht werden soll, wo wir doch alle wissen, dass da – noch oder zum Glück – ein Rechtsstaat ist und somit die Rechtsprechung und allfällige Schuldfindung hoffentlich in einem gerechten, wenn auch ausgeklügelten und komplizierten Prozessritual ablaufen wird.

    Hinter all der zugegeben massivsten Vorverurteilung, all den hochemotionalen Statements, könnte aber als Grund auch ein gewisses Mass an Misstrauen gegenüber den Untersuchungs- und Strafverfolgungsbehörden geortet, quasi als eine vorauseilende Frustration darüber begriffen werden, dass da „gefühlt“ wieder einmal und zum x-ten Mal ein „hohes Tier“ sich wohl mit Hilfe eines Heers an gewieften Anwälten aus dem Schlamassel wird retten können.

    Obwohl, wenn ich es richtig verstanden habe, kein einziger Raiffeisen-Genossenschaften zu Schaden gekommen ist, – was ja im Vergleich zu andern vergangenen Skandalen in der Bank- und Unternehmenswelt ja schon mal ein Vorteil ist – scheint dieser Fall die Gemüter Vieler in hohem Masse zu bewegen.

    Der Grund dafür könnte darin liegen, dass sich das „Volk“ nach all den vielen Vorfällen halt schon sehr stark in seinem anscheinend noch intakten Gerechtigkeitsempfinden angegriffen und verletzt fühlt und Genugtuung erwartet. Ganz einfach.

    • Wie wollen Sie wissen, dass kein Genossenschafter zu schaden kam ? Wenn bei Beteiligungsübertragungen Bewertungen angewandt wurden, die bewusst zugunsten der einen Partei verzerrt waren, dann ist der anderen Partei ein Schaden entstanden. Prof. Janssen hat insofern recht, als die Komplexität i.a. kein schnelles Urteil erlaubt. Allein die Tatsache, dass keine Kundeneinlagen verloren sind, erlaubt nicht den Schluss, dass überhaupt kein Schaden entstanden ist, please.

  17. Allen Vorverurteilungen zum Trotz, hinter allen beteiligten Personen stehen auch Menschen samt deren privatem Umfeld. Aktuell werden alle zusammen in einem Topf geworfen, ohne das nur annähernd deren Schuld bewiesen ist.

    Egal ob Neider, Besserwisser oder Trittbrettfahrer nun drauf losschlagen, die Ämter und Funktionen der Betroffenen sind nicht erst seit der Verhaftung von PV bekannt.
    Es war doch allgemein bekannt und publik, dass die Liaison zwischen PV und NC nicht in deren Villa endet, warum hat sich da niemand drüber früher öffentlich aufgeregt?

    Nun liegt es an der Justiz, Vorwürfe zu belegen und darüber zu urteilen. Für alle Beteiligten und deren Umfeld die jetzt hier an den Pranger (egal ob zu recht oder unrecht) gestellt werden, gilt die Unschuldsvermutung.
    U-Haft ist nicht nur ein schwerer Eingriff, die Isolation in einer Einzelzelle weckt bei vielen Menschen Depressionen und Suizidgedanken, die ich keinem Menschen wünsche – hier kann ich aus eigener Erfahrung sprechen.

    Viele Dinge, die Konzerne sich leisten können, wären beim kleinen Mann schon schwere Vergehen sowie Recht haben und Recht bekommen sind auch zwei verschieden paar Schuhe. Also warten wir doch erst mal ab wie die Vorwürfe lauten und wie sie bewiesen werden können.

  18. Was überrascht Sie daran, Herr Janssen? Die ‚Journalisten‘ der Mainstream Medien haben schon mehrfach bewiesen, dass sie über die Dinge, die sie schreiben oder berichten nicht viel wissen, den Mangel ans Fachkenntnis dann aber mit umso mehr eigenen Meinung wettmachen. Journalismus ist heute vorwiegend Empörungsbewirtschaftung, denn nur wer die Emotionen des Publikums manipulieren kann, erreicht auch die nötige Quote.

  19. Mein lieber Herr Professor: Haben Sie einmal wirklich in der realen Wirtschaft gearbeitet? – Da werden Whistleblower meist konsequent ausgeschaltet, diffamiert und entlassen und Misstände nicht aufgedeckt, sondern eben gerade versteckt. Sog. Whistleblower-Anlaufstellen in den Firmen reichen die Info gleich an die Vorgesetzten weiter, die dann „cover up“-Massnahmen vornehmen, da diese Vorgesetzten ja sonst selbst in die Schusslinie geraten könnten. Mehrfach schon gesehen. Und die Mitarbeiter in den Firmen wissen es und machen die „3 Aeffchen“.

  20. Interessanter Seiten-Blick „PV als Geschichtenerzähler“:
    https://www.blick.ch/sonntagsblick/editorial/editorial-pierin-vincenz-war-ein-fabelhafter-geschichtenerzaehler-id8064485.html

    Gut haben wir freie Medien: Absolut korrekt kommt hier auch eine mässigende Stimme zu Wort.

    Ich mag PV das Gefängnis nicht wirklich gönnen, der Sturz von ganz oben ist immer schmerzhaft.

    Eine Frage überfordert mich in der ganzen Geschichte: Warum sollte jemand, der sich bereits legal dermassen viel Geld und Ansehen verdient, noch zusätzlich bereichern? – Kann mir das jemand erklären?

    • Gier, die
      Substantiv, feminin
      auf Genuss und Befriedigung, Besitz und Erfüllung von Wünschen gerichtetes, heftiges, maßloses Verlangen; ungezügelte Begierde

  21. A llenthalben wird nun täglich transparent:
    Was in St. Gallen war seit Jahren inherent.
    Viele Vögel beginnen jetzt zu zwitschern ;
    Wir ahnten , wussten aber nichts, bitt schön!

    D ie Story ist nun schweizweit am Dampfen:
    Viele Anwälte müssen nachts noch krampfen.
    Revisoren gehen noch mal eilig über Bücher;
    Gar nichts ist mehr in trockenen Tüchern !

    U nverhältnismässig sind die bezahlten Preise,
    für zig diffuse Firmen aus Familien – Kreise ?
    Raiffeisen*) hat gutmütig immer zugeschlagen:
    Man muss heut zu Tage doch etwas wagen!

    N obody vermutete deshalb bis vor Kurzem :
    Da ist etwas ober faul an diesen Wurzeln!
    Der Chef hat selbst voraus gefrühstückt:
    Und dabei stets sein pralles Wallet gezückt?

    O hne Zweifel hat hier ein Mensch versagt?
    Der sich jetzt gesiebte Luft tief einjagt!
    Der Staatsanwalt ist mächtig am Bohren;
    manch andere ereilen auch rote Ohren!

    *) und Helvetia Versicherung kaufte eine Minderheit an Money Park fuer CHF 107 Mio. -:)

  22. Ja, Herr Prof. Janssen, dann haben Sie ja nichts dagegen, wenn Ihre damaligen Berechnungen des SMI-Indexes aufgearbeitet werden. Sie erinnern sich sicherlich daran, dass Sie die Veröffentlichung des SMI-Index-Standes um einige Sekunden verzögerten. Das wurde erst gestoppt, als Ihnen die Berechnung des SMI-Indexes aus den Händen gerissen wurde. Aufgearbeitet wurden Ihre Handlungen jedoch nie. Soll Ihrer Meinung nach nun nicht darüber berichtet werden dürfen?

  23. Meine liebe Güte, jetzt kommt der Vincenz schon mit seinen alten Seilschaften (Janssen et al) und lässt auf verschienenen Kanälen seine „Unschuld“ beteuern. Gegen besseren Wissens – dass Vincenz, Stocker et al in U-Haft sitzen wg Kollusionsgefhar ist ja schon arg. Auch wenn wenn die Angeklagten dies leugen, so müssen sie doch im Innern einen Resten Anstand und Ethik haben – und wissen, wie viele Millionen sie sich widerrechtlich angeeignet haben.
    Mit Vincenz und Stocker und anderen sitzen die richtigen in Haft – und da sollen sie bleiben.
    Fehlt einzig der umgedrehte Gisel, der in in diesen Wochen nicht nur sich selber komplett verraten hat, sondern auch seinen viele Jahre sehr engen Spezi Vinzenz und seine Frau.
    Dass ein Gisel über eine Jahrzehnt die Nr 2und somit Hampelmann macht, aber nicht wissen will, was er macht, das ist ja die Absuridtät und Dummheit in Personam.
    Wenn jemand solange die Nr 2 ist und nix weiss, dann ist er nicht fähig den Laden zu führen.
    So wie Köng bei der PF nach Bucher auch komplett versagt.
    Nicht jeder Anzugträger ist ein Ehrenmann – und wie Beispiel zeigt, sind viele Banker zwar anzugträger – aber auch umegamässige Egoisten, die keine Regeln kennen wollten.
    Banker wie hier sich heute durchs Band Outlaws, auf eigene Rechnung.
    Den Artikel, Hr Janssen, können Sie sich schenken. PR.

  24. Grüezi@Herr Martin Janssen,

    Ja, keiner hier verfügt über Akteneinsicht. Die Rechtsprechung ist hier klar:

    http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F113-IA-309%3Ade&lang=de&type=show_document

    Das Problem liegt woanders. Aktuell erleben die Mainstream-Medien einen noch nie dagewesenen Glaubwürdigkeitsverlust und somit einen Kontrollverlust über die veröffentlichte Meinung. Im Internet (siehe Inside) werden immer mehr von ihren Falschberichten und Methoden der Manipulationen öffentlich durchleuchtet. Diese Medienkontrolle durch Transparenz, hat zu einer massiven Medienkritik geführt, die immer grösser wird. Die Medienbesitzer haben das inzwischen natürlich ebenfalls erkannt. Aber wer erwartet hat, dass sie sich nun einfach ändern und von jetzt an nur noch nach bestem Wissen und Gewissen objektiv berichten würden, der wird leider enttäuscht, wie man an der Reaktion auf einige aktuelle Ereignisse ablesen kann.

    Sie können, neben bei bemerkt, in der sozialpolitischen Diskussion um die AHV demselben Muster folgen. Geldgeber/Interessen vs. objektive Berichterstattung. Bei der AHV mit ihrer Finanzierungs-Formel gibt es für diese „Macht-Strukturen“ nichts zu verdienen, deshalb wird mit dem Schreckensbild einer vergreisten Gesellschaft, in der faule und bequeme Rentner es sich auf Kosten überforderter junger Beitragszahler gut gehen lassen, der Generationenvertrag verteufelt und ein Generationenkonflikt geschürt. Wissenschaftler, welche auch als Werbeträger für Pensionskassen, Finanzdienstleister und Versicherungsgesellschaften auftreten, produzieren „wissenschaftliche Studien“, welche von Lobbyorganisationen wie der „Avenir Suisse – Economiesuisse“ und anderen in den zwangsfinanzierten Medien lanciert wer­den. Es wird das Diktat der leeren Kassen aufgebaut.

    Wie wissenschaftlich längst untermauert, beruht das von der Finanzindustrie inszenierte Krisenszenario auf falschen Prämissen. Gleichwohl, wurde eine Kampagne zur Ächtung der Medienkritik lanciert. Wenn es gelingt, auch Dank Insideparadeplatz, die Schlafmenschen wachzurütteln, dann steht einer medienkritischen Informationskultur in unserem Land nichts mehr entgegen. Das Problem ist die gigantische Geldakkumulation in den Händen einer kleinen Gruppe von Menschen. Das hat einen Ausmass angenommen der einer Demokratie unwürdig ist.

    Sie grüssend

  25. Mir wird schon nur schlecht, wenn ich weiss, dass seine Partnerin Compliance Verantwortliche ist. Schon mal etwas von CC und Unabhängigkeit gehört?

  26. Generell sind Journalisten überheblich – von Ausnahmen abgesehen! Journalisten sind/seien die vierte Gewalt im Staat. Wer kontrolliert diese „Gewalt“? Wehe dem, der etwa einen Journalisten von STF zu kritisieren wagt! Der bekommt nicht einmal eine Antwort.
    Wer wagt es??

  27. Wenn Sie recht hätten, bleibt immer noch die Frage, wieso die Bank die Lebenspartnerin von Vincenz in so wichtige Entscheidungen mit einbezog. Da kann auch Herr Gisel nicht behaupten, er hätte von nichts gewusst. So darf sich kein Unternehmen oder ein CEO (damit meine ich beide) eines Unternehmens verhalten. Strafbar oder nicht, die ganze Sache stinkt zum Himmel. Auch wenn Sie das nicht wahr haben wollen. Rücktritt für auch für Gisel! Sofort!

  28. Zuerst Chapeau Lukas Hässig, diesen Beitrag überhaupt zu veröffentlichen, ist er für diesen Blog doch untypisch emotionslos und sachlich. Herr Janssen trifft den Nagel voll auf den Kopf. Endlich eine Stellungnahme, welche versachlicht.

    Und bezüglich Kommentaren von Buchhalterin / Ponzi und Co: Wenn sich die Presse z.B. an einer Bilanzpressekonferenz nur für Themen interessiert, welche mit einem ansehnlichen Resultat nichts zu tun haben, dann ist doch etwas falsch. Wenn der Blick dies tut, dann ist das ja OK. Aber wenn dies TA, NZZ und SRG tun, ist dies doch bedenklich. Sie – Buchhalterin / Ponzi und Co – sind entweder Neider, Schadenfreudige, Blickleser oder scheinen Intellekt sehr klein zu schreiben.

  29. Martin Janssen hat völlig recht. Nach ein paar Erfolgen kann PV durchaus übermütig und der Verwaltungsrat weniger kritisch geworden sein. Das geht natürlich nicht. Aber jetzt alles und jeden in den Boden stampfen bevor man genau weiss, was geschehen ist, geht auch nicht. Mit dem Hinweis auf die Unschuldsvermutung ist es nicht getan. Warten wir das Ergebnis der Untersuchungen ab. Dass die FINMA bei den Grossen der Konkurrenz als erstes die Samthandschuhe anzieht und die Konkurrenz aller Couleur mit scheelem Blick auf die unliebsam gross gewordene Raiffeisen blickt, ist auch nicht neu.

    • Korr.: (letztes Wort)
      …dass die Angola-Affäre mit M. Ribar und R. Metzler (ev. W. Fust) eine ebenfalls zu untersuchende wäre…
      Da hat sich einfach der Staub von Post und Raiffeisen drüber gelegt!

  30. Ja das mit „es gilt die Unschuldsvermutung“ in jedem Artikel ist völlig unnötig. Adressat der Unschuldsvermutung ist der Staat resp. die Strafverfolgungsbehörde und nicht die Medien. Hier gelten die eigenen rechtlichen Bestimmungen. Die Rechtmässigkeit von Berichterstattung bemisst sich nicht danach, ob man am Ende eines Artikels pseudofeigenblattmässig noch schreibt, es gälte die Unschuldsvermutung, sondern danach, ob das Geschriebene ehrveletzend, persönlichkeitsverletzend, volksaufhetzend oder UWG-widrig etc. ist. Ergo: Weglassen.

  31. Ich habe heute noch Artikel bei mir abgeheftet oder digital archiviert von „Bankprofessor“ Janßen, weil er sich pointiert und klug äußert, etwa damals zur unsäglichen Franken-Anbindung an den Euro.

    Aber hier irrt Janßen.

    Vincenz und Kompanen sind jetzt in U-Haft!

    Selbst ein Ermittlungsverfahren gegen so eine prominente Person überlegt sich die Staatsanwaltschaft sicher mehrfach.

    Aber Untersuchungshaft durchzubringen, dafür braucht es mehr als nur Vermutungen.

    Man muß kein Ius studiert haben, um das zu wissen.

    Insofern sollte Janßen Hässig und Co. vielmehr loben anstatt kritisieren. Besonders IP ist dafür bekannt, in die Tiefe zu gehen und vor allen Dingen offen zu schreiben ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

    • Für U-Haft reicht alleine Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr völlig aus, da braucht es nicht allzu viel (kann hier leider aus eigener Erfahrung sprechen) …

  32. Kein Gericht der Schweiz steckt einen Bankdirektor einfach so in unbegrenzte U-Haft. Kann sie der Verfasser auch nur annähernd vorstellen, wie unglaublich gut PV Anwälte sind? Und trotzdem steckt er im Gefängnis. Wie damals die Hausdurchsuchung beim Ex-Justizminister (!) Blocher. Ja meine werten Nebelpetardenwerfer, der Rechtsstaat gilt nicht nur bei diesen schlimmen Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger. Wir sind im 2018. Nicht mehr im 1980 wo der Kollege vom Militär das dann schon regelte. DIESE Zeiten sind für immer vorbei.

    • Absolute Aussagen wie „Immer“ und „Nie“ sind sehr gefährlich…

      Trotzdem: Sind wir doch froh über unseren Rechtsstaat im 2018 und hoffen, dass dieser noch eine gute Weile Bestand habe (Siehe: Türkei, et al).

    • @Banken Business Analyst IT
      Sorry sehe ich anders. Wenn wir einen Rechtsstaat haben würden, könnten sich Banken von ihren dutzendfachen Vergehen nicht einfach freikaufen.
      Die aufgedeckten Manipulationen wie Liborbetrug, Aktienpreismanipulation, Goldpreismanipulation, bewusste Empfehlung von risikoreichen und falsch gerateten Aktien usw. wo Schweizer Banken aktive beteiligt waren und Schweizer Bankkunden richtig viel Geld verloren, hatten in der Schweiz meines Wissens keinerlei strafrechtliche Folgen.
      Für mich ist auch ein Rücktritt niemals strafbefreiend.

    • U-Haft ist nicht unbegrenzt, kann bei Bedarf (und nach Haftprüfungstermin) jedoch verlängert werden ….

  33. Es passt in unsere schnelllebige Zeit. Eine Zeit in der Kultur und Charakter immer weniger Format haben und viele agieren und damit reagieren wie ein Schwarm Fische. Gegen den Strom schwimmen gibt Muskeln. Weshalb bilden wir uns frühzeitig ein Urteil, ohne sämtliche Fakten zu kennen. Weil’s einfach und dem Mainstream entspricht? Lassen wir alle Beteiligten ihren Job tun und dann ist noch genügend Zeit zu „urTeilen“. Dem Lukas und nicht Judas sei Dank, Recherchen-Journalismus kann bewegen.

  34. Herr Jansen’s professorales Gutmenschentum in Ehren. Durch seine Nähe zum Finanz-Business ist auch nichts anderes zu erwarten! Wie wäre es denn, sich einmal dem Hause Bär anzunehmen, welche in den letzten Jahren bei jeder „Schweinerei“ massgeblich mit von der Partie war und immer noch ist? Wir stehen doch erst am Anfang einer Säuberungswelle, welche gerade erst angerollt ist. Die Totengräber des Swiss Banking dürfen zittern.

  35. Die Medien haben in der Affäre Vincenz einen tollen Job gemacht und werden ihn hoffentlich weitermachen. Wenn die Recherchierjournalisten in der Schweiz im Bereich der Wirtschaftskriminalität auf die Justiz warten würden, müssten sie in der Regel jahrelang schweigen – der immer noch fidel frei herumlaufende Millionenbetrüger Behring lässt freudig grüssen. In den USA war sein Kollege Madoff innert kürzester Zeit für über 100 Jahre im Knast. Deshalb, liebe Journalisten: Hart dranbleiben! Jürg Sigerist

  36. Herr Janssen:

    Verluderung ist dann, wenn man ständig wegschaut wie Sie dies tun.
    In wessen Interesse und Auftrag handeln Sie?

    • Ist für mich ja auch klar warum, denn seine Firma liefert der Raiffeisen en ja Software!

  37. Die selben Banker lassen sich gerne und regelmässig von den selben Medien als Ausgeburt von Integrität, Kompetenz und Vertrauenswürdigeit abfeiern. Zudem geniessen sie den besonderen Schutz des Staates, der sie für unfailbar erklärt hat. Und ja, sie kassieren eine Menge Schotter, ohne Risiko und somit ohne wirkliche Verantwortung. Da darf man wenigstens bezüglich Anstand und Integrität etwas erhöhte Erwartungen haben.

    Vincenz wurde nicht beim Koksen erwischt, sondern hat – vermutlich – seine besondere Vertrauensstellung missbraucht. Das ist wesentlich gravierender. Allein schon den Verdacht dürfte sich ein Spitzenbanker eigentlich nicht leisten können. Aber sie sind ja immer davongekommen. Bisher.

    Wenn Sie die Verluderung der Medien beklagen, beklage ich die Verluderung des Rechtsstaates, der bislang keinen einzigen Banker zur Verantwortung gezogen hat, nicht mal als sie die Weltwirtschaft ruinierten.

    Dagegen ist ein bisschen Vincenz-Bashing ein Mückenfurz.

    Go on Luki!

  38. Guten Tag Herr Janssen,

    haben Sie denn konkrete Beispiele von einer definitiven Schuldigsprechung in den Medien gefunden?

    Falls ja, führen Sie diese hier doch bitte auf.
    Ansonsten schiesst Ihr Beitrag am Ziel vorbei.

    Man muss über solche Themen schreiben können, auch kritisch. Ansonsten ist der Druck zu klein um eine seriöse Untersuchung seitens der Justiz anzustreben.

    • Ist es denn Sache der Medien Druck auszuüben und eine seriöse Untersuchung zu erpressen? Und das zu Themen von denen die meisten Berichterstatter und Kommentatoren nur eine oberflächliche Ahnung haben. Wer, ihrer Meinung nach, genug Druck ausüben kannn, findet dann wohl überall etwas, ob es stimmt oder nicht. Aber die böse Saat ist gesät und wo Rauch ist, könnte Feuer sein. Investigativen Journalismus, auch mit Ecken und Kanten, erkennt man als regelmässiger Leser ziemlich schnell. Alles andere aber auch. Überall etwas weniger Spekulitis, hätte, würde, könnte und dergleichen und Freude herrscht (Ogi).

  39. „Der König hat eine Bataille verloren. Jetzt ist Ruhe die erste Bürgerpflicht. Ich fordere alle Einwohner „der Schweiz“ dazu auf. Der König und seine Brüder leben!“

    Journalismus heisst, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.
    George Orwell.

    ODER:
    „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ – Paul Sethe

    „So etwas wie eine unabhängige Presse gibt es in Amerika nicht, außer in abgelegenen Kleinstädten auf dem Land. Ihr seid alle Sklaven. Ihr wisst es und ich weiß es. Nicht ein einziger von euch wagt es, eine ehrliche Meinung auszudrücken. Wenn ihr sie zum Ausdruck brächtet, würdet ihr schon im Voraus wissen, dass sie niemals im Druck erscheinen würde. Ich bekomme 150 Dollar dafür bezahlt, dass ich ehrliche Meinungen aus der Zeitung heraushalte, mit der ich verbunden bin. Andere von euch bekommen ähnliche Gehälter um ähnliche Dinge zu tun. Wenn ich erlauben würde, dass in einer Ausgabe meiner Zeitung ehrliche Meinungen abgedruckt würden, wäre ich vor Ablauf von 24 Stunden wie Othello: Meine Anstellung wäre weg. Derjenige, der so verrückt wäre, ehrliche Meinungen zu schreiben, wäre auf der Straße um einen neuen Job zu suchen. Das Geschäft des Journalisten in New York ist es, die Wahrheit zu verdrehen, unverblümt zu lügen, sie zu pervertieren, zu schmähen, zu Füßen des Mammon zu katzbuckeln und das eigene Land und Volk für sein tägliches Brot zu verkaufen, oder, was dasselbe ist, für sein Gehalt. Ihr wisst es und ich weiß es; Was für ein Unsinn, einen Toast auf die ‚Unabhängigkeit der Presse‘ auszubringen! Wir sind Werkzeuge und Dienstleute reicher Männer hinter der Bühne. Wir sind Hampelmänner. Sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Zeit, unsere Fähigkeiten, unser Leben, unsere Möglichkeiten sind alle das Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“
    John Swinton

    • Will man den Sumpf austrocknen, lässt man nicht die Frösche darüber abstimmen.

      (Quelle
      Bruno Schönlank, 1859 – 1901, deutscher Journalist und sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter.
      In einer Rede vor dem Reichstag am 9. Februar 1894 gegen die Postverwaltung; er gab damit seinerseits den Ausspruch eines unbekannten Pariser Arbeiters aus dem Jahr 1874 wieder:

      „Quand on veut dessécher un marais, on ne fait pas en voter les grenouilles!“

      Stammt nach anderen Angaben jedoch von:

      Delphine Gay (Mme. Emile de Girardin) unter dem Pseudonym Vicomte Charles de Launay.

      Oder soll sogar auf ein altes chinesisches Sprichwort zurückgehen …)

  40. Erstens:
    Ich frage mich, wo die FINMA die ganze Zeit war. Hätte die aufgepasst, so wäre das nicht geschehen.

    Zweitens:
    Es passt zu den Medien, dass diese ihre Augen verschliessen und erst loshauen, wenn alle drauf hauen.

    Vor diesem Hintergrund ist auch „no-Billag“ verständlich.

    Drittens:
    Mir tut Pierin Vinzenz Leid, obwohl ich die Geschichte nicht verfolgt habe. In Untersuchungshaft – das ist demütigend und ich finde das übertrieben. Demütigender geht es nicht.

    Summa summarum: Die FINMA wäre dafür zuständig – nicht kleine Medien müssten sowas aufdecken müssen.

    Wofür haben wir die FINMA? Die Leute dort sollten sowieso mal in einen Buchhaltungskurs – denn es gibt noch grössere Problem in Zürich. Vinzenz ist ein Pappenstiel. Die FINMA soll endlich ihren Job machen.

    Marc Meyer

    • @Marc Meyer
      Was soll denn die FINMA Ihrer Ansicht nach noch tun? Es lief ja ein Enforcement-Verfahren. Möglicherweise hat die Staatsanwaltschaft ja auch den Fall auf Grund einer unterstützten Anzeige aufgenommen. Was wirklich geschehen ist, wissen wir (noch) nicht. Darum sollte man mit Spekulationen schon etwas zurückhaltender sein und nicht noch zusätzlich den Lynch-Mob anheizen.
      Was hat es mit dem Buchhaltungskurs in diesem Zusammenhang auf sich?

    • Ich bin einverstaden mit Prof. Janssen und Herr Meyer und ich finde jetzt, sollten wir auch aufhören zu protestieren und unsere Meinung aus Aussenseiter zu formulieren. Es muss Ruhe jetzt sein und wir sollten nur neue Ereignisse kommentieren, so meine bescheidene Meinung nach. Lassen wir die Jura – Profi und die Genossenschafter ruhig arbeiten, sie sollten die Entscheidung treffen und nicht wir und es sieht so aus, dass Sie mehr Weise und Cool als wir sind, deswegen bin ich sicher, dass Sie eine gute Lösung finden werden und wir schauen ruhig zu. Ich bin weder Kunde noch Genossenschafter, somit sollte ich sehr ruhig sein. Auch wenn, wie die meisten von euch, der auch in Zürich gearbeitet hat und alle diese Tragödie erlebt hat, ohne dass niemanden wirklich Verantwörtlich war oder sich gerechfertigt müsste, hat jetzt auch langsam genug. Vor allem, wenn man als Ehrliche Bürgern für jedes kleine Autofahrt Missbrauch eine Busse bezahlen muss… aber eben das ist Gerechtigkeit und es gibt Leute die Gerechter sind als anderen… die eine Können Miliarden verschwenden und bekommen noch Goldene Fallschirmen… und die andere arbeiten und zahlen ganz ruhig und brav….
      Wir sollte, wie Herr Meyer suggeriert, uns wieder auf Zürich konzentrieren, wo die meisten Problemen noch sich kumulieren und ich ziehe mich selbstverständlich in meiinen Berge zurück, wo die Natur Hart ist, aber mindestens Gerecht!
      Vor Östern sollten wir auch „Compassione“ mit Herrn PV haben: er sitzt dort, während anderen, die viel schlimmer gemacht haben in Sause und Brause herum gehen können!
      Buna Dumengia und Genisssen Sie der Wahlsonntag mit oder ohne Freude…Allegra

    • Habe ich den Lynchmob angeheizt?

      Sie haben offenbar übersehen, dass ich im Gegenteil geschrieben habe, ich empfände dss Vorgehen gegen Vinzenz als übertrieben.

      Bitte lesen Sie korrekt.

    • Die Finma handelt nicht.

      Zum Beispiel im Falle einer Swiss Bank, die aktiv in der Schweiz um Kunden wirbt (mit Partnerprogrammen für Schweizer Firmen, die an die angebliche Schweizer Bank vermitteln!) handelt die Finma seit Jahren nicht.

      Täglich verlieren bei dieser „Schweizer“ Bank Kunden Geld und die Finma schaut einfach zu!

      Schreibt man die Finma an und sendet ihr Material, kommt nicht einmal (!) eine Antwort.

      Wenn die Finma es nichteinmal schafft, bei nachweislich und offensichtlich kriminellen Aktivitäten zu agieren, wie soll sie es dann in der Causa Raiffeisen.

      Im Übrigen irrt Professor Janßen mit seinen Ansichten zu Journalismus völlig. Aber das ist ein anderes Thema.

    • The Büdner Steinbock hat wieder gesschaft, bravo. Super Leistig…
      Leider bin ich gerade in Ausland tätig, sonst würde ich Top – Position anbieten: wer die Natur versteht und schätz, schätz auch Menschen und somit ist für mich der beste Kandidat…
      Leider, für die viele Verfehlungen und noch was folgen werde, da die Top immer wieder mit den gleichen Muster gewählt werden, können wir nicht viel, ausser Wahrheit sagen, welche tut meisten mehr weh als sonst….und never forget! 😁😊

    • Lieber Herr Doktor,

      „Mir tut Pierin Vinzenz Leid, obwohl ich die Geschichte nicht verfolgt habe. In Untersuchungshaft – das ist demütigend und ich finde das übertrieben. Demütigender geht es nicht.“

      Dem Blick tut er auch leid: Seit PV im Chäfi ist, interessiert man sich sogar noch für Folter in der Schweiz. „Die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter sowie Menschenrechtsaktivisten kritisieren die 23-Stunden-Einzelhaft.“ (Aha, der Tag hat bei Blick 23 Std.)

      https://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/totale-isolation-keinerlei-privatsphaere-fuer-pierin-vincenz-hartes-regime-in-der-u-haft-id8064588.html

      Ist halt schon etwas anderes als der Chügelidealer, den man am nächsten Morgen wieder auf die Gasse kickt, gell.

      Und noch etwas: Sagt Ihnen das Wort „Vorbildfunktion etwas“, lieber Herr Doktor?

      PS: Sie können es auch googlen.

      Zum Schluss: Nachdem Sie „die Geschichte nicht verfolgt haben“ wäre es viellecht besser gewesen, darüber gar keinen Kommentar zu schreiben.

    • @Peter Keller. Mein Kompliment für Ihren Beitrag. Dieser Meyer Marc, Dr.
      nervt mit seinem Finma- und SNB-Bashing! Sollte mal eine neue Platte auflegen.

    • @Peter Keller
      Der Blick hat nicht ganz unrecht mit der 23-Stunden-Einzelhaft – immerhin hat man ja noch eine Stunde Hofgang. Dies zusammen gibt dann den 24-Stunden-Tag.
      Trotzdem würde ich Ihnen nicht mal einen Tag dort zu verbringen wünschen …

    • @maximilian
      Wenn man fragt, wo war die FINMA so ist das FINMA bashing und über die SNB habe ich kein Wort verloren.

  41. Sie sind wohl auf beiden Augen blind. Über einen mutmasslichen verhafteten Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger oder Bankeinbrecher wird auch in den Medien geschrieben. Aber sie haben recht, noch nie wurde über einen Bankenboss so geschrieben. Wurde bisher aber auch noch keiner in U Haft genommen. Vielleicht ändert das ja in Zukunft.

    • Ja das mag ja stimmen. Aber eine Vorverurteilung geht nun gar nicht. Auch hier gilt die Unschuldsvermutung.
      Wenn ich den Sumpf bei der Post sehe und die Verweigerung der Justiz zuständig zu sein. Dann habe ich doch Probleme mit unserem Rechtsstaat. Wenn in einem Seminar (POST) Beschluss gefasst wird, wie man solche Pseudo-Kosten zu verbuchen hat, (fiktive Rechnungen) dann ist wohl gegeben, dass ein Vorsatz schon auf dem Tisch liegt. Also ist der Betrug nachgewiesen. Wieso ist denn dieser Mann, nicht im Blickfeld. Ist die AKB nicht eine relevant Bank. Beim Fall Vincenz ist natürlich viel einfacher eine Geschichte zu lancieren. Er ist ja nicht mehr im Amt und somit ist alles gut. Da demontiert man ja nur einen Banker, der viel für Raiffeisen geackert hat.Ich bin aber dafür, wenn es wirklich unrechte Machenschaften gegeben hat, diese auch zu benennen und zu sanktionieren. Der Ruf ist ja schon ruiniert. Das trifft aber auch die Angehörigen und das ist nicht richtig. Nicht einfach für diese Familie.Die müssen erdulden ohne sich wehren zu können.

    • Lieber Versicherer
      Die „Familie“ hat sich selbst in diese Lage gebracht – und die bessere Hälfte ist gleich nach Übersee abgerauscht…
      Und der Vincenz kriegt sogar die jetzige Übernachtungen bezahlt.
      No mercy for this man.