Fall Vincenz: Polizei auf heisser Ländle-Spur

Stiftung von Partner Stocker entdeckt – Von Vaduz via Zürich Geld an geheimnisvolle Frau – Deal der Anwälte Erni-Landmann.

Pierin Vincenz und Beat Stocker sind seit 44 Tagen im Gefängnis, die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Nun hat sie eine Stiftung in Liechtenstein, ein Konto und hohe Zahlungen entdeckt.

Das Vehikel heisst I.C.H. Invest & Consulting Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in Mauren im Fürstentum. Dort war Beat Stocker bis Anfang 2013 offiziell registriert.

Danach übernahm eine Treuhänderin. Anfang 2015 zahlte die I.C.H. ab einem Konto bei der Fürstenbank LGT in Vaduz eine tiefe Millionensumme auf ein Konto bei der Bank Julius Bär.

Dieses lautete auf Pierin Vincenz. Die Ermittler gehen nun der Frage nach, woher dieses Geld ursprünglich stammt und wohin es floss.

Ob es einen Zusammenhang mit den bisherigen Erkenntnissen gibt, ist nicht klar. Die Beschuldigten Vincenz und Stocker können keine Stellung nehmen, sie gelten als unschuldig.

Vincenz zahlte ab Anfang 2015 in regelmässigen Abständen mittlere fünfstellige Beträge an eine Frau. Die Zahlungen liefen unter dem Titel Familienangelegenheit.

Insgesamt flossen auf diese Weise mehrere Hunderttausend Franken von Vincenz an die Frau. Diese hatte einst eine enge Beziehung zum Ex-Chef der Raiffeisen.

Stocker erledigte die ganze Abwicklung. Die Frau nahm das Geld in Empfang. Was sie damit tat, ist nicht bekannt. Sie bestreitet den Geldempfang.

Die Zahlungen endeten nach einem Deal. Dieser wurde ausgehandelt von zwei der bekanntesten Anwälten des Landes: Valentin Landmann und Lorenz Erni.

Landmann stand auf der Seite der Frau, Erni war der Vertraute von Vincenz. Erni ist auch in der aktuellen Untersuchung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung der Verteidiger von Vincenz.

Landmann und Erni sind keine Familienrechtler, sondern berühmte Strafverteidiger. Dass die Frau und Vincenz Strafverteidiger für ihren Fall mandatierten, ist bemerkenswert.

Laut einer Quelle ging es darum, dass die Beziehung nicht publik würde. Die Frau wollte möglicherweise an die Öffentlichkeit gehen. Schliesslich gab sie sich mit viel Geld zufrieden.

Ins Spiel kam damals auch ein Treuhänder und Limousinen-Unternehmer. Dieser chauffierte die Frau offenbar zu Vincenz in dessen Haus im Appenzell.

Der „Taxi“-Chauffeur und Vincenz haben sich laut Recherchen mit der Zeit gut gekannt. Befragt werden kann der Mann nicht mehr. Er verstarb vor einem Jahr.

Aus der Todesanzeige gehen die Umstände des Ablebens nicht hervor. Die zuständige Behörde liess eine Autopsie durchführen. Diese zeigte keinerlei Verdacht auf einen nicht natürlichen Tod.

Für die Ermittler der Zürcher Wirtschaftskriminalität sind die Zahlungen eine neue Spur, die sie intensiv verfolgen. Sie wollen wissen, ob die Geschichte mit der Frau ein Motiv für hohen Geldbedarf von Vincenz sein kann.

Vincenz und Stocker stehen im Verdacht, über versteckt gehaltene Strukturen sich vorab an Firmen beteiligt zu haben, die danach für viel Geld von ihren Arbeitgebern Raiffeisen und Aduno erworben wurden.

Bei der Raiffeisen war Vincenz von 1999 bis 2015 als CEO der unbestritten starke Mann. Er zahlte Stocker aus einer ihm zur Verfügung stehenden Kasse ein Monatshonorar von rund 50’000 Franken.

Bei der Aduno war Vincenz von 2000 bis 2017 Präsident des VRs. Stocker war bis 2011 operativer Spitzenmann, danach noch bis 2015 Mitglied des VRs.

Das Duo hat bei drei Firmen im Voraus die Finger im Spiel gehabt. Eine Strafanzeige der Aduno führte zum Zürcher Strafverfahren und zur Untersuchungshaft.

Ob weitere Deals – im Vordergrund stehen die Käufe von Wegelin-Notenstein, von Assetmanagement-Firmen von Beat Wittmann und die 10 Prozent an der Avaloq – verdächtig sind, ist Gegenstand der Untersuchungen.

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

173 Kommentare zu “Fall Vincenz: Polizei auf heisser Ländle-Spur

  1. Pierin sitzt nun schon sehr lange,
    logisch ist`s, dass ihm nun bange

    doch er hofft, dass sich am Ende
    alles noch zum Guten wende.

    Die Unschuldsvermutung. Sie gilt immer noch. Doch eigentlich wissen wir alle genau wie der Hase läuft wenn es um`s Geld geht. Ich bin sehr gespannt wie die Geschichte weiter geht. Und ich freue mich auch schon auf den Artikel in der Schweizer Illustrierten.

  2. Bei der ganzen Story möchte ich eins zu bedenken geben; Raiffeisen und Aduno wären nicht da wo sie jetzt sind ohne Pierin Vincenz und Beat Stocker. Spannend das diese zwei Firmen solange brauchten um diese zwei Herren anzuzeigen! Ein Spruch sagt Angriff ist die beste Verdeitigung; was müssen diese zwei Firmen wohl verstecken????

  3. Herr Hässig soll doch bei der CIA anheuern – ich bin sicher er könnte Trump zum Fall bringen – oder den Kreml mit dem weißen Haus wieder auf Tuchfühlung bringen😊 L.H. for president!

  4. Würde mich nicht wundern, wenn noch weitere Leichen von Vincenz & Stocker ans Tageslicht kommen. Denn bei solchen komplexen Untersuchungen kann es schon mal vorkommen , dass Links generiert werden, die dann auf weitere kriminelle Vorkommnisse hinweisen. Die beiden Knastis wissen natürlich exakt alles, welche kriminelle Handlungen sie allenfalls begangen hätten. Aber eben, das Gericht muss Beweise liefern, was natürlich dauert.

  5. Zur Erinnerung:
    Wenn Herr Hugentobler von der Raiffeisenbank Hinterpfüfigen ein Hypothek für 1’070’000 CHF ohne Due Diligence vergibt würde Gisel ihn fristlos entlassen. Zu Recht.
    Gisel kauft eine Firma für 107 Mio CHF und sagt zu Deloitte “ da müssen sie nicht nach Dokumenten suchen, das wurde am Tisch gemacht. In der Hoffnung dass alle profitieren wenn der Kurs der Investnet steigt“ ….
    Gisel bezieht Immer noch Lohn bei der Raiffeisen.

    • Gisel ist schon länger verbrannt. Bad Governance bei Raiffeisen-Gruppe. Er ist als CEO nicht mehr tragbar.

  6. In meinem Fall geht es um den grössten Verfassungs-Betrug der Schweizer Geschichte und damit um meine hängige Klage in den USA-Florida (Wildhaber v EFV et al) über $1.50 Billion. Dagegen ist die Causa Vinzenz eine Lappalie ! Darüber will aber Niemand berichten.

    • „CH Verfassungsbetrug“ in Florida einklagen…seufz, alles klar?
      What a wanna-be – wohl eher ein Fall für Freud’s Nachkommen denn für irgendein Gericht.

  7. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich liest diesen Blog mit (im Rahmen der Strafuntersuchung) und hat hoffentlich auch schon den ex Raiffeisen „Executive“ Barend Fruithof in dieser Sache gründlich befragt. Sonst ist es höchste Zeit. Der weiss wirklich viel.
    Man findet ihn bei der Landmaschinen-Bude Aebi Schmidt, wo ihm sein Freund (der Bähnler) ein Pöstli zugeschanzt hat, nachdem der splitternackte Kaiser in der CS auf- und hinausgeflogen ist. Falls die Befragung durch die Oberstaatsanwaltschaft etwas länger dauert, kann in der Zwischenzeit sein neuer HR Chef übernehmen.

  8. Liebe Leute

    Wenn etwas klar ist, dann dies:

    Behaltet den Pierin in Gewahrsam so lange wie möglich!

    Wer weiss denn schon, was bei einem Prozess rauskommt? Wenn ein scharfer Hund wie Valent-in den Pier-in rausholt?

  9. Vincenz wurde als Starbanker und Vordenker für die Weissgeldstratgei gefeiert (Zitat: Wir brauchen kein Bankkundengeheimnis) und was macht der Vincenz ? Er braucht das Bankkundengeheimnis privat selber bis zum Exzess (sogar bis nach Liechtenstein). Widerlich solche Typen. Wasser predigen und Wein saufen. Grosse Sprüche und warme Luft. Ein richtiger Blender dieser Vincenz.

    • Und mit wem hat der Vincenzli die Weissgeldstrategie durchgepaukt ? Eben mit der anderen Bündnerin und Schweizerin des Jahres und das bestimmt nicht gratis !

  10. Sogar das Bundesverwaltungsgericht sagt über die FINMA:

    Bundesverwaltungsgericht kritisierte Finma scharf:

    Gerade geisselte das Bundesverwaltungsgericht die Finma, sie habe «eine Organisation auf die Beine gestellt, die in keiner Weise die verfassungs- und gesetzesmässige Garantie des Rechts auf ein gerechtes Verfahren respektiert». Beanstandet wird, dass Branson den Enforcement-Ausschuss selbst leitet und dabei beim Konkurs des Lebensversicherers Zenith Vie erst die Strafe verhängte und dann die Haftungsklage persönlich abwies. Vincenz tritt also wegen angeblicher Corporate-Governance-Verstösse ab – auf Druck einer Aufsichtsbehörde, deren Corporate Governance höchstrichterlich als mangelhaft taxiert wurde.

    Ohne Worte, oder ? Und die Aufsicht der FINMA, analog VR der Raiffeisen, mit BR Maurer kümmert sich einen Deut darum und schaut weiter zu.

    Quelle: https://www.bilanz.ch/people/ermittlungen-finma-stellt-enforcement-verfahren-gegen-pierin-vincenz-ein

    • Wer war den jahrelang für die Finma verantwortlich als der Vincenz wütete ? BDP lässt grüssen

  11. die geschichte wird ja immer krasser! es gäbe bestimmt noch einige weitere banken, mit “ leichen“ im keller 🙁

  12. wird jetzt die dreckige wäsche gewaschen?
    freuen sich jetzt die unbescholtenen anderen hohen herren, dass ein sündenbock für den pöbel einsitzen darf und vorgeführt wird?
    darf der pöbel jetzt endlich seinen hass und neid auf die bankenwelt ablassen und herren vincenz hochoffiziell und für jeden sichtbar auf dem virtuellen marktplatz hinrichten?

    entschuldigung. wenn ein vincenz fremdgeht ist das wahrlich nichts besonderes in dieser riege. es gehört wohl eher dazu, dass man sich um regeln und anstand nicht kümmert. eher ist doch ehre und anstand hinderlich um in diese ebenen zu kommen.

    und seien wir ehrlich: schauen wir jetzt noch wirklich auf dem schmu der anderen?

    • Es geht nicht um die Frau, es geht um das Geld, dessen Ursprung und Zahlungszweck.

      Die Liebschaft an sich ist für mich banal.

    • Frage ist: ist es wirklich eine reine unschuldige „Fremdgeh-Story“?
      Mit regelmässigen Zahlungen in mittlerer 5-stelliger Höhe? Das glaub ich nicht, die üblichen Zahlungen sind meines Wissens eher 2-5‘000 pro Monat plus ein paar Sachgeschenke für ein wöchentliches Treffen plus ab und an ein Wochenende. Vielleicht ein Tausender mehr, weil Vincenz ein Promi ist. Aber die Zahlen passen schlicht nicht zusammen!
      Auch die Geschichte, dass sie mit Öffentlichkeit gedroht haben soll ist nicht glaubwürdig – als ob irgendjemand in der Schweiz etwas für eine Geschichte „ich war die Geliebte vom Vincenz“ zahlen würde. Vielleicht 5 Tausender vom Blick, bestenfalls!

      Sonst muss es da noch eine weitere Geschichte geben. Oder die Story stimmt nicht.

    • gute schweigsame hostessen kosten 2500 chf PRO ABEND. nur zur info.
      und jetzt bitte mal hochrechnen

    • Hostessen aus einer Stiftung mit Inhaber Stocker und Sitz im Ausland bezahlen lassen – eine etwas zu komplizierte Lösung. Zumal bei Stiftungen Revisoren und Buchhalter involviert sind.

      Vincenz hätte sich das Trinkgeld von CHF 2’500.– auch ganz normal bar jeweils am Bankschalter abheben können. Einnahmen hatte er ja genug und Gütertrennung sicher auch.

    • @Feind in den eigenen Reihen
      2`500 pro Abend vielleicht im Einzelverkauf. Wenn man einen Gummifrosch im Einzelverkauf am Kiosk kauft ists auch viel teurer als die Packung im Coop.
      Regelmässige Besuche sind für alle Seiten besser planbar, sicherer und natürlich viel biliger.
      Ich gehe mit dem Vorredner einig: „Mittelhohe 5-stellige Summe pro Monat“ ist völlig unrealistisch.

  13. Es ist klar wer DIE FRAU ist:

    Eveline Widmer Schlump…

    Sie konnte es nicht mehr ertragen, dass PV nicht öffentlich zu ihr steht…nach all dem, was sie in der Finma schon für ihn getan hat!!

    • Sind Sie sicher, dass sie eine Frau ist?
      Ich kenne einige Männer, die mindestens ebenso attraktiv sind wie EWS…

  14. Eine sehr, zur Zeit, unübersichtliche Angelegenheit. Ich hoffe schwer das die Untersuchungen so gemacht werde wie die Bürger dieses Landes die Erhoffen und verdienen. Oder ob am Schluss die Untersuchungen Mundtot in verschiedenen Fällen gemacht werden. Es ist doch in allen Sparten so. Sobald es um Geld geht wird jeder zum Versuchten.

    Allerdings sehe ich so im Bankenvergleich dieses Thema eher als Randinformation und Unterhaltungsjournalismus. Haben doch andere Banken nicht nur zur Zeit sondern noch eine ganze weile mit erheblicheren Problemen zu kämpfen…

    Ganz abgesehen davon sollten Untersuchungen noch bei ganz anderen Dingen gemacht und verfolgt werden. Nur als Notiz Gesundheitswesen, Food etc… Was läuft da alles was die Bevölkerung alles wissen sollte ?

  15. Thanks Gysel: Wenn die Story, am Nebentisch im Nocciolina vom Compliance Officer einer Privatbank zu seinem Gegenüber, dass die besagte Dame angeblich in höchster Position bei der Finma tätig war, stimmt dann muss dieser Namen auf den Tisch und zusammen mit ihrem Vorgesetzten und Branson von der FINMA Payroll.

    • vielleicht hat sich der beschriebene Vorfall auch im Al Leone abgespielt. Erinnere mich nicht mehr genau, überlasse das aber gerne dem Drehbuchauthor für die nächste Staffel von „Private Banking“ des Staatssenders. #ironieoff

  16. Das ist eine extrem mysteriöse Sachlage.

    Rotlicht (Valentin Landmann ist ein Indiz in diese Richtung) kann es kaum sein: niemand würde dafür solche Summen zahlen, auch nicht als Schweigegeld. Wenn die Frau einigermassen hochklassig ist, dann geht sie eh nicht an die Medien. Und mit der Ehefrau kann man heute niemanden mehr erpressen, vor allem nicht bei einem landesweit bekannten „Charmeur“…

    Somit bleibt die Option, dass die Frau geschäftlich etwas wusste, was die Zahlung auslöste.

    Auf jeden Fall stellen sich hier steuer- und allenfalls strafrechtliche (Erpressung) Fragen!

    Herr Hässig, das ist eine ganz heisse Spur! Da sollten Sie unbedingt dran bleiben!

  17. In St.Gallen interessiert vor allem das sich anbahnende Wegelin-Notenstein-Desaster. Das ist seit einiger Zeit das Hauptgesprächsthema. Vielleicht spielt Monsieur Gisel auch hier den „Ahnungslosen“ und „Unwissenden“. Auch Konrad Hummler ist seit einigen Monaten verdächtig ruhig geworden. Vorbei die Zeiten, wo er lauthals und ungefragt zu jedem Thema „seinen Senf“ dazu gab…

    • Ganz genau, vom sonst immer so grossmauligen Hummler hört man nichts. Wieso soll Vincenz bei zwei Klein-Deals ein paar Millönchen abgezockt haben und beim riesen grossen Wegelin-Deal nicht? Das glaubt nun wirklich niemand! Zumal diese Aktien massiv überbezahlt wurden. Ich warte auf die Schlagzeile, dass Hummler ebenfalls verhaftet wurde……. Das ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit. Er wird dann wieder wehren, indem er die ganze Branche in die Pfanne haut und solche Vorgehen in der Bankenwelt als üblich bezeichnet.

  18. Geheimnisvolle Frau? Die Art von Geheimnis kann ich mir ungefähr vorstellen, aber mich erstaunt, dass hier nur die Einzahl verwendet wird.

    • Ja, der „urchige“ Bergler Pierin machte sich zu glorreicheren Zeiten einen Mordsspass daraus, möglichst viele Handynummern von denkbaren Kandidatinnen zu besitzen. Diese Nummern wurden ihm dann auch häufig bereitwilligst im Restaurant bei der Brauerei und während dem St.Galler Sauffest, der Olma, im ALP 7 „zugeschanzt“.

    • Sandra, das ganze ist möglicherweise ganz harmlos. PV ist stiller Teilhaber einer Services Firma und hat den Bonus ausgeführt!

  19. An alle, die vor Schadenfreude lachen und ein Vorverurteilung vornehmen: Auch wenn Herr Vincenz Verstösse gegen gesetzliche Vorschriften gemacht haben sollte (falls dies geschehen sein sollte, ist eine gerichtliche Verurteilung und eine eventuelle Gefängnisstrafe gerechtfertigt und die logische Konsequenz), so möge man bedenken, dass die Untersuchungshaft in der Schweiz ein kontroverses Thema ist. Sobald ein dringender Tatverdacht sowie einen weitere Komponente wie bspw. Fluchtgefahr, Kollusionsgefahr gegeben ist, kann die Untersuchungshaft angeordnet werden. Hier möchte ich zu bedenken geben, dass es keine eindeutige Definition des Begriffes „dringender Tatverdacht“ gibt. Weiter räumen die Gerichte den Behörden bezüglich dem dringenden Tatverdacht in der Praxis wohl einen erheblichen Ermessensspielraum ein.

    https://www.nzz.ch/zuerich/in-untersuchungshaft-geraet-man-schneller-als-man-denkt-1.18606606

    https://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/eklatante-missstaende-die-untersuchungshaft-ein-duesteres-kapitel-ld.115797

    Im Fall Vincenz kann man vermutlich davon ausgehen, dass illegale Verhaltensweisen gefunden werden oder worden sind (oder sonst gesucht werden bis gefunden), da sich die Staatsanwaltschaft sehr weit aus dem Fenster lehnt.

    • Das gilt wohl nur für Leute, die EXTEREEEM LANGSAAAAM denken, lieber @In U-Haft gerät man schneller, als man denkt …

  20. Aber, aber Herr Hässig!
    Sie wissen doch, dass Sie, gemäss Übereinkunft, nicht mehr in Vencent`s Vergangenheit herumstochern, geschweige denn berichten dürfen?? – Grins.. 🙂
    Weiter so.

    All zu viele warten darauf, dass die „Weggelin“-Geschichte bezw. deren Kauf mal etwas genauer untersucht würde. Der exorbitante Kaufpreis ruft gerade zu nach einer gründlichen Überprüfung..
    Auch das „Mittun“ einiger VR (Gefälligkeitsgutachten u.a.)
    wäre lt. Aktienrecht längst einer Bewertung fällig..

  21. Es gehört zu den Sorgfaltspflichten einer jeder Bank, zu prüfen, ob der Empfänger einer hohen Zahlung, der wirtschaftliche Berechtigte sein kann? Will heissen, der Geldfluss muss nachgewiesen werden. So auch, ob die geheimnisvolle Frau, rechtlich korrekten Anspruch auf die Leistungen hat?

  22. Bin sehr, sehr gespannt, was Gehrig und seine Homburger-Armada über die Millionendeals mit Wittmann ans Tageslicht holen werden …

  23. lustig, landmann will ja neuerdings auch eine politische karriere starten mit svp rückenwind.
    schön, was wir so an komischen gestalten haben in der politik, die uns weiss machen wollen, wir bräuchten diese selbstlosen patrioten.
    was ist nur aus unserer schweiz geworden. helvetia erwache!

  24. Mich würde es nicht wundern wenn wir erst am Anfang der
    „Aufdeckung“ wären. Was da so alles läuft, hatte PV überhaupt noch Zeit um die Raiffeisen zu führen? Oder war er
    nur mit seinen Firmen beschäftigt?

    • Schlussendlich werden sicher die Sponsorings beim Fussball und Ski noch hinterfragt. Auch hier wären Kickbacks möglich gewesen…

  25. Wie erkennt man einen Narzisten ?

    Dazu reicht einfach ein gute Menschenkenntnis und die Kenntnis wenige Symptome, was ein Narzist ist. Ein Narzist lebt von seiner Narc-Supply (Bewunderung und Selbstbestätigung). Ein zentraler Punkt hierbei sind auch Fremdgehen (ist nicht per se ‘Narc’) und möglichst viele weibliche Bewunderer. Eine Ausnahme hiervon sind zerebrale Narzisten, was alleine schon aufgrund IQ bei PV auszuschliessen ist. Dazu benötigt man kein Psychologie-Studium.

    In SG ist es schon länger bekannt, dass PV gerne in der besagten Brauerei mit weiblicher Begleitung auftauchte – einfach nur billig. Grössenwahn vom ‘Nasli’, zu glauben, dass man sich Alles erlauben darf, vor allem als Repräsentant einer Bank mit eher konservativen Werten. Wie dämlich muss man sein ?

    Der Anzeichen, dass PV ein Narzist und Blender ist, gab es genügend, wir sind somit wieder beim Thema VR – ein Verwaltungsrat aus Bauern (nicht negativ gemeint) hätte ausreichend Menschenkenntnisse, einen ‘Nasli’ zu durchschauen. Ausser natürlich, dieser (VR) verdient seinen Namen nicht, was heute Standard zu sein scheint. Auch diese neuen Enthüllungen, die nicht neu sind, sollen nicht Boulevard-Charakter haben, sondern die Beweiskette schliessen, die ein stimmiges Bild über einen Narzissten abgeben. Einige haben schon vor 10 Jahren erkannt, dass PV ein Blender ist, anscheinend muss man dem ganzen näher sein (VR), um dies zu übersehen!

    Der Fall PV ist noch lange nicht abgeschlossen, Narzissten sind immer für weitere Überraschungen gut. Die internen Abklärungen der RB dauern zu lange, es gibt noch genügend grundseriöse Banker, auch in SG, die man anheuern könnte – macht Vorwärts, mit jedem Tag der ungenutzt verstreicht, wird die RB geschädigt. Abgänge bitte ohne Fallschirm und/ oder Sabbatical, ihr seid doch eine Genossenschaft ?

    Noch nie in der Geschichte des Bankenplatzes SG mussten sich so viele über so wenige schämen ..

    MfG Industrial

    • Narzissmus ist zum Modewort degeneriert.

      Jeder CEO einer Grossbank zeigt offensichtlich narzisstische Aspekte der Persönlichkeit, aber eben Aspekte.

      Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung im Alltag sind viel weniger gut zu erkennen – obwohl ihr Verhalten offensichtlich wäre und viel Schaden anrichtet. Zu einem Narzissten gehören auch immer potentielle „Deckeli“ also Menschen die sich beeindrucken / benutzen lassen.

      Mein Lieblingsbuch hierzu:
      Craig Malkin: rethinking narcissism

      PS: sorry, off Topic – denke aber das sich viele mit dem Thema beschäftigen

    • @Industrial

      Richtig und wichtig finde ich die Differenzierung der @Industrial-KommentatorIn zu Ihrer Beschreibung, wie man eine narzisstische Person erkennt.
      Allzu schnell werden solch plakative Erklärungen formuliert, welche der Komplexität eines Sachverhalts nicht gerecht werden. Wenn es tatsächlich in der Geschichte des Bankenplatzes SG noch nie vorgekommen sein soll, dass „so viele sich für das Verhalten so weniger schämen mussten“, dann doch nur deshalb, weil derartige Vorkommnisse und „Klüngeleien“ in der Vergangenheit nicht oder nur sehr bruchstückhaft an die Oeffentlichkeit gelangten.

      Apropos Narzissmus: Interessant finde ich Ihre Formulierung „weibliche Bewunderer“. Daraus schliesse ich, dass es auch „männliche Bewunderer“ gibt, was dann seinerseits einem Pleonasmus gleichkommt (sic!).

    • Warum für dieses Thema entschuldigen? Es ist eine Facette im Trauerspiel um Chnaschti-Vini. Kann man durchaus hier ansprechen.

  26. Zum Thema Landmann, Valentin:

    Der nimmt doch eh nur Mandate an, bei denen er eine reelle Chance sieht, seine langsam und sanft vorgetragenen Phrasen mindestens im TeleZüri – aber lieber noch bei SRF – vorzutragen.

    Und nachdem Landmann sich ja vorstellen kann, sich (als SVP-Vertreter!) in ein öffentliches Amt wählen zu lassen, ist ja Öffentlichkeitsarbeit mehr von Nöten denn ja!
    (Nebenbei: Frische und vor allem junge Kräfte braucht das Land. Da ist ja der Valentin mit seinen zarten 67 Jährchen gerade der Richtige!)

    • Die SVP wäre gut beraten, vorgängig einer Kandidatur Landmann anlässlich eines hearings dessen Vergangenheit in gewissen Organisationen und privaten Zirkeln etwas auszuleuchten.

  27. Hier noch ein Verweis auf einen Artikel zum Thema Raiffeisen aus dem Hause Ringier:

    https://www.blick.ch/news/wirtschaft/bekannter-professor-ist-chefermittler-raiffeisen-startet-interne-untersuchung-zum-fall-vincenz-id8235712.html

    Bruno Gehrig macht mir einen integeren Eindruck. Ob er auch unabhängig ist, ist in der kleinen Schweiz allerdings eine andere Frage. Man kennt sich. Zumal er auch mal Professor an einer St. Galler Universität war …

    Und Homburger hat bekanntlich auch überall die Finger drin.

    • Tja, ich weiss nicht ob ich mit mehr als 70 Jahren einen solchen struben und vorsätzlich verzettelten Schlamassel kognitiv noch stemmen könnte und ich zudem auch über das AKTUELLE know-how hierfür verfügte. Gantenbein lässt Gisel, Schaub und Konsorten immer noch mitspielen. Taisch kann er offensichtlich auch nicht innert nützlicher Frist lösen. Schiebt in klassischer Manier die Verantwortung weiter. Ist offensichtlich nicht der independent lead director wie auf der Raiffeisen Webseite beschrieben. Die Finma selber kriegts auch nicht auf die Reihe. Ich als Gehrig würde mich fragen ob ich nur als Gallionsfigur und Feigenblatt missbraucht werde und ich meinen über Jahrzehnte aufgebauten Namen für solche xxxxx hingeben würde. Ob Homburger ihren Kollegen Niederer Kraft Frey, Bratschi etc. auf die Füsse treten werden? Einfacher Fakt bei Raiffeisen ist: Alles was von HSG kommt ist toxisch.
      Warten wir mal ab und lassen uns überraschen (im wahrsten Sinne des Wortes) und wünsche Herrn Gehrig bei seiner Aufgabe viel Kraft !

    • Besten Dank an Prof. Gehrig für seine Verdienste. Nationalbank, Swiss Life und andere Ämtli. Leider muss gesagt sein, dass er seit seinem Schlägli kognitiv nicht mehr ganz auf der Höhe für solche Aufgaben ist. Hat die Schweiz keine anderen Experten zu bieten? Dieser Filz stinkt mir langsam.

  28. Na ja, die Geschichte ist bis auf das Gebilde „I.C.H. Invest & Consulting Holding Aktiengesellschaft“ schon etwas „Stochern im Nebel“….

    Vieles ist PVs privates Ding. Das geht jetzt aber wirklich niemanden etwas an. Ausser seiner Frau vielleicht.

    Viel interessanter ist allerdings der Umstand, woher das Geld aus der der Waschmaschine „I.C.H. Invest & Consulting Holding Aktiengesellschaft“ stammt.

    LH dranbleiben!

  29. Und wer ist DIE FRAU?

    Doris Leuthard?
    Anita Buri?
    Kleopatra? (Gibt’s da Verdacht auf einen nicht-natürlichen Tod?)
    Die Biene Maya?
    Kontschita Wurst?
    Oder gar Erzbischof Haas in Frauenkleidern?

    Fragen über Fragen …

    Inspektor Clou aufm Klo ermittelt!

  30. Quelle „Bluewin“:
    Die Affäre rund um den ehemaligen Chef Pierin Vincenz hat das Image der drittgrössten Schweizer Bank ramponiert. Nun will Raiffeisen Schweiz mit einer internen Untersuchung das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen.

    Für die interne Untersuchung setzt die Bank den Schweizer Manager und Wirtschaftsprofessor Manager Bruno Gehrig als unabhängigen Chefermittler ein. Ihm zur Seite steht ein Team der Zürcher Anwaltskanzlei Homburger.

    Ich werde die Resultate der Untersuchung unabhängig und ohne Rücksicht auf interne Betroffenheit würdigen, schreibt Gehrig in einer Stellungnahme. Seiner Rolle komme eine besondere Bedeutung zu, da auch der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung Gegenstand der Untersuchung sind, hält Gehrig fest.

    In der Affäre rund um den ehemals gefeierten Raiffeisen-Boss war auch der aktuelle Raiffeisen-Chef Patrik Gisel in die Kritik geraten. Der langjährige Weggefährte von Vincenz geniesst aber weiterhin den Rückhalt des Verwaltungsrats.

    Laut Interims-Präsident Pascal Gantenbein gebe es bislang keine Anhaltspunkte, die Gisel wegen irgendwelcher Transaktionen belasten. Das zeige auch ein von der Finma in Auftrag gegebener Bericht, sagte Gantenbein Anfang März vor den Medien. Gisel und seine Crew würden deshalb das „volle Vertrauen der Verwaltungsrates“ geniessen.

    Gisel selber sagte, dass er zu keinem Zeitpunkt Hinweise auf ein allfälliges illegales Verhalten gehabt habe…..

  31. 130’000 Dollar für eine „Stormy Daniels“, meherere Hunderttausend Fränkli für diese Frau hier – den Preis wissen wir nun, bin aber gespannt auf die „Leistung“!

  32. (Witz-)Nachricht des Tages: Raiffeisen startet interne Untersuchung zum Fall Vincenz. Der Schweizer Manager und Wirtschaftsprofessor Bruno Gehrig wird als unabhängigen Chefermittler eingesetzt.

    Bruno Gehrig – ein Fortsetzung des Trauerspiel:

    Gehrig war,

    2003 – 2009: Präsident des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding.

    Genau in dieser Zeit tätigte die Swiss Life dunkle Steuer-Geschäfte in den USA (Insurance Wrapper) – https://insideparadeplatz.ch/2017/09/14/lebensluege-der-swiss-life-kracht-zusammen/

    1984 – 1991:
    Präsident der Studiengruppe Wirtschaftspolitik der CVP Schweiz.

    Da ist er wieder, der CVP-Filz.

    • Bruno Gehrig hat Erfahrung mit Beteiligungen, z. B. AWD ….

    • Ja, hat Gehrig ganz toll gemacht: Abschreiber AWD kostete der Swiss Life über 500 Millionen Franken.

      Und da wäre ja noch die UBS – während des Niedergangs sass der nun gelobte Gehrig im Verwaltungsrat.

      Gehrig war sozusagen ein (Mit-)Wegbegleiter der Finanzkrise.

    • Das wird ja immer besser: „Unabhaengige Untersuchung“. Homburger ist eine der Haus und Hof-Kanzleien der Raiffeisenbank.

    • Ein Dialog mit sich selbst, einmal als Leser und dann Als Der Bock ist immer der Gärtner😂😂😂

  33. Jetzt haben wir Schweizer vielleicht auch eine „Stormy Daniels“ Story. Nur hier wäre das Interview dann bei Tele Züri und nicht bei CNN.

    • So geil kann die CH- Stormy Daniels gar nicht sein, dass der Vincenzli so viel Kohle rüberschieben musste, die hat wohl ganz andere Sachen gemacht oder eben verschwiegen.

  34. Allmählich überlege ich mir meine allabendliche Krimi-Lektüre durch den Raiffeis’schen Fortsetzungsroman zu ersetzen. Wird ja immer amüsanter diese Story.

  35. Alles gut und recht, sofern und soweit erwiesen. Aber seit wann sind Strafuntersuchungen öffentlich, neueste Ermittlungsergebnisse jedermann/-frau zugänglich und zur freigestellten Interpretation überlassen? Oder sind alles nur Vermutungen, Spekulationen, die einer näheren Überprüfung nicht standhalten? Der bis zum Gerichtsverfahren geltenden Unschuldsvermutung laufen sie jedenfalls zuwider.

  36. Ist ja ein Freipass für Hr. Gisel und Konsorten. Machen ja nur das nach was der Chef vorlebt. Und offensichtlich werden noch Schweigegelder bezahlt.

    Und sogar Hr. Schaub, „Vorsteher“ Legal und Compliance hat seine eigene Vorgeschichte mit NC. Aber Hr. Hässig vorzuschreiben was er zu tun und zu lassen hat aber die „eigene“ Compliance, notabene als Verantwortlicher, nicht einhalten und durchsetzen. Widert einen einfach nur an.

    Offensichtlich sind gewisse Compliance Juristen wie Eunuchen: Sie wissen, wie man´s macht.

  37. Trudi, bitte erleuchte uns einmal mehr mit Deiner kruden Sicht der Dinge – wir warten alle ganz gespannt auf einen weiteren geistigen Aussetzer Deinerseits.

    • Auf die brave (wenn auch überaus unkritische) Raiffeisen-Soldatin Vreni lasse ich nichts kommen, schliesslich erheitert sie uns hier immer wieder mit ihren schönfärberischen Ansichten.

  38. Weltklasse Compliancearbeit wieder mal auch bei der LGT!

    Man muss sich das mal vorstellen… der Complianceofficer sieht eine Millionensumme von der ICH AG, deren BO Beat Stocker bzw der CEO der Aduno ist, an Pierin Vincenz gehen… und denkt sich das ist völlig normal! Hallo?!
    Weil der Beat Stocker macht ja sicher keine AGs in Liechtenstein im Treuverhältnis, um Zahlungen zu verschleiern. Nein, der Complianceofficer nimmt natürlich an, der Beat Stocker macht das, weil er so gerne das schöne Wetter in Vaduz geniesst und und Teil der wachsenden Liechtensteiner Wirtschaft vor Ort sein will.

    KYC, DD etc bei der LGT? Fehlanzeige. Inexistent, auch im Jahre 2015. Die LGT sehnt sich wohl weiterhin innigst danach, ua wieder mal vor den US Senat zitiert zu werden…

    Da fragt man sich, warum die Compliance Heads bei der LGT überhaupt noch ihre Jobs haben? Müsste da nicht mal Finanzmarktaufsicht Liechtestein einschreiten?

    Könnte man meinen… bis man sich mal die Geschäftsleitung der FMA anschaut und feststellt, dass sie aus ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsleitung der LGT besteht… tzzzZZZZtZZZZZZ

    Extend and pretend, as long as you can!

    • Ich hatte letztes Jahr ein Angebot von dieser Bank. Nach bestmöglicher Prüfung der Compliance-bezogenen Abläufe während der Verhandlungsphase habe ich dankend abgelehnt. Haarstreubend. Und weil es nicht die erste Bank war, bei der ich zu demselben Schluss kam, wirft das Fragen über die generelle Aufsichtspraktiken auf; zumidest für mich…

    • @LGT Compliance, best in class:
      Wohl ein Schreiberling von der Bankenkonkurrenz? Wie wenn das jetzt eine Ausnahme wäre. Ist doch bei allen Banken in den Compliance-Abteilungen gleich, ob Bär, UBS, CS, Vonti, LLB, VP-Bank oder LGT.
      Um drei Ecken denken die wenigsten Compliance-Polizisten, sind treue Befehlsausführer, ohne strategisches Denkvermögen.

    • @Stromberg.

      Klar, ich bin von der HSBC Private Bank (Suisse).
      Wir haben nie Probleme mit der Compliance. Bei uns ist seit Jahrzehnten alles 100% in Ordnung.
      Darum hat sich die LGT Bank auch 2015 entschieden, 7 Milliarden an Kundenassets ohne(!) eigene Prüfung zu übernehmen und ausschliesslich auf die Compliance von HSBC zu vertrauen.

      You can’t make this sh*t up. Hilarious.

      Was wir natürlich dabei nicht erwähnt haben, ist dass etwa jeder fünfte Kunde zB gar nicht durch seinen hinterlegten Pass/ID identifizierbar ist (nur schwarze Silhouette beim Photo wegen miserabler Kopierqualität der 90er). Von so netten Sachen wie handgeschriebenen(!) Pässen von ausländischen Botschaften in Istanbul mal ganz zu schweigen…

      Viel Spass, LGT! Unsere Complianceabteilung hat gejubelt. Das war eine richtige Party nachher.

  39. Tricksen, Trügen und Tarnen von ganzen Seilschaften um sich gegenseitig Kohle, Geld das einem eigentlich nicht gehört, zuzuschanzen. Raiffeisen ist sicher kein Einzelfall. Nach aussen sich honorig gebende Anwaltskanzleien stellen gegen schönes Honorar und sonstige Leistungen „Gutachten“ aus die solche Praktiken noch legitimieren sollen.

    Und offensichtlich wird dies von unseren Politikern mitgetragen und es zeigt anscheinend, gemäss Bilanz Artikel, dass Politik in der Schweiz käuflich ist. „Geld stinkt nicht, wenn es von Raiffeisen kommt, sagten sich Politiker von links bis rechts (gem. Bilanz). Wahlversprechen abgeben, Geld kassieren und dafür dann schweigen oder andere „Sachen“ machen. Weit haben wir’s gebracht und schöne Vorbilder für die eigenen Kinder, die Familie und den Bürger.

    Jetzt ist einem auch klar wieso die Politiker keine fremde Richter wollen.

    https://www.bilanz.ch/people/gut-und-bose

    • Super Kommentar. Soll ich Ihnen noch sagen, wieso Leuthart als VR Mitglied bei Raiffeisen vorgeschlagen wird, falls sie dann mal als BR aufhört? Weil die CVP geschlossen für die Beibehaltung des Bankgeheimnisses für Schweizer in der Schweiz gestimmt hat. Andersherum: die paar Prozent IV Bezüger welche betrügen dürfen nun schamlos überwacht werden, wie die Bürger in Nordkorea. Dafür werden diejenigen welche bei den Steuern betrügen gesetzlich geschützt. Die Schweiz ist ein verluderter, abgehalfteter Staat. 250’000.– für die Sanierung eines einzigen Duros. Wie hoch war die Parteispende an die SVP durch die Mowag? Werden wir nie erfahren. Eine Offenlegung wird durch genau diese Partei und die anderen Bürgerlichen bekämpft. Warum wohl? Drittweltstaaten agieren auch so, zum Wohle ihrer Despoten. Aber der Schweizer Wähler hat lieber keine Minarette, keine Burkas, keine Menschen- und Völkerrechte. Dafür werden Referenden angeführt durch die SVP, wie z.Bsp. das gegen das Glücksspiel, durch ausländische Spielkasinos bezahlt. Fremde Gelder um unsere Demokartie zu unterhöhlen, das ist dann der SVP aber recht. Wann endlich erwachen die Wähler dieser Partei? Generell der Bürgerlichen? Ich nehme an, der Schweizer lässt sich sogar noch die AHV wegnehmen, die PK begrenzen, finanziert unsinnig hohe Medi-Preise ergo KK Prämien usw usf. Hauptsache er wird verarscht. Dazu noch der selbstbedienungsladen Finanzplatz Schweiz. Finma? Geführt durch einen Namens „Libor“ Branson….. Sagt doch alles aus. Blender wo man hinsieht….. Und jetzt habe ich die Schnauze voll. Der Garten ruft, die Sonne scheint (nein, nicht das $VP Sünneli das diesen Hurrabrüllern zum Ar… heraus scheint), die Vögel pfeifen. Was will man mehr…..

    • Tönt fast wie der Blick oder der Tagi. Mitgliedskarte der Partei wurde präsentiert !

  40. Bei Vinzenz & Co. wird nun so aufgearbeitet wie es von einer funktionierenden Aufsicht und Ermittlung erwartet werden muss.

    Damit wird der Focus exemplarisch auf die causa Vinzenz gerichtet.

    Wo bleibt dagegen die längst überfällige Aufarbeitung all jener Insiderdeals mit Hilfe der Pensionskassengelder, wo ganze Zirkel (PM im Verbund mit Stiftungsräten) durch front running und Insiderinfos sich das Honorar erklecklich aufpolieren?

    Dort wurden praktisch alle Verfahren mangels Beweisen eingestellt, weil die Protagonisten schlau genug waren alle möglichen Beweise zu vernichten, bzw. nur mündlich und bar Transaktionen abwickelten; diese dann über ausländische Schwarzkonten abrechneten.
    Diese Protagonisten laufen frei herum; suhlen sich auf ihren Insider-Millionen und zeigen mit Häme auf den Fall Vinzenz. Denn dieser lenkt willkommenermassen von den eigenen „Transaktionen“ ab.

    • Was meinen Sie, warum BR Ueli Maurer,damals als Finanzminster meinte, die Panamagelder Sache gehe doch voll in Ordnung? Irgendwie müssen ja seine Gspänli eine weisse Weste erhalten….

  41. Das Steueramt muss dringend bei der Frau nachfragen: Wurde das erhaltene Geld von ihr sauber versteuert (Schenkung, Einkommen)?
    Andere Frage: Ist eigentlich der Gisel noch im Amt? Hat Raiffeisen bereits einen Nachfolger gefunden?

    • Natürlich ist PG noch im Amt. Er ist ja schliesslich Teil der Lösung. Glaubt er zumindest…..

    • Raiffeisen hat heute bekannt gegeben, dass Prof. Dr. Gehrig indirekt mit der Suche eines Nachfolgers betraut wurde.

    • @Max: einzige Fakten sind, dass Raiffeisen bekannt gegeben hat, dass Prof. Gehrig zusammen mit der Wirtschaftskanzlei Homburger eine unabhängige Untersuchung durchführt. Full stop.

  42. Herrlich, jetzt hat die Story alles, der Landmann Valentin ist auch dabei, er ergänzt die ganze Anwaltsclique die auch noch ein paar Fränkli aus der Causa PV ziehen!

    • Es fehlen noch ein paar Politiker, man müsste mal schauen wer nichts zu Raiffeisen sagt.

  43. Achtung: Letzter Absatz…Avaloq-Beteiligung….davon werden wir in kürze noch viel hören…..höchst kritischer Deal zwischen Vincenz & Fernandez.
    Ein riesen Desaster mit dem neuen IT-System steht bevor…
    Grüsse, Mann ohne Gurt aber mit Bart

    • Um ein Glas Milch (neue Software) trinken zu können, hat man gleich auch noch die Kuh-Herde gekauft; zum Software-Risiko brauchte man auch noch ein Beteiligungs(kurs)risiko. Wieso wohl?

      „Diversifikation“ à la PV bzw. Raiffeisen?

    • Avaloq hat damals den Raiffeisen-Deal und später die 10 %-Beteiligung unbedingt gebraucht (im gleichen Zeitraum auch noch einen Sanierungskredit von der CS).

      Würde mich nicht überaschen, wenn Fernandez bei seinem Freund Vincenz noch ein bisschen nachgeholfen hat…

  44. Und am Ende wird sich noch rausstellen, dass der sympathische, bescheidene Bergler nur ein armes Opfer seiner Triebe wurde und sich von skrupellosen Frauen ausnehmen liess. Etwas billig, diese Wendung.

    • Ui, ui, ui, wenn die die Nadja dies nicht gewusst hat. Das wird ein Wiedersehen zu Hause. Vom Regen in die Traufe und nun auf dem direkten Wege in den Orkan. Frauen sind unerbittlich und gnadenlos . . . . .

    • @Gspusi
      Die Ehefrau weiss es IMMER – wenn da überhaupt was in die Richtung ist, für mich gehen die Zahlen nicht auf (viel zu hoch)!)
      Aber solange der Gesamtdeal stimmt und es nicht öffentlich wird – Frauen sind da sehr rational.
      Ich glaube Nadja wird es aktuell wie der Hummler machen – möglichst nicht auffallen und hoffen, dass nicht noch ein Strafverfahren eröffnet wird. Wer hat denn die Deals abgesegnet? Wer hat nicht kontrolliert?
      Zumindest im Finma Enforcementverfahren wird es wohl noch viele Berufsverbote geben. Bin gespannt gegen wie viele Personen…

  45. Das Ländle hat sich doch so bemüht, nach dem Datenklau rasch sauber zu werden. War auch nur vordergründig. Die Compliance scheint keinen Deut besser zu sein, als in der Koks City Zürich. Dass die Schweiz nicht schon länger und aggressiver gegen Stiftungsvehikel mit CH-Begünstigten vorgeht ist sowieso ein Rätsel. Wohl zuviele aus Bern sind selbst verbandelt.

  46. Die heisse Phase hat erst begonnen.

    Ich denke allerdings, dass bei Julius Bär noch ganz andere Leichen gefunden würden, würde man sie denn finden. BC ist noch nicht in Genf angekommen, wetten?!

  47. Ich habe grosse Lust, die Causa Raiffeisen in das Drehbuch eines Thrillers zu giessen.

    Wetten dass sich die Hollywood Filmindustrie darum reissen würde.

    „Taxi“-Chauffeur … keinerlei Verdacht auf einen nicht natürlichen Tod.

    Naja, vor kurzem wurde ja von einem Berner Professor eine Untersuchung publiziert, dass erschreckend viele Todesfälle nicht natürlich erfolgen, jedoch mangels Nachforschungen und Verschwiegenheit der Angehörigen als natürlich abgelegt werden.

    Hätte ein „fiktiver“ Film „Crime-Banking“ eventuell auch Tote „anzubieten“?

    • Klar gibt es noch mehr Akteure in diesem Trauerspiel.
      Z.B. Pierin Vincenz’s erste Ehefrau!

    • @Ameise: Schliesse mich an. Bankers (der oberen Etage) und insbesondere diejenigen der Grossbanken sind ihren Preis in keiner Weise wert. Aber, leider macht der Markt, den Preis.

  48. Die Triebkraft des Geldes lässt den Mensch zur Hyäne werden !!
    Leider wirft das Bild des Raiffeisenbankers ein noch schlechteres Licht auf alle Banker !

  49. LH jetzt die Filmechte sichern – die Story überflügelt jeden US-Thriller.
    Bin mal gespannt, wo noch überall Konten (und Frauengeschichten oder noch mehr) auftauchen.

    • Angiolina und George stehen schon zu Verfügung….
      Gordon Gekko auch übrigens ….
      Bei der Regie haben wir noch einige Frage offen…

      P.S.: als Hinweise müssen wir leider die Erwartungen tief halten, da die „Fiktion“ kaum die „Realität“ annähern kann, sonst glaubt das Publikum nicht!

    • Ich würde eine Tv- Serie vorschlagen, die trüben schw. Banker geben bestimmt noch jahrelang Stoff dazu. Titel: Paradeplatz-Blues, Züri-Vice, Last Banker Standing, the Desperate Bankers, der Wilderer an der Limmat (Heimatroman), X-banker files etc. Besetzung: ein Blokker, als der Alte, für die Kommissarin gibts genügend ex-Missen aus Politik und Szene.

  50. Mit dem Bericht vor Ostern über eine mögliche Freilassung von Vincenz aus der U-Haft, demaskierte sich Tamedia gleich selbst: Der Zustand im Kerngeschäft «Tages-Anzeiger» ist desolat. Hauptsache hohe Klickzahlen. Überrascht nicht; die Leserzahlen sind gemäss neuster Wemf-Studie massiv eingebrochen.

    Ebenso versuchte Michael Ringier mit dem Bilanz-Artikel «Free Pierin» PV freizubekommen.

    PV (und Stocker) werden noch eine Weile in Zürich domiziliert sein. Ermittlungen in Sachen Wirtschaftsdelikte dauern. Doch das Wesentlich ist, die Staatsanwaltschaft ermittelt und bekommt Tag für Tag neue Erkenntnisse. Und ich bin überzeugt, der eine oder andere (PV, Stocker) hat mit Singen begonnen.

    Ob TA oder Ringier – beide Verlagshäuser wissen dies sehr wohl. Dennoch wird willentlich versucht die Leser zu täuschen. Daher passend die gestrige Schlagzeile: «Vertrauen der Jugend in Journalisten schwindet».

  51. 44 Tage in Haft sind kein Zuckerschlecken. Erst recht nicht für den Bündner Zampano, welcher den grossen Auftritt, die mediale Aufmerksamkeit und die Bücklinge seines Hofstaats liebte.

    Tja, Hochmut, Überheblichkeit und Narzissmus kommt vor den Fall. Und dieser Fall ist tief. Die soziale Ächtung für PV wird maximal sein, wenn er dann aus dem Gefängnis entlassen wird. Da empfehle ich ihm folgende zwei Tätigkeiten:

    A Das Schreiben eines Buches
    Sinniger Titel „Mein Leben davor, während und danach“. Gemeint ist damit natürlich das Gefängnis. Das Buch wird ein Beststeller und kann in den Schalterhallen der Raiffeisen zum Vorzugspreis aufgelegt werden.

    B Auswandern
    Am besten nicht ins Fürstentum Liechtenstein. Sondern mit First Class-Flug und one way Ticket in die USA. Vielleicht gewährt Hans F. Vögeli, ehemaliger CEO der ZKB, auf seiner Ranch im Nevada Unterschlupf resp. Asyl. Sozusagen zwei gefallene Engel unter einem Dach …

    • Pierin Vincenz (Raiffeisenbank) und Hans Vögeli (Zürcher Kantonalbank) haben so manches gemeinsam – unter anderem auch Lukas Hässig.

      LH, damals noch Tages Anzeiger: Vögeli versuchte mit Inseratestopp ggü. dem TA Druck auszuüben, damit LH mit Berichten über ihn (Vögeli) aufhört. Damals hatte TA noch Pep, die Drohung verlief im Sand.

      Die Machenschaften von Vögeli wurden aufgedeckt und musste gehen – auch ein Verdient von LH.

    • Der Typ hat ja eine gewaltige erogene Ausstrahlung auf Frauen. Spätestens ein halbes Jahr nach Freilassung gibt es dann Push Stories in allen Blättlein von Ringier und TA.

    • Karl Leser scheint ein (ehemaliger) ZKB Insider gewesen zu sein. Da gab es doch den medienfreundlichen Kommunikations-Mitarbeiter, der von den Journalisten mit einer Auszeichnung gekürt wurde.

    • Karl Leser scheint ein (ehemaliger) ZKB Indider zu sein. Da war doch der medienfreundliche Kommunikatinsmitarbeter, der von den Journalisten mit einem Preis gekürt wurde

  52. Und immer wieder und auch hier: „Cherchez la femme“. ________________________________ jetzt fehlen nur noch „Panama“ – und die Paradise – Paper :-).Mit I. C. H. beim Fürst im Ländle ist nun ein weiteres Puzzle-Stück aus der Dunkelheit ans Tageslicht gezerrt worden: „die Motten werden immer unruhiger, die Frühlingssonne in St. Gallen, lässt sie ins letzte Schwirren geraten.“

  53. „Die Ermittler wollen wissen, ob die Geschichte … ein Motiv für hohen Geldbedarf von Vincenz sein kann.“

    „Hohen Geldbedarf“ hat grundsätzlich jeder Bankster. Ergo müssten die Behörden noch bei Hunderten von weiteren Bankern die versteckten „Motive“ abklären. Könnte ja ganz interessant sein …..

    • „Die Zahlungen liefen unter dem Titel Familienangelegenheit.“ Ich finde den Buchungssatz Familienangelegenheit sehr kreativ. Ich kenne auch eine Finanzinstitut in Form einer AG wo Familienangelegenheiten ins operativen Geschäft einfliessen.

  54. Landmann hat auch überall seine Finger im Spiel, wenn es um prominente Fälle geht und vorallem um Geld. Seine Bekanntheit führt wohl zu Verblendung im grossen Stil bei vielen Mandanten, denn Landmann verliert die meisten Fälle die er betreut.

    • Man muss unbedingt erwähnen, dass Herr Dr. Landmann unsem SVP sehr nahesteht. Märssi.

    • „Landmann verliert die meisten Fälle die er betreut
      Genau. Die Bühne Gericht und Mandanten schenen nicht so wichtig für V.L.Hauptsache er ist in den Medien. Verfolgt man seine Medienfälĺe und deren Ende vor Gericht so würde man sagen grandios gescheitert.

    • Dass er Landmann angeblich „die meisten Fälle verliert“, hat nur damit zu tun, dass lediglich Kunden die zum Hals in der Schei..e stecken, die Dienste von Herrn Landmann beanspruchen – in der Hoffnung, er rettet ihnen zumindest den Kopf.

    • @max zu einem Strafrechtler geht man eigentlich nicht, wenn man einen Lottogewinn gemacht hat sondern, wie sie es nennen „in der Sch… steckt“.

      Ein guter Strafrechtler zieht aber nicht nur den Kopf, oder bei LV die Spitze der Nasenspitze aus der Schlinge, sondern den ganzen Körper.

    • Richtig! Christoph Zobel kam zu spät, hatte keinen Hochschein vom Fall. Wollte zuerst Bargeld, beantwortete Telefonanrufe vom Chef und eine Verteidigung fand auch nicht statt bei der Staatsanwaltschaft. Am Schluss sackte er noch ein Honorar ein um die Schlussabrechnung zu senden.
      Seid gewarnt, die angehende Anwältin brauchte damals 3 Formulare beim Antrittsbesuch um die Personalien richtig aufzunehmen.

  55. Sehr interessant. Wenn das stimmt und die Frau ‚mehrere Hunderttausend Franken‘ erhalten hat, stellt sich natuerlich die Frage wofuer. Dass es lediglich darum ging, eine Beziehung nicht publik zu machen, halte ich fuer unwahrscheinlich. Der Betrag scheint zu hoch. Zudem spricht dagegen, dass man sich in Vincenz‘ Haus traf. Waere sehr interessant zu erfahren, wofuer dieses Geld floss und was die geheimnisvolle Dame zu erzaehlen haette…
    Lukas Haessig scheint zu wissen, um wen es sich hier handelt (Sie streitet den Geldempfang ab‘).

    • Man hört jetzt allenthalben das Gras wachsen. So munkelte heute Morgen am Nebentisch im Nocciolina der Compliance Officer einer Privatbank zu seinem Gegenüber, dass die besagte Dame angeblich in höchster Position bei der Finma tätig war. Die grossen Geldbeträge könnten somit erklären, warum die Untersuchungen der Behörde so lange auf sich warten liessen.
      Lasst uns diese wunderbare Vincenz Geschichte doch noch ein wenig weiterspinnen. Die IP Leser, gemeinsam mit LH, liefern das Drehbuch für die nächste Seifenoper bei SRF – als Nachfolger des kümmerlichen Zweiteilers „Private Banking“.

  56. Dies war eigentlich ein Leserbrief, den ich der NZZ zugestellt habe. Es gab ein unübliches Hin und Her über Stil und Länge und wurde nicht veröffentlicht.
    Hier also meine Gedanken zum PV/Raiffeisenfall

    Darf ich mal eine kleine Rechnung aufmachen? Nach meinem Wissensstand gibt es (immer noch) 255 Raiffeisen Genossenschaften. Mal 7, da komme ich auf gegen 1800 VR’s und VRP’s. Hat sich von diesen je einer gegen die schon lang bekannten Misstände im Hauptsitz öffentlich geäussert? Meines Wissens nein. Ich tue es hier als Ehemaliger.
    Die Vorwürfe an die im Titel genannte Crew sind hinlänglich bekannt, auch das von Ihnen
    in den letzten Jahren zusammengekaufte Firmenkonglomerat ist beschrieben. PV wusste es zu stricken, dass seine iFinance Management immer dabei war.
    Investitionen von fast 1 Milliarde. Wieviel Wert haben diese Einkäufe noch? Notenstein serbelt schwer, viele Zukäufe waren überzahlt. Wer hat das alles finanziert? Im Prinzip wir, die GenossenschafterInnen, denn uns gehört doch diese Bank !!
    Warum erwähne ich alle diese längst bekannten Fakten?
    Ganz einfach weil ich mich für bescheuert, äusserst einfältig und dumm vorkomme. Ich war während vielen Jahren im VR einer Raiffeisenbank und das für sprichwörtlich einem Butterbrot. Ein mal im Jahr gönnten wir uns ein Nachtessen auf Kosten der Bank. Wir erfüllten unseren Job in der Meinung, dass Raiffeisen eine gute Idee ist, für die man auch mal Frondienst leisten kann. Dann hatte ich den Job als Präsident des VR einige Jahre inne. Fast mit schlechtem Gewissen erhielt ich gegen Ende meiner Amtszeit dafür ein paar tausend Franken pro Jahr…..Dafür handelte ich mir von der Revision aus St.Gallen einige Kritiken ein, Kleines Beispiel; unser cost/income ratio von 72 % sei viel zu hoch. (Als Vergleich: Notenstein 2014: 95,7 % / 2016: 84,6% !!!) Mit andern Worten; im 2014 gingen dort von einem Franken 95,7 Rappen an Kosten, vor allem Personal drauf…unglaublich!
    Ein weiterer Fakt ist ebenfalls unglaublich und den kann ich nicht verstehen. Der VR in St.Gallen hat keine Kontinuität! Wenn in den nächsten zwei Jahren von 12 VR’s 8 (mit Rüegg 9) austreten, dann zeugt das von einer krassen strategischen Fehlleistung des VR’s und VRP’s.
    Die Kontinuität in einem VR ist die Basis für effizientes Arbeiten. So etwas wäre mir nie passiert! In Anbetracht des Gesamtschadens würde es gerade noch fehlen, wenn die bankfremden Kulleraugen aus Bern in dieses Gremium gewählt würden.
    Anlässlich eines Treffens am 2.4.2003 mit PV fiel von ihm folgender Satz (habe ihn mir notiert):
    „Wer sich in die Augen schauen kann, muss sich weniger auf die Finger schauen“
    Wie wahr, wie wahr!
    …und was muss ich von dem PV Nachfolger PG halten? Unschuldslamm? Kein Kommentar!

    • Sorry, warum mit einem Leserbrief zur NZZ, da haben sie mehr Chancen einen Hetzleserbrief gegen die chinesische Führung im Parteiorgan der chinesischen KP zu platzieren! Guyer befiehlt was zu lesen ist, sogar beim TA hat er Einfluss auf Artikel, besonders wenn seine Frau drin vorkommt!

    • Für Ihren Frust, den Sie sich hier vom Herzen schreiben und die Ueberlegungen, welche die stolze NZZ lieber unterdrückt, weil sie an die Leitplanken des Mainstream grenzen, habe ich vollstes Verständnis. – Ich bin auf die andere, längst tickende Zeitbombe unter Raiffeisens Dächern gespannt. Deren Hypothekargeschäft ist im Vergleich zur Konkurrenz unter Vinzenz überproportional gewachsen. Dies in einem – wegen der zentralbankverschuldeten Geldschwemme – inzwischen hart umkämpften Markt. Das kann ich mir nur damit erklären, dass sich Raiffeisen mindestens zwei höchst problematische Wettbewerbsvorteile erschlossen hat: günstige Refinanzierung zulasten krasser Disparitäten im Bereich der Fristenkongruenz einerseits und grosszügige Tragbarkeitsprojektionen bei langlaufenden Festhypotheken. Letzteres deutete Gisel immerhin an, als er das Ruder übernahm und die ihm sicherlich wohlbekannten Leichen im Keller durch sein letztlich an der Finma gescheiterten Spezialprogramm zur Eigenheimförderung junger Familien legalisieren wollte…

    • Beispiel zeigt wunderbar, wie die abgehobene NZZ jegliche Regung und Meinung aus dem Volk abwürgt. Unter dem Argument „stilistisch“ kann jede wertvolle Lesermeinung mundtot gemacht werden.

      Nur wegen solchen Filtern wurden die Skandale Swissair und UBS-Fiasko auch ermöglicht Herr Chef Guyer.

      Die selbstgefangene, mutlose NZZ schafft sich so selber ab. Selber schuld.

    • Besser spät als nie! So würde ich Ihr Bekenntnis umschreiben. Ihrem Schreibstil und weiteren Attributen nach waren Sie wohl der typische VR und später VRP einer Raiffeisen, der gemäss dem Credo dieser Bank und deren gutem, ursprünglichen Zweck handelte und glaubte – wohl etwas zu naiv – dass so ein Desaster, das sich nun bei diesem honorigen Institut anbahnt , nie vorkommen könnte. Anzeichen für Unregelmässigkeiten, statutenwidrige Vorgänge etc. (auch die zitierte Äusserung von PV gehören dazu), erkannten Sie zwar, handelten aber nicht. Ich weiss selbst, dass dazu nochmals eine gehörige Portion Mut, Überwindung und Furchtlosigkeit gehört und die Gefahr gross ist, als unliebsamer Kritiker und Nestbeschmutzer da zu stehen und mit Häme von Mitmenschen eingedeckt zu werden. Es gibt jedoch Situationen im Leben, welche eben eine solche Furchtlosikeit verlangen, damit man später wieder ruhigen Gewissens in den Spiegel schauen kann.
      Immerhin, Ihre späte Offenbarung ist trotzdem lobenswert und verdient Respekt!

    • Danke für diesen öffentlichen Brief.

      Stimmen wie Ihre fehlen leider in der öffentlichen Diskussion.

      Das Genossenschaftsrecht sowie der vorgebliche Zweck Raiffeisen wurden leider systematisch missbraucht.

      Genossenschaften orientieren sich nicht am Gewinn, sondern am Zweck. Die Erfüllung des Zwecks sollte Priorität haben solange das c/i langfristig nicht 100% übersteigt. Leider dient der Zweck heute nur noch dem Marketing. Der Zweck wurde praktisch durch Wachstums- und Gewinnziele ersetzt.

      Die VR und VRPs der Regionalbanken könnten dies ändern. Ich glaube aber, dass sich die VR und VRP es wiederum nicht schaffen werden, sich angemessen zu ORGANISIEREN. Bei der Wahl der neuen VR für Raiffeisen Schweiz müssten sie sich auf wenige Auswahlkriterien einigen und diese DURCHSETZEN. Ich befürchte jedoch, dass sie sich wegen der Kurzfristigkeit vor vollendete Tatsachen werden stellen lassen.

      Ein Kommentator schrieb treffend, dass die Delegierten für / von Raiffeisen Schweiz „handverlesen“ werden. Was sind die Interessen dieser Delegierten? Wie sind diese organisiert – treffen Sie sich NUR einmal im Jahr an der GV quasi zum Meet-and-Greet?

      Diese Krise ist eine Chance für eine Neuorganisation der ländlichen VR / VRPs und eine neue Ausrichtung / Auftragsdefinition von Raiffeisen Schweiz.

    • Wenn die NZZ für diesen Leserbrief keinen Platz findet, kann sie dicht machen.

    • Als Antwort auf einen NZZ-Artikel „Messi läuft wenig, trifft viel […]“ hatte ich die NZZ auf facebook als FDP- und McKinsey-Jünger verspottet. Dies hat mir auf facebook eine geharnischte Antwort der NZZ eingetragen, u.a. mit der Aussage, ich hätte den Artikel nicht gelesen und wolle nur provozieren 😀 . Lächerlich!

      Aber es geht in die gleiche Richtung, wie das, was @Ein-past-VRP passiert ist.

      Nebenbei: Im Gegensatz zu heutigem „Best Practice in Human Resources“ halte absolut nichts vom Messen irgendwelcher einfacher Kennzahlen um einen Menschen zu bewerten, aber sei’s drum …

      Die NZZ steuert eh auf eher turbulente Zeiten zu: Die meisten Manager aus der Finanz- und Versicherungsbranche, die früher NZZ gelesen haben, sind des Deutschen eh nicht (mehr) mächtig …

    • Nochmals der past VRP
      Herzlichen Dank für Eure feed backs, sie tun gut!
      Zur Klärung: ich bin seit 8 Jahren aus dem Geschäft raus, aber man bleibt eben „ Raiffiseler“
      Werde alles Geschriebene an Herr Guyer NZZ übermitteln, jedoch keine Antwort erwarten

    • Seh ich das richtig, dass sich die hochwohlgeborene NZZ nun am Freitag dem 13. doch noch zu einem Abdruck „durchgerungen“ hat 🙂
      Werden sie vielleicht in Zukunft auch den einen oder anderen Artikel von lh abdrucken?

  57. Ist das die adrette Dame, mit der der fesche Bergler Pierin ab und zu in seinem einstigen Stammlokal bei der Brauerei in St.Gallen dinierte?

    • Relativ jung?
      Blond?
      Grosse Brille?
      Und auf ihrem LinkedIn Profil steht nicht, dass sie mal bei FINMA arbeitete?

    • @Wiehrin: ich höre immer nur Finma?! Vincenz soll also Geld an eine Mitarbeiterin der Finma überwiesen haben, versteh ich das richtig?!
      Also wenn das so ist, dann würde das so Einiges erklären. Dann haben wir hier eine Staatsaffäre!

      Und Gehrig mit seiner CVP Vergangenheit ist natürlich die falschesmögliche Person für Aufklärung!

    • @wieherin prinz-enz: genau, das is sie…einzig mit grosse Brille meintest du wohl etwas anderes

    • @ Mysterium:
      Keine Ahnung, ob die Dame bei FINMA gearbeitet hat oder nicht. Ich weiss auch nicht wer sie ist. Ich habe nur Fragen gestellt.

      @R, schneider:
      Mit grosser Brille meinte ich eine Brille mit grossen Gläsern.