Bumm, Crash: Raiffeisen verschiebt IT-Umstellung

Die Termine Auffahrt und Pfingsten sind vom Tisch – Wann Avaloq voll geht, steht in den Sternen – Riesenblamage für CEO Gisel.

Patrik Gisel steht vor einem Scherbenhaufen. Sein Paradeprojekt Avaloq-Einführung ist gescheitert. Damit erleidet der CEO der Raiffeisen seine grösste Niederlage.

Die Raiffeisen bestätigt auf Anfrage, dass die geplante Einführung der neuen Avaloq über Auffahrt und Pfingsten gestoppt worden sei. Diese Migrationen würden „sistiert“, sagt die Sprecherin.

„Wir wollen zuerst die Erkenntnisse der ersten Tranche umsetzen, um dann ein System auszurollen, das noch besser auf unsere Raiffeisenbanken abgestimmt ist.“

Nun ist völlig offen, wie es mit dem ACS, wie das neue grosse Informatik-System für die 255 Raiffeisen-Banken quer durch die Schweiz heisst, weitergehen soll.

„Die weiteren Migrationsfenster werden geplant, wenn das System einen nachweislich befriedigenden Status für die Banken hat und eine zweite Pilot-Tranche erfolgreich mit einer kleinen Anzahl Banken durchgeführt werden konnte.“

Die Aussage „nachweislich befriedigender Status“ lässt aufhorchen. Sie besagt, dass das Avaloq-System der Raiffeisen, das 500 Millionen gekostet hat, überhaupt nicht auf dem nötigen Stand ist.

Es funktioniert nicht.

Die Folgen reichen weit. Erstmals muss die Raiffeisen-Spitze offiziell zugeben, dass die ganze Operation nun teurer zu stehen kommt.

„Die Neugestaltung des Migrationsablaufs führt je nach Dauer des Migrationsfensters zu zusätzlichen Kosten, wobei das bisherige Projekt-Budget noch Reserven aufweist.“

Die Raiffeisen begründet das Stoppen des Projekts ohne Angabe, wann es weitergehen soll mit der Ausbreitung, mit der Komplexität eines solchen Vorhabens.

„Die Einführung eines Bankensystems ist grundsätzlich eine sehr komplexe Angelegenheit – insbesondere bei der Raiffeisen Gruppe mit ihren 255 Raiffeisenbanken und der vielschichtigen Organisationsstruktur.

„Aus diesem Grund wollen wir die Migration aller 255 Raiffeisenbanken schrittweise angehen, um mögliche Risiken zu minimieren.“

Ein Insider berichtet, dass zuletzt gar nichts mehr gelaufen war. Nur gerade zwei der geplanten 200 Banken, die über die Festtage im Mai hätten auf ACS umstellen müssen, würden auf das neue System wechseln.

In einem Fall geht es um eine Raiffeisenbank, die mit einer anderen fusioniert. Im anderen Fall gehen die „Transaktionsnummern“ aus. Was das bedeutet, wollte die Zentrale in St. Gallen nicht sagen.

Für Patrik Gisel ist das Scheitern von Avaloq dramatisch. Er steht wegen der Affäre um Pierin Vincenz, der immer noch im Gefängnis ist, seit Monaten unter Druck.

Von einer erfolgreichen IT-Einführung erhoffte sich Gisel einen Zwischenerfolg. Immerhin hätte er dann sein wichtigstes Projekt umsetzen können.

Die Probleme wuchsen ihm jedoch über den Kopf. Bereits die Einführung bei 22 Banken über Silvester war ein Murks. Aufgrund des instabilen, nicht fertigen Avaloqs hätte sie niemals erfolgen dürfen.

Doch die Projektleitung – es handelt sich um enge Vertraute von CEO Gisel, die alle von ihm von aussen zur Raiffeisen geholt worden waren – wollte unbedingt beweisen, dass sie auf Kurs ist.

Bald zeigte sich, dass der Raiffeisen-Computer an allen Ecken und Enden stottert und holpert. Höhepunkt war, als bekannt wurde, dass die Zinsen bei Hypotheken falsch berechnet würden.

Ein Gau. Ein Crash. Ein Desaster.

Ein Gesprächspartner glaubt trotz den Schwierigkeiten, dass Gisel und seine Leute das Avaloq-System irgendwann erfolgreich bei den 255 regionalen Raiffeisenbanken einführen würden.

Mit welchen Kosten auch immer. Kostenüberschreitungen gehören zu Gross-IT-Projekten.

Doch selbst wenn dieser Fall eintreten wird, sieht die Lage für Gisel nicht gut aus. Denn bei Avaloq handelt es sich um seinen dritten Versuch, eine neue Informatik für seine Raiffeisen einzuführen.

Mit der Raiffeisen Informatik AG war er in den Nullerjahren gescheitert, ebenso mit IBM zur Ablösung des alten Systems namens Dialba ums Jahr 2010 herum.

Der dritte Versuch hätte den Durchbruch bringen sollen. Nun aber stockt auch Avaloq.

Gisel kann die Verantwortung nicht auf andere abschieben. Er hat zusammen mit seinem damaligen Chef Vincenz den Vertrag mit Avaloq-Boss Francisco Fernandez ausgehandelt.

Und Gisel war es auch, der im letzten Herbst mitten in den Anfängen des Vincenz-Krimis die 51 Prozent am Avaloq-Jointventure namens Arizon an die Zürcher IT-Gruppe verkaufte.

Zudem hatte Gisel auch entschieden, die 10 Prozent-Beteiligung an der Avaloq-Gruppe an die neuen Avaloq-Grossaktionäre, eine angelsächsische Private Equity-Firma, zu verkaufen.

Gisel hat also alle Vorteile und alle Macht, die er über Avaloq gehabt hatte, preisgegeben. Und das zu einem Zeitpunkt, kurz bevor er die ersten rund 20 Banken aufs neue System überführte.

Warum gab Gisel diese Trümpfe so früh aus der Hand?

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158 Kommentare zu “Bumm, Crash: Raiffeisen verschiebt IT-Umstellung

  1. War ja absehbar, dass das nicht klappt mit der Verschiebung von Ostern auf Pfingsten. Ein Projektleiter der glaubt, in einem Monat lösen sich die Probleme in Luft auf, glaubt wohl auch an den Zitronenfalter….

  2. Die 255 Raiffeisenbanken finanzieren die Teppichetage in St.Gallen. Ich wundere mich, dass diese Banken zusammen nicht ein Machtwort sprechen um diesen Saustall wieder sauber zu kriegen.

  3. Diese Leute reden immer gerne davon, dass Sie „Risk-Taker“ sind, um Ihre hohen Vergütungen zu rechtfertigen. Nun, dann sollen die Veranwortlichen das sogenannte Risiko tragen und gehen!

  4. Habe eben das Interview von Gantenbein in der NZZaS gelesen.
    Der Mann scheint offensichtlich immer noch in seinem Elfenbeinturm zu leben und ist noch nicht in der Realität angekommen. Will bis Ende Jahr abwarten. Will er etwa zwangshaft die Marke in den Boden reiten? Sieht er denn nicht, was er mit seinem sturen Festhalten an Gisel den Banken draussen antut?
    Und die billige Bewerbung um den Präsidentenposten. Peinlich!
    Raiffeisen braucht sicher keinen Professor. Die brauchen einen giftigen Praktiker, der sich mit Krisen auskennt und nicht lange fackelt bei Versagern – vielleicht sollte Raiffeisen mal beim Grübel anfragen, ob er Zeit hat. Dann hätte der Gisel eine berufliche Lebenserwartung von von 5 Minuten.
    Und dem CVP-Professor Gehrig ist auch ein schlechter Witz! Unabhängige Untersuchung! Ausgerechnet CVP! Bei Raiffeisen! Man weiss nicht, ob man lachen oder heulen soll!

    • bin auch pro Grübel

      Dieser sollte sich aber vorab klar zum Raiffeisenzweck und den von den Raiffeisenbanken definierten Grundsätzen und Aufgabenspektren bekennen.

  5. Warum heisst das Projekt eigentlich Rainbow?

    Weil jetzt alle im Schilf und im Regen stehen. Die Arizon Sintflut!

    Nachher bauen wir eine andere Lösung ohne Avaloq … und ein Regenbogen wird erscheinen.

  6. Lieber Herr Gantenbein! Ziehen Sie im Sinne einer dringend notwendigen Schadensbegrenzung bei Raiffeisen die Gisel-Reissleine SOFORT! So darf es keinen Tag mehr weitergehen. Gisel ohne Vergütung subito entfernen; er hat einen gigantischen Schaden „mitverbrochen“! Wir bleiben dran!

    • Will er ja nicht. Der Herr Professor will bis Ende Jahr abwarten.
      Der glaubt wohl, dass bis dann Ruhe einkehrt. Ein Irrtum. Herr Hässig wird sicher nicht locker lassen. Und die anderen Medien schreiben ja gerne von ihm ab (siehe Schweiz am Sonntag von diesem Samstag).
      Und es kommen noch so manche kommunikative Klippen am Horizont: Kommunikation Vergütung Gisel und Rest GL nächste Woche. Abschlussbericht Finma im Mai.
      Und wie man die PR Abteilung in St.Gallen in Kombination mit dem mangelnden Krisen- und Schuldbewusstsein der Raiffeisenführung kennt wird das sicher wieder in massiven Negativschlagzeilen enden.

  7. Das Interview mit VRP Pascal Gantenbein in der heutigen NZZ am Sonntag lässt aufhorchen: Gantenbein, persönlich ein lieber, netter und sehr zuvorkommender Mann, will sich bis Ende 2018 (!) Zeit lassen, die Vorkommnisse zusammen mit dem auch ausserordentlich lieben Bruno Gehrig anzuschauen…. Ja, wo sind wir denn da? Inside Paradeplatz hat ja schon vor einigen Wochen wasserdicht nachgewiesen, dass „Gisel lügt“. (Originalzitat) Und da will man sich vollen Ernstes so viel Zeit lassen, diesen brutal nervös gewordenen Gisel womöglich weiterhin „vertuschen“ zu lassen… ???

    • Gibts dazu einen Link?
      Kann ich fast nicht glauben. Will er wirklich bis Ende Jahr diese Schlagzeilen erleben?

    • Gantenbein macht genau so weiter wie Rüegg-Stürm. Die gleiche beschissene (man verzeihe die Wortwahl) Kultur des Vernebelns und Wegschauens wie damals. Und die gleiche Kultur, die Raiffeisen dorthin gebracht hat, wo sie heute ist – am Abgrund! Herr Gantenbein, jetzt mal Klartext:
      1. Herr Gisel hat eine 100 Mio Akquise durchgewunden ohne Due Dilligence und im Wissen um „Red Flags“. Das allein reicht schon für eine fristlose Entlassung
      2. Gisel hat nach dem sauber hergeleiteten Artikel von Lukas Hässig in einem zentralen Element gelogen. Das Vertrauen ist somit zerstört. Das allein reicht schon für eine Enlassung.
      3. Gisel ist nachweislich auf das Engste Verbunden mit Vincenz (dem er seine ganze Karriere verdankt) und Stocker, die beide in U-Haft sitzen. Das allein reicht schon für eine Entlassung.
      4. Gisel hat offenbar das IT Migrationsprojekt verbockt. Das allein reicht schon für eine Entlassung.
      Herr Gantenbein: machen Sie endlich ihren Job richtig, anstatt irgendwelchen Stuss gegenüber der NZZ zu erzählen. Sie sind hier VRP und nicht irgendein PR Clown! Das ist kein Ehrenamt und kein Uni-Ämtchen sondern Sie sind der oberste Verantwortliche der drittgrössten Bank dieses Landes! Und damit haben Sie glasklar definierte Pflichten!
      Lesen Sie mal ganz genau OR 754 durch, unter welchen Bedingungen Sie (ja Sie, Herr Gantenbein) persönlich haftbar werden:
      Pflichtverletzung: Tick: wer in einem solchen Fall nicht handelt, verletzt offensichtlich seine Pflicht
      Schaden: Tick: allein der Schaden an der Marke ist enorm
      Kausalzusammenhang: Tick: der letzte Trottel sieht das
      Verschulden: Sie wissen das ganz genau. Sie handeln nicht, obwohl Sie müssten.

      Ergo: entweder machen Sie Ihren Job nun mal richtig nach den Buchstaben des Gesetzes oder jede Raiffeisenbank kann SIE persönlich verklagen. Und ich werde genau das von meinem Bankleiter verlangen, wenn Sie nicht in dem nächsten Tagen endlich Ihre Pflicht seriös machen! Und wenn dieser das nicht tut, dann halt diesen als Genossenschafter verklagen.
      Als Genossenschafter habe ich die Nase gestrichen voll!

      PS: Zum Thema dauerhafter VRP (Offen (…) Engagement zu prüfen“): vergessen Sie das am Besten sofort! Dazu sind Sie offensichtlich ungeeignet!

    • Unglaublich – und Gehrigs Auftrag kann ja nur lauten, die Vorkommnisse klein zu reden und zu beschönigen. Das ganze ist eine Farce – und in der Zwischenzeit setzt die Raiffeisenspitze auf den Faktor Zeit. Unglaublich unprofessionell und ganz nach dem System Vincenz..

  8. Im Fussball muss bei zu vielen Niederlagen der Trainer raus. Mit gutem Grund.
    Trainer Gisel und Hilfstrainer Olmensdahl haben nun gerade eine krachende 0:6 Niederlage im wichtigsten Spiel des Jahres eingefahren. Nach einer monatelangen Serie an Pleiten.
    Und am Budget und am Spielermaterial liegt es definitiv nicht.
    Trainer Gisel: Sie haben jahrelang eine dicke Risikoprämie abkassiert. Nun ist das Risiko eingetreten. Haben Sie die persönliche Reife, das Scheitern einzugestehen und Platz für einen Neuanfang zu machen.
    Und wenn Sie dazu sittlich nicht in der Lage sind muss Sie halt der VR rausschmeissen. Nicht nächsten Monat, nicht nächste Woche. Heute

  9. In Anlehnung an Cato: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Gisel CEO von Raiffeisen nicht mehr tragbar ist.

  10. Jetzt sind endlich Handlungen durch den VR gefragt (ansonsten sollten die Raiffeisenbanken Haftungsklagen gegen die Verwöatungsräte persönlich einreichen):
    Schritt 1: Gisel feuern. Sofort. Fristlos. Keine Abfindung (soll er halt versuchen einzuklagen – viel Glück!). Gleich mal verklagen auf Schadenersatz über ein paar Hundert Millionen – da wird er dann sicher gerne settlen… Der Mann hat einen verheerenden Track Record und einen vermutlich dreistellig negativen Brandvalue für Raiffeisen!
    Schritt 2: CEO auf Zeit einsetzen
    Schritt 3: Hälfte GL feuern
    Schritt 4: IT Gutachten einholen. Ich nehme an: Total abschreiben und auf Temenos oder etwas ähnliches wechseln. Avaloq scheint ja nicht zu funktionieren: hockt man auf einem toten Pferd – absteigen!
    Schritt 5: Ermittlungen im Avaloq Fall starten. Wenn es da Geldflüsse gegeben hat, dann wird Avaloq Schadenersatzpflichtig!

    • Ich stelle mir gerade vor, wie Gisel versucht, vor Arbeitsgericht die Ansprüche aus seinem 12-Monat Vertrag (den wohl Madame Ceregato erstellt hat) einzuklagen und gegen eine fristlose Entlassung vorzugehen.
      Für diese Verhandlung würde ich Eintritt zahlen und eine Tüte Chips, eine Tröte sowie eine Raiffeisenfahne mitbringen.

  11. gleiches Muster wie abgebrochenes Projekt Internetbank „You“, anno 2001 ?
    Top-Mangement lernt einfach nie aus Fehlern von IT-Grossprojekten, sei dies Bundesämter, SBB, Swisscom, Postfinance, …
    Als strategischer IT-Projektleiter habe ich kein „strategisches“ Projekt erlebt, welches nicht mindestens: 30-100% teurer, 20-50% weniger Features und 2-10 Monate späteren Go2Market hatte….

    YOU: die damals offiziell kommunizierten Kosten von 150-300Mio stimmten nicht; inoffizielle Quellen aus engeren Zirkel der damaligen involvierten Big5-Consultants: 500-750 Mio hatte die sinnlose Übung gekostet… Keiner der involvierten Top-Manager musste Verantwortung übernehmen.

    http://www.kleinreport.ch/news/vontobel-stoppt-internet-bank-y-o-u-54279/

    • Als strategischer IT-Projektleiter habe ich kein „strategisches“ Projekt erlebt, welches nicht mindestens: 30-100% teurer, 20-50% weniger Features und 2-10 Monate späteren Go2Market hatte….

      Scheinbar machen sie ihren Job richtig schlecht.

  12. Früher im dunklen Mittelalter gab es öffentliche Hinrichtungen.

    Das fanden wir alle irgendwie verwerflich und abscheulich.

    Heute – dünkt mir – machen wir es wieder, einfach in einer andren Form.

    Entweiden auf journalistisch…

    • Also Herr Hässig ist noch sehr freundlich und die Kommentare sind sehr lösunsorientiert.
      Das Problem ist doch:
      – Gisel, der nicht Verantwortung für sein offensichtliches Scheitern übernimmt
      – Ein VR, der nicht handelt
      – Eine Kommunikation, die defensiv und verteidigend ist – anstatt aufzuklären
      – Eine GL, die zusammenhält wie Pech und Schwefel anstatt die dringend nötige Erneuerung vorzunehmen – sogar der Ex von Ceregato; Inbegriff der Ära Vincenz, wird von dieser Gruppe gestützt!
      Ich bin sicher: wird Gisel ohne Abgangsentschädigung gefeuert und ein externer (!) CEO auf Zeit eingesetzt (selber hat Gisel ja schon im Blick gekeift: „Ich trete sicher nicht zurück“), dann verschwindet schon mal die Hälfte des Drucks.

  13. Es ist noch nicht so lange her als Francisco Fernandez etwas voreilig mit einer Kundenliste von 450 Avaloq-Banken geprahlt hat – 300 Raiffeisen und 150 sonstige.

    Was für eine Blamage !

    • Francisco Fernandez, Peter Schöpfer …Kurz das ganze Avaloq-Mgmt nur noch peinlich und passt so hervorragend zu ihrem gegenüber Patrik Gisel, Rudolf Kurtz…
      Frohen Börsengang für die einen und einen baldigen Abgang in die Wüste für die anderen.

    • Übrigens sind es auch nicht 150 Kunden, sondern etwa die Hälfte…

  14. Gisel ist offensichtlich mit der Lage völlig überfordert! Und der VR schafft es aus unerfindlichen Gründen nicht, das offensichtliche zu tun! Überhaupt wenn man sich den VR anschaut: ein Geuselkabinett (Bauer, Regierungsrätin, Professoren usw.).
    Was sagt eigentlich die Finma dazu?!

  15. Auch der heutige Morgenkaffee in St.Gallen war aussagekräftig: Gemäss gut informierten Kreisen in St.Gallen dürfte sich Gisel nicht mehr halten können. Auch der Artikel in der heutigen Aargauer Zeitung sagt eindeutig, dass Gisel bei Raiffeisen nichts mehr verloren hat und produziert auch in St.Gallen riesigen Gesprächsstoff:
    https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/altlasten-und-neue-probleme-raiffeisen-verpasst-den-neuanfang-132435449

    • Typisch in diesem Artikel von Beat Schmid in der AZ ist einmal mehr, dass „Inside Paradeplatz“ nicht erwähnt ist. Abschreib-Journalismus vom Feinsten und Recherche gleich Null auf dieser Wirtschaftsredaktion.

      Die Gepflogenheiten im Schweizer Journalismus auf dem Sterbebett? Erbärmliche Leistung.

    • Artikel ist doch ein klares Plagiat, wie auch Udaipur Baba bemerkt hat. Kann diesen erkennen als Summary aus etlichen IP-Blogs und ist aber verkauft als Primeur.

      Herr Chef Patrik Müller, nehmen Sie Ihren Wirtschaftsredaktor in die Pflicht. Danke.

    • @Udaipur Baba: Der Artikel in der heutigen AZ ist tadellos verfasst. Völlig korrekt und fundiert hält er insbesondere auch fest, dass Gisel’s Zeit bei Raiffeisen zweifelsfrei abgelaufen ist und Gisel rasch möglichst bei Raiffeisen entfernt werden sollte!

    • Konzern-Journalismus aus der Rewriting-Abteilung. Dies ist der heutige Stil in den Medien. Alles wird neu verpackt und neu aufbereitet aus gegessenen Geschichten (in diesem Fall aus den verschiedenen Primeurs im IP-Blog).

      Eine Fallstudie für das MAZ (Medienausbildungszentrum) in Luzern als negatives Beispiel.

    • Natürlich ist es ein Plagiat und es ist sehr unfein, Inside Paradeplatz nicht als Quelle zu nennen. Aber es dient der Guten Sache: es erhöht den Druck auf Gisel und die Verwaltungsräte, endlich die offensichtlichen Schritte vorzunehmen.
      Darum will ich hier nicht motzen.

    • Keine Neuigkeiten aus dem Aargau. Da schmückt sich ein Journalist mit falschen Federn………..und aus der Komfortzone.

      Artikel ist ganz klar eine Zusammenfassung aus vergangenen „Inside Paradeplatz“-Blogs.

      Das Spinnennetz in dieser unsäglichen Raiffeisen-Saga hat nicht Wirtschaftsredaktor Marcel Schmid entschlüsselt, aber es war klarerweise Lukas Hässig von IP. Er soll jetzt bitte noch seine Quellenangabe nachreichen für diesen journalistischen no go.

    • Jetzt nichts wirklich Neues. Aber immerhin nehmen die Mainstreammedien das Thema auch mal auf und ziehen die naheliegender Schlüsse (Gisel Hauptproblem und sicher nicht Teil der Lösung).
      Hoffen wir im Interesse der geplagten Raiffeisenbanken, dass die Ära Vincenz/Gisel/Ceregato/Schaub/Auer/Olmensdahl endlich dem Ende zu geht.

  16. Ich versuche den Joggelis bei der Raiffeisenbank etwas zu helfen. Vielleicht klappts dann: Nehmt Rabbitmq, schöpft n Clusters an min. 2 Nodes. Dann dürft ihr die Programmiersprache eurer Wahl nehmen – ich empfehle Euch Elixir, da diese auf der battle proved Erlang VM läuft, somit hoch parallelisiert und etwas moderner ist als Erlangen selber. Dann baut eure Consumers, Producers, rpcs und weitere enterprise integration libraries auf. Wenn ihr das dann geschafft habt könnt ihr eure Raiffeisen spezifischen Module (microservices) wie Hypotheken, Kredite etc. draufbauen. Ihr habt dann eine high-scaling Infrastruktur zum Null Tarif unter euren Fuedlis. Ihr fahrt dann alle – wie Hr. Avaloq – Porsche. Nur mit 50 zusätzlichen Booster. Bevor ihr aber wieder kopflos drauflos rennt, lest noch ein Buch über ddd (Domain driven design). Dann redet ihr alle vom selben. Ich wünsche Euch viel Spaß mit eurer neuen Raumrakete – passt einfach auf, dass Hr. Avaloq nicht in euren Abgasstrahl geraet wenn ihr dann an ihm und seinem herzigen Avaloequeli vorbeizieht.

    • Lieber Integrator

      Sie schreiben, zusammengefasst:

      > nehmt Elixir

      > baut eure Consumers, Producers, RPCs
      > und weitere enterprise integration libraries auf

      > baut Raiffeisen spezifische Module (microservices)
      > wie Hypotheken, Kredite etc drauf

      Und schliesslich:
      > Ihr habt dann eine high-scaling Infrastruktur zum Null Tarif

      Was für ein Stuss!

      Selbst falls alles andere in Ihrem Artikel stimmen sollte:
      Zum Nulltarif kriegt man das alles ganz sicher nicht!

    • Hey Olmi. Wie geht’s? Schlecht, nehme ich an. Doch sicher. Lizenzmaessig alles absoluter NULL-Tarif. Dass ihr natürlich Software-Entwickler braucht versteht sich von selbst. Schließlich geht es immer noch um Software. Aber ihr habt ja ein paar dotnetler in St. Gallen rumhocken. Da es sich um Messaging handelt, sagt Dir sicher Enterprise Integration was. Ihr kriegt also gleich noch die Infrastruktur mitgeliefert um Teile Eures Altsystemes zu Integrieren. Ihr müsst also nicht gleich alles neu schreiben. Das könnt ihr dann peu a peu. Also Olmi, Avaloeqli abschalten, aermel nach hinten und los geht’s. Hier noch ein Link fuer die Wochenenlektuere:
      https://www.amazon.com/Enterprise-Integration-Patterns-Designing-Deploying/dp/0321200683/ref=redir_mobile_desktop?_encoding=UTF8&dpID=51eqtvacK7L&dpPl=1&keywords=enterprise%20integration%20patterns&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&qid=1523852744&ref=plSrch&ref_=mp_s_a_1_1&sr=8-1

    • @Analytiker:

      Ihr Link führt mich zu

      Enterprise Integration Patterns: Designing, Building, and Deploying Messaging Solutions. By Gregor Hohpe & Bobby Woolf?

      amazon.com meint dann noch:
      You purchased this item on October 16, 2003.

      Etwas früher aufstehen mit Ihren Tips, Analytiker.

    • Hi Olmi. Dein Kommentar ist nicht gerade ein Zeichen Deines It-Wissens. Eip ist seit vielen Jahren stabil und eines der wenigen Wissensplateaus in der IT das unglaublich stabil ist. Trotzdem : viel glück!

  17. Ist P. Gisel auf Tauchstation? Schon lange nichts mehr von ihm gehört, gesehen oder gelesen. Vielleicht auch besser so.

    • Er dürfte rund um die Uhr sich damit auseinandersetzen, wie er beim baldigen Abgang nochmals kräftig seine Taschen füllen kann. (Was ja ein Witz wäre!) Denn auch Gisel weiss: Mit 55 Jahren ist mit seinem maximal zerstörten Image als ewiger treuer Vincenz‘-Copilot in diesem Leben keine neue Karriere mehr möglich…

    • Er überlegt sich gerade, ob er auf 5 oder 10 Prozent seines Bonus „freiwillig verzichten“ will. Bald muss ja der Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.
      Herr Gisel: wenn Sie (und der Rest der GL) auch nur einen Rappen Bonus erhalten, dann ist das System Bonus vollends pervertiert. Das wäre wie wenn der Kapitän der Titanic und seine Offiziere noch Kohle kassieren würde. „Weil die Musik ja so schön gespielt hat auf der Fahrt“.
      Aber vermutlich wird er noch das Maximum raus holen, quasi als vorgezogene Abfindung. Würde passen.

  18. Sieht nach typischem Planungsfehler aus. Anstatt die Businessprozess an das neue System anzupassen versucht man mit aller Gewalt die eigenen bestehenden Prozesse dort nachzubilden. Das Vorhaben ist gründlich misslungen, nur es will keiner wahrhaben.

  19. der Werdegang dieses eben sehr umfangreichen Projektes ist normal, von Scheitern kann hier keine Rede sein. Vielmehr aber von destruktivem Fuhrwerken branchenunkundiger Grossmäuler.
    Mein Rat : gewähret den Herren Olmesdahl und Loacker die freien Zügel und das notwendige Budget. Nota bene … Seriöses Testen kostet mindestens doppelt soviel wie die Software Entwicklung und dauert mindestens doppelt so lange !!!

    • Die beiden sind doch (zusammen mit Gisel) die Hauptverantwortlichen für die heutige Situation. Da macht man den Bock zum Gärtner!

  20. Avaloq wird kommen, obs jetzt noch ein paar Milliönchen mehr kostet spielt auch keine Rolle mehr. Lieber am Schluss für 700 Millionen etwas was halbwegs funktioniert als für aktuell 500 Millionen gar nix. Aufgeben ist in dieser Preisklasse wohl keine Option mehr.

    Ich kann mich noch an die Avaloq-Zeit bei Clariden erinnern. Zum Glück hatten wir Excel, sonst hätten wir in der Buchhaltung noch nicht mal die SNB-Statistiken ausfüllen können. An einen konsolidierten Abschluss war schon gar nicht zu denken.

    Hoffentlich kann das System mittlerweile minimale Buchhaltungsanforderungen abdecken, ansonsten gute Nacht….

    • Wieso ist aufgeben keine option mehr…..die bhf in deutschland hat da mit avaloq kurzen prozess gemacht und….das delirium beendet. In deutschland ist man anscheinend ein wenig konsequenter…..droht wohl auch bald bei der apo bank in muenchen…..

    • Wenn Kosten Schiffbruch erleiden, dann sinken sie. Wieso dann noch darauf bauen?

    • War Clariden nicht einer der ersten die es eingesetzt haben und das System lief dort über viele Jahre reibungslos?

    • Das Kerngeschäft der Raiffeisen ist das Kreditgeschäft. Und das funktioniert im neuen Avaloq aktuell überhaupt nicht. Fast alles muss von Hand gemacht werden oder es sind gar keine Kreditvergaben möglich.

      Soviel zum Thema Fortführung der Unternehmung.

      Ob irgendwelche Konsolidierungen oder Statistiken funktionieren, ist salopp gesagt völlig Peanuts.

  21. Alles Pippi-fax gegenüber einem möglichen Immo-crash in der Schweiz. Die Raiffeisen ist überexponiert und kracht dann gegen die Wand. Der Pierin wollte sich ein Hypo-Volumen Denkmal setzen.

    Dann darf man die (Spar- und Leihkasse) Raiffeisen mit Steuergeld retten.
    Zweifelsohne.

    • Vincenz hatte nie Einfluss auf das Hypo-Volumen! Wie denn? Jede autonome Genossenschaft fährt ihre eigene Strategie, mit eigenem VR und eigener Geschäftsleitung.

    • Kommen nicht zuerst die Genossenschafter mit ihren Anteilsscheinen zum Handkuss?

      Aber ich könnte mir vorstellen, dass das gesamte Eigenkapital der Raiffeisen kaum ausreichen dürfte, so es dann scheppert am Markt.

      Es wäre zu hoffen, das die grösste Kapitalistensünde ever, die da wäre staatliche Rettung von Privatunternehmen (was Banken ja sind, vor allem wenn es darum geht, Steuern zu zahlen. Ironie aus.) in Fall Raiffeisen ausblieben. Dann kracht es halt, mitsamt seinen Folgen. Die gehören, gemäss Lehrbuch über den Kapitalismus, dazu. Nicht nur die Gewinnverteilung und das ewige Mehr und Mehr. Dem sagt man halt eben auch Kapitalismus, wenn es kracht. Nur wenn mal was kaputt geht, kann man auch was neues anschaffen. Gilt im Haushalt wie in der Wirtschaft.

      Und damit wären wir doch wieder bei der allgemein sehr beliebten Partei, bei der das Sünneli aus dem Ar… scheint. Es ist nämlich genau diese Partei, die dauernd brüllt, der Staat habe sich gefälligst nirgends einzumischen. Schon gar nicht wenn es um SozHilfe oder IV geht. Vom Wasser, Energie, OeVs etc. sei hier gar nichts geschrieben. Staatsquote nennen die das. Aber wenn es dann um die Rettung der Vincenzen’s vermutete Verbrechen bzw Unzulänglichkeiten geht, muss der Steuerzahler bluten. Es geht ja dann um das Volksvermögen sagen die Sünnelitypen. Welches zu 90 % einigen Wenigen gehört, sagen die Linken Gutmenschen.

      So ist es halt leider. Solange solche Sünnelitypen was zu sagen haben. Es liegt am Wahlvolk. Und das läuft (so kennt man das aus der Geschichte „Der Rattenfänger von Hameln“) bekanntlich der grössten Pfeife nach. Bzw dem, der am lautesten Dudelt.

      Nein, ich bin kein Kommunist. Ich bin schlicht für mehr Fairness und Gerechtigkeit. Kurz: ein Linker Gutmensch. Auch wen das heutzutage (dank den Rechten Bösmenschen) halt mies tönt, ist das mir eigentlich egal. Es wissen viele, dass ich im Kern meiner Aussage Recht habe.

      Und zu Gisels Armagedon genannt Avaloque, bzw. Tarnname Vinis Ghülf: Treten Sie ab. Dann haben Sie Zeit, Vini und sein Kollege im Knast zu besuchen. Aber keine Feilen in den Kuchen einbacken, gell!

    • Na ja, so schlimm wird’s schon nicht werden. Das sind nur Buchverluste auf den Sicherheiten. So lange die Schuldner schön ihre Zinsen zahlen, ist alles im Lot.

      Schlimm wird’s erst, wenn die Zinszahlungen ausbleiben. Und dies befürchte ich erst, wenn auch die ganze Wirtschaft serbelt. Oder anders gesagt, wenn es Zehntausende auf die Strasse spült, welche dann noch mit 70% bzw. 80% des ursprünglichen Gehaltes ohne Boni auskommen müssen. Dann wird’s eng.

      In einem solchen Fall würde es aktuell die Raiffeisen sicherlich auf dem völlig falschen Fuss erwischen.

    • Da haben sie vieles nicht mitbekommen.

      Ja, schliesslich bestimmen die Banken selbst, aber im Rahmen von vorab..eben. Vicenz hatte im Endeffekt jedenfalls das Ziel Wachstum..eben.

    • @energieberaterin:
      Völlig richtig!
      Der Preis von Avaloq wird echt Peanuts sein, wenn der Immocrash da ist. Dann sind es Verluste im Bereich von Hunderten von Milliarden schweizweit! Es wird sogar das UBS-Subprime Debakel weit übertreffen.

  22. „Der Fisch stinkt vom Kopf her“. Dies wurde schon 2016 sehr deutlich, als Avaloq bei der BHF-Bank in Offenbach sich verabschieden musste. Und wenn man die Bemühungen von Avaloq weiter verfolgt, dann verstehe ich nicht, wie Kunden dieses Core-Banking-System überhaupt in Betracht ziehen.
    Es kann nur schief gehen. Was geht in den öpfen von Bankern vor, die eine Entscheidung für Avaloq treffen? Unverständlich.

  23. Als wir Gisel nach der Qualität seiner IT fragten meinte er noch vor wenigen Monaten: Alles perfekt, wir sind ausgezeichnet aufgestellt. Jetzt merke ich, er hat mich ins Gesicht angelogen oder aber, er hatte null Ahnung. Selber Schuld lieber Patrick, wir haben Dich vor Avaloq und Co. gewarnt aber Du wolltest ja nicht hören. Man darf nicht vergessen, verantwortlich ist der CTO und der hat auf der ganzen Linie versagt. Er scheint aber noch im Amt zu sein. Erstaunlich.

    • Ja der liebe Rolf und Hansbeat hätten es in der Hand gehabt den Stecker zu ziehen bei Stellenantritt. Aber das macht man natürlich nicht. Schliesslich will man nach den UBS, CS, ZKB etc. Pleiten sich gemütlich bis zur Pensionierung zur Ruhe setzen und sich nebenher eine Statue setzen… äh gegenseitig goldene Oskars für ausserordentliche Leistungen verteilen (ohne Scherz) und im dicken Audi über die Autobahn bolzen – wie peinlich peinlich.

  24. „Mit der Raiffeisen Informatik AG war er in den Nullerjahren gescheitert, ebenso mit IBM zur Ablösung des alten Systems namens Dialba ums Jahr 2010 herum.“
    .. und wer hat es über Kur(t)z oder lang verbockt ???

    • Ja der Filz war damals schon fett. Von der Partnerin als Assistentin (wen wunderts wurde über Nacht schwupp befördert) bis hin zur Schwester, Schwägerin – alle am gleichen Tisch vetsammelt und beim Abendessen wird auch noch gleich über Bonus und Lohnerhöhung diskutiert.

    • Rudolf Kurtz (RAILAB) und Einflüsterer von PG… – und doch : gab’s einen minderbemittelten VR.

  25. Werte Raiffeisen Genossen(-schafter)

    Ich bewerbe mich hiermit auf die Stelle CEO/ VR-Präsident der Raiffeisenbank. Ich lehne Doppelfunktionen (agieren/ reagieren) eigentlich ab, aber bei dem aktuellen Saustall sehe ich das Ganze als gerechtfertigt an. L’e Debakel c’est moi ..

    Ich habe Turnaround-Erfahrung, bin allerdings kein Banker – das spricht ja alleine schon eher für mich, als gegen mich. Ich kenne keine Politiker noch habe ich sonst wie irgendeine Verknüpfung in’s vertikale Gewerbe. Rechtsverdreher sehe ich als notwendiges Übel an, und Networking ersetzt niemals Leistung.

    Ich weiss was Corporate-Finance ist, was Zins- und Zinses-Zins-Rechnung heisst, belästige als Hetero keine Frauen am Arbeitsplatz und interessiere mich für übergeordnete Zielsetzungen und Wohlergehen von Systemen. Ich habe in der Grundschule die Rechenoperationen plus/ minus, durch/ mal gelernt und weiss auch, wie man einen Taschenrechner bedient. Der Taschenrechner heisst natürlich nicht so, weil alle Kalkulationen meiner Tasche förderlich sind. Mengenlehre ist mir auch bekannt, dass es bei Deals keine private Schnittmenge geben soll, habe ich auch kapiert.

    Ich bin kein Blender oder Narzisst, durchschaue diese in kurzen Gesprächen, sehe gut aus (Ansichtssache) .. und will auch keine Juristin als Freundin oder Ehefrau .. und schon gar nicht in der gleichen Firma (oder sollte es heissen FINMA?). Juristische Standardphrasen wie ‘stringent’ und ‘ du hast recht .. aber’ sind mir zuwider. Als Industrial-guy weiss ich, wozu Technik taugt .. und wozu nicht. Ich weiss, was ein effizienter Prozess ist .. und wofür ein Kunde bezahlt ..und wofür nicht (value-added nicht failure-adi). Ich bin aber nicht nur ‘Lean’ sondern auch ‘Clean’. IT ist für mich ein Werkzeug, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

    Nach jedem Toilettenaufenthalt wasche ich mir gründlich die Hände, das gehört sich so, nicht nur in St. Gallen – sonst gibt’s wieder einen Bratwurst-Skandal. Ich spiele kein Golf (haben sie noch Sex oder golfen sie schon?) und wer sich bei mir an einer Firma (Stakeholder) – oder sollte es heissen an meiner FINMA ? – bereichert, fliegt raus.

    Ich freue mich auf unser erstes Gespräch in einer Autobahnraststätte .. oder im Puff .. nur wer weiss, was ein Puff ist, kennt auch die Ertragsmechanik desselbigen. Und Puff haben Sie ja zur Zeit ausreichend. Lassen Sie mich ergänzen, dass ich Nutten gesellschaftlich höher werte, als Juristen, Politiker und Verwaltungsräte.

    Liebe Genossen (Gesundheit!) ich freue mich, Sie alle Kennenzulernen, auch wenn ich einige danach nicht mehr antreffen sollte.

    Ihr Industrial (ohne Doktor-Titel)

  26. Die beiden Schönwetter Capitanos Gisel und Olmesdal können die Sache sicher noch retten mit etwas mehr sportlicher Betätigung, strahlendem Lächeln und Vertuschen ihrer Inkompetenz.
    Die Raiffeisen Banken werden ja weiterhin loyal hinter der Zentrale stehen.
    Es gibt nur eins: Raus PG, raus RO

  27. Einfach geil die ganze Sache:

    18 Jahre Planung & Entwicklung
    4 Jahre Test und Einführungsplanung
    Investitionen & Kosten bis heute ca. 478 Mio. CHR

    Resultat: 20 Testbetriebe +/- online und knapp funktionsfähig.
    …. grossartige Strategie!

    Erfolgsausweis: ZERO !
    Ich wäre die ganze Sache etwas professioneller angegangen als am Stammtisch mit Gisel, Fernandez, PV und Co. !

    • @Bank Informatiker

      Frage ev. naiv aber nicht ironisch:

      Haben Sie schon einmal ein grösseres IT Projekt innerhalb Frist, Budget, ohne Leistungseinbussen (Geschwindigkeit) , funktionierend den Erwartungen entsprechend zustande gebracht oder erlebt? – Ich habe so ein Wunder in 20 Jahren noch nie gesehen.

      Woran liegt das – differenzierter? Zu larsche Ausgestaltung Werkvertrag? Unklare Auftragsdefinition? Inkompetes laissez-faire Management, „Gewohnheit“, … ?

      Ich will mich nicht an solche Skandale gewöhnen. An solchen Projekte verdienen Einzelne sehr viel Geld. Diese sollten entsprechend die Verantwortung für das Resultat tragen müssen.

  28. Für diesen Entscheid gebührt Raiffeisen/Avaloq der Preis für den freundlichsten Arbeitgeber: Also wie sich Ironman und Schnäuzchenfreund dafür einsetzen, dass ihre Mitarbeiter über Ostern, Auffahrt und erst noch Pfingsten nicht malochen müssen, das ist Extraklasse!

    • Soweit man der Presse kurz nach Ostern und jetzt entnehmen kann, handelt es sich nur um die Anzeige im E-Banking resp. auf der App, aber nicht um die Datenintegrität in den Backends/Core. Ergo hat niemand mit Guthaben ein „Minus auf dem Konto“, es wird nur falsch angezeigt.
      Sehr ärgerlich für die Betroffenen, keine Frage. Angesichts der Grössenordnung dieser Migration aber ein Pappenstiel im Vergleich zu über Monaten immer wieder verschobenen Terminen, falschen Abrechnungen (im Backend) etc.

    • Arbeiten Sie im Maschinenraum der Raiffeisen?

      Bleiben Sie umbedingt dran.

    • Bei Rainbow ist es effektiv so, dass sie Negativsaldo auf dem Konto haben. Tipp: erkundigen Sie sich bei ihrer Raiffeisenbank wann sie migriert wird. Dann lassen Sie sich wöchentlich einen schriftlichen Kontoauszug per Post senden inkl. aller Bewegungen. (Natürlich gratis)

  29. Wie sieht es jetzt eigentlich mit der Compliance-Fähigkeiten des alten Systems der Raiffeisen-Bank aus? Sind dort auch alle regulatorischen Anforderungen umgesetzt worden? Falls nein: WTF…!!!!!

  30. Schade, dass es bei der Einführung der neuen IT offenbar nicht besser funktioniert. Ist alles so schwarz wie hier in dieser Timeline dargestellt. Was sagen die Angestellten von RB selber dazu? // Dass die Einführung einer neuen IT bei Banken aufwändig ist, ist nichts Neues. Fragen Sie doch einmal bei der CS oder der UBS nach. Möglicherweise hat die beauftragte IT-Unternehmung Anfängerfehler gemacht. War diese überfordert?

  31. Alles in bester Ordnung – Gisel und seine Crew setzen Prioritäten und betonen ihren Führungsanspruch auch im anspruchsvollen Umfeld. Public Affairs first:

    – Abschluss Jahresbericht 2017
    – Ehrengast am Helvetia Schweizer Cup Final
    – die zahlreichen Immo-Anlässe, Nähe zu Kunden zeigen
    – bald schon folgt die Bekanntgabe Halbjahresabschluss 2017

    • Ich glaub Gisel hat aktuell noch einen zeitlichen Horizont zur nächsten Lohnzahlung und VR-Sitzung.

    • @Mysterium:
      Da wäre ich nicht so sicher! Mister Teflon wird uns sicher noch ein Weilchen erhalten bleiben. Er ist schliesslich Teil der Lösung….

      Ausser es findet sich ein Mutiger, der sich die Geschichte als Ersatz für PG antun will.

    • @Pedrovitsch
      Intern gibts niemanden, der das Format oder die Unabhängigkeit hätte. Von A (Auer), zu Burn, über Hodel, Poerschke, Schaub bis (früher) Z (Zoller). Allesamt völlig überbezahlt, überfordert, unterqualifiziert. Und auf der Bereichseleiterebene sieht es einen Dreck besser aus.
      In spätestens 24 Monaten ist die ganze GL ausnahmslos ausgetauscht, nehme ich an. Vorher kanns nicht besser werden.

  32. Tja, nehmt das neuste Delphi, ein paar fähige Leute und macht ein Daialba 2.0.

    Braucht sicher nicht 500 Millionen und läuft anschliessend wieder performant und stabil.

    • Hallo Sagan, die aktuellste Delphi Version ist vom März 2018 und ist schnell und stabil. Ich arbeite täglich damit und es macht Spass.

  33. Habe gerade in illustrer Stadt Sankt Galler – Runde meinen obligaten Morgenkaffee genossen: In sehr gut informierten Kreisen in St.Gallen ist man sich unisono sicher, dass der Abgang von Gisel gerade jetzt vorbereitet werde……der Fall Wegelin-Notenstein sei ja gerade auch noch vor dem Platzen! …und der Hummler sei auch ganz wortkarg geworden…

  34. —-
    Ein Insider berichtet, dass zuletzt gar nichts mehr gelaufen war.
    —-

    Ganz nach dem Motto: „Wo ich ( oder I.C.H.? 🙂 ) bin läuft nichts, aber ich kann nicht überall sein.“ Oder auch: „An Ostern standen wir vor dem Abgrund. Jetzt haben wir einen grossen Schritt nach vorn getan.“

    Abhilfe?

    1. Schickt Loacker mal 1 Monat in die Ferien, um den verpassten Schlaf nachzuholen.

    2. Schickt Gisel in die Wüste. Und Olmesdahl kann gleich mitjoggen …

    • RO hat sich da wohl zu sehr auf FR, dessen Stv RL und Konsorten verlassen, welche in den Meetings einen erheblichen Beitrag zur Klimaerwärmung, aber wenig produktives beigetragen haben …

  35. Ein echter Neubeginn kann nur mit jemanden gelingen, der nicht aus der internen Vincenz-Welt stammt, sondern der von aussen kommt. Die mutmasslichen Verfehlungen von Vincenz wurden auch begünstigt durch die Kultur des Wegschauens innerhalb der Führungsriege.

    Wandel ist eine Verhaltensänderung, ist unbequem und anstrengend – ob dies mit dem Nachfolge „Gisel-Clan“ gelingt? Es wird sich zeigen.

  36. Schon vor über 30 Jahren machten wir uns über die Managerli lustig.

    Alles (Kosten, Termine, usw) mit Pi multiplizieren. So kommt man der Realität
    ein ganz wenig näher.

    • IT Berater, wenn ich mir das Schlamassel ansehe, wirst du dir auch für die kommenden 18 Monate keine Sorgen machen müssen.
      Saug sie aus, Bruder!

  37. Die Raiffeisen Bosse sollten besser mal auf die „kleinen“ Mitarbeiter hören und nicht ihren Ego durchdrücken. Dann wäre nie ein solch unvollständiges System ausgeliefert worden. Ebenfalls hätte man den Raiffeisenbanken bei den Besuchen nie irgendwelche Versprechungen machen dürfen nach dem Motto: „Vertraut uns! Wir gehen wirklich nur Live, wenn es funktioniert.“ Jeder normale Mitarbeiter (ausser den Ziehrbuben/Ziehrmädchen, welche unmittelbar an den Schuhsohlen ihrer Ziehväter klebten) hat gesagt, dass es zu früh sei und das System noch nicht reif ist. Jetzt haben wir die Quittung. Unzufriedene Banken die eine Menge Geld bezahlen müssen/mussten, um dieses System einzuführen.

    • Hahaha wie witzig. Das werden diese Egomane mit Bestimmtheit nicht tun – das wäre ein Novum – auch bei Teflon-Rolf

  38. Loacker, Olmesdal, Renda dachten wohl mit nur genuegend Druck im guten alten UBS-Stil ueber die Runden zu kommen. Hunderte Externe vmachen sich solange die Taschen voll. Man kennt sich ja.

    • Man munkelt, dass die Heizkosten seit dem Hiring der drei Dreamboys in St. Güllen massiv gesunken sind :————-)

      Wenn der GIPS fliegt, dann werden sie allerdings leicht höher, aber nur 50% einer normalen Einheit, da GISP in jeder Hinsicht ne halbe Portion ist.

  39. Manchmal zeugt es von mehr Grösse, sich einzugestehen, dass ein Projekt noch nicht ausgereift ist, als es auf biegen und brechen einzuführen…

    Riesenblamage? Natürlich: Hier handelt es sich ja ganz klar um das erste EDV-Grossprojekt der Welt, dass nicht rechtzeitig zur Zufriedenheit funktioniert…

    Hätte Raiffeisen die Beteiligung behalten, hätte man dafür schreiben können, dass die fehlende Unabhängigkeit zum Anbieter das Problem sei…

    • Chaos in der IT = Problem für systemrelevante Bank. Es geht um die Verwaltung von Kundengeld.

    • Stepbad

      Im Einklang mit der Funktion des Geldsystems gibt es kein Kundengeld, sondern nur Kundenguthaben, welches aus Krediten geschöpft wird. Es entsteht keine Liquidität, sondern nur zahlen in den Bankbuchhaltungen, welche im Bankensystem hin und her verwaltet wird!
      Das System verstehen, würde

  40. Der dritte Versuch hätte den Durchbruch bringen sollen. Nun aber steht auch Avaloq still. Es wäre wohl besser sich endlich von Avaloq zu verabschieden. Zurück auf Feld 1, das Projekt ohne Rücksicht auf Personen neu starten. Es gibt sicher noch andere Softwareanbieter mit moderneren Lösungen, welche mit weniger Aufwand an die Bedürfnisse von Raiffeisen angepasst werden kann. Man muss ja nicht gleich nach Indien gehen. Wie sagt ein Sprichwort: Das Gute liegt so nah!

    • Um welche Anbieter soll es sich da beispielsweise handeln??? Finnova???😂
      Da haben sich die Banken wohl selber ins Knie geschossen…

    • Es gibt auch immernoch das altbewährte und gute IBIS-System, welches seit Jahren völlig stabil läuft und erfolgreich modernisiert wurde.

    • Temenos – als nur ein Beispiel. Und wie oben beschrieben: Das Gute liegt so nah! Ein frohes Wochenende für die geplagten und gestressten Damen und Herren auf allen Stufen innerhalb der Raiffeisen-Organisation!

  41. Der folgende Rattenschwanz ist RIESIG! Geplante Fusionen verzögern sich, Projekt Saturn (Reorganisation und Auflösung Arizon per Ende 2018) auf Eis etc…..laufende Projektkosten von 13 Mio./Monat….es ist erst der Anfang des riesen Desasters bei Raiffeisen!
    Grüsse und happy friday, Mann ohne Gurt aber mit Bart

  42. Sorry, wenn ich mich nicht zum Thema äussere.
    Ihr erinnert Euch an meinen Eintrag, ein Leserbrief, den die NZZ nicht publiziert hat. Nun denn, es geschehen Zeichen und Wunder. Nach genau einem Monat ist er heute erschienen.
    Ich habe Eure Kommentare vorgestern der Leserbriefredaktion zugestellt mit der Bemerkung, ich hätte nun Inside Paradeplatz als Plattform gewählt.
    Ist jetzt diese schnelle Reaktion der NZZ Zufall?

    • NZZ-Seldwyla-Vorgang zum Besten. Offenbar waren unzählige Redaktionssitzungen nötig an der Falkenstrasse, um diesen Artikel aus dem wahren Leben zu veröffentlichen. Ich gratuliere.

      Diese Angelegenheit zeigt glasklar: Wer mit dem potenten Portal „Inside Paradeplatz“ droht, erwirkt einen Stimmungsumschwung……….

    • IP wird offenbar immer mächtiger. LH ein wichtiger Player in der Journalisten Community. Gratulation! 😉

  43. Big bang or no bang also. Horrorsounds aus dem Kostengrab. Es gibt am Markt etwa drei, vier Personen die ein solches Projekt erfolgreich managen koennten. Und die arbeiten nicht bei Raiffeisen. Bei der nine-to-five Genossenschaft.

    • Gruss an die Leute welche x Wochenden durcharbeiten. Und dann redet ein ahnungsloser Dödel von der nine to five Genossenschaft. Tolle Zeiten.

    • @Frühstücksdirektor hoch4
      Sie schreiben:
      > Gruss an die Leute welche x Wochenden durcharbeiten

      Wochenden? Was ist das? Ach so, meinten Sie vielleich WochENenden?

      Und wie gross ist x?

      x = 0?

      Mit Entschuldigung an alle jene, die bei Raiffeisen viele Ueberstunden (auch an Wochenenden) leisten. Ich bin sicher, da gibt es einige …

    • Gemäss meinen Informationen sind da tausende von Überstunden aufgelaufen in den letzten 12 Monaten. Pro Mitarbeiter dürften dies mehrere Hundert sein.

      Mir ist eine Person bekannt, die hat in 4 Monaten 450 Überstunden geleistet. Das muss man erst mal nachmachen.

      Bei mir sind’s in drei Monate so um die 80 Überstunden und das reicht mir völlig. Allerdings in einer völlig anderen Branche.

      Also Hut ab vor den Raiffeisen-IT-Leuten der Basis, die krampfhaft probieren, den Karren aus dem Dreck zu ziehen…!

  44. Alles egal! Wichtig ist, dass die Total Compensation der Raiffeisen- und Avaloq-“Manager“ stimmt!

    • Das Konzept ist veraltet. Heutzutage willst du die Persistenz Schicht vom Modell trennen, so bist du flexibel mit der Wartung und Erweiterung.

      Möglich ist alles in der IT, auch dass Oracle mal ersetzt wird in einer Strategie.

  45. Das öffnet vielen Top-Shot-Informatik-Managern mal wieder die Augen: Seit gut 20 Jahren werden komplexe Informatik Systeme a la Digi-Pigi-Banking-Shit im Spielzeugladen und mit der Perspektive eines Home-Windows-PC-Bastlers entwickelt: Das meiste einfach nur noch fehlerhafter Software-Schrott.

    Professionelles System Engineering findet sich leider nur noch in ganz wenigen Bereichen – und schon gar nicht mehr bei Banken!
    Schönes finanzgeiles neues Banking 5.0 !!!

    • Seit mehr als 20 Jahren leisten sich Unternehmen bei grösseren IT-Projekten fast immer:

      ,- x-fache Kostenüberschreitungen
      ,- verspätete Einführungen
      ,- kurzfristiges „Flicken“ von Fehler
      ,- Verlangsamung des Gesamtsystems (Annahme unsorgfältige Programmierung)
      ,- später systematischer Know-How Verlust (Mitarbeiter) für den Unterhalt der SW
      ,- Kosten Unterhalt / Anpassung SW hoch
      ,- Berater / nicht spezifische Know-How Träger, empfehlen schliesslich eine andere / neue Software…

      Derartige Kostenüberschreitungen sind Grossprojekten anderer Branchen von vergleichbarer Grösse undenkbar. Gerade die IT sollte doch über doch die Tools für lessons-learnt und know-how Transfer verfügen. Warum darf sich die IT-Branche hier so viel Freiheiten leisten?

  46. oder andersherum gesagt: Raiffeisen will ein einwandfreies System einführen – zum Wohl der Kunden und der Mitarbeitenden.

    Raiffeisen lernt und will ein IT-Desaster wie bei der LUKB vermeiden – wer lernen kann ist klar im Vorteil.

    • Bravo, ganz genau so ist es. Läuft ja alles wunderbar auf dem „Alt-System“ – warum also hetzen? Ich persönlich würde das System auch dann einsetzen, wenn es einwandfrei läuft. Es sind ja 22 Banken live am Arbeiten damit, somit kann es laufend aus Erfahrungen von diesen optimiert werden.

    • „Raiffeisen lernt und will ein IT-Desaster wie bei der LUKB vermeiden – wer lernen kann ist klar im Vorteil.“

      War für eine Beschönigung! Was wurde denn so grossartiges gelernt, das nur zu diesen mickrigen Ergebnis führte?

      Gemäss Artikel doktort Gisel etwa 20 Jahre an der Umstellung herum!

    • Oder anderesherum: Nichts ist mehr unter Kontrolle. Und die „sdummen“ Raiffeisenbanken und die Kunden zahlen die sehr, sehr, sehr teure Rechnung am Ende dann schon. Wer sonst? Man kann gespannt sein wie hoch der Schaden am Ende sein wird. Schuld ist dann natürlöich niemand.

    • Man kann sich alles schönreden.

      Der Hansbeat Loacker* und alle neben und über ihm sind total beratungsresistent und überfordert. Dass man mit der ersten Tranche zu Beginn des Jahres in ein totales Desaster laufen würde, war allen Mitarbeitern, die auf dem Projekt Ende 2017 vollen Einsatz geleistet haben, klar. Trotzdem wurden failed tests (div. kritische Defekts) einfach ignoriert und auf „grün“ gestellt.

      *Man erinnere sich, das ist der Superman auf Linked in: https://www.linkedin.com/in/hansbeat-loacker-4541b17b/

      I am, I was, I, I, … but I still have problems with my english.

    • My philosophy: „Geht nicht gibt’s nicht.“

      Hansbeat Loacker, PhD from ETH in Science and Technology, holder of various patents in the IT area

    • Geht’s nicht gibt’s nicht?

      Sehr geehrter Herr Dr. Loacker

      Ich hätt‘ da noch ne Aufgabe für Sie:

      „Schreiben Sie ein Programm, welches
      – ein beliebiges Programm P, geschrieben in einer Sprache wie Basic, C, Java, Lisp, Pascal, Python, Scala oder gar PL/SQL (*), als Input hat
      – und als Ausgabe „terminiert“ oder „terminiert nicht“ liefert, je nach dem, ob dieses Programm P terminiert.“

      Geht nicht?

      Ich bitte Sie! Keine faulen Ausreden! Gibt’s nicht!

  47. Dies ist aber auch eine Totalblamage für Avaloq! Sehr viele Angestellte, und man schafft es nicht einmal einen Referenzkunden dieser Grössenordnung zufriedenzustellen! Was macht man dort seit Jahren?

    Über die Inder-Software der Postfinance lässt sich nur spekulieren. Das Restaurant, wo ich zu Mittag esse, hat genau seit der Umstellung nach Ostern Probleme mit dem kontaktlosen Bezahlen, und seit gestern mit der Postkarte. Weiss jemand mehr darüber?

  48. Tja, die Schlinge zieht sich langsam zu. Gisels Abgang ist nur noch eine Frage von Wochen. Eine Aufarbeitung von gravierenden Fehlern unter der Vincenz-Ära kann nur ohne Gisel erfolgen. Der Mann wirkt wie ein angeschlagener Boxer, der auf den KO-Schlag wartet.

    • Er obstruiert womöglich die Aufarbeitung der Vincenz-Ära. Er muss sofort weg.

    • Ich bin immer davon ausgegangen, dass Gisel in der zweiten Mai-Hälfte offiziell den Entscheid fassen würde, die Bank zu verlassen.
      Nun bin ich mir nicht mehr sicher – es könnte noch im April dazu kommen, dass man sich im gegenseitigen Einverständnis auf eine Trennung einigt.

    • Ich denke eher, je länger die IT-Einführung dauert, desto länger hat Gisel ein As im Ärmel gegen seine Entlassung.


  49. Ein Gesprächspartner glaubt trotz den Schwierigkeiten, dass Gisel und seine Leute das Avaloq-System irgendwann erfolgreich auf bei den 255 regionalen Raiffeisenbanken einführen würden.

    Warum die Panik, in den nächsten Jahren reduziert sich die Anzahl der Raiffeisenbanken dank Fusionen sowieso wieder – man muss einfach nur etwas Geduld haben, irgendwann erledigt sich das alles von selbst.

  50. Presse-Sprecherin Der Ch-🤨Zentrale: „Keine Panik, Freitag der 13. Wir arbeiten daran! Die Zinsrechnungen haben wir im Griff, das ist ja immer hin schon etwas…………“

  51. Noch immer nicht der letzte Akt; In St. Gallen steht splitternackt! Ne ganze Crew im Fiasko Avaloq. Während der ExBoss noch hockt. Jetzt umkreist die Bank der Geier: ‚Wohin legte ich denn all die Eier?‘ Welche ungebrütet bald verwesen: Was soll dies: Stiele ohne Besen? ORF

  52. Ich vermute heute tagt der Verwaltungsrat um den neuen adinterim CEO einzusetzen. Man hat ja viel Zeit gehabt, diesen (oder diese) zu finden.
    Gisel ist wieder mal ein Paradebeispiel was passiert, wenn man den Zeitpunkt zum Abgang verpasst. Sind 3 Monate mehr Lohn wirklich die öffentliche Schande wert?

  53. Es gibt schon seit Monaten keinen vernünftigen Grund, den krassen Negativfaktor Gisel auch nur noch eine Stunde länger im Amt zu lassen!

    • Ich beurteile dieses Gisel-Bashing als unfair:
      Dieser durchschnittlich talentierte Mann hat durch verschiedene Glücks-Szenarien einen weit überdurchschnittlichen Salär erhalten. Die jetzige Stelle überfordert ihn aber so sehr, dass eh bald ein fähiger Nachfolger antritt.
      Dass bei R nichts mehr läuft, überrascht nicht weiter.
      Gisel hin oder her.

  54. Ein Desaster? Es läuft ja alles – bei den einen wunderbar mit Dialba, bei den anderen mit etwas mehr Aufwand Avaloq.

    • Bist Du der Ehemann von Trudi aus St.Gallen? Ich glaube da ein vergleichbares Argumenationsmuster zu erkennen: Alles ist gut.

    • Gisel wird sicher sein Versagen so erklären.
      Und der treu-doofe, fachfremde und überforderte VR hätte sicher früher genickt und gesagt: „Jaja, IT ist schwierig. Mein PC zuhause ist auch Gestern abgestürzt. Lass uns einfach nochmals 50 Millionen sprechen, die Raiffeisenbanken haben es ja!“
      Ob das heute noch so einfach geht?

    • Ja, die Banken werden beatmet und leben, aber zu einem hohen Preis.

      – Ein derartige Projektverzögerung geht massiv ins Geld (für Projekt selber und für den Parallelbetrieb zweier Systeme).
      – Der Reputationsschaden für die ganze Gruppe ist zwar schwer in $$$ messbar, aber garantiert vorhanden.
      – Solange das Projekt nicht abgeschlossen ist, ist die ganze Organisation beschäftigt und gelähmt, um dringend die verschlafene Innovation aufzuholen (das RaiLab ist Gisels Baby und nur ein Furz im Wind und trägt nix dazu bei).

      Also, Xhin Bim, erst denken, dann die Tastatur aus Ali-Express bemühen.

    • @Xhin Han: Was für einfn kompletten Schmarren sie schreiben. Entweder arbeiten die in einer anderen Welt oder sie sind ein nacher Vertrauter der Elite bei Raiffeisen

    • @Xhin Han: Roland, bist Du es? Nun als Troll unterwegs? Erinnert an die „Abmahnung“ vor 2 Wochen. Die gleiche lausige Amateurarbeit.