Raiffeisen verschickte falsche Konto-Auszüge

Über 100 Kunden erhielten fehlerhafte Dokumente – Bank hat Strafanzeige eingereicht – Verletzung Bankgeheimnis.

Heute Abend geht die Promo-Tour von Raiffeisen-Präsident Pascal Gantenbein weiter. Er sitzt dann im Studio Leutschenbach in der Wirtschaftssendung Eco und versucht, die Lage zu beruhigen.

Gleichzeitig bleibt Gantenbeins Bankengruppe von wenig verschont. Während die Krise um den inhaftierten Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz weiter schwelt, kommt nun noch eine besondere Peinlichkeit hinzu.

114 Raiffeisen-Kunden haben vor Wochenfrist falsche Kontoauszüge erhalten. Statt ihre eigenen Daten hatten sie solche von anderen Kunden in ihrer Post.

Ein solcher Fehlversand gehört zu den schlimmst möglichen Vorkommnissen im Schweizer Bankengeschäft – selbst wenn es sich um eine überschaubare Anzahl Betroffener handelt.

Die Frage stellt sich, ob dies personelle Folgen haben wird. Es wäre eine besondere Ironie, wenn höchste Chefs der Bank ungeschoren die Affäre Vincenz überstehen würden, dann aber über einen falschen Datenversand stolpern würden.

Eine Sprecherin der Raiffeisen bestätigte das Malheur. „Aufgrund einer technischen Störung bei unserem externen Provider für die Output-Produktion wurden am 17. April 2018 an 114 Kunden Versände mit falschem Inhalt getätigt.“

Die Raiffeisen-Banken haben den Fehler zunächst nicht bemerkt. Erst als Kunden reklamierten, erkannten sie, dass sie falsche Unterlagen verschickt hatten.

Nun versucht die Gruppe, den Schaden zu begrenzen. „Wir stehen mit den betroffenen Raiffeisenbanken und Kunden in Kontakt und haben auch die Finma entsprechend informiert.“

Sie, die Aufsicht in Bern, dürfte nicht erfreut sein. Denn die Behörde untersucht seit Monaten bei der Raiffeisen, was rund den langjährigen CEO Vincenz falsch gelaufen war.

Nun kommt ein operativer Fehler hinzu, der gravierend ist. Die Raiffeisen musste sogar die Justiz einschalten.

„Raiffeisen Schweiz hat Strafanzeige eingereicht, da es sich beim Vorfall um eine Verletzung des Bankkundengeheimnisses handelt“, sagt die Sprecherin.

Sprich, die Zentrale in St. Gallen mit den obersten Chefs hat ein weiteres Strafverfahren eingeleitet, nachdem sie bereits gegen Vincenz diese Keule ausgepackt hatte.

Nun gibt es also noch eine strafrechtliche Untersuchungen rund um die Raiffeisen, diesmal wegen Bankgeheimnis-Verletzung.

Offenbar sah die Führung am Hauptsitz nach dem Fehlversand keine andere Möglichkeit mehr, als juristisch zu reagieren.

Der Versand von falschen Kundendaten ist ein Verstoss gegen den Kern von Swiss Banking. Die Banken müssen garantieren, dass die Informationen ihrer Kunden nicht in falsche Hände geraten.

Ein Lied von falschem Kontoversand kann Andreas Waespi singen. Waespi musste vor 4 Jahren den Kopf für einen solchen Grossfall hinhalten.

Das war bei der Coop Bank und zog weitere Kreise als jetzt bei der Raiffeisen. Zunächst bei den Kunden. Diese kannten sich oft, waren Nachbarn im gleichen kleinen Ort.

Dort öffneten sie dann das Couvert mit den Kontoinformationen, nur um die Daten eines Dritten darin zu finden.

Der Pfusch hatte – wie nun auch bei der Raiffeisen – mit einem kleinen Fehler im Versand zu tun. Coop-Chef Andreas Waespi zahlte später einen hohen Preis. Die Berner Aufsicht bestrafte ihn mit einem mehrjährigen Berufsverbot.

Allerdings nicht wegen des Datenvorfalls, sondern wegen Kurspflege im Sinne seiner Chefs bei der damaligen Coop-Mutterbank, der Basler Kantonalbank (wie ein Kommentarschreiber zu Recht moniert).

Das Ausmass des Fehlversands bei der Coop-Bank war grösser als das jetzige bei den Raiffeisen-Banken. Doch dass die Raiffeisen-Zentrale die Justiz und die Finma eingeschaltet hat, zeigt, wie gefährlich die Lage ist.

Die Sprecherin der Bank betont, dass der Fehler nichts mit dem neuen Avaloq-System zu tun habe. Der Fehler sei auch nicht ausschliesslich bei jenen 22 Banken eingetreten, die bereits auf die neue Informatik umgestellt hätten.

„Die Ursachen, die zu diesem Fehlversand geführt haben, sind ermittelt und behoben. Ebenso wurden Massnahmen getroffen, dass dies nicht nochmals geschieht“, betonte sie.

„Wir werden uns bei den betroffenen Kunden für die Umstände entschuldigen.“

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128 Kommentare zu “Raiffeisen verschickte falsche Konto-Auszüge

  1. Raiffeisen ist keine bessere Bank als die anderen. Nur in der Wrebung hat man immer versucht, sich besser darzustellen als man in Wirklichkeit ist.

  2. An alle, die die Schuld auf den externen Dienstleister schieben:

    Als Kunde einer Bank B bin ich deren Vertragspartner. Mit irgendwelchen externen Dienstleistern der Bank B habe ich KEIN Vertragsverhältnis.

    Wenn nun die Bank B einen meiner Bankauszüge an eine falsche Person verschickt, dann ist die Bank B und nur die Bank B mir gegenüber verantwortlich. Kein Dienstleister, den ich normalerweise nicht einmal kenne. Also trägt die Bank B die Schuld, auch wenn der Fehler bei Dienstleister D gamcht wurde.

  3. Manager welche Verantwortung für das Service tragen (selbst beim Outsourcing bleibt es regulatorisch beim Management) sollten dafür jetzt einen Rüffel und keinen Bonus bekommen, denn dort hat jemand seinen Job nicht gemacht.

  4. Ja wenn man sich die Sache so überlegt….
    Kontoauszüge werden in Fenstercouverts versandt. Und was tut der Dienstleister?
    Er druckt und verpackt in neutrale Couverts. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erhält er die fertig aufbereiteten Daten (inklusive Adressen) von Raiffeisen.
    Dem Dienstleister die Schuld zu zu schieben passt zum System und ist eigentlich ein ziemlich durchschaubares Manöver. Wo der Fehler liegt kann man sich ja selbst überlegen

  5. ….und wie könnte ew anderst nicht sein, PV war auch an dieser Firma beteiligt!

    Hallo, sein Tag scheint ja 48 Stunden gehabt zu haben, der war ja nur damit beschäftigt da und dort, links und rechts Zaster von der Bank abzuzügeln…..

    Und der ganze VR der Raiffeisen und im Besonderen Gisler soll davon nicht mitgekriegt haben…..

    Es würde mich nicht erstaunen wenn da plötzlich folgendes im Raum stehen würde; …..was wollt ihr Alle von mir, ich bin unschuldig, mein Anwalt hat mich reingeritten!

  6. Zwar ungeschickt, aber keine Katastrophe. Nur wer am Morgen nicht aufsteht, macht keine Fehler. War das vielleicht jetzt der Fehler? Lächerlich.

    • Ja klar, Miss Ohne-Bodenhaftung. Völlig einverstanden: Keine Katastrophe.

      Ich bin sicher, Pierin Vinzenz wäre hell begeistert gewesen, wenn alle seine Banken und Investment Firmen seine Post immer direkt an Lukas Hässig geschickt hätten!

      Immerhin wäre ihm so möglicherweise eine derart lange U-Haft erspart geblieben. Nicht zu schweigen von der Entlastung der Staatskasse, deren Gast Herr Vinzenz ja immer noch zu sein scheint.

      Und Ihnen rate ich, liegen zu bleiben. Denn mehr Bodenhaftung scheinen Sie nach dem Aufstehen – mit beiden Füssen auf dem Boden – nicht zu erlangen.

  7. Nicht genug damit, dass Raiffeisen falsche Kontoauszüge verschickt. Wie schon bei früheren Gelegenheiten legt die Kommunikation der Raiffeisen noch einen drauf. Sie lässt zu, dass die Schuld für den Fehler öffentlich einem externen Zulieferer zugewiesen wird. Krisenkommunikation at its worst. Dilettantischer geht’s kaum! Diese sogenannten Kommunikatoren haben keine Ahnung von guter Kommunikation. Die gesamte Corporate Communication-Abteilung gehört möglichst rasch entlassen.

    • Die Amateurhaftigkeit der PR-Büttel und Presseleute ist ein Armutszeugnis. Getrieben von der GL und externen Beratern schämt sich in St. Gallen niemand mehr mit den Fingern auf die anderen zu zeigen. Das Peinlichste ist aber der hilflose Versuch in den Kommentaren Desinformation zu betreiben. Pfui.

    • Da wirken doch die Krisch und der Schaub. Kosten wohl gemeinsam gegen eine Million mit allen Nebenkosten. Plus noch zahlreiche PR-Berater.
      Ist offensichtlich rausgeschmissenes Geld, da gibt es Einsparpotenzial.

  8. Immer sind andere schuld, die Verantwortung trägt niemand. Aber den grossen Zapfen einstreichen wollen sie, die Zapanos der Raiffeisenbank. Wie lange schaut der VR noch zu? Diese Panne ist ja nur eine in einer Serie…

  9. Nun man sollte das nicht so locker sehen, doch erinnere ich an eine kleine Geschichte aus den 90ern als eine namhafte Basler Privatbank es zu jeder Schnitzelbank schaffte. Hier die Geschichte zum Schmunzeln:
    In den guten alten Zeiten, als Portfolio-Auszüge in Massen mit Konto- und Depot Daten auf wunderbaren und langen Endlos-Papierbögen ausgedruckt wurden, da war die Entsorgung noch klassisch. Altpapier!
    So legte man die Stapeln von Papier am Abend vor die Haustür um sie zu entsorgen. Als der Morgen anbricht und der Banker noch schlief da war der hart arbeitende Bauer schon auf der Gasse auf dem Weg mit Traktor und Produkt zum Gemüsemarkt. Da sah dieser in der Morgendämmerung die Berge von Endlospapier mit Abrisskante und dachte nur noch ans perfekte Verpackungspapier. Als die Basler Kunden frühmorgens auf dem Markt strömten und die frischen Produkte erblickten, war der Kauf und Verpackung nur noch Geschichte. Kopfsalate, Gurken und Tomaten, verpackt in der Banken Kundenzeitung mit den News der Basler Prominenz. Zuhause beim endpacken war die Überraschung gross. Schnell den Nachbarn zum Kaffeeklatsch gebucht und das Staunen, Tratschen und Gelächter war gross. Niemand hat’s gemerkt bis die Basler Zeitungen darüber schrieben. Die Prominenz füllte sich wie der Kaiser mit seinen neuen Kleidern und der Bürger war amüsiert bis zur Fasnacht. Somit hat nun Outsoucring auch seine kleinen Geschichte und man kann darüber nur ein wenig lachen.

  10. Ein Unternehmen, welches ein ISMS pflegt und nach ISO/IEC 27001:2013 zertifiziert ist, hat eine Sorgfaltspflicht gegenüber elektronischen Daten resp. Finanzinformationen einer Bank zu tragen, sowas dürfte nicht passieren. Raiffeisen Kunden müssen sich nun fragen, sind meine Daten bei dieser Bank und diesem Output Management Partner in St. Gallen sowie diesem Core Banking Fiasko mit Avaloq noch sicher?

    https://trendcommerce.ch/excellence/zertifizierungen/

    Whitepaper Sicherheit gibt es hier 🙂
    http://campaign.trendcommerce.ch/wp-isms?hsCtaTracking=b254bef7-a48b-4def-8491-334908348dfa%7C17559d54-b724-401e-a4c9-54adf02a9c85

  11. Das Bankkundengeheimnis verletzt hat hier die Raiffeisenbank höchst selbst in dem diese Skandalbank höchst vertrauliche, geheime Daten ihrer Kunden an Drittfirmen sendet um diese dann durch Drittfirmen ausdrucken zu lassen. Empfehle den betroffenen, geschädigten Kunden Strafanzeige gegen diese Bank einzureichen.

    Auslagern kann man eventuell ja die KloReinigung der Chefetage aber sicher nicht das allerwichtigste einer Bank; die sensiblen Kundendaten!

    • herr egger, sie sind wieder mal einer, der keine ahnung hat.
      natürlich darf man auch sensible themen outsourcen. da gibt‘s sogar ein papier von der finma, das dazu die rahmenbedingungen beschreibt.
      also einfach mal ruhig sein.

      trotzdem: st. galler filz muss endlich weg.

    • In den AGB stimmt dies der Kunde ja zu, wie auch bei anderen Banken dies so üblich ist. Der Zahlungsverkehr ist auch ausgelagert, bei div. Banken.

  12. Ich kann den einen oder anderen Frust-Kommentar von einigen Raiffeisen-Leuten schon verstehen. Es ist dieser Tage wirklich nicht einfach…und die meisten von ihnen haben bei den Spielchen ja nicht mitgemacht (allerdings haben die wenigsten dagegen aufbegehrt – auch dann nicht, als einige krummen Dinger schon vor 1-2 Jahren für uns alle brutal klar sichtbar wurde). Man hat geschwiegen. Nun, wo die ganze Misere ans Tageslicht kommt, verwundert es allerdings schon, wenn einige Leute immer noch vom Sack Reis in China schreiben… und LH in die Hass-Ecke stellen. Meines Erachtens macht LH den Job, den „normalerweise“ alle Kader, VR-Mitglieder der RCH und Wirtschafts-Medien machen müssten. LH ist weiterhin gutes Gelingen zu wünschen.

  13. Trendcommerce gehört mehrheitlich der KMUInvest oder? Ist schon lustig. Zuerst bekommt die Firma einen grossen Auftrag der Raiffeisen und dann wird sie etwas später plötzlich von Hr. Vincenz und Co. mit dem vielen Geld das die Raiffeisen in das Investmentvehikel gepumpt hat, mehrheitlich gekauft?

    Ein Schelm wer da Böses denkt. Würde mich nicht überraschen, wenn der Auftrag nur gegen eine private Beteiligung für PV überhaupt erfolgte, die er dann eben etwas teurer der KMUInvest weitergibt.

    Ciao……

  14. Wo ist das Problem mit dem falschen Versand der KK-Auszüge. Unser ganzes Leben geben wir preis auf Facebook, aber wenn es um die Bankkonto Daten geht, dann werden wir do richtig bünzlig. Wir bleiben halt Schweizer.

    • Ganz einfach, lieber Namensvetter: Wer sich auf FB auszieht, macht das freiwillig. Wer seine Bankdaten im Dorf streut, weil seine Bank einen f…up macht, macht dies nicht freiwillig. Die zwei Fälle sind also nich vergleichbar. Alles klar? Oder soll ich dir eine Zeichnung machen?

    • Werter Herr „Bünzli“
      Die meisten von uns hier tummeln sich nicht als Exhibitionisten auf dem Vollidioten-Gesichts-Portal; somit kennen wir viele Details aus ihrem Leben nicht.

      Aber darf ich Sie bitten, uns hier eine kleine Liste mit Ihren Bankkonti, den Saldi, Ihrem echten Einkommen und eine Auflistung der Zahlen ans Steueramt aufzuscheiben: Ist wohl für sie kein Problem – sie legen keinen Wert auf Privatspäre … und haben sicher Nichts zu verbergen …

  15. Cumhurbaşkanı Vinzenz ist vielleicht an Trendcommerce beteiligt, wie so überall, was schief läuft.

    (Cumhurbaşkanı ist die aktuelle Amtfunktion von Erdoğan.)

  16. Wie wollen Banken externe Rechenzentren einbinden und diesbezügliche FINMA Richtlinien einhalten wollen wenn sie nicht einmal richtig adressierte Couverts versenden können ?

  17. Gantenbein heute abend bei Eco: „der VR hat soeben beschlossen, alle GL-Mitglieder für ein 1-Jähriges Sabbatical frei zu stellen. Auf vielfachen Wunsch hin wird die gesamte Crew dieses auf der Insel Bali verbringen! Ich werde mit der 2. GARNITUR die Geschäfte und den Laden führen.“

  18. Und heute Abend dürfte der Gantenbein vor versammelter Nation den von Hässig der Lüge überführten Gisel in den Himmel loben und gleichzeitig seine Kandidatur zum VRP bekannt geben. Unkritisch begleitet von der an Billag-Gebühren überfressenen Wohlfühlfersehen für Rentner.
    http://m.srf.ch/medien/news/eco-raiffeisen-umbau-vr-praesident-pascal-gantenbein-live-zu-gast/?mobile=1
    Man kann gar nicht so viel Fressen wie man sich übergeben möchte!
    Herr Häasig, bitte tun Sie etwas. Sie sind ja der Einzige, der den Vincenz-Gisel Clan wirksam bekämpft. Heben Sie diesen Saustall aus!

    • Lukas Hässig vor VRP! Oder gar geschäftsführender VRP bei RAIFFEISEN? Grandios.

    • Was nun die Billag Gebühren hier zu suchen haben, erschliesst sich wohl nur dem Sizilianer. Apropos Italien: ich zahle lieber die Billag, als das ich mich auf ein „Berlusconi TV a la Italienne“ einlasse, in der CH Version „Blocher TV“.

      Mit dem Saustall Raiffeisen bin ich jedoch voll mit Ihnen. Falls Herr Hässig Gelder für seine weiteren Recherchen benötigen sollte (nicht nur für Raiffeisen. Es gibt ganz viele Ställe): ich würde sofort eine Spende überweisen. Also: wo ist die PC-Nummer, Herr Hässig?

      Und weiter so!

    • …und Hans Geiger als Vizepräsident. Ossi Grübel könnte CEO sein.
      Die Bank ware innert Tagen stabilisiert.

    • Ich glaube, die Vreni aus SG hat sich ein neues Pseudonym zugelegt. Dumm nur, dass sie auch als Chantal nur wirres Zeugs absondert.

    • @Stepi:
      Wer hat denn jahrelang den Vincenz hofiert? Wer hat die Enthüllungen von Herrn Hässig vor 2 Jahren ignoriert und totgeschwiegen? Klar, das verfettete Schweizer Fernsehen zusammen mit dem Rest der unbrauchbaren Presse. Und ich sag Ihnen: im Vergleich zu den Schweizer Medien sind die italienischen Medien deutlich kritischer. Und warum ist das so? Genau, unter anderem wegen der Billag, welches jeglichen Anreiz zu kritischen Berichterstattung nimmt und fett, faul und impotent macht.
      Nicht mal RAI oder Mediaset haben Berlusconi jemals so hofiert wie zB SRF die Doris Leuthard.

  19. Nur noch mehr Services und Komptenz outsourcen, die Verantwortung auf andere schieben! Wer wird denn angezeigt, der Provider, oder die neue Bankenplatform? Oder der Herr Giser, er hat doch die gesamt Verantwortung..

    • Nein, nein! Ja kein Verantwortungsträger! Es findet sich sicher irgendwo eine arme Sau aus dem Backoffice (Spedition, Archiv, Putzfrau, Stift) den man nun gnadenlos der Justiz überstellen kann. Der wird dann vor dem Finma Sitz öffentlich gesteinigt, gehängt, gevierteilt und am Schluss zu 100.– Ordnungsbusse verurteilt. Oder so. Unter schwerster Folter (also 2 Tage U-Haft mit Chnaschti-Vini) hat er gestanden, auch für die Bankenkrise 2008 verantwortlich zu sein, den Libor-Zins manipuliert und getarnt als Uli Höhness bei Vontobel illegale Devisentrades gemacht zu haben. Ideal für den Bankenplatz Schweiz: endlich hat man den Schuldigen gefunden, alle Probleme sind gelöst. Yo, so geht das.

    • Keine Tragödie? Da gabs‘ den Fall, dass banklagernde Kontoauszüge infolge eines Programmfehlers an die französischen Kunden ausgeliefert wurden. Der französische Fiskus hatte natürlich seine Freude daran, die Kunden waren not amuzed.
      Dasselbe könnte auch mit dem AIA passieren: wenn Kriminelle an die Daten der Kontoinhaber kommen, dann treiben auch die noch ihren Obulus ein.
      Solche Pannen sind mehr als ein ‚Incident‘.

    • Testimonial Raiffeisen für den Rundordner. Zitat Video: „Wer für eine Bank schaffen will muss hohe Sicherheitsvorschriften einhalten . . . man kann sagen Trendcommerce sei eine Bank . . . „. Offensichtlich wurden die Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten. Cumulus von Migros wird auch dort gedruckt. Bin gespannt, wenn beim nächsten DB upgrade die Cumulus Auszüge mit Bons an Raiffeisenkunden gehen und umgekehrt. Da kann dann auch gesagt werden, isch jo nüd passiert isch jo alles i de Trendcommerce passiert.

  20. Auslagerung auf Teufel komm raus. Wenn möglich nach Polen damit die verpackte Post auch ja per Flieger eingeflogen werden muss. Wundern täte es mich nicht. Dafür ist es pro Brief 0,00251 Rappen billiger. Und hierzulande entlastet es die Aufwandsrechnung, damit Gewinnsteigerung und noch mehr Boni für Typen wie Chnaschti Vini, Ermotti und Co. Ich möchte hiermit hochoffiziell Feststellen: Früher ging die Sache mit der Post besser! Als Lehrling musste ich die gesamte Post der ZKB Zweigestelle (inkl Auszüge) noch von Hand verpackt werden. Das war viel Post zum falten, einpacken, Beilagen beilegen, frankieren und auf die Post bringen. Und nie, nicht ein einziges Mal wurde auch nur eine Anzeige dem falschen Kunden geschickt. T ja, das waren noch Zeiten! Die Kunden waren zufrieden, zahlten nicht solche Abzockergebühren für miesen Service und man durfte noch sagen, man sei Bänkler. Heutzutage ist das ja ein Schimpfwort geworden, ein anderes Wort für Organisiertes Verbrechen, Abzocker Mänätschär, Auslagerer, Lobbisten.
    Hehehe früher hies es Wegelagerer, heute Auslagerer…. Beide sind windige Gestalten…

    • Kann mich hierzu auch erinnern. Aber auch hier passierten leider Fehler, und zwar häufiger als man denkt und heute.

      Jeden Tag nach der TEV Auszüge drucken und verpacken.

  21. Na ja, die Geschichte zeigt nur exemplarisch, dass alle Marktteilnehmer nur mit Wasser kochen. Es wird in Zukunft noch diverse weitere solche Fälle geben, keine Angst Leute. Dem Herrn L. Hässig wird die Lektüre nicht ausgehen.

    Allerdings hat das die Raiffeisen auf dem viel besagten falschen Fuss erwischt. Wäre es eine andere Bank, welche aktuell nicht so im Rampenlicht der Presse steht, hätte es vermutlich kaum jemand gross kommentiert.

    Sollte es in naher Zukunft zu wesentlichen Verwerfungen auf dem Finanzmärkten kommen – allem voran mit kräftige Zinssteigerungen und Börsenkorrekturen – dürfte dies die Raiffeisen allerdings wesentlich mehr auf dem falschen Fuss erwischen, als die kleine „Falschversandgeschichte“ von heute.

    Die Aufsichts- und Strafbehörden im Haus, ein neues Bankenkernsystem das nicht läuft und das alte System am Ende seiner Life-Time, eine schwache Führungsriege mit wenig bis gar keiner Ahnung vom Bankengeschäft und extrem hohe Zinsrisiken auf dem Hypothekengeschäft. Prost Nägeli, dann wird’s heftig….

    PG und Co. können nur hoffen, dass Ihnen genug Zeit bleibt, den Laden einigermassen wieder in Schuss zu bringen und zu stabilisieren.

    • Ich denke es braucht nicht PG und Co. sondern unbelastete und faire Leute! PG wusste von den Machenschaften von PV und hat einfach weggeschaut!

    • „extrem hohe Zinsrisiken auf dem Hypothekengeschäft“ – erläutern Sie dies doch bitte.

      Und dann in Relation zu den anderen Banken, KB, UBS, CS, ZKB, Regionalbanken.

      Was Sie schreiben, ist Humbug, Wutbüergertum. Infantiles Geschwabel.

  22. das widerspiegelt ein weiteres mal verunsicherung pur. raiffeisen ist zum zitterlaub geworden 🙂 schade, das braucht wieder jahre für die image-erholung.

  23. Herr Hässig, es gibt kein Bankgeheimnis mehr. Da hat ja Frau Widmer-Schlumpf beerdigt. Seit der Bundesrat eingeknickt ist, geht es mit unseren Bank „Berg ab“. Da haben uns die Amis wirklich veräppelt!

    • Es gibt das Bankgeheimnis weiterhin, es wurde durch EWS einfach durchlöchert! Diese Frau hat der Schweiz einen enormen irreparablen Schaden zugeführt! Aber Hauptsache man konnte Blocher verhindern!

  24. Nachtigall ich hör dir trapsen …

    Befindet sich die verantwortliche Person, welche seinerzeit die Auslagerung des Print-Bereiches bei Raiffeisen Schweiz durchgesetzt hat, nicht aktuell in der GL von Arizon ???

  25. wie wäre es, wenn raiffeisen und andere firmen mal mehr in die angestellte investieren würden?
    weniger prügeln und sparübungen und mal auch einmal eine freiwillige lohnerhöhung und lob, wieder einmal.
    die oberen könnten sich im gegenzug etwas mässigen mit immer mehr geld zu nehmen und so ihre seele etwas regenerieren und dabei auch grad steuern optimieren.

    • Also zumindest der Gisel wird ja von seinem Chef sowohl gelobt als auch belohnt.
      Dabei zeigt sich: man hat eine Fehlerkultur, die auch von ganz oben aktiv vorgelebt wird. Der CEO macht die meisten Fehler.
      Der kann auch dreist lügen (gemäss InsideParadeplatz Bericht), oder DAS strategische Projekt in den Sand setzen. Da wird niemand gefeuert.

  26. Was hat dies denn nun mit Raiffeisen zu tun? Morgen ist Raiffeisen noch daran schuld, das in St Gallen irgendein Heini bei rot über die Ampel geht, überfahren wird und man dann heraus findet, das er auf dem Weg zu Raiffeisen war. Und hier liegt die Schuld doch eindeutig beim Provider. Und erst wenn sich herausstellen sollte, das nicht er sondern Raiffeisen die Fehler begangen hat, dann ist es eine Raiffeisen Story. Ich habe immer gedacht, das in einer Demokratie wie der Schweiz Sippenhaft verboten ist, scheint aber in diesem Fall journalistisch wohl wesentlich interessanter zu sein als nur eine Meldung über den Provider.

    • Die Verantwortung ist/bleibt bei Raiffeisen und nicht beim Provider! Diese kann niemals ausgelagert werden – in letzter Instanz hat immer Raiffeisen sich zu bemühen, dass der Provider richtig funktioniert (mittels Überwachung, etc.). Deshalb ist eine Berichterstattung über den Provider sekundär und weniger relevant.

    • sitzen noch im Boot
      nur nicht Hans-Gunter
      der geht mit seinem Verständnis zu Outsourcing von Verantwortung jetzt schon unter.

    • schuld sind immer die vertragspartner und in diesem fall raiffeisen gegenüber dem kunden. egal, wem raiffeisen die verantwortung abgegeben haben will.
      obligationenrecht kv lehre..

  27. Die Ironie dieser Geschichte ist, dass Raiffeisen eigentlich gegen sich selber Anzeige einreichen muss. Auch wenn dies bei einem „externen Provider“ (auch von Raiffeisen gekauft oder ein Spezi von irgendwem?) geschehen sein soll, so ist die Bank schlussendlich verantwortlich für die Einhaltung des Datenschutzes. Sie hat schlussendlich diese Firma ausgewählt und als „Kunde“ die Prozesse getestet (so hoffe ich) und schlussendlich abgesegnet. Da kann Raiffeisen in einem Vertrag noch so viel wegbedingen wie sie will, es ist einfach so. Schauen wir mal, welche Köpfe hier rollen werden und vergleichen dies mit dem Coop-Fall. Hr. Gisel, hat historisch gesehen auch seine Finger in der IT, Hr. Olmesdahl, Leiter Departement IT & Services ? Sicher nicht, dafür der Output-Angestellte sowie sein direkter Vorgesetzter beim „externen Provider“.

    • An dieser Misere trifft Rolf Olmesdahl keine Schuld, das Outsourcing des Druckbereiches wurde einige Jahre vor seinem Eintritt von einer anderen einflussreichen Person veranlasst (Der Mann gilt als informeller Chef der Raiffeisen-IT) . Damals war der Aufschrei gross …

    • @Knastbruder
      Danke für diese Info! Wir wollen doch fair bleiben. Dann bleibt nur noch Hr. Gisel.

  28. Gegen einen BackOffice Mitarbeiter wird dann rasch ermittelt. Die Ermittlungen gegen Pierin und Co liessen Jahre auf sich warten.

  29. Betonung „externe Provider“ – Raiffeisen Schweiz misst bei externen und internen offensichtlich nicht mit der gleichen „Brille“.

    Zudem stört es mich, dass die PR vom Raiffeisen die gravierende Verantwortungsdiffusion im Raiffeisen Konstrukt auch noch betont.

    Die Betonung „externe“ ist sowieso längst obsolete Rhetorik / PR-Schule.

  30. Fehler können leider nun mal passieren, aber das persönliche Daten und Kontoinformationen die lokalen kleinen RB-Banken verlassen und bei irgendwelchen fremden Firmen landen, sollte einem zu denken geben.

    Natürlich hat auch Raiffeisen Schweiz als „Dienstleister“ der kleinen RBs Zugriff auf diese Daten, diese aber nochmals in unverschlüsselter Form (Name, Kto-Nr., Kontostand) an Fremdfirmen weiterzureichen finde ich schon etwas sehr befremdlich …

    • Das wird wohl kaum unverschlüsselt hin und her versandt. Und auch kaum an irgendeine dritte Firma. Das ist streng geregelt durch FINMA Rundschreiben. Das machen zig andere Banken auch. Faktisch hat keine Bank mehr ein eigenes Druckzentrum, sondern lassen das extern machen, beispielsweise bei der Post (Tochterfirma der Post) oder anderen Anbietern. Zu technischen „Pannen“ kommt es ab un zu. Das passierte früher, wie auch heute. Jetzt so ein Geschrei zu machen ist lächerlich. Bei allem Respekt für den Herrn Lukas Hässig.

    • Warten wir ab wie Sie reagieren werden Ihr Arztdossier oder Ihre Steuerdaten an Dritte versandt werden.

      Und Sie schreiben es ja selber, ist per FINMA Rundschreiben geregelt. Fazit: Die Raiffeisen hält es nicht ein. Und nun muss die FINMA, wie anno Coop, hierbei begleiten und überwachen.

    • @Chantal Armelig
      Finma Rundschreiben sind das eine, deren Umsetzung aber das andere …
      Also wenn ein Blatt Papier (hier: Kontoauszug) falsch adressiert verschickt wird, hat jeder der dieses Blatt zu sehen bekommt (z.b. bei Papierstau,
      beim kuvertieren, etc.) die unverschlüsselte Information.
      Oder haben die Empfänger der falschen Kontoauszüge nur verschlüsselte Informationen mit denen sie nichts anfangen können vor sich?

  31. Ein absolutes No Go. So schaffen sich die Schweizer Banken selber ab (das Bankgeheimnis, sorry: „Bankkundengeheimnis“) hat EWS de facto bereits gebodigt). Alles wird outgesourct: Betrieb der Bankensoftware über Swisscom (sic!), Versand der Post via Ostblock (Lolek lässt grüssen), Bewerbungen auf Instagram stellen. Statt sich wieder auf den Kunden zurückzubesinnen und den Begriff „Vieraugenprinzip“ (Achtung: Fremdwort!) zu studieren, befasst man sich lieber mit Imagepflege: Teilnahme des lokalen Filialleiters mit Protégé an einem Startup-Up-Event, Pflege der Xing- und LinkedIn-Profile. Die Kalamitäten mit falschen Adressen habe ich schon früher erlebt und deshalb seit Jahren ein „banklagernd“. Und jetzt? Erhöhung von Fr. 200.– auf Fr. 900.–. Nein kein Witz. Meine Lösung: Abschleichen und Käfer ins Bunkerli. Aber ist das im Sinne des Erfinders? Sicher nicht im Sinne des Finanzplatzes Schweiz. Aber eben: Was soll man machen bzw. erwarten? Wenn man die Xing- und Facebook-Profile der diversen Selbstdarsteller und Dummschwätzer durchackert bekommt man ja Angst. Habe meinem „Kundenberater“ letzte Woche gesagt: Ueber die letzten Dekaden wurden von den Banken Milliarden in die EDV investiert. Und das Resultat? Nef.

    Schickt den ganzen Grümpel doch direkt ans Steueramt! So, und jetzt nehme ich ein Valium zum Abregen.

  32. Was läuft eigentlich überhaupt noch regelkonform bei R?
    Hier wird gerade das Finanz-System ad absurdum geführt. Unter dem Deckmantel der FINMA.
    Man stelle sich vor, plötzlich einen Konto-Auszug einer Stiftung aus dem Ländle zu erhalten…

  33. Etwas muss an dieser Stelle auch mal gesagt werden. Offensichlich gibt es bei Raiffeisen einen Mitarbeiter der sehr unzufrieden mit seine Job ist und deshalb diesem Portal ständig Insider-Informationen zukommen lässt.
    Liebe(r) Unbekannte(r) …. Wenn du so unzufrieden bist, dann ist es Zeit für dich dieses Unternehmen zu verlassen (wie ich es auch vor geraumer Zeit getan habe). Denn was du hier für eine Nummer abziehst, ist ersten völlig daneben und zweites Ilegal (lies deine Geheimhaltungserlärung).

    • Ah was. Das ist auf aufrechter Mann (oder Frau), der unter Risiko mithilft, den Vincenz-Gisel Clan zu bekämpfen. Würde ich glatt für den Prix Courage vorschlagen.
      Schuld sind Gisel und sein Umfeld, welches sich unbelehrbar an ihr Amt Klammern und dabei Raiffeisen enormen Schaden zufügen. Nur um nochmals etwas abzukassieren.

    • Sie tun diesem MA unrecht. Wahrscheinlich hat „dieser Mitarbeiter“ dies dem VR melden wollen und sein Memo wurde im externen Ouputcenter falsch eingepackt und an die falsche Adresse versandt! Die PR-Abteilung wird sich bei ihm entschuldigen.
      PS. Ist ja nur ein Sack Reis in China umgefallen (Ironie für Insider ;-).

    • @Ex-Mitarbeiter Raiffeisen:
      Das ist genau diese verdrehte, kranke Auffassung, dass unsere Gesellschaft Whistleblower, also den Informaten über unrechtmässige Machenschaften bestrafen will, damit diejenigen, die für die Unrechtmässigkeiten verantwortlich sind, weiter Ihren unsauberen Geschäften nachgehen können. Das ist einfach unfassbar, heuchlerisch und absolut stupider Kadavergehorsam!

    • Gäll, aber Primin hat alles Legsl gemacht. Und ein Hoch auf den Whistle Blower! Es sollte eigentlich viel mehr von denen geben. So aus der GL der UBS wäre es doch kuhl, zu erfahren, wie die Lügen und Betrügen. Oder aus dem schönen Bundeshaus. Oder aus der Spendenzentrale der $VP. Da wäre unter Garantie viel Fleisch am Knochen bzw Dreck am Stecken. Und wie sagen die Frazenbuch Jünger doch so schön: wer nichts zu verbergen hat, muss auch nichts befürchten. Darum: ein dreifaches Hipphipphurra auf alle bisherigen und künftigen Whistle Blower!

    • Aha. Wenn ich also besoffen Auto fahre ist das Auto Schuld!
      Aber in etwas haben sie Recht: Schuld ist nicht das Personal. Sondern die Führungskräfte und Risikomanagement!

    • Das interessiert niemanden. Die Prozesse und Prüfmechanismen müssen funktionieren. Interessiert Sie nach einem Operationspfusch das technische Problem? Besonders wenn es von einer solchen Banalität ist wie von Ihnen geschildert?

  34. Seht es doch einmal so: In St. Gallen hat man eingesehen, dass das horrende Wachstum unter P.V. allgemein nicht gesund war… Nun ist man froh über jede negative Schlagzeile um Kunden zu verlieren und wieder zu schrumpfen!

  35. Ausgerechnet der hier allseits gefeierte und höchst beliebte Onkel Du Pont ist von diesem Skandal betroffen. Natürlich werden sich einige fragen: „Wieso, oh mein Idol, hast Du Assets bei einer Bank bei der sogar im Ebanking ein leichter Dünger Geschmack zu vernehmen ist?“

    Ganz einfach: Weil ich den Anschluss zum gemeinen Kanalvolk nicht verlieren möchte.

    Doch das wirklich tragische hier ist, dass ein falscher Kunde meine Auszüge erhalten hat. Zum Glück habe ich nur das Äquivalent von einem Fünfräppler auf der Mistgabelbank, dennoch war dieser andere Kunde erstaunt, als über einen Zeitraum von 6 Stunden Sattelschlepper meinen Kontoauszug vor seinem Haus ausluden.

    Der Bank selber bin ich nicht böse. Ich wusste ja, dass eine solche Bank höchst inkompetent ist. Ich bin erstaunt, dass meine „Fünf Rappen“ überhaupt noch dort sind. Ich erhalte die Auszüge ja sonst nie selber, sondern sie werden direkt zur Kehrrichtverbrennungsanlage spediert und in Rauch aufgelöst. Ja mag sein, ist das nicht besonders Umweltbewusst, aber die Alternative wäre, dass ich mal auf elektronische Post umstelle. Aber das ist mir zu kompliziert. Also ich meine den Akt, jemanden damit zu beauftragen.

    All the same, ich wünsche Kollege Vincenz nur das Beste, er ist ein geschäftstüchtiger Freund, der es versteht aus einer Sau Orangesaft zu pressen.

    Marcel Du Pont – Milliardär, #Metoo-Auslöser, Hinternkneifer.

    https://twitter.com/Marcel_Du_Pont

    https://www.facebook.com/marcel.dupont.9849

    • Na ja, wenn Ihr Auszug solche Dimensionen hätte, müssten Sie doch einige Transaktionen über Ihr Raiffeisenkonto abwickeln. So unbedeutend wäre Ihr Konto somit nicht, bei diesen Papiermengen!
      Vermutlich kann man zu Ihren üblichen Titeln noch jene eines Gross- oder Dummschwätzers hinzufügen. Diese Prädikate beschreiben Ihren Beitrag vermutlich am besten.

    • @Marcel Du Pont:
      Einfach um das kurz klarzustellen: weder feiere ich Sie, noch sind Sie bei mir höchst beliebt. Für mich sind sie lediglich ein weiterer dieser Plauderis, der sich nur mit Schwanzverlängerung aus dem Hause traut und meint, weil er 5 Rp. mehr auf seinem Konto hat als der Durchschnitt, er müsse überall sein vergoldetes Dickdarm-Enstück zur Schau tragen, obwohl es genau gleich aus der Muffe stinkt wie bei allen anderen. Es sind Menschen wie Sie, die die Welt zu Grunde richten und sich dabei noch amüsieren…

  36. Schon interessant, dass Banken Kundendokumente bei Drittfirmen drucken lassen. Kundeninformationen verlassen also die Bank auf elektronischem Weg und werden an diversen Orten für immer und ewig zwischengespeichert.

    • Dass Kundeninformationen nicht inhouse gedruckt und versendet werden, ist bei Grossbanken gang und gäbe. Zudem gibt es klare Vorlagen, wie mit diesen heiklen Daten umzugehen ist – Datenbanken sind (sehr) regelmässig zu bereinigen.
      Ihr Kommentar zeigt einmal mehr, dass es einfacher ist, eine polemische, unüberlegte Aussage zu äussern, als sich zu informieren.

    • Lesen Sie am besten mal die AGBs ihrer Bank durch … Die Zeit in welcher Bankendaten ausschliesslich nur noch bei den Banken selbst gehalten werden ist schon ein paar Jahre her.

    • @SBV – Das war nicht immer gang und gäbe. Kundendaten scheinen nicht mehr das wertvollste Gut einer Bank zu sein. ‚Klare Vorgaben‘ – Papier ist geduldig. Wer in der IT arbeitet, der sieht das nicht so blauäugig. Cambridge Analytica hat nach eigenen Angaben auch alle Daten gelöscht. Wer’s glaubt… Wie das überprüft werden soll, da bin ich mal gespannt. SBV weiss das sicher zu erklären. Also?

    • Man soll meines Erachtens streng regulierte Banken nicht mit einer Marketingfirma vergleichen.

      Weiter empfehle ich Ihnen, das FINMA Rundschreiben 2008/3 bzw. 2008/21 zu konsultieren, um sich über das Thema zu informieren. Es geht dabei um die operationellen Risiken von Banken.

  37. Letzte Woche habe ich mein Konto bei der Raiffeisenbank aufgelöst. Vertrauen ist nach all diesen Geschichten verschwunden.

    • …und sind zur UBS oder CS gewechselt, weil da dass Vertrauen mega ist. Wow. Herzliche Gratulation! Ihre Spesenabrechnung dankt es Ihnen.

    • @Unklugmann

      Ach, googeln Sie mal nach Regionalbanken und Region – sie werden sehen, dass die Schweiz von dutzenden hervorragenden Banken besiedelt ist, bei denen man mit den Füssen noch den Boden berührt, ehrlich und transparent agiert und den Kunden bei sich haben will, nicht möglichst weit weg.

      Wer braucht heute noch Grossbanken? Tolle Regionalbanken haben auch schon Private Banking Angebote die teils noch viel persönlicher und besser sind als die hochstilisierten Pseude-Services von CS, UBS, usw.

      Cheers.

    • Mir kommt bei Regionalbanken nur die Spar- und Leihkasse Thun in den Sinn… ähhhhhhhhhhh… die gibt es ja nicht mehr!

    • falsch Herr Klugmann – Grossbanken würde ich NIE benutzen. Habe jetzt nur noch eine Bankverbindung und bin dort sehr zufrieden !!

  38. Lieber Herr Hässig
    Ich schätze sehr, was Sie alles aufdecken. Hier liegen Sie in einem Punkt nun aber falsch: Herr Waespi musste nicht wegen des Falschversandes gehen bei der Bank Coop. Er ging zuerst freiwillig (wollte zur AKB), dürfte dann die Stelle wegen des Berufsverbots aber nicht antreten. Das Berufsverbot hat er wegen Kursmanipulationen der Bank-Coop-Aktien erhalten. Notabene Kursmanipulationen, an denen er sich nicht selber bereichtert hat.
    Sie wissen das eigentlich, haben dies hier im Blog auch schon geschrieben.
    Dass Sie nun dies anders darstellen, nur um die Raiffeisen noch ein bisschen blöder dastehen zu lassen finde ich journalistisch nicht OK sondern polemisch. Schade.
    Ansonsten bitte weiter so.
    Beste Grüsse

  39. Es ist ein großer Vorteil im Leben,
    die Fehler,
    aus denen man lernen kann,
    möglichst früh zu begehen.

    Winston Churchill
    * 30. November 1874 † 24. Januar 1965

    _______________________________________________

    P.S.: Noch glücklicher ist m. E., Fehler Anderer z. B. als (Angestellter eines) Beraters mit zu begleiten, so daß aus der stets präsenten Erinnerung an das erlebte Desaster Vergleichbares bei einem selbst sicher vermieden wird.

    • Was ich hier lustig finde ist, dass die Banker Fehler nie einsehen wollen. Sieht man anhand einiger Kommentare. Das sind die kleinen Angestellten, die statt arbeiten hier posten. Solche Leute werden auch keine Karriere machen. Sie bleiben Sachbearbeiter, da die Bosse das hier nur lesen, aus Paranoia, aber nie kommentieren. Also, Leute, denkt einfach nach und überlegt wie es wäre, wenn es Eure Firma und Euer Vermögen wäre, dass in der Bank steckt. Wir brauchen mehr unternehmerisch denkende Manager und nicht einfach nur Manager, die von irgendeinem Headhunter empfohlen werden. Sie sind auch nur hinter der Provision hier.

    • Ihr „Kommentar“ ist kein Skandal, sondern schlicht und einfach kreuzerdendumm. Vertrauen zu einer Bank, die seit Wochen im Fokus steht und neuerdings auch noch – Bankkundengeheimnis aufgehoben oder nicht – private Daten Drittpersonen zustellt? Die Raiffeisen kann ja inskünftig Kundendaten auf Facebook posten und für ultimative Transparenz sorgen.

  40. Die „medizinische“ Schlussfolgerung auf diesen neuerlichen Raiffeisen-Flop:

    Man ist ursprünglich von Bandwürmern ausgegangen, jetzt zeigt es sich dieser „Körper“ ist von Metastasen befallen.

    Fazit: Stop mit Alternativ-Medizin, jetzt muss das Skalpell her.

  41. Was für eine Komödie….
    Raiffeisen hat Ihre ganze Reputation verloren beim Schweizervolk. Nur noch Ihre Billig-Hypotheke hält die Bank über Wasser… aber wie lange noch ???

    • Was für ein armseliger Kommentar. Ohne jegliche Fakten. Raiffeisen ist immer noch die Bankengruppe mit dem grössten Vertrauen in der Schweiz, auf Platz 10 gem. der Erhebung. Irgendwo auf den 30er Plätzen folgt dann die UBS.

      Die Kunden sind mit Raiffeisen und ihren attraktiven Produkten und Dienstleistungen sehr zufrieden.

      Der Lukas Hässig hasst nunmal die Raiffeisen, die UBS und die CS. Weil er dort seine Adlaten hat, die jeden Scheiss ihm mitteilen.

      Und ob jetzt hier, ein, zwei, drei frustrierte ihr Lohnköntchen wechseln, wenn kümmert das, meine Herren.

      Eine Hypothek, wo Geld verdient wird, kann man nicht einfach so wechseln. Die haben Laufzeiten, und woanders ist es nicht günstiger oder besser.

      Also: Ich China…

    • „Eine Hypothek, wo Geld verdient wird…“ – Dein Deutsch ist richtig Scheisse, liebe Chantal, und Deine Argumenation erinnert an Vreni aus St. Gallen.

    • Tja, wenn eine Umfrage gestartet würde mit der Frage welche CH-Bank hat den schlechtesten Ruf, mit Zusatzfrage: Welche Bank hat das unfähigste Management? Was denken Sie wo Raiffeisen landen wird? Auf Platz zehn oder auf einem Podestplatz?

      Das was Sie als „Scheiss“ betiteln ist ja offensichtlich Realität auf dem Finanzplatz Schweiz.

      Auch die „zwei, drei frustrierten Lohnköntchen“ haben ein Recht und Anspruch darauf, dass ihre Daten nicht Hinz und Kunz zugestellt werden. Die Verantwortlichkeiten diesbezüglich sind eigentlich klar geregelt.

  42. Die falsch adressierten Unterlagen wurden extern durch einen Provider versandt. Bei einer Störung müsste das System sofort stoppen, und die vorausgehenden Sendungen von Hand auf Richtigkeit kontrolliert werden. Das ist offenbar nicht geschehen. Die Raiffeisen hat richtig gehandelt, und Strafanzeige eingereicht zum Selbstschutz. Es gibt in der Schweiz nichts Schlimmeres als falsch adressierte Bankunterlagen.

    • Es werden Millionen von Bankauszügen verschickt und dies meist fehlerfrei. Die Fehlerquote bei allen Schweizer Banken ist absolut tief.
      Das grösste Problem ist der Briefträger welcher die Post in den falschen Briefkasten steckt. Eine 100% Garantie gibt es nicht es arbeiten immer noch Menschen mit diesen Maschinen. Und wie heisst es so schöne wer frei ist „von Fehlern“ werfe den ersten Stein.
      Aber man kann jetzt halt so richtig auf der Raiffeisen rumhacken.

    • Postbote = relativ grösste Fehlerquelle
      Ja, ich erhalte selber mehrmals pro Jahr den Bankauszug meines Nachbarn im gleichen Haus und umgekehrt (gleicher Familienname). Ich gehe darum davon aus, dass das mit mehreren hundertausend Bankauszügen pro Jahr passiert. Ein Klage halte ich jedoch nicht für zielführend.

      PS: Die Verwechslung ist einfach nur mühsam. Die Zahlen habe ich noch nie angeschaut, mich interessiert so was überhaupt nicht.

  43. Verdammt nochmal, was ist in dem Laden eigentlich los?! Warum ist Gisel noch im Amt?
    Wenn die Finma nun keine Berufsverbote gegen Verantwortungsträger vergibt, dann wird sie völlig unglaubwürdig!

    • Kennt der Sizilianer die ganzen Vorkommnisse.
      Hier gilt die Unschuldsvermutung bis zu einem rechtsgültigen Urteil. Was Herr Gisel für einen Einfluss, hätte nehmen können, wenn er etwas gewusst hätte, ist ist völlig unklar. Die Finma spielt zwar eine Rolle. Aber wer weiss wirklich was im Detail vorgefallen ist. (Die Untersuchung ist offensichtlich nicht abgeschlossen. Was sie für Interessen verfolgen ist für mich Unklar. Im übrigen hat die Banken gute Zahlen abgeliefert.Die Genossenschafter glauben an ein gutes Ende.