Entlassungswelle bei der grossen Swiss Re

Massenabbau in der Zürcher Zentrale – Erste blaue Briefe im Mai in Finanz-Abteilung verschickt – 10 Prozent in Zürich bald weg?

Swiss-Re-Kapitän Walter Kielholz, der Leonid Breschnew des Schweizer Finanzplatzes, zerlegt sein Imperium. Unter Kielholz‘ Führung streicht der Versicherungskonzern massenhaft Stellen.

Dies, ohne dass gross darüber gesprochen wird. Vielmehr gab zu reden, dass ein reicher Japaner von einem zusammengekauften Konglomerat namens SoftBank gross bei der Swiss Re einsteigen wollte.

Um dann unverrichteter Dinge abzuziehen und sich seiner nächsten Spielwiese zuzuwenden – diesmal die Fifa.

Kielholz nutzt die Japaner-Affäre geschickt als Ablenkungsmanöver aus. Sein Massenabbau der Swiss Re in der Zürcher Zentrale des Rückversicherers bleibt nur ein Thema in Insiderkreisen.

Dort aber überschlagen sich die Informationen. 10 Prozent der gesamten Zürcher Belegschaft sollen in den nächsten Monaten als überzählig das Unternehmen verlassen müssen, heisst es.

Sei es durch Kündigung, Pensionierung oder Firmenwechsel.

10 Prozent, das wären gegen 400 Leute. Die Swiss Re beschäftigt weltweit rund 14’000 Mitarbeiter, knapp 4’000 davon sitzen am Mythenquai am Seeufer.

Dort, wo diesen Sonntag die Elektro-Boliden herumkurven.

Losgegangen mit dem Grossabbau ist es offenbar bereits im Mai, um das Pfingst-Wochenende herum. Da hätten die ersten Betroffenen ihre Kündigung erhalten, sagt eine Quelle.

Es handle sich um gut bezahlte Leute mit interessanten Jobs in der Finanz-Abteilung des Multis. Weitere Kündigungen würden folgen.

Die Entlassungen werden von der Swiss Re nicht dementiert. Eine Sprecherin des Unternehmens verweist auf 3 Prozent Effizienzgewinn, welche die Swiss Re als Ziel verkündet habe.

Die Zahl beziehe sich auf die weltweite Swiss Re und nicht nur auf den Standort Zürich, sagte sie gestern am Telefon.

Zudem gehe es nicht einfach um einen Abbau der Kosten, sondern um eine Steigerung der Produktivität.

„Das heisst, dass am einen Ort Jobs wegfallen und an einem anderen Ort neue Stellen entstehen.“

Für die Finanz-Mitarbeiter, die nun auf der Strasse landen, ist das ein schwacher Trost. Sie verlieren ihre gut bezahlten Stellen und landen auf dem Arbeitsamt – ausser, sie kommen woanders unter.

Walter Kielholz und sein Management verfolgen eine Lohn-Optimierungs-Strategie. Am Hochlohn-Standort Zürich bauen sie teure Leute ab, in Billig-Lohnländer stellen sie neue Köpfe ein.

Es ist die neue Story von Kielholz, nachdem sich die Geschichte mit dem SoftBank-Japaner in Luft aufgelöst hat.

Diese hatte für Aufwind bei der eigenen Aktie gesorgt. Der Titel der Swiss Re war in den letzten Monaten dank dem SoftBank-Interesse auf Kurs Richtung 100 Franken.

Nun liegt der Preis unter 90 Franken. Statt SoftBank jetzt halt Kosten, könnte sich „Kili“ sagen. Er und seine Geschäftsleitung profitieren, wenn die Aktie der Swiss Re gut abschneidet. Die Zeche zahlen die Finanz-Mitarbeiter, von denen viele 50 Jahre oder älter sein könnten. Auf sie warten in Zürich nicht viele Alternativ-Jobs.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Irgendwann muss ja im teuersten Land der Welt die Leistung wieder wettbewerbsfähig gestaltet werden. Quersubventionierung aus Billiglohnländer ist auf dauer eine schlechte Lösung.

  2. Für die Betroffenen, vor allem Älteren, ist sowas schwierig. Aus der Firmenwarte gesehen, kann (aber muss nicht immer) so eine Kündigungswelle sinnvoll sein. Roche (Basel) hatte um 1980 mit Renditeproblemen zu kämpfen (Umsatzeinbrüche von Valium, Librium, Nobrium). Jede 7. Stelle wurde gestrichen. Das Auswahlverfahren unter McKinsey war sinnvoll angelegt. 900 Leute mussten in Basel gehen, über 3 Jahre verteilt. Die Firma überstand das problemlos und es musste so nur wenigen gekündigt werden. Ich meine, unseren Verwaltungen zu Bern und in den Kantonen würde so eine Übung sehr gut tun !

  3. Hoffentlich kommen Sie auch mal dran Herr Kielholz, schämen Sie sich nicht, auch Leute mit Familien zu entlassen!

    • Ich bitte Sie, Medina, wo leben Sie eigentlich – eventuell auf einem anderen Planeten? Seit wann gibt es ein Gesetz, das Menschen ihr „Lebensrisiko“ abnimmt – klären Sie uns bitte schnell auf, ich möchte auch ein Stückchen davon abhaben.
      Dankeschön

  4. Wenn es wenigstens “die Richtigen” treffen würde, könnte man sich sogar überlegen Aktien zu kaufen. Denn wenn die nämlich „die Richtigen“ entlassen, dann hätten die Leute, die arbeiten wollen und auch können eine echte Chance was in dem Unternehmen zu bewegen. Aktuell sind aber noch viel zu viele vor Ort die durch politisieren wie auch Unfähigkeit schnelle Entscheidungen und Effizienz blockieren und auch boykottieren!

  5. In 80% solcher Massenentlassungen hat das Topmanagment und der Verwaltungsrat sein Mandat nicht seriös ausgeführt. Eigentlich sollten diese Personen zuerst entlassen werde.

  6. Diejenigen, die den Kredit der Nation kontrollieren, lenken die Wirtschaft der Regierung und halten das Schicksal des Volkes restlos in der Hand. Soll man entsetzt sein? Solange wird schon über die Swiss Re und seinen Macher gehört, aber nicht gesprochen, geschweige denn geächtet. Nichts neues im Westen. Ist das Gedächtnis der Masse doch so kurz. Mit der Transformation vom Mensch zu Person, werden all von Natur gegeben Menschenrechte ausgehebelt. Schlimm wird es enden, denn Habgier ist nicht umsonst eine Todsünde.

    • Egoistisches plündern auf höchstem Niveau. Ein Fossil aus der Vergangenheit der der Schweiz so geschadet hat wie kaum ein Zweiter.

  7. Privatisiert die Gewinne und Sozialisiert die Verluste. Business as usual. Leider aber in der Schweiz mit Goldenen Sozialwerken einen Schritt naeher an die Abyss die keinen Boden hat. Viel Glueck Kollegen Eidgenossen. Ich hoffe wir koennen die Schweiz Retten. Stay strong!

  8. What’s the prob, Mr Hässig? Vor wenigen Tagen wurde von den Tamedia- und Ringier-Postillen doch herausposaunt, dass in Helvetien nun Vollbeschäftigung herrsche. Diese Leute werden sofort wieder eine Stelle finden, v.a. die Informatiker.

    Aber im Ernst: Was wir hier sehen sind in erster Linie die Konsequenzen ordnungspolitischer Eingriffe durch Bund und Kantone sowie der fehlenden Grundlagenforschung / F+E im sekundären Sektor.

    Durch die ordnungspolitischen Eingriffe (Regulierungswahn [Bspw. Compliance, KYC], freiwillige Abschaffung des Bankgeheimnisses und AIA) sind ein grosser Teil des tertiären Sektors (Banken, finanznahe Institute) gegenüber dem Ausland (v.a. Singapur und HK) nicht mehr konkurrenzfähig und verlieren weiterhin an Terrain. Die Entlassungswellen werden sich fortsetzen; viele Unternehmen im tertiären Sektor stecken im Treibsand.

    We’re trapped in the belly of this horrible machine – and the machine is bleeding to death.

    Hinzu kommen die immer teureren und immer schlechteren Dienstleistungen des tertiären Sektors (Banken, Versicherungen), welche Kunden (wie mich) zu Internet Outfits vertreiben.

    Das Geschäftsmodell Gebühren, Gebühren, Gebühren funktioniert eben nicht.

    Beim sekundären Sektor zeigen sich die ordnungspolitischen Eingriffe in der verlotterten Infrastruktur (Autobahnen, Hauptstrassen, Telcos, Post, Energieversorgung) und in der fehlenden Grundlagenforschung sowie der kontinuierlichen Forschung und Entwicklung. Deshalb sind Von Roll, Gretag, Saurer (Lastwagen!), Sprecher + Schuh, Hasler, Schäublin, Ascom, Autophon, Gardisette etc. untergegangen. Tornos ist ein Schatten seiner selbst und lässt high-end Drehmaschinen im taiwanesischen Maschinencluster Taichung von OEMs herstellen. Den Rest haben Schweizer Oligarchen (bei der SMH / Swatch Group) und ausländische (bei Oerlikon, Sulzer, Von Moos) besorgt. Da bleibt nur noch die Herstellung margenarmer Produkte, wie Matratzen und von der IV bezahlten Schuhen. Eine glänzende Ausnahme hier ist die Ems-Chemie, das am Reingewinn (nicht EBIT!) gemessen profitabelste Untenehmen Europas.

    Würde es nach dem Innovationsfetischisten, Chefredaktor des „Agefi“ und NR Fathi Derder gehen, sollte die Schweiz auf – natürlich staatlich geförderte – Starts-ups und Innovationen – setzen.

    In Mode gekommen sind das „Crypto Valley“, wo sich nun herausgestellt hat, dass 50 % der ICOs auf problematischen Rechtsgrundlagen gegründet wurden. Nach Fathi Derder ist die Schweiz führend in der Konstruktion von kommerziellen Drohnen. „La Suisse s’impose en leader des drones commerciaux.“ / „Et si la Suisse devenait la Silicon Valley du drone?“ Tönt ähnlich hohl wie „Le prochain Google sera suisse“. (Sorry, Büro F., wieder schlechte Arbeit geleistet.)

    http://www.agefi.com/home/drone-valley.html

    Dabei geht gerne vergessen, dass 80 % dieser (staatlich geförderten) Start-ups nach zwei Jahren in Konkurs gehen oder von ausländischen Firmen übernommen werden. Zudem beschäftigen diese Neugründungen im Schnitt 10 Personen, verglichen mit einer Von Roll-Giesserei, welche eine Belegschaft von tausenden von anständig verdienenden Mitarbeitern hatte.

    Was am Ende bleibt, sind die „Start-ups“, welche Ballone in 15 Farben verkaufen.

    Ah sorry, habs vergessen: Natürlich: Der SwissPass und die SwissID, das sind ja die Blockbuster-Innovationen von morgen! Und dann noch das elektronische Patientendossier.

    Anyway: We’ve sensed it. We’ve seen the signs. Now… it’s happening. Only darkness now.

    • Geiler Beitrag. Ist schon so: 99% der Schweizer rennen noch mit der Rosa Brille bzw. heute mit der Virtual Reality Brille durch die Welt und sehen nicht die Zeichen an der Wand! Für den dümmlich verbreiteten Super-Bullshit der Vollbeschäftigung sollte die Systempresse übrigens ausgepeitscht werden.

    • Doom Paul – give me more of this great stuff! – Wirklich substantiell und auf den Punkt!

  9. Jetzt bitte nicht übertreiben, ich kenne gewisse dieser Herrn, es handelt sich um MDs die jetzt in spezielle Programme kommen, wo ihnen beigebracht wird einen CV zu schreiben, weil sie sogar für das zu blöd sind. Wir reden von Leuten mit einem Salär von 400K und einer Ahnung von NULL. Diese Leute nicht rauszuschmeissen käme mit Geld aus dem Fenster werfen gleich.

    • @Anja: So, so, Sie kennen gewisse dieser Herren! Nur Herren, weil die Damen soooooo fähig sind? Dann gehe ich mal davon aus, dass Sie dort arbeiten. Wie sonst wüssten Sie, wer davon betroffen ist? Aufpassen, dass man Sie nicht beim Tippen von solchen Kommentaren am Arbeitsplatz (14:24) erwischt. Macht sich auch bei/trotz Jahresarbeitszeit/home office nicht so gut.

    • Bei 400k Jahresgehalt kann man ja auch ein Mindestmass an Qualifikation erwarten

  10. Zitat „die Finanzmitarbeiter … verlieren ihre gut bezahlten Stellen und landen auf dem Arbeitsamt – ausser, sie kommen woanders unter.“ – Ja, wo? In der Zürcher Rückversicherungsbranche wohl kaum: SCOR schrumpft in ZH zu Gunsten Paris, Partner Re – jetzt italienisch – traut sich nix mehr, dasselbe Bild bei der Scheich-Firma Qatar Re. Axis Re Einstellungsstopp (unter US-Kommando), dasselbe bei den Japanern Tokio Millennium Re und MS Amlin. Exin Re Fehlstart wegen Nichtlizenzierung durch die FINMA. NewRe – mit grossem Getöse von Genf nach Zürich verlegt – an der kurzen Leine der Mutter Munich Re. Angeblich käme Korean Re – aber die müssen sich wohl bald mehr um die Finanzierung der Wiedervereinigung mit ihren ausatmen Brüder im Norden kümmern.

    • Jetzt haben sie schön gezeigt, dass sie sämtlich Re Firmen in ZH kennen. Ein grosses Chapeau von mir.

  11. Die Massnahmen wären alle ok und ökonomisch verständlich – wenn das Management gleichzeitig ebenfalls Zurückhaltung üben würde. Aber mit dem aktuellen „Oben abgesahnt“, in der „Mitte geköpft“ und „unten unterdrückt“ geht die Toleranz der arbeitenden Bevölkerung den Bach runter – das Resultat sind eher wirtschaftsfeindliche Abstimmungsergebnisse. Zum Schaden aller. Das ist die wahre Verantwortung dieser Garde. Aber anstatt Bewusstsein haben sie eine weisse Weste.

  12. Die Digitalisierung macht ja nichts anderes, als uns Kunden für die jeweilige Unternehmung arbeiten zu lassen, indem wir alles selber „effizient“ am PC erledigen müssen. Sogar „unser“ BR will die SwissID, damit dereinst auch die Steuerformulare nurmehr elektronisch eingereicht werden können. Jeder Dienstleistungsjob an der Front ist in Gefahr. Die Unternehmen wollen gar nicht mehr an der Front persönlich verkaufen, viel zu teuer. Lieber eine tolle App schreiben und hoffen, dass dann die Millenniums ihre Autos da drüber kaufen. Mein Porscheverkäufer sagte mir, dass er nicht mehr 50 Autos p.a. verkaufen dürfe, sonst würde sein Bonus gekürzt(!). Angeblich wegen Qualitätssicherung. Tatsächlich geht’s aber darum die – bislang – mächtigen Frontleute zu entmachten. Wie damals bei der elektronischen Börse, als man die Händler aussen vor liess. Bin selber ü50ig und habe a) meinen Lifestyle schon vor Jahren geändert, bzw. die Fixkosten runtergefahren und b) mich von all meinen CH-Liegenschaften getrennt. Diese können sich nämlich immer weniger CHler leisten, weshalb über CHF 2 Mio. bereits ein markanter Preisdruck, bzw. Flaute herrscht – die Bonus-Finanzler fehlen zunehmend am Markt. Wer auch nur etwas vorausdenken kann, der setzt auch bei noch so guter Qualifikation nicht auf einen vermeintlich sicheren Angestelltenjob, sondern macht sich selbständig oder privatisiert, wenn er denn kann. Dafür muss er aber auch bereit sein, evt. das Land zu verlassen und den ganzen Prestige-Klimbim zu schreddern. Ich bin dann mal weg…… ;-))

    • …im Porsche etwa, weg ?

      und wohin denn, weg ?

      Spanien ? heute von der neuen Sozi Regierung
      bekanntgegeben : 52 % Besteuerung ab 150 k
      Einkommen. Plus 30 % auf allen Finanzerträgen und
      Kapitalgewinne, ab 50 k p.A.

      Parkbusse mit dem Porsche ? Wird direkt vom
      Bankkonto einbezogen. Einsprachemöglichkeiten :
      mañana, mañana.

      Italien ? Deutschland ? Frankreich ? Schweden ?
      Dänemark ? Nicht viel besser wie Spanien.

      Russland ? 20 % Flat Tax. Nur der Steuerbeamte
      möchte auch ein Porsche, Ihr Porsche.

      So einfach ist es nicht, abzuhauen.
      Lieber hier kämpfen, auch und insbesondere
      wenn man über 50-J ist.

      Gruss, Seat Fahrerin, Motor System Porsche
      (also ein Porsche Kleber auf der Heckscheibe).

  13. Solch einen aufgeblasenen Plodderi wie Kielholz würde ich aus meinem (gepflegten) Restaurant hinauswerfen lassen.

  14. Frage mich langsam, wer die vielen neuen Eigentumswohnungen in der Schweiz kaufen soll ??

    – Zehnder Radiatoren – 40 Stellen
    – Notenstein Bank -250 Stellen
    – OVS (ex Vögele) -400 Stellen (könnten auch viel mehr sein..)
    – Nestlé Informatik -500 Stellen
    – Swiss Re -400 Stellen

    In den betreffenden Unternehmungen wird der Angstreflex
    umgehen, d.h. die Familien der Mitarbeiter dort, werden weniger
    ausgeben und sparen, wo möglich (also kein neues Auto kaufen).

    Ebenfalls wird sich generell jeder 50-jährige Mitarbeiter wohl fragen, ob er nicht lieber seine Lebensweise sofort ändert auf „neue Sparsamkeit“.

    Aufschwung beginnt in Deinem Kopf.

  15. Die Swiss Re entlässt ja schon seit bald mehr als 2 Jahren Personal, dass 50+ ist. Dies auch im Bereich Underwriting, was früher mal das Steckenpferd von Swiss Re war, und leider inzwischen völlig verkümmert ist. Mitunter ein Grund, weshalb die Resultate nicht mehr so rosig sind/aussehen, und nicht nur allein wegen irgendwelchen Naturkatastrophen, wie vom Swiss Re Management suggeriert wird.

    • Jedesmal, wenn eine Rückversicherung schlechte Zahlen melden muss, sind es „die Naturkatastrophen, die uns das Ergebnis verhagelt haben“ – da bekommt der Journalist/Aktionär/normale Mitarbeiter Tränen des Mitleids in den Augen. Dabei gehört es zum Kerngeschäft der Rückversicherer, solche Risiken und Schäden zu managen.

  16. Der Leonid Abbruchhammer scheint Feudallenker zu sein mit wenig kreativen Ideen. Von jugendlichem (…..) Esprit schon seit mindestens 50 Jahren keine Spur mehr. Eines versteht er aber ganz wunderbar. Die Salamitaktik nämlich. Scheibchenweise werden seine Mitarbeiter unauffällig entsorgt…..und wir merkens trotzdem wegen diesem Bericht.

    Anstatt neue, zukunftsträchtige Geschäftsfelder voranzutreiben in einem automatisierten, gesättigten Markt, treibt er seine Leute auffällig genug in unsere Sozialwerke.

    Ein besseres Eingeständnis an sein beschämendes Unvermögen gibt es wohl kaum. Wer den den Namen „Swiss“ oder „Suisse“ im Namen trägt soll sich wieder einmal an diese Schweizer Werte erinnern.

    • Es sind ja Schweizer Werte: Stutz über alles (sogar über die Familie)…

  17. „Zudem gehe es nicht einfach um einen Abbau der Kosten, sondern um eine Steigerung der Produktivität.“ Oder anders: Die Schweiz ist zu teuer, die Jobs gehen ins Ausland. Schönen Tag noch.
    PS: Für den Vergleich mit Breschnew ist wegen Fehlens der markanten Augenbrauen unpassend…

    • Just in case, liebe energieberaterin: Konnte vor einiger Zeit beim Plane Spotting am Kloten Airport zwar keine Tupolev, aber eine der letzten Iljushin IL-62 der russischen Luftstreitkräfte sichten. Interessant, weil diese Starkraucher sind ja eigentlich nicht mehr erlaubt in ZRH. Wer da wohl drinsass??? Putin auf Töchterbesuch?? Einer aus seiner Kamarilla zum Besuch beim Onkel Doktor in der Schweiz? Etwas für die Zunft der Kreml-Astrologen.

  18. In vielen globalen CH Unternehmen läuft dasselbe Spiel; es wird optimiert, verkauft oder rationalisiert. Die Gier des Managements nimmt kein Ende! Für die Mitarbeiter jedoch naht das Ende. Der Ausverkauf von soliden CH Unternehmen geht weiter und die Politiker schauen zu auch, weil sie Mitspieler und Profiteure sind.

    • Es wäre interessant zu wissen, wie viele Politiker in Bern korrupt sind >20;>50 oder sogar >80%?
      Wenn man schaut, um welche Themen die sich kümmern….

    • @Müllabfuhr: Nicht optimieren, nicht verkaufen, nicht rationalisieren: wissen Sie was das heisst? (ich sage es Ihnen: sich dem Mark nicht anpassen). Und was sind die Folgen für eine Firma???

  19. Das Management tut das Eine – Die Digitalisierung das Übrige. Und umgekehrt.
    Die Zukunft hat begonnen, obsolete Stellen werden aufgehoben.
    Dies ist das erste Wirtschaftsprinzip für ein gewinnorientiertes Unternehmen.

    • Aus persönlichen Einsichten in beide Branchen weiß ich, daß das Versicherungsgeschäft trotz der Null- und Niedrigzinsen noch profitabler ist als das Bankwesen.

      Momentan „leistet“ man sich deshalb dort – auch wegen der Mitarbeiter – noch Rückschritt und Ineffizienz, die es im Bankenbereich schon lange nicht mehr gibt.

  20. Wann kommen endlich Manager die ihr Handwerk ehrlich und transparent betreiben damit die Firma stabil und nachhaltig betrieben wird?

    • Rudi vergiss es die kommen nie mehr. Wir leben in einer völlig egozentrischen Welt jeder handelt nach dem Motto save my as first.

  21. Die SwissRe überarbeitet die gesamte Finance Landschaft. Damit wird die Firma effizienter und effektiver. Damit werden auch Jobs überflüssig. Das ist in der normal und gehört zu jeder Firma, welche langfristig am Markt sein will.
    Auch wenn das nicht schön ist, aber die SwissRe muss besser werden. Die schöne Lage und der prunkvolle Neubau reichen nicht aus.

    • Normal wäre es dies kontinuierlich zu tun aber scheinbar chillt man immer 1-2 Jahre um danach wieder Hauruckübungen durchzuführen. Da fragt man sich schon was die dann den ganzen lieben Tag machen, wäre ja ihr Job dies permanent zu überwachen und optimieren.

  22. Wir reden zwar von Digitalisierung und neuen Chancen mit neuer Technologie. Wie alle Schweizer Finanzdienstleister.

    Was wir wirklich tun ist sparen, sparen, sparen. Und beim Sparen sind wir durchaus phantasievoll. Unsere Phantasie muss ja irgendwohin, wenn schon nicht in neue Geschäftsideen!

    Software lassen wir mittlerweile hauptsächlich von mittelmässigen Leuten in Bangalore, Bratislava und Kansas City entwickeln. Hauptsache die Leute sind günstig. Und weit weg von Zürich. Swiss im Namen, sonst nichts. Andere haben es vorgemacht.

    Zudem arbeiten wir am Tor ins All. Kein menschlicher Tor, nein, sondern eine Pforte. Alter Wein in neuen Schläuchen, gewissermassen.

    • Es ist interessant, wie eine so Traditionsreiche Firma langsam aber sicher sich atomisiert seit 10 Jahre nachdem CDOs debakel wie die GB. Tut weh, aber unausweichlich… gut bezahlt, aber eben nicht wie früher war…
      Interessant auch für die schweizer Bürger, die die Steuerreform III noch absegnen muss… wenig Steuern für die Multis, obwohl schon international tief sind… weniger Steuern zahlen, oder ausweichen. Gewinne machen und dann Leute auf die Strasse setzen…
      Wenn wir alle Kosten um herum diese Firmen zählen würden, dann würden wir feststellen, dass sie mehr Kosten als Erträge für die Gemeinschaft produzieren… dazu kommen noch Sozialkosten in Zukunft. Aber alles gut, wir leben in der beste der Welt…ich bin ein Kapitalist, aber verstehe nicht mehr was wir erleben… vielleicht zu Dumm ( selbsteinschätzung für meine Gegnern…). 😁🤣

    • Wer ist Forstmoser?

      Den Aigrain habe ich zusammen mit meinem Ziehvater Rainer E. Gut installiert.

    • Hofffentlich müssen wir ihn nicht bei der Eröffnung des Kunsthausneubaus ertragen, wie er sich sonnt….

  23. Wann endlich trifft es auch diesen unsäglichen Kielholz? Der sollte alles zurückgeben müssen, das er bei der SR kassiert hat.

  24. So kann man den Platzmangel am neuen Prestigehauptsitz auch lösen. Weniger Profis am Mythenquai, mehr Inder anderswo. Und dann ergeben sich 2-3 Jahre später Riesenverluste. Wieder mal ein paar Milliarden weg, weil sich z.B. Know-How basierte Kontrollen nicht ins Irgendwo outsourcen lassen? Kielholz müsste das wissen, solches hatte er bereits mehrmals zu verantworten – in gerade kosmischem Ausmass bei ZWEI Instituten während der Finanzkrise. Verkauft Eure Swiss Re Aktien, solange Ihr noch 90 Stutz dafür kriegt…

  25. Was für Stellen werden abgebaut, und wo? Und wozu? Mehr Details wären wünschenswert. So ein Urteil zu fällen, ist äusserst schwer und nicht seriös.

  26. Die Betroffenen können froh sein, aus der Branche draussen zu sein: Gratulation.
    Im ersten Moment wird es sich nicht so anfühlen, aber lieber für 40 Prozent weniger Lohn etwas sinnvolles machen, mit vernünftigen Chefs.
    PS: „Der Leonig Breschbew des Schweizer Finanzplatzes“ – eine treffende Beschreibung…