Der grosse Abbruch im Swiss Banking

500 Jobs weg bei Postfinance, 400 bei Swiss Re – Bei CS minus 5’000 seit 2012 – Unten radikal, oben Bonus.

Gestern gab’s zwei Hiobsbotschaften. In Zürich die Swiss Re, sie könnte 400 Jobs streichen. In Bern die Postfinance, bei ihr fallen 500 Stellen dem Rotstift zum Opfer.

Es sind nur die jüngsten Job-Kürzungen in einer langen Reihe – die weitergehen wird. Bei Notenstein fallen bald 250 Stellen weg.

Am Ende droht ein radikales Abwracken des Finanzplatzes Schweiz. Die Opfer sind zuvorderst die langjährigen Mitarbeiter über 50. Sie landen auf der Strasse, mit 2 Jahren Arbeitsamt und danach schlechten Karten auf dem Jobmarkt.

Wie dramatisch der Abbau ist, zeigt das Beispiel der Credit Suisse. Die Grossbank zählte 2012 in ihrem Heimmarkt Schweiz noch 19’400 Mitarbeiter.

Ende 2017, also 5 Jahre später, waren es bedeutend weniger. Da wies die CS noch 16’490 Leute für die Schweiz aus. 2’910 Angestellte weniger auf der Payroll.

Minus 15 Prozent. Bei der Postfinance sind es minus 14 Prozent, wenn man wie der Tages-Anzeiger die bereits erfolgten Kürzungen nimmt, dann fällt gar jeder 5. Job ins Wasser.

Bei der anderen Grossbank, der UBS, waren es Ende 2012 genau 22’378 Angestellte in der Schweiz. Per Ende des letzten Jahres wies die Bank noch 20’826 aus für den Heimmarkt. Minus 7 Prozent.

Der vergleichsweise homöopathische Rückgang bei der UBS hängt mit einem Strategiewechsel zusammen. Die UBS baut regionale Backoffices in der Schweiz und verlagert somit weniger nach Polen, Indien und in die USA.

Die Rückbesinnung auf die Heimat bei der UBS, die auch bei der Zurich Versicherung zum Tragen kommt und wohl auch bei der CS im Gespräch ist, täuscht aber nicht über den Trend hinweg.

Der lautet: Der Finanzplatz und seine Mitspieler befinden sich in einem wilden Strudel nach unten, was die Jobs angeht.

Gemäss heutiger NZZ sank die Gesamtzahl der Banken-Stellen zuletzt von 110’000 auf 100’000. Die Reise nach unten könnte sich nun beschleunigen, wenn man die Nachrichten aus der Swiss Re, der Postfinance und den Privatbanken zum Massstab nimmt.

Zwei Treiber sind entscheidend: Computer und Bankgeheimnis.

Die Banken lassen die Kunden für sich arbeiten. Sie müssen deren E-Banking nutzen. Sonst werden sie zur Ader gelassen.

Das heisst aber auch: Die Banken bauen massiv Stellen ab. Sie produzieren damit Sozialkosten. Gewinn für mich und meine Aktionäre, Verlust für den Steuerzahler – so das Kalkül der Spitze.

Der zweite Grund für den Crash auf Raten bei den Banken-Jobs ist das Bankgeheimnis. Mit dessen Wegfall ziehen die Ausland-Kunden ihre Vermögen bei den Schweizer Instituten ab.

Das begann vor Jahren und hört nicht auf – entgegen den Beteuerungen der Chefs. Diese haben bis jetzt trotz Versprechens, auf die Performance zu setzen, kein Mittel gefunden, um die anspruchsvolle Ausland-Kundschaft bei der Stange zu halten.

Umgekehrt beharren die Banken-Kapitäne auf ihren Boni. UBS-Chef Sergio Ermotti erhält Jahr für Jahr 14 Millionen, obwohl der UBS-Aktienkurs himmeltraurig dasteht.

Bei CS-Lenker Tidjane Thiam sind es regelmässig 10 Millionen – dies bei angehäuften Verlusten von gegen 7 Milliarden in dessen dreijähriger Ära.

Der Abbau bei den Banken passt ins Bild eines beschleunigten Umbruchs in der Schweizer Wirtschaft. Bei Industriebetrieben steigen die Stellenkürzungen, wie ein Kommentarschreiber gestern auflistete.

40 Jobs weg bei Zehnder Radiatoren, über 1’100 bei OVS respektive Charles Vögele, 500 IT-Stellen gestrichen bei Nestlé Schweiz. Banken und Industrie im Abwärtssog: Die Schweiz bleibt zwar reich und weist Vollbeschäftigung aus. Doch im Alltag geht die grosse Job-Angst um.

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89 Kommentare zu “Der grosse Abbruch im Swiss Banking

  1. Sie könnten auch mal sagen, dass EWS unseren Finanzplatz ans Ausland verraten hat. Die lachen sich ins Fäustchen. Einfach unglaublich was da passierte.

  2. Ich denke Herr Minder muss wieder aktiv werden. 14 Millionen etc. p.a. sind wirklich nicht gerechtfertigt.
    Gruss

  3. Leute bei all den Kommentaren bleibt mir nur noch eines zu sagen:

    FLASCHE LEER…ICH HABE FERTIG 😃😃😃😃😃😃

  4. Probleme im Finanzbereich gibt es nur noch bei denjenigen, die keine Lizenz zum Gelddrucken haben. Sämtliche Naionalbanken stehen im Wettbewerb mit gedrucktem Geld sich die Wirtschaftrosinen weltweit unter den Nagel zu drucken. Wer am meisten hat, sichert sich die höchsten Dividendeneinnahmen ohne je dafür etwas geleistet zu haben. Gläubiger gibt es für die Gelddruckmaschinen keine. Oder kann sich jemand vorstellen, dass bei schlechtem Börsengang jemand bei den Nationalbanken das gedruckte Geld zurückfordert?
    Bitte einfach mitkaufen, okonomische Regeln und fundamentale Daten waren gestern…

  5. Man spart halt zuerst wo es am einfachsten geht. Unten. Oben wird es dann auch noch krachen, aber garantiert. Halt erst etwas später. Willkommen in der Realwirtschaft!

  6. Hoert auf zu Motzen und geht endlich ins Ausland! Mehr Kohle im Ausland und bessere chance 50 Millionen zu machen. Auch wenn nur Rupees.

  7. Meine Prognose!
    in 10-15 Jahren existieren noch 20% der heutigen Banken in der Schweiz. Das ist eine Auswirkung der Digitalisierung gepaart mit einer immer schlechteren Betreuung der Banken.

    Das gibt Möglichkeiten für gute Alternativen aber führt auch noch noch mehr Einheitsbrei und weniger Individualität.

  8. Die Schweizer sind super gebildet, rennen jeden Abend in die Weiterbildung (Handy-Kürsli) sind jedoch tod naiv !!
    Sie haben damals die BR Widmer in den Himmel gelobt und sogar gesagt sie lieben sie…!!! Einfach nur peinlich und ecklig.
    Und just diese Widmer hat in New York und Brüssel ihre Pussy-pants runtergelassen, oftmals als „Vorleistung“ und ohne jeglichen Grund !!
    Sie hat das Bankgeheimnis frontal angegriffen und mitgeholfen es niederzureissen – wahrscheinlich noch mit Befriedigung und das Volk hat sie hochgejubelt………
    UNGLAUBLICH !

    • Ach, an der Gier der Bankmanagergilde ist sie jetzt auch noch schuld? Schade wurde das Bankgeheimnis nicht auch für die Steuerschmarozer in der Schweiz aufgehoben. Ein Industriezweig der auf simplem Steuerbetrug basiert (ex CH Bankgeheimnis) ist nichts anderes als ein organisiertes Verbrechen an denen welche Steuern zahlen. Auch Sie werden das irgendwann mal noch kapieren.

  9. Lieber LH
    Die Postfinance in denselben Kessel mit den Grossbanken zu stecken ist jetzt auch nicht ganz fair. Weder werden dort absurde Managerlöhne gezahlt, noch ist die Personalgrösse auch nur Ansatzweise vergleichbar, noch kann sie viel dafür, dass sie von der Raiffeisen- und den Kantonalbanken-Lobby unter der Berner Kuppel kastriert wird.

    Wie auch diese Webseite schon berichtet hat, unter anderem auch im Interview mit Hans Geiger, ist der Aderlass nicht mehr als die Konsequenz der politischen Kastration dieser Bank.

    Du solltest Dich ein bisschen als Gewinner fühlen, denn das Schicksal der Postfinance wurde hier schon Prophezeit. Sie wäre ein separater Artikel wert, der die politisch-taktischen Spiele unter der Kuppel beleuchtet, die in diesem Abbau resultiert. Denn wenn jetzt nichts geht, dann verliert die Schweiz eine der Banken, die in der Bevölkerung breit und tief, links bis rechts ein sehr grosses Vertrauen geniesst. Und bisher auch das Preis / Leistungsverhältnis in der Schweizer Retailszene für den kleinen Mann in einem Gleichgewicht gehalten hat.

    • … meine neuen Schweizer Helden: der Bauer vom Brünig-Pass, der dem Heli von Vielflieger JSA die Landung verweigerte und der Taxifahrer vom Brünig, der JSA mir „Grüessech, Herr Blocher“ empfing. Es könnte nicht schöner sein. Freude herrscht!😂😂😂

    • @Sozialdetektiv:
      …ja genau, ein Valium auf zwei Beinen…

      Allerdings ist JSA diese Woche grade sehr beschäftigt als Teilnehmer der diesjährigen Bilderberger-Konferenz in Turin. Jedenfalls wird er offiziell in der Teinehmerliste geführt: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/06/05/die-liste-der-bilderberg-teilnehmer-2018/

      Interessant, denn JSA war bereits letztes Jahr Teilnehmer der Bilderberger in Virginia.

      Allein diese Tatsache, dass JSA bereits schon wieder Teilnehmer ist, sollte uns dazu veranlassen, in naher Zukunft unserem lieben Herr Wirtschaftsminister noch etwas genauer auf die Hände zu gucken; denn in den Medien wird ja wohl wieder überhaupt nichts über die Inhalte/Beschlüsse an der Konferenz berichtet!

  10. Immer wenn die geistige Windstille der Manager zulange andauert, verfallen sie in operative Hektik und rennen herum wie „chicken without head“ und ballern immer auf die, welche sich noch bewegen. Damit rechtfertigt man dann die eigene Unfähigkeit. – In was für einer Kultur sind wir mittlerweile angelangt? – Ich sehe nur noch Panikmanagement.

  11. Das haben alles die sogenannten „Wirtschaftskäpten“ zu verantworten. Die haben ihr Schiff nicht mehr unter Kontrolle. Schieflage wie bei der Concordia. Und sie retten sich Jahr für Jahr in die nächste Bonirunde. Und jetzt müssen langjährige Mitarbeiter ü50 bluten.

  12. Abwrack-Prämie!
    Einen treffenderen Namen für GL-Boni in den Banken gibt’s kaum!
    Erneute Bestätigung für mein JA ZU VOLLGELD!

    • Ich möchte mich als Bankangestellter schon einmal vorab bei ihnen bedanken. Sie sicher mir den Job und den Bonus damit.

  13. Die Digitalisierung (Industrie V4.0) ist leider vor allem Eines, ein Sündenbock, um Personalabbau im Dienstleistungs-Sektor aufgrund Management-Unvermögen, zu vertuschen. Würde man die Möglichkeiten an Auswertungen und Analysen mit kreativen Ansätzen der Marktbearbeitung (dafür wird ein Manager bezahlt!) verknüpfen, wäre das wahre Ziel von Industrie V4.0 erreicht.

    Stattdessen werden neue Technologien für eine Verblödung der Menschen (=Konsument) genutzt, man schaue sich nur die Schafherden auf Fatzebock und Co. an, wie kann eine solche Firma eine solch hohe Börsenkapitalisierung erreichen? Was ist deren Wert für die Gesellschaft ? Dass wir tagtäglich noch mehr Spam- und Werbung erhalten, angeblich soll diese zielgerichtet sein? Oder mit den Worten von Albert Einstein ‘Ich fürchte den Tag, an dem wir überall und jederzeit vollständig vernetzt sein werden .. wir werden (dann) eine Generation von Idioten haben .. ‘.

    Wir haben es leider in vielen Firmen verpasst, überhaupt erst Industrie V3.0 richtig einzuführen und durch Automation einerseits banale menschliche Tätigkeiten zu eliminieren und andrerseits die fehlende Geburtenzahl zu kompensieren. Man kann auch auf Roboter Sozialabgaben erheben und benötigt keine billigen und unqualifizierten Arbeitskräfte für banale Tätigkeiten. Letztere lösen nicht unser Problem an Überalterung und strukturelle Probleme. Wer wischt uns dann den Allerwertesten in unserem letzten Lebensabschnitt, wenn nur die zweitklassige Arbeit von angeblichen Topp-shots noch einen Status in unserer Gesellschaft haben ?

    Wir müssen wieder vermehrt von unseren Lehrlingen mehr fordern und fördern – Vorbildfunktion inklusive. Die Löhne insgesamt zu reduizeren wäre dem Export (Währung) förderlich, aber gleichzeitig bei gleichbleibender Kaufkraft (=Wohlstand), leider arbeiten mehr Menschen in unserem Land gegen dieses Ziel, als dafür. Noch schlimmer, wir wählen viele dieser Verhinderer alle 4 Jahre.

    Mit den Worten eines Herrn Christoph Blocher .. ‘Unternehmen ruiniert man in den guten Zeiten ..’. Dies trifft gerade auf die Banken in besonderem Masse zu, man hat es in den fetten Jahre schlichtweg versäumt, sich auf Schocks und Herausforderungen, wie z.B der Wegfall des Bankkundengeheimnisses, vorzubereiten.

    Führung lässt sich durch nichts ersetzen, egal in welcher Industrie-Generation man sich gerade bewegt. Sicherlich wird es auch Industrie V4.0 nicht richten, wenn im Management der Wurm drin ist. Ein gutes Beispiel ist hierbei die Raiffeisenbank, nicht die neue Software Einführung (V2.0/ V3.0) ist der Kern des Problems, sondern die Auswirkung für die fehlende integre und kompetente Führung. Kein zweitklassiges Management ersetzt sich freiwillig durch ein fähiges Management, das würde Qualitäten voraussetzen, die einem ja hierzu gerade fehlen – Schach Matt .. Game over.

    .. und ist der Plan auch gut gelungen ..
    .. bestimmt verträgt er Änderungen ..
    .. wir ändern früh, wir ändern spät ..
    .. wir ändern .. was zu ändern geht ..
    .. zum Denken bleibt uns wenig Zeit ..

    MfG Industrial

  14. Die geschilderte Entwicklung zeigt, dass der Erfolg des CH-Bankenplatzes resp. seiner Grossbanken bis zu einem gewissen Grad auf der Steuerhinterziehung reicher Ausländer beruhte. Das Umpolen auf ehrliches und trotzdem exzellentes, erfolgreiches Privatbanking scheint (noch) nicht geglückt zu sein. Dabei müsste man besser sein als das Ausland. Da fragt sich zu recht, weshalb man „oben“ solche Millionensaläre einstreichen muss. Und der Aktienkurs dieser Banken spricht Bände …

    • „bis zu einem gewissen Grad“ > „zu 60 bis 80 Prozent“. Und genau darum wurden die Banker dann fett, faul und impotent. Quoting Bär senior.

    • Ich lese da aber in der ZEIT: „Pictet lag falsch. Laut der jüngsten greifbaren Statistik verwaltet die Schweiz 3.200 Milliarden Franken an ausländischen Vermögen. Das sind über 100 Milliarden mehr als im Vorbebenjahr 2007.Als Sparkasse der Welt ist das Land also weiterhin groß und rund, ein Viertel der grenzüberschreitend angelegten Gelder liegt hier. Offenbar ging man von einem Trugbild aus. Das Bankgeheimnis wurde dramatisch überschätzt:… “
      Man kann jetzt vermuten, dass die Banken nicht wirklich Probleme haben, sondern einfach auf Gewinnmaximierung machen. Das ist natürlich einfacher, wenn man den Bürgern vorjammert, wie schlecht es um einen steht.

    • „Ein Bauer, der nicht jammert, ist nicht gesund“. Gilt wohl auch für Banker.

  15. Das ist politisch so gewollt. Niemand soll sich beklagen. Die verantwortlichen Politiker habe vielleicht einfach die Zeichen der Zeit erkannt und unsere Trümpfe, die die Schweiz hatte beim Handling von Geldern (Intransparenz, Verschleierung, Geheimhaltung u.a.) aufgegeben, weil sie über längere Zeit sowieso nicht zu halten gewesen wären. Das ist die neue Realität. Und vielleicht sollten sich die Schweizer wieder vermehrt auf ihre traditionellen Stärken besinnen, die sie in der Geschichte gezeigt hatte. Die da sind: Reisläufer, Türsteher, Käser, Schweinehüter, Zuckerbäcker, Kaminfeger und so fort.

    • @Olivier Fehr: was sind schon 100 Milliarden mehr angesichts der gewaltigen Mengen an Euros und USDs, die in den letzten Jahren aus dem Nichts geschaffen wurden. Wie verhält es sich mit der Entwicklung der Marktanteile?

  16. Die Schweizer Politik hat das alles super gemacht. Vielen Dank. Und es wird so weitergehen. Nach UBS und CS, strebte die die BJB mit Raiffeisen (jetzt ja auch systemrelevant….zum lachen) diesen nach und jetzt macht sogar die bis anhin gut LGT die gleichen Schritte…. Letzter hat leider aus der Dummheit der anderen nichts gelernt…
    Die Schweiz steht am Abgrund…. die vielen jungen Schweizer tun mir leid….

  17. Und was glaubt ihr wohl, was bei echter Digitalisierung und Roboterisierung mit AIs passieren wird… Dann wird wohl jeder zum Programmierer werden, oder im Garten arbeiten müssen. Je nach persönlichem Gusto.

  18. Die ganze Misere hat mit Rainer E. Gut angefangen, als er Ende der 90er Jahre geraten hat 1.25 Milliarden US$ Ausgleich für mutmasslich in der Schweiz versteckte jüdische Gelder auf nachrichtenlosen Konten zu zahlen, um in Amerika UBS und CS weiter Geld handeln zu können. Das hat letztlich zur bedingungslosen Offenlegung sämtlicher Schweizer Bankgeschäfte geführt. Die weiteren Stationen waren dann erweiterte Klagen gegen unsere Banken wegen Steuerhinterziehungs-Produkten. Dass unser Bundesrat unsere eigenen Gesetze dabei ausser Kraft gesetzt hat, scheint nur wenige zu kümmern. Wenn wir heute noch etwas gegen diese schleichende Erosion unternehmen wollen, muss die Vollgeld-Initiative angenommen werden, denn danach wird unser Bankenplatz wieder attraktiv als sicheres Depot für Bargeld.

    • Es bewegt nicht, es wühlt auf. Deshalb schweigen die meisten lieber. Ein normaler Reflex in der heutigen Zeit.

  19. Ich persönlich halte nix von Verschwörungstheorien. Aber ich denke, wir alle wohnen einem historischen Moment bei. Dem Untergang des dekatentesten Systems seit der Römerzeit. Irgendwie war der Untergang Roms im Rückblick erklärbar: Sklavenhaltung, Dekadenz, kleine reiche Schicht, Brot und Spiele für das Volk. Wie sieht ws heute aus? Statt Sklaven gibt es Angestellte. Einzig das Salär stelt den Unterschied zum Sklaven her. Dekadent sind wir alle schon lange. Beispiel: Wochenend Shopping in Barcelona, Flug Fr. 49.–. Pervers. Die kleine, reiche Schicht haben wir auch und genügend zu essen ebenso. Dazu Gesellen sich grosse Sportereignisse, königliche Hochzeiten und all der ganze Promi-Karsumpel. Auch die Römer haben bereits die Umwelt zerstört, wir geben ihr nur noch den Rest. Einsicht? Keine, weder bei den Römern, noch bei uns. Darum habe ich für mich ganz persönlich beschlossen, zurück lehnen und zugucken. Das, was ich persönlich in meinem kleinen Umfeld bewirken kann, mache ich. Alles andere wie Trump, Putin und ähnliche Gestalten des Grauens, Krankenkassenprämien, grossflächige Umweltzerstörung, sinnlose Fliegerei etc. kann ich selbst eh nicht ändern. Nur meiden oder zähneknirschend Akzeptieren. Was das mit dem Artikel zu tun hat? Viel. Sehr viel sogar und wer noch einigermassen selbstständig Denken kann, wird es verstehen. Mir tun all die entlassenen Arbeitssklaven untendlich leid. Ich habe das vor rund 8 Jahren bereits durchgemacht, Banken Backoffice.. Grund: Krankheit. Beziehe weder IV noch erhielt ich Geld vom RAV. Mittlerweile lebe ich bestens ohne Pensionskasse und Hyposchulden, verdiene meine paar Batzen mit allerlei Jobs und bin zufrieden mit mir und meiner kleinen Umwelt. Mein Aufruf an alle Arbeitssklaven: gebt nicht auf! Seid von euch überzeugt und nehmt euer Leben selbst in die Hand. Ja, es bedeuted sicher finanzielle Einbussen, aber dafür kann ich heute zurück lehnen und zugucken wie uns allen die Scheisse die wir alle angerichtet haben um die Ohren fliegt. Ja, ich gehöre auch dazu. Auch jedes Oeko Freak oder jeder Anarchist. Nur, ich habs bemerkt und soviel es geht geändert. Es liegt an uns selbst. So, nun macht damit was ihr wollt. Zerreisst mich oder nicht, Ich sitz nun in meinen Garten und guck den Pflanzen zu wie sie wachsen und ergöze mich später an denen, welche sich über mein Kommentar aufregen. Die geben mit nämlich die Bestätigung, das ich richtig liege. En schöne Mittag na

    • Wenn du deine paar Batzen nicht mehr erhälst ist auch bei dir Feierabend! Hast offenbar noch einen Garten…

    • Gute Rezeptur zum Überleben dieses Irrsinns: Ballast abwerfen (wer kann) und stattdessen den Pflanzen beim Wachsen zuschauen……..und vorallem gesund bleiben.

      Der Wohlstandsverwahrlosung und der Reizüberflutung ein Schnippchen schlagen.

    • Walter „Leonid“ Kielholz (hochoben am Mythenquai) ins Pflichtenheft geschrieben.

      Er meint übersetzt: Weniger sinnlos auf dem Golfplatz herumlümmeln und stattdessen den Pflanzen beim Wachsen zusehen. Dazu den ergebenen Sklaven (pardon Angestellten) eine Lebensperspektive ermöglichen. Karma sei Dank.

      Die Wahrnehmung von Stepi einfach punktgenau.

    • Beobachter der Echte: stimmt. sie liegen richtig. Nur bin ich nicht auf einen Batzen Geber angewiesen. Mir ist es egal, mit welcher Arbeit ich meine Batzen verdiene. Garten, Hauswart, Steuern und Buchhatung sind nur vier der vielen Arbeitsfelder. Und es gibt noch einige mehr. Strenge und leichtere. Und ja, mein Garten versorgt mich ein Jahr lang mit Gemüse, Kräutern, Beeren, Quitten und natürlich Tomaten. Leider darf bzw kann ich aus Platzgründen keine Kühe halten. Somit kauf ich das wenige Fleisch und die Milchprodukte noch im Dorflädeli. Fazit: wenn einer meiner Batzen Geber nicht mehr bezahlen kann, habe ich noch andere und finde wieder Neue. Einfach nie mehr Kunden, als das ich mit 4 h Arbeit täglich bewältigen kann. Zur Zeit habe ich im Schnitt 2 h bezahlte Arbeit am Tag. Und das reicht aus. Und zur Not (falls alle Batzeli Geber pleite gehen sollten) nehme ich auch Naturalien wie Kartoffeln, Gold und Diamanten in Zahlung 🙂 Offen sein ist die Devise.
      Zugegeben, ich weiss nicht wie lange es gut geht, wenn auf einmal alle so leben täten. Aber für mich, hier und heute, ist es das Beste, was mir nebst den Kindern, in meinem Leben je widerfahren ist.

    • Um 10:42 so ein text herzuzaubern… da hat aber einer viel zu tun.

    • Heiliger Bimbam, das habe ich vor acht Jahren auch gesagt. Und glauben Sie mir, es war alles andere als ein easy going. Und ist es auch heute nicht. Und es hat sicher nicht jeder, der seine Job verliert die gleichen Bedingungen wie ich sie hatte. Es sollte sich einfach mal jeder Gedanken darüber machen, was er/sie den ausserhalb des Jobs noch kann. Oder lernen will. Heutzutage kann man bis zu 12000.– Bildungskosten bei den Steuern geltend machen. Auch für Jobfremde Berufsbilder. Ist sicher „gschiider“ als abzuwarten bis man den Tritt in den Hintern durch die Chefs bekommt. Und es gibt viele Möglichkeiten. Und ja, nicht bei jeder verdient man sich krumm und bucklig. Aber bei vielen wird man zufriedener. Und man ist kein Arbeitssklave mehr. Jeder ist seines Glückes Schmid.

    • … und die Kinder sind deine Rente und Rückversicherung, wie?

    • Gut geschrieben ‚Stepi‘

      Auch wenn’s viele nicht gern hören, ein wesentlicher Faktor beim Untergang des weströmischen Reiches ist die damalige Völkerwanderung. Nur blöd, dass wir nie aus der Geschichte was lernen.

      Zu Ihrer Selbstreflektion und Erkenntnis, was Zufriendheit wirklich ist und sein kann, kann man Ihnen nur gratulieren.

      Beste Grüsse, Industrial

    • Wichtiger wäre zu erkennen, wer man wirklich ist und warum man die Dinge will, die man anscheinend will.
      Vieles wird oktruiert und anerzogen.

      Wer aber seinen Kern erkennt, der weiss was er wirklich will und womit er wirklich glücklich wird.

      Glückwunsch zur Erkenntnis. Andere müssen da noch daran arbeiten.

      Dass Rom an der Dekandenz unterging, ist ein langlebiges Gerücht. Es ging an Überschuldung und Überfremdung zugrunde.

    • @Stepi
      exzellent geschrieben! Als Informatiker seit 2 Jahren auf der Stellensuche, IT-Jobs nach Polen und Indien ausgelagert, LKW-Fahrer in Rumänien und Slowakeit rekrutiert…uva..
      Jetzt muss ich mich mit meinen 60 Jahren auch zurücklehnen und diesem Wahnsinn entspannt zuschauen…und ein paar Tomaten einpflanzen…
      Sie machen es genau richtig.
      Beste Grüsse
      Manticore
      PS Bin dieser Gesellschaft sehr müde…

    • Super Kommentar! Du sprichst Tausenden von Schweizern aus dem Herzen!!!
      Bundesbern sollte das lesen, aber eben, es würde sich nichts ändern. Wir haben ja noch zu essen…
      LG John

  20. Ich habe noch nie gehört, dass sich die Finanzbranche für eigene MA und ihre Kundschaft einsetzt. Die dienen ausschliesslich dem Mittel zum Zweck.
    Im Vordergrund steht der Goldesel für die erlauchte Chefetage.

  21. Scheint kein Schwein zu interessieren – hier schreiben nur Private Banker oder Investment Banker. Und die haben Jobs, wenn Sie unter 50 Jahre alt sind und keine Querulanten sind. Und schön brav den Jungmanager folgen und nichts in Frage stellen. Shit happens Luki Luke. Lieber über Raiffeisen Schreiben. Das bewegt Zürich City. Da kann man auf die anderen ländlichen Löllis zeigen. Brave new (business) world.

  22. Ea ist wahrlich nicht toll und jetzt fahre ich nach Luzern zur grossen Housi Show… am Schluss bluten wir Mitarbeiter und die Chefs geben sich wieder mehr Boni..

  23. Vielleicht wäre es angebracht, der Postfinance auch sonst einmal auf die Finger zu schauen. Wer weiss, was im Sog der Post da alles so passiert…

  24. Sorry, Herr Hässig, kommt einfach nicht aus der Leier raus: „Zwei Treiber sind entscheidend: Computer und Bankgeheimnis.“ Nein! Es ist ganz einfach: gute Produkte zu guten Preisen, dann geht der Rest von allein. Siehe Stadler, Logitech, Sika.

    • … und zudem auch mit der alten Leier aufhören, eine ex-Bundesrätin sei an allem schuld. Wahrscheinlich ist diese auch noch dafür verantwortlich, wenn der CEO die Grippe hat.

      Nochmals:
      die Banken sind für Ihre Geschäftspolitik selbst verantwortlich. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, und die Führungskräfte sollten sich nicht wie Kindergärtner benehmen, sondern ihre Verantwortung wahrnehmen. Dafür werden sie entlöhnt und das ist ihr Job.

    • @ Haasenfratz:

      ….der schöne Ausdruck „freie Marktwirtschaft“ ist übrigens in den Programmen der SVP und FDP zu finden. Der ist noch besser! LÖLI!

    • @Anti-Bückling – Was wollen Sie mir dabei mitteilen? Zu den Parteien allgemein – Soll / Ist?!

  25. Es ist nicht ein Abwracken, es werden die Stellen und die Leute gestrichen die nichts zu tun haben, geht doch mal in ein Grossraumbüro bei einer Bank schauen, alle surfen im Internet. Sind denn diese Leute wirklich nötig? Glaube kaum……

  26. Lieber Lukas, die UBS-Aktie befindet sich seit Jahren teilweise deutlich über Buchwert. Negativzinsen und damit verbundene Unsicherheiten in Europa drücken zurzeit die Aktienkurse aller Finanztitel. Wäre noch erwähnenswert, nicht?

  27. „Die Schweiz bleibt zwar reich und weist Vollbeschäftigung aus. “ Wenn man der Seco-Statistik traut. Laut ILO Statistik, die auch vom BfS verwendet wird und die Ausgesteuerten mitzählt, steigt die AL in der Schweiz auf zuletzt 5.1 % (zum Vergleich: Deutschland 3.5%). Und der ganze Reichtum und die hohen Löhne nutzen einem auch nichts, wenn man ab 50 seine Wohnung verkaufen und seine gesamten Ersparnisse aufzehren muss, bevor man Anspruch auf Sozialhilfe hat, nachdem man ausgesteuert wurde. Der „Reichtum“ konzentriert sich in der Schweiz auf ein paar Pauschalbesteuerte. Wenn man ein Land mit wirklichem Reichtum sehen möchte, muss man in den Süden nach Italien, Spanien & Griechenland. Dort sind 70% der Bevölkerung Immobilienbesitzer, die Mehrheit sogar ohne Hypothek. Das schaffen in der Schweiz laut Eurostat nur ganze 5%.

    • @Steffen
      sehr gut bemerkt; und warum?
      Weil diese Länder den unsinnigen Eigenmietwert nicht kennen.
      Aber erkläre das den Politikern (auch FDP und CVP), die wollen das nicht begreifen und die Linken finden sowieso, man müsse Umverteilen und die Reichen sollen zahlen.

    • tja, solange sich die schweizer von den linken parolen einlullen lassen („für alle statt für wenige“) und dabei übersehen, wer letztendlich in den genossenschaftswohnungen („bezahlbarer wohnraum für alle“) wohnt, wird sich nie was ändern. der einzige schluss, der sich mir aufdrängt, ist, dass mit „alle“ zuallererst die linken selber gemeint sind. was auch erklären würde, weshalb diese sich diskussionen im parlament verweigern, denn die andern scheinen in deren wahrnehmung ja bereits gar nicht mehr vorhanden.
      was macht ihr euch überhaupt sorgen? kann doch jede und jeder noch immer zum bund arbeiten gehen, sich als politiker wählen lassen und allen das manna vom himmel versprechen oder dann sozialarbeiter/in oder -betreuer/in werden. von denen scheint es, konjunktur hin oder her, immer massigst zu wenige zu geben, denn es waren auch in den letzten jahren die einzigen bereiche, die nie (!) eine schrumpfung erfuhren.
      so denn: viel glück beim aufbau des sozialstaates schweiz. das banking hat sich längst fruchtbareren boden gesucht. und gefunden.

  28. Der grosse Abbruch von Swiss Banking wird ebenfalls durch und in der Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft Zürich ans Bundesgericht vom 21. November 2016 (zehntausende von Arbeitsplätzen gehen verloren) betreffend der Causa Elmer bestätigt. Der leitende Staatsanwalt lic. iur. Peter Pellegrini erklärt eindrücklich, was mit dem Schweizer Bankgeheimnis geschah und geschehen wird in Zukunft. Die eindrucksvolle Beschwerde kann über Webpage von Rudolf Elmer eingesehen werden (erste Seite, Link zur Beschwerde 21. Nov. 2016).

    • Ruedi, nicht immer wieder Du wenn jemand einen Furz über die Branche tut.

    • Lieber Rudi, die in penetranter Wiederholung kolportierte Mini-„Causa Elmer“ interessiert hier kein Schw…. – die Webpage ist so was von Kauderwelsch und Gebastel auf Primarschul-Stufe, dass einem übel wird – die impertinente Anbiederung eines gefallenen Systemgünstlings ist nur peinlich.

    • @Rudolf Elmer: Wenn ich mich richtig erinnere, haben Sie dem Finanzplatz Schweiz s.Zt. auch nicht gerade grosse Dienste erwiesen. Zudem habe ich keine Lust, mir Ihre von Pajeet programmierte Website anzusehen und mich mit Ihren Verschwörungstheorien zu befassen.

      Your comment is irrevelant. (Misspelling deliberate.) Go back to Reddit. >Jazz music stops.<

      PS: Nicht vergessen: Expiration date für Ihre Domain läuft am 10.8.2018 ab.

    • Herr Elmer, bei allem Respekt: man sollte nie über den eigenen „Fall“ schreiben. Da fehlt es nämlich an der kritischen Distanz und im Endeffekt ist es kontraproduktiv. Hochachtungsvoll!

  29. Die „Meterologen“ warnten frühzeitig über das kommende Unwetter. Das ist erst das Wetterleuchten. Das Unwetter zieht erst auf. Die meisten bemerken im Moment nur, dass es unerträglich schwül ist.

  30. Das Phänomen heisst 4. industriell Revolution und dass das kommen wird weiss man schon länger.
    Nach der Dampfmaschine, der Elektrizität und dann die Automatisierung mit Computern in der Industrie, ist die Digitalisierung nun die 4 Revolution in der Arbeitswelt.
    Der einzige Unterschied ist, dass die ersten 3, die sogenannten “blue shirts” (Arbeiter) traf und die 4. Revolution nun die sogenannten “white shirts” betrifft. (Banker, Anwälte, Buchhalter etc.)
    Fact ist das ältere Mitarbeiter sich einfach nicht auf die neue, digitale Welt einstellen wollen. Beispiele wie:
    • ich führe weiterhin meine Papier Agenda (auch wenn dann niemand anders weiss wo sie sind oder was sie tun, Termine vereinbaren oder ändern wir zum Albtraum, wenn man die Leute jedes Mal anrufen muss)
    • ich mag cloud Lösungen nicht,
    • ich habe es seit 30 Jahren so gemacht, warum soll ich es ändern”
    Diese Liste könnte man endlos fortsetzten.
    So liebe, ältere Mitarbeiter. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

    • Grossposaunisten, welche von Rechtschreibung, Kommaregeln und Interpunktionen keine Ahnung haben – jedoch eine elektronische Agenda führen (enorm, Mann !) und mit PowerPoint Pünktchen Ihre Argumente vorbringen. Das schlimme daran, sie denken sich aus, sie seien Larry Page und Sergey Brin kombiniert in einem Hirn.

    • Marc: massgebend sind nur die lohnkosten. alle anderen kosten sind, weltweit, beigemüse. praktisch überall (ausser energie) gleich. wenn nun noch der markt fehlt, dann wandert die revolution (für fareast als positivum). dies trifft jetzt den 3. und 4. sektor. nun stellt sich die frage, für wen eine volkswirtschaft jobs bereitstellen soll/muss.
      für gescheit+faul, für gescheit+fleissig, für weniger gescheit und faul, für weniger gescheit und fleissig? Wie hätten sie’s denn gern?

    • Fakt ist, dass man Ü50 immer nachsagt, dass sie sich nicht einstellen wollten.
      Fakti ist, dass man Ü50 einfach loswerden will, weil sie angeblich zu viel kosten und zu krank sind.

      Erinnert mich irgendwie an Animal Farm.

    • @Marc:
      Für mich sind Sie ein Technokrat der Reinkultur und haben vom Leben als solches nicht die geringste Ahnung. In Zusammenhängen Denken scheint ebenfalls nicht Ihre Stärke zu sein…

    • @Marc: Sie sind ein Dummschwätzer. Können Sie den Begriff Industrie 4.0 überhaupt definieren? In der Giesserei, in welcher in in den 70er-Jahren arbeitete, wurden diverse Maschinen von der Avor aus über eine Simatic-Steuerung gelenkt. M.a.W., „Industrie 4.0“ gab es schon in den 70er-Jahren, nur kannte man den Begriff nicht.

      Eine Firma, die in der Kreditorenabteilung ein paar Rechnungen scannt, ist noch lange nicht digitalisiert. Vor allem dann nicht, wenn die Rechnungen aus Singapur kommen, zerknittert sind und Format Legal haben. Dann geht gar nichts mehr. Auch hier: EDIFACT und EDI gibt es seit Jahrzenten.

      Praxissoftware für Anwälte gibt es auch schon seit Dekaden. Nur können diese die Anwälte und Buchhalter bezüglich deren Wissen nicht ersetzen. Versuchen könnte man es mit AI, aber dann würde es wohl aus dem Alexa-Lautsprecher auch nur blöd lachen…

      https://globalnews.ca/video/4070314/amazon-alexa-owner-records-creepy-laugh

      So wie es aussieht, plappern Sie einfach ein paar Schlagwörter, die Sie in der Sonntagszeitung lesen, nach und kennen sich im Detail überhaupt nicht aus.

      So, jetzt laden Sie Ihre Daten noch unverschlüsselt auf Dropbox (ja, uploads only geht mit Goodsync Explorer). Nachher noch rassig alle Passwörter auf Evernote speichern.

      Und dann noch schnell die Präsentation auf Trello hochladen.

      https://krebsonsecurity.com/2018/06/further-down-the-trello-rabbit-hole/

  31. So is es

    Unten radikal, oben Bonus … seit Menschengedenken.

    Weil das Fussvolk seit jeher feige ist.

    Nee?

    Dann geh mal hin und empöre dich bei KollegInnen über Vorgesetzte, Missstände, Unbill, Mobbing, oder was auch immer an Widerwärtigem.

    9 von 10 runzeln die Stirn, blicken auf die Uhr und verabschieden sich mit der Feigheitsphrase „Do werd dräckige Wösch gwäsche, tschüssli“.

    Wer das durchschaut und sich zunutze macht, wird oben ankommen.

    Oder wie man seit jeher weiss: „Bring sie henderenand, denn häsch si i alli i dr Hand“.

  32. Lieber LH
    OVS ist ein Retailer in einem übersättigten (Kleider)-Markt und hat mit Banken und Schweizer Industrie nichts am Hut. Die Nachfolgefirma der Charles Vögele unterbietet das Sortiment des Vorgängers in qualitativer Hinsicht nochmals. Der Markt bereinigt solche Missstände umgehend.
    Was Banken betrifft, sind die erbrachten, nachhaltigen und signifikanten Negativleistungen innerhalb des letzten Jahrzehnts anhand der Marktwerte dokumentiert; leider wurden die Mgmt-Saläre und Boni nie entsprechend (nach unten!) angepasst.
    Der betrügerische Raubzug des Mgmt’s setzt sich unaufhaltsam fort…

  33. Nicht zu vergessen sind die externen Mitarbeiter! Diese werden oft als erste rausgeworfen (resp. die Verträge mit ihnen gekündigt oder laufen aus). Deren Abbau taucht in einer anderen Statistik auf. Aber, eben: nicht bei der Einsatzfirma.

  34. Der Bankenplatz Schweiz wird in den kommenden 5 Jahren noch locker 15000 bis 20 000 MA entlassen. Während den Jahren mit offshore Gelder wurden Frontleute für die Aquisition nie hart geschult. Um Erträge zu generieren und auch damit MA im Direktionsrang die mit CHF 400 000′ und mehr durchgefüttert wurden, wurden Depots mit Strukies bzw. Derivateanlagen mit hohen Margen abgespitzt. Seit Anfangs 2016 fliessen CHF MRD 11-13 pro Monat aus der Schweiz ab, ein Teil konnte durch die Börsenhausse abgefangen werden und auch durch den Zufluss von Assets der bereits 100 Banken die eingingen, von den verbleibenden 255 Banken werden noch 80 die Pforten schliessen. Banken leiden an Alzheimer, denn fast alle beschränken sich auf wenige Länder, von den 3 grössten Zonen zählt die USA, aber diese Kunden wollen die CH Banken auch nicht, ebenso keine Asiaten, auch keine Australier noch Südafrikaner oder Engländer, am liebsten setzen die Compliance Taugenichtse alle Hebel in Bewegung um gar keine Kunden zu empfangen, jeder Neukunde bringt diesen massiv zu hochdotierten Compliance Taugenichts zu viel Arbeit.

    • Die Dinge richtig beim Namen benannt! Als das Bankgeheimis noch bestand, kammen die Offshore-Kunden von selbst in die CH. Jetzt können sie genau so gut im Heimatmarkt bleiben, wo die Gebühre auch tiefer sind. Und die CH-Bankers können diese Märkte nicht proaktiv barbeiten, wenn sie keinen Markzugang haben und das haben sie nicht. Für die Banken wiederum sind die Kunden und deren Berater Risikofaktoren. Sie wollen nur die Vermögenswerte, am liebsten ohne die Berater, und ohne die Kunden. Kann das aufgehen?

  35. Richtig müsste es heissen: „Verlust für den Steuerzahler und Hunderte Millionen Kosten für die ALV und die Sozialämter für die Kosten von arbeitslosen und ausgesteuerten Ü50 Bankers.

  36. Leute: wartet nicht bis es Euch erwischt! Handelt!
    Ich habe es getan: bin aus einer vermeintlich sicheren Direktorenstellr ausgestiegen und habe es keinen Tag bereut. Nach ein paar mageren Jahren verdiene ich nun auch deutlich mehr als damals als UBS VP.
    Und was ist mit meinem damaligen Team passiert? Alle weg und viele hat es ganz schlimm erwischt.

    • Es kommt noch schlimmer, Berufsbilder-Zertifizierungen, Nichen-Schubladisierungen, viele werden ausgestossen werden wegen dem! Aber aus dem gleichen Grund werden sie nichts anderes finden und ein Branchenwechsel wird deswegen noch weniger gut klappen. Es können schliesslich nicht alle sich als Motivationsrednet und Coaches selbständig machen.