Tommy überschreitet Jordan: SNB Vollgeld Polemik ist unlauter

Die Vollgeld-Initiative hat in der letzten Zeit an Zustimmung eingebüsst und scheint keine Chance mehr zu haben. Das ist zu einem grossen Teil dem Präsidenten der Nationalbank, Thomas Jordan, zu verdanken.

Er ist nämlich zur Speerspitze der politischen Offensive gegen die Vollgeld-Initiative geworden und hat diese in unzähligen Interviews mit dramatischen Worten als Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dargestellt. Damit hat Jordan den Abstimmungskampf im Wesentlichen entschieden. Denn wie sollte das Stimmvolk die Gelderzeugung der Nationalbank anvertrauen, wenn sich die Nationalbank dagegen wehrt?

Jordan hat zur Vollgeld-Initiative nicht als unabhängiger Experte Stellung bezogen. Er hat klar Partei dagegen ergriffen. Und was ebenso schwer wiegt: Seine Kritik am Vollgeld deckt sich vollkommen mit der Kritik, welche die Bankiervereinigung im Vorfeld schon formuliert hat.

Das ist wohl kein Zufall. Offenbar hat sich die Nationalbank als Bundesinstanz mit der privaten Lobbyorganisation der Banken abgesprochen. Das lässt Zweifel an der Unabhängigkeit der Nationalbank aufkommen, zu der sie gesetzlich verpflichtet wäre.

Jordans Kritik am Vollgeld ist mit etlichen Widersprüchen verbunden. So wirft er den Initianten wiederholt vor, die Nachteile von Vollgeld zu verschweigen, während er selbst die Vorteile von Vollgeld beharrlich verschweigt. Er gibt an, die Öffentlichkeit vor einem riskanten Systemwechsel schützen zu wollen, während er das Geldsystem gar nicht als öffentliches Gut versteht, sondern weiterhin dem Profitstreben privater Banken aussetzen will.

Er behauptet, Banken könnten keine Kredite mit selbst geschaffenem Geld finanzieren, während die Nationalbank bereits klargestellt hat, dass Banken bei der Kreditvergabe neue Kundeneinlagen erzeugen.

Jordan hat sich als Präsident der Nationalbank in hohem Mass politisch exponiert. Das steht in Widerspruch mit seinem Amt, in dem er das Gesamtinteresse des Landes vertreten und sich deshalb politisch neutral verhalten muss. Auch steht es in Widerspruch mit seiner eigenen Aussage, wonach eine durch Vollgeld drohende „Verpolitisierung” der Nationalbank abgewehrt werden muss.

Jordan hat genau das gemacht, wovor er selbst gewarnt hat: Er hat die Nationalbank ins Kreuzfeuer politischer Debatten geführt, anstatt dem Souverän die Gestaltung der Geldsystems zu überlassen.

Jordan hat das Ansehen seines Amtes und die Glaubwürdigkeit der Nationalbank beschädigt. Es stellt sich die Frage, ob er die Konsequenzen daraus ziehen wird oder nicht. Philipp Hildebrand jedenfalls hat sein Amt als Präsident der Nationalbank im Jahr 2012 wegen einer Affäre aufgegeben, die im Vergleich zum Fall Jordan als Bagatelle erscheint.

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

31 Kommentare zu “Tommy überschreitet Jordan: SNB Vollgeld Polemik ist unlauter

  1. Was in diesem Artikel zu meinem Erstaunen völlig fehlt, ist der Fakt, dass Thomas Jordan ja selber ein Vollgeldkonto bei der SNB hält. Jordan will uns nun aber verwehren, was er selber hat: 100% sicheres, gesetzliches Zahlungsmittel in elektronischer Form. Noch dazu verzinst, was der Bürger ja nicht einmal bei der Annahme der VGI hätte.
    Wieso darf also Herr Jordan auf seinem Konto 100%iges Vollgeld haben, während wir Bürger uns nach seiner Ansicht gefälligst mit zweitklassigem Buchgeld zu begnügen haben? Mit Verlaub: Jordan predigt Wasser und trinkt Wein.
    Wenn die VGI schon abgelehnt wird, dann soll Thomas Jordan gefälligst auf sein SNB Konto verzichten. Dann soll niemand in diesem Land Vollgeld haben, schon gar nicht der prominenteste und mächtigste Gegner der Initiative! Alles andere wäre eine Verhöhnung der Bevölkerung.

    (dass

  2. Unlauter ist vor allem die Selbstcharakterisierung von Mark Joób. Er ist Titularprofessor an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westungarischen Universität. Sein Lizentiat hat er beim Literaturwissenschaftler Peter von Matt gemacht. Auch promoviert hat er nicht etwa in Volkswirtschaftslehre, sondern in Politischer Philosophoe. Hätte er Rechtswissenschaften studiert oder wäre über das politische System der Schweiz informiert, wüsste er vielleicht, dass Amtsträgern politische Äusserungen nicht verboten sind – im Gegenteil: Volk und Stände haben die Volksinitiative „Volkssouveränität statt Behördenpropaganda“, die Mitgliedern des Bundesrates und Angehörigen des obersten Kaders der Bundesverwaltung „Informations- und Propagandatätigkeit“ inkl. Medienauftritte verboten hätte, im Jahr 2008 klar verworfen (https://www.bk.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis313.html ). Der Einzige, der hier Grenzen überschreitet – nämlich diejenige seines Sachverstands – , scheint also der Verfasser des Blogbeitrags zu sein.

  3. Herr Joob

    Ihre Polemik ist kaum zu übertreffen, wie die Argumentation der Vollgeldler schlechthin. Die Vollgeldler haben nicht ein einziges stichhaltiges Argument und können sich daher auch nie auf eine Diskussion einlassen. Herr Dr. Meyer hat die Vollgeldtheorie längst schlüssig widerlegt, aber die Vollgeldtheoretiker mögen sich nicht auf seine Argumente einlassen, weil sie sonst flach herauskämen mit ihren wirren Ideen.

    • @ Joop……..

      Ich achte Herrn Meyer auch………..
      ohne das ich mich deswegen als seinen Fan bezeichnen würde…… Anbiederei liegt mir nicht.

      Dr. Meyer weist auf Fehler in der Geldtheorie hin, Fehler die Weltweit seit langem in der Geld-Theorie bestehen ………die notabene also auch Bestandteil in der Vollgeld-Theorie sind, denn diese haben die Geld-Theoretischen Grundlagen ja weder erfunden noch neu entwickelt.

      Das die Vollgeldler deswegen Polemik betreiben, ja deren Initiative nicht funktioniert, ist dagegen reine Polemik ihrerseits, denn das müsste in der Tat erst in der praktischen Anwendung überprüft werden.

      Ich und sogar viele prominente Vertreter der Ökonomie nehmen an das es Funktioniert, können das aber natürlich nicht mit harten Fakten Beweisen weil es in der von den Vollgeldlern angestrebten neuen Form ( Notenvollgeld ) noch nirgends Umgesetzt wurde.
      Vollgeld aber hatte die Menschheit in der ca. 5000Jährigen Geldgeschichte nahezu immer, erst in den letzten 100 Jahren ist man Schrittweise davon abgewichen.

      So viel ich mich erinnere, ich habs vor Jahren gelesen, war der Franken bis vor ca. 100 Jahren zu 100% gedeckt, also mit Edelmetall abgesichert.
      Und wir hatten eine Goldwährung in Form von Goldmünzen, deren teuerste das 100 Franken Goldstück, noch 1925 geprägt wurde.
      Wir hatten einen Bimetall-Standard, alles Kleingeld bis zum 5 Frankenstück war ja aus Silber.
      Später gabs nur noch Teildeckungen, aber auch dabei handelte es sich per Definition immer noch um Vollgeld.
      Das wurde sogar in der Arena Sendung noch so dargestellt.

      „Dr. Meyer Fan“ ….
      …….eines wissen wir Heute aber und mit absoluter Gewissheit und das mit harten Fakten untermauert ….. unser Geldsystem welches wir jetzt haben, ist Todkrank…….

      ———————————————–

      Übrigens, kleine Geschichte nebenbei.
      Aus der alten Zeit.
      Mein Urgrossvater Mütterlicherseits starb 1936, er hatte 22 Kinder, damals vererbte er 36 Parteien jeweils 3660 Franken in Gold.
      Die Liegenschaft trat der älteste Sohn an, die wurde nicht geteilt, der Bauernhof blieb zusammen.
      Alle erbten in Napolens, Vrenelis und 100 Franken Goldstücken.
      Er war Bauer und traute dem „neuen“ Geld nicht, sparte immer in Gold. Nun ja, er hatte die Inflation in Deutschland gesehen und auch die Teuerung in der Schweiz von 14-18 war schon was.
      Sein Realitätssinn war unübertroffen.
      Als mein Grossvater 1981 starb, waren viele seiner ererbten Vrenelis noch vorhanden, auch einige der 100 Frankenstücke. Sie waren sein Notvorrat.
      Die Inventarliste des Erbes von 1936 fand ich in den Sachen meines Grossvaters und das war spannend zu lesen.
      Alles stand auf einem Durchschlag in Seidenpapier.
      Das war Vollgeld in seiner ureigensten Form und unser Land lebte damit sehr gut.

    • @Dr. Meyer-Fan

      Dieser Text könnte glatt vom echten Dr. Meyer stammen. Wortwörtlich, wie das Original.

  4. Nun ja, für alle die meinen das die SNB für uns, also das Volk arbeitet, empfehle ich den Artikel von Stelter in seinem BTO Blog.

    https://think-beyondtheobvious.com/staatsueberschuldung-bargeldverbot-und-vollgeld-aus-demokratischer-sicht-2/
    ———————————
    Zitat :
    Es bleibt anzumerken, dass diese Nullzins-Politik einen massiven Eingriff in das Menschenrecht auf individuelle Selbstbestimmung darstellt: Sparer können nicht mehr sparen und somit keine Altersversorgung mehr aufbauen. Eine massenhafte Altersverelendung ist in allen sogenannten „advanced economies“ bereits schon jetzt absehbar. Die Zunft der Ökonomen hat hierfür den Begriff der „financial repression“ erfunden, welcher die knallhart absehbare Massenverelendung kaschiert.

    Daher liegt das wahre Motiv der Proponenten eines Bargeldverbotes ganz woanders: Die absehbare Massenverelendung soll in kontrollierter Form stattfinden. Ist der Bargeldverkehr erst einmal abgeschafft, dann hat kein Bürger mehr die Freiheit, sein Guthaben bei der Bank zu retten. Er kann kein Geld mehr unter seine sprichwörtliche Matratze legen, oder sich dafür Gold kaufen. Stattdessen werden seine Bankguthaben durch die bereits erfolgte teil- und schrittweise Einführung des Negativzinses schleichend konfisziert. Auf Deutsch nennt man das Enteignung. Mit dieser Form der schleichenden Enteignung – man beachte Artikel 14 des Grundgesetzes (GG) – mittels der Errichtung eines Negativ-Zinsumfeldes können sich somit Banken und Staaten schrittweise entschulden, da sie de facto für einen Kredit mit negativen Zinsen Geld erhalten.

    Es soll hier darauf hingewiesen werden, dass diese „Experten-Herrschaft“ der Zentralbanken jedweder demokratie- und legitimationstheoretischen Grundlage entbehrt. Zentralbanken sind gegenüber nichts und niemandem rechenschaftspflichtig. Die Veröffentlichung jährlicher Geschäftsberichte verfehlt vollkommen die politische Dimension. Herr Draghi hat jüngst selbst zugegeben, dass die gegenwärtige Politik Sparer und Rentner schädigt. Ohne jede Konsequenz für ihn und seine Kollegen………………..
    —————————————————–

    Und unsere Schweizer Nationalbank ist bei dem Spiel ganz vorne mit dabei.

    Ob das aber ohne Konsequenzen für Jordan und seine Bande bleibt, das wage ich zu bezweifeln.
    Ich erwähne dazu immer gerne das Datum des ……….23. Mai 1618.

  5. Sämtliche „Natinal“-und „Federal“-Banken dieser Welt gehören ca.6-12 Trillionärs-Clans, welche mit diesen total unnötigen Institutionen unvorstellbare Macht über ALLE Regierungen dieser Welt ausüben und Volksvermögen absaugen und Staaten in den Bankrott treiben !
    So hat z.B. M.Draghi höchstpersönlich damals die Griechische Regierung zu den Umschuldungen gedrängt, welche später die Kriese auslösten…….
    Sein Fallschirm und Schutzschild (Immunität) war und ist der Job als EZB-Zentralpräsident !
    Der allfällige Fallschirm für Jordan wird ähnlich seinem Vorgänger ein Job bei einer WallStreet Institution sein; denke es wird GS sein……..
    Er MUSS diese Argumente bringen, sonst stürzt das ganze Dollar-Weltfinanzsystem zusammen – dies wird auch seine Rechtfertigung sein………..

  6. Ich lese nie, was Herr Jordan sagt. Daher weiss ich nicht, was seine Argumente gegen das Vollgeld sind. Er und die Nationalbank sind aber tatsächlich nicht neutral. Sie vertreten einzelne, z.B. machen sie Devisenmanipulationen für die Exportbranche. Unabhängig ist die Nationalbank nur von der Allgemeinheit, aber eben nicht von einzelnen.

  7. Das ist ein sehr mutiger Artikel. Sie werden dafür in der Schweiz noch einen hohen Preis zahlen.
    Viel Glück!

  8. Nun, Jordan ist eine respektierte Grösse im CH-Geldwesen. Sein Wort hat Gewicht. Die Befürworter haben keinen Kämpfer ähnlicher Statur in ihren Reihen, das ist ihr grosser Fehler. Und da der Schweizer allem gegenüber, das mit Geld zu tun hat, misstrauisch ist, so hätten die Initianten 2-3 angesehene Finanzleute vom Kaliber Jordan vorweisen müssen. Ob es die hierzulande überhaupt gibt, ist eine andere Frage. Da genügt ein Londoner Finanzjournalist bei weitem nicht. Und so dürfte das NEIN bei in etwa 70% programmiert sein.

  9. Soweit ich weiss, wurde bereits gegen Jordan und gegen das Abstimmungsbüchlein Beschwerde eingereicht, und das Bundesgericht wurde bereits aktiv.
    Es ist zu hoffen, dass wenigestens das Bundesgericht, wenn nicht unsere Politiker, die direkte Demokratie achten und die Bürger NICHT manipulieren sondern sie mit objektiven Informationen versorgen.

  10. Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Mark Joób

    Stimmt! Und wo bleibt der Aufschrei der ach so gebildeten und angeblich wissenden, akademischen Gilde? Kann es sein, dass eben auch hier Abhängigkeiten das Geschehen weitgehend bestimmen…?

    Ich bin persönlich z.B. selten der selben Meinung wie Dr. Marc Meyer, der seine Meinung hier auf dieser Plattform in regelmässigen Abständen zum besten gibt, aber er steht wenigstens zu seinen Überzeugungen, ob diese nun Karriere fördernd sind oder nicht. Das vermisse ich durch’s Band bei praktisch der gesamten, akademischen Gilde, die sich damit selbst unglaubwürdig macht, und es dabei offensichtlich wird, in wessen Interessen ausgebildet, auswendig gelernt und nachgeplappert wird…

    Nicht nur an den Ufern des Jordan ist es sumpfig, auch auf dem Uni-Campus in St. Gallen könnte man ein paar Gebiete trockenlegen…

  11. Lieber Mark Joob
    Der Artikel ist doch reinste Polemik aus der beschränkten Sicht eines Vollgeldschwärmers.
    Wer denn sonst, wenn nicht der Chef der SNB, sollte sich denn Ihrer Meinung nach zu dem weltweit verquertesten Vorstoss einiger bierseligen Träumer äussern? Ich bin mir fast sicher, dass Thomas Jordan und seine Leute mehr über Vollgeld wissen, als die Initianten selber.
    Dass er dabei „Politik“ macht, ist wohl sein gutes Recht. Wenn die Politik so einen Schwachsinn aufgleist, ist es eben seine verd… Pflicht, die Interessen der wachen Bürger zu verteidigen.
    Die Vollgeldidee entspringt dem heute so verbreiteten, unterschwellig radikalen Geist, der Bewährtes per se in Frage stellen will und löst keine finanzwirtschaftlichen Probleme.
    Nein, der Tommy überschreitet keinen Jordan. Und Sie, mein lieber Herr Joob: träumen Sie weiter. Als nächstes schlage ich Ihnen das Thema Freikörperkultur vor: Stammt aus der gleichen unseligen Zeit wie Vollgeld.

    • @Bin ich aber froh, dass es Joob besser weiss:
      Ich glaube die von Ihnen beschriebene beschränkte Sicht findet sich primär in den Köpfen von Vollgeld-Gegner, die das präsente, kaputte und degenerierte Finanzsystem als bewährt bezeichnen! Lügenmedien sei dank! Entweder sind Sie Mit-Profiteur vom momentanen System, oder Sie lassen sich gerne ein Leben lang ausbeuten und versklaven, ohne dass sie es dabei selbst bemerken…

    • Jordan ist zuallererst ein Angestellter des Bundes. Mit vielen Privilegien, die er zu Recht hat. Allerdings gehört zu diesen Privilegien NICHT das Recht, seine eigenen Anstellungsbedingungen auszusuchen.
      Er hätte sich gerne als Privatperson in kleinem Kreis äusern dürfen aber nicht öffentlich als SNB-Präsident.

  12. Nun ja, ich habe Vollgeld angenommen, ….trotz etlicher Zweifel.

    Aber klar, die SNB ist seit dem korrupten Hildebrandt angeschlagen was ihre Reputation betrifft.
    Das sie politisch nicht wirklich unabhängig ist war eigentlich immer klar,
    das sah man in der Affäre Hildebrandt überdeutlich.

    Was die SNB aber nicht hat ……und was man dringend nachholen sollte, dass ist ein gesetzlich festgelegter Rahmen in dem sie agieren kann ……….ohne Volksentscheid.
    Ein Aufblähen der Bilanz auf 1 Billion darf es nie wieder geben, ……ohne das man das Volk befragt hat.

    Klar will Jordan kein Vollgeld, ebenso wie er die Goldinitiative ablehnte ….die ich sehr gut fand.
    Man will weiterwursteln wie gehabt, unser Establishment trennt sich nur sehr ungern von liebgewordenen Gewohnheiten.
    Zudem, würde sich Vollgeld als Verbesserung erweisen, ganz Europa käme unter Druck.
    Aber vor allem würde der Franken wieder auf das Niveau steigen auf das er gehört, auf mindestens 1 Franken zu einem Euro. wenn nicht 70 Rappen zu einem Euro.
    Die SNB müsste damit aufhören nur 30% der Schweiz zu hoffieren ( Export ) und die restlichen 70% zu schädigen.
    Klar, Jordan steht vermutlich unter Druck, Europa hat Angst vor Vollgeld.
    Denken sie da nur mal an Draghi und die EZB.
    Jordan könnte sich kaum noch irgendwo blicken lassen, man würde ihn dafür verantwortlich machen das er Vollgeld nicht vehementer bekämpft habe.

    Ich nahm immer an das Vollgeld an der Urne scheitern würde, trotzdem habe ich es unterstützt.
    Der breiten Masse ist Geld ein zu abstraktes Thema, und sie wissen nicht das Vollgeld eigentlich während 4900 Jahren der Geldgechichte ganz normal war, das erst in den letzten 100 Jahren davon abgewichen wurde.

    Ich vermute das Vollgeld würde ….auch ….und gerade von der SNB ausgehebelt. Es würde irgendwie so enden wie mit der Massen-Einwanderungs-initiative oder der Ausschaffungsinitiative die einfach nicht umgesetzt wurden.

    • Jordan mit seinen Euro-Deviseneinkäufen hat er den Teuro-Kurs künstlich hochghalten! Das Wir der Bank Wegelin hat funktioniert!… von der alten Bauernbank ist sie nun dir dritte Grossbank.
      Habe fertig.

  13. Lieber Herr Joob

    Nein, Thomas Jordan hat richtig gehandelt. Die Vollgeldinitiative geht die SNB sehr wohl etwas an. Lesen Sie doch ein Lehrmittel aus Makroökonomie und auch etwas über das Schweizer Bankgeschäft und Sie werden erkennen, wie unsinnig und gefährlich diese Vollgeld-Initiative ist.
    Ich bin zuversichtlich, dass sich die Mehrheit am 10. Juni nicht verführen lässt und wir ein Abstimmungsresultat haben wie beim Bedingungslosen Einkommen. Es ist störend festzustellen, wie Voodoo-Ökonomen sich anmassen über Dinge zu schreiben, von denen sie nichts oder wenig wissen. Es ist halt schon so: Wer wenig weiss, muss vieles glauben …

    • @Fritz the Cat:
      Ich glaube da hat jemand ein bisschen Aufklärung nötig.
      ALLE sog. wissenschaftlichen Theorien, sind – wie das Wort bereits sagt – reine Theorien, die auf Annahmen beruhen, auf die „man“ sich irgendwann mal als „allgemeingültig“ geeinigt hat! Und obwohl die Richtigkeit all dieser Theorien niemals bewiesen wurde, werden sie von der akademischen Welt so behandelt, als seien sie unumstössliche Tatsachen! Das fängt bei der Urknall-Theorie an, geht weiter über die Evolutionstheorie, die Gravitationstheorie oder die Fluiddynamik (nach deren Gesetztmässigkeiten eine Hummel niemals fliegen könnte, aber das ungezügelte Ding macht es trotzdem, ohne einen Physikprofessor vorher zu befragen! Ziemlich impertinent von der Hummel, nicht wahr?). Aber kommt irgend ein Akademiker mal auf die Idee, dass die Natur eigentlich mmer recht haben muss, und evtl. an der Theorie etwas nicht ganz stimmen könnte…? Unsere gesamte technokratische Gesellschaft ist auf diesen fragwürdigen Theorien aufgebaut! Wir leben in einem Illusionstheater…

      Im Finanzbereich ist es noch viel undurchsichtiger, da werden Meinungen und Theorien massenweise in Umlauf gebracht, die sich z.T. auch durchaus wiedersprechen…

      Um im Finanzbereich den wahrhaften Dingen auf den Grund zu kommen, ist es unumstösslich nachzuforschen, wie bspw. ein Federal Reserve System entstanden ist (von dem die gesamte globale Finanzwelt abhängig ist!), welches politische und gesellschaftliche Kalkül dahinter steckt, wer die Initianten waren, und wie das Geldsystem vor der Einführung der FED funktioniert hat. Es hilft auch immer anzugucken, wo die grossen Geldströme genau hinfliessen. -> Cui bono? Und wenn sich ein Herr Jordan gegen Vollgeld äussert, muss man sich zwingend fragen, ob seine Interessen dem Wohle der Schweiz oder dem der globalen Finanzmacht dienen…

      Ferner bin ich überzeugt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis wir hier in unserer Schweiz ebenfalls griechische, zypriotische oder italienische Finanzverhältnisse haben, sofern wir der Vollgeld-Initiative nicht zustimmen. Ein Bankrun ist dank Leergeld vorprogrammiert; ich hoffe, Sie sind wenn’s dann soweit ist, flink auf Ihren Beinen…

    • @ Visionär (13:27)

      Sehr schöne Replik! Gratulation!

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

    • @Fritz the Cat:

      Ihr Zitat:

      „Es ist halt schon so: Wer wenig weiss, muss vieles glauben …“

      trifft wohl insbesondere auch auf Sie selber zu …

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

    • Cat……………

      ….natürlich geht Vollgeld die SNB etwas an, aber eben nicht politisch, sondern nur rein fachlich.
      Die SNB sollte keinesfalls in einen Wahlgang eingreifen, tut sie aber gerade.
      Ja das tat sie auch bei der Goldinitiative und dort liess man es ihr schon durchgehen.

  14. Die Polemik findet wohl eher auf der Befürworter-Seite statt. Nun wird auf den Mann gespielt, nachdem das singuläre Argument für Vollgeld ausgeschöpft ist. Vollgeld stellt sicher, dass 100 Franken auch 100 Franken bleiben. That’s it. Dass sich u.a. der Vollgeld-Franken voraussichtlich mal wie Bitcoin verhalten könnte, wird von den Befürwortern einfach ignoriert. Dass die Preisstabilität mit Bitc.., sorry, Vollgeld wohl eher nicht gesteuert werden kann, wird einfach ignoriert.
    Herr Jordan’s Position gleicht eher der eines Chefarztes, der vor dem Rauchen warnt. Die Vollgeldler möchten einfach mal etwas Verrücktes tun, damit man mal etwas getan hat und sich nicht dem System ausgeliefert fühlen muss.

    • @ Roman Günter:
      Ich finde Ihr Argument, dass sich der Vollgeld-Franken „voraussichtlich“ mal wie Bitcoin verhalten könnte, äusserst gesucht. Und dass diese reine Hypothese von den Vollgeld Befürworter einfach ignoriert würde, ebenfalls. Kennen denn Sie die Zukunft?

      Nun, so wie ich das sehe, ignorieren die Vollgeld-Gegner vollumfänglich, dass bis zum heutigen Tag, JEDE ungedeckte Währung, sprich jedes Leergeldsystem in unserer Geschichte, das es jemals gegeben hat, gescheitert und kollabiert ist – auf Kosten der Algemeinheit, zu Gunsten der anteilsmässig verschwindend kleinen Elite. Und diese Erkenntnis muss nicht hypothetisch an den Haaren herbeigezogen werden, sondern kann in jedem der Wahrheit verpflichteten Geschichtsbuch schwarz auf weiss nachgelesen werden. Bevorzugen Sie lieber diesen Weg, Herr Günter, der dank gesichertem Wissen und Langzeiterfahrungen definitiv in den Abgrund führen wird? Ich würde eher diese Haltung der Vollgeldgegner als ignorant und beratungsressistent bezeichnen… Das ist auch keine Polemik, sondern es sind einfach die füdliblutten Fakten…

    • So ein Unsinn.

      Vollgelf und Bitcoin haben fast gsr nuchts gemeinsam! Sie haben sich mit diesem Vergleich eindeutig selber disqualifiziert.

      Wer einzig und allein die SRF-Arena geschaut hat, wäre besser informiert als Sie.

  15. Sehr geehrter Herr Mark Joop
    Liebes IP-Team

    Besten Dank für diesen Artikel; das musste einmal klar gesagt werden!

    Dieser Präsident ist seines Amtes nicht würdig und sollte wirklich über einen Rücktritt nachdenken; ich bin sicher, dass er einen lukrativen Job bei einer durch ihn „geretteten“ Grossbank finden wird …

    Herzliche Grüsse
    Hedgie

    • Hallo Hedgie und auch ein schönes Hallo an alle, die sich über meinen Beitrag enerviert haben (was mich sehr freut!). Danke sehr dafür.

      Viel Unsinn den Sie da verbreiten. Das erinnert mich an einen Bekannten, der überzeugt ist, das Perpetuum Mobile erfunden zu haben und in seiner Verblendung soweit geht, dass er sogar daran glaubt. Er wieauch alle diese Vollgeldfanatiker sind verblendet und auf dem Irrweg. Sollen sie ihren Weg gehen aber uns in Ruhe lassen mit ihren abstrusen Ideen und wahnwitzigen Ideen. Mich erinnert das an die Geldpolitik von Erdogan: Mit tiefen Zinsen der Zentralbank will er die Inflation bekämpfen. Seit dem römischen Reich ist bekannt, dass hohe Zinsen die Inflation bremsen und tiefe sie erhöhen. Genau das macht die EZB und es ist ja auch gelungen: Mario Draghi hat das Inflationsziel von 2% erreicht. Das sind Tatsachen und nicht dieses verschwörungstheoretische Konstrukt von der Geldschöpfungsmaschine der Banken, wo das Geld in die Taschen der Bankmanager fliessen soll. Schauen Sie doch mal wohin Geld fliesst: Beim VBS mit Kreditkartenlimiten von 100’000 CHF im Monat. Ja, im Monat. Jetzt wird gekürzt auf 20’000… Aber ich denke mir, dass es sinnlos ist, Menschen wie Sie überzeugen zu wollen. Sie leben in Ihrer eigenen Welt und ich wünsche Ihnen viel Glück dabei.

    • @ Fritz the Cat

      Irgendwie scheint es Sie nicht zu stören, dass unser heutiges System in einer gewaltigen Überschuldung steckt und früher oder später das macht was es in der Vergangenheit auch schon immer gemacht hat:

      Zusammenbruch mit fatalen negativen wirtschaftlichen Konsequenzen …

      Haben Sie einen Plan wie wir diese Verschuldung los werden ohne negative wirtschaftliche Konsequenzen? Das würde mich sehr interessieren!

      Oder ist ihr Plan einfach mal abwarten bis es knallt und hoffen, dass es noch ein Weilchen dauert?

      Herzliche Grüsse
      Hedgie