Der Fake-Delegierte der Raiffeisen

Ein Mann namens Kurt Sidler wurde zum Gesicht des vermeintlich kritischen Genossenschafters – Dabei ist er gar kein Delegierter.

Kurt Sidler erschien vor 2 Wochen auf allen Bildschirmen. Mit Raiffeisenchef-Patrik Gisel, mit Präsident Pascal Gantenbein, mit Sonderermittler Bruno Gehrig.

Sidler im Blick-Video, Sidler vorne an der Raiffeisen-Medienkonferenz im Anschluss an die grosse Delegierten-Versammlung in Lugano.

Sidler, die Stimme der kritischen Delegierten. So der Eindruck.

Nur: Sidler ist gar kein Delegierter. Schon seit langem nicht mehr. Trotzdem reist er jedes Jahr ans Stelldichein der 164 Gesandten aus dem weiten Genossenschaftsreich.

Und tritt dort auf als der Vertreter der regionalen Verbände – eine eigenartige Zwischenstufe im verschachtelten Gebilde der ganzen Raiffeisen-Gruppe.

Für Sidler kein Problem. „Als Verbandspräsident und in diesem Auftrag als Koordinator (zusammen mit meinem Vizepräsidenten) in unserem Verband bin ich jeweils als Teilnehmer bei der Delegiertenversammlung“, meint er auf Anfrage.

Und weiter: „Deswegen habe ich mein Stimmrecht einem weiteren Vertreter in unserem Verband im Jahr 2016 zur Verfügung gestellt, damit wir eine Person mehr an der Versammlung haben können.“

Sidler bezieht sich in seiner Erklärung auf seine Aufgabe als Präsident eines Regionalverbands, und zwar jenem in der Zentralschweiz. Die ganze Raiffeisen hat rund 20 solche Regionalverbände.

Deren Rolle ist umstritten. Sie sind ein Zwitter: weder Genossenschafter der Raiffeisen Schweiz, die den 255 einzelnen Raiffeisen-Banken in der Schweiz gehören, noch Mutter jener Raiffeisen-Banken aus ihrer eigenen Region.

Ein Relikt aus früherer Zeit, meint ein Raiffeisen-Kenner. „Als die Kommunikationsmittel noch nicht so breit zur Verfügung standen, hatten diese Verbände durchaus ihre Daseinsberechtigung zum Informationsaustausch.“

„Heutzutage sind sie überflüssig.“ Statt abzutreten, würde sich die Regionalpräsidenten aber als Könige aufführen.

„Ein Teil der Präsidenten der Regionalverbände fühlen sich den Delegierten überlegen, sind oder waren doch die Regionalverbände kleine Königreiche.“

Hinzu käme die Aussicht auf Macht. „Für einzelne Präsidenten dieser Verbände war das Amt auch ein Sprungbrett in den Verwaltungsrat in Sankt Gallen.“

Sprich hinauf ins Machtzentrum, zur Raiffeisen Schweiz.

Gewehrt hat sich lange niemand. „Die Delegierten haben sich offensichtlich gefallen lassen, dass der Präsident eines Regionalverbandes sich selber zum Sprecher ernannt hat.“

Kurt Sidler, der „Fake“-Delegierte der Raiffeisen, spielt seine Rolle gekonnt. Er tut kritisch, ist es in Wahrheit aber nicht.

Das zeigte sich, als eine „seiner“ Raiffeisenbanken, jene von Horw bei Luzern, im Vorfeld der Delegiertenversammlung von Lugano auf den Putz haute.

„Faktisch beherrschen nicht mehr die Raiffeisenbanken als Eigentümer die Zentrale, sondern die Zentrale beherrscht zunehmend die Eigentümer, die Banken“,  meinte die Horwer Bankleitung öffentlich.

Das müsse sich rasch ändern. „Der Erneuerungsprozess muss mit dem sofortigen Rücktritt aller Mitglieder des VR während der Ära Vincenz beginnen.“

Statt den Ball aufzunehmen und die Raiffeisen Schweiz und ihre Führungsriege, die ja formell den 255 Banken im Lande unterstellt ist, ebenfalls zu kritisieren, stellte sich Kurt Sidler schützend vor diese.

Und prügelte seine Kollegen aus Horw. „Wir haben keine Freude, wenn ein einzelner Verwaltungsratspräsident von sich aus zu solchen Massnahmen greift“, sagte Sidler im Vorfeld von Lugano gegenüber dem Schweizer Radio SRF.

Da zeigte sich, wes Lied er pfeift. Für Gantenbein und Gisel, das Duo Fraternale an der Spitze der Raiffeisen Schweiz, entpuppte sich Sidler als einer, auf den Verlass ist. Und so durfte Sidler in Lugano in alle Mikrofone reden.

Kommentare

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    • „Wie lange noch?“ – mal eine gute Frage der Bilanz.
      Es gibt genau 3 Gruppen, die von einem vorläufigen Verbleib Gisels profitieren:
      1) Der alte Vincenz-Klüngel mit Gisel als dem offensichtlichsten Beispiel in St.Gallen
      2) Lukas Hässig und die Journalisten, die laufend Material für saftige Stories erhalten
      3) Die Kommunikationsberater und Anwälte, die verzweifelt versuchen, der Gruppe 2) das Leben etwas schwer zu machen (ein hoffnungsloses, aber lukratives Unterfangen)

  1. Berufliche Tätigkeit

    Seit 2007
    Ordentlicher Professor für Finanzmanagement an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel und Studiendekan der Wirtschafts-wissenschaftlichen Fakultät

    Seit 2008
    Dozent für Corporate Finance an der Universität St.Gallen (HSG)

    Beruflicher Hintergrund

    Seit 2011
    Professional Member of The Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS)

    2006-2012
    Gastprofessuren an der HEC Paris (FR), der Universität Genf (CH), der HEC Montréal/École des hautes études commerciales (CAN) sowie an der Wits Business School/University of the Witwatersrand Johannesburg (SA)

    2004-2013
    Lehrbeauftragter an der Universität Liechtenstein

    Das ich nicht lache, wenn man mit diesem Leistungsausweis VRP wird dann frage ich mich schon. Dazu kommt das sein Vorgänger den selben Background hatte und man weiss ja wie es herausgekommen ist…

    Bitte nicht noch einmal!!!

    • Jetzt sein Sie doch nicht so pingelig. Seit wann muss denn ein VRP etwas können. Ist ja graue Theorie, was da im OR und BankG/BankV steht
      Und ein Theoretiker wie Gantenbein würde sich sicher gut mit der Finma verstehen. Und mit Gisel (Selbstbild: Weiss rein gar nichts) sowieso!

  2. Der Herr Gantenbein immer gesagt, dass er zu 100% nicht langfristiger VRP ist und für ihn dieses Amt langfristig nichts ist und er nicht kandidieren will.
    Jetzt auf einmal riecht er das Geld und die einmalige Chance in seinem Leben VRP zu werden und diese will er packen. Obwohl er keine Ahnung von der Praxis hat – Er soll doch besser wieder an seine Uni in Basel gehen! Hoffe Raiffeisen und Herr Schilling finden geeignetere Kandidaten, solche mit langjähriger Praxis und Bankerfahrung!!!

  3. „Faktisch beherrschen nicht mehr die Raiffeisenbanken als Eigentümer die Zentrale, sondern die Zentrale beherrscht zunehmend die Eigentümer, die Banken“, meinte die Horwer Bankleitung öffentlich

    Das ist schon lange so. Genau wie beim Bundesrat. Das Volk hätte eigentlich das sagen, aber wie bei Raiffeisen, hat der Bundesrat, jene Stelle also, die dem Volk verpflichtet wäre, das Zepter fest in der Hand und innerhalb des BR haben die Linken das Sagen. Üble Geschichte beim Bund wie bei Raiffeisen!

    • Und dann erst noch Galarotti, der TopShot da. De immer elegant zwischen den Zeilen formuliert. Faktisch sagt er: „Ganti ist massiv unterqualifiziert. Und Gisel ist völlig verbrannt. Sofort beide raus!“ Ob man das in St.Gallen auch liest?

  4. Mir war früher nicht bewusst, wie intransparent Raiffeisen ist. Die Delegiertenversammlung, quasi die GV der Raiffeisengruppe, findet hinter verschlossenen Türen statt, und es ist sogar geheim, wer überhaupt Delegierter ist. In meiner Naivität glaubte ich, die Delegierten seien die Vertreter der Genossenschafter. Damit die Genossenschafter ihre Anliegen aber überhaupt an ihre Delegierten richten können, müssten diese wohl bekannt sein. Den FINMA-Bericht wollte RCH zuerst gegenüber ihren Genossenschaftsbanken auch nicht offenlegen … Je mehr ich von Raiffeisen lese, umso kritischer werde ich gegenüber diesem seltsamen Gebilde, und umso mehr erstaunt es mich, dass die FINMA eine solche Geheimnistuerei bis heute zulässt. Wesentliche Grundsätze von Corporate Governance werden bei Raiffeisen völlig ignoriert. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendwo anders ein CEO an der Macht bleiben könnte mit dem Argument, als jahrelange Nr. 2 von den Machenschaften der Nr. 1 nichts gewusst zu haben. Zudem scheiterte der CEO kläglich mit der IT-Umstellung und verdient viel zu viel Geld dafür, dass er die einzelnen Raiffeisen-Bänklein besucht, derzeit vor allem in eigener Sache, bei den wesentlichen Projekten aber versagt… Ich verstehe auch nicht, weshalb alle höheren Raiffeisen-Banker in der Zentrale aus dem HSG-Umfeld stammen. Gibt es sonst keine guten, Raiffeisen-würdigen Hochschulen in der Schweiz? Wäre es nicht unabhängiger, mal zur Abwechslung Leute zu nehmen, die nicht aus dem HSG-Klüngel stammen? Ich verstehe auch nicht, weshalb Raiffeisen als neuen Chef Rechtsdienst einen Geldwäschereiexperten engagiert hat, der vom Kernbusiness der Raiffeisengruppe keine Ahnung hat. Hat Raiffeisen etwa auch ein Geldwäscherei-Problem? Ich bin fertig mit Raiffeisen, und Bekannte von mir auch. Raiffeisen ade! Danke, Herr Hässig, dass Sie am Ball bleiben. Wenn Sie nicht gewesen wären, hätte Raiffeisen alles unter den Teppich gekehrt und Don Vincenz würde immer noch den grossen Macker raushängen …

  5. Die Mitglieder der regionalen Verbände WAEHLEN die Delegierten von Raiffeisen Schweiz. Das Problem ist, dass die Mitglieder der Verbände meistens in der GL einer RB sitzen. Sie vertreten also die Interessen der Angestellten und weniger die der eigentlichen Eigentümer / Genossenschafter. Darum kann ich gut nachvollziehen, dass die Delegierten Décharge erteilen wollten und einer Lohnerhöhung des VR v RCH zustimmten.

  6. Nun, ich meldete mich für den neuen VR bei Raiffeisen. Nun ist das Ganze leider versandet…obwohl ich durchaus die notwendigen Fähigkeiten habe und seit Geburt bei Raiffeisen bin. PG hoch 2 ist nicht das was ich möchte. Neustart, back to the roots und weg vom abgehobenen Getue, so muss da gehen!

  7. die geilen stories von raiffeisen reissen nicht ab. echt hammer. die lokalbänkli haben doch bei raiffeisen schweiz gar nichts zu melden und siedler macht sich funktionslos sehr wichtig. darum gilt es zu klären:
    a) ist genossenschaftsmodell so gelebt noch tragfähig
    b) will ich bei diesem „turnverein“ noch kunde sein.
    für meine finanzfragen möchte ich einen vertrauensvollen partner auf augenhöhe. wenn ich in den turnverein will ziehe ich das weisse „unterliibli“ und socken in die turnschuhe an :):):):):)

  8. An alle HATER:

    Im aktuellen Reputations-Ranking 2018 des Marktforschungsinstituts GfK befindet sich die Raiffeisen (banken) unter den 50 Unternehmen der Benchmark-Gruppe im zehnten Rang. Notabene als bester Bankwert – mit signifikanten Vorsprung auf die nächste Bank.

  9. Hr. Gisel alias Mr. Vollgas sind die Maulkörbe noch nicht ausgegangen? So verkommt die jährliche Delegiertenversammlung zur Farce. Hr. Sidler haben Sie auf YouTube ihr Interview -das Sie dem “Blick“ gegeben haben, schon gehört? Jetzt ist alles klar! Leute hört euch das Gespräch an (Dauer 4 Minuten). Man glaubt im falschen Film zu sein. Wollen Sie dem Blickreporter eine Replik geben? Mir tun die Raiffeisenleute in der Zentralschweiz leid, die das Geschwätz mehrmals im Jahr abhören müssen!

  10. Die bekannte Kommunikationsstrategie der Raiffeisen-Zentrale und ihrer externen PR-Vasallen: verwedeln, vertuschen, negieren.

    Kurt Sidler wurde als pseudo-kritische Stimme für die Öffentlichkeit installiert um die echten Kritiker in den eigenen Reihen mundtot zu machen – ein richtiger kleiner Trojaner, der jetzt aufgeflogen ist. What‘s next, lieber PG1 und PG2?

    • Erst jetzt aufgeflogen? Lieber Hässig-Jünger, wovon aufgeflogen? Wurde hier etwas vertuscht? In keiner Art und Weise.

      Hier wird wieder aus Sensationsjournalismus gemacht. Aber das Sommerloch und die weinbestellenden (hoffentlich) Hässigjünger müssen dem Wutbürgertum ihre Anerkennung zollen.

      Na dann haut in die Tasten und saldiert das Raiffeisenkonto ein zweites Mal, davor waren die Banker hier ja kaum schon Kunde.

      PS: Es ist sogar begrüssenswert, dass ein Sprecher der Regionalverbände selber nicht abstimmen kann. So hat er es für sich entschieden.

    • Sie haben recht, nur waren die Leute nicht so dumm und haben die Marionette Sidler erkannt.

  11. Mein Vorschlag: Die Zentrale in St.Gallen abreissen und die Leute alle entlassen. Wetten sämtliche Raiffeisenbanken überleben alle auch ohne die Zentrale?!

    • Eher nicht, unter den einzelnen Banken würde eine Art Bruderkrieg ausbrechen, ganz zu schweigen von der eigenen Infrastruktur, die bereitgestellt werden müsste (und ich denke dabei nicht an die IT alleine).

  12. PR-Heinis: Bitte unterlasst Eure billigen Fake-Kommentare. Es wirkt nur noch billig.
    Zum Thema: Spannende Story. Der Sidler ist mir an der Online-Medienkonferenz schon komisch reingekommen. Wundert mich nicht, dass der ein Fake ist!

  13. Ich war mal Stolz auf unsere Raiffeisen. Betonung auf ‚war‘. Heute bin ich nur noch enttäuscht und deutlich weniger naiv.

  14. Für alle, die es noch nicht kapiert haben: Raiffeisen wird seine Strukturen niemals freiwillig ändern. Sie profitieren ALLE davon. Ob in der Zentrale oder in den Raiffeisenbanken. Schliesslich sind sie so gross geworden. – Raiffeisen gehört aufgelöst oder per Dekret in eine AG umgewandelt. Dann ist Schluss mit dieser Saftladen-Mentalität.

    • Ja, selbstverständlich sind alle Saftladen-Probleme gelöst, wenn die Raiffeisen Genossenschaft in eine AG umgewandelt wird, das kann kann man ja sehr gut bei bereits bestehenden AG’s beobachten…!!!

    • Wie kann man nur in drei dahergepflöderten Sätzen so viel Stuss unter bringen?
      Was genau soll an einer AG besser sein? Die Beispiele UBS und CS sind da sicherlich nicht als Vorbild zu betrachten, oder?
      Ach ja: stimmt: bei denen profitiert ja niemand ausser dem Kunden. Weil: Das sind ja AG’s.
      Wieso genau soll man eine Erfolgs-Strategie abwürgen?
      Kannst mir das in 3 überlegten und wohl formulierten Sätzen erklären?
      Dass die Raiffeisen aktuell ein Problem hat, ist auch mir klar. Nur: Das hat überhauptreingarnichts mit dem Erfolg zu tun, den sie nunmal einfährt. Ob’s euch allen passt oder nicht. Is halt so…

      Und nein: Ich bin kein PR-Fuzzi, wie ihr Nachplapperer sie ja nennt.
      Bin nur eben Realist und betrachte das Ganze nicht so einseitig, wie die meisten Spezialisten auf diesem Blog…

  15. Kurt Sidler, ein Grüss-August, Wichtigtuer, wie es in Banken viele gibt. Keine Leistung, keine klare Aufgaben, aber immer geschützt von oben und durchgefüttert! Die Maden auf der Payrol!

    • Kennen Sie die Entschädigungen eine VRP einer lokalen RB? Und der zeitliche Aufwand. Und die Entschädigung eines Regionalverbandspräsidenten? Ich denke nicht. Reich werden sie hiervon garantiert nicht.

    • @Prinz Itner Laken

      Rational gesehen (als mit Erwartungswert und so) lassen sich Leute für viel zu tiefe Summen bestechen.
      D.h. sie sind billig.

    • Nein, kenne ich nicht. Auch auf Nachfrage an den VRP wollte man mir das als Genossenschafter (!) nicht sagen.
      Fand ich sehr unschön!

  16. Weiterhin die „Bauernbank“ mit intransparenter Machstruktur und versuchter „Bauernschläue“ …

    Dabei wäre jetzt DIE Jahrhundert-Chance das Image mit einer glauwürdigen neuen Mannschaft (Bank wie VR) und Struktur auf einen Schlag nachhaltig höchst positiv zu ändern.

    • Mit Bauernschläue kommt man aber verdammt weit im Leben! Haben Sie Möchtegern Akademiker dies nicht schon in ihrem (theoretischen) Leben bemerkt?

      In diesem Sinne, auf die Bauernschläue.

  17. Lieber Herr Hässig
    Offenbar ist Ihre Kritikfähigkeit sehr eingeschränkt, dass Sie meinen Kommentar „Hach, wie interessant….“ nicht veröffentlicht haben.
    Shame on you…
    Viele Grüsse

    • Genau wegen Dummschwätzern und sonstigen Schlümpfen muss halt eben auch IP darauf Acht geben- dass sie keinen Müll von Dritten auf ihrer Plattform veröffentlicht.
      So gesehen, zuerst mal erst etwas weitere denken- Sie könnten ja einen zweiten Anlauf nehmen…..

    • Lieber BlaBla

      Ein Kommentar „Hach, wie spannend ….!“ von Ihnen ist veröffentlicht (Zeit 08.25). Meinen Sie diesen oder haben Sie noch einen anderen geschrieben (Hach, wie interessant …)?

    • … nachträglich den Kommentar dann doch noch veröffentlichen (der war um 10:00 Uhr definitiv noch nicht online bei refreshter Seite) und so den Kommentierer ins Lächerliche ziehen ist natürlich auch eine Variante Herr Hässig…
      Das macht das Ganze noch peinlicher…

    • Nomen est omen lieber Blabla… und das non-valeur Gebrabbel an Peinlichkeit nicht zu überbieten.

    • @BlaBla
      Schon gemerkt, dass Herr Hässig restlos alles publiziert, aber manchmal halt mit etwas Verzögerung? Weil er nämlich ein Einzelkämpfer ist, der nicht auf eine Organisation zurückgreifen kann.
      Mit Deinen Tiraden beschämst Du uns Raiffeisenbanken, wenn Du bei RCH arbeitest.
      Lukas Hässig war wenigstens immer ehrlich zu uns Banken – anders als RCH. Und mit dem grössten Teil seiner Kritik hat er auch nur zu Recht.
      Und zu der Aussage stehe ich gegen Innen und Aussen.

    • LH prüft zuerst die Kommentare unter straf- und persönlichkeitsrechtlichen Gesichtspunkten, und dies muss er auch. Kein Kommentar geht live einfach direkt durch

  18. Warum werden nicht alle (kritische) Kommentare von LH freigeschalten? Passt wohl nicht ganz zum Klick Konzept, nicht wahr, Herr Hässig?

  19. Wir nennen das in der Philosophie “ Solipsismus“ . Ich spare ihnen die Definition, hier bei Wikipedia:
    „Als Solipsismus (lateinisch sōlus, deutsch ‚allein‘ und ipse, deutsch ‚selbst‘) wird in der Philosophie die These bezeichnet, dass nur das eigene Ich existiert. Häufiger Ausgangspunkt solcher Bedenken ist die Auffassung, dass es unmöglich sei, Gewissheit über eine Realität außerhalb des eigenen Bewusstseins zu erlangen.“
    Diese Theorie war lange vernachlässigt, aber heute anscheinend hat wieder Folklore…viele Leaders leiden darunter… 🤣🤣😉

    • Ich denke Sie verwechseln Solipsismus mit Egomanie. Gewissheit über eine Realität ausserhalb des eigenen Bewusstseins zu erlangen ist tatsächlich unmöglich, sonst wäre sie ja bereits integrierter Teil des eigenen Bewusstseins…

  20. Zitat Otto: Was will er uns damit sagen?
    Ähnliche Beiträge könnten heissen:
    – Am Nordpol hat’s geschneit!
    – In der Sahara drehen sich die Sandkörner
    – Das Mittelmeer ist nasser als der Atlantik…

    Es lebe das Sommerloch

    Einen hab ich noch: Aus vertrauenswürdiger Inside-RB Quelle habe ich grade erfahren, dass bei Raiffeisen 3 Leute gleichzeitig krank sind…
    Was das wohl zu bedeuten hat..
    LH: grabe nach!!!

  21. Stellt sich für mich als Aussenstehender nur die Frage, warum sich die Unzufriedenen unter den 255 Raiffeisenbanken nicht einfach zusammenschliessen und sich geschlossen aus der Raiffeisengruppe ablösen. In einer alternativen Struktur scheinen Sie ja offenbar besser aufgehoben, während die gewünschte Erneuerung innerhalb der existenten Raiffeisen wohl kaum glücken dürfte…

    Es scheint mir, als ob besagte „Bankverantwortliche“ genau wüssten, dass ihnen die eigenen Kunden nicht ohne Weiteres und weitestgehend geschlossen in die neue Struktur folgen würden? Und Ihnen würden noch immer die zentralisierten Dienste fehlen, die sie selber nicht zügig und einwandfrei aufzubauen wüssten.

    Also sind es Gefangene im Elfenbeinturm. Und ihr Gezeter dient primär dazu, sich selber in Stellung zu bringen für eine machtvollere Position im angeprangerten Gebilde…

    Das aber müsste wiederum die Angegriffenen in St. Gallen selbst auf den Plan rufen, die vermutlich sehr genau analysieren werden, ob besagte Bankverantwortliche in der Region nicht ohne grösseren Schaden abgesetzt werden könnten.

    Insgesamt ein Trauerspiel, egal wie man’s dreht. Aber als praktisches Anschauungsbeispiel für Szenarioanalyse durchwegs tauglich…

    • Der Austritt aus dem Raiffeisenbank-Verbund ist – gemäss Statuten – mit sehr hohen Kosten verbunden. Und demzufolge kaum Zielführend.

    • …und es Bedarf einer 2/3 Mehrheit der Genossenschafter. Zudem wären die Kosten nach einem Austritt wesentlich höher als im Verbund. Und wohin will eine einzelnen Raiffeisenbank? Ohne den Brand Raiffeisen? Alleine? Das Regionalbanken sterben ist ja bekannt. Zur Valiant? Sich selber abschaffen?

      Am lukrativsten wäre für den einen Genossenschafter die Liquidation. Denn der „innere“ Wert eines Genossenschaftsanteilscheins ist wesentlich höher als dessen Nominalwert.

      Ca. 1996/97 wollte eine Raiffeisenbank im Berner Oberland aus dem Verbund heraustreten. Das ging mächtig in die Hose. Die Genossenschafter schickten Bankleitung und VR zum Teufel äh zur Konkurrenz.

    • @ Peter V. Brunner:

      1.5% der Bilanzsumme, gemäss Art. 18 der Statuten. Das ist jetzt nicht per se ein Hinderungsgrund, wenn der Business Case stimmt, und in der Grössenordnung von 2 Jahren amortisiert. Die Problematik scheint wo anders zu liegen…

    • @Prinz Gemäss den Statuten fällt der Gewinnvortrag im Falle einer Liquidation an den Topf in St.Gallen…- Gewinnvortrag einzig im Falle von Austritt verfügbar.

  22. Klar wählt dieser Sidler dann auch den Gantenbein als
    VRP, da Gantenbein ja alles macht was Sidler will! Somit hat Sidler und seine Delegierten das Sagen in St. Gallen was sie ja schon lange haben wollten! Hier spielen nur Beziehungen eine Rolle!
    Sidler sollte sich mal überlegen, dass Gantenbein den selben Background wie Rüegg-Stürm hat, Vollzeitproffesor und keine Praxiserfharung in einem VR oder GL! Und dieser soll VRP der drittgrössten Bank in der Schweiz werden? Als VRP sollte man jetzt eine Persönlichkeit mit grosser Bank und Führungserfahrung einsetzten und nicht ein Theoretiker wie Gantenbein! Man sah was Ruegg-Stürm anrichtetet!!! Sidler und die Delegierten sollen aus dieser Sache lernen und Gantenbein nicht wählen! Aber so lange er macht was die Delegierten wollen wird er sehr wahrscheinlich auch gewaehlt! Leider….

    Sidler aufwachen und dann gleich auch zurücktreten!

    • Rüegg-Sturm hatte keine relevante Erfahrung? Der ist doch Experte für Corporate Governance. Haaaaaahaaaahaaaaaa

    • @kleiner Mann: Ja, aber er und die anderen Regionalfürsten sagen ihren Delegierten sie sollen den Gantenbein wählen! Sidler sagte ja im Interview: Gantenbein macht es hervorragend!

      haha Lächerlich

    • man beachte : Prof. Dr. Johannes Stürm ist oder war Experte für PUBLIC Corporate Governance : also ein Experte auf dem Spezialgebiet der öffentlichen Corporate Governance – die HSG bedauert und macht weiter – wundern brauchen wir uns nicht…

      er hielt am VRP fest und wollte nicht gehen… warum auch, bei dieser tollen. Verhütung – jetzt hält auch die HSG an ihm fest…

      Prof. Dr. Pascal Gantenbein – HSG
      Prof. Dr. Bruno Gehrig – HSG
      Prof. Dr. Jogannes Rüegg-Stürm – HSG
      Dr. Pierin Vincenz – HSG

      Universität St.Gallen hält an Lehrstuhl für Ex-Raiffeisen-Präsident fest

      Der HSG-Professor Johannes Rüegg-Stürm hat laut der Finanzmarktaufsicht als Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank schwere Fehler gemacht. Die Uni St.Gallen will den Fall erst beurteilen, wenn eine «solide Rechtsgrundlage» vorliegt

      https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/hsg-haelt-an-lehrstuhl-fuer-ex-raiffeisen-praesident-fest-ld.1030595

  23. Habe mir irgendwie gedacht Herr Sidler sei Empörungsexperte oder einer dieser Scheinexperten die sich jeweils den Medien andienen.

  24. Die Jammer/Rührung u. Schrecken/Schauder Tragödie nimmt seinen Lauf. Von Reinigung noch Lichtjahre entfernt!

    • Nein, nein! Langweilig nicht! Wir freuen uns sn einer „Putzequipe“. Eine solche braucht es, wo es Dreck hat!

  25. Geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiler Bericht…. Interessiert mich in etwa gleich viel wie folgende News des Tages:
    In China ist ein Sack Reis umgefallen.

    • Gleicher Meinung. Viel wichtiger wäre jetzt eher, den bekanntermassen umstrittenen Cisullo zügig auszuleuchten.

  26. Guguseli FINMA: Ist die die Gewähr für eine ordentliche geführte Genossenschaft und die Systemrelevanz noch gegeben bei einer solchen Führung?

    • Jede einzelne operativ tätige Raiffeisenbank hat eine eigene Führung. Mit eigenem Verwaltungsrat sowie eigener Geschäftsleitung.
      Der Finma Bericht bezieht sich auschliesslich auf Raiffeisen Schweiz und nicht auf die Raiffeisenbanken.

    • @Vreni
      Grundsätzlich ja.

      Aber nicht wenn Abstimmungsresultate so herbeigemurkst und Delegierte so massgeblich beeinflusst, gedrückt und blossgestellt werden. Nicht einmal die UBS & CS ist abschliessend so dummdämlich.

      Raiffeisen ist ein Box in Box Selbstbedienungsladen von bestimmten Personen, keine Genossenschaftsbank. Darum Umwandlung in eine AG und Systemrelevanz aberkennen.

  27. Der Kurt Sidler und seine Gspusis in St. Gallen führen „ihre“ Genossenschaftsbank wie die genossenschaftlich geführten Kolchosen anno in der Sowjetunion.

    Der mit „wir haben keine Freude“ ist gut und sagt alles. Le roi c’est moi.

    Wenn Sidler furzt haben andere stramm zu stehen.

  28. Kurz gesagt: Die DV der Raiffeisen hat das Niveau einer Wahl wie im Lande Erdogans.

  29. Und immer dann, wenn man glaubt, es könne nicht noch schlimmer sein… Dann ist wohl heute wieder mal eine Beschwerde bei meinem lokalen Bankleiter fällig.
    Die miesen Tricks in St.Gallen nehmen kein Ende!
    Allesamt raus werfen! Fristlos! Mit einer Klage kombiniert!

    • Tun sie Ihrem Bankleiter doch einen Gefallen, wechseln Sie die Bank.

    • Oder machen Sie’s wie ich es am Montag gemacht habe: Kundenbeziehung auflösen, und fortan gut schlafen. Selbst wenn die ganze Raiffeisen den Bach runter geht: mir geht’s am Allerwertesten vorbei.

    • Raiffeisen ist the best in the world. all over all these dämlich Bankers of the other Banks.

      Go for Raiffeisen, go for the best!

  30. Sidler – noch so einer aus der Gruppe der Raiffeiseler, die vor allem ihr persönliches Wohl im Auge haben. Passt insofern gut zu den beiden PGs.

  31. Müsste hier nicht noch spezifizier werden, ob es ein Schweizer ist oder ein Ausländer (wenn Schweizer, dann noch mit oder ohne Migrationshintergrund) ? Als SVP-Mitglieder möchten wir das wissen !!

    • @Baumann:
      Lenken Sie absichtlich davon ab, dass die ganze Chose nicht gerade wenig auf CVP-Seilschaften und -Klüngel aufbaut?
      Oder sind Sie ganz einfach nur ein dummer Laberi?

    • @Baumann:
      Schön zu wissen, das Sie, oder besser gesagt Ihre Partei, keine anderen Sorgen plagen!!

  32. Hr. Sidler eine freche Frage, wann verlassen Sie Raiffeisen! Auf schwammharte stromlinienförmige Typen können wir gut verzichten.
    Das ganze Podium in Lugano “Flasche leer“!

  33. Das passt haargenau zu der SG-Truppe. Es geht nicht um eine schonungslose Aufklärung, sondern um eine Schonung der Verantwortlichen. Typen wie Sidler können es bei Raiffeisen weit bringen, wenn sie im richtigen Moment dem Mittelmass die Stange halten. Dafür dürfen sie dann ungeniert einen auf Chef machen.

  34. Der Wasserträger Kurt Sidler. Wenn der den beiden GG’s und Gehrig hinterher höselet wie weit hat es er wohl bei PV geschafft?

  35. Beim VRP der RB Horw gehts auch primär um seine persönlichen egoistischen Interessen. Im Sinne von Raiffeisen der Idee hätte er ja eine Antrag zu Handen der Delegierten(versammlung) stellen können. Wie es andere zahlreiche Banken getan haben.

    So ein einzelnes Vorgehen kann man aus Gruppensicht ja kaum bejubeln? Bringt auch nichts. Polemik.

    Und nicht diesen Schall und Knall Weg, der rein gar nichts bringt als Wutbürgertum.

    Fake News ist auch, dass

    Und ob das Gebilde Regionalverbände veraltet ist, sei dahin gestellt. Der Autor begründet dies ja gar nicht, weil er schlicht keine Ahnung hat, was statuarisch und regelkonform diese Verbände legitimiert. Eine saubere Analyse / Recherche wäre wünschenswert, passt aber wohl nicht in das eher reisserische BLICK Wirtschaftsjournalismus Gehabe dieses IP.

    Der sogenannte Fake Sidler tut kritisch, ist es aber nicht? Gibt es Fakten hierzu? Es tretten jetzt doch alle VR Mitglieder zurück? Der FINMA Bericht kann durch die RBs eingesehen werden?

    Nicht kritisch. Nichts bewirkt.

    Alles ist immer und überall „umstritten“. Auch der IP ist umstritten, auch der schreibende Journalist ist umstritten, wurde er ja bei faktisch jedem Medienunternehmen freundlich gebeten, zu gehen, also entlassen.

  36. Der kluge Mann ist sich bewusst: „Hat man zu Beginn des Jahres den Reif (Raufrost) auf dem Eisen, liegt spätestens Ende Jahr nur noch Rost auf dem Eisen.“

  37. Wenn PV schon wegen den „Spesen“ zur Kasse gebeten wird wäre es, emotionslos gesehen, nur rechtens wenn auch die Spesen dieses Herrn überprüft und die Konsequenzen gezogen würden.

  38. Hach, wie spannend…!
    Es war nach 7 Tagen ohne Raiffeisen-IP-News doch einfach wieder mal an der Zeit, dass eine Raiffeisen-Schlagzeile das IP-Portal schmückt.
    Lieber LH, das war ein(e) Schlag(zeile) ins Wasser…

    • Lieber V!
      Das hast du schön gesagt. Bravo. Es freut mich, dass du dich traust, eine eigene Meinung zu haben. Schau, hier ist ein Güezi für dich. Du kannst es essen, und danach räumst du bitte eure Lego-Ecke wieder auf, ja? Dein Mami holt dich bald ab.

    • werden sie eigentlich bezahlt für solche Kommentare oder sonst wie verschwägert, verwandt?

  39. Man sollte sich bewusst sein dass die Delegierten wenn sie die Geschäftsführung aus der Verantwortung entlassen, selbst bestätigen dass sie diese Führung gutheissen. Damit sind sie strafrechtlich bedenklich unterwegs und können geklagt werden da sie ihre Pflichten nicht ausreichend wahrgenommen haben.

  40. Alle müssten jetzt begriffen haben, dass das Modell Raifeisen Schweiz, resp. deren Governance, nicht funktioniert, da die Lieferantin, die Raiffeisen Schweiz, die Kunden und Eigentümer praktisch kontrolliert und nicht umgekehrt. Dies ist brandgeführlich für eine systemrelevante Bank. Die Epfehlung der FINMA die Rechtsform der Raiffeisen Schweiz zu überprüfen reicht nicht. Es muss etwas geschehen, denn der Fall Vincenz hat klar gezeigt, dasss die Governance nicht funktioniert. Zudem muss das ganze Modell Raiffeisen mit ihrem Lieferanten überprüft und hinterfragt werden.

    Dass der Verwaltungsrat ausgewechselt werden muss ist unbestritten und wird ja auch umgesetzt. Leider viel zu langsam. Da müssten alle auf die ausserordentliche Delegiertenversammlung im Herbst 2018 zurück treten.

    Zudem müssen alle Geschäftsleitungsmitglieder die einen Bezug zu Pieren Vincnenz hatten ebenfalls ausgetauscht werden. Und zwar subito!

    Es ist natürlich klar, dass sich alle diese Leute an ihren gut bezahlten Posten mit aller Wucht klammern, aber da müssen die Delegierten jetzt eben einschreiten, denn ausser der zahnlosen FINMA sind sie die einzigen, die hier etwas tun können.

    Ob das passieren wird ist jedoch fraglich und sollte die systemrelevante Bank bei steigenden Zinsen in Schieflage geraten, dann werden sich alle fragen, warum wurde denn nichts gemacht.

  41. Wir haben ein Problem in diesem Land: Ein Journalist beschmutzt gute alte Traditionen, wie z.B. die Feudalherrschaft der diese innehabenden! Das ist das Ende der Welt! (Wie WIR sie kannten…) :'(

  42. Ähnlichkeiten zur Struktur des Parteiapparats der DDR-SED sind durchaus geheben::

    CEO = Zentralsekretär

    GL = Politbüro

    Delegierte/Regionalfürsten = SED Bezirksleitung

    VR = Staatsrat

    Die Geschichte ist bekannt. Der Letzte löscht das Licht.

  43. Nochmals, Herren Gantenbein und Gisel: Wie lange noch wollen Sie das langsam höchst genervte Publikum für saublöd verkaufen?