Serien-Pleitier kommt „easy“ an Swiss Börse

Schweizer Investor Ulrich Ernst kotiert seine Blackstone Resources auf Expressweg – Viele Konkurse – Finma-Verfahren.

Die NZZ lobt heute die neue Art des Börsengangs. Firmen wie Blackstone Resources aus dem Rohstoffmarkt würden mittels Private Listing „günstig und leise“ an die Börse gelangen.

Was das Wirtschaftsblatt nicht schreibt: Hinter der hochgejubelten Firma steckt ein Schweizer Investor mit Londoner Domizil, der viele Pleiten hinlegte und mit der Finma zu tun hatte.

Sein Name: Ulrich Ernst. Der Mann, der telefonisch unter den angegeben Nummern nicht erreichbar war, leuchtet im Handelsregister mit unzähligen Firmen auf.

Die Aktien von Ernsts Blackstone Resources können nun von Herr und Frau Schweizer an der hiesigen Börse gekauft werden. Vielleicht preisen Banken oder sonstige Verkäufer sie an.

Die Story für die Kleinaktionäre mag dann attraktiv klingen. Keine grossen Worte dürften die Aktien-Verkäufer über die Vergangenheit von Unternehmer und Investor Ulrich Ernst verlieren.

Viele seiner früheren Firmen gibt es nicht mehr, einige landeten in einer Liquidation, bei der wohl nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Das Handelsregister führt unter dem Namen des gut 70jährigen Ulrich Ernst 7 Firmen auf, die inzwischen gelöscht sind.

Unter „Ehemalige Mandate“ gibt es 13 weitere Firmen-Einträge für Ernst. 10 der hier aufgeführten Unternehmen sind liquidiert und inzwischen gelöscht.

Bei einigen Unternehmen kann es sich um geordnete Stilllegungen handeln. Bei anderen klingt die Sache anders.

Beispielsweise bei der Steinhalden AG, einer Immobilien-Vermarkterin. Dort schritt im Sommer 2007 die Eidgenössische Bankenkommission ein, das ist die Vorgängerorganisation der heutigen Finanzmarktaufsicht Finma.

Die Finma setzte einen sogenannten Untersuchungsbeauftragten ein und verfügte dann: „Den Organen der Gesellschaft wird untersagt, ohne Zustimmung des Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshandlungen für die Gesellschaft vorzunehmen.“

Gemäss Handelsregister war Unternehmer Ernst zum damaligen Zeitpunkt fast 20 Jahre bei der Steinhalden dabei. Nach dem Einschreiten der Finma verlor er seine Zeichnungsberechtigung. Davor hatte er Einzelunterschrift.

Zweites Beispiel: Farton AG in Neuhausen am Rheinfall. Sie war im Telekombereich aktiv. Gemäss Handelsregister sass Ulrich Ernst von 1998 bis 2002 als einziges Mitglied im VR der Farton.

Auch hier kam es zu einem wenig erspriesslichen Ende. Auf Beschluss einer Einzelrichterin am Kantonsgericht Schaffhausen wurde die Farton im Register gelöscht. Sie war Konkurs gegangen.

Weiter mit einem Unternehmen namens Starpoint Cyber Cash. Dort heisst es in einem Eintrag von Herbst 2003:

„Die Gesellschaft hat ihr Domizil eingebüsst. Die Gesellschaft wird in Anwendung von Artikel 88a HRegV von Amtes wegen als aufgelöst erklärt, weil die ihr zur Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes in Bezug auf das Domizil angesetzte Frist fruchtlos abgelaufen ist.“

Hier war Ulrich Ernst allerdings erst kurz zuvor eingetreten, gemäss Handelsregister im 2002. Er agierte dann von 2003 bis 2006 als Liquidator.

Viertes Beispiel ist die Tonles AG, eine Handelsfirma. Sie wurde im 2004 per Gerichtsentscheid und damit „von Amtes wegen“ gelöscht. Bei der Tonles war zuvor, nämlich von 1999 bis 2002, Investor Ulrich Ernst „einziges Mitglied des Verwaltungsrats“.

Die Auflistung könnte weiter gehen. Die Aiones Swiss in Zug, welche „insbesondere mit diätetischen Lebensmitteln, Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln sowie Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen“ geschäftete, war im Herbst 2010 am Ende.

„Löschung von Amtes wegen gemäss Art. 159 HRegV, nachdem kein begründeter Einspruch gegen die Löschung erhoben wurde“, heisst es dazu im Handelsamtsblatt.

Ulrich Ernst war zuvor, nämlich von 2007 bis 2010, Präsident des Verwaltungsrats dieser Aiones.

Die Finma intervenierte bei einer weiteren Firma, nämlich bei der „AFT Allgemeine Finanztreuhand AG“. Dort war der Investor ab 2004 der einzige Verwaltungsrat.

Im Frühling 2013 heisst es zur AFT im zuständigen Handelsamtsblatt: „Das Konkursverfahren wurde mit Verfügung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA vom 30.04.2013 als geschlossen erklärt. Die Gesellschaft wird von Amtes wegen gelöscht.“

Trotz den vielen Firmen-Schliessungen via Konkursverfahren und den erwähnten Finma-Verfahren konnte Investor Ernst seine Blackstone Resources „easy“ an die Schweizer Börse bringen.

Und die NZZ berichtet lobend über einen neuen Trend.

Kommentare

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  1. lustig diese blacktone. niemand kennt die in der rohstoff Szene. soll mal einer versuchen die nummer angegeben auf deren Homepage anzurufen und physisch metalle kaufen … nicht existent. man überlege mal das wenn es grössere vorkommen an cobalt etc hätte, glencore oder ein anderer real existierender Trader da schon längst seine finger drauf hätte und nicht eine Firma aus baar die an einer gemeinschafts adressebüro liegt. lustig auch habe mal gegoogelt und eine Firma (auch so ein pennystock) gefunden blackstone minerals in Canada, die sagen sie seien world leader in cobalt etc …… so in etwa wie blackstone resources ……. lustig auch oder besser gesagt gut dass der markt reagiert – kurs bls Aktie minus ca 40% auf ausgabe – priceless

  2. und es gibt tatsächlich Treuhand- resp. Vermögensverwalter die solchen Mist den Kunden ins Portfolio sch(m)eissen..

  3. follow the Money. Man überlege das dieser Ernst schon seit Jahren Anleger bezirzt. Reaktion der Anleger? Black money flows into such things ……. Leute wie Ernst muss man aus dem Verkehr ziehen

  4. Serien-Pleitier? – Peanuts! Wir lassen ja SMI-Konzerne von angeheuerten Serien-(Job-)-Killern führen (dafür werden sie mit Mega-Boni „kompensiert“).

  5. Schön, dass Lukas Hässig vor lauter Raiffeisen sich auch um solche Sumpfblüten kümmert.
    SIX und Finma pennen ja vor sich her.
    Und die 4. Gewalt (Medien) kann man eh vergessen.

    • Stimmt!

      Was (noch viel) schlimmer ist als das, was bei Raiffeisen passiert ist, ist das, was bei Finma passiert ist.

      Bzw. besser-gesagt, das was bei der Finma nicht passiert ist.

      Daß sie ihr Amt ausübt.

      Die Finma hat sich benommen wie ein Polizeikommandant, der sich von einem Zuhälter oder Drogenhändler aushalten läßt.

      Und sowas ist möglich, wenn man den Bock zum Gärtner macht.

      http://schweizblog.ch/?s=Branson

    • @Remo:
      Bei der FINMA ist nicht nur im Fall Raiffeisen „nichts passiert“.

      Weitere FINMA-Beispiele, bei denen „nichts passiert“ bzw. die FINMA die Verfehlungen der Banken deckt(e):

      – Credit Suisse (Urs Rohner & friends) und der Fall „Mosambik“
      – Bank Vontobel und der Fall „Uli Hoeness/RLD/Tapie“ inklusive FINMA-unterstützter Prozessbetrug am OLG München (fiktive Swaps, wahre wirtschaftlich Berechtigte, wahre Vermögensdimension usw.)
      – Bank Bär/ex-Boris Collardi mit Remo Stoffel, Fifa, 1MDB etc. etc.
      – UBS/S. Ermotti und Qualität IKS (siehe verschiedene „Vorfälle“)
      – usw. usf. (z.B. CS und Katar sowie Dolder/Schwarzenbach mit Trump-Connection)

      Mit Ihrer „Zuhälter“- bzw. „Drogenhändler“-Anmerkung bin ich natürlich ebenfalls einverstanden.

    • Interessanterweise ist nicht nur Ernst ein bekannter Mann, sondern auch sein Finanzchef kommt von der selben Zunft. Er hat den Vogel nicht nur einmal abgeschossen und kann von einem sehr rühmlichen Trackrecord, die Investoren zu umgarnen, sprechen.
      Warum dürfen solche Menschen nach wie vor ungeschoren ihren Machenschaften nachgehen?
      Finma muss sofort reagieren! Six ebenfalls.

  6. Heute nennen sich die Methoden von U. E. neudeutsch Crowdinvesting oder ähnlich. Aus Luft – werden als super Ideen verkauft – wird versucht Geld zu machen. Nichts Neues. Die New-Economie-Krise Anfangs der Nullerjahre war nichts anderes. U. E. hat das wohl etwas zu extensiv betrieben. Aber er ist ja auch schon Jahrzehnte im Geschäft.

    Solche Typen gibt’s heute im Zeitalter von Internet und Crowdfunding-Plattformen zu Hunderttausenden weltweit. Und auch die Naiven, die darauf reinfallen.

    Da geh ich lieber ins Kasino. Da ist der Spassfaktor wesentlich höher.

    Und wieso sollte die Schweizer Börse solchen Typen verbieten können, ihre Nonvaleurs auf ihrer Plattform anzubieten? Solange sie sich an die geltenden Gesetze halten gilt für alle die Unschuldsvermutung und die gleichen Chancen/Möglichkeiten.

    Der Schweizer Staat traut seinen Bürgern immer noch zu, einigermassen mündig zu sein. Dazu gehört auch, nicht jedem Hype und Geschwätz hinterherzulaufen. Kryptos waren und sind hier auch in gutes Beispiel. Wer heute jammert, hat irgendwie nicht kapiert um was es geht und in was er da investiert hat.

  7. Zitat:

    „Auch der eingangs zitierte Kleinanleger hat bereits einen Telefonanruf von Blackstone Resources erhalten: Er solle 11 500 Franken bezahlen, um sein Investment zu retten und seine United-Commodity-Aktien in solche von Blackstone Resources umzuwandeln. “

    Kommentar:

    Woher hatte denn Blackstone Ressources die Namen und Telefonnummern der „Aktionäre“ / Anleger von der Firma?

    Wäre interessant, wenn sich hier einmal einige „United Commodity“-Anleger melden würden…

    Riecht ein bißchen danach, daß hier Adreßmaterial weitergegeben wurde, nur um nochmals Geld von Anlegern zu akquririeren.

    Von wegen Versuch „feindlicher Übernahme“. Die „United Commodity“ wird ja nicht im Zuge von Übernahmeverhandlungen erstmal dem Verhandlungspartner eine Liste und Telefonnummern ihrer Aktionäre geben (abgesehen davon, daß das sicherlich illegal wäre, schon allein aus Datenschutzgründen).

    https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Reto-Hartmanns-Rohstofffirma-im-Visier-der-Staatsanwaltschaft/story/27688855

    K-Geld schreibt zu den Aufforderungen, neues Geld zu investieren von einem „Raubzug auf Anlageopfer“.

    https://www.plaedoyer.ch/artikel/d/raubzug-auf-anlage-opfer/

    Übrigens auch gleicher Börsenplatz wie Blackstone, die auch in Stuttgart gelistet sind im Freiverkehr: https://www.srf.ch/news/wirtschaft/united-commodity-und-der-talentierte-herr-schaefer

    • Enkeltrickbetrüger kommen, so man sie denn zu fassen krieg ins Gefängnis.
      Diesem Herrn bietet man in Zeitungen noch ein Schaufenster um möglichst viele gutgläubig Opfer über den Tisch zu ziehen.
      Ich finde das einfach wunderbar.

  8. den Krypto-Boom anheizen dürfen, dann darf doch wohl die SIX die Blackstone Resources auch ein bisschen fördern …..

  9. Lukas,

    lies doch mal den Bundesgerichtsentscheid BGE 136 II 43. Dort wird das Firmenkonglomerat etwas durchleuchtet. Scheinbar haben diese früheren Firmen von U.E. am Telefon ausserbörsliche Aktien verkauft.

    NicStic. Libidfit. Hematec.

    Darüber gibt es ganz viele journalistische Beiträge. Es ist von Anlagebetrug die Rede.

    Warum das bei der SIX scheinbar niemand interessiert, ist schwer verständlich.

    • SIX unterstelle ich: Beihilfe zu Betrug. Wenn dabei die Finma diese Institution auch noch sekondiert, spricht man von Banana-Banking Switzerland! Ich empfehle dringend die Lancierung von Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen. Nur so kann weiterer immenser Schaden vom Finanzplatz Schweiz abgewendet werden.

  10. Auch der Blick berichtet lobend.

    Und wie bei ASM von Liotard-Vogt soll es gar nicht darum gehen, Geld in die Kasse zu spülen.

    Sondern:

    „Die Firma macht die Publikumsöffnung nicht, um unmittelbar an neues Geld zu kommen, sie will ihre Bekanntheit steigern und sich Handlungsspielraum etwa für Zukäufe verschaffen. “

    Verfasser des Artikels ist kein Journalist des Blick, sondern eine anonyme Person von der SDA.

    Wenn es nur darum geht, bekannter zu werden (wirklich? Ich hab mal gelernt, wer an die Börse geht, sucht Kapital / Geld), warum ist dann die Webseite nur auf Englisch?

    Will man nur im englischen Sprachraum „die Bekanntheit steigern“?

    Solch ein Quatsch. Natürlich geht es bei einem Gang an die Börse immer darum Anlegergelder zu erhalten.

    Wenn man nur „Bekanntheitsgrad steigern“ will, dann kann man genauso gut Inserate schalten oder auf andere Art und Weise Marketing betreiben, z. B. indem man die Webseite erstmal mehrsprachig macht und im Internet bekannter macht, für sie wirbt.

  11. 1821 hat Gregor MacGregor einen Grossbetrug lanciert, indem er ein Land, POYAIS, erfunden hatte (heutiges Honduras), welches es in Tat und Wahrheit nicht gab, sieht man von den paar Indianern ab, welche im damaligen Sumpf- und Malariagebiet lebten.
    Er verkaufte Bonds an Private, Firmen, Banken und sogar das Königshaus und als einige Investoren neugierig wurden und selber in dieses Land segeln wollten, machte er sich kurz vor deren Rückkehr 1823 nach Paris auf – und Sie raten richtig – dort machte er alles noch einmal genau so……….

    PEOPLE NEVER CHANGE

  12. Nimmt mich wunder, wie die Abteilung „Schadensbegrenzung“ der NZZ auf diese IP-Recherche reagiert?

    Drei Szenarien der Wahl:
    – Totschweigen für ewig
    – Totschweigen und nach einer Woche diese Aufdeckung als eigene verkaufen
    – In der morgendlichen Ausgabe der NZZ ein Korrigenda mit Erwähnung von „Inside Paradeplatz“

    • nzz headline ….. ruhigem……. so tippe ich auf ihre erste variante. summertime and printing is easy so sleep little fooly …….(in etwa nach gershwin).

    • an „Trudi“: Erstens: anonym irgend welche Belanglosigkeiten zu schreiben ist das eine. Das andre: woher wissen SIE denn das alles? Sind Sie Insider? Oder einfach eine/einer der Dampfplauderis in diesen Beiträgen?

  13. Wenn man die Phantasienamen der ehemaligen Firmen liest, dann sollten schon die Alarmglocken läuten. Doch gewisse Menschen werden wohl vor lauter Gier Aktien kaufen und sich später wundern, warum das Ersparte geschmolzen ist.

    • Die Firma exisitiert seit 1995 war aber laut HR im Immobiliebereich tätig. Ergo Rohstoffhandel erst seit ca 2 Jahren. Die haben nicht eine Mine noch etwas anderes. Fantasiegebilde mittels Buchahltungstricks tauglich gemacht. Es ist so easy das ganze zu hinterfragen, kleine Nachforschungen ……… FINMA sollte einschreiten

    • an S. Niggli: einmal eine bessere Brille kaufen und dann nochmals nachgucken von wegen Annual Report. Aber eben: dumm schwätzen braucht keine Brille!

  14. Lukas, würde mal nachschauen was die Blackstone Resources mit der Pump and Dump Aktie United Commodity zu tun hat. Mit der haben damals viele Leute Geld verloren, Telefonvertrieb sei dank. Reto Hardman wird’s nicht kümmern.

    • Nein, kein Deutscher, um auf ihre Frage zu antworten. Aber immer schön den Verdacht äussern, um den Finanzplatz Schweiz sauber zu halten.

  15. Investoren sind selber schuld, wenn sie diesen Leuten Geld nachschmeissen. Gemäss HR-Eintrag sieht das Ganze sehr dubios aus. Diverse Pleiten, Steuersitze im Kanton Zug. Das stinkt nach Verlust. Die Blase 2001 lässt grüssen (e-complete, Miracle, Think Tools, Distefora).

  16. Kein Wunder müssen heute SIX, Bundesrat angefangen bei BR Maurer, die Damen und Herren Politiker etc. explizit auf die Seriösität des Finanzplatzes Schweiz und den tollen Job den die Finanzmarktaufsicht FINMA unter Direktor Branson macht hinweisen.

    Da kann man gut auch noch ein paar Deals mit Fragwürdigen& Wirtschaftsprüfern etc. machen, mit Deal-Maker FINNA an der Spitze zu Lasten von Investoren oder besser gesagt zu Lasten jener Geschädigten deren Interessen die FINMA zu verteidigen hätte! Ok, bei Interessenkonflikten haut man dann halt ein paar der Investoren in die Pfanne!

    Gut für den Finanzmarkt Schweiz hat man eine fähige Aufsicht die die Standortinteressen so stark gewichtet.

  17. Die SIX hat Tomaten auf den Augen. Aber scheinbar kommt Business vor Seriosität. Unmöglich so etwas, passt aber zum Allgemeinzustand des Finanzplatzes.

  18. Kommt sicherlich bald mit der richtigen Blackstone in Konflikt, wenn er unter diesem Namen im Investmentbereich aktiv ist.

    • @B Läck du mir: Wohl uninformiert, es gibt eben beide. – Jetzt muss Du Dir selber etwas lutschen.

    • Eine Blackstone existiert auch. Tätig in „privat equity etc.“
      aber nicht so gross wie BlackRock.

  19. Eindrücklicher Negativausweis.
    Das beste Beispiel, warum nicht in Firmen, sondern in das Management investieren soll.
    Und hier eben nicht (70+; Konkurse en masse….).

  20. Ulrich Ernst hat den neuen Weg des Geldverschaffens/-raffens via die SIX nicht neu erfunden, sondern Patrick Liotard-Vogt (AsmallWorld) abkopiert. Beide suchen bei Börsenanlegern (viel…) Geld für heisse Luft. Bei näherem Betrachten ist das „investierte“ Geld wohl schon im Zeitpunkt der „Investition“ als verloren zu betrachten – nicht aber für Ulrich Ernst und Patrick Liotard-Vogt.

    Höchste Zeit, dass die Schweizer Börse diesem Treiben ein Ende setzt. Diese Leute schaden nicht nur dem Ruf der SIX, sondern des gesamten Finanzplatzes Schweiz.

  21. Besten Dank an IP für die Nachforschungen und die Warnung.
    Wie kann die Schweizer Börse nur so blauäugig sein? Eine Schande!
    Fazit: Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht oder nach mir die Sintflut.

    • Blauäugig ist wahrscheinlich bisschen naiv…Korruption trifft sicher eher zu.

  22. Schade, die „old lady“ an der Falkenstrasse ist in die Jahre gekommen. Von der Wirtschaftszeitung zum FDP-Parteiblatt und zum Inserateträger des sogenannten Estabhlisments.

    • Gute Analyse: Söihäfelisöideckeli. Der NZZ- Autor hat seinen Job nicht gut gemacht, sowas gehört recherchiert. Nänu, oder man deckt sich einfach auf diese Weise. Einfach bedenklich, wie sich die NZZ unter Gujer degeneriert.

  23. Wenn die NZZ sich in Lobhudeleien ergeht, bietet dies noch lange keine Gewähr für Seriosität im Kotierungs-Reglement der Schweizer Börsen (SIX).

    „Aeltere Semester“ erinnern sich sicher noch an die Lobpreisungen dieses Blattes in Sachen Trans KB und eines gewissen Herrn Kopp.

    Inhaberaktien Trans KB Hans W. Kopp Nennwert Fr. 100.00

    https://www.tutti.ch/de/vi/zuerich/sammeln/inhaberaktien-trans-kb

    5 Aktien der in Konkurs gegangenen Risikokapitalfirma Trans KB. Verwaltungsratspräsident war Hans W. Kopp, Ehemann der ehemaligen Bundesrätin Elisa…

    Die Verwilderung der Aktienplatzierungen, wie sie gerade zu Gange sind, öffnet Halbseidenen Tür und Tor um als Trittbrett-Fahrer und -Surfer dem Finanzplatz massiv Schaden zuzufügen. Ob dies der NZZ und ihrer Wirtschafts-Redaktion eigentlich geläufig ist?

    „Es sind genau jene Auswüchse, welche am Ende einer langjährigen Hausse noch den Segen eines Börsen-Listing erfahren!“ Was steckt dahinter erfahren wir von niemand anderem als Lukas Hässig.

  24. Die SIX macht sich zum Gespött. Mondobiotech. A Small World, Blackstone Resources. So langsam müsste man das System durchschauen…

    • Im Herbst sollte mein Quittenbaum Früchte abwerfen. Vielleicht kann ich die Verarbeitung dann institutionalisieren und an die Börse bringen? SIX, eine Schande für den Finanzplatz Schweiz!

    • Die SIX verdient kraeftig mit und hat desshalb wenig Interesse diese Machenschaften zu stoppten. Hier waere die FINMA in der Pflicht aber die unterstuetzen lieber die Amerikaner dabei die Attraktivitaet des Bankenplatz Schweiz weiter zu schmaelern.

    • @weingart:

      ich mach mit! einem im öffentlichen raum stehenden mirabellen-baum habe ich grad ca. 10kg früchte abgenommen und zu konfi verarbeiten lassen (von meiner mutter). ergab ca 50 gläser.
      Vorschlag: kotierung an der SIX unter dem namen ENJOY (Exclusive Natural Jam Only Yippee!) und IPO von 1mio Shs zu CHF 11.65. dürfte bei dem content von ASW und BR nicht zu überrissen sein, denke ich.

    • war schon damals bei „Swiss New Market“ so. Man kann sich nur zu gut noch an die von stümperhaften Beamten lancierte Platform erinnern. Da wurde heisse Luft systematisch angeboten.

      Uebrigens kann man alles viel günstiger haben:
      In UK gibt es eine Firma, die in Büchsen Schweizer Alpenluft verkauft…

    • @ True D. Geister: man kann nur hoffen, dass das nicht stimmt. Bei 50 Gläsern und nur 10 Kilo Mirabellen wäre der Zuckereinsatz immens. Dann Dich besser Alpenluft verkaufen 😉

    • Klar, der SIX gehts schlecht und deshalb nehmen sie jeden. Mondobiotech war Luft und viel Geplappere von Gründer Cavalli. Den A small world Aktienkurs müsst ihr mal anschauen – praktisch nichts mehr wert. In 3 Monaten minus 72%. Da werden einige Aktionäre fluchen und wenn sie intelligent sind fliehen, bevor sie noch auf 0 geht. Es gibt keinen erkennbaren Grund, warum man hier investieren sollte.