Nationalbank: Jetzt auch Big in Haschisch-Aktien

Währungshüter kaufen alles auf, was ihnen in die Hände kommt – Neuerdings Gross-Aktionärin von „First Cannabis Company“.

Thomas Jordan ist jetzt auch Haschisch-Händler. Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hält knapp 300’000 Aktien der „First Cannabis Company“ von Nordamerika: Wert rund 16 Millionen Dollar.

Das kanadische Unternehmen, das mit dem Rausch-Wirkstoff handelt, trägt den Namen Canopy Growth. Ziel ist es laut Eigenvermarktung, „medical cannabis“-Produkte „affordable for patients“ zu machen, also preislich tragbar.

Canopy ist laut eigenen Worten „stolz darauf, weiterhin das Recht jedes Patienten hochzuhalten, (Cannabis) bei sich zu Hause zu züchten“. Deshalb würde Canopy „eine Vielfalt von Samen“ verkaufen.

Die Hanf-Dealerin ist auf Expansionskurs. Man sei der erste kanadische Cannabis-Produzent, dem es erlaubt sei, „trockenen Cannabis nach Deutschland“ zu exportieren. Der Verkauf erfolge via Apotheken.

Die Investoren lieben Canopy. Der Kurs derAktie schoss steil nach oben. Seit diesem Frühling ist der Titel nicht mehr nur in Toronto kotiert, sondern neu auch an der New York Stock Exchange (NYSE).

Das Hanf-Investment der SNB zeigt: Die Notenbank kennt kaum mehr Limiten beim Kauf von Aktien. Hintergrund dieser Politik ist es, den Franken zu schwächen. Wegen des jüngsten Euro-Tauchers drohen der SNB im dritten Quartal hohe Milliarden-Verluste.

Ein Sprecher der SNB meinte gestern auf Anfrage, dass die schweizerische Zentralbank schon bisher in Canopy engagiert gewesen sei, da man bei den Aktien-Käufen grundsätzlich den Index abbilde.

Neu sei, dass Canopy gross geworden sei. Laut dem Sprecher sei Canopy Growth deshalb im zweiten Quartal 2018 „in die entsprechende SEC-Liste aufgenommen“ worden. Will heissen: Grünes Licht für SNB zum gross dazu kaufen.

Nach Waffen, AKWs und Facebook mit ihrem umstrittenen Einfluss auf Abstimmungen setzt die Notenbank nun also auch auf Haschisch.

Das ganze Anlageuniversum, zum Bersten geballt am SNB-Sitz an der Zürcher Börsenstrasse.

Man investiere grundsätzlich in alles, was in den grossen Indizes auftauche, meint der Sprecher. Die wenigen Ausnahmen seien im Geschäftsbericht von 2017 definiert. Dort steht:

„In wenigen Fällen wird bei den Aktien vom Grundsatz der vollständigen Marktabdeckung abgewichen. So verzichtet die Nationalbank auf Investitionen in Aktien mittel- und grosskapitalisierter Banken sowie bankähnlicher Institute aus Industrieländern, um mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden.“

„Zudem erwirbt die Nationalbank keine Aktien von Unternehmen, die grundlegende Menschenrechte massiv verletzen, systematisch gravierende Umweltschäden verursachen oder in die Produktion international geächteter Waffen involviert sind.“

Unter geächteten Waffen werden B- und C-Waffen, Streumunition sowie Personenminen verstanden. Zusätzlich werden auch Unternehmen ausgeschlossen, die in die Produktion von Nuklearwaffen für Staaten involviert sind, die nicht zu den fünf legitimen Atommächten gemäss UNO-Definition zählen (China, Frankreich, Grossbritannien, Russland und USA).“

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16 Kommentare zu “Nationalbank: Jetzt auch Big in Haschisch-Aktien

  1. Die SNB (Thomas Jordan) soll uns doch bitte einmal erklären, wie der Kauf von Haschisch Aktien den Schweizer Tourismus ankurbelt.

    Ist das die Umsetzung des Auftrags an die SNB gemäss Bundesverfsssung?

    Marc Meyer

  2. Zitat SNB:
    Zudem erwirbt die Nationalbank keine Aktien von Unternehmen, die grundlegende Menschenrechte massiv verletzen, systematisch gravierende Umweltschäden verursachen oder in die Produktion international geächteter Waffen involviert sind.“
    Zitat Ende

    Soso eine glatte und totale Lüge, denn man ist dort voll investiert und teilweise sogar grösster Aktionär bei den FANG Aktien und genau dort werden die elementarsten Menschenrechte mit Füssen getreten, z.B.:

    – Tweets welche nicht der gängigen Meinung (aka
    Neusprech) entsprechen werden gelöscht und oftmals
    der Account-Holder ausgesperrt
    – Amazon hat soeben begonnen, nicht NWO-konforme
    Bücher aus dem Verkaufsprogramm zu nehmen
    (niemand soll die Wahrheit erfahren und muss alles
    glauben was die NYT blabbert)
    – Fuckbook löscht seit langem unliebsame Accounts
    – Instantdrama dito
    Und jetzt noch Drogen-Stocks, jede empirische Studie
    beweist seit Jahrzehnten, dass schon die geringste Menge
    dieser Stoffe Langzeitschäden und Veränderung in der Motorik auslöst !
    Aber da die halbe Bahnhofstrasse sowieso auf Kokain ist, ist es nur verstänlich, dass die dann auf das harmlosere Ganja „herunterschauen“, es also verharmlosen……..
    Die Frage ist einfach nur Eine:
    WER übernimmt die Verantwortung, wenn wir wieder einmal, eventuell schon bald eine grössere Korrektur an den Märkten erleben, z.B. 20 oder auch 50 Prozent ?
    Ach ja beinahe hätte ich’s vergessen – natürlich der
    „Starke Franken“

    Auch das ist eine glatte Lüge, nicht der Franken ist stark, sondern der Euro schwach !

  3. ich finde das super.

    als nächstes sollen endlich die ganzen drogen in der CH entkriminalisiert werden.

    cool wenn die snb da mal voranschreitet. damit macht sie wenigstens nicht ganz alles falsch

  4. Châpeau, für Bann bei den Bank-Aktien, welche vor allem in der Schweiz : UBS und CS eine miese bis schreckliche Performance abgeben. Leerverkäufe sind bei der SNB nicht gestattet. Schade.

    Das Kanabis – Abenteuer ist vernachlässigbar, so lange die SNB, unter Leitung von Thomas Jordan, den Bürkliplatz nicht in eine Hanf-Plantage umwandeln lässt.

    Und der Bitcoin- Kurs der SNB lässt massiv Federn, scheinbar merken viele Klein-und Gross-Spekulanten, dass viel zu viel heisse Luft in diesem Wert stecken. Empfehlung: Strong Sell.

  5. Die SNB sollte doch am besten absolute Mehrheiten an Konzernen wie Google/Alphabet, Amazon und ähnliche kaufen und sie so quasi CH-verstaatlichen. – Wäre doch mal eine Strategie, welche Kantone und Kantonalbanken via SNB zu globalen Players machen würde… (Die Amis würden doof aus der Wäsche schauen; mal schauen wie „liberal“ sie dann wären…)

  6. wow, Herr Hässig – und wo genau ist jetzt hier der „news-worthy“ Teil dieser Informationen? let’s face it, das ist ein boomendes Geschäft und legal, also wo liegt das Problem? slow news day?

    • @Mama: Versuch doch einfach mal einen Satz vollständig in Deutsch zu schreiben, was soll dieses Mischmasch? Auch wenn du ein paar Brocken Englisch kannst, lass es einfach sein.

    • @Deutschlehrer: Big Mama hat sich heute früh bereits ein Kraut reingezogen. Hab Verständnis. Chrüterchraft, sage ich da nur!

  7. Ist nur logisch. Papiergeld kann man eh bald rauchen, wenn es so weitergeht. Ein Anlage Tipp für die SNB in dem Bereich wäre auch Potcoin (POT).

  8. Ich glaube bald, dass Hässig auch noch für sich in Anspruch nimmt, die Anlagepolitik und die Titelauswahl der SNB zu gestalten. Es geht ihn, gelinde gesagt, einen „feuchten Ludwig“ an, was die Anlagespezialisten dort für Entscheidungen treffen, immer im Einklang mit den vorgegebenen Leitplanken. Ich glaube, jetzt hat ihn der Grössenwahn überschnappen lassen. Ein Arzt- oder Psychiaterbesuch wäre angezeigt, denn auch im Burghölzli kommt man ohne Einweisung nicht hinein.

    • Finde ich gut, dann kann Jordan sich die sicher kommenden Milliardenverluste wenigstens schönrauchen. – Und als Drögeler werden ihn die Gerichte dann auch als unzurechnungsfähig und verantwortungs- und strafunfähig einstufen. Zwangs-Rehab höchstens.

    • @Sabine Hierhinden:
      Es geht uns alle etwas an, was die Anlagepolitik der SNB betrifft.

      Aber wenn man davon ausgeht, dass Institutionen wie die SNB, Bundesbern, UBS, CS, Raiffeisen, Postauto AG, Swisscom, Nestlé etc. nur das Beste für die Allgemeinheit, die Kunden und die Ökologie anstreben, ja dann kann man sie ja einfach schalten und walten lassen nach deren eigenem Gusto – zum Wohle aller – nicht wahr?

      Ich werde manchmal die Gedanken nicht los, dass viele in die Psychiatrie eingewiesenen Menschen möglicherweise eine gesündere Psyche aufweisen – sofern sie nicht mit Psychopharmaka sediert werden – als all die vermeintlich frei herumlaufenden, die sich ohne Selbstreflektion tagtäglich dem von Grund auf kranken System beugen…

      „Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein“ – Zitat: Jiddu Krishnamurti

    • Hallo Sabinchen
      Ja ja ich nehme an Dein Kommentar hast Du selber aus dem Burghölzli geschrieben. Jedenfalls macht es überhaupt kein Sinn für die Schweiz als Land sowie auch für jeden Schweizer das die SNB heute einer der 10 grössten Hedge-Fund auf der Welt ist. Mir währe lieber die SNB würde sämtliche Aktien verkaufen (ca 80 MRD. im Moment) und jedem CH Haushalt (inkl Ausländer) so CHF 10’000.00 zu kommen lassen. Was passiert wenn die SNB, FED, EZB, BOJ etc. weiterhin jeden Tag Geld druckt (das sie niemanden mitteilen) um die Börsen zu stützen. Was passiert wenn es zu einer Korektur der Börse, Währungen etc. kommt. Die SNB könnte so ca 400-500 MRD. CHF verlieren!!!! (keiner denkt darüber nach)
      Ja vielleicht werden wir ja in Zukunft wirklich kein CHF mehr haben aber den „Potcoin“, der hat wenigstens einen Wert von ca 0.03 CHF. Der richtige CHF ist nämlich bald schon wertlos. Das möchte Jordan ja), das Problem aber ist das der EUR auch wertlos ist!!!! Also an alle da drausen benütz wieder mal euer Hirn!!! auch wenn es weh tut!! Da drausen ist gar nicht mehr so wie es sein sollte (oder uns erzählt wird!!)