Börsen-Crash: CS, UBS, Bär in Misere

Aktien der drei SMI-Titel verlieren im Jahresverlauf immer mehr – CS-Valor fällt unter 14 Franken – Bonus-CEOs ohne Plan.

Auf den Absturz der US-Börsen gestern folgt heute der Crash in Asien. Die Aktienmärkte in Fernost sind tiefrot.

Für die Schweiz wird heute das Gleiche erwartet. Das verspricht für die Banktitel wenig Gutes. Vor allem nicht für die drei Grossen.

Die UBS, die CS und die Julius Bär haben schon bisher ein schlechtes Jahr gehabt, was die Leistung ihrer eigenen Titel angeht. Nun könnte es noch schlimmer werden.

Bei allen drei zeigen die Kurven nach unten. Der Fall hat sich in den letzten Tagen beschleunigt. Die Valoren verlieren fast täglich an Boden.

Bei der CS scheint sich die Aktie bei 13 Franken und etwas einzurichten. Das ist ein Level, den man lange nicht für möglich gehalten hatte.

Vor drei Jahren, als Tidjane Thiam von Brady Dougan das Steuer übernommen hatte, lag die CS-Aktie fast doppelt so hoch.

Thiam hätte den Titel verdoppeln sollen. Nun hat er ihn halbiert.

Nicht viel besser ergeht es der UBS unter Sergio Ermotti.

Die UBS-Aktie müsste gegen 30 Franken steigen, statt dessen hat sie nicht einmal mehr halb so viel wert. In Paris droht zudem eine verheerende Prozessniederlage.

Julius Bär ist unter Führung eines neuen CEOs zum Sorgenkind des ganzen Finanzplatzes geworden. In fast jedem neuen Steuer- und Geldwäschereiskandal leuchtet die Bank grell auf.

Nun fällt ihre Aktie – und fällt und fällt. Einst galt die 50 Franken-Barriere als Pièce de résistance. Nun muss die Spitze froh sein, wenn ihr Valor die 45 Franken-Linie verteidigen kann.

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38 Kommentare zu “Börsen-Crash: CS, UBS, Bär in Misere

  1. We will see…welch Negativität hier ausgestrahlt wird..

    Hab mal heute 3 Postitionen auf Call mit Knock-out eingestellt: Gold, Dax und „UBS Aktie“. No risk no fun.

  2. Viele wichtige Geschäfte werden neu mit Gold unterlegt. Das hat Gründe, die nicht nur in der Aushebelung der Regeln der Wirtschaft durch die EZB begründet ist, sondern im Vertrauensschwund aufgrund der exorbitanten Gelddruckmaschinerie der Nationalbanken. Das ganze könnte für Europa Draghisch enden, weshalb grössere Vermögen Sachwerte als Handlungsgrundlage für wichtige Geschäfte eingeführt haben. Wertlose Geldscheine ist etwas für die arbeitende Bevölkerung, nicht aber für wohlhabende Kreise.

  3. Man redet hier von einem Börsen-Crash, dabei ist es nur eine Umschichtung zu sehen von Small- und Midcaps zu den Blue-Chips, verglichen mit den Asiaten stehen wir gut da und das Handelsvolumen war klein. Das waren die kleinen Technischen sell-outs, wo hoffen dass Investoren mitziehen… Am Montag wird sich entscheiden, ob es ein Crash geben wird (siehe Italien, welche das Budget der EU vorlegen müssen). Ein weiteres Indiz als Frage? Wo steht Gold, wie stehen die Währungen? – Wie bitte? Kaum verändert. Ach soooo, dann bestätigt das meine Theorie von technischen Sell-outs, da wenn man Aktien verkauft hat man Cash, oder? – Genau so ist es. Aber CHF haben wir eine Minusverzinsung? – Genau so ist es. Aber dann verliere ich noch mehr Geld? – Genau so ist es… Leute,,, wacht auf… das war eine Korrektur dank den „IT-Spezialisten, welche Algorhytmen aufstellen für die Fintechs… und wer porfitiert? Der Fintech, weil wenn er verkauft, andere mitziehen, kauf er zu einem günstigeren Zeitpunkt wieder ein….
    Hier drin alles mediengesteuerte Menschen die nicht mehr objektiv alles betrachten können und gegen die Elite hetzen…

  4. Bei so viel Risiko, wo die CEO’s eingehen ist der Salär sehr fair. Und das Risiko tragen sie nur durch euch Linken und Politiker, welche die Elite verabscheuen.
    Wer würde hier bei einem 300Mrd verwalteten Vermögen bei Netto Gewinn 600 Mio also eine Rendite von 0.19% mit solch hohem Risiko wie bei einer Bank gerne an vorderster Front stehen und so viel Risiko auf sich nehmen… logish fordert man für diesen Knüppel Job (wo mehrere Tausend Stellen auf dem Spiel stehen) einen Millionengehalt oder zumindest Boni….
    Ihr seid alles nur Nörgler und Mötzler, jommeris, die das Leben so unfair finden aber gleichzeitig 5’000 bis 8’000 CHF im Monat verdienen und sich sogar wie kaum ein anderer auf der Welt 2 mal im Jahr Ferien kann leisten…

  5. Sollte die 40-köpfige Anwalts- und Unternehmensberatertruppe aus den USA tatsächlich ein Honorar von 1.0 Mrd CHF erhalten haben, so braucht man kein Mathematiker zu sein, um zu begreifen, daß niemand in dieser Bank zukünftig irgendein Interesse an der Entwicklung des Aktienkurses haben kann.

    Die Kardinalfrage:
    Wer im Vorstand will Aktionäre am Unternehmensgewinn beteiligen, wenn er und gewisse Kreise viel leichter durch Boni, Dienstleistungsfirmen (an denen man beteiligt ist), oder durch schlichtes Frontrunning zu Lasten des eigenen Unternehmens (!) eventuell steuerlich günstiger an sowas wie eine Superdividende herankommen kann ?

    Sollte der Aktionär immer noch darauf vertrauen, daß die CS zu seinen Gunsten wirtschaftet, daß hinten was rauskommt, so wird es ihm ergehen wie den Dinosauriern vor 250 Mio. Jahren.
    Er wird nichts Grünes mehr finden und sich gepflegt zum Sterben ablegen.

    Auch Genossenschafter der Raiffeisen gehören zu dieser Gattung Gutmensch. Selbst nach diesem Superkorruptionsfall ist dort keiner in der Lage, mal ordentlich auf den Tisch zu hauen. Stattdessen erwägt die Führung, einen Finanzmann einzusetzen, der im Auftrag der Basler Kantonalbank eine Betrugsfirma mit simplen Ponzi-System nicht zum Auffliegen gebracht hat (ASE).

    Jeder Schalterbeamte bei der Post würde stutzig, wenn er ein Investmentmodell mit 8%, 10% und 12% Jahreszinsen sieht, daß in kanadischen Dollar valutiert wird und wo Garantien aus heißer Luft bestehen.

    Aber derjenige, der es nicht verhindert hat, daß auf den Kontoauszügen der Basler Kantonalbank (mit Staatsgarantie!) für den Kunden vorteilhafte Devisenabrechnungen aufscheinen, die bei näherer Prüfung geeignet sind, eine auswärtige Betrugsfirma zu decken, derjenige soll jetzt neuer Chef der Raiffeisen werden, für CHF 750.000.- + Boni + Frontrunning + Sause im St.Galler Szenelokal.

    Pfui Teufel, ihr Schweizer seid allesamt am Arsch, und ihr wisst es auch.

    Und kommt mir ja nicht mit der Finma.
    Die gibt es doch nur, damit das Schlachtvieh davon überzeugt ist, daß der Fangschuss auch im rechten Winkel angesetzt wird.

  6. Interessant wäre es zu wissen, wie sich das US Alchemistenportfolio der SNB in den letzten Tagen entwickelt hat und was die Konsequenzen im Falle eines echten Crashs sein würden.

  7. Seit vielen Jahren weiss man, dass das Top-Management vor allem der Grossbanken allfällige „Gewinne“ sofort in Form von Boni der Bank wieder entzieht.

    Es stellt sich langsam die Frage, ob PK-Manager, die Bestände in UBS- und/oder CS-Aktien halten, sich der ungetreuen Geschäftsführung schuldig machen, weil sie offensichtlich die Versicherten schädigen.

    Ein weiteres Kriterium wäre das Stimmverhalten an der GV.

    • Der Witz des Jahrhunderts. Verglichen mit den Pensionskassenverwalter sind die Bankmanager richtige Weisenknaben. Schon mal Rümmeli gegoogelt? Und das ist nur einer von nicht endend vielen. Ein weiterer von unzähligen Punkten wieso man unsere 2. Säule nur abschaffen kann. So schnell wie möglich.

    • …. mein 60. Geburtstag war ein schöner Tag, weil ich da mein PK-Kapital dem System entwinden konnte. Halleluja! 🤩🍾🥂🚀

  8. Die Handelszeitung hat die Lage vor 3 Tagen gut eingeschätzt:

    (…)sehr wahrscheinlich dürfte ein goldener Herbst am Aktienmarkt in einer Jahresend-Rally enden. Selektivität ist dabei der Schlüssel zum Anlageerfolg: US-Tech-Titel sollten am gefragtesten bleiben

    Etwa so im Stile der Muotathaler Wetterschmöcker.

  9. die effektiv SCHULDIGEN sind unsere Pensionskassen Vertreter. Denn diese WAEHLEN Jahr um Jahr den Verwaltungsrat dieser Bank-Versagertruppen!

    die Faulheit unserer Aktionaersvertreter ist unschlagbar!

  10. Banken weisen immer noch zu viele Mitarbeiter ins besonders in der compliance auf, es werden noch mind. 60-70 Banken dicht machen, alleine UBS und CS werden alleine in der CH mind. 5000 MA entlassen. Das PB muss schon lange neu aufgegleist werden, die Zeiten mit dem Abspitzen der Depots mit derivativen Produkten sind passe, nur damit sich 3000 MA im Direktionsrang und compliance Ma durchgefüttert werden.

    • @Meier Max. Das stimmt nur bedingt; man wüsste wissen, was mit den Mitarbeitern anzufangen. Aufgrund der Planlosigkeit der hiessigen Banken Chefs, aber auch aufgrund der Finma als Regulator, passiert das aber nicht. Insbesondere die Finma, aber auch andere Organe wie Bankiervereinigung, bearbeiten den Bankenplatz Schweiz mittels Drangsalierungen, Überregulierung, Abgedroschenheit und Arroganz, Verleumdungsrunden von Bankern und nur mit einem Ziel: die Zerstörung des Finanzplatzes Schweiz; und bezüglich Sichtweise der SP-dominierten Finma: ultimativ die Zerstörung des Kapitalismus.

  11. Das Handelsvolumina ist so klein und gibt so eine derartige Volalität. Das ist ein Sturm im Wasserglas. Wo ist Gold? Wo ist der Dollar. Das sind technische Fintechs, die bei gewissen Schwellen eingreifen und verkaufen, um Privatinvestoren zum Verkauf drängen. Wenn das denen gelingt, kaufen die günstig wieder ein. Hallo, Robo-Advice (schrott) und Fintech die nur technisch alles begutachten.
    Wir sind fundamental immer noch auf einem sehr guten Niveau! Die Wirtschaft läuft. Durch das festgefahrene Handelssystem kann sich die Provokation aus der USA sogar positiv auswirken aber nur, wenn man eine Lösung findet. (siehe ehem. NAFTA)

  12. „Solange der Party anhaltet, tanzen wir weiter…“
    Prince 2007

    Wenn die „schwache“ aufhören zu tanzen, dann tanzen die „starke“ weiter…

    und der Karusell dreht sich weiter….

  13. ist doch eine gute Kaufgelegenheit…

    Stück für Stück ins Depot rein,
    macht mein Portemonnaie dick wie ein Schwein.
    Natürlich nicht von Heut auf Morgen,
    liebe Leute macht euch keine Sorgen,
    mit Geduld und etwas Mut,
    kriegt ihr den Gewinn unter einem Hut…

    • dann bei 30.–, und dann bei 25 .— …..

      „You dreamer, du“

    • @Das haben viele schon bei 40.– versucht, und…

      tja, dann gehörst du wohl zu denen… und @KNIFE… du bleibst wohl lieber in der Küche und versuchst es mit Kochen 😉

    • @K.auf und Davon

      das ist mir egal, solange ich mit meinem Leben Glücklich bin und das erreiche, was ich erreichen will und dafür brauchst einen guten Batzen!! 🙂

  14. CS und UBS waren Hauptsponsoren von eine brutale Bankgeheimnis-Vernichtung. Eine Orgie von Verbote ist derzeit am Platz, Compliance Abteilungen herrschen und erschweren das Leben der Kundenberater. Die besten sind weg und Kunden auch. Geblieben als Kundin ist nun Frau Müller, 87, Witwe, aud Dietikon. Sein Sohn lebt aber in NY. 14 Briefe, Avis und Telefonate hat bis anhin Frau Müller erhalten, Inhalt ist erschreckend.
    CS und UBS Aktien werden 20 kotieren … nach der Fusion.
    Personal ? Nach Hause !

  15. Einmal mehr die Erkenntnis: sinkt der Aktienkurs steigen die Saläre und Boni, sowie die „Entschädigungen“. Komisch, eigentlich sollte der Aktionär entschädigt werden, nicht die die das Schlamassel anrichten oder nicht rausfinden!

    • Aktionäre sind dumm und frech:
      Dumm, weil sie ihr Geld anderen Leuten anvertrauen ohne ausreichende Kontrolle und frech, weil sie Dividenden fordern, also für ihre Dummheit auch noch belohnt werden wollen.

  16. Das ist alles sooo objektiv…. ich könnte k…

    Schauen wir den Verlust des SMI an und vergleichen wir das mit dem SPI? Da sehen wir dass die Mid-caps massiv zugelegt haben in den letzten Jahren, darum ist die Korrektur des SPI auch grösser als des SMI geschweige von denen über dem Teich den diese stehen heute YTD Performance immer noch mit fst +10 Prozent… wovon der CH Markt aber bei mageren -4% ist… Man muss auch beachten dass im SMI manch Titel sind welche als sichere Hafen gelten (NOVN, Nestle etc) Des weiteren möchte ich darauf hinweisen dass im SMI die Dividenden im Kurs nicht eingespeist sind jedoch in jedem anderen Finanzplatz… dies ist auch die Folge wieso der SMI vor sich her dümpiert…
    Danke an die Regulatoren und unsere Politik. Unser Markt schwächelt und torkelt vor sich hin und die anderen Finanzplätze gewinnen an Beliebtheit und Attraktivität…

    Zu unseren drei Banken, man wirft Milliarden Gewinne ab, aber nur auf dem Druck der Kostenreduktion, Dank der Politik kann man gar nicht selber wachsen oder mehr Wertschöpfung heraus holen…

    • eben durch Ermotti, Thiam & friends als Bonus „abgeschöpft“.

  17. Jeder Finanz- und Ökonomiestudent lernt während seines Studiums, was mit der Summe der diskontierten Cash Flows passiert, wenn die Zinsen steigen. Dieses physikalische Gesetz können selbst FED und SNB nicht ausser Kraft setzen. Dank Trump und seiner prozyklischen Wirtschaftspolitik werden die Zinsen in den USA nun stark ansteigen, die Aktien-, Anleihen und Immobilienpreise einbrechen und Anleger Geld aus der Schweiz und EU abziehen. Ein paar Short-Mini-Futures oder Puts während jetzt angebracht.

    • Anleihe, welche kein einziges Mal einen Coupon auszahlte, übrigens.

      Der Emittent war bequemerweise vorher Pleite.

    • @ Energieberaterin:

      Bei den heutigen Niedrigzinsen ist es kein Problem, vergleichbar wie bei einer Mietgarantie von Anlageimmobilien die Zinszahlungen der ersten Jahre in die Kapitalaufnahme mit „einzubauen“, so daß der Anleihengläubiger einfach einen Teil seines Geldes wieder zurückerhält.

    • dafür bezahlen auch diese unsere AHV-Beiträge und ALV!!

      die sollen noch mehr verdienen und weiter ackern!!! Ich gönne diesen Leuten das!! und ganz ehrlich jeder würde sich das gleiche wünschen an deren Stelle und am Liebsten dort oben stehen und arbeiten 😉

      alles jommeris hier und nörgeler!!