Ich habe Stahl gekauft – und kaufe darum noch mehr mit SSAB

Vielleicht erinnern Sie sich: Kürzlich haben wir den deutschen Stahlproduzenten Salzgitter empfohlen und gekauft – das ist bei uns ja fast immer dasselbe. Die Stahlbranche hat es zwar derzeit nicht leicht. Die Preise sind gefallen, und die USA haben Strafzölle erhoben.

Für Investoren sind das aber gute Nachrichten, denn seither sind die Aktien günstiger.

Warren Buffett hat zu diesem Thema einst gesagt: „I get fearful when others are greedy and greedy when others are fearful.“ Diese Philosophie ist in unseren Analysen fix eingebaut. Wenn die Preise fallen, steigen unsere Ränge – und umgekehrt.

Stahl ist ein sicherer Wert. Wir brauchen ihn seit langer Zeit für Brücken, Gebäude, Autos und Maschinen, und das wird vorläufig auch so bleiben. Aber welche Stahl-Aktie ist nun zu empfehlen?

Die vier grössten Hersteller Europas zeigen sich derzeit folgendermassen:

Das Unternehmen mit den besten kombinierten Rängen, Salzgitter, haben wir bereits gekauft. Für Voestalpine spricht ein hoher kombinierter Rang von 85.

85% der Konkurrenten sind also – gesamthaft gesehen – schlechter als der österreichische Stahlproduzent. ArcelorMittal ist das grösste Stahlunternehmen Europas, auch das ist ein Argument, und bei SSAB, früher Swedish Steel, ist der Value am besten, man bekommt also am meisten fürs Geld.

Am liebsten würde ich alle drei Aktien in mein Portfolio legen, aber ich will ja – und das ist einer meiner wichtigsten Grundsätze – langsam reingehen. Zudem ist mir momentan Sicherheit sehr wichtig, denn ich erwarte seit einiger Zeit eine Korrektur an der Börse.

SSAB hat mit 67 den höchsten Sicherheitsrang, was bedeutet, dass die Verschuldung klein und die Liquidität hoch ist. Das gibt für mich den Ausschlag. Ich kaufe für 5’000 Franken SSAB-Papiere. Und was kaufen Sie? Lassen Sie sich von unseren Top-Ten-Listen inspirieren.

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9 Kommentare zu “Ich habe Stahl gekauft – und kaufe darum noch mehr mit SSAB

  1. Nebelkasse „Marktkapitalisierung“:

    Wie beim Entnahmeversuch Geld verschwindet, das nie vorhanden war

    Die Marktkapitalisierung eines Unternehmens errechnet sich als Summe seiner Aktien, multipliziert mit dem Börsenkurs der gerade gehandelten Stücke (wie wenige dies auch sein mögen). Auch Depotvermögen werden auf dieser Grundlage ausgewiesen.

    Leider ist die „Marktkapitalisierung“ eine Vermögensillusion:

    Zum Verständnis bieten Sie auf einem Markt eine Gruppe von zehn Stühlen an. Besteht für einen Stuhl Kaufnachfrage zu 5 €, notieren Sie als Marktkapitalisierung der Gruppe den Betrag von 50 €.
    Bietet nun jemand 100 €, beträgt die Marktkapitalisierung schon 1000 €:

    Unter Einsatz von nur 100 € ist die Markapitalisierung der Gruppe um 950 € gestiegen. Ohne dass eine entsprechende Summe überhaupt im System vorhanden ist.

    Die Vermögensillusion hält solange an, wie Folgebieter animiert werden können (daher die hartnäckige Werbung für dieses Spiel). Eine frohe Zeit, bis versucht wird, das niemals im System vorhandene Geld zu entnehmen (wissen nicht nur Aktionäre der Dt. Telekom).

    • Geldanlage: Die Nutzlosigkeit von Kapitalmarktprognosen

      Die Untersuchung der Treffsicherheit vergangener Vorhersagen führt zu einem eindeutigen Ergebnis:

      Kapitalmarktprognosen sind völlig nutzlos.

      Die Tatsache, dass diese Prognosen dennoch von vielen Anlegern ernstgenommen werden, zeugt von ihrem kurzen Gedächtnis und von ihrem emotionalen Bedürfnis, die Illusion der Vorhersagbarkeit und das daraus resultierende Sicherheitsgefühl aufrechtzuerhalten. Die Experten helfen bewusst dabei, diese Illusion, von der sie sehr gut leben, aufrechtzuerhalten, indem sie es nach Möglichkeit vermeiden, für ihre Prognosen einen eindeutigen Zeithorizont festzulegen. Bei den vom Handelsblatt gesammelten Jahresprognosen war das nicht möglich, und deshalb sind die Ergebnisse so verheerend. In anderen Fällen kommen Bankexperten aber zum Beispiel damit durch, kurzfristig hohe Volatilität mit langfristig steigenden Kursen vorherzusagen, und können dann die Unbestimmtheit der Zeithorizonte nutzen, im Nachhinein einen Zeitpunkt zu finden, zu dem sich ihre Prognose als zutreffend erweist. Dieses Vorgehen erinnert an die Priester und Magier längst vergangener Zeiten, die behaupteten, durch rituelle Handlungen (z.B. einen Regentanz) ein gewünschtes Ergebnis (z.B. Regen) hervorzurufen, und es als Beleg für die Wirksamkeit ihrer Tätigkeit anführten, wenn das gewünschte Ergebnis früher oder später eintraf. Ersetzt man im vorangegangenen Satz „Regentanz“ durch „positiver Kapitalmarktausblick“ und „Regen“ durch „Kursgewinne“, dann erhält man eine zutreffende Beschreibung der Tätigkeit heutiger Bankvolkswirte und Kapitalmarktstrategen.

      https://www.wallstreet-online.de/nachricht/6703396-geldanlage-nutzlosigkeit-kapitalmarktprognosen/all

  2. Zitat:

    „Am liebsten würde ich alle drei Aktien in mein Portfolio legen, aber ich will ja – und das ist einer meiner wichtigsten Grundsätze – langsam reingehen.“

    Kommentar:

    Wahnsinnig intelligent. Sich für etwas entscheiden und dann „langsam reingehen“.

  3. Vom Höchstkurs 2007 bis heute über 80% Verlust:

    https://www.boerse.de/historische-kurse/SSAB-Aktie/SE0000171100

    Aktuell gerade wieder aus dem von der 200 – Tage – Linie angezeigten Aufwärtstrend gelaufen:

    http://aktien-mit-strategie.de/200-tage-linien-strategie/

    Aufgrund der lang andauernden und verlustreichen Abwärtsphasen eignete sich diese Aktie eher für Leerverkäufer.

    Obwohl bilanziell gesund und infolge 60% Eigenkapitalquote (vgl. ThyssenKrupp 8%, ArcelorMittal 45%) kein zukünftiger Insolvenzkandidat.

    https://www.finanzen.net/bilanz_guv/SSAB_Svenskt_Stal

    Die von Ihnen erwartete Korrektur an der Börse ist längst da:

    https://www.boerse.de/historische-kurse/Continental-Aktie/DE0005439004

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/reichste-deutsche-maria-elisabeth-und-georg-schaeffler-verlieren-milliarden-a-1231718.html

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/maria-elisabeth-schaeffler-und-georg-schaeffler-reichste-deutsche-a-990038.html

    Continental kaufe ich irgendwann – wieder!

    Vielleicht übernächstes Jahr um EUR 20,00 bis EUR 30,00, wenn der Einstieg von der 200 – Tage – Linie erneut angezeigt wird.