„I am proud to work at Credit Suisse“

CEO Thiam sieht Stimmung bei Multi als fröhlich – Derweil zerfällt IT, Pensionskasse wird geleert – Versprach 10 Mrd, lieferte 3 Mrd.

Monsieur Thiam ist ein blendender Rhetoriker. Sein Talent fürs Auftreten und Reden stellt er heute am CS-Investorentag einmal mehr unter Beweis.

Wir haben geliefert, so Tidjane Thiams Botschaft. Praktisch alle der Ziele, die er und sein Team vor 3 Jahren aufgestellt hätten, seien inzwischen erreicht oder sogar übertroffen.

Fast nur grün: Thiams Selbst-Bilanz (Quelle: CS)

Ein Freudenfest, zelebriert mittels Hunderten von Folien, vor Analysten und Journalisten in Europas Hauptstadt der Finanzen.

Alles gut, nur ein Problem bleibt: Die Geschichte stimmt nicht. Thiam hat nicht „geliefert“, wie man das in seiner Sippe nennt.

10 Milliarden versprochen: Thiam 2015 (Quelle: CS)

Sondern seine Versprechen entpuppen sich als leer. Im Oktober 2015 trat Thiam als frisch gebackener CEO der Credit Suisse erstmals vor die Investoren und verkündete, den Vorsteuergewinn auf 9 bis 10 Milliarden zu steigern.

Jetzt, da die 3 Jahre um sind, zeigt sich, dass der Vorsteuergewinn der CS für das laufende Jahr nur bei gut 3 Milliarden zu stehen kommt.

3 Milliarden geliefert: Thiam 2018 (Quelle: CS)

3 statt 9 Milliarden, ein Drittel statt 100 Prozent erreicht – Ziel nicht erfüllt.

Doch Thiam lässt sich von solchen Details nicht beirren. Er versucht, mit anderem zu punkten. 100 Milliarden habe seine CS in den drei Jahren an frische Gelder von Vermögenden angezogen.

Damit will der Bankenchef sagen: Der Umbau vom Highrisk-Dealing zum stabilen Vermögensverwalter ist geglückt.

Nur: Warum dann hat die CS immer noch 11’000 von 45’000 Mitarbeitern im weltweiten Trading? Das sind fast so viele, wie die ganze CS Schweiz mit inzwischen unter 13’000 beschäftigt.

Während Letztere die vor 3 Jahren versprochenen 2,3 Milliarden Vorsteuergewinn ausweist, machte das globale Trading der CS in den Monate von Juli bis September kurz mal 100 Millionen Verlust.

Ein Mühlstein um den Hals der ganze Gruppe, den Thiam trotz seinem vermeintlichen radikalen Schwenker, weg vom Angelsachsen-Trading hin zum Schweizer Verwalten, nicht entfernt hat.

Im Asiengeschäft sticht der Graben zwischen Versprechen und heutiger Realität besonders ins Auge. Thiam legte für Fernost die Vorsteuer-Gewinnlatte im 2015 auf 2,1 Milliarden Franken.

Wenige Monate später musste der CS-Chef das Ziel für die Region ein erstes Mal reduzieren. Und heute nun spricht er nur noch vom Vorsteuergewinn für die Vermögensverwaltung, unter Weglassung des dümpelnden Investment Bankings. Warum? Weil dies auch für Asien das Prädikat „on track“ bringt.

Von 2,1 auf 0,75: Schön „auf Kurs“ (Quelle: CS)

Schliesslich sind auch die Kosten so eine Sache. Dort hat Thiam zwar vermeintlich übererfüllt; die jährlichen Ausgaben für die ganze Gruppe sanken nicht nur wie versprochen auf gegen 18 Milliarden per 2018, sondern sogar unter 17 Milliarden.

Doch auch hier gilt, dass hinter der offiziellen Verbesserung Fragwürdiges steckt, nämlich: ein Zeichen für die anhaltende Planlosigkeit der CS im Geschäft.

Die Bank weiss schlicht und einfach nicht, wie sie genug Ertrag mit ihren Kunden erwirtschaften soll, um ihre festen Kosten abzugelten und obendrauf noch etwas zu verdienen. Also spart sie sich zu Tode.

Kreuzfalsch, meint Thiam, und verweist auf seine Ausgaben bei der Informatik. Dort würde die CS weniger für den Unterhalt der Computer ausgeben, damit bliebe anteilsmässig mehr für den Ausbau für die Zukunft.

Ausmisten bei Programmen: Wie viele gibt es eigentlich? (Quelle: CS)

Fakt ist, dass die CS gerade im wichtigen Online-Banking grosse Probleme hat. Wer seine Zahlungen automatisch erledigen will und dafür seinen Gläubiger die Erlaubnis gibt, die Rechnungen direkt ins CS-System zu schicken, versucht vergeblich, einen Beleg dafür zu erhalten.

Oder die Pensionskasse: Dort hat die CS soeben die Leistungen für die Partnerrente massiv verschlechtert. Im Todesfall eines CS-Rentners erhält dessen Partner eine Rente neu erst nach 5 Jahren. Bisher galt dies bei Partnerschaft schon ab 3 Jahren nach Eintragung der Fall. Laut CS passe man sich nur den gesetzlichen Vorgaben an.

Die Verschlechterung gesellt sich zu früheren Anpassungen bei der PK der CS, die allesamt zuungunsten der Versicherten und dementsprechend zugunsten der Bank verliefen. Ein schlechtes Zeichen, wenn eine Firma ihre PK-Konditionen laufend verschlechtert.

Happiness in der CS-Belegschaft: Aussagen von Bankern (Quelle: CS)

Doch auch dafür hat Thiam heute vorgesorgt. Er zeigt in London Folien mit Statements, wonach seine Crew happy sei.

„I would recommend Credit Suisse to family and friends as a place to work“, steht da. „I feel motivated to go above and beyond at work“, lautet ein anderes Zitat aus dem Munde eines CS-Bankers, das CEO Thiam mit Freuden an die Aussenwelt weiterleitet.

Das Beste geht sogar so: „I am proud to work at Credit Suisse“. Es kontrastiert mit Meinungen, die man auf diesen Seiten in Kommentaren oft lesen kann.

Doch die Aussagen von heller Freude bei begeisterten CS-Mitarbeitern passt ins Bild, das Steuermann Thiam zeichnet. Wir sind gut, wir sind zufrieden, wir sind auf Kurs. Es brauche zwar weitere Anstrengungen mit Abbau und Kostensenkungen; das aber nur noch homöopathisch.

Und so taumelt die CS ins 2019, mit einem Aktienpreis, der gefährlich nah an der 10-Franken-Grenze liegt, einer Informatik, die teuer und träge ist und einer Stimmung im Personal, die kaum der offiziellen Glückseligkeit entsprechen dürfte. Und keiner zuoberst fragt, ob der Kurs stimmt.

Kommentare

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  1. Auf dem Niveau würde ich auch Aktien kaufen echt? Wenn der Nachfolger die Bank vorwärts bringt, noch mehr Geld verdienen für die Versger? Das passt zur Leistung den beiden CEOs – UBS und CS. Wahrscheinlich noch ein Call/Put Strategy dazu um abgesichert zu sein. Wir Idioten haben über Jahre unsere Bonuse auf viel höherem Niveau in UBS und CS Aktien investiert, da wir naiv genug, an die Fähigkeiten der Jungs glauben wollten. Vielen Dank. Nicht erst seit heute weiss ich, dass ich vor 35 Jahren bereits eine andere Industrie hätte wählen sollen. Es ist nie zu spät, auch nicht mit Ü50!

  2. LH scheint keine Zeit mehr zum seriösen Recherchieren zu haben. Die Änderung im Pensionskassen-Reglement wird gemacht, weil das Bundesgericht das so verfügt hat (Urteil 9C_118/2018 vom 09.10.2018). Und das hat auch nichts mit Aushölen zu tun, wenn keine Rente bezahlt wird, dann ist dafür das Todesfallkapital höher…

  3. Leider räumt bei der CS niemand auf.

    Rohner, Thiam, etc. gehören schon lange raus geworfen und kritisiert für Managin bei „nichts Können und nichts verstehen“.

    Leider hatte die CS dies schon einmal, als mit den zwei unfähigen Managern Mühlemann und Wellauer die CS ebenfalls zig Milliarden in den Sand gesetzt hatte.

    Nach Grübel kam dann das nächste Unheil: Brady Dugan, ein Amerikaner der die CS veramerikanisierte mit den Vorschriften Sparvorgaben für die Angestellten und nur noch in eine Richtung zog; nach unten.

    Mir tun alle Angestellten leid, welche gerne einen guten Job machen möchten, aber nicht können, weil das Management unfähig ist.

  4. Die Rechnung wird vermutlich einfach sein. Finanzierung der höheren Dividende = Entlassung von Hunderten von Angestellten. Die sogenannten „Risk-Takers“ werden nicht auf der Liste stehen. Diese können die besinnliche Weihnachtszeit geniessen, beim Rest überwiegen wieder Ungewissheit und Existenzängste. Erbärrmlich!

  5. Was? Stolz? Und sonst gehts noch?
    Die Credit Suisse macht alles um die einfachen Mitarbeiter zu verarschen. Schlechte bis höchstens genügende Qualis, Bonus-Streichung, dazu hohles Manager Gelaber. Auch jetzt werden laufend Mitarbeiter gerifft (reduction in force). Schliesslich gehe es der Bank gar nicht gut, da müsse man halt schon schauen. Und überhaupt: Fresse halten.

    Aber dieselbe Bank gönnt sich 1070 Einkommensmillionäre (Jahresbericht S. 246) und prahlt am Investorentag mit strategischen Geniestreichen.

    Macht nur weiter so!
    Profitiert von der Bank bis nichts mehr geht.
    Und kickt den Arbeitern weiter in den A.

  6. Fakt ist. Dass all diese Milliardengewinne, ob 1 Milliarde, oder zwei Milliarden usw. nur durch Zinsen (tiefes Zinsumfeld) und Kommissionen entstehen. Diese entstehen nur durch rein spekulative Gewinne.

    Unser System ist schon lange morsch und kaputt und wird nur noch durch die Nationalbanken am leben erhalten.

  7. Herr Hässig, Sie schreiben, dass TT ein „blendender Rhetoriker“ ist. Ich denke, Sie haben das nicht korrekt formuliert. Es muss „rhetorischer Blender“ heissen. ;))

  8. „Work“ euphemistische Bezeichnung für Abkassieren und Leute auf die Strasse stellen. Thiams Turboprogramm für Aktionäre hat noch nicht wirklich gezündet, marschiert im Gleichschritt mit dem heute positiven SMI.

  9. Mission erfüllt:

    Die CS erklärte weiter, die vor drei Jahren gesetzten – und seitdem wiederholt angepassten – Ziele erreicht zu haben.

  10. Der VRP der CS (Herr Rohner) hat wirklich das bestmögliche Pferd in seinen Stall geholt. Der Aktienkurs zeigt, dass die CS am Grandprix fast am Schwanz mitreitet. Die Lobhudelei von CEO Thiam wurde wohl vom VRP „verordnet“. Niemand soll auf die Anzeigetafel des Pferderennen schauen, wo die CS gaz hinten liegt. Das Pferd CS lahmt und Herr Rohner will nichts davon wissen. Er kassiert ja weiterhin seine Millionen. Unglaublicher Zustand!!! Kein Wunder, dass die Stimmung beim Personal im Keller ist. Wann endlich hört diese Völlerei der obersten Schicht endlich auf ?

  11. Es lassen sich immer ein paar positive Fakten finden, um sie auf ein paar bunten Slides PR-wirksam zu verkaufen …. und die Leichen im Keller zu vertuschen.

    Die ganze CS ist leider ein betriebswirtschaftlicher Scherbenhaufen; zerstört und in einen desolaten Zustand geführt von geld- und machtgetriebenen Eroberern. Wer sich noch „stolz“ fühlt, in dieser Firma zu arbeiten ist wohl eher anderswo besser aufgehoben als in einer leistungsfähigen, marktorientierten Schweizer Bank…
    Aber eine Schweizer Bank oder ein „stolzes“ Schweizer Unternehmen ist die CS schon lange nicht mehr!

  12. Man muss bemerken, dass die grössten Aktionäre gleichzeitig auch Aktionäre anderer grosser Banken im Ausland sind. Schaut man auf die uns nicht bekannten Beneficial Owners vermute ich rund 50% des Aktionariats.

    Wenn die Chefs dieser Aktionäre entscheiden, dass langfristig die Substanz und Geldströme anders kanalisiert werden, muss man zwangsläufig die Institute des Abflussstandorts schädigen.

    Genau dies sehen wir hier.
    Ebenso bei deutschen Banken.

    • Die Aktionäre der CS sollten mal das Niveau ihrer Tranquilizer auf 0 setzten, und auf den Aktienkurs schauen, und handeln!

  13. Solange bei der CS Sondervergütungen /Bonuss von mehreren Milliarden bei diesem schwachen Gewinn insbesondere an das Topmanagement & VRP ausgeschüttet werden, hat der Aktienkurs wenig Erholungspotential.
    Dass man gerne bei der CS arbeitet, wo finanzielle Eigeninteressen im Vordergrund stehen ist nachvollziehbar! Dass dadurch die Aktionäre/Geldgeber unter gigantischen Verlusten leiden, die Aktie notiert noch tiefer als anfangs der 90er Jahre, wo das Lohnniveau markant tiefer war, ist egal. Wichtig, die eigene Kasse stimmt……

  14. Ja, die Schonfrist von Thiam ist definitiv vorbei.

    Ich wünsche aber Herrn Hässig wie auch den Mitarbeitern der CS eine Auszeit während der Festtage.

    • Was haben Sie erwartet? Ein erfolgreiches Produkt etwa? Von dieser Managergeneration? 😉

  15. Es gibt doch gar keine andere Strategie als die Eingeschlagene. Natürlich 5 Jahre zu spät und nicht konsequent im Investment Banking. Das Hauptproblem sind die nicht versiegenden Rechtsfälle und die viel zu hohen Kosten in fast allen Bereichen. Das Problem ist doch, dass ich die Leistungen des Swiss Banking bei anderen Banken viel günstiger bekomme. Dieses Swiss Banking war doch in der Vergangenheit zu 90% nicht versteuertes Geld verstecken, mit anderen Worten Geldwäsche. Es lebe der Wettbewerb.

  16. „I am proud to work at Credit Suisse“. Ich arbeitete in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts für die CS bzw. SKA, da konnte man wirklich noch stolz sein für diese Firma zu arbeiten, dies sind nun aber leider längst vergangene Zeiten.
    Heute arbeiten nur noch Leute für die CS weil sie dabei entweder unanständig viel Geld erhalten (von „verdienen“ kann dabei absolut keine Rede sein) oder sie andernorts keine Stelle finden würden.

  17. Verstehe Ihn schon, am Paradeplatz 2OG egg Büro und anschliessende, dort wäre es schlimm wenn die Stimmung nicht gut wäre (alles vom feinsten und teuersten mit Sekretärinnen wo Kaffee bringen).
    Und immerhin mal 3Mrd plus! bis anhin immer minus ist ja der Wahnsinn wie toll das läuft. Auch in der IT das Digipipi ist konkurrenzlos. Und sicher haben die Top Strategen noch eine Gebührenerhöhung in ihrem Köcher wo sie die Kunden eiskalt erwischen können. Und in einem zweiten aufwisch ein Beratungsmodel wo gegen doppelte Gebühr die vorangehende ausschaltet, irgend so ein „Packet“ , mit all dem sehe ich die CS steil nach oben !

    • Die Briefe gehen nächstens an die Kunden….sie werden sicherlich über die neuen Gebühren freuen…

  18. Nun, was kann man erwarten von einem VRP und einem CEO, welche beide kaum Ahnung vom Bankgeschäft haben? Was mich noch mehr wundert sind die Aktionäre, welche dieser Tragödie tatenlos zusehen. Im Gegensatz zu TT waren der Lukas und der Brandy noch richtig gut. Vielleicht wäre die Lancierung eines Staatsfonds gut, sodass unfähige VRP’s und CEO’s von SMI kotierten Firmen schneller in den Hintern getreten werden kann. Schlussendlich werden die Kosten vom Steuerzahler bzw. von den ALV Finanzieren bezahlt.

  19. Ist verdrehen denn strafbar?
    Grundsätzlich eben nicht!

    Was Bushes, Trumps, Thiams & Co machen, das dürfen wir doch auch, und tun es auch. Häufiger als wir uns schhönreden.

    Wer ohne Fehl und Tadel ist, der werfe hier mal Steine.

  20. „Laut CS passe man sich nur den gesetzlichen Vorgaben an“.
    Völlig neu, warum dann immer wieder Skandale und Bussen, warum dann Aufseher von FINMA und USA am Paradeplatz? Aber natürlich, da geht es um Frauen ehemaliger CS-Mitarbeiter die man schlechter stellen kann, nachdem jahrelang versprochen wurde! Die reklamieren nicht, da kann CS schon am versprochenen etwas abzwacken!

  21. …was braucht es noch mehr als diesen Beweis!?
    Die Kommentatoren bleiben – zunächst mal – sprachlos…!
    Wann endlich merken die zwei „leader“ Rohner und Thiam, dass nicht nur die Nullen! hinter ihren Boni die Aktienkurse belasten!

  22. TT ist und bleibt ein Träumer. Hat er die Liste „I am proud to work for CS“ selbst gemacht??!! Nicht aber die Mitarbeiter gefragt.

  23. Danke Lukas Hässig für Ihre aufwendige Zusammenfassung unbestreitbarer Wirklichkeiten.
    Ich Frage mich dabei, wenn Ihre Recherche stimmt, wieso kommt das nicht auf den Tisch und weshalb reagiert die Oeffentlichkeit nicht viel empfindlicher auf Thiam‘s und Rohners „schönreden“ des Konzertergebnisses.
    Warum werden Kunden und Aktionäre sozusagen für Dumm verkauft?
    Wer ist in der Lage, wirksam zu Kontern und dem ganzen schönreden etwas entgegen zu halten?

  24. „I am proud to work at Credit Suisse“. 
    Und das zu recht. Mit der Leistung sich drei Jahre zu halten, darauf kann er ohne wenn und aber stolz sein!

  25. Die IT der CS liefert gibt 3 Monate Änderungen frei, auch bekannt als: Auslieferung in die Produktion.

    Anstatt monatelanges Herunsitzen zu optimieren (war selber mal da), 8 Stunden täglich in Meetings zu sitzen (wie Papstwahl von 1268), oder über 10‘000 Arbeitsplätze mit Indern und Polen zu befüllen, geht es besser. Aber nicht mit Prefered Suppliers und IT-fremden Managern!

    Guckst du hier:

    „In the late 90’s I paid a visit to Kent Beck, then working in Switzerland for an insurance company. He showed me around his project and one of the interesting aspects of his highly disciplined team was the fact that they deployed their software into production every night.“ https://martinfowler.com/books/continuousDelivery.html

    ➡️Tägliches Deployment bei einer Schweizer Versicherung!

    „Statische Shops mit wenigen Releases pro Jahr stehen auf dem Abstellgleis. Denn die Fähigkeit, neue Funktionen im Wochen-, Tages- oder Stundenrhythmus zu integrieren und damit das eigene Geschäftsmodell flexibel weiterzuentwickeln, werden im Zeitalter des eCommerce und der Digitalisierung immer wichtiger.“

    ➡️Die CS ist ebenfalls nur ein Webshop, weil die meisten Applikationen unabhängig sind.

    https://www.crisp-research.com/blue-green-deployment-weil-eine-applikationsumgebung-nicht-ausreicht/

    „Netflix, the popular movie streaming site, deploys a hundred times per day, without the use of Chef or Puppet, without a quality assurance department and without release engineers.“

    ➡️Netflix macht ws 100x/Tag ohne Bürokraten!

    „Deployment at Netflix is completely automated.“

    ➡️Wieso kann Netflix etwas, was die CS nicht kann?

    „Many parts of the Netflix infrastructure are open source already and available on Github.“

    ➡️ Die CS setzt hingegen weiterhin auf Geheimniskrämerei, um ihren Rückstand zu kaschieren. Erst 2013 hat sie Maven verwendet, 8 Jahre nach der UBS.

    Quelle der letzten Zitate: https://www.infoq.com/news/2013/06/netflix

    👁‍🗨Leute mit Kadavergehorsam empfehlen so etwas nicht!

  26. Hab grad mal im Bloomi gechecked:

    Seit 12.12.1990 (18 Jahre) ist die CS Aktie -24% und der Total Return ist +62.25%. Der SMI hat in der Zeit +500% und der Total Return ist +1020%!!

    Das muss man sich reinziehen: Diese Firma hat in 18 Jahren de facto keinen Return für die Investoren erarbeitet. Trotzdem kassiert das Management Jahr für Jahr hunderte Millionen für eine extrem lausige Leistung. Es gibt nicht, aber auch gar nichts, was diese Bezüge rechtfertigt.

    • Sorry, das sind nicht 18 Jahre, sondern 28 Jahre !!!

      28 Jahre Leerlauf bei CS und das Management kassiert hunderte Millionen…für was genau weiss nur das Management.

    • Ja wunderbar … aber auch Banker sollten doch rechnen können … 2018 (today) – 1990 … = 28 Jahre !!! Oder macht da Boomberg schon nicht mehr mit ….

  27. Was der „hässige Hässig“ hier schreibt, grenzt einmal
    mehr an Rufschädigung und bestätigt das ewige Banken-
    Bashing. People-Bashing als Journalismus?
    Ich benutze das Online-Banking täglich und hatte weder
    mit dem alten noch mit dem neuen Online-Banking irgend-
    welche Probleme.
    Der Deckungsgrad der Pensionskasse liegt bei guten 116%.
    Hören Sie endlich auf, solchen Unsinn zu schreiben und
    bleiben Sie bei den Fakten.

    • Das ist aber ein netter Kommentar.
      Das E-Banking wird für den Privatkunden mehrheitlich gut funktionieren, denn wenn das Zahlungsverkehr Modul ausfslken würde, dann wäre dies sicherlich ein absoluter Tiefpunkt. Leider hat das gute CS System einige Sicherheitslücken gehabt und die Performance lies zu wünschen übrig. Dies ist mit deinem ISDN Anschluss nicht weiter tragisch.

    • Ach ja, täglich also? Nur so zum Reinschauen, oder? Ich will meine Zahlungen einscannen und den Empfänger wählen und schon „freezed“ die App. Kein tippen, Home button hilft mehr – wieder ein Neustart nötig. Bei 15 EZ eine echte Tortur! Ich kenne die MA-Umfrage aus meiner CS-Zeit mit Ansage: Leute, wir schneiden uns aus Erfahrung (!) nur ins eigene Fleisch – also exzellente Bewertungen bitte. Keiner meiner vielen und guten Kontakte bestätigt die Ergebnisse.

    • Massgebend ist nicht der BVG—Deckungsgrad sondern jener nach US GAAP Berechnungsmethodik. Dieser ist üblicherweise tiefer und reduziert, falls negativ, die CET 1 Eigenkapitalquote. Deshalb ist das CS Management seit Jahren daran, zu Lasten der Versicherten die PK-Leistungen zu reduzieren.

  28. „Laut CS passe man sich nur den gesetzlichen Vorgaben an.“.

    Das Gesetz hat (bisher) noch nie bessere Bedingungen als im Gesetzestext vorgesehene verboten . . .

    • Dass die CS sich bei der Partnerrente an die gesetzlichen Vorgaben anpasst, ist für Aussenstehende nur verständlich.

    • der richtige Empfänger wäre wohl eher das Bundesgericht…
      …stehe im Gesetz unmissverständlich und klar, dass die Lebensgemeinschaft vor dem Tod des Versicherten mindestens fünf Jahre gedauert haben müsse. Eine Pensionskasse dürfe diese Dauer in ihrem Reglement nicht unterschreiten. (Urteil 9C_118/2018 vom 09.10.2018)

  29. Ich arbeite be CS und bin wirklich stolz darauf. Sie sollten vielleicht auch andere ‚sourcen’ bei CS haben… werden wir ein Mal erleben, dass Sie einen positiven Artikel über CS schreiben? Well haters will always hate… trotzdem ganz freundliche Grüsse und wunderschöne Weihnachten ☺️

    • —-Well haters will always hate… Saublöde Mode, neudeutsche Textfetzen in einem Kommentar einzufügen. Macht heute Jeder Dödel, warum eigentlich? Ja OK nun wisssen wir, dass sie ein paar Sätze Englisch können. Schreiben sie nächstes Mal alles auf Deutsch, ebenfalls schöne Weihnachten.

    • Dass die Bots heutzutage immer noch durch schlechte Orthografie auffallen… Herr Hässig hat vollkommen Recht. Ausser Kosten/Stellen streichen und sich als roi soleil zu präsentieren, hat Herr Thiam unternehmerisch noch gar keine Leistung erbracht.

    • Tissaia

      Ihr erfreuliches Votum würde noch viel gewichtiger, wenn Sie mutig Ihren Namen dazustellen würden.

      In der Tat, in unserem Projekt wirkt ebenfalls ein CS-Mitarbeiter mit, den ich als äusserst zufrieden und top-motiviert wahrnehme.

      Symsala
      Kirchfeld 20
      CH-5637 Beinwil (Freiamt)

    • Was gäbe es denn nebst dem desolaten Business positives zu berichten?
      Haben Sie CS Shares im PF?

    • Schön, dass man auf solche „Häuptlinge“ stolz sein kann. Ich wäre es keine einzige Sekunde, sondern würde mich fragen, wie solche Gescheiterte, und das ist die CS-Spitze von A-Z, es immer wieder in solche Führungsfunktionen schaffen. Muss wohl an der sogenannten und hochgelobten „Diversity“ liegen.

    • Vielleicht plätschern die Infos vornehmlich aus „ex“-Quellen 🙂 Aber in Bezug auf die blamable Aktienkursentwicklung hat IP natürlich schon recht; da müsste doch irgendwann auch mal was zählbares rauskommen.

    • Genau, Tissaia! Wieso kann man nicht mal die Facts so akzeptieren, wie sie sind, nämlich dass eine ganze Menge Menschen gerne bei der CS arbeiten! Ist klar, dass die anderen 6-12% sich auf diesem Blog tümmeln.
      Natürlich ist nicht alles perfekt und es gibt einiges zu kritisieren, aber könnte irgend jemand von Euch den CEO-Job soooo viel besser ausführen? I doubt it!

    • Ob Tissaia wohl bei der Pressestelle arbeitet und noch kurzfristig den Bonus hochschrauben möchte?

  30. Wer hat denn den Wundermann Thiam damals ausgesucht und angestellt? Wer kontrolliert seine Aussagen und Leistungen? Wer schreitet ein? Das ist doch immer und überall dasselbe, grosse Versprechen und nichts dahinter. Aber, ich glaube schon, dass Thiam glücklich ist in seiner kleinen Welt, schliesslich bekommt er ja nicht wenig Geld und Boni für seine leeren Worte. Und seine Familie ist bestimmt stolz auf ihn …

  31. Es könnte gut sein dass TT die CS auf eine Übernahme vorbereitet… Mit einem Aktienrückkauf wird die CS einfacher zu übernehmen… Nur die Frage ist, wer kommt dafür in Frage? Einige Amerikaner bestimmt, aus Fernost und Asien wird sich wohl kaum jemand für die CS interessieren

    • Bei dem Kauf wird es nicht um die CS als Bank gehen … es geht nur um die Daten und Informationen über all die Kunden, Konti, Vermögen und Transaktionen, welche im Datacenter und den digitalen Archiven der CS lagern…..
      Und diese Info sind den Imperialisten bei NSA, SEC, Homeland … und Co. …. auch dem FBI und vielen Akteuren an der Wallstreet 113 schon ein paar Mia. wert

  32. Wieso sind immer wieder totale grossschwätzende Figuren an den Spitzen von Unternehmen? Unverständlich. Na ja, wenn die Flut zurückgeht, dann sieht man ja bekanntlich…..

    • Wenn schon editieren, dann grammatikalisch richtig, danke LH.
      Und nach den fünf Punkten stand noch etwas

  33. Tja, vielleicht hat er recht…
    Es gibt nur zwei Fragen dazu: wenn es stimmt was er sagt, d.h. er müsste alles ausräumen seit mindestens 10 Jahren, wahrscheinlich 18 Jahren….Diese Schmerzhaft Prozess hat ihm Ruhm und Glanz weggemacht, aber nicht Geld und Status, somit kann noch lachen…aber das würde heissen, das “ die anderen“ nicht viel geliefert haben eigentlich. In Tat und Wahrheit, wir können gut erinnern auf einen von diesen Kronprinz, der der wollte 15 Mrd. Gewinn bei der Konkurrenz aufweisen vor zirka 10 Jahren. Die Wahheit zeigt ein anderes Bild, somit die Tradition ist weiter geführt…
    Die zweite Frage ist ziemlich einfach: was nun?
    Wenn er geliefert hat, dann ok. Er hat sein Job gemacht, aber jetzt kommt die schwierige Phase…