Die totale Pleite von Ex-UBS-Star Orcel

Schweizer gaben Italo einst 25 Mio. Golden Hello, nun sollte Santander 50 Mio. zahlen – VR zog Stecker, Orcel Big Loser.

Andrea Orcel gilt als Über-Chef des globalen Investment Bankings. Er orchestrierte vor einem Jahrzehnt die grosse Zerschlagung der ABN Amro, die UBS zahlte ihm 2012 einen Willkommens-Bonus von 25 Millionen, nun sollte die spanische Santander 50 Millionen Upfront hinblättern.

Der teuerste Banker, zumindest von Europa: Das war Orcel, bis letzten Herbst sogar möglicher CEO der UBS. Ein Superstar. Gestern zog der Verwaltungsrat der Santander die Reissleine. Orcel wird nicht wie geplant nächster CEO der Spanien-Grossbank. Nicht das Geld wert.

Tiefster vorstellbarer Fall: Orcel (UBS)

Die Pleite ist einzigartig. Und für alle Beteiligten im höchsten Mass peinlich. Sie schürt zudem Ressentiments gegen Bonus-Banker. Die 50 Millionen Ablösesumme für Orcel bedeuten für normale Bürger eine Dimension, die alles Bisherige in den Schatten stellt.

Der grösste Verlierer des peinlichen Nicht-Antritts in Madrid ist Andrea Orcel. Der Italiener, der die spektakulärsten Übernahmedeals eingefädelt hatte und als kaltblütiger Macher gilt, schafft nicht einmal wasserdichte Verträge in eigener Sache. Nach dem gestrigen Aus verliert er Job und viele Millionen – 50 an der Zahl.

Zweiter Verlierer sind die Spanier. Die grosse Chefin der Santander-Bank, Ana Botin, wollte ihren Vertrauten Orcel mit dessen riesigen Antrittsbonus dem eigenen Verwaltungsrat als Fait accompli servieren. Botin dachte, die 50 Millionen würden schon irgendwie akzeptiert. Sie täuschte sich.

Verkalkuliert mit Andrea: Botin (Santander)

Die dritte grosse Verliererin ist die Schweizer UBS. Der Fall Orcel zeigt exemplarisch, welche horrenden Summen die führende Bank des Finanzplatzes für ihr Spitzenpersonal ausgibt.

Drei Verlierer und ein grelles Schlaglicht auf die Zunft der globalen Superbanker, die vor allem eines können: kassieren bis zum Geht-nicht-mehr. Wenn sie dann aber beweisen sollten, dass sie gute Verhandler mit scharfem Verstand und Detail-Knowhow sein sollten, dann ist da Fehlanzeige.

Das macht Orcel und seine persönliche Mega-Pleite zum Musterbeispiel. Man kann sagen: Gut dass die oberste Santander-Führung ein Zeichen setzt und Orcel vor Stellenantritt einen Tritt versetzt.

Gleichzeitig fragt man sich, was die Lenker von Global-Banking seit der grossen Finanzkrise vor über einem Jahrzehnt eigentlich vom wirklichen Leben der normalen Leute – letztendlich ihren Kunden – und dem schweren Gang Europas mitgekriegt haben.

Oder kurz: Auf welchem Planeten leben Orcel & Co.?

Die Geschichte beginnt 2012. Der neue UBS-Chef Sergio Ermotti braucht nach dem 2-Milliarden-Crash mit einem Juniortrader in London und dem folgenden Sturz seiner Vorgänger dringend einen neuen Chef für die Investmentbank.

Ermotti holt seinen langjährigen Freund Orcel und überhäuft ihn mit einem Golden Hello von 25 Millionen Franken. Die UBS hält Orcel so schadlos.

Hinzu kommt von da an ein Rekordsalär für die laufende Arbeit, die Orcel für den helvetischen Finanzmulti leistet. Als Chef der UBS-Investmentbank verdient er Jahr für Jahr geschätzte 10 Millionen – manchmal auch etwas mehr. In 7 Jahren UBS kommen so weitere 70 Millionen hinzu.

Total macht das 95 Millionen. Ein rechter Teil davon bleibt gesperrt. Das ist die Lehre aus der Finanzkrise 2008. Die Spitzenbanker dürfen Unsummen verdienen, aber einen stolzen Teil erhalten sie erst später ausbezahlt. Die Arbeitgeber haben so ein Pfand in der Hand – zur Begleichung allfälliger Spätschäden.

50 Millionen Golden Hello: Für Spanier über der Schmerzgrenze (FT)

Bei Orcel sind es laut Financial Times 50 Millionen, die er im letzten Herbst, als er überraschend kündigt, um CEO der Santander zu werden, bei der UBS noch zugute hat. Weil er selber geht, verfallen seine riesigen Ansprüche.

Das zeigt, wie gut Orcel bei der UBS verdient hat. Geschätzte 40 der 50 aufgestauten Millionen sind aus der UBS-Zeit, die restlichen 10 Millionen gehen noch zurück auf Orcels Zeit beim US-Multi Bank of America Merrill Lynch.

Macht nichts, Santander zahlt ja, denkt Orcel. Er glaubt dem Versprechen der Spanier. Etwas, das kein Mittelmanager, kein Teamleiter machen würde: wechseln ohne einen gültigen Vertrag in der Hand.

Bei der UBS verdiente Orcel gigantisch viel. Der Absturz mit dem Aus in Madrid wirft deshalb auch ein schlechtes Licht auf die Schweizer. Deren Führung unter CEO Ermotti und mit Investment-Star Orcel hat für sich selbst das Maximum herausgeholt. Den Aktionären bleiben die Kursverluste.

„Dies ist eine Sache zwischen Andrea Orcel und Santander“, verteidigt sich ein UBS-Sprecher auf Anfrage. „Wir haben in diesem Fall die relevanten Vergütungsregelungen angewandt und diese auch allen Parteien transparent gemacht bevor irgendwelche Entscheidungen getroffen worden waren.“

Kommentare

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  1. UBS oder Santander werden die 50m bezahlen, wetten!? Dazu gibt es wohl noch viel Futter für die Hyaenen aka Anwälte.

  2. Bin ich der einzige der findet das für den Chef des Investmentbankings der über 10 Jahre aufgeschobene Bonus in Höhe von 50 Mio zwar sehr gut ist aber nicht überrissen?
    Sind rund 5 Mio im Jahr, klar eine top Vergütung aber als Dealmaker…
    Für ein sinnvolles Statement müsste man jedoch wissen wie hoch die Ausschüttungsquote in der Vergangenheit war. Bei 80% wäre es sehr viel Geld, bei 20% bleib ich bei meiner Aussage.

    • @TheContrarian:
      -Und wie verrechnen Sie all die Bussen (Libor, Dollar etc.) von IB verursacht?
      -Den massiven Kursverlust Im 2008, von dem sich die UBS nicht wirklich erholt hat?
      – Den über 2 Mia Verlust eines Traders in London?

    • ja bist der einzige. für 7 jahre job sind 55mio gesperrte boni völlig überrissen! das sind sicherlich bereits zweimal soviel ausbezahlt und in die vorsorgepläne geflossen. somit also ca. 20mio pro jahr. schlicht moralisch verwerflich.

    • @TheContrarian
      Ja Du bist der Einzige.

      Sag mir ein „Deal“ der Orcel gemacht hat mit einem realen Mehrwert von über 50 Mio.(Gewinn), den es ohne Ihn sonst nicht gegeben hätte?

  3. Glaube der Aussage in der FT kein Wort. Das sind Fake News. Die wurden bewusst gestreut um der Forderung von Orcel bei Santander einen Grund und Nachdruck zu geben. Für ein bisschen Sackgeld lässt sich vieles veröffentlichen. Bin sicher das Orcel den gesamten ausstehenden Betrag von angeblich 50 Mio von der UBS erhält, natürlich unter anderem Titel. Warum sollte er das nicht erhalten. Unter Banker Freunden ist alles möglich. Seit ihr eigentlich Naiv??? Schön wäre, wenn wir aus dem Inneren der UBS weitere Bestätigungen für dieses Spiel erhalten würden.

  4. Endlich ein VR der NEIN sagt zu der unverschämten 50 Millionen Forderung von Andrea Orcel. Im Gegensatz zur UBS, die ihm damals 25 Millionen zahlte. Es ist Zeit, dass bei der gegenwärtigen laufenden Revision des Schweizer Aktienrechts endlich diese Unsitte der „Goldenen Hellos“ explizit verboten wird. Keine Vorauszahlungen sind bereits in der Verordnung des Bundesrates zur Abzocker-Initiative nicht mehr gestattet. Aber leider sind solche Zahlungen des neuen Arbeitgebers bei „finanziellen Verlusten“ wegen nicht vertragsgemässer Kündigung beim früheren Arbeitgeber unverständlicherweise immer noch erlaubt. Es liegt nun am Parlament, bei der laufenden Aktienrechtsrevision diese allein auf Geldgier und ohne Leistung zugesprochenen Millionen zu verbieten. Führungskräfte sollten bei Vertragsbruch nicht noch Millionen abzocken dürfen. Das ist ja wirklich pervers und widerspricht jedem Rechtsempfinden

  5. Santander hat diesem Giersack Orcel die einzig richtige Antwort gegeben: No deal ! Es ist einfach widerwärtig, was solche Leute glauben wert zu sein und genau so widerwärtig ist es, wenn eine UBS so einem 25 Millionen nachwirft um ihn „schadlos“ zu halten. Das war 2012, also vor gut 8 Jahren. Wieso geht denn dieser Kerl schon wieder ? Geht es dem nur um Moneten ? Wer am meisten zahlt, der hat mich ? Normale Mitarbeiter mit so einer Einstellung würde man schon beim Vorstellungsgespräch heim schicken. Nicht so bei der UBS unter Ermotti.

  6. Kein Mensch- ob Fussballer oder Manager verdient so viel Geld.

    Machtgier- „kein Mass“ und ohne irgendwelche Skrupel. Hat man aus der Geschichte gelernt?- oder geht man davon aus- dass der Steuerzahler dann wieder gerade steht- wenn man sich verzockt?

    Ich bin selbstständiger Unternehmer- wenn ich so etwas lese- stehen mir die Nackenhaare auf.

    • Nun, wenn ich Ihnen 10 Mio. in Ihrer Unternehmung (an Gewinn) bringen kann, was wäre Ihnen das Wert?
      Soll eine UBS lieber günstige Führungskräfte einstellen, die aber eher Geld für die Bank verlieren, oder sind gute Leute ihr Geld wert? Wobei man dann natürlich diskutieren kann, ob die Leute wirklich so gut sind.
      Auf jeden Fall ist es sicher ein Fortschritt, wenn man diese „Profit Sharing“ auch erst nach einer Zeit ausbezahlt, wie das nun gemacht wird, nicht dass sie sich dann plötzlich als grosse Verluste herausstellen aber die Provisionen schon ausbezahlt sind.

    • @Jürg
      Wie soll er 10 Mio. Gewinn bringen?
      Mit was?
      Hat er der UBS Gewinne gebracht?

      Das ist so wie wenn der Trainer vom Tabellenletzten eine riesige Antrittsgage bekommt bei neuen Verein.

      Sie verstehen den Begriff Leistung nicht.
      Mehrwert für Kunde und Aktionäre nicht Boni.

      Auch ein Trainer ist nur soviel Wert wie die Mannschaft.

  7. so schade! jetzt bekommt die santader keinen weltelite-banker, und die ubs verliert einen weltelite-banker…. eigentlich müsste der BR tagen, um über den verlust (hr orcel) der ubs zu beraten… (ironie off)

  8. Habe gedacht die Banken müssen kosten sparen?
    Kein wunder haben die Ertragsprobleme wenn sie solche Löhne
    zahlen. Und was bringt so einer? Der wirbelt alles auf und dann ab
    zur nächsten Bank. Die MA wo Täglich einen guten Job machen tun da einem leid, zudem sind sie die ersten wo entlassen werden wenn in der Buchhaltung das Geld fehlt um solchen Wahnsinn zu finanzieren!

  9. Möchte ja nicht die Party verderben: aber seit ihr 100% sicher, dass wirklich kein Geld von Santander oder UBS an Orcel fliesst? Kündigungsfristen, Lohnfortzahlungen, Aufwandsentschädigungen, Pauschalspesen …

  10. Diese Angelegenheit zeigt eines. Nicht nur den Mangel im Umgang mit der Entlöhnung für angebliche Zauberer auf dem Finanzmarkt. Nein, sie zeigt auch einen Mangel an strategischem Denken der entsprechenden Banken als Arbeitgeber.
    Es ist nun einmal so, europäische Banken haben in der Wall Street als grosse Player nichts zu suchen, auch nicht mit riesigen Summen eingekauften Wunderknaben. Bei Fusionen von grossen Gesellschaften und den meisten Kapitalmarktöffnungen von Bedeutung setzt sich das Orchester immer aus den gleichen Amerikaner zusammen, wie Goldman, Sachs etc.. Dies gilt sogar für europäische Fusionen, wie damals bei Sandoz und Ciba-Geigy, da kam ein Amerikaner zum Zuge und so wird esbleiben.
    Wenn die UBS meint, sie könne eine Rolle in Wall Street spielen, ist dies schlichter Grössenwahn. Santander hat es wenigstens verstanden und rechtzeitig den Stecker gezogen.
    Wo wäre heute die Deutsche Bank ohne Ackermann und Edson Mitchell? Sie hätte bestimmt einen höheren Aktienkurs.
    Wer meint, die Wealth Funds gehen wegen US$ Schuldpapiere zu Europäern, der ist schlicht naiv. Diese Amerikaner machen sich auch im €-Schuldpapiermarkt breit. Was hätte die UBS verdient, wenn sie für ihre Rechnung während der €-Krise spanische und irische Papiere gekauft hätte. Jeder Spatz wusste eigentlich bereits vor dem berühmten Satz von Draghi was passiert.Die Herren verblieben im $ und verdienten nichts.
    Ein Beispiel! Wo wären die Europäer inkl. UBS und CS bei einer allfälligen Fusion von IBM und Apple. Niergendwo!
    Gilt auch für Vermögensverwaltung über den grossen Teich.
    Cost-Income Ratios von höchstens 95 %, aber meistens mieser.

    • Rolf Zach, keine Ahnung aber mit den Löffel gross angeben. Ich frage Sie besser nicht welche Ausbildung sie haben!

  11. Santander ist die Nummer 1 Schlitzohren Bank der Welt.
    Wer diese Leute kennt, macht einen riesigen Bogen um den Verein.

    Mit unglaublichen Schweinereien haben sie sich, vollkommen gratis, zuerst Banesto und dann Banco Popular einverleibt – immer gut geölte Regierungsmitglieder halfen dabei.

    Es gibt wohl wenige Banken auf der Welt, welche so viele Leichen im Keller haben wie Santander. Von UK bis nach Brasilien, lauter Dreck am Stecken.

    Orcel war unglaublich naiv, den Versprechungen der Frau Botín Glauben zu schenken. Wirklich unglaublich naiv.

  12. Eine sehr weise, nachvollziehbare Entscheidung des Santander Gremiums, meinen Respekt haben diese!
    Und wenn man bedenkt, wie Andrea Botin zu ihrer Position gekommen ist, stellen sich bei vielen Zeitgenossen noch heute die Nackenhaare! Dass der Dressman dem Orcel ein Willkommens Boni von 25 Mio. zahlte, wusste man ja schon. Dies hat weniger mit der Qualität des Orcel zu tun weil, wie zutreffend notiert, Orcel ein Budy vom Dressman ist. So lief der Hase!

  13. Diese Herren der Banken haben ausgedienten, Sie stehlen unsere Gelder und machen was sie wollen, sie sollten bei keiner Banken arbeiten, sie müssen beim Bau, an der Kälte, an dem Regen und dem Schnee arbeiten, wir müssen mit diesen missbräuchlichen Gehältern enden

  14. 25 Mio Antritts-„Bonus“ bei UBS. Und bei Sntander hätten es gar 50 Mio werden sollen.

    Herr Orcel – ist übrigens sicher, dass das nich Ospel heissen sollte? – ist somit 78% „besser“ als der hier kürzlich erwähnte David (Dave) Blumer – zumindest gemäss Sergio R. Mötteli! Oder sogar 250% „besser“ – gemäss Frau Putin … äh Botin.

    Da stellt sich die Frage, wie gross (Radiusund Höhe) eine Flasche ist, die so viele Millionen kostet.

  15. Solche „Starbanker“ müssten international blacklisted werden.

    Die zeitgemässe, mutige Santander zeigt den Weg an, dass monetäre Obszönitäten keinen Platz mehr haben im heutigen Finanzsektor.

    Der selbstbewusste, giergetriebene Andrea Orcel soll sein eigenes Institut eröffnen. Mit seinem eigenen Geld kann er sich gar selber persönlich ein „Golden Hello“ überweisen………

    • Herr Urs Rohner wäre auch ein Kandidat für eine eigene Finanz-Boutique. Vielleicht gar ein joint-venture mit Herrn Michael Ringier?

      Ein Power Duo (Dream team) das es in sich hat.

      Bloss salopp laut gedacht……..Ironie off, weil Gier bleibt selbstsüchtige Gier.

  16. 50 Mio. sind ja ein Wochenlöhnchen von knapp 1 Milliönchen! Ist doch ein Schnäppchen für so ein Star! Möchte so einer mal an der Arbeit erleben, da müssen ja echte Tornados lostreten wenn der anfängt zu arbeiten. Echter Terminator ! Oder eher Heisföhn und Schaumschläger?

  17. Jetzt hätt ich fast Ospel gelesen. Sind ja nur 2 Buchstaben zu Orcel. Die Geschichte lehrt, sie hat jedoch keine Schüler (die was draus machen können).

    • Genau:
      DIe Levenshtein Distance zwischen „Orcel“ und „Ospel“ ist 2.
      Der Jacquard-Index ist (bei Verwendung von Trigrammen) 40%.

      Aber: Orcel hat zwar einen persönlichen Verlust von 50 Millionen zu verkraften. Die Aktionäre der UBS jedoch, Ospel sei Dank, einen solchen von 50 MILLIARDEN …

  18. Sensationell, endlich ein VR einer Bank, welcher Eier hat gegenüber diesen raffgierigen, nichtsbringenden Egomanen. Well done Santander and best Marketing Publicity. Besser kann man ja kein Statement an die Kunden machen, dass man nicht gewillt ist, jeden zu vergolden, notabene bezahlt von Kundenfees. Hoffe, dieses Beispiel macht Schule.

    • Nicht sooo schnell, Santi Tander. Nicht vergessen, hier wird auch Familyaffairs gespielt in dieser Bank. Und der VR, so gut diese Abweisung auch war, wird auch ans eigene Portemonnaie denken bevor 50 Mio. Hellogeld sprudeln. Que piensas?

  19. Ja und, was ändert das jetzt? In der CH sowieso nichts, denn die Schweizer haben keinen Mut, schon gar nicht die Aktionäre die es in der Hand hätten. Lieber sich hinter ‚ja was chann ich dänn scho als Einzelne mache‘ weiter verstecken. Deshalb haben auch alle Coca Colas, Procter Gambles, Starbucks, Nestles, die Hochpreisinsel in der Hand.

  20. Bastarde des 21. Jahrhunderts:

    „Willkommens-Hello“, das muss man erst zwischen den Zähnen gefühlt haben. Ein reiner Auswuchs von Gier und Korruption, welcher sich seit Jahren bei Grössewahn-Banken eingefunden hat. Bei der UBS wurde auch ein gewisser Präsident Weber aus deutschen Landen mit viel „Hello“ angekarrt. Niemand anders hätte auch nur einen Finger gekrümmt um diese Figur „einzukaufen“
    Grundsätzlich sollten Firmen mit diesen Geschäfts-Gebaren weiträumig umfahren und gemieden werden. Das an Unsummen verteilte „Hello“ wird, wie sollte es auch anders sein, durch Kommissions-Erhöhungen und Abzocken wieder rein geholt.
    Alles auch noch 3-fach „Finma-Approved“ und abgesegnet durch den V.R.

  21. Bereits Ana Botíns eigenmächtige Ernennung von Orcel war in höchstem Masse fragwürdig. Was soll ein in der Wolle gefärbter Investmentbanker als CEO einer Retailbank? Orcels eigene Urteilsfähigkeit ist ebenfalls anzuzweifeln, aber vermasselt hats klar Botín. Es reicht eben nicht, nur die Erbin eines extrem erfolgreichen Vaters zu sein.

    • Ana Botin ist halt auch so eine Quotenfrau wie Ruoff, Ribar, Metzler, Leuthard, Staiblin et al. Somit nichts neues im Westen.

  22. Orcel wird abgerechnet auf seine uneingeschränkte Arroganz. Wie überheblich – und dumm – kann man sein um zu kündigen ohne gültigen Vertrag für die 40-50 mio an Vergütungen aus der Vergangenheit? Nur schon aus diesem Grund sollte er in Zukunft keine Kunden mehr beraten können und dürfen. Zahltag und Gerechtigkeit für einen totalen Loser.

  23. Wenn die reichen Schurken der Armen bedürfen,
    so können die Armen fordern, was sie wollen.

    William Shakespeare
    * 26. April 1564 † 23. April 1616

  24. Klasse! Könnte wir uns diesen VR mal ausleihen?? Mir fällt da gerade das eine oder andere Unternehmen ein, welches Leute mit A… in der Hose nötig hätten! *Daumenhoch*

  25. Mein Mitleid hält sich in Grenzen! Seine sehr gut vernetzten Kollegen werden ihm schon helfen. Er wird sicherlich bald wieder in einer Top Position auftauchen….

  26. Och der arme Mann muss sicher nicht auf’s RAV wie andere entlassene Arbeitnehmer. Einst gefeiert dann gefallen kommt halt in diesen Sphären öfters vor dafür fallen sie weich gebettet. Sorry dieser Artikel ist für niemanden wirklich lesenswert.

  27. Die ganze Entwicklung ist nur zu bedauern, v.a. im Kontext unseres Systems, in dem immer mehr den Referenzindices gefolgt wird und wo trotz nachweislicher Unterperformance das System trotzdem immer noch in für Aktionäre unattraktive Geschäftsmodelle à la Grossbanken investieren. Zur Remedur gibt es nur eines, Interessens-Alignierung über langfristige Beteiligungspläne, nur so kann man unsere zumindest zwei Säulen (AHV und Pensionskassen) dank verbesserter Performance retten, gibt es ansonsten doch keinen nachweislichen Grund, in solch unattraktive Geschäftsmodelle zu investieren. Opportunismus pur, vielleicht aber auch nur ein Abbild zu Zustands des heutigen Zeitgeistes…..

  28. Auch schon gemerkt, dass bei UBS und CS seit der Krise vor mehr als 10 Jahren, seither nur noch Selbstdarsteller und Schwätzer „Karriere“ machen. Zeno Staub macht das viel besser.

  29. Auch bei den Fussballspielern werden junge ungeschliffene Diamanten gefördert – und auch mit entsprechendem Erfolg. siehe Borussia Dortmund

    Weshalb ist dies weder bei der UBS, noch der CS möglich? Ist hier alles Eigengewächs Durchschnitt – oder weniger? Müssen dort fähige brains elend verkümmern?

    Wäre grossartig, wenn dieser gefrässige gierige „Planet Orcel“ zu einem generellen, weltweiten Umdenken führen würde.

    Wer bloss Durchschnitt ist, braucht weder einen goldenen handshake noch einen üppigen Bonus. Folgedessen die uralte Mantra: Die Zeiten des Egomanen – Selbstdarstellertums sind entgültig passé. Goodbye System Orcel.

  30. Ein wunderbares Beispiel über den Zustand der Grossbanken: Arroganz, Ignoranz, Hochmut und tiefster Fall in einer Story!
    Es muss erst noch schlimmer werden bis es besser wird…

  31. Gratulation an den Verwaltungsrat der Santander. Endlich hat mal jemand genug Rückgrat, um diese unverschämte Abzockerei einzudämmen (abschaffen wird man wohl nie erreichen). Kein Manager ist unersetzbar und schon gar nicht 50 Mio. wert. Alles über 1 Mio. ist ungerechtfertigt.

  32. Warum überhaupt ein Antrittsgeld? Er hätte ein ausreichendes Gehalt bekommen, verhungert wäre er nicht! Das ist eben sein Risiko, dass er die Gelder verliert. Es geht völlig in Prdnung, dass da mal ein Riegel geschoben wurde! Bei allem Respekt, er ist es nicht wert!