Vietnam-Reisli: Zweiter Postauto-Fall?

Tochter Swiss Post Solutions verprasst Millionen mit Kader-Party in Asien – Dort mit Lizenzpartner – Subventionsgelder verpufft?

Die Post-Chefs gingen übers Wochenende medial in die Offensive. Man nehme die Kader-Reise nach Vietnam der Tochter Swiss Post Solutions (SPS) ernst, meinte Präsident Urs Schwaller, CVP, in der Aargauer Zeitung. Es gehe um „Sensibilität“.

Unglücklich, aber kein Skandal. So die Botschaft. Tatsächlich geht es um viel mehr als die offiziellen 200’000 Franken. Diese decken nur die harten Ausgaben für Flüge, Hotel und Clubs für die 100 Kader der SPS ab.

Hinzu kommen die Lohnausfälle der hochbezahlten Postmanager. Mehrere Tage Vergnügungsreise auf Kosten der Post führen zu impliziten Kosten von mehreren Hunderttausend Franken. Am Ende läppert sich für den Vietnam-Trip eine Million zusammen.

Eine Million für einen Event jetzt. Millionen schon früher. Die Post musste bestätigen, dass ähnliche Reisen wiederholt stattgefunden haben. Die höchsten Chefs flogen jeweils Business.

„Da Vietnam und Asien generell wichtige Standorte für die weltweit aktive Swiss Post Solutions ist, reisen einzelne Kader und Mitarbeitende immer wieder nach Asien“, meinte eine Post-Sprecherin gestern.

Und auch die grosse Konzernleitung zog es gerne nach Fernost. „Ueli Hurni (der Interims-CEO der Post, Anmerkung der Redaktion) war als Gast eingeladen. Die Konzernleitung der Post war 2016 in Asien. Die Schweizerische Post ist international vernetzt, hört doch der Postweg nicht an der Schweizer Grenze auf.“

Seid mal keine Schweizer Bünzlis, so die unterschwellige Aussage. Wir sind gross, wie denken global – also jetten unsere Leaders um den Globus.

Nichts Besonderes also? Vielleicht doch. Der Party-Ausflug auf die Dächer des alten Saigon könnte eine neue Büchse der Pandora geöffnet haben. Aufs Mal steht eine bis dato wenig beachtete Tochter des Gelben Riesen im grellen Medienlicht.

Die Swiss Post Solutions. Sie startete vor bald 20 Jahren und hatte unter dem alten Chef die Vision, schweizerisches Post-Knowhow global zu vermarkten. Zum Teil allein, zum Teil mit Lizenzvergaben.

Pionier war Frank Marthaler, ein Post-Manager, der das Going Global der Schweizer Staatsfirma ab dem Jahr 2000 „quasi von Null auf“ aufgebaut habe und “ seinerzeit eine Vision – und auch noch ein Gespür für die Bedeutung der Post“ gehabt hätte, sagt ein Weggefährte des Ex-SPS-Chefs.

Machte SPS gross, ging 2014 abrupt von Bord: Marthaler (Bild: Post)

Per 2015 übernahm ein Mann namens Jörg Vollmer, ein Deutscher, der in der US-Geschäftswelt, bei HP, die Karriereleiter hochgestiegen war. Vollmer nahm Einsitz in der Post-Konzernleitung, der obersten operativen Führung des Staatsriesen.

Dabei merkte offenbar niemand, dass ihm Entscheidendes für die Aufgabe fehlte: das Gespür, was für einen vom Steuerzahler getragenen Betrieb mit Zehntausenden von normalen Mitarbeitern geht – und was nicht. Denn es ist Vollmer, der Vietnam zu verantworten hat.

Let’s party: Vollmer, Marthaler-Nachfolger (Post)

Unter Vollmer ging die Post bei SPS so richtig ab. Er und seine SPS-Chefs wählten den Lizenzweg für bestimme Märkte in Asien und in Ozeanien. Sie verbündeten sich dafür mit einer Firma namens Drake Business Services.

Diese darf exklusiv das Knowhow und die Produkte der Swiss Post Solutions nutzen, um ihre Kunden in grossen Asienmärkten und in Down Under zu bedienen, wie die Drake auf ihrer Homepage ausführt.

Eigenständig sei die SPS in Hongkong und Singapur tätig, sagte die Sprecherin der Post in ihren Antworten von gestern – also in den beiden grossen Geschäftszentren von Fernost. Den Rest in Fernost erledige Partnerin Drake.

„Um den globalen Kunden von SPS den Zugang zu ähnlichen Leistungen in anderen asiatischen Ländern zu ermöglichen, hat sich SPS entschieden Prozess-Know How und Technologie in einem Lizenzmodell an Drake Business Services zur Verfügung zu stellen. Dies ist zum Beispiel in Australien, Neuseeland, Philippinen und Japan der Fall.“

Dabei würden die Verträge „zwischen den Endkunden und Drake Business Services direkt abgeschlossen“, schreibt die Post-Frau. „SPS erhält im Gegenzug die Lizenzeinnahmen.“

Die Frage ist, ob hier ein ähnlicher Fall wie bei Tochter Postauto auftauchen könnte.

Die Postauto-Chefs sorgten mit Abertausenden von Scheinbuchungen dafür, dass ihr Ergebnis im subventionierten Schweizer Geschäft offiziell schlechter dastand, als es tatsächlich war. Den unrechtmässigen Gewinn konnten die Postauto-Chefs für Tiefpreis-Offerten in Frankreich nutzen.

Bei der SPS fragt sich nun ebenfalls, wie die Einnahmen rund um die SPS-Lizenzen verbucht werden und ob dieser Gewinn nicht ebenso mit Subventionsgeldern aus der helvetischen Steuerschatulle ermöglicht worden ist.

Die Post dementiert das kategorisch. „Erzielt SPS Lizenz-Einnahmen mit Angeboten, die vom Steuerzahler subventioniert werden?“ Auf diese Frage folgt aus Bern ein kurzes, kategorisches „Nein“.

Wer aber überwacht in der Postzentrale hoch über der Aare, ob die Einnahmen aus dem asiatischen Lizenzgeschäft korrekt verbucht würden? „Die finanzielle Berichterstattung unterliegt internen und externen Audits“, meinte die Post-Sprecherin.

Mikrogewinn bei International, Verlust bei Postauto: Konzern-Abschluss 2017 (Quelle: Post)

Bei der Postauto lautete die Antwort zunächst gleich. Allerdings schaute die externe Revisorin KPMG irgendwohin, nur nicht auf die Fake-Buchungen. Und die Post-internen Prüfer wurden inzwischen abgestraft.

Die Asien-Trips der Chefs von Swiss Post Solutions sind umso unverständlicher, als die weltweite Vermarktung von Schweizer Post-Können bis jetzt kaum viel eingebracht hat.

Gegen 7’000 Personen sind in der Tochter SPS beschäftigt. Und was schaut unter dem Strich heraus? Im Jahr 2017 waren es 25 Millionen. Pro Kopf machte das 3’500 Franken. Eigentlich zu wenig für Terrassen-Feste in Vietnam.

Kommentare

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  1. wie immer lieber L.Hässig – super recherchiert und kommuniziert. Ähnliches findet auch bei Swisscom statt und ihren vielen Unterfirmen wie search, local. Local/search/Swisscom residiert/eingemietet? übrigens am Zürcher Bellevueplatz im teuren Haus an der Ecke wo das Odeon-Cafe-Bar beheimatet ist.Sitzt dort ein Teil des Managements? Offiziell gibt dort die Swisscom weder Telefonnummer noch Adresse bekannt.

  2. Bald werden Bestechungen vom Postleitern (Kader)in Schlüsselposition erscheinen. Aber es wird wieder nichts passieren. Den die Medien werden schweigen weil es um den Ruf des Schweiz gehen wird. Schweizer sind ja nicht bestechlich!

  3. Die Ausgaben belaufen sich um die 1 Million.
    Es wird wieder gelogen. Die Post macht dies trotzdem so weiter wie immer wahrscheinlich kassieren die Politiker auch etwas, denn passieren wird nie etwas.

  4. Wer macht eigentlich die Revision bei der SPS? Es würde nicht erstaunen, wäre es auch KPMG. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

  5. Hinweis: Dieser dubiose ehemalige PR-Boss Fleischer von E&Y ist nun auch bei der Post.
    Da ist doch etwas faul!

  6. MÄRCHEN-KONZERN POST.
    …. ES WAR EINMAL EIN MANAGER, NAMENS MARTHALER, WELCHER IN VIETNAM SEINE FERIEN VERBRACHTE. DER RÜHRIGE SCHWEIZER POSTANGESTELLTE HAT SICH IN DAS SCHÖNE LAND UND SEINE MENSCHEN VERLIEBT.

    UM BALD MÖGLICHST WIEDER IN DAS LAND SEINER TRÄUME ZURÜCKZUKEHREN, ERSINNTE ER SICH EINER WUNDERBAREN GESCHÄFTS-IDEE: DIE SCHWEIZER POST MUSS HIER IHR KNOW-HOW ANWENDEN UND DEN VIETNAMESEN UNTER SPS VERKAUFEN. ‚SOLUTION‘ TÖNT IMMER GUT, WENN MAN NICHT SICHER IST OB ES DANN WIRKLICH HINHAUT.

    GESAGT GETAN. IM ZUGE DER INTERNATIONALISIERUNG, DER POSTBÜRO-SCHLIESSUNGEN, DER POSTAUTO-TRICKS, KAM DIESE BUSINESS-IDEE GERADE RECHT. DA POSTFINANCE SOWIESO VON JAHR ZU JAHR WENIGER EINBRACHTE, HABEN VORSTAND, GENERALDIREKTION UND ALLERWELT-REVISION DIESEM „ALICE -IM-WUNDERLAND“ – GESCHÄFT MIT EUPHORIE ZUGESTIMMT UND DIE SOLUTION ABGENICKT.

    FORTAN WAR DER NEUE GESCHÄFTSZWEIG WIE EIN JUNGBRUNNEN FÜR DIE POSTGEWALTIGEN. DIE AUSGEWÄHLTEN REISTEN MINDESTENS 1 X JÄHRLICH AN DESTINATIONEN WO SPS SEINE DIENSTE VERKAUFTE ODER NOCH ANPREISTE. SO VERDIENEN HEUTE 7000 PERSONEN PRO JAHR, WENN ES STIMMT, CHF 3500.00 p.a. UND ANGESTELLTE(R) FÜR DIE SWISS POST.

    UND WENN ES WAHR IST, DANN WERDEN AUCH IN ZUKUNFT UND WEITERHIN GUT GELAUNTE UND HART ARBEITENDE SOLUTION – MITARBEITENDE IN SINGAPORE UND VIETNAM FERIEN BUCHEN.

    MORGEN ERZÄHL ICH EUCH DIE NÄCHSTE FOLGE ……

  7. Der Gewinn von 25 Mio./a von SPS mit 7000 Mitarbeitern ist in der Tat sehr bescheiden. Was soll also da bejubelt und gefeiert werden ? Dass man überhaupt Gewinn gemacht hat ? Ich denke, Herr Vollmer ist ein festfreudiger Mensch, dem Guten und Teuren nicht abgetan und hat gemerkt, dass seine Chefin, BRin Leuthard, ebenfalls freudvoll durchs Leben geht und beide Augen zudrückt wenn sich’s andere (auf Staatskosten) gut gehen lassen. La vita e bella, oder ?

  8. Mir kommt die Galle hoch. …und wer hatte dieses Departement??? Ja die Grins-Doris und der altbekannte CVP-Filz.
    Es zeigt sich einmal mehr, dass Manager mit hohem emotionalem Quotient selten was taugen. Man braucht mind. 1/2 Jahr bis man beginnt zu zweifeln ..(an deren Qualitäten) und dann stellt man immer mehr fest: UNBRAUCHBAR..oh Doris ich weine dir keine Träne nach😠 und meine Empfehlung: Wahlzettel von CVP direkt ins Altpapier.

  9. @Held
    Diese Kommentare sind mehr als deplatziert und kurzsichtig. Oder wollen wir mittels mehr Subventionen den Ausstieg aus dem Immobilienbusiness kompensieren?

    • Die SBB baut Immobilien auf denjenigen Grundstücken, wo einst Gleise und Betriebsgebäude standen – bezahlt von den Steuerzahlern anno domini im letzten Jahrhundert oder noch früher. Die SBB müsste demzufolge bei Nichtgebrauch für Eisenbahntechnische Anlagen, dem Volk samt Gewinn zurückgeben was einst durch das Volk bezahlt wurde… – also nicht einsacken und teure Häuser bauen!!! Meyers Gier eben.

  10. Erfahrungsgemäß ist ein Vietnam-Ausflug für einhundert Personen die Spitze einer bereits seit langem laufenden Entwicklung.
    Damit es soweit kommt, müssen bereits etliche Hürden (innerbetrieblich) und Widerstände außerbetrieblich (Wirtschaftsprüfer) „überwunden“ worden sein.
    Außer Vietnam-Reise und Postauto-Subventionen gibt es demnach noch etliche weitere Verstösse gegen innerbetriebliche Richtlinien eines staatsnahen Konzerns.
    Aus dem Stand kommt keiner auf die Idee, mit einem ausgewählten Personenkreis eben mal 15.000 Bonusmeilen p.P. zu absolvieren.
    Das sind schon feudalistische Gunsterweisungen, die für gewöhnlich noch politisch gedeckt werden.
    Eine Schnapsidee, zu meinen, Frau BR Sommaruga würde diesen Stall ausmisten (wollen).
    Das war jetzt schon mehrfach so: nach dem Skandal wollen einige sofort den Bock zum Gärtner machen.
    Das braucht es wohl noch einige Jahre, bis die Schweiz sich soweit reformieren kann, daß die ganz dicke Korruption verschwindet.

  11. Man sollte mal untersuchen ob SPS wirklich Gewinne macht, oder ob da wieder einmal Buchungstricks angewandt werden um auf dem internationalen Parkett mitspielen zu können.

    Ich habe es schon in zwei Ländern erlebt, wo die SPS die locale Postdienstleister im Preis deutlich unterboten hat. Car Postal France wurde ja auch aus der Schweiz quersubventioniert. Warum soll es bei SPS nicht auch der Fall sein?

    • B. Meier: Stimmt, da muss man genau hinsehen. Ich erwarte einen entsprechenden politischen Vorstoss aus dem NR oder StR. Es ist nämlich gut möglich, dass sich das „erfolgreiche“ Geschäftsmodell der Postauto AG auch anderen Postbereichen zur Nachahmung empfahl.

  12. Diese 25 Millionen Gewinn stimmen im Drittvergleich eh nicht. Ohne die CH Post gäbe es die SPS gar nicht, bzw. diese könnte nicht existieren. Alles andere sind naiv- / perverse Gedankengänge von Möchtegern Managern, die sich staatlich subventioniert im Sandkasten austoben dürfen. Einfach nur noch tragisch. Bravo Herr Hässig. Sie bringen es einfach immer wieder aufs Tapet.

  13. Die damaligen Rügen haben wohl nichts genützt.

    https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/post-stoppt-umstrittenes-pilotprojekt-vietnam-1367351

    am 22.03.2017
    Seit vergangenem Sommer liess die Post unlesbare Empfängeradressen von ihrer Tochterfirma in Vietnam kontrollieren. Es handelte sich dabei lediglich um einen Testversuch – trotzdem sorgte das Vorhaben in der Politik für grosses Unverständnis. Post-Chefin Susanne Ruoff musste zusammen mit Post-Ministerin Doris Leuthard in der zuständigen Nationalratskommission antraben und sich von den Parlamentariern harsche Kritik anhören.

  14. Jetzt verstehe ich erst denn Sinn der Privatisierung von Staatsbetrieben in der Schweiz. Der direkte Verkauf ist ja (noch) nicht möglich. Zuerst muss alles herunter gewirtschaftet werden und die Investitionen gehen ins Ausland damit der Staat das Schienennetz, die Postfiliale und das Stromnetz nicht mehr unterhalten kann. Der nächste Schritt sind ÖPP’s öffentlich-private Partnerschaften. Das Risiko dem Staat und der Gewinn den privaten „bürgerlichen“ Investoren, die mit Ihrer „Liberalisierung“ die Skandale erst ermöglichten.

  15. Die Post presst Ihre Mitarbeiter bis aufs Blut aus, schliesst Filiale um Filiale um dann den Gewinn im Ausland zu verprassen.

    Wie gange schauen die Pöstlerinnen und Pöstler diesem Treiben noch zu?
    Warum wehren sie sich nicht?
    Gelbe „Westen“ hätten die ja schon..

    • Es werden nicht nur Mitarbeiter, sondern auch die Schweizer Kunden „ausgepresst“. Einfach skandalös dieses Gehabe.

    • Für was braucht es einen weiteren D Manager bei der Post? Fragen über Fragen.

  16. Es wäre wirklich an der Zeit die staatlich subventionierten Betriebe gründlich auszumisten. Während die Post mittlerweilen bald täglich negativ in den Schlagzeilen liegt, gehört die milliardensubventionierte SBB wohl bald zu den grössten Immobilienakteuren der Schweiz. Die Bundesbetriebe müssten von der Politik gezwungen werden, nur noch betriebsnotwendige Aktivitäten zu betreiben – andernfalls müssten die Subventionen vollständig gestrichen werden. Solange jedoch die Verbandelung mit der Politik (z.B. Post Schwaller) nicht konsequenter ist, dürfte sich nichts ändern.

    • Früher machten die Banken die wilden Parties, heute sind es die Bundes- und Staatsbetriebe und die Beamten von öffentlichen Verwaltungen.

  17. Es ist sicherlich dienlich, wenn die Postleitung auch mal ins Ausland geht und dort herumschaut. Die heutige Post ist sicherlich stark im Inland. Allerdings sind Pakete und Briefe ins Ausland sicherlich nicht ihre Stärke. Ein Express-Brief nach USA braucht mehr als eine Woche! Da hat man dann schon Mühe und zahlt vielleicht ein wenig mehr und hat via DHL oder FEDEX den Brief Innerhalb von 2 Tagen. Dasselbe gilt mit Paketen. Es ist erstaunlich wie lange Pakete innerhalb Europa haben! Also bitte schauen, dass die Post selber sieht, was ihre Leistung im Ausland ist. Wir leben hier doch vom Export!!

    • Schwaller ist bei der Post nicht tragbar. Abkassieren und den Job nicht machen.

  18. Ich denke, Frau BR Sommaruga wird doch einiges zu hinterfragen haben und wird hoffentlich den Antworten der Postorganisationen nicht glauben…

  19. Wie können eigentlich all die vielen grossen Firmen wie die Zürich, UBS oder die Krankenkassen die vieles an die SPS ausgelagert haben noch vertrauen haben. Wenn nicht Köpfe rollen dann flüchten die Firmen.

  20. Drakke , Herr Vollmer, ist schon der richtige Partner für einen komplett undurchsichtigen Geschäfts-Zweig der Schweizer Post. Nomen est Omen.

    Während in der Heimat ein Post-Office nach dem anderen schliessen muss (Service-Abbau) , arbeiten 7000 Personen für die SPS in Fernost, wo vermutlich Buchhaltungs-Mauscheleien an der Tagesordnung sind. Gleichzeitig verspricht uns Schwaller Portoerhöhungen für die A-Post, um die laufenden Defizite auszugleichen.

    Einen solchen staatlichen Hühner- bzw. Saustall kann sich nur die reiche Schweiz leisten, welche Jahr um Jahr mit Subventionen und Preissteigerungen Steuergelder von hunderten Millionen in den Schlund des gelben Moloch stopft.

    Das seit dem Jahr 2000 SPS – Dasein würde vor keiner ernsthaften Prüfung Bestand haben. Es sei denn die „Experten“ sind gekauft und korrupt. Wie lange will unser „Service Public“ diesem Schabernack noch die Stange halten?
    Auch eine „Drakke“ ist schlussendlich besiegbar……

  21. Gesagt:
    “ … meinte Präsident Urs Schwaller, CVP, in der Aargauer Zeitung. Es gehe um „Sensibilität“…“
    Gemeint:
    „… lasst Euch nächsten Mal nicht erwischen, ansonsten macht weiter wie bisher …“

  22. Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken (alte chinesische Weisheit).

    Die Grinsdoris ist weg, wann erreicht Schwaller das Ende seiner Postkarriere? Er ist einiger Zeit fällig!

  23. Man nehme die Reise ernst; meint Urs Schwaller! Und meint vermutlich „dummgelaufen das es rauskam“ oder möchte er seinen Job verteidigen? Mensch der Verwaltungsrat beaufsichtigt das Unternehmen wo schauen die hin? dachte die Verdienen so viel weil sie so Gut sind.
    Wie die „Steuerkonferenz“ wo einer es (Parteilos) herunterspielte
    ne Schiffsfahrt und ne Stadtbesichtigung, Apero und Dinner einfach vergessen. Auch da wenig Erinnerungsvermögen, und ausserdem sollen die Beamten arbeiten und sich daran Erinnern wer ihren Lohn schlussendlich bezahlt.

  24. . . . wäre doch wenig überraschend wenn das „subventionsbetrugssystem“ konzernweit angewandt und von seiten auditor kpmg noch gedeckt wurde. einmal mehr muss man die rolle von wirtschaftsprüfer kpmg hinterfragen und prüfen.

    was erschreckt ist der sachverhalt, dass die politik noch immer nicht ihre rolle als oberaufsicht wahr nimmt! natürlich gehört die rolle der finanzkontrolle efk durchleuchtet in dem mass, welche kontrollen von seiten efk effektiv stattgefunden haben – aber auch welche kontrollen die efk nicht durchführen konnte, weil ihr diese möglicherweise bewusst verweigert wurden. ebenfalls ein sachverhalt der bei bundesbetrieben und bundesnahen betreiben anscheinend praktiziert wird, ohne dass die verantwortlichen beim bund dagegen massnahmen ergreifen . . .

  25. ist das problem nicht eher ein anderes? wenn lizenzen verkauft werden: wieso müssen mitarbeiter an veranstaltungen der lizenzehmer und DEREN kunden teilnehmen? rückt dies etwa in die nähe von amts- oder privatbestechung? nicht auszuschliessen …

    • Sprechen sie mal mit einem Chauffeur oder Briefzusteller nach Feierabend bei einem Bier. Viele haben schon längst innerlich gekündigt.

  26. In der Privatwirtschaft müsste der VRP längst abdanken. Aber CVP Filz Schwaller darf ewig regieren. Eine Schande für die hart arbeitende Basis. Wenn Schwaller nur einen Funken Anstand hätte, wäre er schon lange gegangen und Gerri Pfister schaut auch nur zu.

  27. Die Post, die Fünfte Gewalt im Schweizer Staatsgefüge, entdeckt Asien. Wenn wunderts? Schwaller studierte vor seinem Amtsantritt in Japan an einer Schwester Universität der HSG. Verinnerlicht hat er: Mizaru, kikazaru, Iwazaru, (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen).

    • @ Fischer: Hier geht es um Inhalt und nicht um Etikette !
      Und wenn Sie bei mir ein Rechtschreibfehler finden, so dürfen Sie ihn gerne behalten.

  28. «Die Schweizerische Post ist eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft im vollständigen Eigentum des Bundes.», steht es auf deren Webseite. Damit ist die Post eine 100%ige Staatsfirma. Ja, warum denn muss eine Schweizer Post im Ausland geschäften? Und dazu sich in Vietnam zum Feiern treffen? Warum hat der Bund (wir) ein Interesse, dass eine Swiss Post Solutions (SPS) sich international engagiert? Eine Staatsfirma, die auf drei Kontinenten aktiv ist, mehr als 7000 MitarbeiterInnen beschäftigt und einen Gewinn von 27 Millionen erwirtschaftet. Ein Gewinn übrigens der innerhalb des Post-Konzerns auch manipuliert sein könnte, um das (Weiter-)Bestehen von SPS zu sichern. Es gilt die Unschuldsvermutung. Lohnt sich ein internationales Risiko-Engagement bei einem solch mickrigen Gewinn? Ich meine nicht.
    Die Schweizerische Post (wir) braucht/brauchen keine SPS! Weder im Ausland noch im Inland. Deren Leistungen können effizienter von privaten Firmen erbracht werden.

  29. SPS enstand weil der damalige Chef, Frank Marthaler, in Vietnam Ferien gemacht hat und mit entsprechenden „Kontakten“ die vietnamesiche Firma kaufen konnte.
    Wieder zurück kaufte er in Deutschland eine „Direktmarketing-Firma“. Bei genauerem Hinsehen, war diese Firma schlicht eine Druckerei mit einigen Hochglanz-Prospekten zum Thema Direktmarketing. Der damalige Chef des Konzern-Einkaufs KEK (A.Butterweck) erhielt den Auftrag, diese Firma zu verkaufen.
    Ein Käufer war dann nach langer Zeit gefunden – die österreichische Post kauft diese „Direkt-Marketingfirma“. Viel Geld musste abgeschrieben werden…Die damalige Revisionsgesellschaft hatte das Rezept geliefert und alles Notwendige verwedelt…

  30. Die fiktiven Kosten gehen wohl bewusst gerne vergessen. Nicht anders verhält es sich mit den Giga-Parties der Schweizer Steuerbeamten – Steuerkonferenz SSK:

    Nebst den Kosten von (+/-) 160’000 Franken kommen fiktive Kosten von gut 190’000 Franken hinzu – 350’000 Franken bezahlt der Steuerzahler – für nichts.

    Im 2018 hatte der Kanton Luzern Kosten von 185’000 Franken bezahlt – mehr als doppelt so hoch wie im Kanton Zürich.

    • Die Steuerparty fand an einem Donnerstag statt und die Bierschwemme hatte bis 02:00 offen.

      Es fragt sich, wer von diesen Steuervögten am Freitag gearbeitet hat, oder überhaupt konnte.

  31. Hochinteressanter Gedanke. Meine Erfahrung sagt mir: Ein Schummel kommt selten allein.
    Hat man allenfalls Monopolgewinne in diese SPS verschoben?
    Hat vielleicht hier auch KPMG mitgeholfen? Was wussten Schwaller und Ruoff?
    Herr Hässig, bleiben Sie dran!