Wieder Reisli der Post-Chefs: Ins Ritterschloss

Nach Vietnam jetzt Schloss Auerbach im Süden Frankfurts – 100 Postkader zum 2tägigen Kickoff – Minigewinn in Hoffnungsdivision.

Die Swiss Post Solutions ist jene Tochter, die dem Gelben Riesen die Zukunft sichern sollte. Nun ist die SPS, wie sie kurz heisst, zum Mühlstein für den ganzen Konzern geworden.

Partys und Schlemmern statt Ärmel hochkrempeln und arbeiten – so das Image, das sich ausbreitet. Ins Bild passt ein nächster Kaderanlass, der im Februar stattfindet, nur einen Monat nach dem unseligen Vietnam-Luxustrip.

Knapp 100 Kaderleute und Mitarbeiter der SPS treffen sich nächsten Montag und Dienstag im Lufthansa Konferenzhotel Seeheim, 50 Kilometer von Frankfurt entfernt.

„Kickoff SPS Deutschland 2019“ lautet der Anlass, der mit einem Mittagessen startet, dann mit einer Rede von SPS-Chef Jörg Vollmer Fahrt aufnimmt, aber bereits um 17.30 Uhr endet.

Zeit fürs Gesellschaftliche. Dafür haben die SPS-Chefs fürs diesjährige Kickoff etwas Ritterliches ausgewählt. Im nahe gelegenen Schloss Auerbach schlemmern und feiern die 100 Kader.

Um 23 Uhr ist „Rückfahrt & Ausklang an der Hotelbar“. Es kann also noch etwas später werden. Kein Problem: Das Programm des Folgetags wirkt nicht überladen. Um 9 Uhr gehts los, um 10.20 Uhr gibts Kaffe, um Viertel vor Eins ist Schluss.

Es folgt, was nicht fehlen darf: „Gemeinsames Mittagessen“. Netto für die zweit Tage sind gerade mal 9,25 Stunden „Arbeit“, der Rest Plausch.

Eine Post-Sprecherin bestätigt den Event. Es seien 96 Post-Leute angemeldet, davon kämen 92 von SPS Deutschland. Und: „Das Budget für die Tagung beträgt pro Teilnehmer inklusive Übernachtungskosten/Verpflegung rund 400 Euro.“

Rund 40’000 Euro. Nach den 200’000 Franken für Vietnam kein Problem, so die Botschaft. Was fehlt in der Rechnung sind 2 Tage weg vom Job, diese bei vermutlich hohen Löhnen.

Für die Post-Sprecherin macht das jährliche Kickoff Sinn. „Das Meeting dient vor allem zwei wichtigen Zwecken: Der Vorstellung und Diskussion der Strategie für das Jahr 2019 und darüber hinaus. Diese soll ausführlich je Business Unit beziehungsweise Managementeinheit vorgestellt werden.“

Dass wie beim Vietnam-Reisli das Gefühl fehlen würde, sieht die Sprecherin im Fall des Schloss-Trips nicht. „Bei einem Unternehmen dieser Grösse mit 12 Standorten in Deutschland ist eine einmalige jährliche Strategietagung im üblichen Rahmen. Es handelt sich hierbei um ein zweitägiges Business Meeting mit einem gemeinsamen Abendessen.“

Das Problem ist, dass die SPS-Kader nicht liefern. Ihr Bereich erzielte 2008 noch 700 Millionen Umsatz. Bis 2017 schrumpfte er auf 550 Millionen.

Umgekehrt waren immer mehr Leute bei der SPS beschäftigt. Der Personalbestand stieg in diesen knapp 10 Jahren um 500 auf über 6’500.

Mehr Leute, weniger Umsatz: Eine Erfolgsgeschichte sieht anders aus. Vielleicht deshalb wechselte die Post-Spitze den Chef aus. Vor 4 Jahren übernahm Jörg Vollmer das Zepter bei SPS.

Seither gings weiter mit der Misere. 2017 macht die SPS mit ihren Tausenden von Leuten gerade Mal einen Gewinn von 25 Millionen – ein Rinnsal.

Die Post sieht dies anders: positiv. „Die digitale Transformation von Geschäftsprozessen im Dokumentenmanagement ist ein rasch wachsender Markt. So konnte Swiss Post Solutions in den letzten fünf Jahren das Betriebsergebnis stetig steigern und ihre international starke Position weiter ausbauen.“

„2017 erwirtschaftete der Geschäftsbereich ein Betriebsergebnis in der Höhe von 25 Millionen Franken. Das sind 5 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.“

Im 2018 sei es sogar noch besser gelaufen, führt die Sprecherin der Zentrale in Bern aus.

„SPS erwirtschaftete bis zum dritten Quartal 2018 ein Betriebsergebnis von 22 Millionen Franken und lag damit um eine Million Franken über dem Vorjahreswert. Der Betriebsertrag von 429 Millionen Franken war um 27 Millionen Franken höher als im Vorjahr, was unter anderem auf sehr gutes Neugeschäft zurückzuführen ist.“

Eine Million mehr Gewinn, und das in der grossen Hoffnungssparte der Schweizer Post: Man ist mit wenig zufrieden.

Kommentare

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  1. Es hat halt kein den Wünschen der hochwohllöblichen Funktionären entsprechendes Schlosshotel in der Schweiz. Zudem: Wenn einer eine Reise tut, kann er was erleben. Vielleicht kann man auf dem deutschen Schloss mehr erleben, als in der auch nicht geraden prüden Schweiz.

  2. so langsam ist zu erahnen, was unter dem Begriff „Postgeheimnis“ wirklich zu verstehen ist…

  3. Richtig, wie spätpubertierende Jungs, die ihre Heldentaten mystifizieren. Einfach nur peinliches und ingaltleeres Gehabe.

  4. Ohne Weisswesten gäbe es keine Gelbwesten. Organisiert euch und lasst dieser verkommenden Kultur keinen Raum mehr!

  5. Gut so Herr Hässig. Bitte weiter machen in Bern. Vielleicht sogar einen Ableger „Inside Bundesplatz“ gründen. Material hätte es unendlich, mindestens so viel wie am Paradeplatz. Kann mir vorstellen, dass es an den Insider Quellen mangelt, aber wenn die Lawine mal ins rutschen kommt hört sie nicht mehr auf.

  6. Als Postangestellter krieg ich langsam aber sicher das kotzen. Den kleinen Angestellten gönt man nichtmal das Schwarze unterm Fingernagel und die oberen kleckern nich… Nein sie klotzen. Und werfen die Kohle raus als wenn es kein Morgen gibt.

    • Als Postangestellter solltest Du aber die Unternehmensstruktur Deines Arbeitgebers kennen. Nur weil der Name „Post“ drinne vorkommt, werden die Konzernbereiche nicht vermischt. Der Postbote wird nie einen Kaffee mit einer Postfinance Beraterin trinken und genauso wenig mit einem Angestellten der Post Solutions. Und so fliesst eben auch kein verdienter Franken von der PF in die Tasche eines Postbotens, oder Einnahmen aus dem Verkauf von Briefmarken nicht in die Kickoff Meetings der deutschen Landesorganisation der SPS. Kannst Du das jetzt verstehen?!

  7. Auf zur SPS ! Geil, was die ihren Leuten bietet, da will doch jeder dabei sein. Und die Sozialleistungen und die PK später im Alter sind garantiert auch nicht von Pappe, wie üblich beim Bund. Hoffen wir nur, die Neue, BRin Sommaruga, mache aus diesem Land des Lächelns keine Wüste. Das wäre unverzeihbar, schön, wenn es den Leuten doch gut geht, wer mag das denen nicht gönnen ? Da zahlt man doch gerne, als Steuerzahler !

    • Ja klar, Du als Steuerzahler bezahlst die Gehälter & Sozialleistungen der Swiss Post Solutions! Die agieren ja nicht auf dem Markt, bieten keine Services & Solutions an, und wenn dann kostenlos. Schon klar 🙂

  8. Es lebe die Neidgenossenschaft! Bei anderen Grossunternehmen geht das unter Teambuilding und Strategieentwicklung. Ist doch kein Problem

    • Mach mal halblang. Staatsunternehmen und Privatwirtschaft ist doch wohl ein Unterschied.

    • @Robert Weingart
      Aha, Staatsunternehmen brauchen also weder Strategieentwicklung noch ein gutes Team? Wieso regen sich private Aktionäre denn nicht über solche Anlässe bei den Frimen auf, in die sie investiert sind? Weil sie wissen dass diese helfen können, das Unternehmen besser zu machen.

  9. Frau BR Somaruga ist jetzt gefordert. Aufräumen ist angesagt, die Eingeladenen sollen die Kosten übernehmen.
    Löst endlich diesen christlichen Filz auf !!

  10. Gut, über Gewinnzunahmen kann man streiten, ob nun 1 Mio genügend ist oder nicht ist in diesem Business schwer vergleichbar. Etwas unverschämt ist da schon eher die neuerliche Ausflugslust der „Pöstler“. Irgendwie ist was faul im Staate, seien dies Präsidenten (Regio Genf) oder offenbar Frührungsgrössen bei der Post. Auch EUR 40’000 ist ein stolzer Betrage, vor allem wenn man bedenkt das es sich hierbei um eine OERK handelt. In der „Privatwirtschaft“ werden die Erträge selbst und via Akquisition erwirtschaftet – also keine Monopolstellung von Staates wegen. Wieso solches Verhalten möglich ist bleibt dem Steuerzahler verschlossen, dass es möglich ist zeigt auf, wie wenig Einfluss die Führung (BR) hat. Nun ja, da Politiker Politiker wählen ist natürlich so etwas wiederum möglich, eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus. Irgendwie ist die Unterscheidbarkeit zu Bananenrepubliken kaum mehr wahrnehmbar. Hartes Durchgreifen? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  11. Solche Anlässe sind doch eher Strafexerzieren für die Kader. Fragt mal die Teilnehmer. Bin sicher das 80% nur teilnehmen weil sie müssen. Loyalität zu den Big Bossen vorspielen, lächeln, applaudieren, Schultern klopfen …. sonst weg vom Fenster …

  12. Ein international allgemein gängiger Vorgang einer jährlichen Strategietagung mit ebenfalls üblichem „gemütlichem Teil“ wird von Hässig zum Anlass genommen, grundlos weiter auf der Post herumzuhacken. Es ist beschämend, wie weit der Hass und der Neid bei Hässig, fortgeschritten sind und wie er obdies ins Schäumen gerät und seinen Blog anlehnt, an reinen Boulevardjournalismus übelster Sorte. Hässig, es gibt Medikamente dagegen und Sanatorien zur Bewältigung solchen Tuns!

    • Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

      Das Märchen handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm vor, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor, zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst bei einem Festumzug auf, als ein Kind sagt, der Kaiser habe gar keine Kleider an, diese Aussage sich in der Menge verbreitet und dies zuletzt das ganze Volk ruft. Der Kaiser erkennt, dass das Volk recht zu haben scheint, entscheidet sich aber, „auszuhalten“ und er und der Hofstaat setzen die Parade fort.

      Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

      Die Erzählung wird gelegentlich als Beispiel angeführt, um Leichtgläubigkeit und die unkritische Akzeptanz angeblicher Autoritäten und Experten zu kritisieren – vergleichbar mit Kleider machen Leute und dem Hauptmann von Köpenick. Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus; vor die Entscheidung „Ansehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und für die materiellen und ökonomischen Vorteile.

    • @ Renate Rüdisühli
      Eine eher quere Beurteilung der Vorgänge bei der Post.

      Einmal mehr: Schwaller lässt die Zügel schleifen und LH soll dazu schweigen!Wo sind wir eigentlich?

    • Hoppla. Derzeit werden überall Interviews mit dem Neuen Schweiz Tourismus Chef losgetreten. Nein, Nein die Schweiz ist keine Hochpreisinsel. Ja jetzt die Frage: hat das POST Reisli-Organisationskomitee keine werthaltigen Schweiz Destination Prospekte? Solari Ticino – Interlaken ja bis Zermatt oder Sportzentrum Magglingen gibt es endlos Häuser und Kick-Off Tagungszimmer für die paar Kadernasen. PS: der PR-Effekt „wir machen’s hier“ wäre extra hoch – und Hässig müsste nicht schon wieder POSTkarten schreiben … Tutto bene, si.

    • liebe Renate – sicher kennen Sie den Witz vom Papst und Rüdisühli – oder?
      Es geht hier nicht um Hass oder Neid, sondern schlichtweg um die Wahrheit die einen schweren Stand hat bei all den Political Correcten und den Relotius-Freunden.

    • Wenn man in dieser Sparte eine rote Null schreibt, würde ich da schon etwas genauer hinschauen und das Ganze einer Effizienzüberprüfung unterziehen. Hausaufgabe für Sommaruga + überdenken VR-Präsident und Konzernleitung.

    • Sie arbeiten wohl in der PR Abteilung der Post als Quotenfrau. LH deckt hier einen weiteren Beamtenskandal auf wo Staatsbetriebe Gelder verprassen und unten sparen.
      Auch dieses Off-Site könnte als Staatsbetrieb in der CH abgehalten werden, aber in Frankfurt ists halt stiller und man kann feudal feiern.
      Schwaller muss endlich weg, Doris ists gottseidank schon. Elender CVP Filz.

    • Aus Salome wurde nun Renate 🙂 . Welcome Schimpf – Rakete. Sie müssen mit dem linken Bein aufgestanden sein, um hier ihre Tiraden (2) auf Lukas Hässig loswerden zu können? Andere gehen zum Psychiater, wenn ihnen unwohl ist. Ihre „Scheinheiligkeit“ ist unentschuldbar, was sie als direkt Betroffene orten lässt.

    • Es ist ein Staatsbetrieb. Ein Staatsbetrieb hat zu funktionieren, hat im besten Fall kostendeckend zu sein.

      Es gibt für die Schweizerische Post absolut kein Grund sich „international“ gängige Dinge einzuverleiben. Diese Kickoffs , diese Feste sind Kosten – die nichts und nirgendwo irgendwas bringen.

      Meinetwegen sollen die im Parka und Fellmütze am Morgen im Halbkreis auf dem Vorhof ihre Kickoffs abhalten. Es ist ein Staatsbetrieb.

    • @Renate….

      ich lese Kick-Off und nicht Strategie Tagung. Beides sind grundverschiedene Dinge. Und da es ein Kick-Off ist, sind Tagungsort (Ausland), Tagungspunkte und Anzahl der „Begünstigten“ definitiv nicht stimmig.

      Ich vermute mal Sie haben weder national , noch international, Erfahrung zu beiden Punkten.

      Und ich kann selbstverständlich nicht für Herrn Hässig sprechen, ihm jedoch Hass und Neid zu unterstellen ist mehr als lächerlich. Aber Ihre Wortwahl lässt sowieso tief blicken.

  13. Sorry, irgendwie verliert ihr den Realitätssinn. In einem Geschäft gibt es Führungsstrukturen und Leute mit Verantwortung. Wenn ihr nun beginnt jeden Führungsanlass auseinander zu nehmen, macht ihr dies alles kaputt. Solche Veranstaltung machen meiner Meinung sehr wohl Sinn und die Verantwortlichen müssen dies verantworten können.

    • In unserer globalen digitalen Welt, werden persönliche Meeting auch weiterhin einen sehr hohen Stellenwert haben (zwangsläufig auch im Ausland).
      Insbesondere, wenn es sich um übergeordnete Strategiemeeting handelt. Dies beding eine gewisse Reisetätigkeit ab Kaderstufe X, dies ist unvermeidbar…
      Läuft ein «Geschäft» im Ausland aus dem Ruder, wird seitens Aktionärin sehr schnell die Frage gestellt, warum seid «Ihr» nicht vor Ort und regelt das?

      …und wenn ich bedenke, dass die entsprechenden Personen durch die diversen Meetings und Anlässe jeweils nicht zu Hause im eigenen Bett schlafen,
      das private Umfeld entsprechend organisiert sein muss, die An- und Abreise auch als Zeitfaktor in der Regel nicht inbegriffen ist,
      die Pauschalspesenregelung bis an die Schmerzgrenze strapaziert werden (sprich ich lege drauf, dank Duty Free ),so dürfen solche Anlässe auch gerne etwas nett ausstaffiert sein…

      somit keine Schlagzeile wert, noch nicht einmal ein Sturm im Wasserglas….

    • Einverstanden.
      Aber dann bitte mit einer vernünftigen Agenda. Die Tagung dauert etwas mehr als 24h und davon werden rund 6.5 Stunden ‚Arbeit‘ geleistet; 5 davon mit dem Zuhören von BU Präsentation und einem 45 minütigen Einstieg ‚Hello from the other side‘. Da vermutlich der Ausklang an der Bar am Abend etwas länger dauert beginnt man am Folgetag erst um 9 Uhr (!).
      Nichts gegen etwas Geselligkeit; aber solche Veranstaltungen in dieser Form sind reine Geldverschwendung. Diese Art von Informationen können heute einfach mittels Video Konferenzen vermittelt werden.
      Diese Art von Veranstaltung muss Workshops mit allen Teilnehmern beinhalten. Hier soll jeder Teilnehmer die Gelegenheit bekommen seinen Input zu Verbesserungen, Strategien, etc. einbringen zu können. Ev. dauert dann ein solcher Anlass länger; man isst und trinkt weniger und beginnt den Tag etwas früher…

    • Stimmt was sie schreiben, aber es geht nicht nur um das feudale Meeting. Wenn man liest: „Das Problem ist, dass die SPS-Kader nicht liefern. Ihr Bereich erzielte 2008 noch 700 Millionen Umsatz. Bis 2017 schrumpfte er auf 550 Millionen. Umgekehrt waren immer mehr Leute bei der SPS beschäftigt. Der Personalbestand stieg in diesen knapp 10 Jahren um 500 auf über 6’500“. Dann fehlt einem völlig das Verständnis. Warum macht da der Schwaller nichts bei diesen Zahlen. Und das seit 2008 !!! Ein nicht subventionierter Laden müsste da wohl dicht machen.

    • Für unsere Neo-Feudalherren und Konzernsozialisten machen solche Plausch-Meetings natürlich immer Sinn. Für den rechtschaffenden Mittelstand eher weniger.

  14. Nun denn: auf zum fröhlichen Schlemmen auf Kosten des Staatsbetriebs!

    Fällt nur mir auf, dass man auch bei einem Anlass, der brutto gerade mal 24 Std und 45 Minuten dauert, vier Mahlzeiten integrieren kann? Dazu kommen dann noch die drei Pausen, die allesamt jeweils länger dauern, als jede der einzelnen Programmpunkte ausser das „Hello from the other side“?!?
    Netto kommen gerade einmal 3h 20′ „Arbeit“ am 1.Tag und 3h 15′ am 2.Tag zusammen (inkl. Begrüssung, Ehrungen, Eröffnung und wrap-up). Dem gegenüber stehen 5h 55′ für Kaffeepausen, Essen und Ausklang (1h angenommen) alleine am 1. Tag.

    Gut zu wissen, dass das beim gelben Riesen so kompensiert wird, dass Briefträger für den WC-Gang ausstempeln müssen.

    • @Frau Gerster
      Haben Sie auch ausgestempelt für diese Erbsenzählerei während der Arbeitszeit?

    • @Maxi-Minion:
      1. Woher glauben Sie, mein Geschlecht zu kennen?
      2. Wer sagt, dass ich irgendwo angestellt bin?

      Sie kämen weiter im Leben, wenn Sie weniger annähmen, aber mehr wüssten! Viel Glück!

  15. … Für die Post-Sprecherin macht das jährliche Kickoff Sinn. „Das Meeting dient vor allem zwei wichtigen Zwecken: Der Vorstellung und Diskussion der Strategie für das Jahr 2019 und darüber hinaus“ …

    Im Februar 2019 die Strategie fürs 2019 vorzustellen macht absolut Sinn…

    Noch Fragen? Scheinbar von allen guten Geistern verlassen, da passt der Tagungsort Schloss vorzüglich!

  16. Da schwafeln sie dauernd von Digitalisierung ! Warum machen sie s nicht vor bspl anstatt ein Reisli eine Videokonferenz ? Billiger und Umweltfreundlicher.
    Gleichzeitig wird „unten“ alles weggespart! Poststellenleiter werden abgeschafft und die dürfen sich neu bewerben und dann ev in „Teams“ integriert.
    Und bei dem ganzen Theater verstehe ich nicht wieso ein Bundesbetrieb im Ausland tätig sein muss. Oder müssen wir mit Steuergelder einen Postautobetrieb in Frankreich unterhalten, wo dank üppiger Gelder aus der Schweiz die Franzosen aus dem Geschäft drängt. Oder den Asiaten zeigen was wir für Briefkästen haben, einfach pervers! Was muss da ein Briefträger denken wo seine Tour mit der Stoppuhr berechnet wird? Da fehlt Oben einfach das Feingefühl! Zu Zeiten der PTT hätte es sowas nie gegeben.

    • Zu Zeiten der PTT hat man die Briefmarke auch noch angeleckt und von hand den Stempel drauf gedrückt.

      Und nein, bei der SPS gibt es weder oben noch unten einen Poststellenleiter, der gespart wird. Mach Dich erst einmal schlau über die Unternehmensstruktur und was die SPS anbieten. Ja, auch länderübergreifend.

  17. Ein Problem ist sicher, dass man für Insourcing so tiefe Preise anbietet, dass schon fast nicht mehr rentieren kann. Hauptsache, man hat wieder einen Grosskunden mehr. So machen sie Betriebe kaputt, die über Jahrzehnte gute und fehlerfreie Arbeit leisteten. Die leidtragenden sind dann die Mitarbeiter, an denen dann gespart wird. Die ganze Zukunft von Mitarbeitern wird so kaputt gemacht. Interessiert es jemanden??????

  18. An der Zunahme von Mitarbeitern kann es wirklich nicht liegen. So wie die ausgebeutet und missbraucht werden fällt das kaum ins Gewicht. Vermutlich wird, wie überall, oben tüchtig abgesahnt. Dieses Übel will man aber nicht sehen und zugeben. In allen Staatsbetrieben fehlt eine eiserne Hand, die diesen Stall mal ausmistet.

    • es gibt nicht nur die good life balance, sondern bei den Staatsbetrieben wie PTT-sorry Schweizer Post, Swisscom, SBB, und all ihren Unterfirmen auch good life for the management!!

  19. So, würde jetzt irgendein mutiger Journalist in der Schweiz mal den Postchef Schwaller in die Pflicht nehmen oder traut sich etwa keiner?! Schwaller merkt offenbar nicht, dass das Image der Post schwer geschädigt ist. OK, als Politiker ist man diesbezüglich nicht so affin. Beamte feiern gerne, weil sie von der Öffentlichkeit nie gefeiert werden. Da nimmt man sich eben die Firmengelder und feiert. Herr Präsident Schwaller, haben Sie eigentlich noch den Durchblick oder sind Ihnen diese Parties etwa egal? Wieso nicht in einem Schweizer Seminarhotel buchen, denn auch Seminarhotels sind Kunden der Schweizer Post. Unfassbar dieser Politiker.

    • Warum wohl schweigen die Journalisten ? Weil die CVP immer mehr mit der Linken zusammengeht. Und die darf auf keinen Fall geschwächt werden.

    • @fake Schwaller and Mr.Weingart
      Als ob der Präsident für das Tagesgeschäft oder 40/m zuständig wäre! Für Sie ist Herr Schwaller wohl in der falschen Partei!

  20. Unsachlich und an der Sache vorbei.

    Dies Art von Social Events fördern die Effizienz und die Zusammenarbeit in Unternehmen.

    • …und seit wann fördern Social Events die Effizienz und Zusammenarbeit? Das Programm besteht nur aus Kurzpräsentationen, die man alle auch lesen könnte, da sowieso keine Zeit für Fragen resp. Hinterfragen vorgesehen ist.
      Also ein reiner „Gschpürschmi“-Anlass, der bei diesen finanziellen Leistungen völlig daneben ist.

  21. Was hat der Staat in der Digitalisierung verloren? Der Staat setzt die Rahmenbedingungen. Es braucht keine Staatsfirmen (SPS), die die Wirtschaft mit Digitalisierungs-Lösungen beglücken. Weder in der Schweiz, noch im Ausland.

  22. Ritter Fips und sein anderes Ende

    Es stand an seines Schlosses Brüstung
    der Ritter Fips in voller Rüstung.

    Da hörte er von unten Krach
    und sprach zu sich: „Ich schau mal nach!“
    und lehnte sich in voller Rüstung
    weit über die erwähnte Brüstung.

    Hierbei verlor er alsobald
    zuerst den Helm und dann den Halt,
    wonach -verfolgend stur sein Ziel-
    er pausenlos bis unten fiel.
    Und hier verlor er durch sein Streben
    als drittes nun auch noch sein Leben,
    an dem er ganz besonders hing —!

    Der Blechschaden war nur gering…

    Schlussfolgerung:
    Falls fallend Du vom Dach verschwandest,
    so brems, bevor Du unten landest.

    .

    https://www.youtube.com/watch?v=i8X1sjHBoRU

  23. SPS ist eben nicht Fakebook. – Im übrigen macht es wohl keinen Unterschied, ob die 96 Chefs im Büro oder in der Ritterburg in den Sessel furzen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Betrieb während dieser zwei Absenz-Tage gar besser läuft…

  24. Was zum Geier treibt ein Staatskonzern in Deutschland, Vietnam usw.? Meinen die, dort hätte irgendwer auf unseren ineffizienten Moloch gewartet?
    Das sind doch reine Hobby-Aktivitäten, in einer geschützten Werkstatt.
    Entweder Privatisieren oder aber Zurückbauen auf das Wesentliche (also Briefe und Pakete in der Schweiz von A nach B zu bringen).

  25. Mich würde interessieren, ob die SPS wirklich Gewinne macht oder ob da herumgetrickst wird und SPS-Aufwände bei den Schweizer Bereichen wie die Post verbucht werden. Also eigentlich Weiss ich die Antwort schon…

    • Es ist bekannt, dass SPS nur solche Aufträge bekommt, welche kein anderer Anbieter auf dem Markt möchte. Die Qualität ist wie mehrheitlich in der Zusammenarbeit mit der Post auf einem sehr tiefen Niveau stabil.

  26. Unter der grinsenden Doris war das alles möglich.
    Ihre Frauenpower Susanne und deren Clique bis zur Innovations-Chefin.
    Alles war möglich – Drohnen, selbstfahrende Büsli im Wallis…die Digitalisierung überliess man der SPS.

  27. Und wieder wurde Haessig von der Post uebergangen!
    Die wollen keine Noergeler und Neidhammel dabei haben. Haessig ist nur noch peinlich und sein “Absturz” ist vorprogrammiert und absehbar.