CS Informatik steht still – immer öfter

E-Banking fällt aus, Bank sieht „steigende Nutzerzahlen“ dahinter – Präsident Rohner: „Technologisch sehr weit“.

Die Credit Suisse wird am Donnerstag Einbrüche bei den Zahlen erklären müssen. Von September bis Dezember lief vor allem das Trading schlecht. Die CS-Aktie bleibt ein Trauerspiel.

Nun kommen Informatik-Probleme dazu. Die Bank erleidet seit Beginn von 2019 immer wieder Ausfälle ihres elektronischen Bankensystems, des E-Bankings. Letzte Woche besonders schlimm: Mehrere Kunden beschwerten sich über Ausfälle von mehr als einer halben Stunde.

Das E-Banking der CS hiess DirectNet, neu kurz CS Direct. Es wurde in den letzten paar Jahren wiederholt komplett umgestaltet: mal brauchte es für Kunden mit Firmen- und Privatbeziehung zwei Logins, dann wieder nicht, dann änderte das Design.

Während die UBS dosiert Anpassungen im E-Banking vornimmt, herrscht bei der CS der Eindruck vor, die Verantwortlichen würden Hüst und hott fabrizieren.

Die CS bestätigt die Ausfälle. Als Grund sieht sie nicht die Schwächen des Systems, sondern die Stärke der Nachfrage der Kunden.

„Wir erhöhen derzeit die technischen Kapazitäten, um die Systeme auf die laufend steigenden Nutzerzahlen auszurichten. Wir bedauern, dass es dabei zu vereinzelten und jeweils kurzzeitigen Einschränkungen kommen kann.“

Das klingt verständlich, ist es aber bei näherem Hinschauen mitnichten. Vielmehr stellt sich die Frage, wie es möglich ist, dass die Nummer 2 des Finanzplatzes nicht in der Lage ist, ein stabiles Online-Banking bereitzustellen.

Die aktuellen Ausfälle sind keine neue Erscheinung. Neu ist die Häufigkeit. Sie passt nicht zu Aussagen von CS-Präsident Urs Rohner vom Wochenende. Auf die Frage der Aargauer Zeitung, wohin unter ihm die CS-Reise gehen soll, meinte der Langzeit-Kapitän:

„Wir sind technologisch sehr weit. Beispielsweise im Bereich der künstlichen Intelligenz versprechen wir uns ein enormes Innovationspotenzial, gerade in der Vermögensverwaltung, in der Compliance und im Risikomanagement.“

Spezialisten würden Schlange stehen, um zur Bank zu wechseln. „Wir bekunden keine Mühe, Top-Leute zu finden, im Gegenteil: Wir erhalten sehr viele spontane Bewerbungen, das hat spürbar zugenommen. Auch, weil wir ein Umfeld bieten, das sehr unternehmerisch ist.“

Laut Insidern leidet die CS-Informatik an Bürokratie-Wahnsinn und Uralt-Systemen. Eine simple Anpassung am Programmiercode, um etwas für die Kunden zu verbessern, brauche mehrere Monate. „Die CS-IT ist ein Moloch“, sagt einer. „Schwer, unbeweglich, teuer.“

Trifft das zu, dann sind die immer häufigeren Ausfälle nur die Spitze des Eisbergs. Die CS Informatik wäre dann ein Sanierungsfall – einer, den niemand anzupacken wagt.

CS-Angreifer Ruedi Bohli sprach vor einiger Zeit von Neuanfang auf der grünen Wiese. Nur so könnte die CS bei der Informatik, die zentral ist für jede Bank, wieder konkurrenzfähig werden.

Die Verantwortlichen gingen nicht auf Bohlis Aufforderung ein. Sie legten einen eigenen Sanierungsplan auf. Der förderte bisher Unbekanntes und gänzlich Unvorstellbares zutage: Die CS beschäftigt in Indien ein Heer von 8’000 Informatikern.

Nun versucht die Bank und dem Kommando von Personalchef Peter Goerke, diese Flut an indischen IT-Cracks zu senken und in geordnete Bahnen zu lenken. Ob dies gelingt, das müsste in der Erfolgsrechnung der CS am Donnerstag zu sehen sein. Sinken die Sachkosten spürbar?

Was nicht gross sinken wird, sind die anderen zentralen Ausgaben, jene der Löhne. Dort zeigt die CS-Führung weiterhin keine Initiative, bei sich selbst und den über 1’000 Einkommens-Millionären der Bank nachhaltig das Einkommen zu senken – Aktienkurs hin oder her.

Kommentare

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  1. Falls das stimmt, dass die CS ü50 Personal systematisch entlässt, müsste man aus Solidarität mit diesen Leuten, welche auch unsere Mitbürger sind, systematisch die Konten saldieren und so einer Firma die Quittung präsentieren. Es ist besonders entäuschend, dass diese Firma das „Suisse“ im Namen tragen darf. Die CS kann ja in Indien auf Kundenfang.

  2. Was ist das Gegenteil von „Artificial Intelligence“ – „Natural Stupidity“
    Und davon hat es im CS Management in rauen Mengen

  3. Luki Dein Bericht und eure Kommentare sind ja top aktuell – das Onlinebanking der CS heisst schon seit über 1 Jahr nicht mehr DirectNet. So langsam solltet ihr begriffen haben, dass euer Rauswurf nicht ganz unberechtigt erfolgt ist. Und an den Journi des Jahres: erneure Deine Quellen oder versuche es mal mit recherchieren – nur denunzieren und blossstellen wird auf die Dauer echt langweilig.

    • Also ich gebe immer noch Directnet in meinen PC ein um meine Zahlungen zu tätigen und den Kontostand abzufragen. Für mehr taugt diese Seite wirklich nicht.

    • Lieber, ich habe den Passus extra noch einmal gelesen. Im Artikel steht „E-Banking der CS hiess DirectNet, neu kurz CS Direct“. Mäksch öppis?

  4. Nicht zu vergessen dass die CS auch schon Mitarbeiter beim Arbeitsantritt wieder gekündigt hat. Wer nimmt dieses Risiko auf sich?

  5. Der einfachste Weg für die CS aus ihrem IT Chaos wäre eine Fusion oder Uebernahme einer anderen Bank und einer Komplettübernahme deren IT samt IT Personal.
    Wie heisst es so passend, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    • Das haben sie in der Vergangenheit bereits mit Clariden Leu probiert. Am Ende verschwand die gesamte funtkionierende IT und alle 5 (die meisten erfolgreich) Banken von der Landschaft.

  6. „Die CS bestätigt die Ausfälle. Als Grund sieht sie nicht die Schwächen des Systems, sondern die Stärke der Nachfrage der Kunden.“

    Wirklich klasse, diese Erklärungen.
    – Nein, nein, er ist nicht an Krebs gestorben. Er ist bloss von uns gegangen, bevor er genesen konnte.

  7. Eines steht fest:
    Örs schlägt alle andern im Rennen um den Ahnungslosigkeits-Award und den Realitätsfremdheit-Oscar um Längen!!!
    In meinen Augen hätte er sogar den Nobelpreis für Ignoranten für sein Lebenswerk verdient, ebenfalls ziemlich konkurrenzlos!

  8. Es liegt daran, dass man die alten +50 die das DN von A-Z beherrschten allerausgeschmissen hat. Der Personalmangel macht sich langsam bemerkbar. Sie sollen mal die Wahrheit aussprechen und nich immer Märchen erfinden.

  9. So sieht eben die IT-Landschaft in der Schweiz aus. Die Schweizerfirmen führen sich auf als wären sie richtige Champions. In der Wahrheit liegt alles brach am Boden wie ein Drittweltland.

    Ein hypothetisches Beispiel: Da liegt ein alter Rechner herum, der längst seine Lebensdauer erreicht hat und ersetzt werden muss. Wenn ein guter Fachmann das Teil wegtun möchte kommt dann irgend so ein Müller mit ETH-Ausbildung aus dem Loch gekrochen: „Nein, nein…der Commodore C64 muss bleiben. Schliesslich ist noch der alte Nadeldrucker mit Parallel-Port damit verbunden, den wir noch brauchen für unsere eidgenössische Formulare mit Schweizer Kreuz auf dem Papier!“.

    Jaja, die Eidgenossenschaft, eine Lachnummer für sich in der „World Economy“!

    Peinlich und lächerlich gleichzeitig mit all denen IT-Kotzbrocken und nutzlose Akademiker…

    • Hey! Ich bin ein Müller mit ETH-Ausbildung! 😉

      Allerdings propagiere ich latest tech.

  10. … bringt seinen Betrag zur Konsolidierung des Finanzplatz. Ausfälle als Zeichen des Erfolgs zu werten ist schon phantasiebegabt. Ablenken kann man natürlich auch mit angeblicher Innovationskraft. KI wird bei der institutionalisierten Dummheit aber auch nichts bringen. Den Knoten kann keiner mehr entwirren.

  11. intern heisst das CS DirectNet nur noch DreckNet.

    „Wir sind technologisch sehr weit. Beispielsweise im Bereich der künstlichen Intelligenz versprechen wir uns ein enormes Innovationspotenzial, gerade in der Vermögensverwaltung, in der Compliance und im Risikomanagement.“

    Technologisch sehr weit, da lachen ja die Hühner!
    Ja, künstliche Intelligenz wäre angesichts mangelnder menschlicher Intelligenz des Managements dringend vonnöten.

  12. Die CS beschäftigt in Indien ein Heer von 8’000 Informatikern. Und gleichzeitig empfiehlt Herr Rohner, dass an der Schule Programmieren gelehrt werden soll.Für was, wenn die JOBs an mehrheitlich unfähige Entwickler in Inden verlagert werden.

  13. Wie fast überall auf der Welt ist auch bei Herrn Rohner die Wahrheit gespiegelt.

    Also einfach das Gegenteil von seinen Aussagen sehen und man hat einen realistischeren Eindruck.

  14. Gestern Abend 2x mal versucht beim Directnet einzuloggen, warte noch immer auf das TAN-SMS. Früher war in diesem Fall alles besser.

    Ebenfalls gestern die Onlinebank von 2 europäischen Banken gesehen, dagegen ist das der CS wie die Spar- und Leihkasse vom hinteren Gürbetal.

  15. Von wegen „technologisch sehr weit“, „künstliche Intelligenz“ und „Top-Leute“: ZB. in der Compliance gibt die CS Unsummen für völlig banale Palantir-Projekte aus. Code ist instabil, intransparent und nicht selber zu betreiben, d.h. man macht sich zu 100% abhängig. Für so triviale Standard-Probleme wie Entity Resolution, die jede halbwegs kompetente IT-Abteilung selber besser, schneller und viel günstiger lösen kann.

    Aber das Top Management hat keine Ahnung und lässt sich alles aufschwatzen. Gar keine gute Adresse für Top-IT/ KI-Leute.. glaube nicht, dass die bei der CS Schlange stehen, im Gegenteil..

  16. Das E-Banking der Credit Suisse ist ein Trauerspiel sondergleichen und lässt sich niemals mit demjenigen der UBS vergleichen.
    Mit dem Redesign sieht es nun wenigstens etwas zeitgemässer aus, funktionell wurde aber nichts verändert.
    Mir ist absolut unverständlich, wie eine Bank wie die Credit Suisse ein solches E-Banking ernsthaft den Kunden zur Verfügung stellen kann. Einstampfen und neu anfangen bitte !

  17. Rohner versteht von IT gar nichts. ER verlässt sich auf den CTO des Konzerns und der hat ganz andere Interessen, als die Bank wirklich Bombensicher zumachen. Das eBanking der CS ist leichter hackbar, als wir alle gedacht hatten. Ein Hacker hat es letztes Jahr öffentlich gezeigt und die Bankchefs hats nicht im Geringsten interessiert. Man macht weiter, als wäre nichts gewesen, während der General Counsel in Panik geriet und darum bettelte, diese Vorführung nicht mehr zu zeigen. Das wird spätestens für 2019 nicht mehr gelten. Die Kunden müssen wissen, wie leicht das ebanking für Cracks heute hackbar ist. Rohner hört sowieso nicht zu weil er genau weiss, er bleibt auf seinem Tron sitzen, egal wie gut oder schlecht er die Bank führt. Thiam interessiert sich sowieso nur für sich selbst und ist somit bei der CS eigentlich schon Geschichte.

    • ist ja kein Problem wenn Rohner nichts von IT versteht… seine Aufgabe ist die Festlegung der Strategie und die Führung der Geschäftsleitung.

    • @banker. Ganz genau das meine ich. Ihr Banker habt keine Ahnung, wenn es um Kundendatensicherheit geht. Diese Entscheidung muss vom CEO oder dem VR kommen, denn werden Banken gehackt, wie das bei der CS letztes Jahr öffentlich passiert ist, wird das den Kunden wenig gefallen und die Führung muss gerade stehen. Das werdet Ihr einfach nie verstehen und deshalb zahlt die CS im geheimen auch laufend Kunden aus, deren Geld von den Konti geklaut hat. Info kommt direkt aus der CS-IT.

    • Das ist doch lächerlich… die CS ist nicht die einzige Bank, die das SecureSign Verfahren benutzt. Ein sicheres Passwort, ein Rechner ohne Virus/Trojaner und ein Smartphone mit Fingerabdruck Display Sperre.. jetzt zeigen Sie mir mal, was hier gekackt werden soll.

      Wenn eine Seite ausgetauscht wird under user „denkt“ er ist auf der richtigen Seite, ist das kein hack… und hat mit der Sicherheit der eigentlichen Applikation nichts zu tun.

      Freundliche Grüsse aus der CS IT

  18. Sorry, aber das „neue“ Online Banking ist schlimmer als das Klassische von vorher. Das war eigentlich gar nicht schlecht. Das Ding mit dem schwarzen Balken und eingeschränkter Funktionalität ist nicht besonders attraktiv.

  19. Ach Leute, etwas Nachsicht bitte. Überkomplexität zu verstehen ist eine Sache, sie zu beheben eine ganz andere. Das beginnt mit der Einsicht, dass man ein grosses Problem hat und es lösen muss. Was aber, wenn einem das nie gesagt wird? Dochdoch, alles läuft gut, ein paar kleine Problemli da und dort, nichts schlimmes. Denn wer die Probleme benennt, ist selbst eines und hat bald eines. Das will man doch nicht. Ist menschlich. Also nehmt die Situation mit stoischem Gleichmut hin.

  20. Rohner und Co. werden sich definitiv in diversen Wirtschafts-Standardwerken verewigen. Studenten werden in Zukunft einmal den „CS-Untergang“ Case an Hochschulen durchnehmen und das Handeln von Rohner als Beispiel nehmen, wie man eine Unternehmung auf keinen Fall führen sollte. Dies bleibt als Trost für die betroffenen Kunden, Mitarbeitenden und letztlich den Steuerzahler, welcher die Miesere berappen darf. Rohner wird dies – dann in seinem Renterndasein – noch miterleben dürfen. Seine ZFF Model-Frau, wird ihn dann wohl auch nicht mehr so „attraktiv“ finden.

    • „Case an Hochschulen durchnehmen und das Handeln von Rohner als Beispiel nehmen, wie man eine Unternehmung auf keinen Fall führen sollte“

      Das hilft nichts. Weiter oben sitzt trotzdem jemand, welcher das Unternehmen ruiniert. Und die unteren Chargen dürfen nicht aufmucken.

  21. Herr Rohner ist ein armer Kerl. Es ist mit ihm wie mit Trump. Beide verkennen die Realität und glauben, dass das was sie erzählen, der Wahrheit entspricht. Dabei sind sie meilenweit von der Realität weg.
    Nun zu Directnet. Directnet ist skaliert. Wenn man mehr Kunden aufschalten will, dann muss man die in Betrieb laufenden Systeme nicht stilllegen. Der Grund für die vielen Ausfälle ist der Betrieb aus Indien raus. Die Leute aus Indien machen genau das was dokumentiert ist. Und kein „mü“ mehr. Da aber in keinem System eine 100% Dokumentation vorhanden ist (80% sind schon gut), stossen die Leute in Indien immer wieder an ihre Grenzen und müssen Problemfälle nach Zürich zurückgeben (notabene an den Ort woher die Probleme nach Indien gemeldet werden müssen). Und in Zürich gibt es immer weniger Personal, welches das entsprechende know how hat. Das ist der Grund, warum es jeweils dauert, bis Directnet wieder läuft. Und ja, ich habe Insiderwissen. Ich war in dieser Bank als Informatiker bis zu meiner Pensionierung tätig. Und ich habe heute eine Säule 3a Abrechnung erhalten mit meiner Adresse und einer Kontonummer, die mir gar nicht gehört!!!

    • tja, so ist das eben dort.
      Ich hab die Misere kommen sehen, und bin dort abgehauen, sowie ich mir das leisten konnte. Ich denke das war eine der wenigen richtigen Entscheidungen in meinem Leben.

    • Naja, ist bei Zürich Versicherung genau(!) das gleiche. Ich habe aber auch gute Erfahrungen mit indischen IT-Cracks gemacht – nur die leben nicht mehr in Indien sondern in den USA oder Europa und kosten dann genau gleich viel (oder fast – Lohndumping). Diejenigen in Indien sind entweder gut (dann nicht mehr lange dort und kommen nach USA oder Europa) oder die Aufwände in der CH sind noch höher als wenn man es selber macht.
      Eine interessante Frage wäre: Wie viele Software Produkte wurden in Indien entwickelt? Keine?! Soviel zu den IT-Cracks in Indien.

  22. Tja die Inder, wenn die ein Problem haben so heisst es no Problem ist das Problem gross wird auch das no Problem einfach lauter!
    Zwischen Indien ZH und Polen und ZH gibt es riesen „Filter“ was ankommt tönt immer plausibel und gut!
    Genau so beim DirectNet, für viele Kunden war der neuste Research 6 Monate alt! Resp. natürlich 6 Monate frisch. Kunden wo reklamierten wurden einfach liegen gelassen! So nach dem Motto irgendwann ist gut oder der Kunde geht ja je. Dito in den 90zigern wurden die Kunden mit Privatkonto langsam an den Cash Automaten umerzogen. Seit 1.1.2019 gehen die Privatkontokarten nicht mehr am Cash Automaten. Lösung Kunde muss Maestro Karte für 40.- bestellen oder aber an den Schalter gehen! Da frage ich mich was die Entscheidungsträger für ein Kraut rauchen? Intern wird das ganze als Fortschritt verkauft! Wir intern sehen dies eher als Rückschritt, aber gut wir haben ja immer noch ein Arbeitsplatz und dürfen froh sein, unser (hartes) Brot zu verdienen, und wir sollten oder besser nicht motzen sonst gibt es andere wo gerne unserer Arbeitsplatz einnehmen ob gerne? vielleicht einfach aus noch grösserer Not. Das 2018 würde ich wetten ist von den Zahlen her ein „verhageltes“ Jahr. Der Bonitopf wurde bei 3,2Mrd eingefroren, dh nicht für alle das gleiche ne die MBU musste so gestaltet sein das MA die Boni Kriterien gar nicht mehr erreichen, daher würde ich auch vorschlagen diese einfach abzuschaffen dies würde dem MA 1h mehr Zeit bringen, müsste sich nicht aufregen und der Teamleiter hätte auch mind 8x1h mehr Zeit. Warum tue ich mir das überhaupt noch an ? nun mit 58 zig und drei Kinder wo noch Studieren da macht man es doch gerne.

    • Das mit den Indern kenne ich leider nur zu gut! Ist bei der UBS nicht anders. Obwohl es kaum richtig funktioniert wird nach oben raportiert, dass alles bestens läuft. Und warum? Weil es boni-relevant ist.
      Es geht sogar soweit, dass wir in der schweiz durch das offshoren nach indien einen beträchtlich grösseren mehraufwand als vorher haben.
      Hauptsache günstig um jeden preis. Schleierhaft, wie man dem kostenvergleich auf dem papier bzw den power-point slides dermassen blind glaubt ohne überhaupt nur ein kleines bisschen nach zu denken liebe manager. Ach ja, ich vergass. Kritik ist ja unerwünscht und wird von dem narzistischen management auch nicht geduldet. So kommt’s wie es kommen muss. Jeder schwimmt mit dem strom und versucht nicht auf zu fallen.

  23. Seit vier Monaten erhalte ich keine Anzeigen für Aufträge, die ich aus DirectNet-Rechnungen (e-Bill) generiert habe. DirectNet übersteuert „Anzeige JA auf Auftrag OHNE Anzeige“. Das Problem ist seit Oktober 2018 der Credit Suisse bekannt, unternommen wurde bis jetzt nichts. Eine schwache Leistung.

    • @ Ueli: Da haben Sie‘s besser. Ich muss noch bis Ende September (Hypothek) bei CS ausharren.

  24. Das Problem der CS IT (wie auch im Rest der Bank) ist dass die ü50 systematisch entlassen werden. Nicht wenige ü30/35 sehen diesen Trend und gehen von alleine sollange sie Topp chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Alles erfahrene Leute die gehen oder gehen müssen. Nur mit unerfahreren 25 jährigen lässt sich dies nicht beheben. Anstatt an der Spitze zu recht die Saläre zu kürzen ( wo es auch was bringt) wird unten gekürzt und entlassen. Nicht zu vergessen die Flut der Inder im UH, welche für die Komunikation Schweiz / Indien zuständig sind da die Kollegen in Indien sonst nicht verstehen was sie programieren müssen. Die Inder werden dem Kostenblock Schweiz zugerechnet obwohl sie nur wegen den Indern da sind. Zur Aussage der vielen Bewerbungen …… auf ein Stelleninserat hatten wir gerade 2 Dossier erhalten …. und das nennt der Weisswesten Ursli viel …? ok, er redet ja auch alles andere schön. Die obere Manschaft sollte mal zu uns in den Maschienenraum kommen, due haben keine Ahnung

    • So sieht es aus. Als Ü35 ist man sehr gefragt auf dem Arbeitsmarkt. Da suche ich mir doch lieber eine Unternehmung oder eine Branche, in der ich auch mit 50 noch ein Einkommen beziehe.

    • Was erwartet man von einer IT Truppe die nur aus Managern besteht die politische Spiele des Überlebens willen spielen. In Group Operations z.B. managed ein Direktor einen anderen der wiederum einen weiteren managed der auf zwei externe aufpasst. Keiner von denen hat je in seinem Leben auch nur eine Zeile Code geschrieben.
      Das sagt genug über den Zustand der CS IT aus.

  25. Die Bankgruppe Mitsubishi UFJ, eine der wirklich grössten auf der Welt (mit einigen Milliarden CHF mehr Gewinn als CS), zahlt ihrem CEO auch Millionen, allerdings in Yen, was ca. 1,4 Mio CHF entspricht, also weniger ist, als was die 1070 risikolosen und rundumversicherten „Key Risk Takers“ bei der CS so keck im Durchschnitt absahnen. – Noch Fragen?

    • CS, UBS und Konsorten müssen diese Bezüge auszahlen, um zu verhindern, dass die Teppichetage nicht in Japan anheuert – Ironie off.

  26. Wir wissen ja dass es in der Bank schon einige Jahre brennt. Jetzt schlagen die Flammen aber aus dem Dach. Kenne viele IT Spezialisten die genug von dem Hühnerstallbetrieb haben und sich nach anderen Jobs umsehen.

    • Hat den die CS überhaupt noch eigene festangestellten IT MA?
      Die haben doch alles im Ausland bzw. extern ausgelagert?

  27. Directnet WAR mal top. Heute leider nicht mehr.
    Die CS will uns online bringen – weg aus Filialen.
    Lustig, in directnet kann man nicht mal einfache Nachrichten wie in einem E-Mail Programm schreiben, speichern und später ausdrucken. Das ist sonst überall Standard – sogar bei Raiffeisen!
    Die CS will offenbar nur Call Center, damit der Kunde nichts dokumenriert hat. Oder täuscht das?

    Logik: der Kunde soll alles selber machen 24-7. Sobald er aber mit der Bank interagieren will, dann bitte nur Call Center, mit Warteschlaufen und zu Bürozeiten!
    Bonvivaabzocke und super Service sage ich da nur!

    • Als Kunde sollte man sich nicht als Sklave sehen.

      Warum nicht selbst auch ankündigen, dass man das Gespräch aufzeichnen wird.
      Falls dies abgelehnt wird, kann man auf schriftliche Kommunikation bestehen…

    • Ich wollte mal meine Hypo-Konditionen/Laufzeiten nach Ablauf ändern (lassen) und habe dann in diesem ‚directnet‘ was reingeschrieben bzw. dort wo man das innerhalb des Hypokontos kann.
      Habe NIE wieder was gehört und später auf meine Anfrage hin warum ich denn nix mehr hörte folgende Antwort von der CS erhalten:
      Habe gar nicht gewusst, dass man auf diesem ‚Weg‘ mit uns in Kontakt treten kann.
      NUR NOCH PEINLICH…..

  28. Dass DirectNet nicht funktioniert ist nichts neues. Auf Rückfragen weshalb die Portfolio Performance im DirectNet nicht korrekt sei, gab es von der CS nur: ”Ach das ist Ihnen aufgefallen?”

  29. Ich habe immer stärker das Gefühl, dass Rohrer gar nicht weiss, wovon er redet.
    Dass er vom Bankgeschäft nichts versteht, ist hinlänglich bekannt. Die IT ist für ihn ein Buch mit sieben Siegeln. Der Koordinationsaufwand bei 8000 indischen IT-Mitarbeitern muss immens sein und die Produktion dort in Frage stellen.

    • Da pflichte ich bei! Der Mann versteht doch von Banking nichts, und jetzt schwafelt er auch noch von KI. Unfassbar!
      Ausserdem interessiert doch bei Rohner nicht seine Meinung, sondern lediglich seine Rücktritts-Ankündigung!

    • Urs der Hürdenläufer hat bei der CS beinahe jede Hürde umgerannt die es gibt – er als einziger hat dies bis heute nicht bemerkt.
      Sein grenzenloser VR Optimismus wirkt jedesmal herzerfrischend, wenn man nicht an der Basis arbeitet. Irgendwie scheint mir, dass es einfach nicht für mehr als zum smarten Teppichläufer reicht.
      Was bin ich froh meine Brötchen nicht mehr auf diesem Dampfer verdienen zu müssen.

  30. Der UBS-Flüchtling Dr. Hansbeat Loacker wollte den Kern der CS-IT neu schreiben. Einige Zeit später wurde das Projekt abgeblasen, glaube gar von Rohner persönlich.

    Generell ist die CS oft hoffnungslos im Rückstand. Apache Maven hat sie erst ca. 2014 eingeführt, fast ein Jahrzehnt nach der UBS.

  31. Mir gefällt dieser Satz….

    “Die CS Informatik wäre dann ein Sanierungsfall – einer, den niemand anzupacken wagt.“

    Ganz falsch…. ersetzt man wäre mit IST dann stimmt der Satz wieder zu 100%! Unsere IT wird gelenkt von Brexiteers und wir sehen ja wie gut diese es im Griff haben….

    • Die Brexiteers haben einfach sehr starke Seilschaften. Das aus GB viele Unfähige kommen, weiss man ja nicht erst seit dem Brexit-Chaos. Solange man jedoch einer der „monolingual guild“ ist, wird man, als Mitglied dieser Zunft, nichts befürchten müssen.