Frauen-Bewegung kürt EY zu „sexistischster Firma“

Demozug heute vor Hauptsitz beim Zürcher Primetower – „Oscar“ an EY: Harassment-Fälle schubladisiert – Polit-Action im Wahljahr.

8. März, internationaler Frauentag: ein gefundenes Fressen für eine neue Frauen-Organisation, insbesondere wenn Wahlen anstehen. Die Bewegung nennt sich FrauenPG, sie operiert unter „Women Strike Back“, zeigt eine Jeanne d’Arc in Leckmich-Pose.

Die Wut und den Power zu spüren bekommt Ernst & Young. Das ist jene Beratungsfirma, die ob Belästigungsfällen in den letzten Monaten ausser Tritt geraten ist.

Heute Nachmittag zieht eine Schar von Frauen unter dem Schlachtruf „Frauen für eine progressive Gesellschaft – Seid stark, wehrt euch, seid solidarisch“ zum Prime Tower beim Zürcher Bahnhof Hardbrücke.

Dort wird EY der Titel „sexistischstes Unternehmen der Schweiz“ verliehen – in Megaphon-Lautstärke und unter dem Jubel der Teilnehmerinnen; vielleicht auch ein paar Teilnehmern.

Wie viele es sein werden, bleibt abzuwarten. Die Organisatorin, eine Frau, die mit Witz und Enthusiasmus die Aktion auf die Beine gestellt hat, zeigte sich im Vorfeld optimistisch.

EY habe den Titel eines Harassment-Unternehmens verdient, weil die Firma „unter anderem offen sexistisches Verhalten von Vorgesetzten gegenüber weiblichen Angestellten“ toleriert habe, hält FrauenPG in einer Mitteilung, die heute an die Medien geht, fest.

„Eine betroffene Mitarbeiterin, welche den Mut hatte, aus persönlicher Not die Missstände anzuprangern, wurde zunächst überhaupt nicht ernst genommen, was so gar nicht zum Firmennamen passt“, schreibt FrauenPG im Communiqué.

„Leider blieb es nicht nur bei dem, sie wurde mundtot gemacht und mit einer mickrigen Abfindung abgespiesen, während ihr Vorgesetzter mit einer Beförderung belohnt wurde.“

„Somit setzte Ernst&Young bewusst noch mehr Frauen einer potenziellen Gefahr der Belästigung aus, indem einem Prädatoren noch mehr Macht zugesprochen wurde.“

Für EY Schweiz kommt die Aktion zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Ländergesellschaft mit rund 2’500 Mitarbeitern, die zum weltweiten EY-Verbund mit insgesamt 250’000 Leuten gehört, versucht sich aufzurappeln.

Letzten Herbst klagte sie gegen dieses Medium, als erstmals der Partner, der einen Harassment-Fall hatte, ans Tageslicht kam. Weitere Berichte zeigten, dass es sich nur um die Spitze handelt einer Kultur, die nicht mehr zeitgemäss ist.

Als schliesslich der Tages-Anzeiger eine grosse Story brachte und gleichzeitig eine Whistleblower-Organisation mit einer Plakataktion vor dem EY-Sitz bei der Hardbrücke die Firma zum Handeln aufforderte, kam eine Lawine herunter.

Der Partner wurde beurlaubt, und ein externer Anwalt erhielt den Auftrag, den Fall zu untersuchen. Dieser sprach nicht mit der betroffenen Frau, kam aber selbst so zum Schluss, dass die Grenze überschritten worden war. EY und der Partner, er war weit oben in der Hierarchie, gingen auseinander.

Dabei blieb es nicht. Auch der Chef von EY Schweiz, der umtriebige und mit den Spitzen der Schweizer Politik, Medien und Wirtschaft eng verbandelte Marcel Stalder, musste das Pult räumen.

Er gab den Vorsitz der Schweizer EY ab und zog sich auf eine gut klingende europäische Aufgabe innerhalb der Zone Schweiz-Deutschland-Österreich zurück.

Ruhe kehrte trotzdem nicht ein. Vor allem angelsächsische Medien, die sich auf die grossen Beratungsunternehmen konzentrieren, schossen aus vollen Rohren. Als ein sexuell aufgeladener Lapdance eines hohen Partners mit seiner Sekretärin publik wurde, gab es kein Halten mehr.

Der Partner hat das Unternehmen inzwischen verlassen. Er und seine Anwälte betonen, dass sämtliche Untersuchungen nichts gegen ihn zum Vorschein gebracht hätten. Er bleibt in der Branche, beginnt in wenigen Wochen bei einer EY-Konkurrentin.

Die EY-Chefs auf der globalen Bühne zeigen Reue und Einsicht. Man toleriere keine Verstösse gegen den eigenen Ethik-Kodex, streichen sie in internen und externen Auftritten hervor. Zero Tolerance bei Sexual Harassment, so die offizielle Losung.

Den Tatbeweis muss insbesondere EY Schweiz noch erbringen. Die Untersuchung des externen Anwalts über die Festtage 2018/19 beschränkte sich von Beginn weg auf einen einzigen Fall, das Opfer wurde nicht angehört.

Die „Oscar“-Verleihung von heute zeigt, dass die EY rund um das Thema Harassment weiter unter Druck bleiben dürfte.

Kommentare

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  1. „Harassment-Fälle schubladisiert“…
    Ja, es ist endlich Zeit. Mit der Meeto Bewegung und die Flut falscher Anschuldigungen, werden solche Belästigung-Geschichte komplett diskreditiert…
    Es ist nur leider sehr schade für die kleine Minderheit der Frauen, die tatsächlich Opfer sind.

  2. FrauenpG Transparenz

    Falls es interessiert, wieviel finanzielle Mittel das es braucht, um so eine Aktion auf die Beine zu stellen:
    – CHF 198, Bewilligung Stadtpolizei
    – CHF 75, Transparent
    – CHF 50, Geschenk an Ivo Furrer, designed by Fiona K zu einem Spezialpreis für gute Zwecke
    – ca. CHF 20, Claires Blumenkranz und violettes Shirt
    – ca. CHF 15 Karten und weisser Schreiber

    …plus x Stunden Gratisarbeit für eine gute Sache!
    Ich möchte hier mit einem guten Beispiel voran gehen, diese Transparenz könnte man ja auch bei grössseren Vereinen zum Standard machen.

  3. Alle Firmen mit Frauen an der Spitze oder im VR sollen EY als Revisionsfirma raus werfen. Die Sprache wird verstanden.

  4. Niemand wird ernstlich glauben, dass EY die sexistischste Unternehmung der Schweiz ist. Ich habe selber vor ein paar Jahren da gearbeitet und kann versichern, dass sich EMEIA wirklich Mühe geben.
    ABER: In Zürich hat es eine ganz kleine Gruppe Männer, die sich schlicht für unantastbar halten. Das sind maximal 10 Personen, wovon nun einige weg sind. Dann gibt es noch wenige, die man sicher auch bald entsorgen wird.

    • Opfer von Übergriffen dürften weder im Falle EY (CH) noch in anderen möglichen Firmen oder sonstigen Begegnungsstätten Ihrer Meinung sein.
      Und über mögliche Anzahl von Agitatoren – auf welchem Planet leben Sie?

  5. […] 10. März 2019 no comments Frauen-Bewegung kürt EY zu „sexistischster Firma“ […]

    • Hackedicht und völlig zugedröhnt um 3:20 am Kommentare schreiben?
      Die 50 Kommentare nicht gesehen?

  6. […] 10. März 2019 no comments Frauen-Bewegung kürt EY zu „sexistischster Firma“ […]

  7. Die grossen 4 sind ständig weltweit in der Kritik oder auf der Anklagebank für Versehen in Geschäftsbesorgung oder Unachtsamkeit. Menschliches Versagen halt. Belästigung am Arbeitsplatz oder Mobbing sind jedoch ein auf allen Ebenen nicht tolerierbares Gebaren. Sind das eine wirtschaftliche Interessen, sind das andere nicht akzeptable Umgangsformen, die angeprangert gehören. Ich wünsche der FPG-Bewegung weiterhin Mut zu ihrer Stellungnahme gegen Vergehen wie in der EY (CH) vorgefallen.

  8. Geschätzte IP Community
    Vielen Dank, dass die Diskussion zur Aktion von FrauenpG zum 8. März 2019 hier statt findet!
    Danke auch für die positive Resonanz; wir fühlen uns in unserem wichtigen Anliegen bestärkt und sind motiviert, weiterzumachen.
    Vielleicht noch dies: Es ist uns bewusst, dass weitere Unternehmen in den Fokus genommen werden könnten. Eine Anwärterin im internen Nominierungsprozess war die ETH ZH. Und, es darf nicht vergessen gehen: Es gibt auch zahlreiche Personen, die sich beherzt in Sachen Gleichstellung und Frauenförderung einsetzen! Einen davon haben wir – einstimmig – ausgezeichnet: Ivo Furrer. Ivo Furrer fördert unter anderem die Mitgliedschaft von Frauen in umtriebigen Businessnetzwerken für Frauen und zeichnet mitverantwortlich für die Vergabe an Geschäftsleitungspositionen an fähige und starke Frauen! Wir sagen: Danke und weiter so!
    Vor der Aktion ist nach der Aktion: Der Countdown bis zum 8. März 2020 läuft. Wir wären erleichtert zu sehen, dass sich etwas bewegt bei EY CH und das Unternehmen im Folgejahr den Titel wieder abgeben kann. Am liebsten sähen wir, der Titel „sexistischstes Unternehmen“ würde gar obsolet…. Träumen darf man ja!
    Auf die Gefahr hin, einen TLTR zu produzieren: Lukas Hässig, Ihnen zollen wir ebenfalls Anerkennung! In Zeiten zunehmender Medienkonzentration ist Ihr Blog&Forum eine höchst willkommene und hochspannende Ergänzung und trägt zu einer intakten, 4. Gewalt im Staat bei! Wir stehen hinter Ihnen!
    Herzlich, die FrauenpG

    • Schon mal was von der Verfilzung der „Systempresse“ gehört?
      Nur so ein Hinweis: Marc Walder (Boss Ringier) ist ein Busenfreund von Marcel Stalder (rausgeworfener CEO EY). Der hat sich nicht entblödet, sogar nach der Publikation des Skandals noch an internen Meetings von EY aufzutreten!
      TAMedia bettelt (obwohl hochrentabel) um Subventionen und macht den Journalismus kaputt.
      Darum habe ich auch sämtliche Medienerzeugnisse aus dem Hause Ringier und TA abbestellt.

    • Genau darum gibt es IP: Eben weil man nur hier die gutenund interessanten News kriegt…
      Ich denke, Hässig hat den Preis als Journalist des Jahres 2019 mit dem „Fall EY“ bereits in der Tasche.

      Wir haben Anfang März und bereits hat er wieder einige „Big-Shots“ erwischt. Ich hoffe, es reicht in 2019 noch für ChainIQ.

  9. Ach kommt Leute, auf die Frauenbewegung gebe ich einen Scheiss! Die sind heute ja überall bevorteilt. Dank der Dummheit der Männer, die das zugelassen haben!

    • Ok…
      Sagen Sie mal, haben Sie ev. eine Tochter… oder einen guten Freund, der eine Tochter hat?
      Sie würden sich dann auch bedanken, wenn Sie dem Kind eine gute Ausbildung zahlen und dann kommt ein Narzisst bzw. einer mit Minderwertigkeitskomplexen daher und sorgt dafür, dass Sie herausspediert wird!

      Und, wenn Sie das Frauenthema nicht so abfeiern können, so sind Sie ja vielleicht mindestens der Meinung, dass es ein No Go ist, einen Journalisten für saubere, investigativen Journalismus mit der eigenen, gut bestückten Kriegskasse anzugreifen.

  10. Verklagt nun EY auch Valentina Walser und ihre Gruppe an Aktivistinnen (gute Aktion übrigens – wo sind die Bilder?)?
    Und was sagt Bain zu der ganzen Sache? Fragen über Fragen!

    • Sieht super aus! Habe mir gleich erlaubt, den Link an ein Medium zu schicken.
      Noch eine Frage: Hat jemand bei EY den Brief entgegen genommen? Wenn ja, wer war das und was hat er (oder sie) gesagt?

    • Hallo, danke! Mit Erlaubnis der Stadtpolizei sind wir zu dritt in die Empfangshalle gelaufen und eine von uns hat der Réceptionistin mit einem charmanten Lächeln und 5 Tulpen das Schreiben überreicht mit den einfachen Worten: „zuhanden von EY Schweiz“

    • @FrauenpG
      Keine Angst. So absurd dumm kann nicht mal EY sein, hier zu klagen. Gegen eine friedliche Aktion am Frauentag klagen? Geradezu absurd.
      Bereits die Klage gegen Hässig war völlig verblödet. Ich nehme an, die hat man zwischenzeitlich beerdigt.

  11. Gehen Sie mal zu Schroders. Dort wird man fast ausgelacht wenn man sich über Mobbing beschwert. Great place to be!

  12. Ich selber litt mehrere Jahre unter Mobbing und Rassismus bei EY Berlin PAS. Katastrophe dieses Unternehmen. VG.

  13. Super Sache!

    Und IP/Hässig macht am Tag der Frau Werbung für ein SugarDaddy Portal mit einer halbnackten, sexy Frau ….

    wie geil ist das denn?

    • Unter wie vielen falschen Pseudonymen willst Du hier noch herumtrollen? Schämst Du Dich eigentlich nicht?
      Husch, surf besser weiter auf Deinen Pornoseiten oder entwickle ein Konzept, wie EY aus dieser durch euch in der PR und einem völlig überforderten Management angerichteten unmöglichen Situation wieder raus kommt!
      Es ist schon krass, wie man mit völlig verblödeter Kommunikation aus Standardfällen eine derartige Welle auslösen kann!
      Als Ehemaliger verliere ich langsam die Geduld!

  14. Wie durchschaubar!
    Wenn das alles ist, was an Aktionen von Seiten der unmännlichen Aktivist-innen und -aussen kommt, dürfen wir uns wahrlich nicht wundern, warum es solche -nun, wie sag ich dem politisch korrekt?- Blindgängerinnen oder Fehlzünderinnen wie RD, EWS, MCR, DL oder SS in die Spitze der Landesregierung schaffen!
    Gläserne Decke my ass!

    • …jetzt habe ich ohne meine Brille doch glatt zuerst „mit ihrem Hintern arbeiten“ gelesen.

  15. Ich habe einmal bei einer kleinen Privatbank gearbeitet die es leider nicht mehr gibt, da sie von einer deutschen Bank übernommen wurde. Dort wurden Frauen permanent sexuell belästigt. Der Hauptbelästiger war der Personalchef persönlich!

  16. Bei mir gehören Frauen an die Macht, die mit Leistungsausweis nicht mit lästigen Parolen und bedenklichen Äusserungen sich mitteilen müssen. Alle sind willkommen die mit ihrem Hirn Arbeiten und mit Lösungsansätzen die Sache weiterbringen. Soviel zum Quotendenken!

    • Bedenkliche Äusserung, wenn man sich gegen sexuelle Belästigung wehrt, oder was meinen Sie?

    • @Estra

      Ihr Aufruf: Frauen haltet die Klappe, versucht hingegen durch Leistung auf Euch aufmerksam zu machen.

      Was Sie ausblenden: Die identischen Leistungsausweise werden unterschiedlich bewertet je nachdem ob sie durch ein Mann oder eine Frau erbracht wurden (dies passiert Leider auch weiblichen Bewerterinnen). Diese typische tausendfach wissenschaftlich bewiesene Wahrnehmungs-, bzw. Bewertungsverzerrung ist für weibliche Mitarbeiterinnen mindestens mühsam. Hinzu kommen karrierefördernde Männernetzwerke.

      Danke für die Kenntnisnahme.

    • @mutti:
      wer hindert euch denn dran, euch solche netzwerke für frauen aufzubauen?
      oder hab ich jetzt gar das problem entdeckt, ohne danach gesucht zu haben? dass ihr euch gegenseitig lieber anzickt & beschneidet, mit andern nicht-sackträgern über dritte tuschelt und gossip über geschäftssinn stellt?
      drum: ich höre nur mimimimi…

    • @Donald Tramp
      Niemand hindert uns daran… es gibt bereits heute zahlreiche umtriebige Frauennetzwerke, zum Beispiel Business Professional Women.
      Oder, wer Lust auf !Action hat, der darf sich auch sehr gern uns anschliessen!
      Sie sprechen aber doch einen wichtigen Punkt an: Es geht auch darum, dass Verhältnis Frau-Frau und Mann-Mann als Vorgesetzte(n) – MitarbeiterIn zu durchleuchten!

    • @Donald,
      ja, die Solidarität, resp. Zickerei ist auch typisch, Frauen lassen sich sehr einfach gegeneinander ausspielen (Erfahrungswerte)
      die Frauennetzwerke sind meistens uninteressant, da wenige Personen mit Macht dabei

    • @mutti.
      dass frauen mehr leisten müssen für die gleiche anerkennung ist eben nicht wissenschaftlich bewiesen, sondern ein klischee. Je öfter es wiederholt wird, desto mehr menschen glauben es… aber wahrer wird es dadurch nicht. Das gegenteil ist heute der fall: Da ja für kader, gl, vr und bundesrat von vorneherein nur frauen in frage kommen, um bspw. in den medien als modernes unternehmen dargestellt zu werden, reicht es durchschnitt zu sein – hauptsache weiblich. Ist eigentlich logisch… angebot und nachfrage…

    • Hallo, um 15.30Uhr bei der Josefwiese. Wir arbeiten am Bellevue aber kommen auch. Sind zwar alles Männer aber finden diese Sache gut. EY hat viel aufzuholen.

  17. Habe versucht, das Wort „sexistischster“ auszusprechen. Habs nicht geschafft, das Gebiss ist mir rausgeflogen.

  18. EY (Schweiz) AG ist nicht nur ein «sexistisches Unternehmen» – sondern ebenfalls ein Unternehmen dessen Management direkt unter Beihilfe anderer Wirtschaftsprüfer (eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus) und insbesondere auch mit direktem Zutun und Segen von Aufsichtsbehörden vor Strafverfolgung bei umstrittenen Machenschaften geschützt werden.

    In Anbetracht des Sachverhaltes, dass EY-Organe und -Management ‚Deals‘ aushandeln deren Inhalt u.a. explizit das Untersagen von Eingaben von Strafanzeigen in den USA ist, dürfte als Hinweis gedeutet werden, dass EY (Schweiz) AG nicht nur ein «sexistisches Unternehmen» ist, sondern ein «fragwürdiges Unternehmen» geleitet durch «fragwürdige Organe»!

    In der Schweiz deshalb möglich, weil man auf die Unterstützung der Aufsichtsbehörden zu Lasten von Geschädigten zählen darf, während parallel die Justizbehörden zuschauen und untätig bleiben.

    Interessant die Heuchelei von Seiten der Politik, die sich in Sachen «sexual Harrassement» empört gibt, aber in Sachen «krimineller Machenschaften» als überrascht und unwissend gibt. Möglicherweise sollte man grundsätzlich genauer hinschauen, unabhängig davon wer Geschädigte (Opfer) sind, sondern wer die Täter sind und diese mit aller Konsequenz aus verfolgen und von ihren Posten entfernen.

  19. Wenigstens haben sie nun noch den untragbaren „Lapdance-Man“ entfernt.
    Stalder wird auch gehen müssen, das ist klar.

  20. Aber gleichzeitig macht IP Werbung für ein „Sugardady“ Portal. Geht es hier um Clicks/Werbeeinnahmen oder doch noch um wesentlichen Themen wie den Frauentag?

    Was ist hier eigentlich los?? Wir Frauen können/dürfen/werden es nicht akzeptieren!

    *Screeshot
    https://imgur.com/a/WNX0Lk1

    Herr Hässig, was soll denn das?

    • Die Werbung entsteht durch Dein Such- und Surfverhalten 🙂
      Bei mir zeigt es Gartenmöbel an… So funktioniert dies bei Google…

    • So geil! Wohl selbst auf Sugardaddy-Portalen unterwegs (oder ähnlichem), so dass Google diese Anzeige als konsumrelevant bei Dir auf IP hochspielt?

    • @medienkonsument
      Das ist falsch! Ich habe noch nie eine solche Seite aufgerufen (geht gar nicht im Büro btw) und ich bekomme den Käse auch. Zudem bin ich eine Frau – und jaaaaaa: Hetero! und interessiere mich nicht für Frauen-Onlineshops.

      ich nerve mich schon seit Tagen über den Mist!

    • ja, wahrscheinlich arbeitet die „Headhunterin“ hauptberuflich als Escort, deswegen zeigt es bei ihr Sugar Dady Portale an. Bei mir zeigt es Immobilienwerbung

    • @Brianna: Du solltest deine Suchhistorie ab und zu mal löschen. Die Werbeanzeigen sind individualisiert von Google aufgrund des Surfverhaltens des Benutzers. Ich hoffe, Du hast Deinen Sugar-Daddy mittlerweile gefunden 😉

    • Den aktuellen Firefox zum Surfen nehmen, und dein Auge wird nicht mehr belästigt. 🙂

    • @Grosses Kopfschütteln
      Vielleicht sieht Google dich als mögliches Sugargirl. Und gibt es nicht auch Sugar-Mommys? 😂
      Also bitte, Hässig ist doch nicht verantwortlich für den Google-Algo, beschwer dich doch am besten da.
      Oder trollst du hier für EY um vom Thema abzulenken?

    • Was soll denn genau das Problem sein mit dem „Sugardaddy“ Portal? Warum sollen/dürfen/werden Frauen das nicht akzeptieren???

      Da finden Erwachsene auf freiwilliger Basis zusammen. Niemand muss diese Dienste anbieten oder in Anspruch nehmen.

      Brianna, warum möchten Sie andere Frauen bevormunden?

  21. Wird der Preis Mario Vieli überreicht werden? Dem vielleicht umstrittensten HR-Verantwortlichen der Welt, welcher bei alledem konsequent untätig war und ist? Der hätte sicher noch Platz für eine Auszeichnung in seinem Schrank. Viel dürfte da ja nicht rumstehen…oder gleich Mäse selber, welcher ihn dann medienwirksam bei Freund Walder im Blick zeigt, mit Überschrift à la “Stalder für Lebenswerk ausgezeichnet”? Oder Chiomento? Wobei….da müsste er ja zum Eingang laufen, sprich iiiiirgendwie tätig werden….was ja nicht so seins ist (stört ja nur bei der Whistleblowerinnen-Jagd). Ob Walder Wyss wohl bereits eine Klage gegen die Organisation vorbereitet? Und Lenz & Staehelin untersucht dann…..nicht?

  22. Ob es in diesem Kontext passend ist, im Artikel Werbung für SugarSaddy.ch („Sugar Daddy gesucht!“) zu schalten, muss jeder selber beurteilen. Es wäre nicht unangemessen, wenn die demonstrierenden Damen ihren Protestzug vom Prime Tower bis zum Schiffbau weiterführen würden, um vor dem Büro des lieben Herr Hässig ein bisschen Radau zu veranstalten.

    • Weil wir 2019 schreiben und nicht mehr 1982. Aber ich glaube sofort, dass du das nicht gemerkt hast. Fröschli und Chröttli im Wasserbad checken den langsamen Anstieg der Temperaturen erst, wenn sie schon blanchiert sind.