Ernst&Young verklagt Inside, hat Whistleblower

Beraterin erhöht Druck via Gerichte auf Berichterstattung rund um Belästigungsvorwürfe – Anonyme fordern Absetzung von Topmann.

Ernst&Young hat letzte Woche mit Klage am Zürcher Handelsgericht per sofort die Löschung eines Artikels auf Inside Paradeplatz gefordert. Der Richter hat das vorerst abgelehnt und stattdessen eine Antwortfrist angesetzt.

Fast gleichzeitig haben laut eigener Aussage drei Beraterinnen von EY, wie die Firma mit Sitz am Fuss des Zürcher Prime Towers im Kreis 5 kurz heisst, ein Schreiben an ihren Präsidenten geschickt.

Darin erheben sie Vorwürfe gegen einen Kadermann in einer zentralen Position des Unternehmens. Dieser sei in Fälle von Belästigung verstrickt.

Die Fälle seien umso gravierender, weil der Kadermann eine wichtige Funktion innehabe, bei der es um Personalfragen gehe.

Der Präsident von EY Schweiz, er heisst Bruno Chiomento, hat nicht auf eine Email-Anfrage von gestern Nachmittag reagiert. Eine Sprecherin der EY Schweiz liess sodann eine SMS-Anfrage von gestern Abend unbeantwortet.

EY hatte solches Schweigen in einer Stellungnahme vor 2 Wochen angekündigt. Man werde auf Anfragen von IP, wie dieses Medium abgekürzt heisst, nicht mehr reagieren.

Statt dessen wählt EY nun den Gerichtsweg. Und sieht sich mit einem Whistleblower-Brief konfrontiert.

Dieser wirkt authentisch. Er umfasst Abkürzungen und Details zu Prozessen und Zuständigkeiten, die ein Aussenstehender kaum kennen dürfte.

Somit muss die EY-Führung den Brief ernst nehmen, sonst würde sie sich den Vorwurf einhandeln, auf Hinweise und Kritik nicht einzugehen.

Das Argument, man könne auf anonyme Vorwürfe nicht reagieren, wäre zu wenig fundiert. Denn die Briefschreiberinnen begründen, warum sie nicht mit Namen hinstehen könnten.

Der Fall von B., wie sie ihn nennen, habe „gezeigt, dass dies aktuell nicht möglich“ sei.

Die EY-Führung wäre somit herausgefordert, den Vorwürfen nachzugehen. Laut ihrem Europa-Rechtschef sei das passiert. In einer Email sagte er vor 2 Wochen, man habe alle Vorwürfe gegen den Schweizer Kadermann „gründlich und unabhängig“ untersucht. Es gebe keinen Grund für Massnahmen.

Mit dieser Haltung geht EY nun gegen Inside Paradeplatz vor. Die beauftragte Kanzlei Walder Wyss spricht von einer eigentlichen „Negativkampagne“, welche das Medium gegen die Beratungsfirma führen würde.

Kritisiert werden mehrere Artikel, die EY in schlechtem Licht erscheinen liessen, nämlich mit einer „Macho-Kultur“, bei der Frauen aufgrund ihres Äusseren Karriere machen würden und nicht aufgrund ihrer Leistung.

Zudem würde ein Kadermann völlig zu unrecht in die Nähe eines Belästigungsfalls gerückt. Dafür gebe es überhaupt keinen Grund, da alle Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen wären.

Entsprechend forderte Walder Wyss im Auftrag ihrer Klientin EY Sofortmassnahmen vom Gericht. Sie taten dies mit drei sogenannten Rechtsbegehren.

Interessanterweise reichten die EY-Anwälte aber nicht unmittelbar nach der entscheidenden Story vor 2 Wochen ein Gesuch um sofortige Entfernung des Artikels beim Gericht ein.

Sie taten dies erst rund eine Woche später. Normalerweise muss man für superprovisorische Massnahmen, wie das unter Juristen heisst, sofort aktiv werden.

Der Grund fürs lange Zögern liegt auf der Hand. Es war offensichtlich nicht der Artikel, der die EY-Chefs beunruhigte. Sondern es waren die vielen Kommentare, die von Leuten mit Kenntnissen stammen dürften und den Fall erhellten.

Dem versuchen die EY-Manager nun mithilfe ihrer externen Anwälte einen Riegel zu schieben, indem sie das Medium, das diese Vorwürfe publiziert, vor Gericht zerren.

Tatsächlich bewegt sich EY damit auf riskantem Terrain. Die Details des einen Falls, der 4 Jahre zurückliegt, treten mehr und mehr zutage.

Es gab damals einen Belästigungsfall, den eine junge Frau intern meldete und der dann vom zuständigen Personalchef von EY untersucht wurde.

Dieser aber hatte in seiner unmittelbaren hierarchischen Nähe ausgerechnet jenen Mann, um den es damals ging. Die Auseinandersetzung wurde beendet, als EY der Frau 10 Monatssaläre offerierte. Die beiden Parteien vereinbarten Stillschweigen.

Eine entscheidende Frage wird sein, wie EY den damaligen Fall untersuchte. Offiziell stellt sich die Firma auf den Standpunkt, man habe den Vorfall rigoros abgeklärt.

Das passt nicht zu Informationen, wonach der beschuldigte Kadermann nie im Ausstand gewesen sei. Ebenfalls gab es offenbar nie eine direkte Konfrontation der Frau, die sich bedrängt fühlte, mit dem Kadermann, um die Vorwürfe zu erhärten oder zu entkräften.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Sie habe die beste Kanzlei dafür ausgesucht. Die Partner bei Walder Wyss können meines Wissens dank grosser Erfahrung mitreden.

  2. Eine dringende WARNUNG! Ich habe gehört, dass EY intern nach den Whistleblowerinnen FAHNDET.
    MELDET EUCH KEINESFALLS FREIWILLIG! DAS IST BERUFLICHER SELBSTMORD! NUTZT AUCH KEINE „Anonymen“ Meldestellen oder nur mit TOR/VPN-Browser! DIE SAMMELN GARANTIERT DIE IPs!
    BLEIBT IN DECKUNG! RUFT IM NOTFALL LUKAS HAESSIG AN (von einem privaten Handy!), ER KANN SICHER HELFEN.

  3. Ein ganz herzliches Dankeschoen von meiner Seite an die mutigen Autorinnen dieses Briefes! Und natürlich an Lukas Haessig, dass er den Mut hat, diesen zu veröffentlichen.
    Zusammen werden wir siegen und EY wird eine bessere Firma sein. Für Frauen und Männer!
    Trotzdem muss ich hier einige Warnhinweise an die Brief-Schreiberinnen geben:
    Sprecht unter keinerlei Umstaenden mit irgendeiner Person darüber, dass ihr diesen Brief geschrieben habt. Auch keine Andeutungen oder „hypothetische Aussagen“. Mit keiner Freundin. Mit keinem Freund. Nicht mit der Familie. Auch nicht mit dem Lebenspartner. Mit keinem menschlichen Wesen. Ihr koennt NIEMANDEM Vertrauen.
    Wenn ihr befragt werden sollt: Keine Aussage. Keine Unschuldsbekundigungen, keine Erklaerungen. Kein Wort. Anwalt beiziehen. Am Ende kriegt ihr mindestens eine gute Abfindung. Die haben viel mehr Angst vor Euch als umgekehrt.
    Bleibt unauffaellig. Einfach wie immer.
    Ideal waere es, wenn ihr noch mehr Infos sammeln koenntet und dieses mit den Medien teilen koenntet. Letzthin ist es fuer euch am Sichersten, wenn das heutige Management abtreten muss.
    Aber geht kein Risiko ein. Ihr habt schon mehr als genug getan. Vielen Dank! Ihr seid grossartig!

  4. E&Y sollte besser den Presserat anrufen anstatt das Handelsgericht zu bemühen. Das wäre das richtige Format für die Klärung des Konfliktes.
    Die Klage ist ein direkter Angriff gegen die Freie Presse.
    Ich hoffe, die geschätzten Ex-Kolleginnen und -Kollegen haben Lukas Hässig auch bei der Wahl zum Journalisten des Jahres unterstützt.
    Die Presse steht unter Druck. Wir Journalistinnen und Journalisten müssen zusammenstehen.

  5. Tolle Diskussion hier! Wenn man die Kommentare zusammen mit dem Bericht liest, dann wird einem sehr klar, was die Wahrheit ist. EY muss hier dringend handeln, sonst wird die Sache völlig eskalieren.
    Was mir aber nicht gefällt, sind die Aussagen, die ernste Konsequenzen für die Autorinnen des Briefes befürchten. Das könnte auch weitere Quellen abschrecken.
    1.) Sehe ich nicht, wie EY die Autorinnen identifizieren soll. Ausser, diese haben eine Dummheit begangen (zB Ausdruck Brief am Arbeitsplatz). Einfach das Maul halten (NIEMANDEM etwas sagen!) und die Sache ist fein.
    2.) Auch wenn: EY weiss doch genau, dass die Sache garantiert eskaliert, wenn EY gegen die Autorinnen vorgeht. Es ist wie im Guerillakrieg: Tötet man einen Aufständigen, dann greifen 10 Verwandte und Freunde zu den Waffen
    3.) Und wenn schon. 10 Moantsgehälter Abfindung und ein gutes Arbeitszeugnis. Besser als in einem solchen Laden zu arbeiten, finde ich.
    Darum: Keine Angst. Kommt alles gut. Und von meiner Seite Gratulation zum Mut!
    Und natürlich auch an Lukas Hässig, dass er dieses Thema bringt.

  6. Vor etwa 6 Jahren habe ich 2 Jahren da gearbeitet.
    Diese Person war damals schon wegen diesem Thema bekannt.
    Ich hätte nie gedacht, dass man dieses Problem immer noch nicht gelöst hat.
    Die hohe Fluktuation bietet offenbar das ideale Umfeld.

  7. Die Klage ist doch nicht seriös. Warum schreibt Hässig über EY?
    – weil es was zu berichten gibt (Skandale)
    – weil es die Leute interessiert (Klicks)
    – weil Quellen auf ihn zu gehen
    Das kann man ihm ja schlecht vorwerfen.
    Diese Klage wird natürlich scheitern.

    • Es geht doch nur darum, den Journalisten einzuschüchtern. Aber ich fürchte, dass diese Form der psychologischen Kriegsführung bei Lukas „The Predator“ Hässig eher kontraproduktiv ist.

  8. Das Schreiben der 3 EY-Mitarbeiterinnen tönt authentisch. Wäre es frei erfunden ohne Anlass, so müsste man von einer Verleumdung eines männlichen EY-Mitarbeiters reden. Das wäre riskant und deshalb unwahrscheinlich. Und was „die Medien“ für ein Interesse haben sollen, EY negativ darzustellen, erhellt sich auch nicht. Somit wahrscheinliches Fazit: EY schützt einen hochgestellten Kadermann, der vergessen hat was Anstand gegenüber Mitarbeiterinnen ist, und schwingt nun die Juristenkeule gegen IP. Das verspricht für die 3 Briefschreiberinnen nichts Gutes. Einmal mehr, leider.

  9. Kann es allenfalls sein, dass der besagte Herr tatsächlich unschuldig ist und kein “Verbrechen” vorliegt?

    Oder ist das für die vielen anonymen Inquisitoren auf diesem Blog undenkbar und er gehört gehängt, geteert und gefedert???

    • In diesem Fall weiss ich ganz konkret, dass der Fall stimmt. Eine Bekannte wurde auch Opfer. Und es handelt sich nicht um den hier beschriebenen Fall! Und gemäss ihren Aussagen gibt es noch diverse weitere Fälle!
      Ich habe sie dazu aufgefordert, doch mit dem Fall auch zu IP zu gehen, auch zur Verhinderung von weiteren Opfern. Aber sie will (noch) nicht, weil sie glaubt, dass EY nun „endlich handeln muss“. Ich halte das für naiv. Die werden gar nichts machen. Bis dann das erste Opfer zur Rundschau geht.

    • @Maria

      Sie arbeiten anscheinend nicht für PR EY – hierzu wirkt Ihr Post schlicht zu durchdacht und authentisch.

      Ich denke in dieser Situation von EY ist, das „teeren“ einer einzigen Person nicht ausreichend.

    • @Praktikus
      Bitte versuchen Sie, Ihre Bekannte dazu zubringen, mit Herrn Haessig Kontakt aufzunehmen. Wir sind auch an weiteren Faellen dran. Und wir planen gerade weitere Schritte, sowohl in der Schweiz wie auch auf Internationaler Ebene!
      Seien wir mutig, entschlossen, einig und klug. Wir werden gegen das Boese gewinnen, weil wir auf der richtigen Seite der Geschichte sind!
      @Maria Schneider
      Keine Angst, wir arbeiten sauber. Es geht nichts an Lukas Haessig, was nicht von 2 unabhaengigen und glaubwuerdige Quellen bestaetigt ist. Die Beweislage ist bisher erdrueckend. Und wir stehen erst am Anfang, wir verfolgen aktuell noch bis zu drei weitere Faelle bei einer weiteren hochrangigen Person in dieser Unternehmung.

  10. Schade, dass sich zumindest eine Seite in der Angelegenheit korrekt verhält, denn wenn jemand mal die ganze Geschichte über B ans Licht bringen würde und nicht nur ihren kleinen Teil der Story, den sie behauptet, sehe die Sache sehr viel anders aus. Und auch die ein oder andere Freundschaft wäre wohl Geschichte… aber ja… haut ruhig alle weiter in die gleiche Kerbe… das ist ja einfacher..
    Ich hoffe einfach, gewisse Leute können morgens noch in den Spiegel schauen…

    • „Claudine“ (also known as PR): Tu uns bitte einen Gefallen: Hör auf, auf das Opfer einzuprügeln. Und dann erst noch mit verleumderischen, unkonkreten und faktenfreien Aussagen. Moralisch ist das das Letzte.
      Per Zufall kenne ich die Beteiligten. Und mir kommt das kotzen, wenn ich nur an diesen Fall denke!
      Sorg besser dafür, dass dieses Problem im 3. Stock zeitnah bereinigt wird.
      Vielen Dank.

    • Claudia, hör bitte auf mit dem Scheiss! Das ist mies. Wir wissen ALLE, was hier Sache ist! Und B. hat den Fall von Beginn weg absolut sauber und vorbildlich gespielt, himmeltraurig ist aber, dass die anderen Zeugen nicht den Mut hatten, auszusagen und der V. das „untersucht“ hat..
      Wenn das mit dem Rufmord an B. nicht sofort aufhört, dann habe ich kein Problem, auch mal die Anonymous Box zu nutzen.
      Dann könnte die Sache aber ganz übel werden. Stichwort: Mobimo-Tower.

    • Soll ich mal etwas Licht in die Sache bringen? Sind Sie allenfalls die Ehegattin (mein Beileid)?
      Dann wären Sie die, die laut brüllend an der Hardbrücke erschienen ist, weil der treue Familienvater wieder mal …?
      Der Code of Conduct scheint für die Geschäftsleitung nicht zu gelten.

    • @Claudine
      Ich weiss nicht, wie du am Morgen noch in den Spiegel schauen kannst. Egal ob du eine Frau oder ein Mann bist, du bist einfach nur widerlich.
      Wir wissen unterdessen genau, was in dem Fall passiert ist. Und wir sind an weiteren Faellen dran. Es wird gezielte Aktionen auf nationaler und internationaler Ebene geben.

  11. Wollte MS nicht Influencer werden? Er hat mittlerweile einige virale Beiträge auf IP…Kann man damit Insta-likes verdienen?

    • Stalder wurde in dem Artikel nicht mal erwähnt! Dagegen wird der Stalder sicher klagen („Eine Frechheit sondergleichen: Der Bruno wird erwähnt und auf sein LinkedIn Profil verwiesen. Und warum werde ich nicht erwähnt? Das ist ja rufschädigend! Ich bin doch der CEO!“)

  12. Ich möchte meinen Aufruf an die Anständigen Wiederholen.
    Wissen Sie etwas? Haben Sie Details? Sind Sie Opfer? Kennen Sie den Namen eines Opfers? Eines Täter?
    Dann ist es nun an der Zeit, etwas Gutes zu tun! Rufen Sie Lukas Hässig an. Mailen Sie. Nutzen Sie die Anonymous Box. Schreiben Sie einen Brief.
    Machen Sie die Welt zu einem besseren Ort! Vielen Dank.

    • grins … wir alle nehmen dich ernst 🙂
      und je häufiger die sprüche kommen, desto mehr.

  13. Zum Glück gibt es IP, alle die gegen IP oponieren haben doch Dreck am Stecken und vieles zu verbergen bzw. verdienen viel zu viel im Verhältnis was sie leisten, um sonst würden diese High Net Worth Loser nicht alle 2-3 Jahre den Job wechseln und auch würden diese 50 gleichen Namen immer wieder auf IP oder Fin-News auftauchen.

  14. Wie ein trotziges Kind hockt die EY in der Ecke und verweigert das Gespräch.
    Und ob es was bringt, einen Winkeladvokaten loszuschicken (den grossen Bruder)? Mir hat gerade heute Morgen ein Top-Wirtschaftsanwalt bestätigt, dass die Klage (ich zitiere) „lächerlich, hoffnungslos, juristisch absurd“ sei.
    Lukas Hässig: Bitte haben Sie Mitleid mit den Revisionsbossen! Machen Sie es schnell und schmerzlos!

  15. Ganz anderes Thema: Von der Raiffeisen-Klage im August hat man auch schon lange nichts mehr gehört. Haben die diese Klage bereits beerdigt?
    Diese Klage hier scheint mir als völlig hoffnungslos.

  16. Ach Ihr armen Frauen…Ihr seit auch sehr wohl dafür verantwortlich, was alles so passiert! Geflirtet wird immer, auch von Euch und vor allem wenn derjenige noch eine gute Position hat. Und passt Euch etwas nicht oder kommt es nicht so zurück, wird dieser gleich an den Pranger gestellt. Es gibt mit Sicherheit schwerwiegende Fälle, aber hier???

    • Sie haben schlicht keine Ahnung! Was hier berichtet wird ist die traurige Spitze des Eisbergs bei dieser Person!
      Und weiterhin wird diese Person geschützt! Ich war keine der Autorinnen, aber ich kann den Inhalt nur bestätigen.
      Und wenn da nun nicht ENDLICH gehandelt wird, dann reicht es mir dann bald auch!

  17. Das ist nun der GAU, Tschernobyl ist eben in die Luft geflogen.
    Wo soll ich anfangen?
    Die Klage ist kontraproduktiv und facht das Feuer nur an. Es gibt offensichtlich keine Strategie in der PR, keine Linie!
    In 40 Berufsjahren habe ich noch nie einen „3er Whistleblower“-Case gesehen. Wobei ich mit Herrn Hässig übereinstimme: Der Brief wirkt äusserst authentisch und ist zu 99,9 Prozent Wahrscheinlichkeit von Insidern geschrieben worden. Ich schliesse daraus, dass die heutige Führung kaum mehr Rückhalt in der Mannschaft hat. Auch ganz schlimm: Warum ist das Schreiben nicht an den Länderchef oder Compliance adressiert worden?
    Gemäss den Kommentaren hier erfolgte intern noch keine Kommunikation. Das muss aber erfolgen. Die Mannschaft muss spüren, dass etwas passiert. Sonst gibt es immer mehr Whistleblower.
    Was nun getan werden muss:
    – Sofort den fraglichen Partner aus der Schusslinie nehmen. Urlaub wäre ideal.
    – Fall aufklären. Jetzt muss jeder Harassment-Case auf den Tisch!
    – Intern kommunizieren, Extern kommunizieren: offen, ehrlich, mit Empathie
    Es ist eigentlich schlechterdings unmöglich, eine Big4 Ländergesellschaft zu versenken. Aber EY Schweiz bemüht sich diesbezüglich gerade nach Kräften.

  18. Lukas Hässig gräbt den (vermutlich) ersten grossen MeToo-Fall der Schweizer Wirtschaft aus. Er wird angegriffen von einer Edelkanzlei.
    Und was macht der Rest der Journaille?
    NICHTS! Kein einziger Artikel zu dem Thema hier!
    Die schreiben lieber den hundertsten Artikel zu Trump. Oder bejammern das schwere Los der Journalisten in Brasilien.
    Anstatt ihrem Kollegen beizustehen, der hier und jetzt angegriffen wird! Schämt Euch!
    Der Schweizer Journalismus ist am Ende!
    Herr Hässig, halten Sie durch! Sie sind auf der richtigen Seite!

    • Ist mir auch aufgefallen. Ein Weltkonzern verklagt den Wirtschaftsjournalisten des Jahres 2017 und greift damit den Journalismus frontal an. Und der Rest der Medien schweigt das einfach tot!
      Die Lage ist einfach: Bei Ringier hat sicher der Marc Walder – ein guter Freund vom Stalder – ein Schreibverbot verhängt.
      Und bei TaMedia & der NZZ-Gruppe wird es sicher bald eine grosse Inseratekampagne von E&Y geben.
      Und viel mehr Medien gibt es im Land ja nicht mehr.
      Die Vincenz-/Raiffeisen-Geschichte erfährt eine Neuauflage. Die Mainstreammedien lassen LH alleine gegen einen übermächtigen Gegner anrennen.
      Feige! Eine Schande für den ganzen Berufsstand! Man fühlt sich wie der Türkei, China oder Russland – jetzt fehlt noch dass irgendso ein Schreiberling beginnt, auf LH verbal einzuprügeln!
      Herr Hässig, die Community steht hinter Ihnen!

    • @Medienkritik, ich bin leidenschaftlicher Velofahrer, ein Vegetarier und studierter Volkswirt. Mir würde nie im Traum einfallen, alle Velofahrer, alle Vegetarier und/oder alle Personen in den Himmel zu heben, die einmal VWL studiert haben.

      Natürlich würde ich jene Velofahrer oder jene Vegetarier unterstützen, die den gleichen Mindset wie ich haben und die gleichen Werte vertreten, die sich mir & anderen ggü so verhalten, wie es für mich als fair erscheint.

      Und wahrscheinlich bin ich zu wenig patriotisch, als dass mich irgendein Aussenstehender an meiner Ehre packen könnte, um nur des VWL-Abschlusses wegen oder eines Job-Titels in laute Empörungsproteste auszubrechen.

  19. Man darf nicht vergessen, dass ein Hauptproblem der ganzen Sache auch PR/Marketing ist. Wären noch langjährige oder zumindest wirklich erfahrene Mitarbeiter noch dabei, wäre alles vielleciht ein wenig besser gelaufen mit der Kommunikation. EY hätte sich öffentlich entschuldigt und eine umfassende Ermittlung angekündigt. Oder zumindest schon von Anfang an den aktuellen Status mitgeteilt.
    Doch das ganze AIBD ist ein eher junges Team und Erfahrung wird dringend benötigt, in allen Bereichen. Daher sind sie selber Schuld, wenn alles nicht mehr dieselbe Qualität hat wie früher. Wir verlieren gegen unsere Konkurrenz in Professionalität, in Medienmitteilungen, in Publikation und in den Offerten. Unsere Konkurrenz macht inzwischen alles besser und schöner und das liegt daran, dass unsere guten Leute bei der Konkurrenz nun sind. Und die wenigen mit Knowhow die zurückbleiben, sind einfach zahlentechnisch absolut unterlegen.

  20. Seien wir mal ehrlich. Bei IP diskutieren wir tatsächlich meist nur negative Ereignisse. Über Positives wird selten berichtet. Und noch seltener diskutiert.

    Aber genau das macht den „Reiz“ am „inside“ im Namen ja aus.

    Weder finews noch Handelsblatt noch sonst ein Medium packt all die Dinge auf den Tisch, die bei IP angesprochen werden. Auch wenn LH gerne übertreibt, manches geradezu reisserisch sein mag, und auch die Kommentatoren (mich eingschlossen) übers Ziel hinausschiessen, steckt in allem ein wahrer Kern.

    Weitere „Insider“ werden das bestätigen, egal ob sie von E&Y, Deloitte, UBS, CS, Vontobel, Bär oder woher auch immer kommen. In jedem dieser Unternehmen gibt es Schwarze Schafe, in jedem dieser Unternehmen krankt es am einen oder anderen Ort, beim einen mehr, beim anderen weniger gravierend, mal mehr, mal weniger offensichtlich.

    Wer darüber redet wird mundtot gemacht. Auf die eine oder andere Weise. Man will ja den tollen Schein als beste Bank oder bester Berater wahren, bei dem alle fröhlich sind, perfekte Diversität und Gleichstellung herrscht und man als Mitarbeiter noch angesehen und etwas wert ist.

    Und genau deshalb ist es wichtig, dass es ein Portal wie IP gibt, das sich nicht den Mund verbieten lässt. Also weiter so, Lukas.

  21. Bin ich froh, dass ich denen einen Korb gegeben hab. Für nichts auf der Welt würd’ ich bei einem solchen Laden jemals (wieder) anheuern. Das gilt auch für die anderen Big-4. Bei einem der Konkurrenten war ich ganz kurz; quasi auf der Türschwelle Absatz kehrt gemacht. Ganz einfach gestrickte Zeitgenossen. Kaum Eigenleistung und -wissen, aber besonders grosskotziges copy-paste Gehabe dieser Excel-Junkies und Powerpoint-Cowboys & -girls. Lügen, dass sich die Balken biegen, angeheizt von Anreizsystemen, welche an die tiefsten Instinkte appelieren. Die Raben picken sich die Augen aus. Das ist nicht die Elite, sondern nur elitär… Hey, EY, seid Ihr immer noch krampfhaft auf der Suche nach einem Blockchain Usecase? Wie wär‘s mit einer Plattform für Sexual Harrassement Reporting? Oder Multisignatur-basierte 360-Grad Beurteilung Eurer Leute? Lead Clients zwecks Crowdsourcing habt Ihr intern ja offenbar genug. Was für Flaschen…

  22. „Bitten wir Herrn Hässig höflich darum, diesen Brief zu vernichten“ und „senden den Brief an Hässig per B-Post, damit EY Zeit hat für Vorbereitung“.
    EY kann stolz darauf sein: Wer sonst hat Whistleblowerinnen, die sogar noch bei einem anonymen Brief versuchen, die eigene Firma im Rahmen der Möglichkeiten zu schützen. 😀
    Eine spannende Frage ist: Was hätte Hässig gemacht, wenn ihm der Chiomento bei seinem Anruf fröhlich gesagt hätte: „Vielen Dank für das Telefonat! Wir haben den Brief auch erhalten. Super, dass wir so engagierte Mitarbeiterinnen haben, das ist noch echtes Engagement! Wie es der Zufall wollte, hat der S. eben spontan seine Kündigung eingereicht und wir haben ihn natürlich sofort freigestellt. Er will sich mehr um seine Familie kümmern.“ 😂

  23. Wissen die Bosse eigentlich, was an der Front los ist? Dieses Problem kann man nicht einfach aussitzen!
    Sofort muss folgendes getan werden:
    – S. muss verschwinden. Egal wohin und wie. Wir leben im Jahr 2018!
    – Marcel sollte sein Amt sofort an Andreas Blumer übergeben. Das schafft Ruhe nach Innen und Aussen
    – Wir brauchen eine gute PR und eine offene Kommunikation nach Aussen und Innen
    Wenn es so weiter geht wie jetzt, dann kommt das nicht gut.

  24. Kinder, Kinder, ruhig blut. Zum einen finde ich es richtig und wichtig, dass der Herr Hässig über solche Machenschaften berichtet.

    Zum anderen, nachdem ich den Whistleblower-Brief gelesen habe, muss ich aber auch alle bitten, mal inne zu halten. Die drei Damen stellen hier doch Forderungen, die man nüchtern betrachten muss. „Null Toleranz“…. Nein, nein… Und *frauenfeindliche Männer“…. Nein, nein… Hier läuten bei mir die Alarmglocken. Man muss sehen, dass heute eine Damen rasch mal mit solchen Schlagwörtern um sich schlagen.

    Wollen wir Zustände, wo man nicht mal mehr ein Kompliment machen kann? Die Damen (vor allem in der Berater- und Bankenwelt) aber doch sehr aufreizend zur Arbeiten kommen.

    Leute, lasst die Kirche im Dorf. Ich bin überzeugt, das Ganze ist halb so wild wie es auf den ersten Blick erscheint.

    Fazit: Ich denke nicht, dass solch grosse „sexual harasments“ stattfanden bei EY.

    • Ich verstehe die Skepsis.
      In diesem Fall könnte ich jeden Satz in dem Brief mit Blut unterschreiben. Leider.
      Und immer noch keine offizielle Kommunikation von Marcel!

    • Nein, die Sache ist wirklich schlimm. Schon vor 6 Jahren gab es Frauen, die sich nicht alleine in dieses Büro getraut haben.

  25. Es kracht schon ordentlich im Gebälk von EY.
    Nicht näher definierte, obskure Tochterfirmen von EY in China,
    haben zig IPO’s abgesegnet – welche sich dann als ziemlich
    warme chinesische Luft erwiesen haben. Es ist keine Frage,
    ob die chinesische Regierung zurückschlägt, sondern wie
    sie es tun wird.

    Diesem Weinberger (Global CEO) würde ich auf jeden Fall
    kein Occasionsauto abkaufen.

    https://www.cnbc.com/2018/10/30/eys-weinberger-i-am-not-worried-about-the-quality-of-chinese-audits.html

    • Der letzte Satz trifft es. Wuerde ich bspw. aber auch einem Jordan oder Berset nicht.

  26. Meine Meinung nachdem ich IP nun schon länger lese. Lukas Hässig ist im Herzen ein bedingungsloser Optimist und Menschenfreund, der durch und durch an den freien und unabhängigen Journalismus glaubt. Zweitens hat er noch ziemlich Rückgrat, zumindest mehr als ich. Im Gegensatz zu mir muss er immer und überall 24 Std. am Tag für seine Meinung einstehen. Braucht einen eisernen Willen und Glauben an das Gute (im Menschen). Nur so kann man so einen Blogg auf- und durchziehen. Drittens kommen noch die beeindruckenden Macher Qualitäten a la Roger Schawinski dazu. Hat auch nicht jeder. Wir alle als Gesellschaft profitieren ganz enorm von dieser Arbeit. Wir sollten diese Arbeit mehr lesen und in unserer Welt umsetzten. Was einer Revolution an der Spitze von UBS, CS, Swiss Re, Swiss Life und Zurich Insurance, etc., bedeuten würde. Wäre gleichzeitig auch das Ende von McKinsey und Co. Was ich nur als Segen und Sieg für die Menschheit bezeichnen kann. Die unteren 80% der Bevölkerung würde es viel besser gehen und damit auch den oberen 20%. Auch wenn sie es, getrieben von kurzfristen Gewinnen in cash und eigener Sache, nicht sehen. Der Dienst von Lukas Hässig an der Gesellschaft ist unbezahlbar. Im Gegensatz zu anderen die ich kenne.

    • Absolut, mein Freund. Aber lassen wir die Kirche im Dorf. Mit dem Geschrei nach sexueller Belästigung sollten wir vorsichtig sein. Es ist meist nicht so wie es ausschaut!

    • Stimmt genau, mein Freund. Wenn ich die Insider Berichte auf IP plus die teils gewaltig nachdenklich machenden Insider Kommentare quasi direkt ab Quelle lese, kann ich nur zu einem Schluss kommen. Ein anderes Denken in den Chefetagen der grossen Finanzdienstleister und Unternehmen ist schon längst überfällig und bitter nötig. Schickt man dazu noch die Firmen die aus Prinzip nur Wüste hinterlassen dorthin wo sie hingehören, ist es ein Sieg für die Demokratie und eine Genesung der Menschheit im Allgemeinen. Das kann ich von keinem aktiven Politiker auch nur ansatzweise hören oder in einer dieser sogenannten Premiumzeitungen lesen.

  27. Wenigstens kann sich G. freuen. Niemand interessiert sich gerade noch für sie, doch auch sie weiss, wenn Stalder fällt, fällt sie auch. EY Schweiz braucht eine komplette Aufräumaktion um endlich wieder weg von all den Negativschlagzeilen zu kommen. Ich war traurig, als die beste Teamkollegin die man sich wünschen kann, gehen musste wegen unsinnigem Stellenabbau. Nun bin ich froh, dass sie an einem soviel besseren Ort ist und sich nicht mit diesem nonsense auseinandersetzen muss.
    Das schlimmste hier, finde ich aber diejenigen die so tun, also würden sie voll hinter G. und Stalder stehen aber ziehen am schlimmsten über sie her. Weil meistens sind es genau die Leute, die man am wenigsten vermutet.
    LH muss unbedingt weiter machen! Da ist sicher noch viel mehr als man denkt.

    • Gibt es denn noch irgendwelche Leute, die hinter G., S. oder M. stehen? Wäre mir neu.
      Sowohl S. als auch M. werden bei nächster Gelegenheit entfernt.
      Übernehmen wird der Leiter FSO. Und das ist gut so.
      Dann muss noch diese Ex-Roland Berger-Connection im Banking ausgeräuchert werden und es braucht ein paar Änderungen im HR.
      Und schon findet EY wieder auf dem Erfolgspfad von früher zurück.
      Es kann nur besser werden. Wir müssen durchhalten.

    • Ich kenne genau zwei Personen, einmal weiblich GSA und einmal männlich FSO, die etwas nettes über G. zu sagen haben. Den Rest den ich kenne, lächelt brav und nickt und kaum wird ihnen der Rücken zugewendet wird über G. und Stalder das Maul zerrissen.
      Aber naja, wir alle wissen, dass EY auf ewig die beiden am Hals haben wird. Es wird denen nicht möglich sein ausserhalb eine gute Position zu finden. Und bald wird G. sowieso das erreicht haben, was sie schon immer wollte. Alle aus der „alten Garde“ werden bald weg sein und abgesehen vom Stalder, muss sie noch einige Befürworter haben, wenn auch nur öffentlich. In den Sitzungsräumen spricht schliesslich kein Partner gut über sie aber sie wird als ein nettes Asset gesehen, dass sich einfach steuern lässt. Schon traurig, wenn man sich eine Karriere aufgebaut hat aber man von den Peers nur belächelt wird.

  28. Ich ziehe meinen Hut vor den drei mutigen Frauen. Bravo! Und ich zeige mit dem Finger auf die armseligen „Interessenvertreter“ bei WWP. Non olet.

  29. Immer noch keinen offiziellen Kommentar von E&Y?
    Ist die Person bereits freigestellt?
    Wird die Untersuchung nun neu aufgerollt?
    Kann sich Stalder im Amt halten?
    Fragen über Fragen!

  30. Ob die von WalderWyss nun gleich nochmals einem fetten Auftrag kriegen?
    Wobei: In der ersten Runde war der Erfolg ja gleich null. Wenn man nicht mal am Zürcher Handelsgericht eine Superprovisorische gegen einen Journalisten durchkriegt, dann steht es ganz schlimm.
    Ich finde, man sollte als Anwalt einem Mandanten auch sagen, wenn eine Sache keine gute Idee ist.

  31. Auch hier gilt die alte Weisheit: Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

    Bruno Chiomento, Vorläufer von Stalder, hat als damaliger „CEO“ dem Treiben viel zu lange zugeschaut – er ist Teil des Problems. Und ja, Brüno war CEO, auch wenn das niemandem aufgefallen ist.

    • Das Problem in diesem Fall ist, dass quasi die ganze Führungsmannschaft irgendwie belastet ist.
      Es ist ein System, das sich gegenseitig stützt.
      Brutal schwierig aufzubrechen!
      Irgendwann wird aber EMEIA durchgreifen. Die finden diese ständigen Schlagzeilen (das Symptom des Problems) sicher gar nicht lustig.
      Am Ende muss man die ganze Führungsmannschaft austauschen, fürchte ich.

    • Man kann über Bruno sagen was man will.
      Aber gab es damals solche Schlagzeilen wie unter Marcel? Nein, der hat auch nicht ständig das mediale Rampenlicht gesucht!
      Und das Wachstum und die Kennzahlen waren bei Bruno auch viel besser!
      Das ist der Unterschied zwischen Sein und Schein!

  32. Lieber Herr Hässig,
    Eine Bitte: Könnten Sie vielleicht die gesamte Klage veröffentlichen?
    Ich wäre daran sehr interessiert.
    Als Jus-Student (7. Semester) kann ich mir nicht vorstellen, wie die hier juristisch vorgehen wollen, das halte ich für hoffnungslos. Aber den Fall finde ich inhaltlich sehr spannend, ich würde darüber allenfalls gerne eine Arbeit schreiben.
    Mit besten Grüssen

    • Reminder

      Drohkulissen z.B. verbale Attacken oder juristische Klagen haben sehr oft die erwünschte „Nebenwirkung“: Mitarbeiter spuren, Journalisten kuschen, Kritische Stimmen schweigen, Internetseiten mit kritischem Inhalt verschwinden.

      Darum braucht es mutige Menschen wie Hässig oder die drei Frauen von EY, welche sich nicht so schnell beeindrucken lassen.

    • In dem Fall habe ich den Eindruck, dass die Aktionen der PR das Thema laufend befeuern.
      – Erst die offensichtliche Manipulation der Likes im „CEO Artikel“
      – Dann die Fake-Kommentare im „Sexy Dress“
      – Dann die Angriffe gegen das Opfer im „General Counsel“
      – Jetzt die Klage, die garantiert wieder neue Quellen für den immer fleissigen Hässig eröffnen
      Der ganze Fall ist geradezu eine Case-Studie des Versagens für die PR.
      Dabei wäre es so einfach: „Wir nehmen die Sache sehr ernst. Darum ist S. per sofort beurlaubt für die Dauer der Untersuchung.“ Problem gelöst.

  33. Die Vorgänge sind vier Jahre alt ?
    Die Anklägerinnen bleiben anonym ?
    Für sie ist die Freistellung ausgemachte Sache ?
    Nachweise werden nicht erbracht, es genügt die Beschuldigung ?
    Länger nachgedacht zeigt der Fall, daß unter dem Schutz erfundener neuer Moralprinzipien alte Rechnungen beglichen werden sollen.
    Und benachteiligte Frauen fallen darauf herein und wollen Männern, die Ihnen einmal in grauer Vorzeit mehr oder weniger forsch den Hof gemacht haben, eine überhöhte Rechnung für diese Greueltaten präsentieren.

    Dasselbe System wie bei Barofsky, der bei der Crédit Suisse für ein Jahr und 40 Mann eine Milliarde abkassieren will:

    Ausbeutung nach Einimpfen eines schlechten Gewissens.

    Opfer: Extrovertierte Bankangestellte und die Schweiz.

    • Der „Hauptfall“ ist ca 2,5 Jahre her. Und es gibt anscheinend weitere Fälle. Vorher und nachher.
      Quelle: Eine Bekannte, die da arbeitet und vor Wut über das Verhalten der Bosse letzte Woche trotz jungen Alters beinahe einen Herzinfarkt gekriegt hat.
      Im Jahre 2018 kommt man nicht mehr durch. Herr Stalder, Übernehmen Sie Verantwortung! Treten Sie zurück.

    • Susi Müller, würde sie denn so heissen, würde sich nicht namentlich outen hier, und unter ‚Hausfrau‘ firmieren wird in diesem Fall zu 90% ein Mann, der Me-too nicht in Ansatz begriffen hat.

    • Lieber Bruno, engagierte Kolleginnen – als ehemaliger M. Analyst und langjähriger EY Mitarbeiter habe ich obige Informationen und Fragmente strukturiert, verifiziert und bewertet. Fazit: Da ist alles was es für ein Herbstdrama braucht. Analogien zum Fall Raiffeisen tun sich auf – nicht nur was das Verschleiern von ‘wesentlichen’ Informationen, ungünstigen Verbandelungen und Kollegendienste angeht – nein auch aus dem Spektrum ‘Liebe & Triebe’ bieten sich spannende Facetten; beste Unterhaltung und trotzdem besorgniserregend!

      Wichtig: nehmt streng nach Faktenlage eine Beurteilung vor. Wird im Folgenden versucht.

      Authentizität Schreiben: @ Georg Stamm/1.11: Das Schreiben scheint authentisch, die von Georg St. angeführten Überlegungen sind korrekt; frei erfundene Fakten wären verleumderisch und u.U. strafbar. Es ist so denn davon auszugehen, dass Bruno Ch. und A. Blumer das Schreiben postalisch erhalten haben. Dies wird weiter unterstützt durch den Umstand, dass letzte Woche offenbar ein Gesamtzusammenzug auf FSO-Partnerstufe zum Thema stattfand.

      Beweise/Affäre: @ Licht der Erkenntnis/1.11.: Es gibt sehr zahlreiche Wortmeldungen und Leads hierzu. Am einfachsten lässt sich eine der Affären des umtriebigen S. anhand eines spezifischen Vorfalles in den Räumlichkeiten von EY konkretisieren. Die Ehefrau des S. soll von einer der unanständigen Affären ihres Ehemannes erfahren und sodann brüllend in den Räumlichkeiten von EY ihre Aufwartung gemacht haben. Anwesende bestätigen den Vorfall in der Kundenzone. Sichtlich gehörnt ob der lasterhaften Unziemlichkeit brüllte sie mit Inbrunst, so dass die heiligen Hallen zur Hard erbebten. Das Brüllen war von der Gestalt, dass dieses selbst noch im viel zitierten ‘3ten Stock’ hörbar war. Erst die persönliche Intervention von hoher Stelle vermochte sie zu besänftigen. Wichtig: Bei besagter Affäre des S. handelt es sich NICHT wie oft vermutet um ‘D’ sondern um eine andere weibliche Person; die Affäre basiert(e) offenbar auf gegenseitiger Zuneigung.

      Mobimo Tower: @ Mobimo Tower/1.11: Offenbar ein Hinweis darauf, dass dort regelmässig ‘verkehrt’ wird. Ein Blick in die Register offenbart, dass zugunsten eines hohen Kadermannes ein Mietverhältnis besteht.

      Belästigung am Arbeitsplatz: @ Praktikus/1.11. und Rufmordkampagne gegen das Opfer!/1.11 und Mobimo Tower/1.11.: Der hier prominent dargestellte ‘Fall D’ hat zweifelsfrei stattgefunden. Die betroffene Person muss gemäss öffentlich zugänglichen Informationen per ca. August 2016 aus dem Unternehmen ausgeschieden sein. Sie war im Umfeld von S. – also im Bereich FSO – beschäftigt. Wortmeldungen und persönliche Nachfragen im Umfeld bestätigen den Vorfall. EY Überprüfung: Aufgrund des Ausscheidens per August kann von einer internen Verfehlnisanzeige von ‘D’ ca. im Mai/Juni ausgegangen werden. Dies ist relevant, weil die EY Führung und damit zentrale Funktionen exakt zu diesem Zeitpunkt hin neu bestellt wurden (siehe EY Medienmitteilung vom 1.7.2016). Folglich haben auch die Verantwortlichkeiten zur Abklärung und Handhabe der gemeldeten Anschuldigungen gewechselt; ist zentral im Fall ‘B’! Ins neue Leadership-Team nominiert wurden u.a. Stalder/CEO, V./Leiter HR und S. Aufgrund der ‘ungünstigen’ Art ihres Ausscheidens gehe ich davon aus, dass im Personaldossier von ‘D’ eine Auflösungsvereinbarung hinterlegt ist. Ebenso liessen sich – falls Dokumente ‘verschwunden’ – die Zahlungsströme zur Überprüfung heranziehen, um festzustellen ob seinerzeit tatsächlich 8 Monatslöhne überwiesen wurden.

      Genugtuung/Schadenersatz: Das Arbeitsrecht sieht zwar vor, dass zusätzliche Abfindungen sog. „severance payments“ zum Zeichen der Bereitschaft zur sofortigen ‘einvernehmlichen’ Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgerichtet werden können. Als Regelzahlung gilt der 3-fache Monatslohn (OR 335c Abs. 1). Die aussergewöhnlich hohe Entschädigung von 2 + 8 Monatslöhnen deutet in jedem Falle auf ein sehr schwerwiegendes Verfehlnis hin. Vermutlich war dieses Verfehlnis derart gravierend, dass es selbst strafrechtlich hätte relevant sein können. Nur so lässt sich nämlich die Höhe der Entschädigung für eine hierarchisch tiefrangige Mitarbeiterin herleiten; sie war keine Geheimnisträgerin von hohem Rang. Bei durchschnittlichen Monatsgehältern (stufengerecht) von Fr. 5’500 – 6’500 ergibt dies ein Reugeld von Fr. 45’ – 55’000. Die Höhe ist sehr beachtlich und erstaunt.

      Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, die Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu achten und zu schützen. Er hat alle persönlichen Güter des Arbeitnehmers, die mit dessen körperlicher Individualität verknüpft sind, zu wahren, sowie sich jedes durch den Arbeitsvertrag nicht gerechtfertigten Eingriffs in dessen Persönlichkeitsrechte zu enthalten und diese auch gegen Eingriffe von Vorgesetzten zu schützen. Es ist vorliegend davon auszugehen, dass EY die Fürsorgepflicht gegenüber ‘D’ in erheblichem Masse verletzt hat. Die Höhe der Zahlung lässt vermutet, dass eine Persönlichkeitsverletzung vorliegt, diese sehr schwerwiegend ist und nicht anders wiedergutgemacht werden kann; die Zahlung ist im eigentlichen Sinne eine Genugtuung!

      Fazit: Das Entgelt ist gemäss obiger Herleitungen nicht betrieblich bedingt. Es wurde als Genugtuung für schwere Verstösse ‘zur lindernden Beilegung’ ausgerichtet. Vermutlich auch um so eine Eskalation an EMEIA/GSA zu unterbinden und um sich das Schweigen von ‘D’ zu sichern/erkaufen.

      Eskalation/EMEIA Involvement: Bei derart schweren Übergriffen wird üblicherweise die übergeordnete Area-Instanz (EMEIA) involviert und der Fall nach Oben eskaliert. Warum ist dies im Fall ‘D’ nicht geschehen? Die internen Richtlinien würden eine EMEIA/GSA-Eskalation verlangen. Der Schluss legt nahe, dass die Eskalation nach Oben um jeden Preis zu verhindern war. Die FSO-Kameradenachse um die ‘Novizen’ Stalder, S. und V. wären just zum Tag ihrer Ernennung hart ins Kreuzfeuer geraten. Es hätte sehr viele unangenehme Fragen zu beantworten gegeben. Nach Big4 best-practice hätte S. sein Amt niederlegen müssen – vor allem dann, wenn es zu einer etwaigen Anzeige gekommen wäre. Nur so erklären sich die 8 extra ausgeschütteten betrieblich nicht begründbaren Monatsgehälter an ‘D’! Lieber Bruno – sehr bedenklich. Schau dir die Files an.

      Rotationen: @ Siehe EY Medienmitteilung vom 1.7.2016. Nebst den Neunominationen gabs auch bemerkenswerte Austritte. So fällt bspw. auf, dass die langjährige Personalleiterin A. offenbar nach 24ig Jahren der Firmentreue zum August 2016 hin das Unternehmen verliess. Zufall? Ist es immerhin denkbar, dass die langjähre Personalleiterin A. den Fall ‘D’ vorschriftsgemäss eskaliert hätte? War V. die fürs politische Überleben notwendige Sofortlösung? V. das Zauberpflästerli? Es sei angemerkt, dass V. aus dem Risk Management und damit dem klassischen Versicherungswesen entstammt und bis anhin herzlich wenig mit HR und HR Prozessen am Hut hatte. Eine FSO-Kameradenachse S-V-S?!

      Sanktionierung: Warum gab es keine dem Vergehen angemessenen Sanktionen gegen S.? Vermutung: Es wurde nicht nach Oben eskaliert, sondern ‘unten’ kaschiert. Mit gutem Grund. Hätte eine Vorgesetzte wie Julie Teigland (EMEIA Exec. Committee, Managing Partner GSA, Leader Women) auf Area Stufe zeitnah von den Verfehlnissen erfahren – wäre es mit 100%iger Sicherheit zur harten Eskalation gekommen. Anmerkung: Julie ist Mitglied des prestigeträchtigen UN EQUALS Advisory Board und steht im Rufe unerbittlich für die Frauenfrage einzustehen (On gender parity: siehe Profil auf http://www.crunchbase.com; siehe bspw. Interview vom 10 Juli 2018, Chathamhouse ‘No going Back: Making Gender Equality Happen’. Link: https://www.chathamhouse.org/event/no-going-back-making-gender-equality-happen-0). Fazit: ihr Involvement sollte um jeden Preis – koste es was es wolle – verhindert werden. In der Aussenbetrachtung ging es möglicherweise um nichts Geringeres als das Überleben des S. respektive der Achse S-V-S und ev. der G.

      Fraglicher Klagegrund: Ich hatte den Artikel in IP ebenfalls gelesen. Für IP-Verhältnisse ein eher lauwarmes Süppchen. Eigentlich schwach – ohne knackige Inhalte oder hot News. Daher war mir bis anhin schleierhaft was wohl die Beweggründe für die Klage gegen IP sind. Der aufmerksame Leser ersieht tatsächlich wenig Dramatisches. Auch die ‘Röcklierwähnung’ zu G. ist kaum der Rede wert. Und wer sie kennt – weiss, dass G. einen offenherzigeren Kleidungstiel pflegt und prägt. Sicherlich – er weiss zu gefallen. Natürlich kann man nun argumentieren, dass es sich für einen klassischen Big4 Dresscode eher geziemte, wenn die Deux-Piece-Kombination wenigstens knie- oder überknielang wäre – um in Kombination mit High-Heels auch so noch ausreichend Weiblichkeit und klassische Eleganz zu entfalten. Was also hat da die Obrigkeiten derart erzürnt? … Mobimo Tower?! Ist Lucky-Luke wieder ein Blattschuss gelungen? Treffer voll ins Schwarze? Wir bleiben gespannt!

  34. „EY hatte solches Schweigen in einer Stellungnahme vor 2 Wochen angekündigt.“

    Ausser natürlich hier in der Kommentarspalte. Dies nicht weniger unbedarft oder amüsant, dafür aber anonym. Es grenzt an Selbstzerfleischung.

  35. Ein echtes Armutszeugnis für EY.

    Der Vatikaneffekt, der Tipping Point, ist kurz vor dem Eintreffen, wenn nicht schon gerade eingetroffen.

    Und man bezahlt solche Leute, um frühzeitig Risiken zu erkennen – dabei sahen sie das eigene Risiko, als frauenverachtende Organisation zu gelten, nicht mal ansatzweise.

    Dilettanten, durch und durch.

  36. Mir sind die geschniegelten Köfferliträger von der Höschgasse schon lange ein Dorn im Auge! Herr Hässig macht einen guten Job.

  37. Und jetzt verklagen sie auch noch den Überbringer der Nachricht! Das wird ja immer absurder.
    Der Anwalt ist ja auch nicht besonders clever. Wie soll man in einem solchen Fall recht kriegen? Die Untersuchung hat ja EY bestätigt. Und LH formuliert sehr schlau.
    Die Geschichte wird sicher weiter gehen.

    • clever oder nicht clever. 1. der anwalt bekommt sein honorar für seine bemühungen, nicht für den erfolg. 2. es geht vielleicht eher um Emotionen wie Fierezza und Vendetta auf Seiten EYs.

  38. Lieber LH nicht unterkriegen lassen, hier tun sich Abgründe auf und EY will s verhindern das es Publik wird.

    Es ist wie bei RA, erst drohen und noch mehr auf IP losgehen und dann wissen wir ja wie es weitergegangen ist.

    Wäre nix dran würden die sicher kein Geld den Anwälten nachwerfen, sondern ein klärendes Gespräch mit LH suchen!

  39. Krawumm. Jetzt hat EY den Vogel abgeschossen. Ich sage nur: Popcorn und Bier her, zurücklehnen und geniessen („Luki vor, noch ein Tor“). 😀 Nebenbei: WalderWyss sind gute/liebe Kollegen. Aber deren Auftragsrisikomanagement erhält Note 1 (Schweizer Skala).

  40. Wie immer verhaltet sich EY hier einfach absolut peinlich und zeigt einmal mehr, dass sie überhaupt nicht richtig mit dem ganzem umgehen. Der besagte Kadermann sollte freigestellt werden, Stalder sollte endlich als „CEO“ abtreten und auch G. sollte ihre Führungsposition abgeben. Blumer an die Spitze und dann würde hoffentlich für Ordnung gesorgt werden.

    • Ja, bin auch ein „Blumer-Fan“. Und sein Laden läuft ja auch super.
      Der Mann bringt Umsätze, ist menschlich 1a und hat Integrität.
      Man Vergleiche mit der Achse MS/SMS/MV/MR/OT (Wertung Sache des Lesers).

    • Ja, der Blumer wäre sicher der Richtige. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit gleich Null, dass er Frauen belästigt

  41. Der Ruf einer Revisionsfirma ist einer seiner wichtigsten Assets. Auch dafür bezahlen Kunden die (hohe) Gebühren. Die Partners sollten diesen Ruf schützen: solche Vorfürfe sollten nicht bestehen, egal ob jetzt der konkrete Fall intern geklärt worden ist und als „gegenstandslos“ eingestuft wurde.

    …Schlussendlich wurde auch Andersen im Fall Enron freigesprochen, aber wen hat das noch interessiert?

  42. EY die Organe, Kader und Mitarbeiter schützt… und das erst noch mit dem Segen von Aufsichtsgremien zu Lasten von Geschädigten… also müssen eigentlich keine Schachzüge der EY-Organe mehr überraschen!

    Die Frage dürfte sein, wie lange EY Global diesem Treiben noch zuschauen wird, sind doch alle Verfehlungen hausgemacht und dennoch versucht man Externe als Schuldige anzuprangern! Eine interessante Geschäftspolitik die hier EY (Schweiz) AG an den Tag legt!

  43. Ich denke schon, dass es dem Management von EY auch um den Artikel an sich geht, denn alleine das Schreiben des PR Verantwortlichen hat grossen Unterhaltungswert.

    Schwächen des Managements von EY CH werden mit dem Artikel und im Blog öffentlich sichtbar und diskutiert. Die Belästigungsfälle, resp. deren Bekanntmachung gewichten vermutlich in der Wahrnehmung der Entscheidungsträger viel weniger.

    Auf das Verhalten der Kunden von EY dürfte der Artikel sowieso Null Einfluss haben. Es handelt sich vorwiegend um Grosskunden, welche das Wirtschaftsprüfer Unternehmen nicht so schnell wechseln können, und sich sowieso mittels ganz anderer Kriterien orientieren.

  44. Eins muss endlich einmal gesagt sein…

    … es heisst entweder Ernst&Young oder EY, aber auf keinen Fall E&Y.
    Es sagt auch niemand P&W&C.

    • Branding CI/CD-Nachhilfekurs für die E&Y-Wirtschaftsprüfer.
      Chaos-Verein mit Optionen: Ernst & Young wird EY / E Y / E&Y / EnY
      Mark Weinberger ist der CEO und im ist es offenbar Wurscht.
      Wie geht das Kürzel von Merger and Acquisition? a) M A od. M&A?
      Oder bei Bär & Karrer? a) B K oder B&K?
      Und W&P Immo macht den Fehler wie „E Y“ und wird „W P“ …
      Komplett unverständlich (…) aber halt Agentur-Neusprech-Stil.

  45. Für mich ist klar, was nun geschehen muss:
    – Rücksichtslose Aufarbeitung des Falls und der anderen Gerüchte! Beurlaubung von S. bis zur Klärung sämtlicher Vorwürfe
    – Marcel hat in dieser Krise völlig versagt. Er sollte das CEO-Amt an Andreas Blumer abgeben
    – Die PR-Abteilung muss dringend professionalisiert werden
    – Der Fall G. muss auch untersucht werden
    – Es braucht einen Kulturwandel
    Je länger man zuwartet, desto schlimmer wird der Fall werden!

  46. Der Fleischer scheint weiter aus dem Buch: „Wie man PR nicht macht – die dümmsten Fehler“ zu schöpfen.
    Jetzt auch noch gegen Hässig klagen. Hat eigentlich irgendjemand schon erfolgreich gegen Hässig geklagt? CS: Verloren, musste Hässig Entschädigung zahlen. Vincenz: U-Haft.
    Dringende Empfehlung an EY: Holt euch professionelle Hilfe! Der Fleisch kann es nicht.

  47. Spannend. Ein wenig stutzig machen die Flüchtigkeitsfehler (Orthographie und Grammatik) im Brief der drei Beraterinnen; das ist aber auch irgendwie verständlich, denn niemand durfte ja gegenlesen …

    Interessant dürfte sein, ob das Gericht für den Blogger, also LH, eine Vernachlässigung der Vorabprüfplicht bei einem anonymen Whistleblowerbrief – und ebenso bei den hier folgenden Kommentaren – feststellen kann.

    Tolles Juristenfutter!

    • Sie weisen richtig darauf hin, dass es sich bei den drei Consultants nicht um Sekretärinnen oder Deutschlehrerinnen handelt.

      Die Bandbreite an vorausgesetztem Wissen und Sprachkenntnissen ist demnach etwas breiter als Deutsch oder Maschinenschreiben.

    • Bezüglich Orthographie (nach neuer Rechtschreibung übrigens „Ortografie“) und Grammatik: Was meinst Du mit „Vorabprüfplicht“?

    • @ Mutti

      Gewiss. Wahrscheinlich nicht (Deutsch-)Muttersprachlerinnen.

      Nur: Die rechtliche Stellung und das Image des Wistleblowers ist eh nicht gerade das Beste.

      Es wäre daher einfach wünschenswert, wenn bei solch gravierenden Vorwürfen nicht der Hauch eines Formfehlers – oder nennen wir es Schludrigkeit, oder, bildlich gesprochen, Laufmasche … – stören würde.

      Und die „höfliche“ Bitte am Schluss an IP, „den Brief zu vernichten“, falls die „Freistellung“ bereits erfolgt sei, zeugt direkt von einer rührenden Sorge, ist sowas von naiv – IP ist doch nicht eine aus dem Ruder laufende Paintball-Veranstaltung! Oder?

    • @ Gegenleser

      Zur „Vorabprüfpflicht“ hier ein gute Zusammenfassung, allerdings älteren Datums und aus D. Ich nehme an, dass es in CH ähnlich gehandhabt wird. Vielleicht findet sich dazu auch noch was.

      (Zu Orthographie: Bin ein „alter Grieche“ und bleibe dabei ….)

  48. Die Sache war vor vier Jahren und das Schreiben stammt von Consultants bis Senior Consultants? Waren sie damals überhaupt dabei?

    Ich würde mal behaupten entweder Fake News oder frustrierte Juniors, die nicht befördert wurden und einfach einen Sündenbock dafür brauchen.

    • Hast Du diesen Satz gelesen?
      „Bei (verdeckt) gab über die letzten Jahre hin noch zahlreiche weitere Fälle, wovon in der Organisation praktisch jede(r) weiss.“
      Es kann sich also auch druchaus um Ereignisse jüngeren Datums handeln.
      Und der Brief klingt mir jetzt nicht frustriert. Sondern eher überlegt und die Autorinnen lassen dem Empfänger sogar noch einen Ausweg („In diesem Fall bitten wir Herrn Hässig höflich darum, den Brief zu vernichten“).

  49. Passt doch: Das eigene Image ist EY offenbar wichtiger als die internen Probleme zu lösen. So geht der Werkplatz Schweiz den Bach runter sozusagen.

  50. An einer echten Problemlösung auf geradem Wege vorbei. Solche Klagen können sich dann leicht als Bumerang erweisen. Schaun wer mal, was da sonst noch aus der Schummrigkeit ans Licht gezerrt wird. Weiter so.

  51. Was auch immer vorfiel oder nicht, EY verhält sich genau so, wie man das eben nicht macht.
    Da würde ich mal ganz oben schnell Köpfe rollen lassen.

  52. Es hat angefangen mit der Installation der 4 Fernseher in der EY Kantine, die dann nie eingeschaltet werden durften….

  53. Jetzt ist also auch der ambitionierte Marcel Stalder in die IP-Falle getreten – und liefert Lukas Hässig damit Stoff für eine Neuauflage der Geschichte. Nicht wirklich schlau. Erneut werden hier jetzt unbestätigte Gerüchte und mehr oder weniger süffisante Beiträge anonymer Kommentatoren zu lesen sein – unabhängig davon, ob die geschilderten Vorfälle zutreffen oder nicht. Stalder zeigt damit, dass er ein denkbar schlechter Krisenmanager ist – gleiches gilt für seinen Berater-Tross. Ein weiteres Lehrstück, wie man einer unliebsame Medienberichterstattung nicht begegnen sollte. Der Reputationsschaden ist inzwischen derart hoch, dass es wohl nur noch eine Frage der Zeit sein sollte, bis Köpfe rollen. Höchste Zeit, wenn Sie mich fragen…

  54. Was soll das? Einfach mal reinhauen und wieder draufhauen, um eine Person und ein Unternehmen in den Schmutz zu ziehen? Und das alles unter dem Deckmantel der „Aufklärung“? Seriously??
    Herr Hässig, Sie enttäuschen mich zunehmend. Bitte kehren Sie zu den wichtigen Themen zurück… Es ist dringend notwendig!

    • Sexual harassment against Women and misuse of power is not an important topic? Shows your very own character Mr. someone, who’s getting tired…

    • @Tired of loosers like EY

      Yes, they can be loose. But not as loose as the bolts in your head. You are obviously not a native English speaker, so why even try?

    • @someone….na ja – Herr Hässig wurde schliesslich verklagt, da darf man schon reagieren.

    • @someone: Sie sind sicher auch der Meinung, dass man Leuten wie Harvey Weinstein oder Bill Cosby unrecht tut.
      In dem Artikel gibt es 2 Themen:
      1. Klage durch EY – ein direkter Angriff auf die Pressefreiheit und damit auf ein Fundament des Staates!
      2. Whistleblower-Case – der Fall nimmt immer mehr Fahrt auf! Und haben Sie gelesen, dass in dem Brief noch von weiteren Fällen berichtet wird?!
      Dieser Fall gehört auf die Frontseite des Blicks!

  55. Leider ist das so eine Sache mit der Einhaltung der „diversity & inclusion“ oder wie die Verhaltensstandards sonst bezeichnet werden. Diese werden sorgfältig formuliert und prominent auf der Website dargestellt. Habe aber (zu) viele Senior Manager getroffen deren einzige Sorge war dass die Mitarbeitenden das jährliche Training dazu absolvieren. Sich persönlich daran zu halten war ein anderes Thema…

  56. Anklage ist Real News, das Schreiben ist wahrscheinlich gefälscht!

    „Dieser wirkt authentisch. Er umfasst Abkürzungen und Details zu Prozessen und Zuständigkeiten, die ein Aussenstehender kaum kennen dürfte.“

    Wirklich? Wirklich Lukas?

    Die Abkürzung „CX-SCY“ gibt es gar nicht. Jetzt hast du aber ein Fehler gemacht, Lukas…

    Der Chairman mit „Lieber Bruno“ adressieren?? LMAO! Wer glaubt sowas?

    • Liebe PR: Spar Dir Deinen Bullshit.
      Fakt ist (als Alumni kenne ich das ganz genau):
      – JEDER bei EY ist per Du. Chiomento ist immer noch operativ
      – CX gibt es in der Tat nicht. Da steht ja in der Realität bekanntlich eine Zahl. Dass die Schreiberinnen nicht so blöd sind, die Richtige Zahl reinzuschreiben (zB C2) ist ja wohl logisch!
      Als Alumni ist für mich klar, dass der Brief authentisch ist. Auch durch die Wahl von Blumer, der wirklich eine ehrliche Haut ist.
      Als Alumni erwarte ich, dass hier endlich gehandelt wird. Das werde ich auch ganz klar schriftlich mittteilen!

    • Wer würde schon Bruno & Andreas einen Brief schreiben. Wenn Fake, dann wäre der sicher an Marcel adressiert.
      Ganz abgesehen von den sonstigen Internas.

    • … aber die Karawane zieht weiter… Lasst Euch von den EY-Bonzen nicht ins Bockshorn jagen. LH, dranbleiben.

    • … weil sich jemand gegen solche Vorwürfe wehrt, wird er heutzutage als schuldig angesehen? Würde EY nichts unternehmen, würde es heissen, man versucht unter den Teppich zu kehren…
      Hier geht es doch nur noch um Verleumdung und Menschen, die ihrem Frust Raum schaffen wollen – anonym auf Kosten anderer. Ihr Kommentar ist also nichts anderes als unreflektiert.

  57. sehr geehrter Herr Hässig

    Ihnen ist schön bewusst, dass Sie sich hier von einem kleinen Kreis an Personen instrumentalisieren lassen? Teile ihres Artikels lassen die Vermutung zu, dass Sie Ihre journalistische Objektivität in dieser Sache leider verloren haben. Sie geben nun eins zu eins Ansichten einer Seite wieder, ohne diese seriös geprüft zu haben. Sonst kämen sie nicht zu diesen total an der Realität vorbeigehenden Schlussfolgerungen.
    Das so etwas unter „journalistischer Freiheit“ durchgeht, ist unfassbar.

    • Ich habe gelesen, dass Hässig sowohl den Empfänger des Briefes als auch die PR um Stellungsnahmen gebeten hat.
      Warum nutzen diese nicht mal die Gelegenheit, ihre Sicht darzustellen?

    • Lieber Beat
      Ich habe den Eindruck, Hässig serviert hier nicht alles was er dokumentiert weiss. Bleib einfach ruhig und schau, was alles daraus wird.
      Ich vermute, da ist wirklich etwas am „dampfen“…

  58. E&Y: Ausgerechnet jene Audit-Firma welche auf der ganzen Welt sich in letzter Zeit durch zwielichtige Beratungs-Tätigkeiten (massgeschneidert für ihren Auftraggeber) ins Rampenlicht gepustet hat.

    Diese E&Y schiesst ausgerechnet gegen IP, um Reputations-Schaden von sich zu wenden, oder sogar noch eine Genugtuung zu erheischen.

    Da lachen nicht nur die Hühner, vielmehr die „grosse Gemeinde der Revisoren“ und bestandenen Richter. Mit Anwälten welchen solch Laterinen-Mandate anvertraut werden, muss man nicht Mitleid haben. 🙂

  59. Und wieder schlagen ein paar gekaufte Bloediane in einer Anwaltskanzlei zu! – Hey Leute, jetzt eskaliert Ihr eine Sache, die Ihr nicht gewinnen koennt! So bloed, aber anscheinend seid Ihr Euch nicht zu schade, auch fuer Unsinn und Schadensvergroesserung noch saftige Rechnungen zu stellen, statt einen Kunden wirlich in seinem Interesse zu beraten und ihm zu sagen, er solle a) seinen Laden serioes aufraeumen und b) erst einmal oeffentlich die Fresse halten bis a sauber abgeschlossen ist.

    • so übel ist Walder Wyss nicht, die werden schon hingewiesen haben, welche Risiken das ganze hat. Aber wenn der Kunde (EY) darauf beharrt, nimmt man die Kohle doch mit.

    • Anwälte denken meist nur an die Honorarnote.
      Und für den Rat: „Anstatt zu klagen: Besser das Haus in Ordnung bringen!“ kann man halt nicht soviele Stunden verrechnen.

  60. Die reiche EY geht mit „Staranwälten“ auf den kleinen und wohl nicht reichen Blog Inside Paradeplatz los. Herr Hässig, wenn es angebracht ist, dann wird ein Crowdfunding für Ihre Anwaltskosten eröffnet!

    • @Tobi
      Arbeiten Sie auf der Steuerverwaltung, dass Sie das so „genau“ wissen wollen? Ich denke die Zahl ist doch sehr hochgegriffen.

    • @Alles wird gut

      Traffic, + clicks + Anzahl Werbungen… Relativ einfach.

      Frag mal den Hässig selber was Leonteq damals bezahlt haben. 🙂

      Hmmm, jetzt zitterst du, Lukas! 🙂

    • Und er schaltet es alles frei. Das ist wahre Grösse. Schmerzfrei bis zur eigenen Zahl. Welches Medium kann und traut sich das? ich gönne ihm jeden Rappen und nochmal das doppelte. Und jetzt weiter mit EYtoo …

    • @ Tobi
      Ein plumper Versuch, L. Hässig – und vor allem auch die Ergebnisse seiner Arbeit – mittels einem Geldbetrag zu diskretieren.

      Angesichts der Risikoprämien, die er aufgrund seiner Wagnisse, oftmals einberechnen muss, und des unternehmerischen Mutes, den er als Selbständiger ohne Fallschirm auf sich nimmt, wäre die genannte Zahl nicht mal zu hoch gegriffen!

      Der Blog ist für alle kostenfrei! Und fast täglich eine neue Recherche. Das ist nicht einfach zu toppen!

    • @ Tobi, Schwachsinn hoch zehn, IP mag in etwa den Wert von 450 000 haben, jedoch sollte jedem klar denkendem Menschen bewusst sein das dies noch längst nicht der Verdienst von dem Betreiber sein wird, nur so nebenbei.

    • Im Gegensatz zu den MD-Pfeifen bei den Grossbanken ist Lukas Hässig Unternehmer mit unternehmerischem Risiko. Im Gegensatz zu den Verwaltern in den Banken hat er auch etwas selber gegründet und eine einzigartige Plattform aufgebaut. Und im Gegensatz zu den Bankern geht er mit seiner Arbeit ein enormes Risiko ein. Oder wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie von Firmen wie EY, Credit Suisse oder Raiffeisen auf Hundertausende von Franken verklagt würden?
      Jeden Franken, den er verdient hat er also mehr als nur verdient!

    • Lieber Tobi

      Dann schreibe mal bitte Deine Kalkulation genauer auf.
      Von welchem TKP oder CPC gehst Du aus?
      Und von welchen Trafficzahlen?

  61. Sehr geehrter Herr Hässig

    Wie lange wollen Sie noch etwas aufbauschen und mit Halbwahrheiten und dem bewusstem Weglassen von Fakten „Auflage“ machen?
    Nur, weil Sie ab und an wirklich gute, fundierte Sachverhalte ans Tageslicht gebracht haben, sollten Sie nun nicht Dinge versuchen zu erzwingen, die nicht existieren.
    Und ein Unternehmen wie EY wird auch weiterhin seriös die Vorwürfe prüfen und hat in der Vergangenheit wie auch jetzt jedem die Möglichkeit gegeben, Missstände zu melden und diese seriös klären zu lassen. Nur weil jemand der Ausgang einer Untersuchung nicht gefällt, hat er nicht das Recht, Alles znd jeden in den Schmutz zu ziehen und der Vertuschung zu bezichtigen.
    Wenn es solche Personen nötig haben, jemanden wie Sie, dem es mittlerweile nur noch um reisserische Schlagzeilen zu gehen scheint, ins CC zu nehmen, zweifel ich der Integrität dieser Personen selbst. Warum hat man denn das alles nicht schon vor Jahren gemeldet anstatt nun billig auf diesen Zug aufzuspringen?
    Sie ruinieren hier Karrieren und Menschenleben nur um ein paar hundert Klicks mehr zu erlangen… schlimm wo wir im Jahre 2018 gelandet sind. Ich werde stark an die Zeiten der Hexenverfolgung erinnert…

    Freundliche Grüße

    • @A.G. Sie scheinen den Begriff Metoo noch nicht zu kennen. Seit den Enthüllungen um Weinstein haben Frauen auf der ganzen Welt Mut gefasst und das zu Ungunsten der Täter, denen jetzt der Hintern auf Grundeis geht. ja, schlimm im 2018, denn die Männer müssten gelernt haben, dass sexuelle Belästigung nicht mehr einfach durch geht. Weiter so Lukas Hässig. Den Frauen, die unter sexuell nicht ausgelasteten Männern leiden, soll ruhig geholfen werden. Leider gibts auch Frauen, denen Moral und Ethik vollkommen abgegangen sind und diese Situation ausnutzen. Ihnen sollen ebenfalls harte Prozesse gemacht werden.

    • an A.G. (den Altar-Diener)

      Die „lechzende Beschönigung“ kann Formen annehmen, dass einem beim Lesen der Bleistift in den Kaffee fällt.

      Beim nächsten Assignment dürfen Sie, ohne Anzuklopfen, eintreten….

    • A.G.: Können Sie bitte konkret benennen, was an dieser Geschichte nicht stimmen soll? Und richtigstellen?
      Ich habe Gestern mit einer heutigen Mitarbeiterin gesprochen. Jedes Detail ist mir bestätigt worden (und noch weitaus schlimmeres).
      Und das Problem bestand bereits zu meiner Zeit (vor etwas über 4 Jahren).

  62. Dem Brief ist nichts hinzuzufügen. Ich kann jedes Wort unterschreiben. Vielen Dank an die Kolleginnen!
    Bruno, Marcel: Wie lange noch?!

  63. Männer scheinen aus den Fehlern anderer wenig zu lernen. Langsam müsste der Banker und Beraterrige klar sein, dass Belästigung folgen hat aber es passiert andauernd wieder. Hässig, nicht unterkriegen lassen, die Anwälte finden das bestimmt auch nicht in Ordnung aber für Geld verteidigen sie jeden. E&Y sollte anfangen zu kommunizieren und die Fehler beseitigen aber die Partner haben alle Angst vor Hässig und schweigen deshalb.

  64. Wann gedenkt EY in diesem Fall endlich RICHTIG zu handeln?! Wir leben nicht mehr in den 1950ern!
    Seit wann geht so ein Harassment-Case einfach weg?
    Ich verstehe die Whistleblower!

    • Vielleicht haben Sie die Berichte nicht gelesen oder sind nicht der deutschen Sprache mächtig – aber wie man lesen konnte, wurde der Fall mehrfach untersucht. Hier geht es also nicht um „einfach weg gehen“.
      Nur weil Sie mit dem Ergebnis der unabhängigen Untersuchung nicht zufrieden sind, gibt Ihnen das kein Recht, das Unternehmen, seine Prozesse und Personen zu verunglimpfen.
      Das sind ja schon Methoden, wie beim amerikansischen Präsidenten. Wenn mir etwas und wer nicht passt, mache ich diese Institution oder die Person so lange schlecht und verbreite Lügen, bis sie gehen muss und der Ruf ruiniert ist. So eine Welt wünschen Sie sich? Denken Sie mal in Ruhe – ohne Wut oder Emotionen – darüber nach. Vielen Dank und beste Grüsse

      D. L.

    • @D.L.
      Wir wissen doch Beide ganz genau, was hier Sache ist. Das Problem ist seit Jahren bekannt, es war nur eine Frage der Zeit.

    • Seit wann haben die, die am lautesten schreien, eigentlich Recht?
      Das wäre mir total neu, aber nach diesem Prinzip scheint dieser Blogg ja wunderbar zu funktionieren.
      Und bei Herrn Hässig, der sich gerne als Robin Hood der Arbeiterklasse darstellt und aufspielt, klingelt mächtig die Kasse.

    • @ D.L: Lieber D.L. – die Antwort ist natürlich Blödsinn. Vor allem dann – wenn man das Unternehmen und die Akteure von Innen her kennt so wie ich. Es ist seit Jahren fast der ganzen Truppe bekannt, dass sich S. Damen gegenüber anstössig verhält. In den letzten 10 Jahren gab es immer und immer wieder Vorfälle. Ich sags mal so: wos einen Fall, dann Drei gibt – da gibts auch 10 oder 20ig gleichgelagerte Parallelfälle. Nur leider – und aus gutem Grund! – getrauen nicht alle betroffenen Mitarbeiterinnen sich in aller Klarheit und Schärfe zu wehren. Denn es ist hinlänglich bekannt und bewiesen, dass einerseits die vorgesehenen EY-Meldeinstitutionen reinster Käse sind – nix taugen – und andererseits eine solche ‚Meldung‘ in aller Regel mit dem ‘stillschweigenden’ Sofortabgang der betroffenen Person(en) samt 10 Monatsgehältern … oder auch weniger enden. Zudem scheint es oft jüngere Mitarbeiterinnen zu betreffen – welche hierarchisch auf Stufe Assistentin oder Senior stehen und selten genügend Durchschlagskraft entwickeln können – um es mit einem gut vernetzten und gestanden Big4 Krieger auf Partnerstufe aufzunehmen; ein ungleicher Kampf. Umso bemerkenswerter finde ich den ‘Aufstand der Dreien’! Herzlichste Gratulation. Das Unternehmen sollte ohne zu fackeln im Gesamtinteresse aller zügig die Realitäten erkennen und den Herren S. aus seinem Sattel entfernen. Das wäre eine geeignete Nachricht! Alles andere ist eine Farce. Natürlich wissen alle um die persönliche langjährige Nähe von S. zu Stalder. Ob dies wohl mit ein Grund ist für das unbekümmerte und gemütliche Ausharren von S. auf dem Fürstensattel? Viele meinen es sei so.

      Im Wissen um die gängige EY interne Säuberungs- und Verschleierungsmechanik habe ich nicht den geringsten Zweifel daran, dass die 3 Damen auf der richtigen Seite stehen und die Wahrheit sagen. Ihre Hartnäckigkeit und der unbedingte Wille hin zu stehen und sich gegen solche Sauereien berechtigt zu wehren – selbst im sicheren Wissen um den eigenen Jobverlust (.. und das ist nach aktueller Lesart in Stalders’ Modus Operandi so sicher wie das Amen in der Kirche!), verdient aller grössten Respekt! Bravo!

      Der EY Code of Conduct gilt für alle – jede und jeden! Ausnahmslos! Wer dagegen verstösst hat sein Recht verwirkt – weiterhin für diese einstmals stolze Firma zu arbeiten. Den Schaden welche die wildgewordenen Herrschaftsmannen im Führungsgremium an den Tag legen – ist katastrophal für die Mitarbeiter und den Ruf am Markt. Viele haben 5, 10 oder 15 Jahre tagtäglich alles für dieses Unternehmen gegeben und müssen nun mitansehen – wie mit Starallüren, Chaosmanagement und digitalen Welteroberungsfantasien der Kahn an den Fels gefahren wird. Anstelle sich auf die Stärken zu konzentrieren und das Kerngeschäft mit aller Konsequenz zu treiben, trifft man sich im Hallenstation – denn keine Bühne ist gross genug fürs Ego! – und so wähnt man sich zeitweilig an Herrscher erinnert, die da vom Balkon das neue Imperium proklamierten; Massen stützten und stürzten ihn. Mir stinkt das gewaltig!

      Machtkämpfe im neuen Führungszirkel mit fast täglichen Rotationen (wie bei Trump!) und teils schlicht Unfähigkeit führen dazu, dass der einstmals bespottete ‚kleinere‘ Big4 Mitbewerber Deloitte unsere EY bis zum nächsten Sommer in Wachstum, Grösse und Stolz überholt haben wird. Das Chaos unter Stalder hat dazu geführt, dass sehr viele ehemalige Top-Leute von EY zu Deloitte wechselten. Eben diese Leute kommen mit Volldampf auf der Überholspur. Vor 2 Jahren wurde KMPG nach allen Regeln links wie rechts überholt. Nun knabbern sie an unseren Sohlen. Guess what?! Im Sommer 19 sind wir noch die ’stolze‘ No. 3 im Makrt – anstelle der gross hinaus posaunten baldingen No. 1. Wir sollen PWC an der Spitze ablösen; was für ein Hohn. Nein liebe Kollegen – daraus wird nix. Die Schlachtereien und die grosse Unruhe im Laden hemmen Wachstum, Moral und Erfolg. Es ist Zeit – dass hier konsequent ausgemistet wird und wieder Ruhe ins Unternehmen einkehrt.

      Lieber Bruno – als Präsident und damit unser ‘oberster Indianer’ bitten wird dich darum bemüht zu sein, dass die herrischen Sultane und Emire demnächst ihre fliegenden Teppiche wieder packen und ins Pfefferland verrauschen!

      Punkt!

    • Ausgezeichnet notiert. 100% Zustimmung. Ich hoffe nur, dass die mutigen Frauen nicht noch für ihren Mut und ihr Engagement bezahlen müssen.