Wie die Universität St.Gallen ein globales Spitzenprogramm schlachtete

Einstige Avantgarde der Wirtschafts- und Rechtshochschulen zerfällt – Chefs opfern Top-Lehrgang auf Bonus-Altar.

Die Politik- und Wirtschaftssendung „Rundschau“ von SRF wirbt im Internet mit der Frage „Haben Sie eine brisante Story für uns“? Eine solche Geschichte glaubte man am 6. März dieses Jahres mit der angeblichen hohen Überschuldung einer selbständigen Einheit der Universität St. Gallen („HSG“) gefunden zu haben.

Die HSG macht seit längerem negative Schlagzeilen. Stichworte sind Nebentätigkeiten von Professoren und der Bezug überhöhter Spesen. Aber diesmal wollte man über eine Institution berichten, die mit einem hohen Anspruch aufgewartet hatte und am Ende, wie es schien, kläglich gescheitert war: das von mir seit 1996 geleitete Nachdiplomstudium im Europäischen und Internationalen Wirtschaftsrecht Executive MBL-HSG.

Der rote Faden, der sich durch den Beitrag zog, war, dass das Studium, respektive ich, einen Millionenschaden verursacht hätte.

Ich nehme an, dass der geneigte Leser und die geneigte Leserin interessiert sind, ein wenig genauer zu erfahren, was der EMBL-HSG war, welche Bedeutung er für die Universität und den Bildungsplatz Schweiz hatte, warum er in Schwierigkeiten geriet, mit welchen Methoden man ihn zur Strecke gebracht hat und welche Konsequenzen dieses Ende materiell und immateriell hat.

Rundschau gegen Gutachter und Professor: Baudenbacher (Quelle: SRF)

Im Jahr 1996 startete an der HSG ein Experiment. Es sollte ein juristisches Nachdiplomstudium im Europäischen und Internationalen Wirtschaftsrecht aufgebaut werden.

Wesentlichen Input gab mein Partner Professor Jens Drolshammer, der damals seine Tätigkeit in Harvard aufnahm und vor Ideen sprühte. Er wurde erster Präsident des Aufsichtsorgans EMBL-Kommission. Ein wichtiger Ratgeber war auch der Doyen der Wirtschaftspädagogen, alt HSG-Rektor Rolf Dubs.

Der EMBL-HSG war eine Top-Down-Gründung. Er wurde direkt vom Universitätsrat unter der Leitung von Regierungsrat Hans Ulrich Stöckling ins Leben gerufen, der Senat der HSG und die Juristische Abteilung stimmten später zu.

So etwas war Mitte der Neunziger Jahren ausserhalb der angelsächsischen Universitätslandschaft ziemlich neu. Die HSG verstand sich jedoch als Avantgarde der kontinentalen Wirtschafts- und Rechtshochschulen und war deshalb bereit, das Wagnis einzugehen.

Der EMBL war eines der ersten Studien in Europa, welches den Unterricht im Vorlesungsraum („intramural“) mit Fernunterricht über das Internet („extramural“) kombinierte. Viele seiner Innovationen sind später von anderen HSG-Programmen übernommen worden.

Im Verlauf der Jahre wurde der EMBL zum Flaggschiff der juristischen Weiterbildung der HSG. Studienorte waren neben St. Gallen Schanghai (Fudan University), Tokio (Waseda University), New York (NYU), Austin (University of Texas), Brüssel und Frankfurt (in Kooperation mit internationalen Spitzenkanzleien), Zürich (in Kooperation mit der Schweizer Börse), und Luxemburg, Sitz der Gerichtshöfe von EU und EFTA.

An jedem Studienort bestand eine Top-Fakultät, die sich aus Professoren, Anwälten, In-house-Juristen, Richtern, hohen Verwaltungsbeamten, Managern und Politikern zusammensetzte. Jede dieser Fakultäten wurde von ein bis zwei „Chairpersons“ koordiniert und geleitet.

Die Namensliste liest sich wie ein „Who is who“ des internationalen Wirtschaftsrechts. Das Studium wurde zu einem globalen fliegenden Klassenzimmer, das es sonst kaum gab. Es vermittelte nicht nur Wissen und Können, sondern auch soziale und interkulturelle Kompetenz.

Besuche bei Weltfirmen wie Dell in Texas oder Mitsubishi in Tokio, Diskussionen in Patentämtern und bei Kartellbehörden, die Teilnahme an Gerichtsverhandlungen in Schanghai und andere Events rundeten das Programm ab.

Unter den über 700 Alumni und Alumnae wird man kaum jemanden finden, der nicht begeistert an die Reise um die Welt und das globale Netzwerk zurückdenkt, die der Lehrgang mit sich brachte. Ein hoher Prozentsatz von ihnen nimmt heute Spitzenpositionen in ihren jeweiligen Berufen ein.

Ich nenne den österreichischen Europaabgeordneten Othmar Karas, Spitzenkandidat der ÖVP in der bevorstehenden Europawahl, die deutsche Spitzenmanagerin Margret Suckale, den St. Galler Regierungsrat und Ständeratskandidaten Benedikt Würth oder den New Yorker Anwalt und Politiker Robert Agresta.

Die Lehrenden an den verschiedenen Destinationen waren ebenfalls Feuer und Flamme. Natürlich war das Studium, das neben Beruf und Familie zu absolvieren war, anspruchsvoll. Neben der Vermittlung von Wissen und Können wurde – ganz in der Tradition der St. Galler Schule des Wirtschaftsrechts – besonderes Gewicht auf die Bedeutung der Rahmenordnung des Wirtschaftens gelegt.

Dabei steht das Gemeinwohl im Vordergrund. Ein zentrales Merkmal des EMBL war, dass Juristen und Nicht-Juristen zusammen studierten, so wie sie im Berufsleben ebenfalls zusammenarbeiten müssen.

Im 2011 bezeichnete die Financial Times (die juristische Programme an sich nicht bewertet) den EMBL als eines der drei innovativsten Nachdiplomstudien für Juristen und Manager im mittleren Berufsalter weltweit. Unser Kooperationspartner NYU sagte uns vor einigen Jahren, der EMBL sei der Zeit 15 Jahre voraus.

Eine Cash Cow war der EMBL nie, das wollte er auch nicht sein. Das Studium kostete in den letzten Jahren rund 35’000 Franken, das ist etwa die Hälfte dessen, was betriebswirtschaftliche Nachdiplomstudien an der HSG kosten.

Hinzu kamen aber rund 35’000 Franken für die Reise um den Globus. Das war den HSG-Oberen schon seit längerem ein Dorn im Auge. Sie rechneten: Wenn wir statt des EMBL Programme hätten, die auf dem St. Galler Rosenberg stattfänden, so könnten wir 70’000 Franken verlangen und entsprechend mehr verdienen.

Solange ich Senatsmitglied an der HSG war, wurden solche Bemerkungen nur hinter vorgehaltener Hand gemacht. Nach meiner Emeritierung im 2013 begann aber ein jahrelanger Konflikt mit der Executive School der HSG („ES“), der gut dokumentiert ist. Die ES wurde 10 Jahre nach dem EMBL gegründet, sie war viel grösser und ihre Aufgabe war von Anfang an, Geld zu verdienen.

Daran, dass vom Rektorat keine aktive Unterstützung kam, hatte sich der EMBL bereits gewöhnt. Das Rektorat liess sich seit vielen Jahren nicht einmal an den Diplomfeiern blicken. Aber was nun folgen sollte, konnte sich niemand vorstellen. Es ist ein Fanal für den Abstieg der Spitzenuniversität St. Gallen in die Provinzialität.

Die Tätigkeit des EMBL wurde jahrelang in mannigfacher Weise unterminiert. Besonders absurd, ja geradezu lächerlich, war die Forderung, der EMBL dürfen keine Nicht-Juristen mehr aufnehmen, die müssten Programme der ES belegen. Das war rein pekuniär motiviert und zielte gleichzeitig auf das Herz des EMBL, dessen disziplinübergreifenden Ansatz.

Der EMBL wurde am Markt mit negativen Behauptungen herabgesetzt. Es wurde gezielt gestreut, er dürfe demnächst keine Nicht-Juristen mehr aufnehmen und es werde das Programm nicht mehr lange geben.

Elite-Uni, aka Intrigen-Stadl (Tages-Anzeiger)

Dann wurden Akten unterdrückt, fatale Beschlüsse unzuständiger Organe herbeigeführt, die ES griff sogar eigenmächtig in die Website des EMBL ein und veränderte Inhalte, die ihr nicht passten.

Auf dem umkämpften Weiterbildungsmarkt können 3 oder 5 Studierende mehr oder weniger den Ausschlag dafür geben, ob Break Even erreicht wird. Das Rektorat versprach immer wieder Abhilfe, aber die finanzkräftige ES wurde nicht gestoppt. Dem EMBL wurde geraten, die „teuren Auslandsmodule zu reduzieren“. Der Verwirrungsschaden, den die ES anrichtete, wurde nie beseitigt, geschweige denn ersetzt.

Der EMBL hatte fortan mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen. Die Jahresrechnung wurde stets in Zusammenarbeit mit der Finanzabteilung der HSG erstellt und von der Kantonalen Finanzkontrolle nach der eine Woche dauernden Prüfung, bei der jeder Beleg umgedreht wurde, abgesegnet.

Bei der Erstellung der Jahresrechnung für 2017 wurde die Abgrenzungsmethode freilich geändert, was dazu führte, dass eine Überschuldung festgestellt wurde. Offenbar hatte man bereits die Schliessung des ungeliebten Programms im Auge.

Im Frühjahr 2018 wurde per Ende 2017 eine Überschuldung von 1,1 Millionen Franken ausgewiesen. Die Zahl erregte natürlich Aufsehen.

Die 1,1 Millionen waren aber keine reale Grösse. Es handelte sich um eine extrem vorsichtige mögliche Verlustvorschau für den Fall der Schliessung des Programms. Die Einnahmen durch den bevorstehenden Lehrgang 2018/19 und andere Quellen sowie zusätzliche Sparmassnahmen wurden dabei ebensowenig berücksichtigt wie ein möglicher Erlös aus einer Übertragung des Programms auf eine andere Trägerschaft.

Bereits im September 2018 hat sich der vorhergesagte Verlust auf 300’000 Franken verringert. Er wird sich weiter reduzieren, möglicherweise auf null.

Ich habe das am 5. März 2019 gegenüber der „Rundschau“ schriftlich und mündlich in aller Klarheit ausgeführt. Dass die Verantwortlichen der Sendung das herausgeschnitten und ihren Beitrag vom 6. März 2019 unter den Titel „Millionenloch an der HSG“ (auf der Website gar „Carl Baudenbachers Millionenloch“) gestellt und die Behauptung laufend wiederholt haben, erfüllt den Tatbestand der Verbreitung von „Fake News“.

Dass man dann gewissermassen im Kleingedruckten erwähnt hat, der Verlust werde möglicherweise auf eine halbe Million sinken, ändert daran nichts, zumal auch diese Zahl falsch war.

Ob das im Zusammenhang mit meinem Gutachten zum Rahmenabkommen Schweiz-EU steht, lasse ich offen. Der Streitentscheidungsmechanismus dieses Vertrages wurde aus den Assoziationsabkommen der EU mit den post-sowjetischen Staaten Georgien, Moldawien und Ukraine übernommen. Nach herrschender belgischer, britischer, norwegischer Lehre und nach meiner Auffassung ist ein solches Abkommen ein Vasallenvertrag.

Was die Rolle der Kantonalen Finanzkontrolle angeht, die Regierungsrat und EMBl-Alumnus Benedikt Würth untersteht, so darf schliesslich der Hinweis nicht fehlen, dass dem EMBL-HSG nie eine Warnung in der Richtung gegeben wurde, dass eine Überschuldung drohen könnte.

Das Rektorat benutzte in der Folge die Zahl von 1,1 Millionen Franken als Vorwand, um den EMBL einzustellen („dem EMBL den Stecker zu ziehen“, wie ein Mitglied des Rektorats in gepflegter Sprache einmal sagte). Im April 2018 fasste das Rektorat einen entsprechenden Beschluss, ohne dass die Sache traktandiert war und ohne mich auch nur anzuhören.

Ende 2019 wird der EMBL-HSG nach 23 Jahren eingestellt. Ein Benefaktor, der den Wert des Programms erkannte, wäre bereit gewesen, einen Betrag in der Höhe von mehreren Millionen einzuschiessen. Aber da das Geschäft nicht traktandiert wurde, gab es keine Möglichkeit, das vorzubringen.

Einen irgendwie gearteten Dank an die EMBL-Kommission, das Aufsichtsorgan des Studiums, brachte die HSG-Leitung nicht über die Lippen. Diese Leute – prominente Vertreter von Anwaltschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Justiz und Politik aus dem In- und Ausland – hatten sich seit vielen Jahren für den EMBL und die HSG engagiert. Sie haben ehrenamtlich grosse Leistungen erbracht.

Das gilt vor allem für die Präsidenten der Kommission. Nach Jens Drolshammer waren das Ständerätin Erika Forster und der langjährige General Counsel der ZKB, Professor Othmar Strasser.

Die Rechtswissenschaft an der HSG ist aktuell kein Fach mit grosser internationaler Ausstrahlung. Die bedeutende St. Galler Schule des Wirtschaftsrechts, die in der Tradition des Ordoliberalismus stand, ist praktisch verschwunden.

Die letzten Vertreter dieser Richtung, die mit Namen wie Walther Hug, Walter Adolf Jöhr, Walter R. Schluep, Arnold Koller, Roger Zäch und Christian Meier-Schatz verbunden ist, waren Peter Nobel und ich.

Der von Peter Nobel gegründete (normale) Studiengang Master of Law and Economics („MLE“) war den immer zahlreicher werdenden klassischen Rechtsprofessoren stets suspekt. Von einem späteren Prorektor stammt der bemerkenswerte Satz, man müsse an der HSG auch Jus studieren können, wenn man von Wirtschaft nichts versteht.

Damit wurde eine wesentliche strategische Erfolgsposition der HSG ohne jede Not preisgegeben. Vertreter anderer Schweizer Universitäten wunderten sich über diese Entwicklung. Die HSG-Leitung sah dem über Jahre und Jahrzehnte tatenlos zu. Gleichzeitig wurde weltweit der enge Zusammenhang von Wirtschaft und Recht erkannt und an den Spitzenuniversitäten wurden entsprechende Programme aufgebaut und gefördert.

Der EMBL stand in der Tradition der St. Galler Schule des Wirtschaftsrechts. Die Chairpersons rund um die Welt haben sich in hohem Mass mit dem St. Galler Denken identifiziert. Dasselbe gilt für viele Lehrende auf den drei Kontinenten, die oft seit Jahren, ja Jahrzehnten, dabei waren.

Der EMBL-HSG war ein Programm von höchster Qualität, welches die Rechtswissenschaft der HSG auf der ganzen Welt bekannt machte. St. Galler Regierungsräte nahmen gern an Diplomfeiern des EMBL teil, hielten auch Begrüssungsreden, letztmals noch im Dezember 2017.

Mit der Schliessung des EMBL ist ein unermessliches Humankapital auf einen Schlag vernichtet worden. Damit wurde auch dem Bildungsplatz Schweiz schwerer Schaden zugefügt. Das Rektorat der HSG hat den Entscheid mit einem einzigen Satz „begründet“. Das Programm sei nicht mehr „marktfähig“.

Ein Entscheid von einer solchen Tragweite ohne zureichende Begründung ist willkürlich. Wegen seiner Untätigkeit im Fall der Behinderungsaktionen der ES befand sich das Rektorat überdies in einem Interessenkonflikt.

In der Sache fusst der Entscheid vom April 2018 auf einem Denken, welches den eigentlichen Bildungsauftrag einer staatlichen Universität verkennt. Eine staatliche Hochschule ist der Wissenschaft verpflichtet, nicht dem „money making“. Die Vorstellung, jedes Weiterbildungsprogramm der HSG müsse für sich allein genommen jederzeit „marktfähig“ sein wie ein Industrieprodukt, ist unhaltbar.

Das globale Prestige, welches der EMBL der HSG gebracht hat, wird dabei unterschlagen. Der EMBL wird mit Programmen auf eine Stufe gestellt, die ihm weder wissenschaftlich noch in Sachen Ausstrahlung das Wasser reichen können und die gerade wegen der viel geringeren Anforderungen leichtes Geld einspielen. Die genannte Ausrichtung birgt die Gefahr des Titelhandels.

Man hat mich gefragt, ob ich mich von der HSG unfair behandelt fühle. Das ist freilich nicht der Punkt. Ich habe zwar den EMBL-HSG 17 Jahre lang ohne jedes Honorar geleitet, habe zahllose Lehrveranstaltungen auf allen drei Kontinenten gehalten, und zwar nicht nur für die EMBL-Kandidaten, sondern auch für die eigenen Studierenden der Partneruniversitäten.

Zusammen mit meiner Frau habe ich die Beziehungen zu den Repräsentanten der Partnerinstitutionen gepflegt und regelmässig einen grossen Teil meiner Ferien drangegeben. Mein Lohn bestand aus der Freude, die EMBL-Community wachsen zu sehen und über ein weltweites Netzwerk zu verfügen.

Die Gelackmeierten sind die über 700 Absolventinnen und Absolventen, die den Ruf der HSG in über 30 Staaten getragen haben. Sie waren Botschafter der HSG und der Schweiz in der Welt.

Auf den damit verbundenen Goodwill ist gerade ein Kleinstaat in guten und weniger guten Zeiten angewiesen. Man hat mit dem Schliessungsentscheid den Titel, welche diese Ambassadoren im Vertrauen darauf, dass der Studiengang fortgesetzt wird, erworben haben, entwertet und sie zu Waisen gemacht.

Besondere Freunde der HSG waren auch die rund 100 Fakultätsmitglieder in China, Japan, den USA, der Schweiz und vielen Mitgliedstaaten der EU und des EWR. Sie sind ebenfalls schwer enttäuscht worden.

Es kann nicht sein, dass die Institute der HSG zweistellige Millionenbeträge thesaurieren und die ES allein über Reserven von gegen 30 Millionen Franken verfügt, ohne dass man die geringste Anstrengung zugunsten eines solchen Programms macht, ja zusieht, wie es von innen heraus geschädigt wird und es am Schluss mit einem einzigen dürren Sätzlein fallen lässt.

Hier hätte die HSG ihrer Verantwortung als „lender of last resort“ nachkommen und die ES hätte für ihre Aktionen geradestehen müssen.

Angesichts der geschürten Aufregung über den angeblichen Millionenverlust des EMBL dürfte sich die Öffentlichkeit bestimmt auch dafür interessieren, welche Honorare an der ES gezahlt werden.

Mir ist keine andere Universität bekannt, welche das Konzept der „Marktfähigkeit“ von Bildung in derart grotesker Weise auf die Spitze treibt. Hier besteht eine Eindimensionalität, die sich nur am Geldverdienen orientiert und die einer Hochschule unwürdig ist.

Man ist an Tanz ums Goldene Kalb erinnert. Vor einigen Jahren hatte ein hoher Vertreter der ES die Stirn, mir zu sagen, der EMBL weise „not enough HSG-DNA“ auf.

Diese Einstellung manifestiert sich auch in der aktuellen Interpretation des St. Galler Management-Modells. Der grosse alte Mann der Schweizer Ökonomie Silvio Borner hat unlängst die Auffassung geäussert, dass dieses Modell von Anfang an problematisch war.

Was ebenfalls auffällt ist, dass die These, Weiterbildung müsse sich „rentieren“, in der Öffentlichkeit weitgehend unkritisch übernommen wurde. Natürlich ist es einfacher, sich über einen angeblichen Spesenmissbrauch durch eine Reise nach Mallorca zu echauffieren als Lehr- und Forschungsinhalte zu analysieren.

Wer wissen möchte, durch welche juristischen Programme der geschlachtete EMBL-HSG ersetzt wurde, der kann sich auf der Website der ES kundig machen. Viel Fleisch ist nicht am Knochen. Die Schliessung des einzigartigen EMBL-HSG ist ein Schritt auf dem Abstieg der HSG in die Provinzialität.

Ich war ein HSGler mit Leib und Seele. Ich war überzeugt, einer Universität zu dienen, welche die Zeichen der Globalisierung, des wissenschaftlichen Austausches über Kulturen und Disziplinen erkannt hat. Leider habe ich mich getäuscht. Ja, dieser Abstieg meiner HSG schmerzt, aber vielleicht ist noch nicht aller Tage Abend. Oder, wie die Amerikaner sagen: „It ain’t over until the fat lady sings“.

Kommentare

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  1. Nachdem Herr Professor Baudenbacher die nötige Resonanz bei IP offenbar nicht erreicht hat, hat er sich beleidigt an die Weltwoche gewendet. Damit ist auch klar, in welchen Kreisen er sich bemüht, sein Anliegen anzubringen, bzw. sich rein zu waschen.

    Ändert an der Tatsache nichts, dass Herr Baudenbacher offenbar für einen Kurs verantwortlich zeichnete, der finanziell an die Wand gefahren wurde. Und offenbar mit System. Über die fraglichen Anforderungen wurde bereits andernorts debattiert.

    Und nun ist Herr Professor einfach beleidigt, wenn dies nun untersucht, bzw. hinterfragt wird. Denn er war sich ja gewöhnt, dass andere vor ihm fraglos den Bückling machen.

    Narzissmus macht eben auch nicht vor der Wissenschaft halt. Und Pfauen machen gerne mal das Rad, um sich bemerkbar zu machen.

    • @ Effizienter……

      haben Sie Mühe Deutsch zu verstehen….. und haben sie den Weltwoche Artikel gelesen ?

      D……f

    • @ Walter Roth

      Ihr Leibblatt „Weltwoche“ muss ich nicht mehr lesen, seit Sie hier kommentieren.
      Denn wenn ich Ihre Schreibe hier lese, dann weiss ich 1:1 was die Weltwoche meint und kann mir diese Kosten sparen.

      Sie sind ein dankbarer Weltwoche-Leser, da sie deren Meinung ungefiltert weiter transportieren. Das nennt man kritischen Leser.
      Nein, die Deutsch-Verständnis-Mühe liegt bei Ihnen. Bonne Chance!

      Übrigens: ich bin parteilos.

    • Effizienter………….

      Nun ja, Effizient sind sie nicht.
      Hätten sie die Weltwoche gelesen, wäre ihnen einiges aufgegangen.
      Jede aber auch jede Zeitung kann man auf ihre dümmliche Art herabwürdigen.
      Aber, nachdem ich so ziemlich alles mal gelesen habe, bin ich bei Köppel geblieben, die Weltwoche lese ich seit 25 Jahren.

      Mir der Erfahrung lernt man durchaus die Qualität zu erkennen und die Medien zu unterscheiden.
      Es ist wie bei anderen Dingen auch, bei Autos, bei m Fussball, beim Essen….. je mehr Erfahrung man gewinnt, umso besser das Urteilsvermögen.

      Wenn sie etwas beurteilen wollen, müssen sie einen Horizont haben, das aber finden sie nach ihren eigenen Worten irgendwie lässlich.

      Bravo… D….f.

  2. Herr Baudenbacher…..

    ich habe heute Morgen die Weltwoche gekauft und den Artikel über sie gelesen.

    Sie hätten mit der Weltwoche auch noch mal reden sollen.

    Aber generell sieht die Sache dort schon mal ganz anders aus und die Weltwoche erklärt einige Details die eben doch wichtig sind, welche die Rundschau eben generös „übersehen“ wollte.

    Klar, sie sind gegen den Rahmenvertrag, das genügt einer Linksindoktrinierten Rudschautruppe um sie durch den Sumpf zu ziehen.

    Einmal mehr ein sehr schlechtes Zeugnis für die Rundschau und ihre Links-Agitation.

    • Walter Roth:

      Haben Sie das Gefühl, die Weltwoche recherchiere unabhängig???
      Sie kennen hoffentlich die Interessenbindung dort und die Financiers im Hintergrund…

    • @ Leser……..

      Und nun kommen Sie mir auch noch mit dem Stuss…..

      Wie wäre es sie würden den Weltwoche Artikel erst mal lesen und dabei ihren verstand walten lassen ?

      ich komme aus St. Gallen und darum höre ich öfters was aus der HSG.

      Und leider muss ich Herrn Baudenbacher und der Weltwoche recht geben.
      Sehen sie sich nur mal den Prof. Geisser an und war der Dummkopf alles schon geschrieben und gesagt hat.
      Wahrlich kein gutes Zeugnis für die HSG.

      Die Weltwoche ist wohl noch das einzige Blatt in der Schweiz welche die Recherche noch praktiziert.

      Nachdem ich sie alle lange Jahre gelesen haben, ich meine die Zeit, den Spiegel, die FAZ, NZZ und viele mehr, weiss ich genau von was ich Spreche.
      Die Weltwoche habe ich schon gelesen als sie noch eine grosse dicke Zeitung war, damals hat sie auch gut recherchiert.
      Was Köppel heute macht ist aber sicher weit mehr der Zeit angepasst und Marktfähig.
      Roger Köppel irgendwelche Verstrickungen anzukreiden ist natürlich eine sehr einfach Methode der Diskreditierung.
      So3was wurde schon immer gemacht, und auch schon immer ohne jede faktische Grundlage.

      Als Nationalrat hat Köppel übrigens ganz sicher Beziehungen, als SVP Nationalrat braucht er die natürlich auch.

  3. Habe mich auch schon gewundert, dass der aktuelle Rektor 1. Klasse fliegt.
    Hatte Ihn letztes Jahr gleich 2xmal getroffen wo er aus USA in die Schweiz 1. Klasse geflogen ist.
    Meiner Meinung geht dies gar nicht!

  4. Die HSG hat das Fuder mit ihren Weiterbildungskursen überladen.

    Gier und Selbstmaximierung sind die Devise geworden.
    Da hat eine neoliberale Doktrin Einzug gehalten, die nicht mehr mit dem Geist der ehemaligen HSG übereinstimmt.

    Schauen Sie sich doch mal die abgehobenen Alumni Events und Preise an.

    Die Aufsichtsgremien sollten hier endlich zum Rechten schauen und den Kurs hinterfragen und korrigieren bevor es zu spät ist.

  5. Schade, dass die Uni St. Gallen so den Bach runterging. Aber symptomatisch für die gesamte Schweiz…

  6. (1) Eitelkeit gehört – neben Völlerei – zu den sieben Todsünden.

    (2) Das universitäre Weiterbildungslehrgänge selbsttragend sein müssen, verlangt die Bundesgesetzgebung. Um Wettbewerbsverzerrungen gegenüber Privaten zu vermeiden. Das ist Ordoliberalismus in action. Aber der gilt wahrscheinlich nur für die Anderen.

  7. Die HSG verkauft unter dem Gütesiegel „HSG“ Schnellbleichen-Weiterbildungsmaster.

    Offenbar nur damit die Kasse stimmt.

    Ein Affront gegenüber allen, die sich ihren akademischen Grad auf regulärem Weg verdient haben: nämlich in 8 Semestern full-time und nicht in je drei Wochen, auf drei Jahre aufgeteilt!

    • Ja gut, das macht ja jede Schule. Auch die vermeintlich guten wie Harvard, Yale, etc. Dann gibt es immer so Mänägerlis, vor allem in den Banken, die sagen sie hätten dort studiert.

      Zu meiner Aktiv-Zeit kann ich mich erinnern. Ich hatte als kleiner VP eine Diskussion mit einem „hochrangigen“ MDR (haha, ich lach mich futsch, aber so hat er sich genannt). Im Verlaufe des Gesprächs kamen wir auf sein „Studium“ zu sprechen. Er meinte, er hätte in INSEAD studiert. Im weiteren Verlauf musste er zugeben, dass es sich lediglich um einen Sommerkurs handelte. Looool )))

      Die Uni St. Gallen tut also lediglich das, was auch andere Schulen tun. Aber hei, was sagt schon ein abgeschlossenes Studium über eine Person aus? Come on…

    • Einverstanden: Bei den Sommerkursen werden ja auch keine „Master“ vergeben.
      Hier geht es jedoch um die Vergabe von sog. „Weiterbildungs-Mastern“, die sich als solche sich gegen aussen nicht vom Studium „Master“ unterscheiden, der mit einem ordentlichen Studium erarbeitet wurde und eine wissenschaftliche Qualifikation beinhaltet.

      Hinzu kommt, dass die Aufnahmekriterien für diese Weiterbildungsmaster z.B. bei Harvard u.ä. viel stringenter sind als bei anderen Institutionen.
      Klar sind die Aufnahmekriterien für den Weiterbildungsmaster bei der HSG auch definiert; vor allem auf Papier. Jedoch wird „sur dossier“ so ziemlich jeder/jede reingenommen.

      Mir fällt einfach auf, dass immer mehr mit „Executive Master HSG“ herumlaufen, ohne ein Studium, geschweige denn eine Mittelschule absolviert zu haben. Alles Absolventen des Schnellbleichen-Weiterbildungs-Masters.

      Da wird einfach reingenommen, wer zahlt und sich auf dem Papier CEO nennt, auch wenn es eine Einmannfirma ist oder ein mickriges KMU.
      Oder irgend ein Nationalrätli, der auch noch auf der Visitenkarte „HSG“ führt. Gehört dort zum guten Ton, damit man mitreden kann.

      Dies führt zu einer Qualitätsverwässerung der Absolventen, die bei der HSG seit Etablierung der Weiterbildungsstufe im Gang ist.

      Dies ist ein Affront gegenüber all denen, die Ihren „Master“ durch ein ordentliches Studium mit wissenschaftlicher Qualifikation erarbeitet haben.

      Aber evtl. ist die HSG gar keine Universität mehr, sondern schlicht ein Management-Ausbildungs-Zentrum. Alma Mater San Gallensis ist offenbar Geschichte.

  8. Es ist gut, hier bei IP diese Darstellung von C. Baudenbacher lesen zu können. Sie lässt mich enttäuscht zurück in Bezug auf die Rundschau von SF und von S. Brotz. Die Rundschau habe ich bis jetzt als seriös recherchiert betrachtet. Daran beginnen sich Zweifel zu regen. Das Verhalten der HSG und von dessen Rektorat gegenüber dem Nachdiplomstudium EMBL mutet kleinlich und spiessig an. Die Schweiz, kein Land der grossen Würfe, der grossen Persönlichkeiten. Ein Land der sorgfältig gepflegten Mittelmässigkeit und des kultivierten akademischen Neides.

  9. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht: Die ES ist nicht die Universität St. Gallen, es geht nicht um die Verleihung von akademischen Titeln. Die ES soll eigenwirtschaftlich geführt werden, wenn keine Nachfrage nach den Kursen besteht, muss der Kurs eingestellt werden. Die Universität soll sich auf die Kernfächer BWL und VWL beschränken, es muss endlich gelingen, einen Nobel Preis in VWL zu erlangen, die einzige wissenschaftliche Disziplin an der Uni St. Gallen. Und sich vom Ballast der nicht wissenschaftlichen Fächer trennen. Es geht um „here we are“ und nicht um „nice to have“.

  10. Herr Baudenbacher, vielen Dank für diese ehrlichen Worte. Ich würde es begrüssen, wenn Sie sich in ihren nächsten Beiträgen den folgenden Themen widmen könnten:

    – Mismanagement an der Law School (wo ehemals Nobel, van Aaken, Baudenbacher usw. unterrichtet haben, verbleiben heute Namen wie …)
    – Unser neuer Rektor Herr Prof. Ehrenzeller, wie es zu dessen Wahl kam und inwiefern das mit zeitgemässer Corporate Governance vereinbar ist. Ebenso einen Vergleich Ehrenzellers mit ehemaligen Rektoren wie Dubs und deren Vita wäre interessant).
    – Am Schluss kann man dann noch eine Zusammenfassung schreiben inkl. den Themen Jungfraubahn, Rüegg-Stürm bei Raiffeisen und wie er das selbst geschriebene St. Gallen Management Modell umgesetzt hat, Spesen in der Law School usw.

    Ich gehe davon aus, dass Sie persönlich nicht derart in die obengenannten Themen investiert sind, dass Sie einen solchen Text wie über den EMBL schreiben werden. Das ist schade. Es wäre nötig.

    • Klingt als ob das LH Franchise neben „Inside Bundeshaus“ auch noch ein „Inside Swiss Universities“ erfordern würde. Der Filz soll an den Hochschulen auch sagenumwogen sein und Sex and Crime and Mobbing Stories gibts im mittelalterlichen Machtgefälle ebenso. Wer machts?

    • Die Unis sind das geringere Problem weil:
      – im Fokus der Öffentlichkeit
      – meist fakultätsgesteuert (Management wird von Professoren bestimmt)
      Wehe, wenn das anders ist. Und voilà, bei den Schweizer FHs ist es genauso (anders). Niemand interessiert sich für sie und bei den FHs bestimmt das Management über die Dozenten (von „Professoren“ zu schreiben, wäre schon wieder ein Witz). Was bei den FHs läuft in Sachen Selbstbedienung, Korruption, sexueller Belästigung, Verschwendung, Titelkauf, etc. wäre wirklich ein InsideFH.ch wert.

    • @ Urs Abderhalden

      Völlig einverstanden.
      Die Vergabe von akademischen Qualifikationen durch FH’s (Fachhochschulen) ist zu einem Titelkauf verkommen. Auch dort werden die zahlenden Mitglieder – wenn die Voraussetzungen gemäss Reglement nicht erfüllt – sind einfach sur dossier aufgenommen
      . Hauptsache die Studentenzahl wird maximiert und die Beitragszahler sind schliesslich Kunden, die man als Kunden behandeln soll. Der Kunde ist König wird dort so verstanden, dass er ein Anrecht auf einen Bachelor hat.

      Die intellektuellen Leistungserfordernisse sind auf dem Niveau eines Sommerkurses. Minimalismus pur. Die Dozenten biedern sich mit Du den Studenten an und prüfen bereits Besprochenes 1:1 und werden dann durch die Studierenden zuhanden Rektorat qualifiziert. Wobei die Dozierenden die Leitung, bzw. das Rektorat nicht qualifizieren dürfen.

      Ein grosser Sumpf, dem sich der Bund endlich einmal annehmen sollte, sonst wird der Ruf der Schweiz als Hort qualitativ hochstehender Ausbildung noch mehr verwässert.

    • Und dass Sie hier kommentieren auch.
      Sind wir doch froh, dass es ein Medium gibt, wo der Zugang nicht durch den korrupten Polit- und Wirtschaftsfilz beschränkt wird.
      InsideParadeplatz ist die Zukunft, die miserable TAMedia/Ringier Presse die sterbende Vergangenheit.

    • N. C.: Prof. Baudenbacher verteidigt sich dort, wo er kann und darf. IP hat bewiesen, dass hier wirkliche Rede- und Gedankenfreiheit möglich sind. Nicht wie z.B. beim Tages Anzeiger, wo im Blog aggressive Beiträge stehen gelassen werden wenn sie genehm sind, aber nicht in die Tagi-Linie passende unterdrückt werden, ja nach Verantwortlichem dort. Zudem hat IP inzwischen ein gewisses Renommé erreicht, ebenso Chef L. Hässig.

    • @ Notker Columban1

      Was bitte sehr wollen Sie mit Ihrem zynischen Kommentar sagen? Der Herr Professor hat sachlich seine Sicht der Dinge dargelegt. Nichts hat er verteidigt. Was ist schlecht an seinem Bericht? Ich gratuliere ihm zu seinem Mut und seiner Ehrlichkeit!

    • Unter „Gemeinwohl“ in HSG-Sprech ist maximale asoziale Bonus-Abzocke in Kombination mit Trickle-Down-Theorie gemeint. Dann stimmt es wieder 😉

  11. Herr Baudenbacher….

    Zwar kann ich das wenig beurteilen, obwohl ich jemanden sehr gut kenne der dieses Programm an der HSG mitgemacht hat…. und es sehr gut fand.

    Aber die Rundschau sehe ich mir seit Jahren nicht mehr an.
    Früher einmal eine Sendung die man gesehen haben sollte, ist sie heute nur noch miserabler Journalismus mit Linkspropaganda gepaart.

    Der Rundschau-Lügen sind viele und der Fall um Christoph Mörgeli war vor Jahren ein früher Höhepunkt im tiefen Fall dieser Sendung, seiner Macher und Broz als Moderator.

    Also kann von der Rundschau sicher keine objektive Berichterstattung über den obigen Fall erwartet werden.
    Keiner der sich intensiver mit solchen Dingen beschäftigt und nicht Links tickt, wird die Rundschau noch ernst nehmen.

    —————————————
    Zitat :
    Ob das im Zusammenhang mit meinem Gutachten zum Rahmenabkommen Schweiz-EU steht, lasse ich offen.
    —————————————
    Ich garantiere ihnen das da einen Zusammenhang besteht.
    Nachdem ich seit Jahrzehnten solche Dinge mitverfolge, ist mir klar das dem so ist.
    Nichts ist giftiger wie eine konträre politische Meinung und wenn Links dominiert, umso mehr. das erlebe ich in meiner Familie die mehrheitlich Links ist, aber auch ausserhalb sehr oft.
    Wer seinen Standpunkt vertritt und auch noch Argumente dazu hat…… wird angefeindet.

    Nur schon die öffentlichen Auftritte von Professor Thomas Geiser sagen und doch schon alles zum Thema.
    Eine HSG die solche Professoren amten lässt ist unter aller Sau.

    • @ Walter Roth:

      Ihr Standpunkt:

      Alles was nicht in Ihr Verschwörungs-Weltbild passt kommt von links.

      So einfach ist das, und es zieht sich wie ein roter Faden selbsterklärend durch all Ihre Kommentare.

    • Links und rechts ist eine Frage des eigenen Standpunktes. Es fällt auf, Sie sind immer sehr schnell mit dem Zweihänder „links“ auf dem verbalen Kampffeld…
      Fragen Sie mal Ihre Familie 😉

      Sonst aber mit dem Engagement und den Visionen von Baudenbacher einverstanden.

    • @ Leser……….

      Ja und…. das soll auch so sein.

      Es ist Links welches die Jahrhundertverbrechen zu verantworten hat. Von Hitler bis Stalin und Mao, Castro, Maduro, Onkel Ho und Pol-Pot.

      Ich muss mir dem Linken Mist jeden Tag anhören, also warum soll ich deren Mist nicht auch jeden Tag bekämpfen?

      Mir ist klar, die Linken glauben das sie die Guten seien und darum müsse man deren Ideen auch akzeptieren.
      Sie können sich alles leisten auch Antifa Terroristen, es sind ja die „Guten“.

      Aber die sind es die unser Land in den Abgrund führen und darum ist es das Wert die anzugreifen wo sie sich zeigen.
      Immer und überall…..

    • Ach ja Leser ….

      Verschwörungstheorien sind das also nach 6 Millionen ermordeten Juden ?

      Nein, die Welt hat ein Problem und zwar eines welches sich in über 100 Fällen mit ihren katastrophalen Misserfolgen manifestiert.
      Der Sozialismus ……und der Islam.

      Mit Verschwörungstheorie haben die Millionen Opfer von Ideologien rein gar nichts zu tun, mit Fakten aber sehr viel, denn daran ist nicht erfunden…. es sind Fakten.

    • Wenn man Hitler als Links bezeichnet, wie weit rechts aussen muss man da stehen…

      Dann ist ja sogar die SVP inbegriff einer linken Partei.

  12. Jeder Kursleiter- auch von Weiterbildungs-Mastern – ist gehalten, eine Kurskalkulation ex ante zu erstellen.

    Wenn die Anzahl Teilnehmer zum Erreichen des Deckungsgrades, bzw. break even nicht ausreicht, wird der Kurs abgesagt und allenfalls im Folgejahr mit mehr Teilnehmern wieder durchgeführt.

    Dies ist weltweit so und hat mit betriebswirtschaftlicher Logik zu tun.

    Aber erwiesen ist auch, dass sich prima-ballerinas mit solchen Kalkulationen schwer tun, da sie selbstredend annehmen, sie seien „to big to fail“ oder „too proud to fail“. Etwa so wie der aufgeblasene Chefchirurg, dessen Privatpatienten-Abrechnung keine Krankenkasse zu hinterfragen wagt. Wobei noch anzuführen ist, dass zwischen einem HSG-Juristen-Kursleiter und einem Chefchirurgen doch noch ein gradueller Unterschied besteht.

    Im übrigen ist bekannt, dass einige HSG-Schnellbleichen-Master im Weiterbildungsbereich zu reinen cash-cows verkommen sind.

    Diese Abgehobenheit wiederspiegelt sich z.B. auch in der ALUMNI Organisation, wo für einen VIP-Sonderplatz am HSG Ball nächsten Oktober (mit Vernetzungsmöglichkeit mit den grössten Würdenträgern etc.) pro Person CHF 6502.– verlangt werden.

    Unser ordoliberalen Vorbilder würden sich ab solcher Manie im Grabe umdrehen…

  13. HSG, Hundeschule St. Gallen

    Hirn abgeben, alte Tricks lernen, in der Wirtschaft herumbellen und ab und zu den falschen beissen…

  14. Damit musste doch gerechnet werden. Ihr Rahmenabkommen-Votum stösst auf – „the empire stikes back“.
    Empfehlung: Aktivieren der >700 allumni s
    Viel Glück

  15. Mir scheint, als hätte Herr Baudenbacher vergessen, dass er seinen Kurs nicht selbständig, sondern auf dem Vehikel HSG organisiert hat. Die lässt es sich natürlich nicht gefallen, wenn Herr Baudenbacher im Rahmen des Kurses dann auftritt wie der CEO der HSG, er ist ja quasi extern. Die Zwänge des Organisatorischen wurden somit zum Stein um den Hals des Kurses, der diesen dann zum Ersaufen brachte.

    • @ Peter Weber….

      So schön kann man an der Realität vorbei reden…..
      Sie sollten sich an der HSG bwerben, sie würden genommen.

      Eine gute Hochschule würde der Wissenschaft den Vorzug geben vor allem anderen.
      Sie aber reden da was von organisatorischen Gepflogenheiten die man halt einhalten müsse, die aber trotzdem nicht erklären warum man den Kurs nicht mit Anstand beenden konnte.
      Wenn jemand seine Zeit opfert und quasi Ehrenamtlich viele Jahre tätig ist, warum kann man so jemanden nicht würdevoll verabschieden…. das wäre das Minimum gewesen.

      Das Minimum….?
      Zählt Anstand nicht zum persönlichen Grundstock für Professoren, Juristen und Wirtschaftsleute ?
      Sind das Vorbilder…… diese Professoren und Spesenritter?

    • ja, Uni gür RichKids – Anforderungen, wie Baudenbacher bemerkt vor allem in Jus aber nicht nur geringer als sn jeder anderen CH Uni.

      viele Studenten (bis zu 20%) holen sich ihr Diplom mit „Ghostwriting“ und keinen kümmerts offenbar, insbesondere der Rektor Thomas Bieger schaut woanders hin. Die eigene Kasse aber stimmt. Keine Verantwortung!

  16. Am besten hat mir gefallen, dass ein „Benefaktor“, d.h. ein unbekannter Wohltäter, das fehlende Milliönchen bezahlt hätte. Hätte, hätte, hat aber nicht.

    Man wurde eben zu wenig gemahnt. In seiner eigenen kleinen Welt hat man es halt nicht selbst gemerkt. Nur dass die Anderen tückisch am Thron herumsägen, das ist aufgefallen.

    Im heutigen Tagesanzeiger hat es einen Beitrag, der ein Schlaglicht auf die Vorgänge wirft. Der Titel lautet: „Die HSG reiht Skandal an Skandal – bis jetzt“. Herrn Baudenbachers verschuldetes Nachdiplomstudium passt bestens in diese Kultur.

  17. Professor em. Baudenbacher gibt hier eine eindrucksvolle Stellungnahme aus seiner Sicht ab. Als Outsider wäre man zwecks objektiver Meinungsbildung auch an Aussagen von EMBL-HSG-Absolventen und der HSG interessiert. Es darf doch nicht wahr sein, dass sich die „HSG-DNA“ nur noch aus fetten Honoraren und Spesenvergütungen für Dozenten zusammensetzt.

  18. Die Jet-Set Studiengänge für Weiterbildung wurden und werden auch an anderen (Schweizer) Universitäten eingestellt. Das zum einen. Zum anderen: Executive Education ist für die internationalen Business Schools DIE Cash Cow schlechthin – mit noch ganz anderen Preisen als den genannten. Wie sollte die HSG da zurückstehen? Man sieht es an der globalen Bedeutung der Rankings der Financial Times Journal List, für ExMBAs als „Qualitäts“ Indikator.

  19. Es ist deprimierend, zusehen zu müssen, wie die einstige Perle HSG von lausigem Personal zugrunde gerichtet wird. Als Absolvent hatte ich in jüngeren Jahren den Titel „lic.oec. HSG“ mit Stolz verwendet. Das ist vorbei. Bestenfalls erwähne ich, dass ich meine Diplomarbeit beim nachmaligen Bundesrat Prof. Dr. Arnold Koller geschrieben habe.

    Dass Prof. Baudenbacher als scharfer und kompetenter Kritiker des EU-Unterwerfungsvertrages mit allen Mitteln der Propagandamaschinerie niedergemacht werden soll ist offensichtlich.

    Wer mehr Transparenz sucht, findet mit einer Suchmaschine das Swiss Propaganda Research Network, das alle Querverbindungen aufzeigt.

  20. In eigener Sache schreibt Carl Baudenbacher viel, sehr viel. Dem ins Alter gekommenen Europafeind ist ein Zacken aus der Krone gefallen, weil sein sehr teurer Studiengang (Teilnehmer mussten 70’000 aufwerfen), massive Schulden verursachte und folglich nach vielen Jahren des Misserfolgs gestrichen wurde.

    Und wie immer heisst es, dass man den finanziellen Misserfolg nicht selbst gemerkt bzw. die Grösse des Schadens nicht erkannt habe, dass man nicht gewarnt worden sei und dass ein Wohltäter die fehlende Million geschenkt hätte. Das kennen wir doch: der Hätte und der Wäre haben den Würde zusammengeschlagen. Aber es ist nichts passiert.

    • @ MustuRechnen……….

      Blödmann.

      Hast Du den Artikel überhaupt gelesen oder plapperst du einfach was heraus und zeigst somit jedermann das Du gar nichts verstanden hast?

      Bei solchen „Schweizern“ brauchen wir die EU wahrlich nicht, wir sind uns Feind genug.

    • Korr:

      Ihr Kommentar muss zuerst freigeschaltet werden.

      @Walter Roth

      tja, Sie als Vielschreiber hier sind offenbar schon sehr verbittert. Dass man mit solchen Titeln („Blödmann“) um sich wirft, ist doch schon eine Qualifikation – eine Selbst-Qualifikation.
      Die Frage bleibt: Entscheiden Sie über „rechts“ und „links“ so, dass niemand mehr rechts von Ihnen steht? 😉

    • @ links rechts….

      Verbittert bin ich nicht, nein ich bin eine fröhliche Natur, …..aber eben auch ehrlich.
      Und, ich bin ein Kämpfer… kein Weichei. Ich will auch nicht Diplomat sein, den das verachte ich zutiefst.
      Also, wenn jemand Blödsinn schreibt, bekommt er von mir auch die entsprechende Quali……
      Dafür stecke ich auch gerne ein, kein Problem…

      „Direkt“ nennt man das….. das schmeicheln und Diplomatisieren …..das nichts-sagen, überlasse ich ihnen.

  21. Was haben Sie denn erwartet von einer Universität, die einen konservativen Sesselkleber als Rektor hat? Das berühmte von Ihnen erwähnte St. Galler Managementmodell stammt aus der Feder von einem unfähigen Verwaltungsratpräsidendeten. Witz komm raus.

    Sie haben recht: HSG, think big again!!

    • HSG Konservartiv ?

      Ich wünschte darauf könnte man sich verlassen.

      Leider unmöglich, angesichts eines Prof. Thomas Geiser und anderen die nicht mehr wissen wo sie als Lehrer der Wirtschaft stehen sollten, ja im Notfall sich für Links entscheiden ?

  22. Sehr geehrter Herr Professor Baudenbacher, für Ihren ausführlichen und klärenden Beitrag, aus dem man Ihre tiefe Verbundenheit mit der HSG unschwer herauslesen kann, danke ich Ihnen ganz herzlich. Damit erhalten auch Ihre kritischen Analysen zum Rahmenabkommen nur noch mehr Gewicht. Auch danke ich Herr Hässig, dass er mit dieser Plattform es möglich macht, dass solche Richtigstellungen aus erster Hand, noch veröffentlicht werden können. An welcher Stelle wäre das sonst noch möglich? Die unschöne Rolle die unser Staatsfernsehen mit der Rundschau vom 6. März in dieser Sache spielte, zeigt einmal mehr, wie wichtig es gewesen wäre, dass die Stimmbürger seinerzeit die No-Billag-Initiative angenommen hätten.

    • @ Peter Meier und Herr Professor Baudenbacher:

      in der Opferrolle suhlt es sich bekanntlich am besten…

  23. Sehr geehrter Herr Baudenbacher Ich habe mich gefragt, was diese Sendung soll. Was immer auch der Grund war; vielleicht wollte man Sie einfach nur diskreditieren – Ihre Haltung zum Rahmenvertrag, die ich voll und ganz teile, lässt grüssen.
    Normalerweise erstattet die Rundschau m.E. objektiv Bericht.

    • @ Eugen

      Der Bericht war objektiv.

      Herr Professor Baudenbacher konnte sich äussern und hätte die Möglichkeit gehabt, sich noch mehr zu äussern (hat davon aber nicht mehr Gebrauch gemacht).

      Auch aus juristischer Sicht kein Anlass, da ihm das rechtliche Gehör erteilt wurde.

      Dass Herr Professor Baudenbacher jedoch mit der Situation nicht einverstanden ist kann ich nachvollziehen.
      Nur wäre dann der Adressat die HSG, bzw. Rektorat oder Senat und nicht ein Medienunternehmen, das sich bemüht hat möglichst objektiv zu informieren.

    • SRF Zuschauer……..

      Glauben sie wirklich das man Herrn Baudenbacher in der Rundschau hätte ausreden lassen….?

      Nein, sie sollten sich mal informieren wie solche Sendungen vorbereitet und gemanagt werden.
      Da wird nichts einfach so dem Zufall überlassen.
      Und hätte er es getan, man hätte die Sendung moderiert und geschnitten.
      Nein schriftlich ist es besser darstellbar, sind die Geschehnisse sauberer festzuhalten.

      Ich sehe mir die Rundschau nicht mehr an, diese hätte ich mir wohl antun sollen……

    • @Kritischer SRF-Zuschauer:
      Bitte entschuldigen Sie: Aber was Sie hier von sich geben ist einfach nur Mist. Woher wissen Sie, was Herr Baudenbacher gesagt hat und was schlussendlich im SRF-Rundschau-Bericht verwendet wurde? Gerade dieser Umstand – das die Aussagen zur Klärung eben nicht ausgestrahlt wurden – wird von Herr Baudenbacher ja im obigen Text moniert. Ich denke folgendes wäre wichtig für Sie: 1. Lesen Sie zuerst, bevor Sie schreiben und 2. versuchen Sie sich nicht in „juristendeutsch“, wenn Sie absolut überhaupt nichts davon verstehen. ((von wegen „rechtliches Gehör“ in einem TV-Beitrag… hahahha)) Danke, dass Sie uns in Zukunft verschonen.

  24. Als Alumni der HSG gefällt mir das, was da an dieser Executive School abgeht, auch nicht. Hier hat Baudenbacher völlig recht. Da werden ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch Titel verkauft.
    Und die meisten Teilnehmer lassen sich den Kurs auch noch bezahlen! Diese Abschlüsse sind schlicht wertlos!

    • Nur so kommen Grosshülsen wie Früchtehof leichtfüssig mal nebenbei zu „akademischen“ Würden aus der Schnellbleiche ohne Durchfallquote. So ein Dünnsch…!

    • Dass die HSG eine Spitzen-Uni sein soll, davon träumts wohl den im eigenen Dünkel badenden CH Managern. Ein Blick auf die Rankings reicht um das zu widerlegené Die HSG liegt auf Platz 375 im globalen Gesamtranking. Und sogar bei bei ihrem Kernbereich „Economy and Econometrics“ schafft sie es nur auf Ränge 101-150.
      Spitze ist das sicher nicht. Es ist nicht mal in der Schweiz unter auf Platz 4, hinter der UZH (33), ETHZ (35) und der Uni Lausanne (51-100).
      Es ist vor allem ein teures Presitgeprojekt der St. Galler Elite, damit sich die Bünzlis dort wie Weltbürger fühlen können.