UBS-Superstar empfahl US-Fund, der steckt in College-Betrug

Aufsteiger Simon Smiles und sein Buddy setzten auf Finanzvehikel – Das entlässt Partner: Uni-Schmiergeld der Megareichen.

Simon Smiles schrieb wiederholt Schlagzeilen bei der Nummer 1. Der Mann aus Downunder stieg vom einfachen Analysten zum Super-Direktor im weltweiten Investment-Office der UBS auf.

Smiles steht nicht nur ständig vor TV-Kameras. Sondern er zementiert auch seine interne Machtposition – indem er seine Lieblinge in einflussreiche Stellen hievt, von wo sie dann den Sprung nach ganz oben schaffen.

Lacht: Smiles (UBS)

So geglückt bei Managing Director James Purcell. Purcell und sein Ziehvater Smiles verkündeten 2017 mit geschwelter Brust eine enge Zusammenarbeit mit einem US-Fonds, der es offiziell gut meinte.

Sprich: der nachhaltig investiert, um die Welt zu einem besseren Platz zu machen. Dafür stand allein schon der Schirmherr des Fonds. Es war kein Geringerer als Bono, Leadsänger der irischen Kultband U2.

Bono war gemäss einer Reuters-Meldung von Sommer 2017 ein „co-founder“ von „The Rise Fund“. Dieser Fonds wurde lanciert und geführt von TPG Capital, eine US-Investmentfirma in New York.

Und diese TPG Capital musste nun gestern die Reissleine ziehen.

Nachdem bekannt geworden war, dass sich sehr vermögende Amerikaner aus Business und Showgeschäft das Ticket zu Elite-Unis für ihren Nachwuchs mit viel Geld erkauften, brach weltweite Empörung aus.

Mit Schmieren die Söhnlein und Töchterchen an Harvard und Stanford bringen – für die amerikanische Mittelstands-Seele ein Aufreger der Über-Klasse.

TPG Capital stand mitten im Sturm. Die Finanz-Boutique meldete umgehend, dass sie Bill McGlashan, einen „managing partner of TPG Growth and chief executive of its Rise Fund“, per sofort „on indefinite administrative leave“ setzen würde.

Auslöser war eine nationale Verhaftungsaktion der US-Polizei. 50 Verdächtigte mit viel Kohle und wenig Unrechtsgefühlt landete vorübergehend hinter Gittern. Der Strippenzieher, der mit der Polizei kooperiert, sagt, er habe „mehr als 750 Familien“ zu Elite-Unis verholfen.

Fürs amerikanische Rechtsverständnis hört da der Spass auf: Den reichen Schmiergeld-Zahlern droht Gefängnis.

UBS-Crack Smiles, der einst ein Powergame gegen UBS-Widersacher aus Skandinavien für sich entschieden hatte, hat aufs falsche Pferd gesetzt.

Sein Stolz mit den über 300 Millionen Dollar, die er für den Fonds mit Ultra-Rocker Bono bei vermögenden Privatkunden aufgetrieben hatte – alles für die Katz.

Der Fonds-Betreiber im College-Skandal, die Kunden enttäuscht und verärgert.

Könnt Ihr nicht besser hinschauen, denken wohl einige der Private Clients. Die UBS und ihr Smiles werden sagen: Wer konnte das wissen?

Niemand. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Investment-Aufsteiger Smiles nun mit seiner New Yorker Boutique im Regen steht – und die UBS nach Paris-Debakel und Mütter-Diskriminierung in London erneut einen Reputationsschaden einfährt.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Oh Herr Hässig, das ist ja tiefstes Boulevardniveau. Und sie haben so einen Preis als Journalist für ihre Recherchen erhalten? Frage mich, ob sie seitdem grössenwahnsinnig geworden sind oder? Hier hat jemand seine Position ausgenutzt und sie machen nur der UBS Vorwürfe. Wieso nicht allen anderen hunderten von Geschäftspartnern von TPG? Keine anderen Schweizer Adressen gefunden? Noch ein paar Vermögensverwalter werden sich doch sicherlich auftreiben lassen, die in ihrem Leben irgendwann und wo mit TPG etwas zu tun hatten.

  2. Zusammengefasst:

    Der Adel lebt!!!!
    Altes FDP Motto: „Freiheit die ich meine“
    Liberal ist was mir nützt. Sozialliberal ist wenn ich als reicher Liberale noch was zurückbekomme.

    Auch in der Schweiz geht es beschleunigt in diese Richtung.

  3. Ein Geheimnis eines langen erfüllten Lebens ist,
    jedermann alles zu vergeben,
    bevor man zu Bett geht!

    Bernard M. Baruch
    * 19. August 1870 † 20. Juni 1965

  4. Noch Fragen. Wann begreift der „Durchschnitsbürger“ was eigentlich abgeht auf dieser Welt!
    Aber solche „Managergenies“ muss man ja mit Megagehältern u. Boni füttern, sonst gehen diese „klugen Köpfe“ zur Konkurrenz sagen u. a. unsere beiden VR-Präsidenten der UBS und CS-Bank. ACHTUNG:Diese Krankheit ist ansteckend!

  5. Die Sorte Smiles wurde eingeschleust, vor langer Zeit, von langer Hand, hinter die „feindlichen“ Linien. Um Schaden aufzubauen. Das Fort von innen ausholen. Uralte Taktik seit Jahrtausenden, siehe Homers Trojanische Belagerung. Das ist nun der dritte Donnerschlag gegen „USB“. Der stick wird ausgezogen. Bye bye.

  6. Die UBS Berater verstehen schon lange nicht mehr, welche Produkte zum Verkauf befohlen werden. Die Leute sind zwar gut ausgebildet, aber haben keine Wahl, ob sie Teil der Drückertruppe sein wollen. Auf gut Hochdeutsch ertönt der Befehl: Vorwärts Marsch. Sell or Leave. Leider ist dies keine Fasnacht, sondern das Offering unserer Grossbanken.

  7. Was hat den bitte Herr Smiles mit der Sache zu tun? Die UBS kann so etwas doch nicht vor den US Behörden wissen wenn sie einen Fonds aufnimmt. Diese Verknüpfung macht null Sinn und ist wirklich nicht fair.

  8. Ein Kommentator aus „zerohedge“ geht heute sogar noch weiter:

    systematisch sind die genannten Studienabgänger mit und ohne Abschluß an halbstaatlichen Stellen angestellt worden und betreiben Netzwerke und Institutionen, die an Kongress und Repräsentantenhaus vorbei Regulatorien und Bundesgesetze verabschieden.

    Für eine Studienzulassung werden ca. 2,5 Mio USD fällig, der Abschluss kostet in etwa dieselbe Summe, und Lobbyisten investieren für Bundesgesetze zugunsten engagierter Unternehmungen
    bis zu 50 Millionen Dollar.

    Der Hauptangeklagte, ein gewisser Ray Singer, hat 750 solcher „Vermittlungen“ vor Gericht zugegeben. Seine Institution ist stiftungsähnlich aufgebaut und bringt interessierte Eltern, deren Kinder und sogenannte „Tutoren“ zusammen, die eine berufliche „Karriere“ betreuen, die einen mit Geld, die anderen mit bestandenen Zeugnissen.

    Erwähnenswert, daß Universitäten dieser Sorte mittlerweile unter einer einheitlichen politischen Ausrichtung organisiert sind, die sämtliche Attribute der Linken mitbringen, also Genderismus, Klimawandel-Bekenntnis, Feminismus mit strengen Quotenregelungen, Diversitätsbekenntnissen, fanatischer Minderheitenschutz.

    Der „Deep-State“ nimmt Formen an.

  9. Ein weiteres Beispiel wie sich Menschen, denen es an Intellekt fehlt, mit Geld akademische Titel kaufen.

    Menschen, die ihre intellektuellen Minderwertigkeitskomplexe mit Titelkauf kompensieren müssen sind an sich krank.

    Aber sie sind finanziell erfolgreich und dies genügt in der Werteskala unserer Gesellschaft.

    Offenbar haben die FH’s und einige Universitäten das Geschäft mit den Superreichen zum Weiterbildungs-Geschäftsmodell entdeckt. Es braucht dann nur noch einen naiven Nobelpreisträger, den man als Zugpferd vorspannt.

    • Die haben sich keine Titel gekauft, sondern nur die Zulassung an die privaten Elitehochschulen mit Geldzahlungen erschlichen. Aber eben: lesen sollte man können, gell, Herr Hochschuldozent. Wo haben Sie denn Ihren Titel gekauft?

    • @Studiosus

      Ich muß Sie gerade mal rechts überholen.
      Nach neuesten Erkenntnissen sind die Studienabschlüsse mit weiteren Zahlungen begünstigt worden.
      Für diplomierte Studienabgänger gab es bereits vorgefertigte Karrieren in Lobbyisten-Gruppierungen.
      Ähnlich läuft das Geschäft mit Gesetzen und „regulations“ in den USA. Großkonzerne setzen sich mit Hilfe von weitgespannten Netzwerken auch gegenüber der Legislative durch.
      Bei den renommierten Universitäten in den USA ( IVY-League ) hat sich aufgrund dieser günstigen Konstellation ein Professoren-Mindestlohn von USD 300.000.- per anno etabliert.
      Ich habe mich immer wieder gefragt, wie Harvard an 680 Mio Eigenkapital kommt.
      Eigentlich eher ein Bildungsunternehmen als eine Bildungsinstitution, denn die Gutachten und Forschungsergebnisse für die Industrie sind ebenso lukrative Einnahmequellen.

      Zum Glück geht’s an Schweizer Universitäten ehrlicher zu.
      Verbindungen der HSG (St.Gallen) zu Banken (Raiffeisen) sind lediglich an der gemeinsamen Verbesserung der Lehre orientiert, Gutachten und Personalien werden streng reglementiert und stets aus neutraler Perspektive begleitet.

      Da befinden wir uns gegenüber den USA klar im Vorteil !

    • Bist du so naiv anzunehmen, die kaufen nur die Zulassung? Folgegeschäfte sind in diesen Kreisen üblich. Wer Zulassung verkauft macht sich eben erpressbar. So läuft das.

      Also zuerst verstehen und dann bashen, gell.

      Aber so, mein lieber Pseudo-Studiosus, wie du argumentativ daherkommst wäre ein Studium bestimmt nicht die richtige Wahl für dich, gell. q.e.d.

    • @ Studiosus

      Wer Zulassung zu Harvard oder anderen kauft bleibt dort einfach als studiosus eingeschrieben solange es geht.

      Und kauft sich dann, wenn die „Rahmenbdingungen“ passen, gleich auch noch einen Bachelor oder master an einer ihm „affinen“ Fakultät. So läuft das mein lieber studiosus. Aber das wissen Sie ja selber am besten als rich kid.

    • In Bratislava, Slowakei, Dr. plus Prof. im Duopack günstiger.
      Manch blödes deutsches Kind von reichem Vater ist nun Dr. und der Vater Prof., alles gekauft.

  10. Interessant ist ja dass es sich bei diesen Heuchlern ausnahmslos um Sozis (neusprech: „Liberale“) handelt, die regelmässig von Chancengleichheit etc. sprechen.

    Wenn’s um „Chancengleichheit“ ihrer eigenen, degenerierten Nachfolge geht, gilt das natürlich nicht.

    So wie die rot-grünen Abzocker im wohlstandsverblödeten Gutmenschen-Europa: Umweltschutz ja, aber nur für die anderen.

    • Interessant Laura…
      Aber in der Physik wir wissen, dass alles endet bei Rot! Das Licht und auch die Sonne irgendwann…so ihre Aussage ist Leer…
      Aber in der Physik Leere kann sehr wertvoll sein!
      That’s my smile…😁🎲🎯

    • Wo sind die Beweise für Ihre Behauptung? Betrüger gibt es in allen politischen Lagern.

      Es ist zum Beispiel bekannt, dass der Schwiegersohn von Präsident Trump trotz mittelmässigen Schulnoten in Harvard aufgenommen wurde. Sein Vater machte vorgängig eine 2.5 Millionenspende zu Gunsten der renommierten Ausbildungsstätte.

  11. Diese Schlagzeile ist reichlich an den Haaren herbeigezogen:
    1. TPG Capital ist keine Finanzboutique, sondern eines der renommiertesten und erfolgreichsten Private Equity Häuser überhaupt.
    2. Die Tatsache, dass ein Managing Partner von TPG in den College-Skandal verwickelt ist, steht in keinem Zusammenhang mit der Qualität von TPG als Asset Manager. Die Unterstellung, dass UBS-Kunden daraus ein Schaden entstehen könnte, ist schlicht nicht gerechtfertigt. Weder TPG’s Stabilität, noch die Investment-Performance wird durch das Verfahren in irgend einer Weise tangiert.
    3. Die Aussage, Simon Smiles sei in den College-Skandal verwickelt, ist somit irreführend und faktisch falsch.
    Warum, Herr Hässig, konstruieren Sie auf derart plumpe Weise pseudo-kausale Zusammenhänge, die sich nicht erhärten lassen? Das können Sie doch besser…

  12. Und spricht sicher, wie jeder Expat in Zürich, gut Deutsch, ist wie jeder Expat gut integriert und bezahlt als Expat gleichviel Steuern wie ein Inländer.

  13. „Auslöser war eine nationale Verhaftungsaktion der US-Polizei. Dutzende von Verdächtigten mit viel Kohle und wenig Unrechtsgefühl landeten vorübergehend hinter Gittern.“

    Für eine „nationale „“Untersuchungs““-Verhaftungsaktion“ auch in der Schweiz, und zwar im Finanzsektor, bestünden eigentlich seit Jahren genügend Ansatzpunkte (FIFA, 1MDB, Brasilien, Venezuela etc.).
    BA Lauber ist aber gerade auf geheimer Mission mit Gianni Infantino im Nebenzimmer mit Nebenabsprachen beschäftigt, während Mark Branson einen scharfen Brief an die Sparkasse Oberkander redigiert.

  14. #UBS

    … was kümmern Weber/Ermotti Reputationsschäden?

    Man redet lieber alles schön, täuscht mit Phantasiegeschichten über Sachverhalte hinweg, nimmt Dritte in Sippenhaft während die Penner bei der Finanzmarktaufsicht untätig bleiben, weil man aller Anschein nach selber eine Puzzleteil jener ist, die in Sippenhaft genommen werden können…

    • LH will Ihnen damit sagen, daß leistungsorientierte Zulassungskriterien keine Rolle mehr spielen, sondern durch Bargeldzahlungen ersetzbar sind.
      Eine Qualifikation findet also über Ihren Geldbeutel statt.
      Nicht der beste gewinnt, sondern derjenige mit der grössten Liquidität.