UBS und Frauen: Förderung reiner Witz

Grossbank lässt Kader nach Mutterschaft im Regen stehen – Wenig Bonus, kein Aufstieg – Ausnahme: Mrs Stewart, Vorzeige-Girl.

Die UBS würde ihre Frauen-Kader schlecht behandeln, schreibt die grosse Financial Times heute. Nach der Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub bleibe man als Frau Mitarbeiter zweiter Klasse – mit weniger Bonus und in der Karriere-Sackgasse.

Die Aussagen Betroffener stehen in scharfem Kontrast zur Selbstdeklaration der Nummer 1 der Schweiz. Deren Spitze wird nicht müde zu betonen, wie frauenfreundlich man geworden sei.

Effektiv zeigt sich, dass dies nur für wenige Auserwählte gilt. Caroline Stewart, eine Spitzenfrau des Finanzwesen, verschwand vor ein paar Jahren plötzlich von der Bildfläche.

Nachfragen ergaben, dass sie im Mutterschaftsurlaub weile. Kürzlich tauchte Frau Stewart wieder auf. Nicht irgendwo, sondern als Finanzchefin der UBS Investmentbank, wie Finews kürzlich berichtete.

Trotz Baby top: Stewart (LinkedIn)

Damit zählt die Schottin zu jenen UBS-Managerinnen, die den Sprung in die Konzernleitung schaffen könnten.

Anders die Mütter im mittleren Kader; in den Rängen der Normalsterblichen, also jenen der Vice Presidents und Directors. Sie müssen sich damit abfinden, dass die Grossbank bei ihrer Frauenförderung viel verspricht, vieles dann aber nicht hält.

Es öffnet sich eine Schere zwischen öffentlichen Verlautbarungen und gelebter Realität. Zumindest, wenn die Story in der Financial Times stimmt. Und dann nicht nur bei der UBS.

Frauen-Programme: Inflationär (IP)

Immer mehr Organisationen verlieren beim Thema Frauen den „Verstand“. Sie überbieten sich darin, Frauen zu fördern.

Im Alltag, wenn es dann um Boni geht oder um die Beförderung, ist eine Mutter in mittleren Rängen im Nachteil. Sie wird übergangen.

Und sollte es gar zu schweren Vorwürfen kommen, wie im Fall einer jungen Frau im Investment Banking der UBS, dann versagt die ganze Hierarchie.

Inklusive der Personalabteilung. Die war im Fall der Schweizer Grossbank und ihrem Ableger in London geführt von … der grossen Vorzeigefrau des Managements: Sabine Keller-Busse. Diese sitzt inzwischen in der Konzernleitung der Bank.

Kommentare

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  1. Der Mann muss also während der Abwesenheit (180 Tage) der Frau, ihre Arbeit erledigen. Sie muss dann den gleichen Bonus erhalten, wird befördert und der Mann wird dann ü50 entlassen.
    Das nennt man Diversity.

  2. Bei UBS werden Frauen, insbesondere bis und mit ED denn Männern vorgezogen – Leistung spielt keine Rolle mehr, hauptsache Frau.
    Und der Boni der Frauen wird gekürzt, mit der Begründung: man sei ja nicht 12 Monate bei der Arbeit gewesen.
    Diese Bank ist ein Witz: Lieber die besten auswählen statt sich auf diversity zu fokussieren. Wenn Du die besten nimmst, dann hast Du automatisch diversity. Aber das hat die Bank nach wie vor nicht kapiert…

  3. Liebe Frauen kommt auch mal vom Ego Trip herunter und schaut auch mal auf Männer. Die u.a. Familienväter mit Verpflichtungen werden schon nach 45 höchstens noch hinaus befördert geschweige denn ge- oder befördert.

    • @Urschweizer

      Was heisst denn Egotrip? Frauen wurden in der Schweiz bis tief ins 20. Jahrhundert als Menschen 2. Klasse behandelt.

      Bis 1971 hatten sie kein Stimm- und Wahlrecht und noch im Jahr 1976 brauchte eine verheiratete Frau die Einwilligung ihres Ehemannes, um erwerbstätig zu sein; ganz zu schweigen davon, dass sie gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhielt (und teilweise bis heute nicht erhält). Und dies liegt alles noch nicht mal 50 Jahre zurück!!!
      Unter folgendem Link ist anschaulich nachzulesen, was Frauen bis in die 1970er und 1980er Jahre NICHT durften: https://www.blick.ch/baa/6-dinge-die-frauen-in-der-schweiz-frueher-nicht-durften-id15113879.html

      Frauen fordern einzig die UMSETZUNG des ihnen seit 1981 in der Bundesverfassung verbrieften Rechts ein, gleichbehandelt zu werden, was leider bei weitem noch nicht erreicht ist. Da ist es doch sehr vermessen, von „Egotrip“ zu reden.

      Zur Erinnerung:
      In der Schweiz ist die Gleichstellung der Geschlechter seit 1981 in der Bundesverfassung verankert. Der Gleichstellungsartikel verpflichtet den Gesetzgeber, für rechtliche UND tatsächliche Gleichstellung zu sorgen, und enthält ein direkt durchsetzbares Individualrecht auf gleichen Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit.

      1996 trat das Gleichstellungsgesetz in Kraft; es konkretisiert den Verfassungsauftrag für das Erwerbsleben, verbietet direkte wie indirekte Diskriminierungen in allen Arbeitsverhältnissen und soll die Chancengleichheit im Erwerbsleben sicherstellen.

      Sie machen Ihrem Namen alle Ehre: Ihre Sichtweise belegt überdeutlich, wie tief die uralten, überholten Rollenbilder von Frau und Mann immer noch in den CH-Köpfen stecken. Warum haben nur Familien“VAETER“ Verpflichtungen? Genau dieselben Verpflichtungen haben Familien“MUETTER“! – notabene eine logische Konsequenz der Gleichstellung.

      Und mit ihrem Klagen, dass „u.a. Familienväter mit Verpflichtungen“ (gibt es auch solche ohne Verpflichtungen?) schon nach 45 höchstens noch „hinaus befördert“ werden, ist niemandem geholfen. Was für Leute sind es denn, die so rücksichts- und verantwortungslos handeln? -> MAENNER! Und warum wehren sich die betroffenen Männer nicht dagegen, solidarisieren sie sich nicht gegen solche Machenschaften?

      Wenn diese „Familienväter mit Verpflichtungen“ mit Familienmüttern mit Verpflichtungen verheiratet sind, sprich sich Frau und Mann die Familienverpflichtungen – also Erwerbs- und Familienarbeit – teilen, so fällt das Risiko der „Brotlosigkeit“ für die Familie geringer aus. Denn so besteht die Möglichkeit, dass die Familienmutter ihr Arbeitspensum erhöhen kann und der „rausbeförderte“ Familienvater mehr Familienarbeit übernimmt. Mir sind Familien bekannt, die exakt diesen Lösungsweg eingeschlagen haben und sehr gut damit leben. Emanzipierte Männer, eben – die es zum Glück immer mehr gibt, und mit denen ich gerne auf Augenhöhe in partnerschaftlichem Geben und Nehmen zusammenarbeite, mich austausche, zusammenlebe.

  4. Ich glaube sofort, dass alles dieses schön-schwatzen vom Management nur Marketing ist. Ein dazu passendes Beispiel. Ich habe zB. von einem Insider erfahren, dass auch Mitarbeiter über 55 nicht eingestellt werden sollen. Interviews muss man trotzdem machen, aber nur damit die Statistik des HR ausweisen kann dass auch ältere Mitarbeiter interviewet wurden.
    Also existiert die bewusste und angeordnete Diskriminierung.

  5. Na endlich male eine positive Story über die UBS! Recht so, Frauenföderung ist absurd und braucht es nicht! Es ist ja schliesslich nicht so, dass es ihnen in der Schweiz schlecht ginge und sie eine Förderung brauchen!

  6. Irgendwie unverständlich, dieses Bonus Gekreische.

    Ein Bekannter von mir hatte eine UBS Aktien Position im Bereich einiger Hunderttausend Franken, erworben im Schnitt für 86 Franken pro Aktie.

    Was denken solche Aktionäre, wenn sie nun lesen, dass die UBS MitarbeiterInnen nun quasi ein gottgegebenes Recht auf einen Bonus ableiten, obwohl der Wert der Aktie immer noch am Boden ist?

  7. FRAUEN steht auf.
    Wieso kündigt nicht jede aber auch jede Frau die Konten bei
    UBS?
    Sie behandeln Frauen ja als Personal zweiter Klasse.
    Macht es, das ist die einzige Weg, der wehtut. Eben beim
    Geld und nur das zählt für die UBS. Eine Schande.

    • Stinksaurer, langjähriger UBS Aktionär mit Mio. in den Miesen seit Kauf der UBS Position.

      Es gibt kein (gottgegebenes oder wohlerworbenes) Anrecht auf Bonus. Frage geklärt?!

    • Ja, absolut. Bonus ist eine Sonderzahlung und es ist nicht Pflicht eines Arbeitgebers einen Bonus zu zahlen. Und schon gar nicht an Mitarbeiter (m/w) die nicht anwesend waren. andere haben in dieser Zeit Ihre Arbeit gemacht.
      Woher nehmt ihr eigentlich den Grössenwahn, das da jeder einen Bonus „zu gut“ hat?
      Grundsätzlich bekommt ihr das Gehalt und dies ist, was vertraglich vereinbart wurde. Nicht mehr und nicht weniger.

  8. Quotenfrauen sind vor allem für Frauen, die es selber geschafft haben hoch zu kommen, ein Schlag ins Gesicht.

  9. UBS? Alles richtig gemacht! Schon 1995, in einer der beiden Vorläuferbanken, hatten wir bereits Quotenfrauen. Fachlicher Hintergrund/Führungsqualität hin oder her. Aus Prinzip. Offensichtlich hat UBS nun auch diese leidige Gender-Offensive weislich im voraus antizipiert. Zitat Ermotti:
    „I am convinced that a company with an inclusive culture and a diverse workforce is more innovative, provides better services to its clients and is a more attractive place to work.“
    Was soll eine Frauenquote, wenn sich aufgrund der heutigen Möglichkeiten jeder innert Wochen geschlechtlich umpolen kann(heut bin ich Der, morgen Die, übermorgen Das, und nächste Woche bin ich Marsianer)?

    Genau gar nix! Also weg mit dem Sch…
    Gruss
    Chec

    Chec

    • @ Marcel:
      Alleinerzieher stimme ich rundum zu (egal ob Mann oder Frau).
      Alleinernährer = Luxus aus Vergangenheit (lang lang ist’s her).

  10. Mimimimi…bin selbst Frau und Mutter, im Finanzbereich tätig und kann dieses ewige Geheule NICHT MEHR HÖREN!!! Die Kolleginnen sind total selbst schuld.

    Wo bitte steht, dass ein reduziertes Pensum nur dank dem Frauen-Status bei Mutterschaft mit Karriereaufwärts-Schritten einhergehen soll? Spinnt’s euch?

    Das Problem ist, dass ihr bei euren Männern nicht Unterstützung einfordert (hört auf mit dem Märchen, Männer erhalten keinen 80% Job) und ihr einfach NICHT belastbar seid. Punkt.

    Keine von euch Jammer-Tanten will interessanterweise den Job wechseln, denn das Gehalt ist ja immer noch überdurchschnittlich. So hoch kann der Leidensdruck also nicht sein…

    Und ja, mein Mann und ich haben während der Kleinkinder-Phase unsere Jobs jeweils auf 60% resp. 80% reduziert (wir arbeiten beide bei renommierten Instituten). Nun arbeiten wir beide 90% in führenden Positionen.

    • Bravo! Ich kann ihnen nur beipflichten. Ich war selber in dieser Situation – und dazu noch viele Jahre alleinerziehend. Die meisten dieser Frau haben einfach nicht das Zeug dazu und sind schlichtweg zu unorganisiert oder bequem. Hört endlich auf zu schreien und setzt die Energie für den Job ein. Es fällt niemandem etwas in den Schoss – auch den Männern nicht übrigens!

    • @Rachelle W.

      Mamamama…MIA! Das freut mich, dass Sie es zusammen mit Ihrem Mann geschafft haben, die Kleinkinderphase mit Job-Reduktion beider Elternteile zu meistern und nun beide bei denselben Instituten (sogar renommierten, was das auch immer heissen mag…) zu 90% in leitenden Positionen weiterarbeiten.

      Ihre erschreckend einseitigen und damit unbedarften Aussagen kann ich nicht unkommentiert stehen lassen (wie auch das Statement der ins gleiche unbedarfte Horn blasende Dame namens „fertig gejammert“).

      Ja, es gibt Frauen, die sich ausschliesslich in der Opferrolle sehen, dies trifft aber nur auf eine kleine Minderheit zu.
      Bereits Ihre Aussage, dass die „Kolleginnen“ selbst schuld sind – und dann erst noch „total“ – belegt Ihren unsäglich eingeschränkten Wissensstand. Es gibt ganz viele Frauen – und notabene auch Männer (MIT qualifiziertem Berufsabschluss), die >4000 CHF brutto p.M. bei 100% verdienen und es sich daher schlicht nicht leisten können, ihre Arbeitspensen während der Kinderphase zu reduzieren, schon gar nicht in diesem Umfang, wie Sie das offenbar tun konnten, und erst noch ohne sich damit einen „Karrierenachteil“ einzuhandeln.

      Und auch Ihre Aufforderung, frau solle mit dem „Märchen“ aufhören, dass Männer keine 80%-Jobs erhalten, ist schlicht ignorant. Ich kenne manche Männer, welche in einer Führungspositionen (oberes Kader) VON SICH AUS in der Kleinkinderphase um eine Pensumsreduktion nachfragten, weil sie eben mehr sein wollten als nur Wochenendvater und sich bewusst die Erwerbs- und Erziehungsarbeit mit ihren Partnerinnen teilen wollten – auch über die Kleinkinderphase hinaus.

      Die meisten von ihnen erhielten (von ihren VorgesetztEN) keine Pensumsreduktion in ihrer aktuellen Position mit der Begründung, dass die Aufgaben auf ihrer Führungsstufe nicht teilbar seien und somit ein 100%-Pensum unabdingbar ist.
      Ein paar wenige erhielten das Angebot, eine weniger verantwortungsvolle Aufgabe in Teilzeit zu übernehmen, was natürlich mit einer empfindlichen Lohneinbusse verbunden war, die sich in einem Teilzeitpensum noch verschärft.

      Von diesen Männern arbeiten die einen nun wohl oder übel weiterhin 100% in ihrer bisherigen Position; andere, die konnten, haben sich selbständig gemacht. Keiner von denen, die ein Angebot zur „Zurückstufung“ erhalten haben, hat dieses angenommen, aus Gründen, die auch Sie sicher nachvollziehen können.

      Auch wenn sich in Sachen Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Frau und Mann in der Arbeitswelt schon einiges verbessert hat, so ist es andererseits auch immer noch eine Tatsache, dass Frauen explizit (z.B. Lohndiskriminierung einzig aufgrund des Geschlechts bei einer gleichen Arbeit) und implizit (vorherrschende Gesellschaftsrollenbilder) diskriminiert werden – ganz zu schweigen von Männern, die diskriminiert werden, weil sie ihre Verantwortung auch in der Familienarbeit vermehrt wahrnehmen wollen.

      Sie kennen sich ganz offensichtlich nur in Ihrem sehr eingeschränkten Umfeld aus, denn mit Ihrem „Modell“ gehören Sie zu einer kleinen, privilegierten Minderheit. Aus dieser Position auf ALLE Frauen zu schliessen, ist wie gesagt ignorant. Stellen Sie sich mal die Frage, warum die sog. „Frauenberufe“ mehrheitlich zu den schlechtestbezahlten gehören; notabene Berufsausbildungen, die 3 und mehr Jahre dauern und deren Ausübung nicht minder mit einer grossen Verantwortung verbunden sind, wie dies vermutlich auch in Ihrer „führenden Position“ in einem „renommierten“ Institut der Fall ist.

      Hierzu gibt es ein plakatives Beispiel, wie ein Berufsstand lohnmässig diskriminiert wurde und teilweise immer noch wird, weil dieser Beruf mehrheitlich von Frauen erlernt und ausgeübt wird: die Gesundheitsberufe (Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie). Gewerkschaften und Berufsverbände klagten 2001 die Stadt Zürich wegen Lohndiskriminierung ein; dies wohlverstanden NICHT wegen Lohndiskriminierung zwischen Frau und Mann innerhalb der Gesundheitsberufe – denn da herrscht Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern – sondern wegen Lohndiskriminierung aufgrund diskriminierender Besoldungseinreihung im Vergleich zur Polizei.

      Dabei bezogen sich die klagenden Berufsverbände auf Urteile des kantonalen Verwaltungsgerichts. Dieses hält in seiner Erwägung fest, „dass Krankenschwester ein typischer Frauenberuf sei und Polizeiberufe generell männlich identifiziert. Der Vergleich sei also grundsätzlich geeignet, um Lohndiskriminierung zu untersuchen.“

      Und in seinem Urteil stellt das Verwaltungsgericht fest, dass die Einreihung der dipl. Krankenschwestern und -pfleger gegen Verfassung und Gleichstellungsgesetz verstösst. Sie müssen neu mindestens in die Lohnklassen 14 (statt 12) eingestuft werden. Zudem hat der Kanton allen von der Diskriminierung Betroffenen für die letzten fünf Jahre Lohnnachzahlungen zu leisten, den Klägerinnen gar ab 1991.
      -> Die ausführliche Dokumentation der Verbandsklage gegen die Statd Zürich kann unter https://www.gleichstellungsgesetz.ch/d103-1359.html#no2 nachgelesen werden.

      Ich betone nochmals: Von dieser diskriminierenden Besoldungseinreihung sind nicht nur Frauen, sondern auch Männer in diesen Berufen betroffen, weil sie „dummerweise“ einen Beruf gewählt haben, der vom Frauen-Rollenbild geprägt ist und somit „automatisch“ lohnmässig tiefer eingestuft wird.

      Fazit: Ihre Aussage, dass das Problem darin besteht, dass „ihr (also DIE Frauen) einfach NICHT belastbar“ seien, ist masslos arrogant und ignorant. Wenn Sie in Ihrer führenden Position ebenso undifferenziert und unbedarft „denken“ und handeln und urteilen – dann gute Nacht du „renommierte“ Institution.

    • @Allegrina ist Ihnen schon aufgefallen, dass dieser Blog für Mitarbeiter der Finanzindustrie schreibt und nicht für solche im Gesundheitswesen? Der Kommentar von Rachelle W. bezieht sich wohl auf ebensolche Mitarbeiterinnen im Finanzwesen und nicht in Ihrer Berufsgattung. Wenn diese gemäss Ihrem Verständnis benachteiligt wird/ist, dann sollte dies von der Politik bzw. von Ihrer Gewerkschaft angegangen werden und nicht hier in den Kommentaren. Es steht jedem frei, wo er sich betätigen will und es ist sicherlich nicht das Problem der Mitarbeiter in Finanzinstituten, die Misere in Ihrer Berufsgattung zu lösen.

    • @MissMoMo

      Um weitere Irrgedanken und Fehlinterpretationen Ihrerseits gleich im Vornherein zu vermeiden: Ich arbeite weder in einem Gesundheitsberuf noch bin ich Mitglied einer Gewerkschaft; das Gesundheitwesen ist also NICHT „meine“ Berufsgattung.

      Und ich nehme mir die Freiheit, auf diesem Blog meine Ansichten und Meinungen zu äussern, auch wenn ich als Politologin, die im Nebenfach Volkswirtschaft studiert hat, nicht in der Finanz“industrie“ arbeite, mich aber mit arbeitsmarktlichen und gesellschaftspolitischen Themen (beruflich wie privat) intensiv auseinandersetze.

      Ihr Statement ist ein überaus anschauliches Paradebeispiel für den sehr eingeschränkten Blick leider vieler Menschen, insbesondere derjenigen aus der Finanz“industrie“. Es macht die Unfähigkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen und zu denken, überaus deutlich:

      1. Sie scheinen noch nicht bemerkt zu haben, dass unsere Gesellschaft – bestehend aus diversen Bereichen, u.a. die Wirtschaft und die Arbeitswelt – keine Kommode mit hermetisch abgeschlossenen Bereichs-„Schubladen“ ist, sondern ein hoch komplexes, ineinander verwobenes Gebilde mit vielen Wechselwirkungen zwischen diesen Bereichen.
      Und erst recht gibt es keine solche hermetisch abgeschlossenen Bereiche (Branchen) in der Volkswirtschaft.

      2. Sie haben in keiner Weise verstanden, welche Aspekte ich von den Aussagen von Rachelle W. klar widerlege und dies anhand der Gesundheitsberufe veranschauliche, weil da eben ein konkretes Urteil in Sachen Lohndiskriminierung aufgrund der herrschenden Rollenbilder vorliegt. Ich hätte auch das Beispiel der KindergärtnerInnen oder LehrerInnen nehmen können, wo ähnliche Urteile des Verwaltungs- und Bundesgerichts vorliegen…

      3. Frau und Mann ist ja nicht nur MitarbeiterIn in einer bestimmten Branche, sondern auch Mitglied der gesamtgesellschaftlichen Lebenswelt, also StimmbürgerIn, KonsumentIn, SteuerzahlerIn, PatientIn etc.

      Um beim Beispiel der Gesundheitsberufe zu bleiben: Wenn Sie wegen Krankheit oder Unfall im Spital liegen, und wegen u.a. schlechter Entlöhnung und Arbeitsbedingungen ein grosser Mangel an Pflegefachleute herrscht (was ja kein hypothetisches Szenario ist, sondern an manchen Spitälern knallharte Realität), sodass Sie wegen ungenügender Pflege einen dauerhaften gesundheitlichen Schaden erleiden – sagen Sie dann immer noch: die Misere in der „Gattung“ Gesundheitsberufe ist nicht mein Problem als MitarbeiterIn eines Finanzinstituts, die sollen diese gefälligst selber lösen?

      Last but not least: Wenn Sie meine Ausführungen etwas genauer lesen, so waren es die Gewerkschaften und Berufsverbände, die diese „Misere“ – diesfalls die Lohndiskriminierung – zusammen mit sämtlichen Pflegefachmänner und -frauen angegangen sind. Und nur dank deren Anstrengungen hat sich die „Politik“ damit vertiefter auseinander setzen müssen und aufgrund des Verfassungsrechts hat das Verwaltungsgericht die Klage auf Lohndiskriminierung gutgeheissen.

      Wenn Sie also nur ein bisschen über den eigenen Tellerrand nachdenken, sollte auch Ihnen klar werden, dass Sie von Problemen in anderen Berufs“gattungen“ schneller betroffen sein können, als Sie denken. Die Lösung von „Miseren“ in anderen Berufs“gattungen“ lassen sich also nicht einfach an die diesen Beruf ausübenden Personen delegieren, falls man eine gut funktionierende Infrastruktur (Wasser- und Energieversorgung, Müllabfuhr, schneebefreite Strassen etc.), Gesundheitsversorgung, Bildungsinstitutionen…..bref: einen funktionierenden Service public will, ohne den das alltägliche Berufsleben – auch in der Finanzindustrie – nicht oder nur schlecht möglich wäre.

  11. Tatsächlich ist die Wahrheit, dass UBS allen MA viel abverlangt und verspricht aber mit den eigenen Versprechen auf der Strecke bleibt. Quer durch alle Ränge und Geschlechter sind Beförderunge schwierig und Boni im esoterischen Bereich von 1000-2000 CHF. Als Frau hat man zumindest die Chance auf eine Beförderung – als Mann siehts schlechter aus.

    • Was ist denn dass für ein Unsinn. Bei der UBS wird von niemandem etwas verlangt. Man geht morgens hin, abends heim, und kriegt seine 10’000 im Monat. Das Essen in den Kantinen ist meistens auch recht gut, also kein Grund zu Klage.
      Im UBS IT Sektor hat Frau gute Chancen eine Stufe weiter zukommen. Im Organigramm macht es einen guten Eindruck, wenn auch eine Frau gelistet ist. Leistung wird überschätzt. Dabei sein ist alles.

    • 1.000.- bis 2.000.- chf bonus? wo arbeiten sie? in der poststelle? geldschalter?

      ich kenne niemanden, der auch nur annähernd so wenig bonus erhalten hat.

  12. Als ehemaliger HR Mitarbeiter der UBS kann ich bezeugen, dass die ausgeschriebenen 80 – 100% Anstellungen reine Lippenbekenntnisse der Geschäftsleitung sind, die nur zu Marketingzwecken dienen. Ich habe kaum 80% Anstellungen, die Frauen entgegenkommen würden, erlebt. Die Linie lässt das nicht zu, auch aus Angst, sie würde die restlichen 20% im Personaletat verlieren.

    Teilzeit und Job Sharing sind kaum ein Thema. Die UBS hat die Entwicklung in den Arbeitsformen der letzten Zeit völlig verpasst.

    Und nicht zuletzt: HR hat in der UBS rein gar nichts zu sagen, da es nur von Schönschwätzern und Narzissten geführt wird.

    • So ist es. I could not agree more.
      Take care, bis zum nächsten Apéro.

    • Es wäre interessant, die Rauswurfquoten in Sachen betriebliche Gründe von Teilzeitarbeitern zu wissen. Bei den Ängsten der Linie stehen teilzeitarbeitende Mütter da sicher in der ersten Reihe.

    • @ zum Glück ex HR UBS

      Warum sollte „HR“ auch „etwas zu sagen“ haben? Die Personalabteilung ist eine reine Unsterstützungsfunktion für die Linie! Entscheiden tut die Linie, selbstverständlich!

  13. Ich lese hier nur von positiven Beispielen. Zu den angeblich übergangenen Frauen gibt es im Artikel keinen einzigen konkreten Hinweis (wobei es sicher auch zahllose Männer gibt, die sich bei Beförderungen ungerecht behandelt fühlen). Auch in diesem Beitrag wird – wie leider so oft – pauschalisiert und polemisiert. Schade. Das dient der Sache sicher nicht.

    • Wenn sie doch Ex sind, was machen sie denn hier?
      Veganer scheinen sie zu sein – es fehlt etwas Hirnnahrung! Bleiben ie doch bitte Ex – und fern dazu. Das würde uns freude bereiten!

  14. Eine gut ausgebildete, selbstbewusste Frau braucht keine spezielle Förderung um etwas zu erreichen.
    In der Schule braucht auch nur der/die Förderung, welche(r) irgendwo halt trotzdem ein Manko hat. Dieses momentane Frauen Förderungsthema wertet die Frau eher ab als es ihr wirklich nützt.

    • Und wer als Frau in einer dieser Abzockerbuden „arbeitet“ ist voll selber schuld, die Männer natürlich auch.

    • Genau, und übrigens, Frauenförderung ist sexistisch und sollte deshalb verboten werden, mindestens für alle Behörden, denn es ist eine klare Verletzung der schweizerischen Verfassung, die explizit jede Diskriminierung aufgrund vom Geschlecht verbietet.
      Man sollte also „Frauenförderung“ in „Personenförderung“ umbenennen.

    • Sie haben recht, leider ist bei der UBS „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ nicht immer „daily business“.

    • Soweit die Theorie. Die keiner Praxis stand hält. Niemand will eine Quotenfrau oder Quotenmann sein. Testosteron gesteuerte Männer die wirklich alles für ihre Karriere und Netzwerk getan haben, geben freiwillig gar nichts ab. Weder Macht noch dicke Hose. Wenn der Staat nicht nachgeholfen hätte, hätten wir heute noch kein Frauenstimmrecht. Wo würde unser Staat heute wohl stehen?

  15. Feminismus existiert nur,
    um hässliche Frauen
    in die Gesellschaft zu integrieren.

    Charles Bukowski
    * 16. August 1920 † 9. März 1994

  16. heutzutage muss man(n)/frau sich ja fast entschuldigen wenn man vater oder mutter wird. unser dasein ist ja schliesslich ausschliesslich (!) dem arbeitgeber zu widmen! lebensfreude, freunde, sinn des lebens, verwirklichung etc. findet ja man am arbeitsplatz. und sicher nicht im privaten umfeld, in der familie. wo kämen wir denn hin…

  17. Wieso es bei Beförderungen und Boni nicht klappt, hat einen einfachen Grund:

    Fähigkeiten und Leistungen kann man nur in Grenzen ignorieren. Und das Modell beim Staat, die Arbeit durch externe Berater erledigen zu lassen, geht bei Banken auch nur in Grenzen.

    Was als frauenfeindlich dargestellt wird, ist Realität für alle in einer Bank: Es ist anstrengend, voranzukommen, denn es gibt viel Konkurrenz. Wer durch eine Babypause oder Teilzeit temporär weg ist, zieht logischerweise eher den Kürzeren. Dank Frauenförderung übrigens relativ gesehen eher Menschen, die sich nicht als Frauen definieren.