Gottsteins Macho-Gang sägt Miss Digipigi ab

Hohe CS-Managerin landet im Horgener Hinterhof – Bigboss Gottsteins Männer-Riege freuts – Scheinheilige Frauen-Förderung.

Florence Schnydrig Moser galt als weiblicher Shootingstar der Credit Suisse. Nun landet sie im Hinterhof der CS – in deren Jointventure-Swisscard in Horgen, wo die Frau neu Kreditkarten und Callcenter führt.

Schnydrig Mosers Auswechslung trägt die Handschrift von Thomas Gottstein und dessen Macho-Clubs an der Spitze der CS Schweiz. Sie wollten die Frau loshaben, um sich selbst zu stärken.

Wie das geht, zeigen Gottstein & Co. mit ganzer Brutalität. Die Herren-Riege teilt Schnydrig Mosers bisherigen Bereich mit 500 Mitarbeitern unter sich auf.

Filetieren und verteilen, lautet der Schlachtruf der Old Boys unter Führung des einstigen Investmentbankers Gottstein.

Der Coup gelang, die Frau ist Geschichte.

Die CS-Pressestelle betont, dass es sich um einen gewaltigen Aufstieg für die Bankerin handelt. CEO einer 700-köpfigen Firma, das gebe es nur selten.

Effektiv geht es um Anderes. Die oberste CS-Führung predigt Frauen-Förderung. In glänzenden Broschüren, an illustren Podiumsveranstaltungen, in netten Interviews schwärmen ihre Chefs davon, den Anteil der Frauen im Management und in der Crew stets weiter zu erhöhen.

Mit Schnydrig Moser hatten die CS-Männer in der Schweiz ein Aushängeschild. Ob gut oder schlecht, erfolgreich oder missraten, spielt keine Rolle.

Die Frau war da. Sie lancierte Digipigi, das elektronische Sparschwein; sie war verantwortlich für den Weiterausbau von Bonviva, den CS-Standardpaketen für ihre Schweizer Kunden; sie musste CS Invest, das Börsenangebot der Bank, nach vorn bringen.

Sie habe nichts von dem geschafft, machen nun CS-Schlachtrösser Stimmung gegen sie. Doch was genau haben diese zustande gebracht?

Serge Fehr, der Genfer an der Spitze des Schweizer Private Bankings: Er tritt gerne im Anzug mit leuchtend farbigen Strümpfen auf und verteilt Escher-Awards an seine Berater.

Oder der Finanzchef, der Risikochef, der Firmenkunden-Chef: Was haben sie in den letzten 3 Jahren unter Schweiz-CEO Gottstein effektiv geleistet?

Messbar ist, dass einer ging: Marco Illi. Dessen Weggang schmerzt. Das Urgestein des Schweizer Investment-Bankings kehrte der Gottstein-Truppe den Rücken und zieht jetzt für die UBS die grossen Firmendeals an Land.

Wenn die CS Schweiz weiterhin Kosten sparen muss und deshalb der ganze Bereich von Florence Schnydrig Moser abwrackt und aufteilt, dann hätte man ebensogut anderes beschliessen können.

Zum Beispiel Serge Fehr nach Horgen schicken und den adretten Private Banker mit harten Callcenter-Messungen selber prüfen.

Doch das wollte der Old Boys-Club von Gottstein selbstverständlich nicht; lieber das schwächste Glied in der Kette demontieren und weiter die eigene Macht und das eigene Reich stärken.

Die Sache wäre nicht weiter tragisch, würden die CS-Oberen nicht seit Jahr und Tag Frauenförderung als Maxime predigen.

Das beginnt bei Präsident Rohner und reicht über dessen Frauen im Verwaltungsrat (VR) bis zu CEO Tidjane Thiam.

Rohner tritt an Podien auf, an denen er das Hohelied von Frauen an die Macht anstimmt. Das passt zum Credo im jährlichen Ethik-Bericht des CS-Präsidenten, wo der Aufstieg des weiblichen Geschlechts nie fehlen darf.

Sodann hat Rohner in seinem VR eine Frau mit eindrücklicher Universitätskarriere, die sich das Frauenthema auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Rede ist von Iris Bohnet, und wenn Frau Bohnet spricht, dann geht es in der Regel um Frauen und Aufstieg.

Dabei betont Bohnet gern, wie sich der oberste operative Steuermann des Finanzmultis für das Frauen-Thema ins Zeug lege.

„Ich freue mich, dass sich CEO Tidjane Thiam sehr für eine vielfältige und integrative Belegschaft und für Chancengleichheit engagiert“, meint Bohnet dann.

Thiams CS würde bereits viel für Gender Diversity unternehmen, insbesondere wenn es nach einer Karrierepause um den Wiedereinstig ins Berufsleben gehe.

„Ich glaube, dass die Credit Suisse Vielfalt bereits lebt. Allerdings gibt es noch viel zu tun.

„Ich bin sehr optimistisch, was die Credit Suisse im Besonderen, und auch die Welt im Allgemeinen angeht. Ich bin überzeugt, dass wir etwas bewirken und bewegen können.“

Selbst Gottstein gibt seinen Namen und seine Reputation her für die Frauenförderung, wie seine Unterstützung solcher Initiativen zeigt.

Kurz: Die CS-Führungs-Riege mit Rohner, Thiam und Gottstein zuoberst wird nicht müde zu betonen, wie wichtig ihr der Aufstieg von Frauen an die Banken-Spitze sei. Wenn es dann um den eigenen Futtertrog geht, agiert sie anders: Und tschüss, Florence.

Kommentare

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  1. wo ist das Problem mit dem Job bei Swisscard??? Das ist sicherlich eines der coolsten Unternehmen im Schweizer Finanzmarkt – ich hätte den Job von Frau Schnydrig dort 1000 Mal lieber als mich mit irgendwelchen zittrigen Private Bankern rumzuquälen. Die Schweizer Grossbanken werden über kurz oder lang sowieso in der Bedeutungslosigkeit versinken, für Swisscard gibt’s immerhin noch einige spannende Möglichkeiten, neue Geschäftsfelder im und um den Zahlungsverkehr herum zu finden. Und von der CS werden sie dabei immerhin in Ruhe gelassen.

  2. Genderthema ist Politikmainstream, aber nur 5 % der Politiker ist fähig ein Unternehmen erfolgreich zu führen.
    Einzig Wettbewerb fördert nachhaltigen Erfolg. Und Wettbewerb ist Man-Business, sorry!
    Bsp? Genderverteilung im Sport! Im Direktvergleich …

  3. Wenn Frau Schnydrig Moser wie oben gesagt für Bonviva verantwortlich war, dann kann man einiges verstehen. Bonviva wurde vom K-Tipp analysiert und als nicht lohnend für den Kunden definiert. Die gut tönenden Boni von Bonviva waren nicht nachhaltig. Dafür warf die CS dem Tennisspieler Federer, der sich auch da für die Werbung hingab, x Millionen nach. Die Spesen waren mit Sicherheit erklecklich, war es auch der Neukundengewinn ?

  4. Lukas Hässig trifft es mit der Macho-Kultur in der CS ganz genau, einmal mehr.
    Da gab es diesen MD der sich äusserst persönlich um die Frauen kümmerte. Vor allem um die 23jährigen frisch ab Presse. Man war als untergebener MD gut beraten, neu eingetroffene Schönheiten ihm sofort zuzuhalten. Damit konnte man den Herrscher für einige Zeit besänftigen. Denn der war brutal cholerisch, gierig und rücksichtslos. Oberflächlich aber gab er sich als umgänglicher Kumpel. Er war bei Vincenz zur Schule gegangen.
    Die jungen Damen, die das Spiel mitmachten, erhielten dafür Auslandeinsätze, Beförderungen und Mandate, für die man sonst zehn Jahre arbeiten musste. „Porschefahren mit B.“ war ein berüchtigter Agenda-Eintrag. Karriere-Boost buchstäblich über Nacht.
    Der Mann habe sich übrigens bestens mit Urs Rohner verstanden. Über Jahre.
    Frauenförderung in der CS?
    CS-Frauen: Kickt die dümmlichen Machos raus.

  5. CS ist sowas von rückständig in der Digitalisierung!! Lesen, zum Online-Banking:

    Sowas von kompliziert, da verstehen es nur noch jene Leute, welchen diesen Mist programmiert haben. Man braucht ein Handy muss dieses ‚Bildli‘ fotografieren, dann erhält man einen Code per SMS und muss sich jetzt nochmals einloggen. Vergiss es! Fertiger Mist.

    Ein Achtzig-jähriger versteht wahrscheinlich gar nichts mehr.

    Aber in den Teppichetagen ist man überzeugt, besser zu sein als die Konkurrenz.

  6. Naja. Bei CS gehts ja im Moment ausschliesslich nur darum, bis Ende Jahr auf Biegen und Brechen den 3-Jahres-Plan irgendwie zu erreichen damit die Boni schön sprudeln. (wird man auch. wetten? und danach sind die Herren weg). Langfristige Innovationsprojekte, die naturgemäss auch in die Hose gehen können werden doch da auf der Zielgeraden sicher nicht mehr angerissen. Aus der Sicht glaube ich ist der Schritt spannend, glaube bei Swisscard wird die Dame kombiniert mit ihrer Funktion bei Twint sehr viel mehr bewegen können als beim Mutterhaus. Vorausgesetzt natürlich, man gibt der Tochter die Freiheiten was dem Vernehmen nach der Fall zu sein scheint in Horgen.

  7. Nun, das ganz grosse Problem liegt an den alten Herren an den Schalthebeln der CS!
    Ein weiteres, von sehr vielen unterschätztes Problem ist die sogenannte Quotenfrau!
    Solange Alte am Drücker sind, werden es Frauen nicht wirklich nach „Oben“ schaffen. Dabei gibt es da draussen einige Damen, die das Zeug hätten- und eine Tröte wie die CS auf Vordermann bringen könnten.

    Aber eben, es ist wie es ist!

  8. Was heisst denn genau Frauenförderung? Es soll doch der Mensch weiterkommen, der es verdient und der die Voraussetzung mitbringt; egal ob Mann oder Frau. Das ist gerecht.

  9. Kreditkarten sind eine Technologie aus den 1950ern und werden in 10 Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein. Kryptowährungen sind effizienter und werden die Kreditkarten verdrängen.

    Der Schritt von Frau Schnydrig ist genau so clever, als hätte man kurz nach der Erfindung des Internets einen Job in einem Versandkatalog-Unternehmen angenommen.

    Gratulation dazu.

    • Wohl wäre die andere Alternative gewesen: „Frau Schnydig wird ihre Karriere ausserhalb der Credit Suisse fortsetzten.“

    • Sehe ich anders. Veraltet sind höchsten die (physischen) Karten, das Payment-Netzwerk dahinter ist sehr effizient mit Transaktionsvolumen, welche keine Cryptowährung erreicht. Bezahlung einer Dienstleistung in USA, Russland oder China erfolgt praktisch sofort. Da stinken Cryptowährungen zur Zeit noch gewaltig ab dagegen.

    • So ein Schmarren:

      „Kryptowährungen sind effizienter und werden die Kreditkarten verdrängen.“

      Damit disqualifizieren Sie sich selbst!

    • Also ich bin big fan von Kreditkarten. Die funktionieren immer und brauchen keine Batterie wie beim Handy (Twint, Apple Pay usw). Und in irgendwelchen Krachen (für Deutsche: ADWs) gibts ja noch die Ritsch-Ratsche. Da ist Bitcoin noch schwer hinterher.

    • Die Technik hat bis dato noch nicht einmal annähernd in diesem Breich einzug gehalten. Sie ist nach 5 Jahren Forschung nicht einmal annähnernd an die Anforderungen vom Kreditkarten Tagesgeschäft heran gekommen.

    • @ Charly Bühler
      Vielleicht ist das was Sie schreiben einen „Schmarren“ und disqualifizierend!
      Nicht die Kryptowährungen sind effizient. Es geht wenn schon um Abwicklungstechnologien. Kreditkartenzaglungen werden höchstens von Technologien wie z. B. der Blockchain verdrängt; wohl eher von Hashgraph. Blockchain ist aus mehreren bekannten Gründen allerdings kaum eine Gefahr für das bestehende System.

    • ah, ja – der Superchecker, aber keinerlei Ahnung, was Swisscard eigentlich alles macht….

  10. CEO einer Mittelgrossen Firma unter dem Schutz der CS ist aber auch nicht schlecht. Da würde wohl so mancher der beiden Grossbanken gerne tauschen.

  11. Warum? Der Grossteil der Stellen fallen nun zu einer anderen Quotenfrau: Dagmar Kamber. Somit war es wohl eher eine Frauenfehde als Gottsteinsches Machogehabe.

  12. Wenn Lukas Hässig selbst die offensichtlichsten Karrieresprünge nicht als solche erkennt und sie als Abstieg klassiert, dann muss man erst gar nicht mehr weiterdiskutieren.

    Ein CEO des grössten Schweizer Kreditkartenunternehmens und ein Produktmanager auf Stufe N-3: Was ist wohl von der Bedeutung und vom Finanziellen her als besser einzustufen?

    Kein weiterer Kommentar mehr nötig, auch nicht zur Recherchekompetenz von LH.

    • Das ist kein Karrieresprung. Nur auf den ersten Blick, aber Swisscard ist massiv auf dem absteigenden Ast, was Schnydrig nicht verhindern kann, aber ausbaden werden muss.

  13. Wo ist das Problem? Ist doch schön, wenn man bei der CS scheinbar Zeit, Musse und Budget findet, über das Null-Thema „Gender Diversity“ zu labern, zu schreiben und dazu noch Meetings und Workshops abzuhalten. – Hei muss es der CS gut gehen! – Schüttelt Eure Murmeln einmal, damit die grauen Krümel in Euren Schädeln wieder mal Aktivität spüren, und dann fokussiert Ihr Euch bitte auf den Kunden und seine Bedürfnisse und werdet damit im Markt kompetitiv! – Meine Nerven, was für ein Laden bzw. was für eine (Kredit-)“Anstalt“!

  14. Ja aber wenn sie nichts geleistet hat, warum bekommt sie dann trotzdem einen neuen Job in Horgen? Abstellgleis?

  15. Ich durfte Florence Schnydrig-Moser in der Zusammenarbeit von Credit Suisse und Swisscard kennen- und schätzenlernen und wünsche ihr und Swisscard ganz ehrlich eine erfolgreiche Zusammenarbeit, beide haben eine gute Wahl getroffen! Die Art des Artikels ist für diese Website üblich und geht, die Wirklichkeit verzerrend, wie immer für viele unter die Gürtellinie. Deutlich zeigt sie ausserdem, wie die Swisscard aus der CS heraus oft pauschal gesehen wird. Manch einer könnte sich weit weg vom Paradeplatz in Horgen glücklich schätzen! Aber dafür braucht es noch ein Mindestmass an Achtung für seine Mitmenschen und KollegInnen.

    • Horgen wird von sehr vielen MD’s in Zürich nicht wahrgenommen und auch nicht seriös genommen. Das war vor 10 Jahren so, und das gilt immer noch. Wer sich das nicht realisiert ist realitätsfremd.

    • Ich habe FSM als emotionale Persönlichkeit kennengelernt, welche ihrerseits emotionale Leute unter sich schart und fördert, und so weiter, und so fort.
      Darum erlaube ich mir, aus Ihrem speichelleckenden Kommentar zu schliessen, dass auch Sie zu den besonderen Mitmenschen gehören, deren Talent und Grandiosität nur von besonderen Mitmenschen beachtet wird. Leider sind diese Mitmenschen – genauso wie offenbar auch Sie – emotional. Vielleicht sollten Sie Ihrem Vorbild ins Exil folgen und Ihren Kollegen so einen Dienst erweisen.

    • @Kadermann Hoch 3: Klar wird Horgen nicht ernst genommen. Das ist ein Service-Center, mehr nicht.

  16. Jetzt muss man ehrlich sagen, dass „Miss DigiPigi“ mit dem Call Center zu Horgen noch gut bedient ist. „Normale“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei einer Restrukturierung nämlich vor die Tür gesetzt.

  17. Die exzellente Frau Bohnet ist selbst leider nur eine Quote, eben Sie hat keinen Erfolg gehabt ( Sie bleibt und versucht noch, es ist ein wichtiger Board). Die Männer müssen mitmachen und teuere KPI für ein paar Jahren haben. Geld wirkt.

  18. Mmmm, ich hätte jetzt gesagt zum CEO der Swisscard werden ist nicht schlecht. Dort gibt es viel zu tun und viele Chancen – Revolut macht es vor. How ever, ich war immer ein Fan von Florence, Sie ist echt kompetent und immer mit grosser Leidenschaft dabei. Happy Day.

    • Swisscard – Chancen? Mit American Express?
      Eher ein Selbstmordkommando….

    • Amex-Card, you name it. Wenn man die CS-Mitarbeiter abrechnet, die gezwungenermassen Member sind, bleiben noch 3 übrig in der Schweiz …

  19. Ich sehe, wir sind als Menschheit noch nicht so weit. Ich finde es noch immer sehr bedenklich, wie primitiv wir uns im Alltag verhalten. Dieser Bericht verdeutlicht wieder, wie es in den Führungsetagen zu und her geht und wir Menschen miteinander umgehen. Musste ich jetzt mal so sagen und vielleicht braucht es in Zukunft wirklich Roboter mit künstlicher Intelligenz, welche uns endlich zurechtweisen sofern sie von jemand „Normalen“ mit den richtigen Werten etc. ausgestattet werden. Ich habe fertig.

    • Nana, rassistisch? Echt jetzt? Bist du Berner und darum ein langsamer Bundesbeamter, der ständig „iiiu“ sagt und zum Zmittag Berner Platten verspeist?

      Bin überrascht, dass man nach diesem Artikel noch tiefer unter die Gürtellinie gehen kann. Aber du hast es geschafft. Gratuliere!

    • @tom ich bin zwar weder Beamter noch Berner aber von Rassismus sprechen und im nächsten Satz pauschal Beamte und Berner zu beleidigen zeugt auch nicht von höherer Intelligenz.

      Gratuliere!

    • Wenigstens hast du (oder der Forums-Moderator) im Nachhinein deine Aussage betreffend der angeblichen Afrikaner DNA wieder gelöscht.

  20. Wieso geht es immer um Mann oder Frau im Management. Fakt ist, wenn die Frauen dann endlich angekommen sind, machen sie weiter wie ihre männlichen Vorgänger. Sie CN, CK, KKB usw. bei UBS. Die wöchentliche Reporting und Verkaufsdruck lässt keine Zeit, echte Veränderungen vorzunehmen. Das braucht Zeit, und die habe sie nicht. Auch mit mehr Frauen im Management ändert sich nichts im Business.

    • Wir Frauen sind nicht dazu da, alles Besser zu machen, was verpasst wurde. Das ist nicht unsere alleinige Verantwortung und schon gar kein Argument, uns nicht in Führungspositionen zu wählen. Gleicher Job, gleiche Erwartungen und Leistungen und gleicher Lohn….got it ?

    • Talente sollen gefördert werden und nicht Quoten. Bei UBS wurde dieses Jahr bei Beförderungen auf 50/50 bestanden, so setzt sich die Belegschaft aber nicht zusammen. Oder der Frauen Event in Davos. Es mussten Assistentinnen einspringen, dass überhaupt genug Frauen anwesend waren usw. Ich unterstütze 100% gleich Arbeit, gleicher Lohn und gleiche Karriere Chancen. Leider ist das für beide Geschlechter unrealistisch. Richtige Zeit am richtigen Ort ist Matchentscheidend.

    • @anna lou:
      Das sehe ich definitiv differenzierter!
      Wenn Frauen in Ihren Jobs alles genau gleich machen wie Männer, wozu braucht es sie dann? Rein um der Quote Willen?

      Frauen setzen typischerweise – im Gegensatz zu Männern – vermehrt auch Ihre rechte Hirnhälfte ein, also nicht nur rein die rationale, technokratische, Ego getriebene Ebene. Selbstverständlich sollen Frauen für die gleiche Arbeit den selben Lohn erhalten, und sie müssen dabei auch nicht „besser“ sein, was auch immer das genau bedeuten soll. Nein, aber sie sollen anders sein, und vermehrt die Stärken ihres Geschlechtes mit einbringen… got it?

      Lieder sind Frauen oftmals den Männern absolut gleichgeschaltet, wenn sie dann in den höheren Sphären der Teppichetage angekommen sind. Sie bringen ihre eigentlichen Stärken gar nicht mit ein, weil sie bereits derart „gebrainwashed“ und auf Karriere getrimmt sind, dass sie sich nicht mehr von den Männern unterscheiden. Schade…

      Quoten sind in-etwa die Dümmste Art und Weise, wie der „Gleichberechtigung“ begegnet werden kann. Das ist keine Gleichberechtigung, sondern Gleichschaltung und hat nichts mit einer Bereicherung zu tun, sondern nur mit Genderwahn und Gleichmacherei!

  21. Ich wundere mich was manche unter ‚Förderung‘ verstehen. Am Ende muss man dann doch immer selbst tätig werden und nicht darauf warten, dass einem jemand was freiwillig gibt. Entweder man erarbeitet und holt es sich, oder man kommt nicht weiter. Die Idee, dass man nach oben ‚gefördert‘ wird und sich dann alle freuen, dass man nach oben ‚gefördert‘ wurde ist schon ein wenig abstrus.

    • @ Olivier Fehr:
      Wenn dem so wäre wie Sie schildern, hätten wir ausschliesslich die fähigsten Kräfte in den Teppichetagen vertreten.

      In Tat und Wahrheit sind dort jedoch überproportional Egomanen und von Gier und Machthunger getriebene, gekaufte und auf tiefstem Bewusstseinsniveau agierende Seilschaftsangehörige vertreten… Auch eine Frauenquote wird daran rein gar NICHTS ändern, da bin ich einig mit Ihnen…

  22. Die Aenderung (zur neutralen Erinnerung)

    Wir ändern morgen, wir ändern heut‘
    wir ändern wütend und erfreut,
    wir ändern ohne zu verzagen,
    an allen sieben Wochentagen.

    Wir ändern teils aus purer Lust
    mit Vorsatz teils, teils unbewusst.
    Wir ändern gut und auch bedingt,
    weil ändern immer Arbeit bringt.

    Wir ändern resigniert und still
    wie Hinz und Kunz es haben will;
    die Alten ändern und die Jungen,
    wir ändern selbst die Änderungen.

    Wir ändern, was man ändern kann
    und stehen dabei unsern Mann.
    Ist ein Plan auch gut gelungen,
    bestimmt verträgt er Änderungen.

    Wir ändern deshalb früh und spät
    alles, was zu ändern geht.
    Wir ändern heut und jeder Zeit,
    zum Denken bleibt uns wenig Zeit.

    Und wenn wir dann genug geändert,
    dann haben wir uns auch verändert,
    denn durch die ewige Änderei
    geht unser Leben schnell vorbei.

    Und steh’n wir dann am Himmelstor,
    der alte Petrus steht davor;
    dann ist’s soweit, jetzt bleibt’s dabei
    vorbei ist’s mit der Änderei.

  23. Aber es kann ja trotz Frauenförderung auch nicht sein, dass Frauen nicht mehr kündbar und somit tabu sind. Dann wären es reine Quotenfrauen, was niemandem dient.

    • Haben Sie das Zielpublikum befragt? Oder einfach mal wieder nur Bull-shit rausgelassen?

  24. Mit ihr verliert die CS Schweiz das einzige wirklich fachkompetente und führungsstarke Geschäftsleitungsmitglied. Der Rest ist cholerisch oder chauvinistisch.
    Konsequenz: Ein Exodus an jungen, desilusionierten Bankerinnen wird TG mittelfristig noch bitter zu stehen kommen. Bitte um verzeihung, eine Sicht über sein PTI Ziel 2018 und entsprechender Bonus hinaus interessiert ihn ja nicht. My bad. Oder auch nicht, weil mir reichts und Packe die Koffer.

    • Mit Ihr verliert die CS Schweiz gar nichts, im Gegenteil.
      Das die Guten stets gehen und kommen ist richtig und es zeigt auch, dass unfähige Manager sich lieber wegbefördern lassen um die Zeit bis zur Pensionierung abzusitzen.

  25. Florence Schnydrig Moser ist ein Beispiel von vielen: Angebliche Spitzenleute werden abserviert, verbleiben dennoch freiwillig im Unternehmen. Kein Stolz, keine Persönlichkeit, keine Meinung.

    Für Unternehmen wie die CS oder UBS ein leichtes Spiel. Denn viele Mitarbeitende im oberen/obersten Kader haben selten berufliche Alternativen. Gut bezahlt, dennoch geköpft und willenlos bis zur Pensionierung die Zeit absitzen. Verlorene Lebenszeit.

    CS und UBS seit so manchen Jahren mit Schwierigkeiten. Warum? Die guten Leute ziehen weiter, die Verlierer verbleiben im Unternehmen.

    • Gut bezahlt? – Sorry, massivst überhonoriert.
      Millionen-Saläre kriegst Du sonst nirgends!

  26. Schnydrig sollte ihren Schosshund Salvadori mitnehmen. Er hat einen vergleichbaren Track Record. Und der wiederum seinen Schosshund. Diese „Dreierkette“ gehört eigentlich entlassen, nicht wegbefördert. Aber vielleicht geht dem Nachfolger Schnydrigs ja ein Lichtlein auf und befördert die Truppe z.B. ins Archiv oder andere Abstellgleise, wo sie dann keine Mitarbeiter stören und vergraulen.

  27. Verstehe in diesem Beitrag die Problematik und Polemik überhaupt nicht. Die Arbeitswelt ist nun mal kein Kindergeburtstag mit vielen Geschenken, Luftballons und Süssigkeiten. Diese Dame hat zumindest noch eine Anstellung im Hause CS und erst noch einen Bereich übernommen, der 40% grösser ist als ihre bisherige Unit. Andere haben nicht so viel Glück und landen direkt auf der Strasse. Zudem, mal abgesehen davon, dass die Männer bei CS nicht viel taugen ist ja nicht neu. Wie war es bei dieser Dame? War sie viel besser als die männlichen Herrscher oder genau so biederer Durchschnitt und somit einfach eine Quote, damit man gegen aussen gut dasteht?

  28. genau mit den gleichen Aussagen, dass Ü50 eingestellt werden , was eher das Gegenteil der Fall ist. Für mich sind das Charakterlose, Geldgierige Haie in der Belle Etage

  29. Na ja, Miss (Digi)Piggy soll jetzt mal ihre blonde Mähne kräftig schütteln und dann mit ihrer Handtasche ein paar Frösche vermöbeln.

  30. Na ja, für die meisten CSler ist es bereits schwierig, nach der Kaffee-Pause den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu finden…

    • Was, die dürfen sich sogar Kaffee-Pausen gönnen..? Wundert mich, dass die Kaffeemaschienen noch nicht verkauft wurden.

  31. Spannendes Annektötchen, aber werden wir je erfahren wie es wirklich war? Oder wird hier nur das Sommerloch gefüllt?

  32. Lukis Haltung: Männer böse, Frauen gut. Woher will der alumi wissen, ob diese (Quoten) Frau etwas taugt oder nicht? Wäre Sie so gut, könnte sie sich halten. Oder würde gehen zur Konkurrenz. Aber das ist sie wohl nicht. Wie es scheint auch zu schlecht vernetzt. Und das Gagagigi Schweinli App ist ja auch eher ein GAG. Auch Luki hat sich darüber ausgelassen! Schon vergessen?

    • Frau Brumm: In diesem Artikel geht es nicht darum, ob besagte Dame fähig war, ist oder je sein wird, sondern um die PROPAGANDALÜGE „Frauenförderung“ in männerdominierten / männlich strukturierten Unternehmen wie CS und UBS sie halt mal sind (siehe auch Militär, Politik etc.). Intelligente Frauen riechen von Weitem, dass da kein Platz und keine Zukunft für sie ist und weichen diesen Testosteronclustern aus. Wer kann es ihnen verdenken?!? Von aussen können Sie in aller Ruhe zuschauen, wie diese Dinosaurier aussterben.