CS Multi Millionen Kampagne Digipigi floppt

Kaum Nachfrage nach Kinder-App – Digital-Sparsau verschlingt TV-Millionen – Private Banking mit Pigi statt Platinum.

Die Credit Suisse-Chefs sind stolz auf ihr jüngstes Baby. Es heisst Digipigi, besteht aus einer Computer-App und einem digitalen Sparschwein und soll Kinder früh zur Bank bringen.

Es laufe super, heisst es. Tatsächlich will kaum einer die App. Im Google Play, dem elektronischen Laden des US-Riesen, verzeichnet die Digipigi-App eine Nachfrage im nicht messbaren Bereich.

Zwischen 50 und 100 Personen haben bisher das Digipigi-Programm auf ihr Mobiltelefon heruntergeladen.

Gleich bescheiden ist die sogenannte Download-Zahl bei der Applikation für die Eltern zur Überwachung ihrer „Kids“. Auch sie verzeichnet bisher nur 50 bis 100 Downloads.

Die Zahl für Apple-Mobilgeräte ist unbekannt. Die CS betont, dass dort die Nachfrage grösser sei. Zudem laufe die Aktion erst seit einer Woche, und es gebe sehr viele telefonische Bestellungen.

Die Mini-Nachfrage überrascht. Die CS hat ihr neues Digipigi mit einer fulminanten Medien-Kampagne in der Schweiz lanciert.

In den Städten prangen flächendeckend die Gesichter lustiger Kinder auf den Plakatwänden und machen Werbung für das moderne CS-Sparsäuli. Auch im Fernsehen sind die Digipigis des Finanzmultis omnipräsent.

Die Spots sind gut, die Plakate ebenso. Doch gezündet hat die Kampagne nicht. Auf Google Play und auch im vergleichbaren Shop von Apple namens iTunes gibt es kaum Bewertungen.

Und wenn, dann stammen diese offenbar von CS-Mitarbeitern. So wie im Fall auf Google Play, wo ein kurzer Namens-Check auf die Handschrift eines Kadermanns der CS hindeutet.

Tatsächlich hat die Spitze der CS Schweiz unter ihrem CEO Thomas Gottstein das Kommando erteilt, intern das Digipigi zu fördern und auszubreiten.

Seither erwähnen die Vorgesetzten in Sitzungen immer öfters, dass die Mitarbeiter mit kleinen Kindern zu Hause doch das Digipigi der eigenen Arbeitgeberin ausprobieren sollten.

Der Aufruf ist bisher ungehört verhallt. Digipigi ist nach der wichtigen Startphase ein Nonvaleur im weltweiten Google-App-Angebot. Das Einzige, was bisher durch die Decke ging, sind die Werbekosten.

Alles braucht Zeit, können die CS-Verantwortlichen einwenden. Nur: Das Digipigi wirft auch unabhängig von einem allfälligen späteren Erfolg Fragen auf.

Die Vorzeige-Offensive der Nummer 2 der Schweiz zeigt nämlich exemplarisch, wohin die Verantwortlichen ihre Bank steuern wollen – und wo sie keine Zukunft sehen.

Sie positionieren die CS als ein Geldinstitut für alle, mit Digipigi für die Kleinsten, Bonviva für die Privatkunden und CS Invest für die Anleger.

Alles digitalisiert, vereinheitlicht und eingemittet. Wer mehr will, der muss 50 Millionen bei der Bank haben. Dann gibt’s Spezialbetreuung.

Die breite Masse gehört nicht zu den wenigen Auserwählten. Sie landet bei Problemen im Callcenter, wo sie nach langem Warten von einem Unbekannten betreut wird. Sparen sei Dank.

Die Folgen einer solchen Positionierung mit uniformem Angebot für das Gros der Kunden sind nicht zu unterschätzen. Die CS, die sich offiziell die Reichen auf die Fahne geschrieben hat, wird endgültig zur Sozialistenbank.

Alles gleich für alle. Und prinzipiell weniger.

Der Leistungsabbau zeigt sich in Details. Früher hatten die guten Private Banking-Kunden der CS mit einer Million oder mehr eine Kreditkarte der American Express.

Die teuerste Variante der American-Kreditkarte, jene namens Platinum, erlaubte es den Inhabern, in den USA in jedem Flughafen in der Top-Lounge auf den Abflug zu warten.

In den letzten Jahren haben auf Anweisung von oben die CS-Berater diese Kunden überredet, von der American-Platinum-Karte auf die Platinum-Version von Bonviva zu wechseln.

Dann erhalte man alles schön aus einer Hand, lautete das Argument: Konto, Karte, Betreuung. Und sämtliche Vorteile blieben erhalten.

Explizit war die Rede vom „weltweiten Zugang zu über 1000 Flughafenlounges inkl. kostenloser Snacks und Erfrischungen“.

Viele Private Banking-Kunden der CS machten mit und hielten neu eine Bonviva Platinum-Kreditkarte in der Hand. Dann erlebten sie ihr blaues Wunder. „Bonviva what?“, lautete die Frage der Empfangsdame in den Lounges der US-Flughäfen.

Der Zugang blieb verschlossen. Einzig eine Lounge weit weg von den Abflug-Gates war für die Bonviva-Platinum-Kunden weiterhin zugänglich.

Die Erkenntnis, dass Bonviva nicht gleich American Express ist, war spätestens da mit Wucht ins Bewusstsein der CS-Kunden eingedrungen. Die Reaktion in Form von Wut und Ärger folgte bei vielen auf dem Fuss.

Es sind solche durch die Kosten getriebenen und vermeintlich minimen Serviceanpassungen, die das CS Private Banking nach unten treiben.

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76 Kommentare zu “CS Multi Millionen Kampagne Digipigi floppt

  1. Wenigstens kommt das Schweinchen aus der Schweiz.

    Aber 99.- für ein Plastikschwein…? Dafür gibt’s Saftiges vom Metzger in Top-Qualität.

  2. Es ist doch sehr interessant zu lesen, wie Erwachsene sich hier über Kinder-‚Spielzeug‘ mit Zusatzfunktionen (denn als solches wird es wohl vom bis 12-jährigen Zielpublikum hauptsächlich gesehen) aufregen können.
    Ich kann mich noch gut an mein erstes Kantonalbanksparkässeli (aus Edelstahl) erinnern und wie stolz ich jeweils war, wenn ich oder andere da etwas einwarfen. Das wurde nur noch getoppt vom Leern auf der Bank und einzahlen auf ‚mein‘ Konto…..
    Lasst doch mal die Kinder darüber urteilen, bin mir sicher die finden es toll. Und ich glaube auch nicht, dass in einer Generation, wo schon 70% der KITA Kinder ein Smartphone mind. 0.5 Stunden nutzen pro Tag und fast 50% der 6-7 Jährigen mindestens gelegentlich im Internet sind (Deutsche Studie), die Kinder ein Problem haben mit der Digitalisierung des Sparens und darin etwas so teuflisches erkennen, wie viele der Kommentatoren hier, aber Banken-bashing ist ja voll trendy. Es wird nur leider gerne vergessen, dass die Finanzindustrie nach wie vor zu den grössten Arbeitgebern und auch Steuerzahlern (direkt und indirekt) gehört hierzulande……
    PS: Und ja ich arbeite für CS und bin stolz darauf. Auch wenn ich sicher nicht alle Entscheide der Firma verstehen oder beipflichten kann, aber ehrlich: Welcher Angestellte kann das immer?

  3. Als Seniorin erinnere ich mich gut an die Jecker Zeiten, als jeder Dorftrottel im Winter auf dem Kopf eine geschmacklose SKA Mütze aus billigem Kunststoffgarn trug.

    Man versuchte damals volksnah und populär zu werden und machte sich damit aber nur wohlfeil und billig ( allerdings nicht bei den Gebühren! ) Hatte die alte kundenorientierte SKA noch Stil und Klasse, so läutete dieser schlechte Werbe- Kalauer bereits die langsame Talfahrt ein.

    Schon der Name Digipigi hat etwas anbiederisch billiges an sich und dürfte bei nur wenigen gut ankommen.

  4. Möcht mal wissen ob ich der einzige bin, der dieses Plakat im Vorbeifahren gesehen hat und Digipipi gelesen hat…
    Je nun – aber es ist ziemlich erbärmlich für eine grosse Bank wie die CS, das sie es scheinbar nötig hat, sich über die Spargroschen der Kinder herzumachen.

  5. Grossartig! Mit 20 Jahren Verspätung hat die CS das Tamagotchi erfunden. Ebony und Ivory sollten dafür den Nobelpreis erhalten! Mindestens aber einen Tritt in den Hintern für diesen Hirnfurz.

  6. Lukas hör bitte auf, irgendwelchen Stusd ohne Recherche nazuplappern. Mit dem Bonviva Platin Paket erhält man für sich und by the way gratis auch für den Partner/in den Priority Pass, welcher weltweiten Zugang zu den meisten Business Lounges gewährt. Der Pass gibt null Rückschlüsse auf die CS/Amex oder Bonviva. Nutze das seit Jahren, weltweit und hatte noch nie Probleme.

    • Sorry der Priority Pass ist ein totaler Brunz .. Weltweit abgenutzte Möbel … und das Essen unter aller Digipigi …

  7. Diese Medienlandschaft ist doch absurd… würde eine Kantonalbank oder Raiffeisen ein solch innovative Idee auf den Markt bringen würden alle jubilieren… aber kaum bringt es die Credit Suisse kommt nur Schimpf und Schande.

    Ich finde die Idee in der wachsenden IOT-Landschaft (Internet of Things) sehr interessant und mutig. Den Jungen das Tablet zu verbieten geht nicht mehr, warum dann nicht auch etwas Schlaues damit anfangen und damit die Finanzerziehung fördern?

    Endlich hat die Credit Suisse wieder ein Angebot für Kinder, ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.

    • Wenn sie entlassen werden lieber cs mitarbeiter oder hintergangen von ihrem cs kundenberater sehen sie dies alles anders.

  8. Pervers! Jetzt zieht die CS bereits die Göttibatzen zur Finanzierung der Mänätschär Boni heran! Die haben wohl gar kein Schamgefühl mehr, diese Herren Abzocker. Gut gehen Banken wie CS, UBS und Co langsam aber sicher dem Untergang entgegen. Leid tun mir die Leute aus dem Backoffice bzw diejenigen welche für ihren Lohn noch arbeiten mussten. Thiam, Rhoner und Co: ein deftiger Tritt wäre fürs Erste mal das Beste.

  9. Sorry, die Idee ist hervorragend. Eine Out of the Box Umsetzung eines Themas, das bei Jungen und Jüngeren total unbekannt ist: Wie spare ich Geld. Dieses Schwein sollte aber noch einen Vorspann haben: „nachdem dir der Staat mit seiner Heerschaft von Beamten bereits viel Geld über eine masslos hohe Besteuerung abgeknöpft hat, bist du nun dran: leiste dir einen Sparbeitrag für Dich selber (falls du noch kannst).“

    • Schon wahr! Im Mittelalter zahlte man für Schutz und Sicherheit und für die Bewirtschaftung von Land einen „Zehnten“ (10% Steuern). Darüber hat man revoltiert. Heute zahlen wir …… und bauen den einzig wirklich wachsenden Sektor, den öffentlichen Dienst (inkl. Gesundheitswesen), jährlich massiv weiter aus. – Bescheuert!

    • Wohl CS Mänätschär. Gell, Dein abgezockter Bonus wenn möglich Steuerfrei. Zahlen dürfen die anderen. Was für ein selten blöder Kommentar eines ewig gestrigen. Zudem: eigentlich sind die Eltern dazu da, dem Kind das Sparen beizubringen. Aber es gibt heute Leute wie Sie, die das lieber den Banken überlassen. Kann man nur hoffen, dass Sie nie Kinder haben werden. Aber eben typisch Mänätschär: alles delegieren, keine Verantwortung übernehmen aber dann wenn es schief läuft allen anderen die Schuld geben.

  10. Der Faktor 2x zwischen Apple (iTunes) und Android (Google Play) passt für die Schweiz in der Regel sehr gut.

    Das Schwein sieht witzig aus, meine Kinder würden sicher nicht nein sagen. – Aufgrund der Familienfeindlichkeit des CS-Angebots (Kosten/Nutzen) sind wir aber Postfinance Kunden.

  11. Digipigi ist ja noch nett und irgendwie herzig.

    Anders diese CS Werbung im ZH Flughafen mit Roger Federer („take a picture with me!“) – einfach nur lächerlich. Schön für Roger natürlich, aber sonst?!

  12. Auch CS intern wurde das Produkt ordentlich beworben. Während mehrerer Tage erschien auf der Intranet-Startseite das Bild von Thomas Gottstein in einer absurden Grösse. Am ersten Tag dachte man noch, da ist wohl beim Publishen ein Fehler passiert. Die Details seiner Iris, seiner Zähne, die Poren auf der Nase – das will man eigentlich gar nicht so genau sehen. Irgendwo unter seinem Porträt stand dann noch was von diesem Digitalschwein. Aber eigentlich sah man nur ihn, Mr Gottstein. Und das über mehrere Tage, jeden Tag dutzende Male, man konnte ihn ja nicht wegklicken. Da war also immer dieses omnipräsente Porträt. Titel darüber: Top Management (!). Mehrere Tage. Damit es auch sicher alle gesehen haben.
    In einem seiner Townhalls äusserte sich eine Mitarbeiterin einmal besorgt darüber, wie schlecht mittlerweile das Image der Banker sei, und dass man sich im privaten Umfeld bereits Anfeindungen gefallen lassen müsse, und wie man denn da noch reagieren solle.
    Seine Reaktion: Wenn Blicke töten könnten. Dieser blitzeschleudernde Blick, digital für die Ewigkeit festgehalten. Und dann die an Arroganz nicht zu überbietende Antwort: Wenn man das nicht aushalte, müsse man auch nicht Banker werden, man könne ja wählen.
    Wer’s nicht glaubt, sehe sich das Replay an.
    Top Management.

    • Habe mir den Replay angesehen, aber besagte Stelle nicht gefunden. In welchem Townhall und bei welcher Minute im Replay soll dies geschehen, was Sie schildern?

    • Ach Franz, eine Stelle, von der niemand glaubt, dass sie existiert, sie es aber trotzdem tut, ist die Zensurstelle der CS, die die Publikation der Townhall-Videos überwacht.
      Oder wie soll man sich sonst erklären, dass Townhall-Videos mit Bruno D. meist im Video nur ca 30% der Länge des Original-Vortrags dauern (sofern überhaupt abrufbar)? Die ersten zehn Minuten sind Selbstbeweihräucherungs-Übungen, die letzten 20′ Drohungen an die faulen RM’s und Teamleiter, selten in druckreifen Begriffen formuliert. Auch die CH-Nationalmannschaft, deren Sponsor CS ja ist, hat da schon arg Fett weg gekriegt.

    • @Hyde: Ja, das weiss ich schon – im Replay fehlen häufig Stellen. Aber hier wurde explizit der Replay genannt, und dass dort das Zitat zu finden sei. Also: Wo?

    • @Franz: bin glücklicherweise nicht mehr in der Lage, die internen Videos der CS betrachten und dabei an Kafka denken zu können, da ich dem Laden schon vor längerer Zeit Adieu sagte.
      Aber ich bin sicher, dein Vorgesetzter hat grösstes Verständnis dafür, wenn Du dir die Videos täglich mehrfach reinziehst, denn schliesslich lernst Du da von den Besten – also, take your time. Auch die Kunden werden es Dir danken, wenn Du sie nicht täglich mit vorgegebenen Produktideen abzuzocken versuchst!

  13. Schadenfreude ist gerade bei LH immer grossgeschrieben … vielleicht liegt es einfach daran, das noch gar keine Digipiggy ausgeliefert wurden …

  14. Ein who-is-who der Nörgler und Wutbürger hier. Keiner der Schlechtredner hier hat sich auch nur mehr als 15 Sekunden mit der Idee, dem Konzept und dem Digipigi befasst, geschweige denn es ausprobiert. Falls ihr es noch nicht rausgefunden habt, selbst beim Monopoly gibt es eine Version mit elektronischem Zahlungsverkehr.
    Meine Kinder sollen in einem geschützten Rahmen das Thema Umgang mit Geld erlernen. Dazu gehört ein physisches Kässeli (ja, liebe Wutbürger, das ist dabei beim Digipigi, sie können es sogar selbst zur Bank bringen), wie auch ein Konto und eine App. Wenn die Banken nichts machen, wirft man ihnen vor den Zug zu verpassen, wenn sie etwas innovatives auf dem Markt, wird es verrissen. Wenn ihr kein Digipigi für eure Kinder und Enkel möchtet, dann lässt es doch einfach sein. Mit meinen Kindern habe ich es dieses Wochenende eingerichtet und sie sind begeistert. Ist doch schön, dass ihr die Wahl habt. Ts ts ts, first world problems…

    • Super, Guschti, ein positiver Ausblick auf die Zukunft ist immer noch das Beste.

      Aber vermutlich kennen Sie die folgende alte Regel am Poker Tisch noch nicht:
      „If you don’t know which one of the players at your table is the sucker, then it is most probably you.“

      In diesem Sinne: Viel Glück!

    • Ja lieber Guschti, so werden Kinder mit der digitalen Abhängigkeit vertraut gemacht und auf ihr Sklavendasein verbereitet! Wünshce Ihnen viel Erfolg mit Digipippi!

    • Wo haben Sie es am Wochenende eingerichtet ? Da scheint wohl der Wunsch der Vater des Gedankes gewesen zu sein. Für gute Ratschläge wären meine beiden Enkel sicher dankbar.
      Meine Tochter jedenfalls hätte mit ihren beiden Kindern auf ihrer Zweigstelle in der Stadt vorsprechen müssen. Nachdem sie keine Lust hatte einen ganzen Vormittag zu opfern, hat man ihr dann empfohlen, es bei der Zweigstelle vor Ort zu versuchen. Es ist dann auch beim Versuch geblieben. Obwohl der Schalterraum mit Plakaten vollgepflastert war, konnte oder wollte (es war nach einer Wartezeit von ca. 20 Minuten mittlerweile schon 11:30h) die Konten eröffnen. Die Empfehlung lautete jedenfalls: Kommen Sie am Nachmittag nochmals vorbei.
      Wir haben nun zur Kenntnis genommen, wie bei der CS Marketingideen in der Praxis umgesetzt werden.

    • @Zimmermann: Kontoeröffnungen bei Schweizer Grossbanken sind heute eher ein Foltertour. Wer tut sich sowas noch an? Time-Lags (z.B. bei Firmenkonten) von mehreren Monaten bis zu einem halben Jahr!? Was stellen sich die Leute im Swiss Banking eigentlich vor?

    • Bravo! Die Erziehung der Kinder wird digitalisiert! Applaus! Wenn man halt selber ein Fratzenbuchjunkie ist, vor lauter Selfi machen keine Zeit für Kinder hat, ja dann muss man halt die Kinderchen mit digitalen Sparschweinen ruhig stellen. Hervorragende Methode, denn wenn der Balg schief rauskommt, ist der Compi schuld. Wirklich, weitsichtige Erziehungsmethode die Sie da haben. Erbärmlich.

    • @würger: dann freuen Sie sich mal auf 2018 und MifidII – da wird Ihnen das Gehabe der Banken von 2017 und früher traumhaft vorkommen.
      Alles dank unserer lieben FINMA, die den Kunden schützen will. Und den vielen Kleinsparer, der sich nun andere Wege suchen muss, um den Sprenggürtel-Cousin finanziell zu unterstützen.

  15. Geil ist ja noch dass die CSihre MA sich in Linked in stolz product owner digipigi nennen lässt – markmann müller – hoch studiert und dann so ein BS… aber auf PowerPoint hat alles prima ausgesehen hoho – und euer StC hat alles super gefunden haha – mein Beleid und gute Nacht.

    • Noch peinlicher ist ja, dass bei ca. 20’000 Mitarbeitern in der Schweiz nicht einmal 100 überredet werden konnten, dass Android-App runterzuladen !

      Nächstes Jahr wird das bestimmt Bonus-relevant und der Bonus kommt nur via Sparschwein…

  16. Neuer CEO, neues Management, neue Strategie, Reorganisation, CS-Schweiz-IPO-Flop, Stellenabbau, US-Bussen bezahlt, Digital Private Banking, Rohner immer noch da…

    Ich glaube, da kommt nichts mehr. Diese Aktie fliegt jetzt aus meinem Depot !

    • „Rohner immer noch da“

      Vielleicht setzt er sich ja eines Tages zu seinen Freunden nach Moçambique ab, zusammen mit einem Libor-Spezialisten, oder er reist Hans F. Vögeli in die USA nach.

  17. Für Banken ist es eine neue Erfahrung, dass ihre Marketing-Aktionen dank Digitalisierung so brutal transparent messbar werden. Vielleicht könnten Banken ja jetzt ernsthaft versuchen, die Bedürfnisse der Konsumenten kennenzulernen? DAS wäre ja etwas ganz Neues…

    Nur als Hinweis: Konsumgüter-Produzenten haben schon immer damit leben müssen, dass schlechtes Marketing sofort auf ihren Umsatz durchschlägt. Darum treiben sie Marktforschung und lernen aus Fehlern. Oder gehen unter.

  18. Die Digi-Pigi Sparsau wäre ein wunderbares Sujet für die kommende Basler Fasnacht. Freue mich jetzt schon auf das Grunzen und die blinkenden Schweinsäuglein am Morgestraich.

  19. Digipigi, Twint und Co. = die von den Schweizer Banken oft zitierte Digitalisierungs-Offensive. Gute Nacht, der Letzte löscht das Licht.

  20. Ich erinnere mich noch gerne an das solide, metallene Sparschwein der SKA und wie stolz ich war, wenn ich es mit den Grosseltern zum Schalter brachte und vom Filialleiter gelobt wurde. Da waren kleine Batzen aber auch richtige grosse „5liber“ darin. Richtges Geld halt.

    • Die SKA-Skimütze war ein Klassiker in den Siebziger Jahren. Wird wahrscheinlich auch durch eine App ersetzt…

      Weitere Digitalisierungs-Flops der CS waren die Bancomat-tauglichen Smartphones, die personalisierte IBAN-Nummer sowie Paymit/Twint.

  21. Nie im Leben kriegt mein Enkel eine solche Sparsau! Noch mehr solch elektronischer Schrott im Kinderzimmer. Was wäre es schön, wenn sich CS und UBS verschwinden täten. Keine Sparsau trauert ihnen nach.

    • „… wenn sich CS und UBS verschwinden täten“ – gefolgt von Bär und Vontobel

      „Keine Sparsau trauert ihnen nach“ – und kein malaysischer (1MDB-)Bär (und auch kein Wolpertinger)

  22. Analog zu den Strukturierten Produkten, den eigenen teuren Managed Fonds und etlichen anderen Dienstleistungen sind es ja vor allem die eigenen Kadermitarbeiter die ihre eigenen Produkte schmähen. Würden die Banken die eigenen Mitarbeiter nicht „brutal“ zwingen, so hätten viele weder ein Lohnkonto und schon gar nicht ein Wertschriftendepot der eigenen Bank!

  23. Während die Belegschaft im Backoffice gerade wieder durch eine Entlassungswelle durchgeschüttelt wird, um die hohen Boni für Thiam und Rohner zu finanzieren, verbraten die Digitalisierungsexperten viel Geld für heisse Luft und einen Service, den kein Schwein benötigt. Will die CS nun bereits 7jährige zu Handyzombies heranzüchten? Wer hat sich das peinliche Teletubby-Design dieses Schweinchens ausgedacht? Mit solchem Schwachsinn will man sich modern geben, hat aber auf den anderen Seite Basisprozesse, die endlos dauern.

    • Right.
      Eine Bank weiterhin auf der Suche nach sich selbst. Der Weg ist das Ziel.
      Und auf dem Weg nimmt sich das Mgmt weiterhin Mio-Saläre & Boni. Das merkt ja keiner.
      CS für die Superreichen (ausländischen) Kunden mag OK sein;
      Postfinance für die Kinder ist zu bevorzugen (bin kein Pöstler).

  24. Die Digitalisierung ist ein Hype der vor allem von den Kommunikationsabteilungen und den Branchen die davon leben getrieben wird, denn neu ist das Thema keineswegs. Dabei liegt des Öfteren der Gedanke an den Kundennutzen auf der Strecke.

    Die Realität ist eine andere: banale Alltagsprobleme mit einer oft überteuerten IT dominieren das Tagesgeschäft. Meines Erachtens machen die wenigsten Firmen grosse digitale Sprünge, weil die Ausgangslage oft sehr komplex ist.

  25. Also bitte, in der heutigen Zeit der Digitalisierung ist dies eine coole Idee. Alles läuft über Apps etc. Seid mal nicht so negativ. Wenn Eure Kinder mit der Ideologie von 1990 aufwachsen sollen, tut dies, aber meckert nicht, wenns dann schwierig wird.

    • Dafür wissen meine Kinder noch, wie ein Baum aussieht, sich ein Vogel anhört und woher eigentlich die Milch kommt. Aber schön wenn Sie Ihre Kinderchen zu braven, steomlinienförmigen Handyzombies heranzüchten. Irgend jemand muss ja Fratzenbuch, Twitter, Instagram etc am Leben erhalten. Eine Scheinwelt ist auch eine Welt, gälled Sie.

  26. Marketing-Idee von … Ich tippe mal auf weltfremde CS-Inzucht. Mein Sohn (3) bekommt jedenfalls in 3 Jahren ein Sparschwein OLD STYLE. Da hört er es dann wenigstens klimpern bzw rascheln und die Kohle ist sicher:-)
    By the way: Die teuerste Amex ist die Centurion aus Titan, die man nicht bestellen kann, sondern dazu eingeladen wird. Da ist die Platinum nur eine Subkarte.

    • Die 3-Jährigen wollen ja eh nur ein Konto in einer Kryptowährung – Hauptsache Blockchain.

      Das Schlimme dran: Der dümmste 3-Jährige versteht möglicherweise mehr von Blockchain, als der Intelligenteste im VR und in der Geschäftsleitung der CS.

    • @Landsknecht:
      Glauben sie wirklich, die Kohle im Sparschwein ihres Kindes sei sicher?

      Es tut mir leid, wenn ich ihre Aussage zerzausen muss. Aber: Nicht einmal Cash ist sicher. Leider.

      Ein Beispiel:
      Ich bin in einer mittelständischen Schweizer Familie aufgewachsen. (Es ist schon ein Weilchen her.) Eines Tages zeigte mir mein Vater, ich war damals vielleicht ca. 8 Jahre alt, Geldscheine, auf denen Reichsmark stand. Deutsche Mark – damals noch ca. CHF 1.1 wert (!) war mir ein Begriff, aber Reichsmark sagte mir nichts. Immerhin. die Zahlen auf diesen Scheinen – im Millionenbereich! – haben mich extrem beeindruckt. Ich sagte zu meinem Vater: Wow, Papi, wir sind ja sowas von reich! Er lächelte nur müde, und erklärte mir, dass das Geld schon 30 Jahre zuvor fast nichts Wert gewesen sei, und am Tag unserer Diskussion auch nicht. Die Geldscheine hätten bestenfalls einen gewissen Sammelwert …

      Jenes Phänomen hiess und heisst übrigens „Inflation“. Heute wird es mit Nullzinsen (oder Negativzinsen) bekämpft …

  27. So ein Bullshit! Als Vater kämpfe ich tagtäglich gegen den Internet Missbrauch meiner Kinder. Nun kommt die CS und gibt noch einen obendrauf. Nie im Leben werde ich so was zulassen. Der Trend läuft anders, liebe Marketing-Strategen der CS. Euch sollte man entlassen.

  28. Wann werden Marketing-Leute von Banken endlich lernen, dass man beim Launch eines Produkts ein paar 10’000 Bogus-Downloads macht?
    Ist bei Fintechs Gang und Gäbe. Damit kommt man sogar ins Fernsehen und die Investoren sind begeistert. Nur nicht übertreiben, Millionen wirken unglaubwürdig…

  29. Ich will, dass mein Kind lernt, mit Bargeld umzugehen. Es ist mir ein Anliegen, meine Kinder bei jeder Gelegenheit daran zu erinnern, dass nur Bargeld in der Hosentasche wirkliches Geld ist. Geld auf Karten, abhängig von Staat und Banken, ist lediglich eine Versprechung – und mit Versprechnungen kann man leider nichts kaufen. Und wenn man nicht will, dass jeder weiss (incl. SWIFT und USA), was man so treibt, zählt nur Bares. Es ist immer das Gleiche; die erste Zigarette war für jeden immer schon gratis. Und ich möchte nicht, dass meine Kinder „angefixt“ werden.

  30. Das digitalisierte Sparschwein: Was für eine schwachsinnige Idee.

    Ob es die CS noch gibt, wenn die Kleinen alt genug sind, um richtige Kunden zu werden ?

    • @Joe
      Mit Verlaub, denn ich möchte Ihnen nicht zu Nahe treten: Sie müssen ein unverbesserlicher blauäugiger Optimist sein!

      Denn ich habe nicht den geringsten Zweifel. Es wird diesen Laden dannzumal nicht mehr geben – zumindest nicht als eigenständige Firma.

      Meine einzige Sorge:
      Wer wird dann das ZFF sponsoren? Denn Nadja S. ist für mich eine schöne, intelligente und sympathische Frau.

  31. Diese CS müsste man bedauern, wäre es nicht wieder ein neuer Humbug der Marketing-Abteilung.

    Nachdem bereits die grosse Mehrheit ihrer Kunden in den letzten Jahren verschaukelt und vergrault worden ist, biedert sich die Bank nun bei den Kleinsten und Babies an.

    So muss zu denken geben; kämpft die Bank ums Ueberleben?

    Digipigi und/oder Pi-Pa-Po,
    macht noch keine Kinder froh!

  32. Ist das jetzt „Schweine im Weltall?“. – Miss Piggy wurde doch vor etwas mehr als einem Jahr schon aus der GL verabschiedet? – Hingegen: Nichts gegen Schweine! Die sind ziemlich intelligent. – Vielleicht würde es gar für einen Job in GL und VR reichen.

    • Und Schweine haben -nebst ihrer unbestrittenen Intelligenz- auch noch soziales Verhalten. Womit sie sich leider als mögliche GL- oder VR-Mitglieder disqualifizieren!

  33. Wo kein Bedarf ist, da ist auch keine Nachfrage.

    Kinder (und auch Eltern) haben heute täglich andere Fragen als „Sparen in abstrakter Form“. Wenn Geld nicht anfassbar ist haben Kinder kein Interesse daran.

    UND: fragt mal Kinder auf was sie eher verzichten könnten: Taschengeld oder Internet …. die Antworten fallen sehr eindeutig aus.