Aargau-Staatsbank zwingt alle ins E-Banking

Ab Juli verlangt Kantonalbank vom Mittelland Gebühr für jeglichen „physischen Versand“ – Zwang zu E-Banking-Vertrag.

Die Schweizer Kantonalbanken sollten die grossen Sieger der Krise sein. Ihnen strömten Milliarden zu – einfach weil die UBS und die CS im Regen standen.

Haben die vom Steuerzahler finanzierten Häuser die historische Chance genutzt? Danach sieht es nicht aus.

Sie hätten ihre vielen Neukunden mit Dienstleistungen und Empfehlungen überzeugen müssen, dann wären die Erträge gestiegen. Statt dessen plagen die Staatsbanken ihre Klientel.

Jüngstes Beispiel ist die Aargauische Kantonalbank (AKB). Diese schafft eine umfassende Strafgebühr für alles auf Papier. Und was für eine. Happige 2 Stutz kostet neu jedes Dokument, das die AKB per Brief ihren Kunden zustellt.

„Die AKB führt per 1. Juli 2019 für Privatkunden für den physischen Versand eine Gebühr ein“, bestätigt eine Sprecherin der AKB auf Anfrage.

Es gehe um die „Reduktion des Papierverbrauchs (Nachhaltigkeitsaspekt) sowie eine teilweise Abfederung der Aufwendungen für Druck und Versand“.

Wer die Papierstrafe umgehen will, der muss rasch auf elektronisch umstellen.

„Alle Kunden, welche bis jetzt noch Papierausdrucke zugeschickt erhalten, können sich von der geplanten Versandgebühr entlasten, indem sie ihre Bankdokumente auf e-Versand umstellen“, hält die Sprecherin fest.

Das sei so oder so das einzig Richtige. „Es ist aus unserer Sicht zeitgemäss, dass Prozesse dort vereinfacht und digitalisiert werden, wo es Sinn macht. Dies ist bei Bereitstellung von Bankgelegen auf elektronischer Basis der Fall.“

Dank E-Banking hätten die Kunden „zeit- und ortsunabhängig Zugriff auf ihre Dokumente“. Dafür brauche es aber bei allen einen „e-Bankingvertrag mit der AKB“.

Einzige Ausnahme: Kunden, „die aus bestimmten Gründen nicht in der Lage sind, unser e-Banking zu nutzen“. Diese kämen weiter für den „kostenlosen physischen Versands ihrer Belege“ in Frage.

Dass damit generell Senioren gemeint wären, wies die AKB-Sprecherin von sich. Diese würden mit Computer „prima“ umgehen. Wer damit doch Mühe hätte, der könne via seinen Berater „einen Versand ohne Gebühr“ vereinbaren.

Die Aargau-Kantonalbank macht, was die Konkurrenz schon lange tut. Sie offeriert Services nur dann gratis, wenn dafür nicht sie arbeiten muss – sondern der Kunde selbst.

Die Postfinance hatte es vorgemacht. Die Staatsbank aus Bern führte auf Anfang 2019 für jedes bisherige Gratiskonto neu eine Monatsgebühr ein.

Nur wer viel Aktien handelt oder die Fonds des Gelben Riesen kauft, wird weiter zum Nulltarif bedient. Alle anderen müssen froh sein, wenn sie noch ein Konto bei der Posttochter haben können.

Die Querbeet-Strafgebühren sind das jüngste Beispiel einer Entwicklung, die lautet: Die Banken machen immer weniger – und verlangen dafür immer mehr.

Clevere Mobil-Innovationen? Apple Pay? Tiefe Trading-Gebühren wie bei Online-Banken Swissquote & Co.? Fehlanzeige.

Lieber pressen die Kantonalbanken ihre Kunden aus. Die zwei Franken pro verschicktem Couvert bei der Aargau-Kantonalbank sind eindrücklicher Beleg für die Phantasielosigkeit in den Oberstuben der Staatshäuser.

Was sollen wir denn tun angesichts von Minuszinsen? Der Jammer lenkt ab von der Tatsache, dass die Inlandbanken mit ihrem One and Only-Geschäft namens Hypotheken weiter goldig verdienen – allen voran die Kantonalbanken mit ihrem „Monopol“ im Einzugsgebiet.

Kommentare

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  1. Früher nahmen die Banken Retrozessionen auf Finanzprodukten. Das wurde ihnen via Konsumentenschutz (aus linken politischen Kreisen) inzwischen verboten. Es geht um hohe Einnahmen für die Banken, die jetzt fehlen. Diese fehlenden Einnahmen müssen jetzt mit neuen Gebühren zum Teil kompensiert werden. Das hier ist nur der Anfang einer neuen Gebührenwelle bei allen Banken. Somit hat der linke Konsumentenschutz einzig erreicht, dass jetzt auch „kleine“ Kunden kräftig bezahlen müssen. Das war wohl nicht das Ziel die Konsumentenschutzes. Aber wer vom Geschäft nichts versteht muss jetzt halt mit hohen Gebühren auch für „kleine“ Kunden leben. Sagt danke dem Konsumentenschutz.

  2. […] Aargau-Staatsbank zwingt alle ins E-Banking  Inside Paradeplatz […]

  3. IP wird jeden Tag mehr und mehr, wie andere 0815 Tageszeitungen. Der Titel ist ja clickbait pur. Die AKB zwingt niemanden ins E-Banking. Man hat die Wahl. Entweder E-Banking oder weiterhin mit dem veralteten System und CHF 2.- pro Sendung zahlen.
    Und Menschen, die keinen Zugang zum Internet haben oder sonst irgendwie nicht damit klarkommen, können sich von der Gebühr befreien.
    Der Aufschrei ist somit künstlich und nicht dieser Seite würdig. Wenn das so weitergeht, kann man IP gleich Blick 2 nennen und die Titel mit Bildern und anderen Farben unterstreichen. Geht zu euren Wurzeln zurück. Berichtet über Themen, die berichtenswert sind und scheut euch vor irreführende Titel in Zukunft.

  4. Spesen hat niemand gern, obschon sie niemals über Sein oder Nichtsein zu entscheiden vermögen. Als Lenkungsmassnahme sind sie jedoch durchaus nötig, zuviele Kunden gehen noch immer an den von Banken seit Jahren bereitgestellten Gratis-Alternativen achtlos vorbei. Da braucht es halt hie und da einen kleinen Stupser. Ich verstehe einzig nicht, was daran nachhaltig sein soll und worin eine Reduktion des Papierverbrauchs besteht, wenn die Bankbelege vom Empfänger anstatt vom Absender ausgedruckt werden?

  5. Das Postfinance-Konto war schon lange nicht mehr gratis, oder nicht. Es wurden die Gebühren erhöht. Dies machen aber alle Banken im aktuellen Negativzinsumfeld.

  6. Salamitaktik. Wenn alle im eBanking sind, wird auch für’s eBanking selber wahrscheintlihc eine neue Gebühr fällig. Man wird zahlen müssen (bzw darf schon jetzt), dass man die Arbeit der Bank erledigt.

  7. Das ist bei allen grösseren Provider in der Schweiz schon lange der Fall. Rechnung per Post zahlt der Kunde bis zu 3.50 CHF pro Monat. Also, warum auch nicht bei einer Bank?

  8. Leider bin ich so langsam aber sicher einfach überfordert mit e-banking etc. Es ärgert mich, dass ich bald überall Spesen bezahlen muss, weil ich immer noch Papierpost erhalte. Es scheint, dass wir Senioren immer mehr benachteiligt werden.

  9. Wie Lukas Hässig selber merkt, gibt es 2 Methoden, damit Banken profitabel bei Nullzinsen bleiben können.
    Entweder muss man Gebühren verrechnen.
    Oder man muss eine astronomische Menge Kredite vergeben. Es wäre das Beispiel der Raiffeisenbank im Schweizer Hypothekenmarkt.
    Persönlich finde ich die erste Methode (Gebühren) besser. Wieso? Entgegen alle Behauptungen der UBS, es gibt jetzt in der Schweiz eine riesige Immobilienblase. Wenn die Zinsen sich wieder normalisieren, können sich sehr viele stolze *Eigentümer“ihre Hütten nicht mehr leisten. Dadurch stürzen die Preise der Häuser wie Aktien während einem Krach ab. Damit sind viele Hypotheken nicht mehr gedeckt und die Banken verlangen eine Teil-Tilgung des Kredits. Geschätze 80% der „Eigentümer“ werden nicht in der Lage sein, 100’000, 200’000 oder mehr zurückzuzahlen.
    Es ist also viel besser, Gebühren zu zahlen als die Stabilität des Finanzsystems und der Regierung zu riskieren.
    Wahrscheinlich glaubt das Management der Raiffeisenbank, dass ein Bailout der Regierung kommen wird… Doch sie könnten sich täuschen und diese Leute spielen mit dem Feuer.

  10. Bankensicht ist nicht gleich Kundensicht ..

    Für Alle, die erhöhte ‘Kontenführungs-kosten’ verteidigen, es gibt mehr als nur die Kostensicht einer Bank, nämlich die Sichtweise Ihrer Kunden ..

    Man habe ein Vermögen von 100 TCHF auf einem Bankkonto. Bei 0.25% Zinsen wirft das Ganze lächerliche 250 CHF.- pro Jahr an Zinsen ab. Nun Kontoführungskosten abziehen und die unverschämten Kosten für Geldbezug an einem Automaten (Fremdbezug) einer anderen Bank und .. schwupps .. werden aus den 100 TCHF.- am Jahresende weniger Vermögen. Den Aufwand für den Zahlungsverkehr leistet bei e-Banking der Kunde – für Code-Generierungs Geräte den Kunden auch noch zahlen lassen! Nota bene leihe man einer Bank Geld, damit diese den Geldmultiplikator betreiben kann und reduziere damit sein Vermögen.

    Jetzt kann man sein Vermögen anders anlegen oder aber in den Konsum stecken, beides wohl kaum im Interesse einer Bank ?

    Für niedrige Zinsen kann der Kunde meist nichts, das Finanz-System, Industrie und Staaten/ Politik schon.

    Wir alle wissen, wir werden beschissen, doch keiner weiss .. wer wen bescheisst .. im Falle der Banken wissen wir es. CH-Banken suchen Ihr Heil nur noch im Cost-cut auf Kosten Ihrer Kunden. Wer dauernd nur Kosten reduziert, hat irgendwann keine mehr ..

    Und genau darauf zielt der Artikel, verpasste Chance, ein anderen Ertragsmechanismus zu finden, als Steuer-hinterziehung für ausländische Kunden. Es verbleibt der CH-Bankkunde, Chance verpasst ..

    MfG Industrial

  11. Es gibt immer noch zu viele Menschen auch hier im Blog, die den Effekt der Negativzinsen noch nicht verstanden haben. Früher „bezahlte“ man die Kontoführung hauptsächlich über die Zinsmarge – die ist bei Passivgelder heute i.d.R. negativ für die Banken (das gilt allerdings nur aus Perspektive für den Einzelkunden, in der Summe sind die Spargelder langfristiges Geld, das zum Nullzins immer noch günstig ist für die Bank).

    Der Zwang zum elektronischen Versand ist voll in Ordnung. Wer es trotzdem will, übernimmt die Kosten. Manchmal muss man die Leute zwingen. Ohne Abschaltautomatik würden die meisten den Motor bei Rotlicht immer noch laufen lassen, selbst bei einem Spritpreis von 1.80 p/L.

    • @Barth: Bitte überlegen bevor sie einen solchen Stuss wie den 2. Absatz schreiben!

    • @„Neutraler Beobachter“: papperlapapp!
      Bei Migros ist der Bezug von Plastiktüten in dem Moment um 90% zurückgegangen als man ein paar Rappen dafür verlangte. Es gibt viele solche Beispiele.

  12. Ist doch schon fast überall Standard: Online gratis auf Papier 2 CHF.
    Was mich erstaunt ist, dass man darüber einen so langen Artikel schreiben kann…

    • @Raphael: Vielleicht einmal an die älteren Leute denken! Zum Glück ist dieser Mist nicht schon fast überall Standard!!

  13. Erst wenn der nächste Bankenkollaps kommt werden die Menschen anscheinend erkennen, dass die Kontoguthaben nur noch elektronische Zahlenerleuchtungen waren, das Geld für diese “Erleuchtungen“ aber fehlt. Das Geld, welches
    elektronisch erscheint sind nur Buchungen, aber dass den Banken das Geld für diese Buchungen fehlt werden die “Massen-Verblendeten“ wohl erst zu spät erkennen!
    Mit Nachhaltigkeit hat das systematische Bilanzverlängerungsgeschäft der Banken nichts zu tun. Werft doch auch mal einen Blick auf die Bankbilanzen!

    Wundert Euch nicht wenn’s dann mal kracht, und Ihr Euch an den Kopf langen müsst, und erschreckt feststellen müsst das jetzt eine “Erleuchtung“ im Hirn erfolgt ist.
    Unwissenheit wird irgendwann bestraft.
    Übrigens auch bei Stromausfall stehen die elekktronischen “Erleuchtungen“ nicht mehr zur Verfügung.

  14. Herr Hässig, Sie vergleichen hier Birnen mit Äpfeln. Bei der Postfinance zahlen alle die mindestens CHF 60 pro Jahr für die Kontoführung, sofern sie keine zusätzlichen Geschäfte in Form von Fondsanlagen usw. tätigen.

    Auch Kunden, welche ihre Geschäfte vollumfänglich elektronisch abwickeln. Auch solche, die das schon seit Jahren machen.

    Wenn überhaupt, wäre DAS Abzocke. Aber auch hier bin ich der Meinung, dass eine Dienstleistung der Bank (Postfinance) vorliegt, welche entschädigt werden muss. Oder arbeiten Sie kostenlos für Gottes Lohn? Ob es denn CHF 5 pro Monat sein müssen, darüber kann man natürlich streiten. Ich persönlich wäre mit CHF 2 bis 3 einverstanden. CHF 5 sind mir persönlich zu viel.

    Aber der Kunde hat ja die Wahl. Es gibt genügend Alternativanbieter, die solche Geschäfte billiger anbieten.

  15. Tiefe Trading-Gebühren wie bei Online-Banken Swissquote & Co.?
    Swissquote hat die mit die höchsten Trading-Gebühren – noch höher als die Postfinance!

  16. Also, der Papierversand kostet neu 2.- je Dok. Wenn ich demzufolge auf E-Versand umsteige, gehen die Bankgebühren um 2.- je Dok hinunter ? Logisch, oder ?

    • Klar. Zwei Franken haben oder nicht haben sind vier Franken Unterschied.

  17. Ach Herr Hässig, wie kann man es ihnen nur recht machen?

    Endlich fangen die Banken an, ihre Prozesse zu überdenken und längst fällige und veraltete Prakitken abzuschaffen (wie beispielsweise der Druck). Dies könnte ja zu Kosteneinsparungen führen und ist zudem einen ersten Schritt richtung Innovation (auch wenn nur ein kleiner). Beides hilft, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben.

    Also sagen sie uns doch, was sie stattdessen wünschen. Lieber gar nichts unternehmen? Die Kosten absichtlich hoch halten? Lieber beim Personal sparen?

    • „Was ist daran so schlecht?“
      Offenbar verfügen Sie über wenig Fantasie bzw. Empathie. Mein Tipp: Reden Sie mal mit einem älteren Menschen, der nicht jeden Furz online machen will oder kann.
      Der Druck ist vielleicht eine „veraltete“ Praktik, aber es gibt Leute, die darauf angewiesen sind. Kosten tut der Druck fast nichts und die Kosteneinsparungen sind angesichts der übrigen Geldverschleuderung in der Bankenbranche schlichtweg vernachlässigbar.

    • Richtig…und bei vielen anderen Banken ist dies Standard. Macht kostentechnisch Sinn und ist umweltfreundlich.

  18. finde ich ok.
    man muss mit der zeit gehen
    und das viele unnötige papier
    kann man sich sparen.
    wer extra will, soll extra zahlen.
    und nicht alle für ein paar
    ewiggestrige.

    • falsch gedacht – das „unnötige“ Papier muss der Kunde berappen inkl. Drucker, Strom, Druckertinte 1 Liter für 40.000.–sfr – teurer als GOLD!!
      Es ist der falsche Weg den Kunden erpresserisch auf e-banking zu zwingen.
      Der Kunde sollte die Wahl haben – zudem sind in den AGBs der Banken für e-banking alle Missbräuche durch Hacker, falsche Buchungen, Konto leeren, auf die Kunden abgeschoben.
      Die Migrosbk macht das gleiche und verlangt auch 2.–
      pro Bankfakel dort heisst diese ominöse Gebühr FEE – auch für den 31.12.20XX wo die Banken ja gezwungen sind, dem Kunden für die Steuern die Unterlagen zuzustellen.
      Die Postgebühren die die Banken dem Kunden „weiter verrechnen“ sind genau so eine Sauerei, da die Banken mit der Post Abkommen haben und nur -.45/-.50 Rappen bezahlen pro Brief, dem Kunden aber -.85/1.– verrechnen.
      Man rechne 1 Million verschickte Couverts,Kundenbelastungn -.50 macht einen „Gewinn“
      von
      500.000.– unverdientes Geld!!

  19. Who cares?
    Gäbe viel interessantere Themen: Wie kommt Christoph Franz an 1.3 Mio Stadler Aktien als einfaches VR-Mitglied? Was läuft in Sachen Cirillo/UBS/Chain-IQ? Was macht Weber noch im VR der UBS, nachdem er solch eine katastrophale Milliarden-Fehleinschätzung im Falle Frankreich abgeliefert hat? Ist TT nun doch heisser Kandidat fürs Amt an der Elfenbeinküste? Wieso füttert die CS ca. 1050 Einkommensmillionäre durch, obwohl die meisten für einen Bruchteil davon mit gleichwertigem Personal ersetzt werden könnten? Usw.

    • Zum Franz: Schon komisch, denke nicht, dass der eigenes Geld in die Hand genommen hat, der Mann ist angestellter Manager, nicht Unternehmer. 1.3 Mio Aktien in knapp 8 Jahren, also knapp 162000 Aktien pro Jahr. – Der Mann war somit der mit Abstand bestbezahlte angestellte, gewöhnliche VR aller Firmen in der Schweiz, oder wohl gar weltweit und das bei einer Firma mit am Ende knapp 2 Milliarden Umsatz? Hä?! Schon seltsam.

  20. Die Zeit der (Schweizer) Banken ist abgelaufen. Sie zeigen Null Innovation und kassieren einfach nur ab. Derweil gibt es für den Zahlungsverkehr bereits neue attraktive Angebote wie Revolut, ApplePay, etc. Es würde nicht überraschen, wenn in Zukunft die Bankgeschäfte mit Google, Microsoft, IBM und Apple gemacht würden und es die (Schweizer) Banken nicht mehr braucht. Sorry, aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

    • Sorry,
      Dein Kommentar geht 200% am Thema vorbei; ersten müssen auch Google, Apple oder was auch immer schlussendlich ihre Zahlungen irgendwie über eine „offizielle“
      Bank abwickeln (nur so zum Thema überflüssig) und zweitens geht es hier schlicht darum, ob aufwändige, traditionelle Services am Leben erhalten und allenfalls gebührenbelastet werden sollen. Ich denke auch Apple und Konsorten werden wohl kaum gratis Abrechnungshardcopys versenden!!!

    • Da hat der Supermario aber nicht verstanden, was zur Zeit abgeht. Diese Software Hersteller betreiben mittlerweile ihre eigenen Zahlungsnetzwerke oder werden es bald tun. Mit den neuen Angaben der Schweizer Bankiervereinigung kann man seien Bank nun auch in der Cloud betreiben und sobald man mit dem Smartphone bezahlen kann, braucht es auch keine Visa/Mastercard mehr.
      Es spricht nichts dagegen, dass man sein Konto in Zukunft bei Microsoft, Amazon, Google, oder einem anderen kleineren Anbieter hat. Die bieten auch Geldwechsel und Wertpapier/Cryptotrading an.
      Wozu brauche ich also eine ZKB?

    • Zuerst müssen Google, Microsoft, IBM und Apple einmal eine Banklizenz erhalten, um Bankgeschäfte tätigen zu können. Viel Glück dabei.
      Und wie glauben Sie wird ApplePay hinten abgewickelt? Richtig, über Kreditkarte und einem Bankkonto.
      Ist ja wahnsinnig innovativ…
      Die Bankiervereinigung ist nicht der zuständige Regulator und dass Mastercard und Visa überflüssig werden, erzälen uns die Kung Fu Koalas dieser Welt auch schon seit 20 Jahren.
      Aber bitte: dann traden und zahlen Sie doch mit Ihren Cryptos. Viel Spass dabei.

  21. Herr Hässig, ich kann Ihre Sicht Ihres hässigen Artikels nicht nachvollziehen. Zwei Franken für die postalische Zustellung eines Bankbelegs sind IMHO absolut OK. Ein Franken für Papier, Druck und Briefumschlag entsprechend den effektiven Gestehungskosten? Und der zweite Franken geht fürs Porto drauf.
    Und nein, ich bin nicht AKB Kunde, beziehe meine Kontounterlagen jedoch seit Jahren auf elektronischen Wege.

    • Einfach eine Verlagerung. Man druckt dies einfach zu Hause aus – mit sehr teuren Druckpatronen – oder eine ausgezeichnete PC Verwaltung mit regelmässigem Save um diese Dokumente aufzubewahren.
      Oder verzichtet man einfach darauf und vertraut den Banken – die alle Risiken auf den Kunden verlagern? Habt Ihr Euch dies mal überlegt – bevor ihr schreibt?

    • @ guiseppe: Es ist ja möglich Kontoauszüge etc. weiterhin in Papierform auf postalischem Wege zu erhalten. Also zuerst überlegen bevor ein sinnfremder Kommentar geschrieben wird!

  22. Finde es absolut richtig – heute noch Postversand ist nicht mehr zeitgemäss. Zudem warum soll ein Konto gratis sein? Wo wird denn bitte gratis gearbeitet? Jede Dienstleistung muss bezahlt werden… oder halt Das Geld unter der Matratze – aber da ist’s ja nicht sicher – dann aber für Sicherheit nichts bezahlen wollen – Joker…

    • Schon was von Bodensatz gehoert? Das ist Geld das gratis der Bank zur Verfuegung steht. Sie kann damit arbeiten und auch Geld verdienen, so sie was von Geldgeschaeften versteht. Bezahlen fuer PC, elektronische back-ups, Printer, Ausdrucke und fuer die fehlende Sicherheit dazu. Frueher hat es mal soetwas wie Kundenservice gegeben, frueher, heute ist es nur noch Abzocke. Ich verstehe die Kommentatoren hier nicht, die das alles so super finden.

    • …schon mal was von Negativzins oder Fristenkongruenz gehört? Wenn Sie überhaupt keine Ahnung haben, vielleicht einfach mal nichts sagen…

      Die Kosten für ein Konto sind um eine goes höher als was ein Konto mit 1000 oder auch 10‘000 chf je erwirtschaftet. Eine Bank ist kein Service Public… und auch der Service kostet was…

      Dass Sie das nicht verstehen ist ok… ich verstehe von Ihrem Beruf sicher auch nicht viel… 🙂

  23. Seien Sie doch froh, daß Sie nicht mehr Regalmeter mit Ordnern füllen müssen.

    Ferner die Arbeitsersparnis, nicht mehr alles in Papierform ablegen zu müssen, sondern nur – ggf. vollautomatisch – Verzeichnisse zu füllen.

    Zudem ist es einfacher, Buchungen oder Belege zu finden.

    Auf Wunsch ist das alles vielfach zu Hause ausdruckbar.

    Wer sich überhaupt nicht umgewöhnen will, muß eben etwas mehr bezahlen.

    • Das gilt aber nur, wenn auch das Archiv der Bank/Post „unendlich“ abrufbar ist. Was passiert mit all den Informationen, wenn man ein Konto saldiert und irgendwann „später“ einmal eine Zahlung beweisen muss?

      Oder wenn der eigene PC mit all den gespeicherten pdf’s den Geist aufgibt?

      Ist alles viel wahrscheinlicher, als dass einem irgendwann das Haus abbrennt und man die Ordner dadurch verliert …

      Also druckt sich doch jeder das Dokument aus, legt es zuhause ab – und wir haben nichts eingespart. Rein gar nichts.

    • @ vitico: „Oder wenn der eigene PC mit all den gespeicherten pdf’s den Geist aufgibt?“
      Schon mal was von Datensicherung gehört oder überlassen Sie alle Ihre Daten inkl. Familienfotos etc. nur auf gut Glück lediglich auf Ihrer PC-Festplatte?

    • @vitico: zudem kann man bei Banken (erfahrungsgemäss ZKB) bis 5 Jahre nach Saldierung kostenlos Belege anfordern. Gegen eine Gebühr bis zu 10 Jahre. Man könnte also in dem Zusammenhang auch nach Saldierung an die Daten kommen. Also auch, wenn einem die Bude abfackelt und der Papierbeleg dann weg ist 😉

    • @besserwisser
      Weil einem die Bude wegen eines überhitzten Handy-Akkus abfackelt, über das man immer alle Online-Transaktionen abgewickelt hat…