Sagen Ermotti und sein Rechtschef die Wahrheit?

Hauptverantwortliche für das Frankreich-Debakel der UBS machen 100 Prozent widersprüchliche Aussagen – Finma schläft.

Bei der UBS brennt es lichterloh. Die renommierte Frankfurter Allgemeine, sonst zurückhaltend mit Kritik, lässt an CEO Sergio Ermotti kein gutes Haar.

Nun stellt sich gar die Frage, ob Ermotti und sein Rechtschef, Markus Diethelm, die Wahrheit sagen.

Es geht um den Entscheid des Duos, gegen das sozialistische Frankreich in den Schwarzgeld-Krieg zu ziehen – mit einem Prozess in Paris.

Die zwei hochbezahlten Spitzenbanker holten sich mit 4,5 Milliarden Euro Strafe eine blutige Nase. Geradestehen dafür müssen die Aktionäre und Mitarbeiter.

Die jüngsten Aussagen der beiden Paris-Strategen lassen aufhorchen. Sie stehen im Widerspruch zu früheren Behauptungen.

Diethelm betonte am letzten Donnerstag vor den versammelten Aktionären der UBS, dass „kein Vergleich über 1,1 Milliarden Euro auf dem Tisch“ gelegen habe, wie die Basler Zeitung online berichtete.

Zwei Jahre zuvor, am 20. März 2017, tönte es genau umgekehrt.

„Nach Angaben des französischen ‚Le Journal du Dimanche‘ hat UBS einen Vergleichsvorschlag der Behörden über 1,1 Mrd. € abgelehnt“, meldete damals die Finanz und Wirtschaft.

Und fuhr fort: „Den General Counsel der UBS, Markus Diethelm, zitiert die Zeitung mit der Aussage, ‚eine solche Summe ist undenkbar‘, sowohl angesichts der Handlungen der UBS als auch angesichts der Vergleiche, die UBS bereits mit anderen Ländern erzielt habe. ‚Dies ist absolut kein Marktpreis‘, kommentierte der UBS-Chefjurist gegenüber der Zeitung die Vergleichsforderung.“

Das heisst: Markus Diethelm, der im Jahr über 6 Millionen Franken verdiente, was für einen Rechtschef einer Grossbank ein unfassbar hohes Entgelt ist, sagte im 2017 gegenüber einer grossen französischen Zeitung, dass die Forderung der Behörden über 1,1 Milliarden nicht akzeptabel sei.

Im 2019, nachdem Paris zum Waterloo für Diethelm und seinen CEO Ermotti geworden war, meinte der gleiche Jurist vor der Eigentümerschaft seiner Bank in der grossen St.Jakobs-Halle in Basel, dass es nie einen „Vergleich über 1,1 Milliarden Euro“ als Vorschlag gegeben habe.

Zwei diametral entgegengesetzte Aussagen, gemacht von ein und demselben Chefjurist: Diethelm.

Was treiben der General Counsel und der CEO? Warum verbreiten die Hauptverantwortlichen solch Widersprüchliches?

Und warum steht UBS-Präsident Axel Weber vor seine zwei operativen Spitzenleute hin und verteidigt deren Pariser Harakiri-Strategie durch alle Böden?

Die Fragen bleiben offen. Sicher ist, dass Ermotti und Diethelm das Vertrauen der Aktionäre verspielt haben. Diese haben ihnen und der ganzen Führung der UBS letzte Woche die Entlastung für 2018 verweigert.

Auch Präsident Weber hat mit seinem öffentlichen Support für CEO und Rechtschef sein Vertrauen verspielt. Die ganze UBS muss mit einer neuen Führung frisch beginnen.

Das wurde durch das laute Misstrauensvotum allen klar. Der Aktienkurs spricht schon lange Bände.

Was aber passiert? Nichts. Die UBS-Kapitäne erzählen ihre Version in den Medien. Gestern liess sich Chef Ermotti an einer Buchvernissage von Ringier ablichten, der Herausgeberin von Blick.

Bei Ringier hat die UBS im VR das Sagen.

Und die Finma in Bern? Sie sagt zur Déchargen-Verweigerung: None of our business. „Dies ist eine aktienrechtliche Frage, zu der sich die Finma als Aufsichtsbehörde nicht zu äussern hat.“

Kommentare

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  1. Verschwörungstheorien a là Hässig – einmal mehr: lausige Recherche und überspitzte Vorwürfe. Ausgewogenheit und Sorgfalt war noch nie Lukas‘ Stärke.

  2. Warum kommen die Franzosen genau auf 4 Mia Bussgeld? Sie hätten ja auch 100 Mia fordern können?
    Kein Schweizer Politiker würde sich für unsere Banken wehren!
    Soweit herunter gekommen ist dieses einst blühende Land!
    Und genau so werden die Schweizer Bürger vom milliardenteuren Schweizer Beamtenheer abgezockt!
    Switzerland zero point!

  3. Das ist aber eine rhetorische Frage in der Headline. Die könnte auch lauten: „Gibt es den Osterhasen wirklich?“

  4. Lucas Hässig, Sie schreiben :
    „Die zwei hochbezahlten Spitzenbanker holten sich mit 4,5 Milliarden Euro Strafe eine blutige Nase.“
    Ich zweifele: Ist es nicht so, dass die blutige Nase den Aktionären gehört?

  5. Lässt die Banken auf dieser Welt endlich pleite gehen! Nur dann wird ein seriöser Neubeginn, mit werthaltigem, nachhaltigem und echtem Geld überhaupt möglich. Diese Kreditgeier haben ihre Wucherzinseinnahmen nie durch wirklich erbrachte Leistungen erreicht, sondern durch systematische Bilanzverlängerungen, und der damit zusammenhängenden Verschuldungsmaschinerie, welche letzlich die Menschheit zu Zinszahlungsklaven der Banker macht.

    Viele gute Unternehmen (ausserhalb der Finanzbranche) auf dieser Welt stellen wirklich gute, brauchbare und für die Menschen dienliche Produkte
    her. Das sehe ich bei den Banken nicht, denn diese verfügen nicht mal über das Geld, für die vollen Kreditsummen die sie vergeben. Die Kredite sind (bankenseits) grösstenteils nicht durch Geld gedeckt! Für die Kredite werden lediglich 2,5% Mindestreserve hinterlegt. Von einem Kreditnehmer, der eine Immobilie finanzieren will, verlangen die Banken ihrerseits aber 20% Eigenkapital, und dazu lassen sie als Bedingung noch ein Grundpfand auf die Immobilie eintragen. Die Bank verfügt somit über alle Druckmittel, gegenüber Kreditnehmern. Dessen sind sich anscheinend die Wenigsten wircklich bewusst. Die Immobilienpreise werden durch Kreditberge der Banken bewertet. Die Vermögenswerte für die Steuererklärungen übrigens auch.
    Es sind alles fiktives Falschgeld hochfinanzierte “Werte“, fern ab einer wirklich realen Marktwirtschaft!
    Was wir brauchen ist Realwirtschaft, mit realen Preisen, welche durch die Arbeitkraft von Menschenhand entsteht, und nicht durch gehebelte Kreditvergabe der Finanzwirtschaft. Letztlich bedeutet finanzieren = nicht bezahlen!
    Jede Einzahlung auf ein Bankkonto bedeutet gehebelte Kreditvergabe = expandierende Schuldenberge!
    Jeder kann mithelfen eine Änderung herbeizuführen.
    Ganz einfach, Konto schon jetzt abräumen, bevor der nächste Bankencrash ansteht, und die Banken absaufen lassen.
    Danach wird man nichts mehr von Strafzahlungen und Bussen der Banken in den Medien lesen und hören.

    Dann wäre auch Schluss damit, dass die grünen Wiesen auf Pump zubetoniert werden, Immobilienspekulation beendet, die Strassen wären nicht mehr überfüllt mit kreditfinanzierten Luxuscarossen, Flugzeuge auf Pump beendet… usw.. Die Luft wäre sauberer wie zuvor…..teure Kriegs.- und Rüstungstungsfinanzierung wäre auch beendet.
    Realwirtschaft durch Menschenkraft wäre zurück.

    n.b. es sind nicht nur Schweizer Banken, die mit vielen Rechstreitigkeiten verbunden sind. Es betrifft einen Grossteil der Branche.
    Dt. Bank soll anscheinend von ca.7500 Rechtsstreiten betroffen sein!!
    Sobald ein Bankencrash da ist, WIRD AUCH DIE EU NUR NOCH KLEINKRIECHEN !

    • Zum Glück handelt es sich bei diesem Torpedo nur um einen Blindgänger!

    • „Auro loquente omnis oratio inanis est!“

      Bald…..es dauert zum Glück nicht mehr so lange.

    • Mann Torpedo, redest Du einen Stuss! Und die Erde ist flach und die Amerikaner waren nicht auf dem Mond. Time to up the medication!

    • Bravo Torpedo, auf den Punkt gebracht!!!
      Worüber hier gesprochen wird, existiert bereits. Sicherlich passt islamic banking nicht denjenigen, die ihre Milionen auf unrealistischen Margen und Zinsen verdienen..

      @Maximilian
      Ich würde mich auf dieser Stelle fragen wer der Blindgägnger ist…

      @Unglaublich
      Und was wenn die Erde oval ist und die Amerikaner tatsächlich nie auf dem Mond waren?

  6. Sie müssen das Ganze schönreden, andernfalls hätte die UBS die Busse voll zurückstellen müssen und die Boni wären flöten gegangen.
    Nach Schweizer Recht hätte man die volle Rückstellung nach dem Vorsichtsprinzip ohnehin zurückstellen müssen.
    Ab in’s Chefi.

  7. Sie haben wohl recht mit der Feststellung, dass das UBS Management nichts taugt. Allerdings ist der Frankreich-Case der falsche Aufhänger – da kann man zurecht unterschiedlicher Meinung sein, und eine goldene Lösung aus diesem Dilemma gibt es wohl nicht. Aber die Geschäftsführung der Bank ist generell orientierungslos. Weber, Ermotti, Blessing, Körner, keiner bringt was auf die Reihe, ausser den eigenen Bonus ins Trockene. Die Bank steht ohne Plan, ohne Strategie da, eingebrochene Erträge, entlassenes Personal, desaströser Aktienkurs. Keiner scheint wirklich eine Ahnung zu haben, wohin die Reise gehen soll, im Moment gerade erkennbar am führungslosen Asset Management. Es stimmt, mit diesem Team wird das nichts mehr.

    • Sie müssten das mal von innen miterleben. Bin dort als Externer dabei. Viele Kommentatoren schreiben ja, dass man selbst Schuld ist, wenn man dort noch arbeitet. Aber ich finde es amüsant. Völlig überbezahlte Arbeit, kurze Arbeitszeiten, Null Verantwortung für sein Handeln – und wenn man es humoristisch angeht, ist es wirklich belustigend. Was ich immer noch nicht herausgefunden habe ist, ob diese MDs in dem Shop das wirklich ernst meinen, was sie da tagtäglich von sich geben. Falls ja, schule ich um auf Psychiater für Bänker, damit wird man zum Milliardär, denn die Zukunft ist rosig!

  8. Wer den drei Hasardeuren ihr Gesülze noch glaubt hat einen an der Waffel! Börsenkurs heute um 13.20 Uhr
    CHF 12,62. Was sagt uns dieser Börsenkurs? Weg mit Weber, Ermotti und ihrem Adlatus Diethelm. Die Aktionäre wollen einen Neuanfang ohne diesen drei „Flaschen“!!!

  9. WANN BEWEGEN SICH DIE UBS-SHAREHOLDER UND STELLEN STRAFANZEIGE GEGEN DEN UBS-VERWALTUNGSRAT UND DIE UBS-ORGANE. ES DEUTET DOCH EINIGES DARAUF HIN, DASS VON SEITEN UBS, NAMENTLICH DURCH DIE HERREN WEBER UND ERMOTTI SÄMTLICHE SHAREHOLDER GETÄUSCHT WURDEN – DAZU KOMMT, DASS VORAUSSICHTLICH NICHT GENÜGEND RÜCKSTELLUNGEN GEMACHT WURDEN. DAS WÜRDE FOLGLICH DAZU FÜHREN, DIE ROLLE DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS EBENFALLS IN DEN FOKUS ZU NEHMEN.

  10. Das unbedarfte SVP Wähler Frankreich als ein sowjetkommunistisches Land beschimpfen, mit einem Rechtssystem, welches mehr Nord-Korea ähnlich ist als dem unsrigen, ist bekannt. Dazu ist es Mitglied in einem Club namens EU, der schlimmer ist als der ehemalige Warschauer Pakt. Ebenso ist klar, dass Frankreich in seinem Kampf gegen die Steuerhinterziehung, die dort ungefähr so betrieben wird wie bei Herrn Maduro in Venezuela, nur die Unterstüzung des Clubs der EU hat, der aber nächstes Jahr nicht mehr da ist. Man muss auch bemerken, dass der Anfangsbuchstabe bei Macron ein M ist wie bei Maduro, da ist es ja klar, dass da übelsten Bolschewisten am Werk sind.
    So wird von vielen in der Schweiz argumentiert, aber nicht nur beim Fussvolk der Wähler, sondern auch bei der Elite und dementsprechend mit dieser Ansicht von oben herab gehandelt. Der Rechtskonsulent der UBS, der mächtig stolz ist auf seine Ausbildung an einer US-Spitzuniversität und der in berühmten US-Kanzleien angestellt war, wurde zwar nie Partner dieser Kanzleien, aber die herablassende Meinung der USA über die EU hat er übernommen.
    Zusätzlich meinte man, die besten und teuersten Pariser Anwälte werden eine solche Anklage in Schwupps erledigen gegen die französische Bürokraten, die ja nichts wert sind. Teure Anwälte übernehmen jeden noch so hoffnungslosen Fall, wenn die Rechnung stimmt und bezahlt wird, dies gilt überall. Ebenso findet man immer Propogandisten, die sich in der Öffentlichkeit für die Bank schlagen, wenn sie etwas materielles davon haben.
    Wie endet die Geschichte? Auf alle Fälle wird sie sich nicht mehrere Jahre dahinziehen. Es gibt einen Vergleich, aber einen happigen zuungunsten der UBS, der vielleicht 75 % der Summe des Pariser Urteils ausmacht. Herr D. wird als Verantwortlicher entlassen und sein Chef, Herr E., stellt sich neuen Herausforderungen. Herr W. wird bleiben, da nur er die Lösung des Problems ist.
    Was bedeutet dies für die Schweiz. Nun die zerfallende EU ist ja bekanntlich ein Basar der Interessen. Die Kommission wird vorschlagen, ein ähnliches Abkommen mit der Schweiz abzuschliessen, wie diese es mit der USA mit dem FATCA Vertrag machte. Nur wird dieses Abkommen nicht dem FATCA Abkommen der EU mit der USA gleichen, sondern mehr demjenigen der USA mit der Schweiz, also mit schlechteren Bedingungen, da die Schweiz bekanntlich dabei nicht so nett behandelt wurde wie die EU. Wir können uns trösten,nach unserem logischen Urteil wird die EU nächstes Jahr nicht mehr da sein. Diese neuen Forderungen, der zerfallenden EU wird den Bundesrat und die Mehrheit unserer Parlamentarier erfreuen, so etwas hat uns gerade noch gefehlt.

    • @ Rolz zAch

      „…Nur wird dieses Abkommen nicht dem FATCA Abkommen der EU mit der USA gleichen, sondern mehr demjenigen der USA mit der Schweiz, also mit schlechteren Bedingungen, da die Schweiz bekanntlich dabei nicht so nett behandelt wurde wie die EU. …“

      Wo wird denn die Schweiz schlechter behandelt? Zwischen IGA I und IGA II gibt es keine nennenswerten Unterschiede!

  11. Und nochmals meine gleiche Aussage die ich schon vor Jahren getätigt habe mit dem Hinweis die über UBS Genève initieerten Machenschaften werden noch zum Bumerang für die UBS:

    Fakt ist, das UBS-Management hat die Machenschaften ‚Beihilfe zu Steuerhinterziehung‘ über UBS Genève inittiert. Das UBS-Management war im Bilde, dass man fremdes Recht bricht, dazu gab es auch mehrere Hinweise nicht nur zum Punkt, dass man französisches Recht bricht. Trotz der Hinweise, hielt die UBS am ‚Geschäftsmodell‘ fest.

    Fakt ist ebenfalls, die Machenschaften wurden auch Bundesrat und Finanzmarktaufsicht FINMA zur Kenntnis gebracht. Bundesrat und FINMA entschieden jedoch, dass man die Hinweise ignoriert und die Angelegenheit unter den Teppich kehrt. Somit tragen Bundesrat und FINMA für das UBS-Dilemma eine Mitverantwortung.

    Nun zu den Herren VRP Weber und CEO Ermotti: Auch VRP und CEO waren über die initiierten Machenschaften im Bilde. Aufgabe von VR und CEO wären es gewesen, diese Geschichte aufzuarbeiten. Anscheinend wurde dies nicht ordentlich getan, denn nur so lässt sich erklären, dass man sich in Frankreich auf einen Prozess eingelassen hat.

    Jetzt beginnt aber erst die grosse Sauerei, indem VRP Weber und CEO Ermotti den Prozess in Frankreich bzw. den Schuldspruch als ‚politisches Urteil‘ kommunizieren. Noch fragwürdiger ist jedoch der Sachverhalt, dass von Seiten UBS bewusst Lügengeschichten verbreitet werden und dazu noch weitere Banken in Sippenhaft genommen werden bzw. die UBS sogar versucht die ganze Schweiz in Sippenhaft zu nehmen!

    Einmal mehr stellt sich die Frage, wie lange wollen Bundesrat, angefangen beim EFD und die Finanzmarktaufsicht FINMA ihr Lügenspielchen zusammen mit der UBS noch spielen? Es wäre endlich an der Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen und das einige involvierte Personen entsprechende Konsequenzen ziehen!

    Ich persönlich stelle mir die Frage, ob man wirklich so dämlich sein kann in Bern, dass man ohne Einwirken der Politik zulässt, dass sich die UBS in Frankreich überhaupt so fahrlässig auf einen Prozess einlässt? Faktisch kann keiner behaupten, man hätte von nichts gewusst!

    Eine Aufarbeitung der Geschichte wäre dringend notwendig. Und diese Aufarbeitung kann bzw. muss nun endlich von Seiten der Parlamentarier in die Wege geleitet werden, denn die Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass hier endlich mit offenen Karten gespielt und die Wahrheit auf den Tisch kommt! Schluss mit Lügengeschichten und Widersprüchen von Seiten UBS, Bundesrat und FINMA!

    Kommt noch hinzu, die Untätigkeit von Seiten Politik könnte zu weiteren Problemen für die UBS und die Schweiz aus Drittstaaten führen, da weitere Finanzminsterien die Vorgänge in Frankreich mitverfolgen!

    Unter dem Strich darf festgestellt werden, die Machenschaften der UBS zusammen mit dem gemeinsam ‚vereinbarten‘ Wegschauen und unter den Teppich kehren von Seiten Bundesrat und FINMA wird zum Risiko für die UBS und somit auch für Schweiz! UBS „Too Big to Fail“ — die Zeche zahlt der Steuerzahler!

    Noch heikler wird die Frankreich-Story unter dem Aspekt, dass Bundesrat, Eidg. Steuerverwaltung, EFD und FINMA auch Hinweise vorgelegen haben, dass von Seiten UBS initiierte Machenschaften teilweise auch die Bundeskasse geschädigt haben. Alleine hier wäre es Aufgabe von Seiten Bundesrat, wieder angefangen bei EFD, die Justizbehörden zu informieren statt als Teil der Absprache, alles unter den Teppich zu kehren und Stillschweigen zu vereinbaren.

  12. Wenn die involvierten Personen Charakter und Glaubwürdigkeit hätten,wären sie schon lange zurückgetreten, oder spätestens jetzt nach dem Resultat der GV.

  13. zeit solche banken abzuwickeln.
    die bussen werden massiv zunehmen
    und sind nicht bezahlbar.
    die gewinn von früher sind die bussen
    von heute.
    mahlzeit.

  14. Lukas – glaubst Du im ernst – sollche entscheide werden auf GL stufe gefällt?? Dafür ist der VR zuständig – wie auch hier!!!

  15. Nicht von ungefähr werden Juristen beim Fussvolk als Rechtsverdreher genannt. Einmal sagen sie dies, dann wieder das, und schliesslich meinen sie von nichts je gehört geschweige denn gewusst zu haben. Und hilft dies auch nicht weiter, gesteht man eben, sich auf alle Seiten windend ein, es einfach vergessen zu haben, wie eben erst kürzlich bei der Bundesanwaltschaft. Unsere Gesellschaft hat mindestens 50% zuviele Rechtsverdreher, die als Paragraphenreiter keinen Beitrag zum Bruttosozialprodukt leisten.

    • Hihi, das sagt ein „Compliance Heini“. Meist sind die doch der Inbegriff von fehlendem Beitrag, quasi Nein-Sager vom Dienst.

  16. Es ist die selbstherrliche Ignoranz, die den Sturzflug der UBS eingeleitet hat. Das nächste Desaster ist wohl, wenn die verantwortlichen der Bank in Washington DC Auskunft über die sogenannte Trump-Marbella-Sache geben müssen und was für eine Rolle die Bank gespielt hat. Möglich, dass die auf ein Impeachment von Donald Trump hingearbeiten, weil eine Wette eingegangen wurde, mit dem Gewinn wird dann die Frankreich-Rechnung beglichen werden. Es heisst, spielsüchtige verlieren den Sinn für die Realität.
    Gunther Kropp, Basel

  17. Jeder der das politische System in Frankreich einigermassen kennt konnte zum vornherein erahnen, dass da die Post abgehen wird. Vor dem UBS-Schlamassel wurde die BNP in den USA zu einer Busse von US$ 9mia verdonnert und da sagten sich die Franzosen das können wir auch. Wenn man dann noch weiss, dass die Franzosen früher in Massen in die Schweiz strömten um ihr Geld anzulegen, dann war eben diesmal die Zeit gekommen um den ungeliebten Schweizer Finanzhaien die Zähne zu zeigen. Es geht da gar nicht unbedingt nur um die UBS und deren Akquisitionspläne, es geht heute vor allem darum den Schweizer Banken die Zähne zu zeigen und den Schweizer Finanzplatz zu schwächen. Das wusste die UBS und versuchte mit einer Haudegenstrategie den Franzosen den Meister zu zeigen. Es ist erstaunlich, dass das Management in dieser Sache dermassen plump handelte und glaubte mit unserer schweizerischen Gutgläubigkeit ans Ziel zu kommen. Haben sich diese Leute denn nicht von Experten beraten lassen, die wissen wie unser Nachbarland tickt? Frankreich sieht sich nach wie vor als Weltmacht und Probleme ausserhalb Frankreichs (mit Ausnahme der ehemaligen Kolonien) interessieren dieses Land nicht. Es genügt die Info-Sender CNews, BFM-TV, LCI etc. anzuschauen, da wird im 24-Stunden Takt nur über Frankreich geredet, im Gegensatz zu den News Sendern in Deutschland, die dem internationalen Geschehen recht viel Zeit widmen.

  18. Wie auch immer: Diese Sache wird UBS >5 Jahre beschäftigen, es wird >5 Mrd. CHF kosten und (fast) die ganze Bank schmerzlich lähmen… Ein Ende mit Schrecken wäre viel intelligenter!

  19. Nur nebenbei: von welchem sozialistischen Frankreich ist die Rede? Ist Macron neuerdings ein Sozialist?

    • er gibt sich für Wählerstimmen sozialistisch bedient aber im Hintergrund die Finanzelite, also auch nur a puppet for the rich of the richest

    • nach schweizer lesart ist alles links der svp sozialistisch, so insbesondere die EU, und alles nicht direktdemokratische diktatur

  20. „Non of our business“ ist richtig.
    Bundesbern darf sich nicht in die Affaire reinziehen lassen,
    sonst wird aus dem Fall UBS wieder ein Fall für alle CH-Banken.

    • Die Schweiz sollte einfach einmal die Firma Dassault mit ihrem Rafale aus dem Offertverfahren ausschliessen, dies ohne nennenswertem Kommentar. Dann schauen wir mal weiter. Aber unserer Regierung kommt aber auch nichts in den Sinn.

    • Bundesbern hat dieses Treiben Jahrzehntelang gefördert und gestützt. Den Winkelried will jetzt aber kein Politiker mehr spielen. Vielleicht haben die Grossbanken auch bei den „Geschenklis“ an die Politiker gespart..

    • @rf klugsch**
      wenn schon so unnötige kommentare, dann bitte erst vor der eigenen türe wischen, bevor der kurs für sie am Mittwochabend startet….

    • @RF Und für Sie hätte es am Donnerstag noch freie Plätze im Deutschkurs. Was soll der Kommentar?

    • @RF Sie sind doch auch wieder so ein Eidgenosse, der ohne Genitiv, der Wahl des bestimmten Artikels nach gusto, fehlerhafter Satzstellung und hölzerner Stakkatoaussprache sich für polyglott hält, nur weil er es schafft, das migros-Clubschulangebot zu lesen. Da hat Helmut mit seinem Rat schon recht, nur wird das bei Ihnen sicher auch nichts helfen, da am Donnerstagabend.

  21. Hätte dieser Vergleich von 1.1 Mrd nicht noch ein Eingeständnis einer Schuld mitbeinhaltet, weswegen der Vergleich von der ubs verworfen wurde? Hat jemand Details?

    • Nein, seit 2016 kennt Frankreich, dass Bussen wie in diesem Fall auch ohne Schuldeingeständnis bei einem aussergerichtlichen Vergleich bezahlt werden können.

  22. Aus den teuren Gebäuden von UBS, SwissRe und co. ergibt sich vielleicht schon bald viel Platz für innovative Schweizer Startups.

    • Wir brauchen kein Marmor und Spa für Innovationen.
      Ein Museum für die HSG wäre sinnvoller, als Mahnmal gegen Dekadenz und Arroganz.

  23. Die entscheidende Passage an Diethelms Aussage war „… ohne Anerkennung einer Schuld“. D.h. es kann durchaus ein Angebot über 1,1 Mrd. € gegeben haben, aber MIT Anerkennung einer Schuld, was im Anschluss privaten Klägern, insbesondere in den USA, Tür und Tor geöffnet hätte Schadenersatz zu verlangen. Gut möglich, dass dann die Gesamtbelastung für UBS grösser als die jetzigen 4,5 Mrd € geworden wäre.

  24. ganz ruhig, da wird gar nichts passieren. die erwähnten herren werden weiterhin kräftig geld erhalten, die (bestimmenden) aktionäre werden weiterhin alles sanktionieren und der plebs wird sich entrüsten. das beste aller umfelder, um weiterhin die generalvollmacht in den händen weniger zu haben, ohne verantwortung zum abkassieren berechtigt zu sein.sollte wider erwarten einer oder mehrer dieser herren bald nicht mehr in charge sein, dann noch besser: dann gibt’s geld für noch weniger (nicht existierende) verantwortung und in ein paar tagen kräht kein hahn mehr danach.

  25. Ja, klar!
    Und je widersprüchlicher die Aussagen der „UBS-Cracks“ sind, desto höher die Gewähr für einwandfreie Geschäftsführung, jedenfalls gem. Einschätzung der Fin(pana)ma.

  26. Na endlich fallen diese Widersprüche jemandem auf. Habe schon gedacht 100%-1 wären so blöd, auf den dargebotenen PR-Stuss von Weber, Ermotti und Diethelm hereinzufallen. Die Leute haben in Selbstüberschätzung (gerade auch Weber!) GROBFAHRLÄSSIG gehandelt und wohl einen grösseren Milliardenschaden (mit unabsehbaren Folgeschäden) verursacht.

    • Die Studersche Wende is vorprogrammiert…und alle lagen falsch…nur ich nicht, vielleich ein Paar andere noch….bin einfach ein Idiot in Quadrat, aber von diese ist voll die Welt!