Knall in Verwaltung: Bruno Sauter abgesägt

Zürcher Chef für Wirtschaft und Arbeit bei FDP-Regierungsrätin Walker Späh in Ungnade gefallen – „Krank“ – Sauter schweigt.

Bruno Sauter ist seit 2005 Chef des Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Zürich. Ihm unterstehen die Arbeitsämter (RAV), er fördert den Standort, mit Banken, IT, Start-ups.

Seit dieser Woche ist Sauter weg. Offiziell krankgeschrieben. Er lässt Anrufe zunächst unbeantwortet.

Bleibt er im Amt?

Die Frage stellt sich seit Dienstag. Da bestellte Carmen Walker Späh ihren Unterstellten zu sich. Walker Späh leitet die Volkswirtschaftsdirektion, ist also Regierungsrätin.

Rache-Göttin? Walker Späh

Eine von sieben. Im Frühling wurde die Freisinnige auf Platz 5 für eine zweite Amtszeit gewählt.

Walker Späh war nicht allein an der Aussprache vor 3 Tagen mit ihrem Spitzenfunktionär. An ihrer Seite hatte sie einen Anwalt. Was dieser für eine Rolle hatte, ist offen.

Sicher ist: Seit dem Treffen ist Sauter abgetaucht. Nicht mehr gesehen im AWA. Krank.

Ausgerechnet Sauter, der in seiner ganzen Zeit beim Kanton kaum je einen Tag gefehlt hat.

Hinter der Kulisse wird das Thema diskutiert. Sauter gilt als direkt, als einer, der unverblümt sagt, was er denkt. Das Gegenteil eines Diplomaten.

Zudem ist Sauter machtbewusst. Er befiehlt, steht dann aber auch hin. „Ein echter Chef“, sagt ein Insider. „Sauter will die Macht, gleichzeitig lässt er die Leute machen.“

Herr im Haus – bis Dienstag: Sauter (AWA)

Stärker könnte der Kontrast zu Walker Späh nicht sein. Die Frau, genannt CWS (wie eine Firma), ist eine geborene Politikerin.

Immer gut dastehen, nie anecken.

Wichtigste Sache in der Welt sind die Medien. Stehe ich gut da in der Zeitung, ist alles perfekt. Schlecht ist es, wenn die Medien kritisieren.

Miserabel, wenn sie gar nichts über mich bringen.

CWS: Sie lenkt die Wirtschaft des Wirtschaftskantons des Landes, wurde letztes Mal gar als Bundesrats-Kandidatin gehandelt.

Aber vor allem macht Carmen Walker Späh eines: lächeln.

Für sie muss ein Alphatier wie Bruno Sauter, der Chef des wichtigen Arbeitsamts, ein Horror sein. Umgekehrt gilt das Gleiche. Oder genauer: Für Sauter ist CWS ein Ärgernis. Eine Chefin, die keine ist.

Keine jedenfalls, die Sauter ernst nimmt. Die er respektiert. Das liess er die Vorgesetzte der Volkswirtschaftsdirektion spüren, sagen Eingeweihte. Durch seine Art, wie er sich ihr gegenüber verhielt.

Auch sonst testete Sauter Grenzen aus. Er nahm Einsitz im VR eines Unternehmens, das direkt mit dem Kanton geschäftete, wie die NZZ vor 2 Jahren berichtete.

Der mediale Schuss vor den Bug liess den Spitzenbeamten ungerührt. Er hat weiterhin seine eigene Homepage und sagt, was er denkt.

CWS, also Sauters Vorgesetzte, hat auch eine eigene Seite im Netz. Wie wohl alle Politiker. Auch dort ist es vor allem ihr Lachen, das einen unter prächtigem Haar anspringt.

Sie habe den redegewandten, gerne im Rampenlicht stehenden Sauter schon in ihrer ersten Legislaturperiode loswerden wollen, behauptet ein Insider.

Doch Sauter habe in Ernst Stocker von der SVP einen mächtigen Schutzherrn gehabt.

Der Finanzdirektor habe kein Problem mit dem selbstbewussten Funktionär. Mal habe er Sauter offiziell einen Verweis erteilt. So what?

Walker Späh hat nun offenbar die Chance der Neu-Konstitution des Regierungsrats mit zwei Jungen – Natalie Rickli und Martin Neukom – gepackt, um Sauter loszuwerden.

Sie liess ihn antraben, teilte ihm ihren Entscheid mit, und das alles mit einem extra dazu gezogenen Anwalt.

Ein Sprecher der Volkswirtschaftsdirektion sagte heute Nachmittag auf die Frage, was mit Sauter passiert sei, nach mehrsekündigem Schweigen: Wir klären ab.

Drei Viertel Stunden später erfolgte die offizielle Antwort von der Kommunikationschefin der Volkswirtschaftsdirektion, also des Reiches von Regierungsrätin Carmen Walker Späh.

Sie lautet: „Ich kann Ihnen bestätigen, dass der Chef Amt für Wirtschaft und Arbeit zurzeit krankgeschrieben ist. Weitere Angaben kann ich dazu nicht machen.“

Zwischendurch hatte Sauter zurückgerufen, nachdem er seine Combox abgehört und die verlorenen Anrufe bemerkt hatte. Er könne nichts sagen, meinte er auf die Frage, ob er abgesetzt worden sei.

Kommentare

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  1. Bruno Sauter hat als AWA Chef ein Bundesgerichtsurteil herbeigeführt, das KMUs in Bezug auf die Arbeitslosenversicherung (ALV) diskriminiert. Betroffen sind über 500’000 Mitarbeitende in KMUs, die von Leistungen der ALV ausgeschlossen werden, obwohl sie Beiträge bezahlen. Die Folgen sind unfair, unsozial und volkswirtschaftlich schädlich. Diese Diskriminierung hat deshalb mittlerweile zu drei Motionen im Nationalrat geführt.
    Die Diskriminierung von KMUs gehört kaum zu den Aufgaben des AWA Amtschefs. Wieso Bruno Sauter diese Situation verursacht und damit gegen den Auftrag und die Interessen des AWA gehandelt hat, ist nicht nachvollziehbar. Denn das Sozialversicherungsgericht hatte als Erstinstanz ein Urteil erlassen, das eine Anspruchsberechtigung auf ALV Leistungen auch für die betroffenen KMUs gutgeheissen hätte.
    Anfang Mai wurde Bruno Sauter um eine weitere Stellungnahme in diesem Zusammenhang gebeten, die bis heute unbeantwortet ist.
    Wir brauchen einen Amtschef, der Chancen und Risiken erkennt und sich konstruktiv für Lösungen einsetzt.

    • Sorry, um welchen BG Entscheid handelt es sich hier? Wir haben ca. 8Mio Menschen in der CH, eine halbe Million sind betroffen? So viele arbeiten doch nicht mal in KMU’s? Hier hat sich glaube ich ein Zahlendreher eingeschlichen…

  2. Bis in ZH Frauen nicht aufgrund einer FRISUR disqualifiziert werden, vergehen wohl Jahrzehnte. Alle gehässigen Kommentare ignorieren die Tatsache, dass niemand erfolgsfrei (wieder)gewählt wird.
    In der Verwaltung gelten Regeln, welche Carmen Walker einhält. Dies scheint bei Parteikollege und Mitarbeiter Bruno Sauter fraglich. Er wirkt stolz darauf, Anstand vermissen zu lassen. Zuhörer seiner Reden mussten öfters Schimpftiraden über seine Schwiegermutter erdulden. Was mit der Sache zwar nie zu tun hatte, doch seinen Mangel an Wertschätzung illustriert. Abschätzig äussert er sich vor Dritten bezüglich Frauen, ausländischen Mitbürgern oder Andersdenkenden. Ansonsten ernannte sich zum einzig existierenden Generaldirektor der Verwaltung. Er führt den Fantasie-Titel im Mailverkehr und auf seiner Website. Was über Jahre toleriert wurde. Nun stoppt die Frau, die sich ihre Frisur nicht von Meinungen diktieren lässt, die überbordende Eigenmächtigkeit von Herrn Sauter. Mutig und verantwortungsbewusst! Gäbe es ein Problem, falls Sauter sich auf das konzentriert hätte, wofür unser Kanton ihn gut zahlt? Könnten problematische VR Mandate und Titelsucht die Spitze eines Eisbergs sein? Ohne Fakten setzt sich eine Regierungsrätin keiner Schlammschlacht aus. Schon gar nicht, wenn sie wie behauptet lediglich gut dastehen will. Fakten scheinen existent, falls wie behauptet im Gespräch mit Sauter ein Anwalt zugegen war.

  3. Herr Sauter war Dozent der HR Klassen in Zürich. Er war stets mit Leidenschaft und Hilfsbereitschaft für seine angehenden HR Fachleute da. Sein Wissen in Themen der Bewilligungen, Stellenmeldepflicht, usw. hat er korrekt, fair, ohne Vorurteile und ökonomisch-denkend weitervermittelt.

    Viele Mitschüler, welche heute auch z.T als HR Leiter in wichtigen Unternehmen arbeiten, hat Herr Sauter unterrichtet und auch konnten dank ihm eine gute Karriere einschlagen. Eine Schande von CWS; eine so bedeutsamen und wichtigen AWA Leiter zu kränken. Was hat CWS schon für die jungen Karriereleute getan? Nichts; und noch eine Frage: was ist schon „selbständige RA“ gemäss ihrem CV?

  4. Als mir CWS erstmals begegnete, kam mir, wegen ihrer Frisur gleich Cruella aus 101 Dalmatiner in den Sinn.
    Als sie dann noch zu reden begann, erinnerte sie mich, punkto Wissen und Aussagen an die freundlichere Ausgabe von Rita Fuhrer (lovely Rita)- hohl und inkompetent…

  5. Sauter ist ein fadengerader, blitzgescheiter Macher mit Rückgrat und einer Belastbarkeit, die seinesgleichen sucht.

    So ziemlich das Gegenteil eines durchschnittlichen Schweizer Politkarrieristen: mediengeil, wendehälsig und intellektuell überschaubar.

  6. Keine Ahnung, ob Bruno Sauter tatsächlich kaltgestellt worden ist. Aber sehen wir es doch einfach mal rational. CWS wie BS sind beide unersättlich in ihrer Gier und Sucht nach Aufmerksamkeit, Bestätigung, Einfluss, Geld und Macht. Das ist in Politik und Verwaltung nicht anders wie in Banken. Man denke nur an Alpen-Clooney Sergio Ermotti. Sie alle eint nur ein Ziel, die hellste Sonne am Himmel zu sein. Nun, CWS, die auch mir nur mit ihrer Frisur als Verschnitt aus Cruella de Vil von 101 Dalmatiner aufgefallen ist, hat schon im Regierungsrat einen schweren Stand. Geschweige denn in der Öffentlichkeitswahrnehmung gegenüber ihren linksgrünen Stadträtinnen. Verständlich, will sie wenigstens im eigenen Departement am hellsten leuchten. Zwei Sonnenkönige am Himmel sind aber leider einer zuviel und wer am längeren Hebel sitzt, ist auch klar. Im Grunde tun mir Beide leid. Aber es erklärt wieder einmal, warum man sich an der Spitze, viel zu oft, nicht mit kritischen und erfahrenen Könnern umgibt, sondern mit Jasagern, Abnicken und Vasallen. Die warten duckmäuserisch nur auf einen Fehler ihres Obersten, um anschliessend wie die Geier anzugreifen und das Sonnenlicht selbst zu erreichen.

  7. Eigentlich widerstrebt es mir, Frau Regierungsrätin auf ihre Haartracht zu reduzieren. Aber doch: Hoffentlich hat sie nicht das im Kopf, was sie auf selbigem trägt….Muss ja nicht unbedingt wie Gössi sein. Zustand der FDP?

  8. Mit ein Grund bei nächsten Wahlen FDP inklusive dieser eigenartigen Dame Walker-S. den Stecker zu ziehen resp. von der Liste zu streichen oder noch besser gleich andere Partei zu wählen.
    Tja, ist selten gut Frau als Vorgesetzte zu haben/dulden (zu müssen!) denn diese reagiert meist mit Bauchgefühl statt mit kühlem Kopf und Logik.
    Gibt aber Ausnahmen..

    • e chli en Tubel?
      Der Jens sieht sich wohl als der mit dem kühlen Kopf…
      Worüber schreibt er denn überhaupt?

    • Der Coiffeur von D.T. hat seinen Salon in Washington D.C., aber CWS und ZS (der von der Vontobel) gehen zum selben Figaro.

  9. liest man den Beitrag und die allermeisten Kommentare dann muss Bruno Sauter wohl der geborene Macher und Superheld gewesen sein. Bisschen besser recherchieren wär von Vorteil und würd wohl ein anderes Bild ergeben. Es sieht so aus als hätte CWS Führungsstärke bewiesen und ein Machtwort gesprochen. Diese Personalie war überfällig.

    • Sie scheinen mehr zu wissen, als die anderen Lesen, Meier.
      Können Sie uns bitte Konkretes darlegen, anstatt in Rufmordmanier hier den starken und wissenden Maxe zu geben?

  10. Es wurde Zeit, diesen selbstherrlichen Kerl mal wenigstens zu durchleuchten. Ich behaupte Herr Sauter ist belastet, nicht kriminell, aber die Art und Weise wie er in der Vergangenheit Arbeitsbewilligungen erteilt hat gleicht an fremde Zustände. Gibst Du mir, so geb ich Dir…

    • Da ist mal einer nicht so angepasst, nicht so stromlinienförmig, politisch nicht überkorrekt, er eckt an, teilt aus und steckt ein..und was rufen die Angepassten und Windschattenfahrer, wenn er mit einem Knie zu Boden geht? „Kreuziget ihn!“. Befremdend, wie sich in solchen Fällen Schwäche in hämischer Bösartigkeit Luft zu verschaffen weiss.

  11. „vor allem ihr Lachen“: Grinsen ist anscheinend eine von BR Leuthard eingeführte „CVP-Mode“ welche die FDP nun zu adaptieren versucht… Der SBB Meyer ist neben CWS schon lange soweit! Es fehlt die Ernsthaftigkeit zu Job und Funktion und zum Bürger.

  12. Niemand kann so „lächeln“ wie Frau Späth, aber zugegeben, wenn man sich in die entsprechenden Konterfeis vertieft, kann man unschwer erkennen, wie unehrlich und gekünstelt es ist. Niemand kann von Natur aus in dieser Weise „fröhlich sein“. Aber das ist ein Detail. Schwerer wiegt, wie sie sich nach ganz offensichtlichen Fehlentscheiden herauswindet, wenn das Offensichtliche klar und öffentlich wird. Nicht den Mut zu haben, dazu zu stehen, wenn man sich geirrt und total verkalkuliert hat, das ist ein Armutszeugnis sondergleichen. Und es ist DANN ganz besonders schlimm, wenn unter dem Fehlentscheid Dutzende von Menschen ihren Job verlieren und hunderte von finanziell schlecht gestellten Menschen darunter leiden müssen, wie dies beim sogenannten „Schiffs-Fünfliber“ der Fall war. Für einen Mann klarer Worte und klaren Denkens wie dies bei Herrn Bruno Sauter der Fall ist, muss es UNERTRÄGLICH sein, unter so einer „Chefin“ zu arbeiten. Das muss echt krank machen. IHM wünsche ich das Allerbeste!

    • FDP: wie lange kann sich eigentlich diese Partei noch solche Luftnummern leisten! Es vergeht kaum eine Woche ohne Abgrund tiefes Malaise dieser „Freisinnigen“. Quer Beet sind grandiose FDP-‚Pfeifen‘ am Werkeln und Pfuschen. Ich wünsche dieser Spezie von Nonvaleurs eine verdiente Schlappe an den kommenden Wahlen. Zürich muss sich schämen unter solchen Prämissen das 500 Jahre Zwingli – Jubiläum zu begehen.

    • Und in welcher Partei findest Du die kleineren Pfeifen? Es gibt eigentlich keine Alternativen zu FDP. Wer erledigt z.B. die Arbeit in den Kommunen?
      „Nonvaleurs“ … Du machst es Dir zu ienfach. Aus dem Lehnstuhl raus über andere Leute urteilen, ohne je eine eigene Leistung gebracht zu haben. Leute wie Du bringen die CH vorwärts!

  13. Der Artikel liest sich wie eine Empfehlung für Sauter.

    Und klar, das „Politk“ starke Charaktere nicht duldet.

    Richtig ist, CWS…. ( CWS = WC Untensilien ) ist eine Luftnummer.

    CWS… bitte sehen sie der Frau nur einfach mal ins Gesicht…. mir kommt da ein Didier Burkhalter in den Sinn.
    Pferdemenschen beurteilen Pferde auch nach dem Gesicht. Man spricht dann von einem „trockenen“ Kopf wenn das Gesicht Charakter hat und Klarheit zeigt…….. Sehe ich CWS ins Gesicht ist mein Urteil gefällt, eben so wie ich das einst bei Didier auch tat und recht behielt.

    Die taugt zu nichts und eben darum war sie ein potentieller Bundesrat.
    Unfähige treten anderen nicht auf den Zeh und man kann sie jederzeit „Einsacken“, lenken.

    Ich würde mir einen Sauter als Bundesrat wünschen, einzige Bedingung, er müsste ein echter Demokrat sein, was heisst, ohne solch erbarmungswürdige Betrügereien wie z.B. das EU Rahmenabkommen.

  14. Immer gut dastehen, immer eine gute Presse haben, nicht anecken, die Karriere ja nicht gefährden, das ist doch irgendwie typisches FDP-Verhalten. Der plötzlich kranke aber führungsstarke Herr Sauter biss sich da vermutlich mit der Stromlinienregierungsrätin. Interessant übrigens, wie kerngesunde Leute immer gleich krank geschrieben sind wenn sie freigestellt werden. Offensichtlich gibt es dafür willfährige Ärzte.

  15. Bruno Sauter ist auch FDP und in Maur politisch Tätig. Was sollt das ganze FDP-Bashing? IP ist einfach eine SVP-Hauspostille.

    • Sauter ist die freisinnige Antithese zum klassischen FDP-ler heutiger Prägung. Warum? Weil ihm die Kerneigenschaft des 2019er-Freisinnigen abgeht.
      Anders als die meisten seiner Parteiexponenten, schwimmt er schon fast instinktiv gegen den Strom.
      Sauter zieht aus Konsens oder Vorgesetztenvorgabe nicht automatisch den Schluss, etwas sei nur deswegen richtig, weil es die Mehrheitsmeinung oder die Ansicht der Chefin sei.

      Wenn Sie so wollen,verkörpert Bruno Sauter den Gegenentwurf zu Petra Gössi.

      Damit ist nichts gegen die Stimmen um jeden Preis suchende Innerschweizerin und Parteipräsidentin gesagt, nur eben, dass Sauter, die einen nennen es Arroganz, die anderen Selbstbewusstsein, sich Applaus von der falschen Seite verbeten haben will.

      Dass ihm viele dieses offensichtliche Anderssein nicht mit Zuneigung vergelten, kommt nicht überraschend, ist ihm aber bis an die Grenze der Selbstbeschädigung vollkommen egal, bzw. dient ihm je nach Gegnerschaft als Beleg für die Richtigkeit seiner Position.

      Interessant und entlarvend, Grüner Heinrich, dass Sie Gegenpositionen zur FDP in bester freud’scher Manier, nur bei der SVP, und nicht etwa bei der SP oder den Grünen orten, finden Sie nicht?

  16. Also mir ist der Herr Sauter bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Jobs für 50plus“ (u.a. mit Arbeitgeberpräsident Vogt) eher arrogant und „rein auf Sendung gestellt“ vorgekommen. Der Tenor war: Was ICH – und MEIN Amt – machen ist super, Kritik ist unberechtigt. Beim Gestikulieren geriet immer wieder seine dicke Golduhr in den Blick. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

  17. Egal, was genau passiert ist: Sauter ist ein ehrgeiziger, arroganter Wichtigtuer, der schon mal Anstand vermissen lässt. Als Chef des AWA, dem zentralen Amt für die Wirtschaft in Zürich, kann er einem am Telefon schon mal fragen, wieso man ihn anrufe, er hätte Wichtigeres zu tun. (Es ging um ein Kernanliegen im Rahmen seiner Funktion.) So jemand gehört nicht auf einen solchen Chefposten.
    Und das dauert jetzt schon sehr lange.
    Bevor man mit billigen Aussagen über CWS herfährt, sollten man schon wissen, um was es genau geht bzw. gegangen ist.

  18. Ein totaler Sumpfladen! Als ich denen vor 10 Jahren den Vorschlag machte, für jeden Job eines ü50, der ins Ausland verlagert wird, der Arbeitgeber ne Penalty (in AHV und PK des entlassenen) zu erlassen, sind die nur förmlich ausgewichen. Ja nicht exponieren, die Wirtschaft (Grosskonzerne) dirigieren lassen, und immer wegschauen. Für was anderes sind jene hochbezahlten Direktoren nicht da, also total überflüssig. Währen die UBS und CS (alle Banken) jeden Monat Arbeitszeitverstösse generieren, machen sie Alibi-Kontrollen, ohne Sanktionen. Ehrlich, wieder ne obsolete Behörde, welche der Steuerzahler berappen darf, für die Katz!

    • Stefan, davon bin ich überzeugt!

      CWS wird noch mit ihrem Anwalts-und Kommunikatorenrudel versuchen, erfundene oder existierende,formelle Fehler und Übertretungen Sauters als Drohkulisse gegen den unbotmässig Fähigen aufzubauen, um dann zu verkünden, das für eine weitere Zusammenarbeit notwendige, gegenseitige Einvernehmen, sei leider nicht mehr gegeben.

      Darüber, dass die meisten aus der Volkswirtschaftsdirektion, die CWS gut kennen, schwer enttäuscht sind, dass sie, aus Bequemlichkeit wohl, nicht in die Baudirektion gewechselt hat, während im alten Kägi-Departement die Korken ob dieses an Ihnen vorbeigegangenen Kelchs knallten, wird diese biegsame Politikerin nichts sagen.

      Sie wird das wiederzugeben versuchen, was ihr der Kommunikationsberater einfach verständlich wird aufgeschrieben haben.

      Tipp an die GPK: bitte externe Anwalts-und Komm.-Ausgaben der Regierungsrätin in dieser Sache genau unter die Lupe nehmen zu wollen, schliesslich wimmelt es in CWS’ Direktion von gutbezahlten Juristen und sog. Pressefachstellen.

    • Die Dame stach zu, als sie sich sicher fühlte. Die Unbedarfte dachte, sich mit diesem Schritt als zupackende Chefin inszenieren zu können, entlarvt hat sie sich als überforderte Vorgesetzte, die nicht einmal ihre Kommunikationsleute zu führen weiss. Man merke sich das auch für in vier Jahren.

  19. CWS ist doch jene „Dame“ welche in der Volkswirtschafts-Direktion den Schiffs-Fünfliber eingeführt und durchgesetz/-gestiert hat.

    Wer solchen Schrott liefert und erst noch krankhaft daran festhielt, als die Schifffahrts-Gesellschaft Zürichsee in rote Zahlen schlitterte, Personal entlassen und den Gastro-Bereich wegsperrte, sollte als Regierungsrätin sofort in die Wüste geschickt werden. Hier hat die FDP ein weiteres „faules Ei“ am Brüten. 100 % sicher, dass aus dieser Amtsstube nur ein „fucking you“ heraus kommt.

  20. Sauter hat einen sehr guten Leistungsausweis. CWS nicht. Sauter ist stark, CWS leidet an weiblichem Napoleon-Komplex. Sauter ist für kampfeslustige Feministinnen und dauerempörte Zeitgeistsurfer die menschgewordene Provokation schlechthin. CWS ist die spät zum Zug gekommene Statusbewusste aus der FDP. Sauter wird nicht überall geschätzt, aber rundum respektiert. CWS wird von Insidern als das schwächste Siebtel im Regierungsrat belächelt. Sauter ist ein blitzgescheiter Schnelldenker mit klarer Ansage. CWS wird von Verwaltungsspitzen attestiert, grossen Wert auf ihre Aussenwirkung zu legen, aber keine intellektuelle Überfliegerin zu sein. Sauter will Gutes bewirken, CWS nur gut wirken. Sauter hat statt nur zu leisten, vergessen CWS zu gefallen. Schwache Vorgesetzte verzeihen so etwas nicht.

    • Alleine hätte sich diese Frau mit der eigenartigen Diktion nicht aus der Deckung gewagt, dafür sollen ihr Format und Rückgrat nicht ausreichen. Man munkelt, unter anderen habe ein AWA-Kadermann, Ehrgeizling und guter Bekannter der Innerschweizerin aus einer der grösseren Städte im Kanton, das Messer gehalten, das dem Amtsleiter in den Karriererücken gerammt wurde. Menschlich, allzu menschlich ..oder von oben geplante Intrige? Aus den Nachfolgediskussionen ergibt sich dazu vielleicht Erhellendes.

    • AWA hat so viel Übel angerichtet. Leute verlieren nach 20 Jahren ihre Stellen, weil sie ein Zertifikat nicht haben, das keiner verlangt hat und erst seit ein Paar Jahren existiert. Aus dem selben Grund finden sie nichts Neues, der angestammte Beruf ist eine Sackgasse. Verändern dürfen sie sich nicht, weil sie ein „Profil“ haben, das eben mit diesem angestammten Beruf zusammen hängt. AWA besteht auf diese Profilierungen, sie müssen sogar zwingend im Kurzprofil auf dem CV stehen, so wird es in den Job-Coaching Kursen vermittelt. Man kommt nirgends quer ein. Für viele bedeutet das Verarmung und Sozialamt. Ich hoffe, dieser Herr erleidet einen ähnlichen Schicksal.

    • @Thekingisnaked – vielen Dank für die Aufklärung, ihre Erklärung klingt sehr plausibel – solche Typen, welche wohl im CH Militär sozialisiert wurden, braucht niemand, sie verbreiten nur Leid – nicht dass ich für oder gegen die Regierungsrätin bin – aber manchmal braucht es Politiker, welche den Verursachern (Despoten) solcher menschlichen Tragödien den Stecker ziehen…

      da wird er wohl einmal mehr zu weit gegangen sein und jemand hat sich gewehrt?

      Herr Hässig, ich bin ein Fan ihrer Arbeit – wie wäre es in diese Richtung zu ermitteln – Fragen sie ihn direkt?

  21. Nun, Herr Sauter hat sein Fach gar nicht studiert und ich muss sagen, dass er auf mich auch stets genau diesen Eindruck gemacht hat. So habe ich mir schon immer die Frage gestellt, wie er es überhaupt in diese Position geschafft hat. Folglich hat Frau Walker-Späh eigentlich lediglich einen uralten Fehler endlich korrigiert.

    • Urs Abderhalden. Ich habe viele Jahre als Untergebener mit ihm bestens zusammengearbeitet. Ich kann ihnen versichern, dass er sein Amt sehr kompetent geführt hat und dass er über die erforderlichen Qualifikationen verfügte. Ihr subjektiver Eindruck wird seiner Person und seiner Amtsführung in keiner Weise gerecht. Wäre interessant, den Grund ihrer negativen Haltung ihm gegenüber zu erfahren, Ich kenne den Grund des Zerwürfnisses mit seiner politischen Vorgesetzten zwar auch noch nicht. Aber ich hoffe nicht, dass er einem Machtspiel seiner Vorgesetzten zum Opfer fällt. Dies ist leider heute auch beim Staat möglich.

    • Herr Mauchle
      Es freut mich, dass Sie gut mit Ihrem Vorgesetzten zurecht kamen. Das ist nicht selbstverständlich und beim Staat sind Intrigen mindestens so wahrscheinlich wie in der Privatwirtschaft denn es geht ja nicht um den Gewinn der Eigentümer.
      Mein Eindruck speist sich von aussen, diversen Begegnungen und öffentlichen Auftritten. Dabei habe ich nie den Eindruck bekommen, dass er seinen Aufgaben gewachsen war. Und ja, das hat auch damit zu tun, dass seine Ausbildung nicht weiter als FH reicht.

    • Nach Ihrer verqueren Logik, müsste man das Volk entlassen, denn es hat seine Aufgabe, den Souverän zu sein, auch nicht studiert.

      Für die anspruchsvollsten Aufgaben im Leben, kann man nicht, soll man nicht, ein Studium voraussetzen.

      Denn das hätten wohl einige sog. «  Studierte » gerne, die auch mit « Überlegte » und « Kompetente »verwechselt werden , um Ihr Salär zu erhöhen und mittels des sog. Zugbrückeneffekts (wenn ich es in die Burg geschafft habe, ziehe ich die Brücke über dem Burggraben für Nachfolgende hoch) dafür zu sorgen, dass Ihnen möglichst wenig Konkurrenz erwächst.

      Neuner-Probe gefällig? CWS ist eine sog. „ Studierte“, Regierungsrat Stocker hingegen nicht.. versuchen Sie, auch nur einen Zürcher, der bei Sinnen ist, zu finden, der sich dazu verleiten liesse, besagte Frau auf Augenhöhe mit dem hochkompetenten Wädenswiler Meisterlandwirt zu sehen!

      Fazit: Es ist legitim, Sauter nicht zu mögen, es ist aber lächerlich, dafür seine Ausbildung ins Feld zu führen, zumal er sich seit seiner Lehre in einem Beruf, das es kurz danach schon
      nicht mehr gab, ständig weitergebildet hat. Ob er, vielleicht an Akademikerkomplex leidend, unnötig vielen sog. « Gschtudierten », Stellen in der Verwaltung verschafft hat, ist eine andere Frage.

      Ob man etwas kann, nicht wie man darauf vorbereitet wurde, zählt, Herr Abderhalden,

    • Wie auch immer: Die Vorhaltung, ein FH-Abschluss sei nicht genug für ein solches Amt, muss schon mit der Tatsache gekontert werden, dass die grössten Fehlleister, Nieten, Blender, Irrlehrer, aus dem grandiosen St. Gallen kommen. – Sie etwa auch? Standesdünkel werden nur noch in St. Gallen gezüchtet.

    • @El Alamo, einverstanden, es kommt darauf an, was geleistet wird, nicht, was für Titel jemand hat. Bei Herrn Sauter schien es mir lediglich immer so, dass seine Fähigkeiten eben nicht seine Position gerechtfertigt haben. Aufgrund seiner dürftigen Qualifikation ist diese Minderleistung nicht überraschend – das ist es, was ich meine und wo ich leider Recht haben dürfte.

  22. S. hat vor 2 Jahren mit der VR Geschichte deutlich gezeigt dass er nicht über die notwendige Einstellung für einen Amtsleiter verfügt – schleierhaft wie noch überleben konnte.

  23. Tja, CWS ist damit eine typische Vertreterin dessen, was in der Politik generell und im Freisinn im Speziellen falsch läuft. Image ist alles und man muss vor allen Dingen schauen, dass man in den Medien genügend erwähnt wird. Gibt da noch ein jüngeres, männliches Exemplar, bei dem das offenbar auch so läuft – der „arbeitet“ aber bei der ZKB.

    • FDP ist die absolute Hülsenpartei. Fast schon „grusig“. CWS sollte übrigens dringendst den Frisör wechseln. Echt Geisterbahn.

    • Eher Adams Family oder die Cruella aus 101 Dalmatiner ….brrrr, davor hatte ich schon als Kind Angst