Swiss Re treibt Frauen-Förderung auf Spitze

8 von 9 freien Stellen im Asset Management mit Newcomerinnen besetzt – Für den Mann brauchte es Extra-Bewilligung von oben.

Das Spitzenmanagement der Swiss Re will sich und seinen Finanzmulti zum Pionier der Gleichstellung und Chancengleichheit machen. Sprachzwang, Pride Parade, you name it.

Wer dachte, das wärs, sieht sich getäuscht. Die Swiss Re hat laut einer Quelle die letzten 9 freien Stellen im Bereich Asset Management, wo es ums aktive Anlegen geht, fast ausschliesslich mit Frauen besetzt.

8 Mal kamen Bewerberinnen für die attraktiven Jobs zum Handkuss. Im einen Fall, als ein Mann das Rennen machte, brauchte es laut der Auskunftsperson eine „Ausnahmegenehmigung“ des verantwortlichen Managements.

Aktive Förderung der Benachteiligten, lautet offensichtlich die interne Weisung. Mal gelten die Frauen als die Benachteiligten, dann wieder können es andere sein.

Hauptsache divers. Es ist das Schlagwort der Stunde bei den Schweizer Grossunternehmen auf dem Platz Zürich – nicht nur bei der Swiss Re, dort aber ganz ausgeprägt.

We Are Pride: Parade 2019, Zürich Bürkliplatz (IP)

Das ist bemerkenswert. Schliesslich geht es um Chancengleichheit und den Willen, unfaire, einseitige Bevorteilungen zu unterbinden.

Nun aber entsteht eine neue Art von Behinderung und Benachteiligung: jene der Männer.

Unter dem Oberbegriff „Diversity & Inclusion“, der vom Topmanagement der Swiss Re allen Kaderleuten und Teamchefs als tägliche Stallorder eingebläut wird, werden Frauen bevorzugt.

Gut so, sagen die Zuständigen. War überfällig.

Diese Ansicht wird durch eine Auflistung in der heutigen NZZ gestützt. Die neue Vorgabe der Politik in Bern mit mindestens 20 respektive 30 Prozent Frauenquote in VR und Geschäftsleitung der grossen kotierten Firmen erfüllt heute fast niemand.

Zurich vor Swiss Re: Konter mit Regenbogen-Dessert

Die Zurich Versicherung ist eine grosse Ausnahme. Die UBS steht im VR mit Blick aufs Erfüllen der gesetzlichen Vorgabe gut da, im Management nicht. Die CS ist am Aufholen bei beiden.

Die Swiss Re hat bei den Indikatoren noch nicht die gesetzliche Flughöhe. Also Schub geben – so die zwei führenden Köpfe des Rückversicherers, CEO Christian Mumenthaler und Präsident Walter Kielholz.

Der jugendlich wirkende Mumenthaler und sein „weiser“ Förderer Kielholz fühlen sich aufgrund des gesellschaftlichen Impetus nach allerlei Quoten – insbesondere solchen bei Frauen – dazu ermuntert, ihre Schäfchen weiter unten zu aktiver Bevorteilung der Benachteiligten anzutreiben.

Die Folge solcher Eingriffe ist wie stets eine wachsende Diskriminierung der Nicht-Geförderten, hier der Männer

Weil aber Frauen überall fehlen, der Streiktag ein Erfolg war und in „Vorbildländern“ wie den skandinavischen viel mehr Frauen an den Machthebeln sitzen, wird unisono in den Chor der Frauenquoten eingestimmt.

Interessant wird es bei der Swiss Re bezüglich der Zurückhaltung der vor längerem abgetretenen Spitzenleute, was gesellschaftliche, sprich menschliche Fragen angeht. Hier sieht man, dass fast nichts mehr gilt.

Die Hemmungen unter Traumpaar Kielholz-Mumenthaler fallen fast so schnell wie die Hüllen an Street-, Pride- und anderen Paraden.

Letzte Woche gab es für die Swiss Re-Angestellten in der Firmenkantine einen Dessert in Regenbogenfarben – serviert von Swiss Re-Managern in Regenbogen-Shirts.

Wir sind alle schwul – oder so. Für die Firma ein Zeichen von Modernität und Aufgeschlossenheit. Für die Mitarbeiter, die sich irgendwie doch nicht angesprochen fühlen, eine Doktrin.

Kommentare

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  1. Frauen sind überall bevorzugt, nur leider machen die Männer dagegen nichts. Es gab noch nie eine bessere Zeit eine Frau zu sein, schade bin ich ein Mann. Als Frau reicht es oft gut auszusehen und man kriegt den Job in einem grossen Unternehmen. Habe selber mit solchen studiert (Betriebsökonomie), die wirklich nichts drauf hatten, die sich immer vor Präsentationen gedrückt haben, die Jobs haben sie dann aber uns Männern alle weggeschnappt.

  2. War (ist) bei der CS auch so, 2018 gab es in der IT eine ähnliche Kommunikation an die Manager, bevorzugt Frauen einzustellen und Männer könnten nur mit Sondererlaubnis genommen werden.

    • Nein, weil da nicht das Geschlecht ausschlaggebendes Kriterium war

  3. LBGT/Diversity ist für Mumenthaler bonusrelevant (qualitative Ziele). – Man müsste mal die die Aktionäre verarschenden Compensation-Programme genau durchleuchten. Hei, da würde man staunen wie da getrickst und bullshit-argumentiert wird, um sich optimalst die Taschen zu füllen für wenig echte und selbst erbrachte Leistung. Man greift sich an den Kopf.

  4. Einfach gegen die Swiss Re vorgehen!
    In der neuen Verfassung steht es explizit drin, dass Diskriminierungen auf der Basis vom Geschlecht, Herkunft, Religion, usw… explizit verboten sind.
    Abgewiesene männliche Bewerber sollen einfach klagen. Mit der Flut von Klagen wird jegliche „Frauenförderung“ beendet.

    • Genauso wie jede Frau dann klagen soll, wenn sie mit Anfang 30 abgelehnt wird, nur weil sie ja Mutter werden könnte? Beweisen Sie das mal vor Gericht. Selbst wenn die Lebensläufe nicht gleichwertig gewesen sein sollten, kann immer noch mit der Teamzusammensetzung etc. argumentiert werden.

  5. Ich habe gerade meinen Lebenslauf ergänzt: „Sexuelle Orientierung: Homosexuell“. Weiß jemand, ob SwissRe das überprüft?

    • Bewerber: Keine Ahnung, aber Ihre Anstellungschancen dort sind damit gestiegen.

    • Könnte sein, macht aber nichts, denn dann ist es sexuell Belästigung 😉

  6. Die Swiss RE scheint doch tatsächlich den Massstab verloren zu haben. Toleranz gegen Homosexuelle und Förderung von Frauen in Kaderpositionen heisst nun wirklich nicht, dass man sich als Pseudohomosexueller anbiedern muss oder Männer benachteiligt. Toleranz sollte im Stillen wirken und bei der Stellenbesetzung sollte eigentlich immer noch die Befähigung im Vordergrund stehen. Ich hoffe, die Swiss RE finde bald zurück in die Normalspur und beende diese befremdliche Anbiederei.

  7. Das ist wunderbar! Ich bin gespannt, wie lange es geht, bis man vom Zickenkrieg bei der Swiss Re liest!
    Und wenn ich die Leistungen vieler der Frauen in hohen Chargen (BR, Post,SBB, etc.)betrachte, frage ich mich, wie lange es geht, bis die Swiss Re zu einem Sanierungsfall wird. Wir gehen wirklich spannenden Zeiten entgegen!

  8. Da kann man ja nur hoffen, dass ob dieser massiven Frauenförderung, homosexuelle Männer dagegen wehren, da diese ja auch diskriminiert werden. Das Spiel ist eröffnet, als da heisst: alle gegen alle.

  9. Ich hatte mal ein Interview bei der Swiss Re. Da war eine Frau im Team da wurde mir unwohl beim Gespräch. Bin froh dass ich weiterhin arbeitslos bin. Ich arbeite am liebsten nur mit Männern zusammen. Mit Frauen hat man immer Probleme. Und das sage ich als Frau. Einzig das Gebäude von der Swiss Re war eindrücklich. Und die Location am See.

  10. Aber, aber – die Herren (und zwei Damen) in der GL vollziehen nur Ihre MBOs. Bei Life Capital ist das ganz genauso, zum Teil auch explizit gegen die Empfehlungen der Direktvorgesetzten.

    Das Problem liegt jedoch anderswo: das Kerngeschäft erodiert, und die Verantwortlichen sind unfähig, die Kosten (wie die Hannover) oder das Kerngeschäft (wie Buffett oder MR) zu drehen. Da jedoch auch bei offensichtlichem Versagen selten gefeuert wird, kümmert man sich um die Esoterik (D&I, ESG, Palantir) oder interne Selbstfindung (BU Struktur, Finanzinfrastruktur)…

  11. Bei den Männern werden die Pfeifen durch „Networking“ im Boys Club hochgespült, bei den Frauen werden die Pfeifen durch Quoten hochgespült. Das Geschlecht ist somit irgendwie egal.

    Bei der SR ist das ganze D&I Spiel reines „Virtue Signaling“, um davon abzulenken, dass der Laden immer mehr verkommt:

    Die Prämien erodieren, die Marktanteile sinken, Innovation gibt es nur auf dem Papier, unter den Mitarbeitern gibt es noch viel zu viel totes Holz, die Resultate der neuesten Mitarbeiterumfrage wirken wie ein gut gezielter Tritt in den Magen des Managements, man weiss nichts mit dem (immer noch zu vielem) Geld anzufangen, als es in der „Corso“ und „Palantir“ Ecke mit dem Bulldozer aus dem Fenster zu werfen und der Verwaltungsrat ist richtungs- und orientierungslos.

    Ich sehe langfristig schwarz für diese Firma, die nur noch von der Substanz vergangener Jahre lebt. Leider!

    • Der Anteil an Frauen in Führungspositionen im Konzern ist – gerade im Vergleich zu den anderen prime standard-AGs – viel zu gering. Das kann man einfach nicht abstreiten.

      Swiss Re betätigt sich zum Grossteil als Rückversicherung. Mit der “Innovation” sollte man sich da nicht so reinsteigern. Und das tut man zu Recht auch nicht.

      Finde es grenzwertig, als Beschäftigte(r) unter dem Deckmantel der Anonymität Interna auszplaudern und in den Dreck zu ziehen, bspw. “Palantir” oder “Corso”. Auch schadet man damit m.E. denjenigen Beschäftigten (der Mehrheit) l, die gelernt haben, sich in eine Hierarchie einzuordnen und auch mal dankbar zu sein für das, was Ihnen gegeben ist.

      Es ist einfach die Grundregel Nummer 1, den eigenen Arbeitgeber im öffentlichen Raum niemals schlecht zu reden. Niemandem bei der Swiss Re geht es schlecht genug, dagegen zu verstossen.

    • „Bei den Männern werden die Pfeifen durch „Networking“ im Boys Club hochgespült,“
      Das ist behauptet. Diese „Boys Club“ sind ohnehin mehrheitlich reine Verschwörungstheorie-Gschichtli der Gleichstellungsbüros. Das gibt vielleicht ganz weit oben, aber sicher nicht im unteren oder mittleren Management, um das er hier geht.
      Networking steht im Übrigen jedem offen, auch Frauen. Wenn sie sich nicht gut mit Männern vertragen, sagt das vielleicht mehr über diese Frauen aus als über die Männer..
      Quoten haben eine andere Qualität und Dimension.
      Und wenn sich ungleich viel mehr zumindest ähnlich qualifizierte Männer wie Frauen für einen bestimmten Job bewerben, dann ist eine Quote ein absoluter Garant für Pfeifenbeförderung. Und zutiefst jedem Chancengleichheitsprinzip widersprechend.

    • Interessant wie viele Clicks die Inside woman im Gegensatz zu Ihnen 5vor12 erhält.
      Passen Sie, 5vor12, mit ihrer Hierarchie-Gläubigkeit auf, ansonsten arbeiten sie bis 75 oder werden mit 50 entlassen! Das erste ist ein Zitat, das zweite die gelebte Wirklichkeit ihres VRP Kielholz.

    • @5vor12:
      Der Anteil von Männer bei Kita ist eindeutig viel zu niedrig, das kann man nicht abstreiten.

    • @5vor12

      Corso reihen Sie als Interna ein? Ahnungslos?

      Corporate Solutions ist eine Geschäftseinheit, wie u.a. auf http://www.swissre.com ersichtlich. Also nicht wirklich geheim. Und dass Corporate Solutions oft mit CorSo abgekürzt wird, ist auch nicht geheim. Noch, dass diese Geschäftseinheit etwa im letzten Jahr nicht gerade erfolgreich geschäftet hat – das findet man im Jahresbericht 2018.

      Zu Palantir: Davon habe ich hier auf Inside Paradeplatz schon vor einigen Monaten gelesen. Keine Ahnung, ob es sowas gibt. Und wenn, was für ein Untier das ist. Geschweige dann wieviel dafür ausgegeben wurde und wird. Mit anderen Worten: Jegliche Übereinstimmung mit real existierenden Personen, Tieren, Firmen, Projekten etc. ist nicht beabsichtigt und rein zufällig.

  12. Das ist längst überfällig und wenn es zwischenzeitlich zu einer Männer-Benachteiligung kommt, kann man da nur sagen: die Frauen kennen das schon lange. Insofern, weiter so, Swiss Re!

    • So guet, wenn die heutigen Männer für die Sünden der Väter büssen müssen! Sie sind mein Held.

    • Frauen sind bzgl. einer Karriere schon von der Biologie benachteiligt – aber in anderen Bereichen auch bevorteilt. Bitte eine Brand-Email an Gott.

      Nicht alles kann und wird im Leben gleich sein..

      Wenn es möglich wäre, würde man das Kinder bekommen delegieren. Geschieht auch schon mittels Leihmütter und Vollzeit-Kita. Ob das sinnvoll ist??

      Letztlich darf nur die Leistung entscheiden und nichts anderes.

    • @Müller.K:
      Frauen waren in der Geschichte nie benachteiligt. Sie waren vor den Gefahren geschützt, nie an die Front geschickt und alle gefährliche Arbeiten wurden immer von Männer erledigt.
      Die Behauptung, die Frauen seien in der Vergangenheit benachteiligt worden ist historischer Revisionismus der Feministen. Wer als Mann diese Propaganda glaubt ist nicht mehr zu helfen.

  13. Das Problem mit Quotenfrauen im Management ist doch schlicht folgendes:

    Welche kriegt den Job?

    Die, die am meisten wie ihre männlichen Konkurrenten tickt:
    – angepasst
    – devot den Chefs gegenüber
    – fachliche Qualifikation: Hä? Was ist das denn bitte? Eine gute Mänätscherin kann doch alles mänätschen (= verwalten). Genau so wie ihre männlichen Konkurrenten

    Fazit. Nein Danke! No thanks, but thanks!

  14. Genau: Diversity & Inclusion.

    Und was kommt dabei raus: Perversity & Exclusion. (Exclusion of White Men).

  15. Das macht die Swiss Re toll! Witzig, dass 89% der letzten 9 Hirings Frauen sind, wobei Frauen doch nur etwa 20% der Finanzstudiengänge ausmachen.

    Die einzig richtige Schlussfolgerung daraus ist: Frauen sind überproportional intelligenter als Männer!

    P.S. Short Swiss Re

    • Wasser auf die Mühlen der Genderwissenschafterinnen, die sich Partout gegen Forschung wehren, bei der eine männliche Eigenschaft als „positiv“ oder „besser“ rauskommt (dann ist es das Ergebnis patriacharlischer Macho-Forschung und ohnehin Humbug, weil Männer und Frauen von Natur aus gleich sind und alles nur soziale Konstruktion ist), aber jedes Forschungsergebnis aus der fantasievollen Genderbender-Ecke jubelnd begrüsst, die die Überlegenheit des weiblichen Geschlechts „beweist“. Dann ist es selbstverständliche „seriöse“ Genderforschung, das zu dieser tollen Erkenntnisse gekommen ist…

  16. Dem IP ist nicht alles zu glauben. Aber in diesem Fall kommen (leider) nicht die geringsten Zweifel auf. Da gibt es z.B. bei der Swiss Re eine Abteilung mit eineM Angelsachsen als MD und der besetzte die nächste Führungsstufe jahrelang fast nur mit Frauen. Der Leistungsdruck wurde komplett von oben nach unten weitergereicht. Nur zwei oder drei der Frauen im Middle Management hatten noch kein Burn-out, denn diese leisteten sich weder Hobbies, Familie noch sonst ein Privatleben. Die Mehrheit der ausgequetschten Frauen wird sich allerdings nie wieder um eine Stelle auf Führungsebene bewerben. Wenn das Frauenförderung ist, dann ist die Swiss Re ganz ganz ganz gross….

    • Jööööö, zuerst nach Verantwortung schreien und dann daran zerbrechen. Herzig.

    • @benjamin sisko

      Es ist hier einfach nicht fair diesen Frauen gegenüber. Wenn man stressresistente Leistungsträger braucht, sollte man das deklarieren und entsprechend bezahlen. Aber es ist nicht fair, top Karriereschritte vorzugaukeln und dann Leute ins Burnout zu treiben, bloss weil sie halt das ganze WorkLife\EqualOpportunity Gelabber glaubten. Sicher liegt die Verantwortung ein Stück weit auf beiden Seiten. Aber bei Firmen wie Swiss Re wird Unwissen von Job Kandidaten oft schamlos ausgenützt. Und im besagten Fall halt zum Nachteil von ambitionierten jungen Frauen…

  17. Ganz einfach: Als weisser alter Mann einfach nicht dort arbeiten (die meisten sind ja sicher schon flächendeckend entlassen worden) und allgemein nicht Aktionär werden/sein. Man wird dann sehen, wohin dieser Popularität heischende Gendermanie resultatmässig führen wird.

  18. In Vorzeigeländer, wie Schweden ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegeben. Somit müssen sich Frauen nicht gegen Familie und für Karriere entscheiden. Das hat den grossen Vorteil, dass sämtliche Talente um Top-Positionen buhlen können. In der Schweiz hingegen können meist nur Kinderlose durchmarschieren, siehe auch sämtliche zurzeit amtierende Bundesrätinnen. Es kommen also nicht zwangsläufig die besten Frauen nach oben, sondern oft nur die ohne Kinder. Diese Konstellation wird aber nicht dazu führen, dass die Qualität im Management steigt.

  19. Interessant, dass man mittlerweile offen zugibt, dass nicht mehr fachliche Qualifikationen den Ausschlag geben, sondern die Zugehörigkeit zur richtigen sozialen Gruppe (oder soll man Kaste sagen) entscheided ob man einen Job erhält oder nicht.
    Also Meritokratie war gestern, heute ist ein neues Kastensystem der Schlager.

    • @Retreat, Hell!

      Why don’t you? Retreat, I mean!

      Meritokratie war gestern? Welche Substanzen haben Sie denn intus? Meritokratie war vielleicht vor-vor-vorgestern, wenn denn überhaupt je. Die letzten, die das Wort „Meritokratie“ in ihren Mund genommen hatten, waren Marcel Ospel – der 50 Milliarden Dollar Man – und sein Ziehsöhnchen Peter Wuff Wuff Wuffli.

      In Grossunternehmen waren seit je her Nepotismus und Schleimokratie trumpf!

  20. Die zwei führenden Köpfe des Rückversicherers, CEO Christian Mumenthaler und Präsident Walter Kielholz?

    Geführt wird der Laden doch letztlich einig und allein vom Ewig-Swiss Re VR Präsi – VR – CEO Walter B. Kielholz.

    Christian (?.) Mumenthaler ist zweifellos ein intelligenter und netter Mensch. Aber keine charismatische Führungspersönlichkeit – im Gegensatz zu seinem Vorgänger Michel Lies – heure VR Präsi der Zürich. Er fehlt dem lieben Christian, wie er hier auch schon genannt wurde, an Gravitas. Er kann zwar Fragen schnell und schlüssig beantworten. Aber letztlich bleibt er oft höflich-unverbindlich und lächelt kritische Bemerkungen weg. Und kämpft in letzter Zeit eher unglücklich.

    Hoffen wir, dass die Wahl des neuen COO, Anette Bronder, ein guter Griff war. Zu gönnen wärs beiden. Aber überzeugt bin ich (noch) nicht.

    Time will tell.

  21. Alles fahe. Wenn man dort gearbeitet hat, dann weiss man dass die Swiss Re weit entfernt von sozial und anständig gegenüber den Angestellten ist. Die Fluktuationen bestätigen das.

  22. Eine wirklich tolerante Gesellschaft haben wir dann, wenn es eben nicht mehr aufs Geschlecht oder die sexuelle Ausrichtung ankommt. Wenn eben Gleichheit im Sinne der Möglichkeiten (equality of opportunity) verherrscht. Das ist eine liberale und auf dem Individuum basierende Vision, die wohl die meisten aufgeklärteren Mitbürger ohne weiteres mittragen.

    Was ich nicht verstehe, ist wie man zur Einsicht gelangen kann, dass mit im Kern auf Gruppendenken basierten Massnahmen – wie etwa Quoten, diesem Ziel der egalitären (im Sinne der Chancen) Gesellschaft näher gekommen werden soll.

    Bei dieser Genderdebatte wird die Zugehörigkeit zu einer Gruppe (z.B Mann und Frau) als überragendes Merkmal herausgehoben. Diese Heraushebung erlaubt es dann auch, die Männer von Heute für die Sünden ihrer Väter zu bestrafen und sie „positiv“ zu diskriminieren. Ob der individuelle Mann dies verdient hat, ist unerheblich: Ziel ist die „Gerechtigkeit“ unter den Gruppen (und alle Männer sind in dieser Weltsicht privilegierte Mitglieder des Patriarchats). Wen das jetzt ein bischen an die Bourgeoisie und das Proletariat erinnert, der dürfte nicht weit weg von der Wahrheit liegen. Vieles von dem was da so an Massnahmen herumgeistert, liesst sich wie eine Wiederauflage des Versuchs „den sozialistischen Menschen“ zu schaffen. Es wurde damals auch versucht, mit geeigneten Massnahmen das Bild der selbstlosen, harmonischen, fried- und menschenliebenden Gesellschaft zu erzwingen. Wie es hinter verschlossenen Türen zu und her ging, wissen wir alle.

  23. Sehr geehrter Herr Hässig, ich erlaube mir, Ihren Text mal aus Frauensicht umzuschreiben:

    Swiss Re fordert mehr Engagement und Leistung und greift zu neuen Massnahmen

    Nach Jahrzehnten, in denen der durchschnittliche männliche Mitarbeiter damit rechnen konnte, dass er mit langjähriger Firmenzugehörigkeit, wenig Innovation und politischem Geschick sich im Mehrjahreszyklus die Karriereleiter hochlangen konnte, kommt nun von der obersten Leitung ein neues Signal. In einem Land, welches weltweit die zweithöchsten Löhne hat, wird dieses Muster nun kräftig durchgeschüttelt. Swiss Re besetzt 8 von 9 Stellen im Asset Management mit Frauen und setzt dadurch vor allem ein Zeichen: Jungs, strengt euch an, wir schauen mal, ob wir die gleiche Qualität zu gleichen oder tieferen Kosten erhalten, adieu comfort zone. Unter den Frauen wird die Verteilung der Fähigkeiten oder Unfähigkeit wahrscheinlich gleich sein, aber es ist ein erster Schritt, um über die Zeit gemischte Teams zu haben. Das Ziel ist nicht die Frauenförderung, sondern ein Zeichen an eine träge Gesellschaft, dass man ersetzbar ist.

    • hoffe, im Sinne der Gleichberechtigung, dass die Kosten sprich Lohn nicht tiefer sind…

    • Die haben den Job lediglich erhalten, weil sie 30% weniger verdienen resp. weniger kosten. Soviel zur Gleichberechtigung. Wenn eine Swiss Re Kosten sparen muss, dann eben so, und das mit dem Segen der Öffentlichkeit.
      Wer über Swiss Re schreibt, sollte sich besser informieren. Ansonsten lieber bleiben lassen.

  24. „Die Zurich Versicherung ist eine grosse Ausnahme…“.

    Und? Hat es diese Unternehmung dadurch weitergebracht?

    Aufdoktrinierte Quoten sind ein Rohrkrepierer. Ich kann nur staunen über diese Dummheit und Feigheit, mit diesen unsäglichen Gender-Themen von den wahren Problemen abzulenken. Management als Gender-Wellness?

  25. das Spiel hat bei den erwähnten Firmen schon vor einiger Zeit begonnen; einzelne Personen missbrauchen das Anliegen der Gleichberechtigung für ihre eigenen Zwecke. Darum wird es mittelfristig dem Anliegen wie auch den Firmen mehr Schaden als Nützen. Die Firmen rekrutieren nicht mehr basierend auf den Qualifikationen was die Qualität senken wird. Zürich Schweiz Finanzen ist ein Paradebeispiel dafür. Die Managerinnen und Manager die auf diesem Anliegen surfen sind nur ihrem CV verpflichtet; falls notwendig werden auch für das Geschäft schlechte Entscheidungen gefällt wenn es dem CV kurzfristig nützt.

  26. Ich wusste gar nicht, dass der Autor Mitarbeiter der SwissRe ist. Wie sonst könnte er dies,
    „Für die Firma ein Zeichen von Modernität und Aufgeschlossenheit. Für die Mitarbeiter, die sich irgendwie doch nicht angesprochen fühlen, eine Doktrin.“
    beurteilen?
    Oder handelt es sich dabei um die Meinung von EINEM Informanten? Oder allenfalls lediglich um eine lapidar manipulative und nicht fundierte Aussage?
    Was ist hiermit gemeint „Die Hemmungen fallen fast so schnell wie die Hüllen an Street-, Pride- und anderen Paraden.“ Hemmungen fallen – okay…. und welche sind nun damit gemeint? Die Hemmung, keine Regenbogen-Shirts anzuziehen? Phuaaa…. was für ein Hemmungsverlust!

  27. OK, Swiss Re Vampir-Fürze: dann macht mal schön weiter mit Regenbogen und zahlt/saugt die Dividende weiterhin weitestgehend aus der Substanz. Beim nächsten Orkan spült es Euch inkl. Mumeli und Kieli in den Orkus. Der Regenbogen kündigt das quasi schon an.

  28. Gibt es eigentlich auch eine Quote oder Förderung von Kunden*innen oder gilt das alles nur bei den „Verdienenden*innen“ sprich der Elite der Gehaltsbezüger*innen?
    Wann kommt die „Verantwortungsinitiative“, dass nur noch bei Firmen bestellt/eingekauft werden darf, welche mindestens 30% Frauen und einen entsprechenden Anteil an GLBTIQ im Management haben?

  29. Das Ganze ist eine komplette Verblödung. Dann wünscht man sich das arabische System als Gegenpool. Da ist man nicht erstaunt, warum sich so viele Männer eine Thai-Frau oder Afrikanerin suchen. Swiss Re soll seine Arbeitsbedingungen mal überdenken und den Kielholz in die Wüste schicken.

  30. Im Grunde genommen bedenklich, dass man Frauen mit Quoten nach oben spülen muss. Dabei gibt es unbestritten sehr viele, kompetente und einigen Blendern weit überlegene Frauen, die genau ohne diese dümmliche, anrüchige Quotenregelung innerhalb eines Unternehmens zu Recht, Karriere machen könnten!
    Somit tut sich die Schwierigkeit auf, weil gestützt und nach Massgabe der genannten Quotenregelung hinter vorgehaltener Hand schon verbreitet wird, es sei die und diese, aber auch die dort drüben eine Quotenfrau ungeachtet dessen, dass exakt solche Frauen womöglich auch mit ihrer Leistung zum Wohl des Unternehmens hervorstechen. In den Banken, so scheint es zumindest, reichen alleinig die visuellen Assets einer Bewerberin nicht mehr aus, was auch gut so ist.

  31. Die heutigen Frontmitarbeiter insbesonders die MA im Direktionsrang haben von Privat Banking nicht mehr viel am Hut.Auch diese Frauen ziehen lediglich Listen und schauen wie viele Erträge mit Stukies und derivativen Produkten selbstverständlich mit möglichst hoch eingepreisten Produkten abgespitzt werden. Jeder MA im Direktionsrang der auf diesen Portals erwähnt wurde, weil dieser eine neue Stelle besetzte, kam und ging spät. wieder in 2 Jahren. Alle diese Menschen sind absolut unfähig neue Asset zu generieren.

  32. Der Laden ist eh marode und lebt seit Jahren von der Substanz.
    Aber klar ist: Als ambitionierter junger Mann hat man es heute bei Grossfirmen extrem schwer. Reaktion: Selbstständigkeit. Sollen die Dinosaurier doch zusammen mit ihrer Frauenförderung, den unfähigen Abzockern an der Spitze usw. Zugrunde gehen.
    Habe es selber gemacht, es keinen Tag bereut und verdiene erst noch mehr, als so eine Diversity-MD-Tante nach Hause trägt!

  33. Ja Super, denen fählt immer wieder was neues ein! Dann muss ihr eigentlicher Job ja stink langweilig und anspruchslos sein.
    Aber wieso verdienen die dann so wahnsinnig viel?

  34. Sie nahmen also nicht die Besten, sondern Frauen. Jedem wird wohl klar sein, dass die Kompetenz damit logischerweise sinkt. Der nächste Schritt wird dann sein, dass alle 8 Frauen lautstark jammern, dass sie nicht alle Chefinnen werden. Gläserne Decke vs Logische Decke hilft da als Argument i.d.R. gar nicht.
    Wieso tut eine Firma das? Aus Angst? Sind wir also soweit? Wenn ja: vielen Dank, ihr sogenannten Frauen…

    • Die tut das, weil mittlerweile doch viele realisiert haben, dass das patriarchalische Gorillagehabe genau EINEM dient, dem Gorilla selber. Jedoch sicher nicht der Firma. Warum genau soll die Kompetenz sinken? Könnte es sein, dass Sie von blanker Angst getrieben werden, aufgrund mangelnder persönlicher Kompetenz den Job zu verlieren?
      Aus diesem Blickwinkel sieht die persönliche Realität natürlich ganz anders aus

    • Wenn es nicht Schwarz ist, dann muss es Weiss sein! Also mit einem solchen Urteil findet man keine Lösung sondern lediglich ein neues Problem.
      Klar sind die besten ausgewählt – dazu gibt es diverse Kriterien – und eine davon war ‚weiblich‘ bevorzugt. Da gibt es nichts zu kritisieren.
      Aber im Zuge der Kostenreduktion, denke ich eben eher an niedrige Löhne – und da stellt sich dann die Frage: ist das jetzt Gleichberechtigung?
      Soviel mir in Erinnerung blieb vom Frauenstreiktag, ging es dabei eher um ‚Gleiche Arbeit – Gleicher Lohn‘ – obschon das ja auch falsch ist denn es müsste ja sein ‚Gleiche Leistung – Gleicher Lohn‘, aber ja – schön dass wir uns darüber unterhalten, dass aber auf der andern Seite im Core Geschäft ca 8 Mitarbeiterinnen entlassen wurden, das erwähnt niemand.