Legendäres Zeughauskeller Schnitzel: Mini, mini

Gastro-Renner für Banker+Touristen wird immer kleiner – Einst über Tellerrand, jetzt halbe Portion – Kellnerchef verplappert sich.

Der Zeughauskeller am Zürcher Paradeplatz ist für Banker und Touristen, was die Kronenhalle der Schickeria und Elite bedeutet: eine Gastro-Ikone.

Nun zeigt sich, dass der Sparwahn offenbar nicht bei den Finanzhäusern in der Limmatstadt Halt macht. Sondern er hat auch eine der prominentesten Verpflegungsstätten erfasst.

So soll das Wienerschnitzel im Zeughauskeller immer kleiner werden. Shrinking Schnitzel quasi.

„Lange hing es bis über den Rand hinaus“, sagt ein Stammgast des Zeughauskellers. „Nun deckt es noch knapp den halben Teller.“

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Shrinking Schnitzel (IP)

Der Fan der legendären Zürcher Gaststätte, bei der die Menschen zu den Stosszeiten über Mittag und abends Schlange stehen, erhielt kürzlich die Bestätigung für seine Vermutung.

Auf seine Frage, ob das Schnitzel diesmal nicht besonders klein ausgefallen sei, meinte einer der Chefs des Servicepersonals, das könne nicht sein. „Jedes Schnitzel bei uns wiegt immer genau 140 Gramm.“

Aha. Also doch. Bisher hiess es stets, dass Schnitzel sei standardmässig 180 Gramm schwer. Und nun dies.

Darauf angesprochen, verschwand der Maître, um kurz darauf eine angepasste Erklärung aufzutischen.

Er habe sich versprochen, selbstverständlich wögen die Schnitzel 180 Gramm – wie immer und wie seit Urzeiten.

Die physische Grösse habe dabei wenig zu bedeuten, fügte er laut dem regelmässigen Kunden des Zeughauskellers aus.

„Je nach Zubereitung und Konsistenz bleibt das jeweilige Stück grösser, oder es wird halt etwas kleiner.“

Für den Gast, der die Aussagen des Chef-Kellners mit seinen Begleitern intensiv besprach, war klar: Hier stimmt etwas nicht.

Er tat, was man in solchen Fällen meistens tut. Handy zücken, Fotos des Corpus Delicti schiessen.

Eine Anfrage von gestern beim Gastrounternehmen blieb unbeantwortet. Dabei lautete sie simpel, nämlich:

„Ihr bekanntes Wiener Schnitzel ist kleiner geworden, statt wie einst 180gr wiegt es noch 140gr. Das gibt unter Stammgästen zu reden. Warum diese Reduktion?“

Vielleicht geht es einfach um Profanes – wie querbeet in der Finanzindustrie: Es wird gespart.

Kommentare

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  1. Für den Champagner haben die Finänzler aber noch mehr als genug Geld. Sie sind wohl nur beim Lunch knauserig geworden. Aber wie es so schön heisst und es ist wirklich wahr: von den Reicheren lernt man sparen.

  2. Aber Hallo – Zeughauskeller denkt umweltbewusst und hilft die Kunden mit der Gürtellinie……. alles kann doch auch positiv gesehen werden. Eher eine Frage der Einstellung.

  3. Was mich ein wenig wundert,
    Warum liegt die Abzahl der Kommentare über Hundert?
    Bönker, haltet Euren Schnabel,
    Das Zentrum der Welt ist nicht Eurer Nabel!

    • @M. Mönchen: Zum Glück halten wir nicht unseren Schnabel, sondern halten Tatsachen fest, die es zu missbilligen gilt!

  4. Diese Schnitzel sind wirklich kleiner geworden für denselben Preis. Es wäre ehrlicher gewesen, wenn das Restaurant die Schnitzel gleich gross machen würde und die Preise erhöht hätte. Sie hätten halt zugeben müssen, dass sie mit den Preisen nicht mehr durchkommen anstatt den Kunden zu veräppeln. Ehrlich währt am längsten!

  5. Ich koche selber weil:
    1. Die Menues in den Restaurants überteuert sind
    2. ein Mindestmass an Zubereitungskunst fehlt
    3. unfreundlich serviert werden
    4. ich in Ruhe mit meinen Freunden am Tisch plaudern will
    5. und ich nicht mehr jedes mal enttäuscht nach Hause gehen will.

  6. Wenn man natürlich überbezahlte, bildungsfremde Bankkader als Elite behandelt, muss man sich nicht wundern, wenn plötzlich die von ihnen geschätzte, österreichisch- schwere Kost für Haute Cuisine-Preise über den Tresen geht. Raffiniert ist alleine der Wirt, bestimmt nicht Kundschaft oder Schnitzel.

  7. Zuviel Fleisch ist sowieso ungesund und schlecht fürs Klima. Wer Verstand hat isst vegetarisch. Also nicht aufregen über diese kulinarischen Trendsetter, man sollte von der Krankenkasse belohnt werden wenn ma in den Zeughauskeller geht, und sich dort eine Lehrstunde in gesundem und nachhaltige Verköstigung erteilen lässt. jawohl!

  8. Es geht nicht wirklich ums reale Schnitzel, beruhigt euch. Das ist hier metaphorisch verwendet von Lukas. Zum Beispiel Credit Suisse: Brutale Monsterschnitzel für die 1030 fressgestörten Einkommensmillionäre und Paniermehlkrümel für die kaputtgesparten Pflöcke der SUB, dirigiert von Thomas Gottstein, Profigolfer und nebenbei CEO.

  9. LH, schon mal selbst ein Schnitzel mit dem Fleischhauer geklopft? Nein? Eben….! Ein 180 Gramm Schnitzel lässt sich bequem auf die dreifache Fläche klopfen. Oftmals bleibt nur noch ein Millimeter Fleisch zwischen der Panade. Also die Grösse sagt nichts. So wenig wie der Artikel sagt, wie schwer denn die Schnitzel wirklich waren und sind.

    • Man merkt, dass sie nie selbst Fleisch braten. Sonst würde wohl kaum ein solch unqualifiziertes Gerede platziert!! oder sind sie vom Zeughauskeller angestellt??

    • Ein 140 Gramm Fleischklumpen und ein 140 Gramm schwerer dünngeklopfter Fleischfladen sind sage und schreibe gleich schwer. Wer hätte das gedacht?

  10. Liebe Banker

    Praktisch jede “Bude“ in der Schweiz wird von Euch Bankern hochfinanziert.
    Überal in der Schweiz werden die Immobilienpreise mit Euren “Heissluft-Bankkrediten“ hochgetrieben. Das Geld für Eure Bankkredite fehlt Euch grösstenteils. Deshalb greift Ihr zur Trickbetrügerei und erzeugt das fehlende Luftgeld für Eure Kredite über endlose Bankbilanzverlängerungen. Für Euer nicht existierendes Heissluftgeld kassiert Ihr auch noch Zinsen.

    Für die Gastronomen steigen dann natürlich auch die Restaurant-Mieten immer höher. Ihr Banker treibt doch überal die Immobilienpreise hoch mit Krediten die gar nicht mit Geld gedeckt sind.
    Wenn dann die Gastronomen aufgrund der hohen Mietzinse fast am verrecken sind, und Euch Kravattenträgern nur noch dünne durchgehämmerte Minischnitzels auf den Teller knallen, zu hohem Preis, dann müsst ihr Euch nicht wundern. Irgendwo, muss der Gastronom ja das Geld herzaubern, das er ja letztenlich wieder Euch Bankern schuldet, um Eure Heisslufkredite zu bedienen.

    Ihr Banker habt immer noch nicht realisiert, dass Ihr Euch Euer Grab selbst schaufelt. Eigentlich sollten Euch die Gastronomen nur noch durchgebrannte Ledersohle zum Fressen servieren, also “Dreck“, so wie Ihr es allen Anderen auch serviert.

    • Dieser Torpedo ist kein Irrläufer, sondern bricht dem arroganten Bankenschiff das Rückgrat.
      Gut gemacht, ahoi!

  11. Was gerne vergessen geht: Die Grösse der Schnitzel ist ganz einfach an das heute unterirdische Format der Kundschaft angepasst worden.

  12. Es gilt zu bedenken, wenn wir Schweizer mehr lautstark und direkt reklamieren und uns zur wehr setzen würden (in allen Belangen), dann gäbe es viel mehr erfolgreiche Unternehmer. Und unsere Politik wäre gleichermassen erfolgreicher! Also denkt daran, immer lautstark, klar und direkt kommunizieren und bitte aufhören mit diesen pseudoneutralen Kommentaren. Dahinter versteckt sich eh nur die Angst einen Konflikt einzugehen. Diese Menschen, die solche Kommentare abgeben werden leider immer nur Mittelmass bleiben.

  13. Ein Skandal sondergleichen. Wir lassen uns von so einem Grossverteiler-Clown doch nicht eine Institution wie den Zeughauskeller kaputt machen. Also auf zum Widerstand gegen die Minischnitzel! Geht jede Woche hin, bestellt Schnitzel, beschwert euch lautstark und fordert das Original zurück. An Weihnachten ist das Elefantenohr dann hoffentlich wieder da!

    • Grossverteiler-Clown sagt ja sehr viel über Herr Caprez!
      Die Familie Hammer hat gewiss einen weit grösseren Horizont
      als dass er sich vorstellen kann.
      Aber eben, heute quakt ja jeder ein bisschen unanständig herum…

  14. „Legendäres Zeughauskeller Schnitzel: Mini, mini“*

    Knapp 12’000 views…

    Habt ihr nichts besseres zu tun? Alles ex-Bankers hier und jetzt ist klar wieso.

    • Dem muss ich leider als Eidgenossin beipflichten. Der Grossteil der Gesellschaft ist dermassen egozentrisch getrieben und die Werte zerfallen ebenfalls. Wir sind hier an dem Punkt, welcher Maslow in seiner Theorie noch nicht kannte. Auf dem Gipfel der Selbstverwirklichung und nun geht es nicht mehr weiter und wir fallen in eine sozialgesellschaftliche Depression.

  15. Sparwahn oder Profitgier? Jedenfalls Preisinflation aufgrund von Mengenreduktion. Also SNB, rauf mit den Zinsen, shit’s about to get hot!

  16. Den Zeughaus- Keller überlass ich andern viel mehr tue ich nun zum Hiltl wandern ! Dort sind alle Speisen eine Augenweide ; Das Personal freundlich, das ich beneide . Die Frische schaut dich vom Teller an : Ein *Bier, ein Wein frisch aus dem Hahn*! Den Genuss teilst du mit 1000 Gesinnten ; Leckereien pur aus der Küche spinnten.

    • Oh je diese in Öl getunkte Gemüsematsche vom Hiltl, vorwiegend konsumiert von den Landeiern aus dem Aargau, wenn sie am Samstag zum poschte in das grosse Zürich kommen, weil der Cholläg erzählt hat, da müsse man hin! Nein danke, dann lieber Wiener Schnitzel

    • JA ja würden wir auch nicht , Wurst-und Käsesalat gibts doch auch direkt in der Bank.

  17. Früher konnte man dort Bankers treffen. Riz Colonial, Möckli, Zürigschnätzelt, Kanonenputzer mit legendärem Kartoffelsalat gehörten zu meinen Lieblingsmenüs.

    Bankers gibt es nicht mehr, höchstens aus Alibabahöhlen, Teepotslager oder Babuschkaisbas.

    Für 140g bleibe ich lieber dihei und spare 50.–. Schnitzel (nicht aus Pouletresten) kann man bei M für 6.– kaufen…

  18. Ach was, das ist doch nur die Vorbereitung auf das Hybridschnitzel. 140 Gramm Fleisch, 40 Gramm Tofu. Tendenz zu 180 Gramm Tofu. Speziell zubereitet fuer die aussterbende Spezies der Raubtierbanker am Paradeplatz, die es sich ja gewoehnt sind, den Bauch nicht vollzukriegen.

  19. Jeder geht freiwillig in den Zeughauskeller und dies sicher nicht zuletzt wegen dem Bier und dem Ambiente. Solche Häuser sind seltener geworden und auch bei Touristen begehrt. Jedes Restaurant hat die Preise erhöht in den letzten Jahren; oder eben die Grösse der Portionen von Vielfrass auf Normal reduziert. Es gibt im Zeughauskeller übrigens sehr viel andere, empfehlungswerte Gerichte von seit Jahren gleichbleibender guter Qualität. Ansonsten hat es gleich nebenan ein neues Entrecote-Haus, wo man innert wenigen Minuten abgespiesen wird und nach dem letzten Bissen gleich die happige Rechnung hingeknallt kriegt. Im Gegensatz zum Zeughauskeller ist es immer nur halb voll oder halb leer und das zu recht, lässt doch die Qualität zu wünschen übrig! Also die Auswahl ist da und die Geschmäcker verschieden. LH, der Nörgeler vom Dienst mit einem weiteren Rohrkrepierer!

  20. Ich ging dort jahrelang bis zu 2 Mal in der Woche hin. Nach und nach bekam ich den Eindruck, dass die früher gezeigte Freundlichkeit zunehmend abnahm. Diese sank dann eines Tages so tief, dass man mich anschnauzte, weil ich einen freien Platz einnehmen wollte, der aber der Mitarbeiterin des Lokals nicht passte. Ich lass mich nicht gerne gängeln, wenn das Lokal noch viele, freie Plätze hat, daher war ich an diesem Tag zwei mal dort: Das zigte- und das letzte Mal.

  21. Gehe seit 60 Jahren immer mal wieder in den Zeughauskeller. Habe auch stets meine auswärtigen oder ausländischen Bekannten dorthin geführt. Zu 95% esse ich da einen Wurst-/Käsesalat. War erst vor Kurzem dort und wirklich entäuscht. Aus dem Wurst-/Käsesalat ist ein kleiner grüner Salat mit etwas Wurst und Käse geworden.
    Tja, ein kleiner grüner Salat mit etwas Wurst und Käse, ein kleines Bier und ein Bürli Fr. 29.-, da stimmt die Leistung nicht mehr. Ich werde für mich und meine Bekannten in oder um Zürich sicher ein anderes Restaurant finden, wo die Leistung noch stimmt.

    • Der Kropf gleich schräg vis à vis war auch mal besser. Gehört heute leider zum selben Verein (Hammer-Gastro).

    • Er hat sich halt punkto Leistungen den Bankern angeschlossen…aber bald wirds auch noch ein paar Knochenreste am Paradeplatz zu finden geben.

  22. Deswegen gönne ich mir ab und zu mal ein verlängertes Weekend in Italien, um mich kulinarisch verwöhnen zu lassen und mein Gewissen CO2-technisch dem Zeitgeist anzugleichen … darum fahre ich ja nur mit der Bahn hin.

  23. Bravo Herr Hässig….da beginnt es beim Essen. überall wird geschraubt und man muss es noch bezahlen und wird nicht mal satt davon. Bin seit 1 Jahr genau aus diesem Grund kein Zeughauskeller Stammgast mehr!

  24. Tja die fetten Jahre sind vorbei… Dafür nimmt man ein paar Kalorien weniger zu sich, das ist ja auch nicht schlecht

  25. ich hatte auch die gleiche Diskussion. Habe dem Restaurantleiter gesagt ich möchte das rohe Fleisch auf der Waage sehen und dann beim braten zuschauen! Leider wurde es mir verweigert! Wen wundert es? Dieses Bild vom Schnitzel ist sogar grösser als die die ich in den letzten 6 Monaten auf meinem Teller zu sehen bekam. Mache ab jetzt auch Fotos. Nur weiter so… Das ist wirklich ärgerlich! Gehe ich doch seit vielen Jahren dort essen. Nun werde ich gezwungen ein anderes Loka zu finden. Ärgerlich!

    • Ein Gast darf die Küche immer sehen und ohne zu stören auch dem Koch bei der Zubereitung zusehen. Natürlich nur in einem richtigen Restaurant. Köche (sind auch Handwerker oder sogar Künstler) wollen da wo sie essen auch die Küche sehen und den Koch kennenlernen. Eine Restaurant-Kette oder ein sogenanntes, in neu deutsch formuliertes, Gastro-Unternehmen ist nicht dasselbe wie ein vom Inhaber mit Herzen geführtes Restaurant. Manager und „Prozesse“ zerstören uns auch noch die letzte Freude…

    • Ja, der Bierfalken an der Löwenstrasse in Zürich war legendär, da habe ich öfters den Flug am Donnerstag Abend nach BKK verschoben, um mit meinen Kumpel’s Vorort zu schlemmen.

    • Oha, Gourmets unter sich. Riesen-Cordon Bleus im Gertudhof oder Walti’s Jumbo Jumbo? Himmlisch!

  26. Schnitzel,esse ich nur noch beim „RUSSEN“ in der Gerbergasse, ich bestelle eine alte „Moskauer-Drecksau“ paniert und schon schmeisst Koch Igor in seinen Strohlatschen, eine entsprechende Fussmatte, zu mir auf den Tisch. Das nennt man Service, dazu einen süsssauren St. Petersburger Vorstadt-Salat, original mit den Händen von Olga gemischt – herrlich, was will man mehr. Einfach mal vorbeischauen.

  27. Schnitzeljagt im Sommerloch
    Sehr geehrter Herr Hässig, Ihre morgendlichen Kolumnen sind ja fast immer ein Hochgenuss und Muss! – Obschon ja niemand diese liest offiziell liest, kennen Sie in der Finanzwelt doch alle und reden über Ihre Schmankerl. Mag sein dass der Euro bald nur noch 1 Franken wert sein wird, dass die Veränderungsspirale in der Finanzwelt erst jetzt beginnt – Vieles ist hier gar noch nicht angedacht was da bis 2020 alles noch kommt! – Nun geht es dem armen Schwein im Zeughauskeller an den Kragen! Ist das nun das sogenannte Füllen des Sommerlochs? Oder bedeutet das, ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass sich die in der Nähe platzierten Banken dazu entschliessen – das wäre wirklich mal eine Top-Story – ihre HQ’s vom Paradeplatz an einen Ort zu verlegen, wo das Schnitzel noch den Teller komplett abdeckt? Wenn wir schon so weit sind, dann gute Nacht Bankenwelt und Gastro-Szene; Beide sind in der Schweiz übrigens in der gleichen Situation: Hohe Kosten, viel Aufwand und immer weniger Umsatz… Das bedeutet für Beide; Nur noch die Grossen überleben – die Kleinen werden gefressen. Am Wichtigsten aber sind Kunden oder „Influencer“, welche einen Ruf in Sekunden ruinieren, weil sie mit jeder noch so peinlichen Äusserung gerade zur Presse rennen, oder auf einem Bewertungsportal ihren unqualifizierten Frust deponieren. Es gibt immer Möglichkeiten bestehende Sachverhalte zu verändern – man muss mit Phantasie und Geschick Produkte anbieten, welche der Kunde auch wirklich will und benötigt!
    Im Fall unsers Schnitzels bedeutet das dass dieses halt noch dünner gehämmert werden muss – dann reicht es auch mit dem „Tellerrand“ und die Banken bleiben auch weiter am Paradeplatz!!! In diesem Sinn einen guten Appetit und hoch lebe das Sommerloch!

    • Im Falle ihres Schnitzels bleibt leider nichts mehr zum hämmern übrig, weil fast nichts vorhanden ist! Und genau darum ist die Meinung der Kundschaft wichtig! Sie haben offensichtlich nichts verstanden. Hoch lebe die Presse!

    • Dieser Kommentar kommt offensichtlich vom Zeughauskeller selbst (siehe „Im Fall unsers Schnitzels bedeutet das dass dieses halt noch dünner gehämmert werden muss“). Und wieder kommt die nächste Frechheit: man nennt seine Kunden und Stammkunden „frustriert“ und verunglimpft sie, anstatt ehrlich und transparent zu wirtschaften. Frei nach dem Motto: es gibt immer genug Touristen, die zu uns kommen, den Rest brauchen wir nicht. Wenn sich das mal nicht rächt….

  28. Es wird die Zeit kommen, im Zeughauskeller, dass einer dahinschwebenden Fliege nachgeschaut wird und der Kellner dabei einen schrillen Schrei ausstösst:“ACHTUNG, Ihr Schnitzel fliegt davon.“

  29. Das abgebildete Schnitzel füllt immerhin den halben Teller. Das sollte doch allemal genügen, um satt zu werden.

  30. Das ist mal eine wichtige Meldung. Nicht immer so Bankenzeugs! Hier geht es ums Eingemachte, nämlich Fleisch!
    Ganz schlimm. Mein Tipp: Immer eine kleine Waage dabei haben, damit man die unlauteren Behauptungen gleich selber auf dem Tisch überprüfen kann! Und dann vor Bundesgericht!

  31. 40g welche das Zeughaus in den Ertrags-Keller bringen.
    In all den Food-Trends kommt Schnitzel nicht mehr vor … und wer noch versucht die gewichtige Stammkundschaft mit luftig panierten „Mägerlis“ dafür zweimal Petersilie zu halten, dem ist nicht mehr zu helfen. Fazit: Schnitzel über den Tellerrand hinaus war gut und USP, heisst nicht dass der Keller-Inhaber Chef dies mental auch kann. 3+ DB hilft ;-))

  32. Lieber LH, sind wir in diesem Blog nun wirklich bei investigativem Journalismus angekommen, der sich mit Mini-Schnitzeln befasst? Was kommt als nächstes? Ein Beitrag zur Abkehr von 2-lagigem auf 1-lagiges Klopapier in der Schweizer Gastronomie?

    • Kommentar zum Kopfschüttler!

      Vielleicht essen sie nicht jeden Mittag und Abend in einem Restaurant, daher wissen sie nicht wie wichtig diese Diskussion ist. Die Gastronomie und unter anderem dieses besagte Restaurant, das bereits eine Institution ist in Zürich, verrechnet gutes Geld für immer schlechter werdende Gegenleistung. Es gibt viele Restaurants in Zürich die das gleiche machen. Das gleiche Geld für weniger auf dem Teller. Das ist ein wichtiges Thema. Kein Wunder jammert die Gastronomie, die die Strategie verfolgt: Wie vertreibe ich innerhalb eines Monats die Stammkundschaft!

    • Kommentar zum „Hellen“

      .. oder geben Ihr Feedback direkt im Restaurant, anstelle hier zu jammern. Typisch Schweiz(er). Jeden unmittelbaren Konflikt scheuen und schön artig in anonymen Foren oder hinterrücks Schelte betreiben. Und dann noch in einem Block, der NICHTS mit Gastro am Hut hat. Was für ein Rumgeheule. Einfach nur peinlich.

  33. Das wundert mich gar nicht. Ich bestelle seit einem Jahr keinen Wienerschnitzel mehr! Zu klein, zu dünn, zu teuer. Kein Fleisch mehr dran für viel Geld.

  34. Oder man geht gegen den Food Waste vor und unterstützt die Klimaaktionen mit weniger Fleischkonsum… wäre ja gut!

  35. Endlich schreibt jemand darüber! Das ist ein Betrug am Kunden. Die Touristen werden mit den grossen Schnitzel gelockt und die Menschen die in Zürich arbeiten und wohnen können die kleinen Schnitzel mit dem gleichen Preis bezahlen. Die Protionen sind generell viel kleiner geworden!

  36. Zeughauskeller ist überteuert und zu laut über Mittag. Man versteht kaum seinen Gesprächspartner.
    Wenn ich ein grosses Schnitzeln zu einem günstigen Preis möchte, gehe ich ins Niederdorf…

  37. Früher … war ich da Stammgast. Dann übernahm vor einigen Jahren ein von einem „Gross“-Verteiler kommender Mann das Szepter und es ging bergab. Kleinigkeit für Kleinigkeit. Nicht nur die Menge Fleisch. Der Senf war früher ausgezeichnet, mit Körnern. Ich hatte vor vier Jahren eine Rösti: Aussen schwarz, innen kaum heiss. Den ehemals legendäre Kartoffelsalat bekam ich lauwarm; dann war er plötzlich kalt und die Kartoffelstücke viel zu gross, innen noch hart. Daraufhin: Gehe ich nur noch an diesem Lokal vorbei. Es hat immer noch viele Leute, aber die Kundschaft hat sich verändert. Die Bedürfnisse und Ziele der Eigentümerschaft wohl ebenfalls.
    Ich habe die Entwicklung sehr bedauert.

    • Das haben wir aber ganz anders erlebt.
      Wir sind wirklich sehr oft im Zeughauskeller als Gast und können uns wirklich nicht beklagen.
      Auch leistet die Familie Hammer gute Arbeit. Das merkt man am Arbeitsklima und am Verhalten der Mitarbeiter*innen.

  38. Nur menschlich, wenn sich der Kellner verspricht. Kein Drama. Ihr hättet halt das Ding selber wiegen müssen um eine handfeste Beweislage der Standardabweichung zu erhalten, nachdem die beiden Zahlen im Raum standen. Bin sicher ab heute wird dort gewogen und diskutiert. (PS:Steht übrigens alles bereits in den Buddenbrocks.)

  39. Ja das ist wirklich wahr. ich gehe seit Jahren in dieses Lokal und das ist wirklich eine Schande. Da kann ich nur beipflichten. 140 Gramm ? Das ist eine Frechheit!

  40. SoLo (Sommerloch) mit Schnitzel.

    Was den Grossverteilern recht ist Restaurateuren billig. Von Aldi bis Migros (und Lidl, Denner, Coop, Volg) werden Woche um Woche Produkte weniger gewichtig aber in gleichen Verpackungen (Schlaumeier) angeboten. Hier 20 g und dort 50 g weniger Inhalt ist noch das Mindeste was zumutbar ist. Mit Aktionen und Super-Bonus-Discounts werden Publikum wirksam die neuen „Kreationen“ dem Konsumenten vorgegaukelt.

    In den Restaurants werden oft auch „kleinere“ Teller als bisher dem verdutzten Kunden zugemutet. Der Kreativität sind Tür und Tor geöffnet. Der Zeughauskeller hat scheinbar wirkungsvoll nachgezogen was überall schon gang und gäbe ist.

    Dafür kostet ein Deziliter Rotwein bald überall CHF 10.00 und mehr. Prost, die Kasse stimmt?

  41. Haben Sie mir zugehört? Ganz genau diese Konversation fand vor einem Monat statt. Mich kennen dort alle, weil ich seit über 30 Jahren Stammgast bin. Ich wohne seit ein paar Jahren in Asien, gehe immer 5+ Male dort ein Wiener essen, und genau! diese Konversation vor einem Monat, ich sagte den in Vielzahl mir zu erklärenden Mitarbeitern, das war das erste Mal in 30 Jahren, wo ich kommentieren musste! Traurig! Beim 2. Besuch ass ich das Menu, eine weitere Schnitzel-Enttäuschung wollte ich mir ersparen. Bitter, bitter!!!

  42. Nur ein kleiner Blick auf das Foto zeigt, dass das Schnitzel nicht mehr ganz, sondern links bereits angeschnitten ist. Wenn schon, dann ein ganzes Schnitzel zu diesem Artikel zeigen. Also los, in den Zeughauskeller, lieber Herr Hässig!

  43. Anstatt Reden, Schreiben und Echauffieren

    Ich mache mich immer wieder auf und davon, u.a. in eines der besten Restaurants (gemäss TripAdvisor) am Bodensee:

    https://www.constanzer-wirtshaus.de/

    Altstadt-Schnitzel € 13,50
    Frisch paniertes Schweineschnitzel vom schwäbisch-hällischen Landschwein.
    In Butterschmalz gebraten und serviert mit hausgemachtem Kartoffel-Gurkensalat

    Berichtigung:
    Es sind 2 (zwei) Schnitzel, die über den Tellerrand reichen,
    dazu selbstgemachte Pommes.
    Himmlisch.
    Kulinarisch und preislich.

    So können wir die CH Gastronomie erziehen.

    Sie verkauft uns für blöd, indem sie weniger serviert und damit hofft, dass man dafür noch zwei Vorspeisen und drei Desserts bestellt.

    Und darüber hinaus, meine Erfahrung: Salz wird auch immer grosszügiger verwendet, damit man mehr trinkt.

    • Das ist kein zulässiger Vergleich. Das Fleisch ist im Ausland (D + A) wesentlich billiger (auch die Qualität ist vielfach nicht dieselbe). Die Löhne in der Gastronomie sind im Ausland äusserst bescheiden. Der L-Gav bzw. dessen Tariflöhne kann sich hier kaum ein Wirt noch leisten, muss dies aber durchziehen. Der Gastwirt in der Schweiz ist da sehr benachteiligt. Darüber hinaus gibt es bestimmt auch berechtigte Kritik.

    • Das Constanzer Wirtshaus hat zwar annehmbare Preise, insbesondere aus schweizer Sicht, eventuell stimmen auch Menge und Ambiente, aber die Qualität ist unterhalb eines Touristenniveaus angesiedelt. Kartoffelsalat aus 12l-Eimern, billigste Massenware, eher grau als gelb, riesige Salatblätter mit ungeniessbarem Dressing, bayrische Gerichte, die in München und Umgebung stehenden Fußes wieder an die Küchenzeile retourniert werden würden. Knödel billigste abgepackte Massenware mühsam auf lauwarm erhitzt, Pommes im Fett schwimmend, Schnitzel breit und groß aber auch mit Panade hauchdünn. Dieselbe Entwicklung wie in der Zeughauskelter: was im Sommer bei gutem Wetter brechend voll ist, produziert das ganze Jahr über Kantinenfraß.
      Personal völlig immun, jegliche Kritik prallt unerwidert teflonartig ab, entweder Aushilfskräfte aus dem Kosovo, deren deutsch beschränkt ist, oder Studentinnen, die mit den Kollegen rumtuscheln, daß jemand es gewagt hat, Kritik zu üben.
      Im Sommer gehen die nach einer 8-Stunden Schicht mit hundert Euro Trinkgeld nach Haus, das meiste von Deutschen, weil Schweizer und Asiaten nur zum nächsten vollen Euro aufrunden.
      Ach ja, die Chinesen, was verlogeneres gibt es nicht, bestellen Schweinebraten und Knödel, würgen es endlos lange runter und sagen dann, daß es gut geschmeckt hat.
      Bei einem solchen Publikum merken die Herren Wirte schnell, daß sie auch Schuhsohlen servieren könnten.

  44. Mit immer kleineren Portionen bei gleichen Preisen polieren die hiesigen Gastro Unternehmer seit Jahren ihr Einkommen auf.
    Zudem wird Frühstück zusätzlich separat zu überhöhtem Preis in Rechnung gestellt. Dies bei gleichbleibenden Löhnen ihrer mehrheitlich ausländischen Arbeitskräfte.

    Die Gastro-Preise in der Schweiz sind auf einem unanständigen level angekommen.

    Und darum empfehle ich meinen ausländischen Touristen als Alternative, vermehrt Appartements mit Kochgelegenheit. Tendenz steigend.

  45. Auch Zürich muss kleinere Brötchen backen. Die tollen dekadenten Zeiten mit Alk, Drogen und Rotlicht sind im Banking-Business passé. Auch die flackernden Bildschirme mit den Börsenkursen im Palavrion interessieren niemanden mehr.

  46. O tempora o mores, im Sprüngli sind die biscotti 2g leichter und beim vorderen Sternen hat’s weniger Mehl auf dem Bürli. Der Sommer wird heiss für Kommissar Hässig.

  47. die zeit ist vorbei, wo man massen an fleisch
    gefressen hat.
    zeit, um zu denken.
    die fleisch produktion frisst 2/3 des anbaus
    weg. weltweit.
    zuviel jauche überall macht unsere äcker steril
    und verseucht unsere gewässer usw,
    abgesehen vom unsäglichen tierleid.

    • Was sie vergessen in Ihrer Begeisterung, die reduzierten Portionen werden „nicht billiger“. Weniger Fleisch, dafür mehr Kohlenhydrate verursachen gesundheitlich neue Probleme.
      Die Lösung: FDH, aber zwischendurch sich was gönnen.