Bundesanwalt Lauber: Schmierenkomödie

Freisinnige empfehlen Strafermittler zur Wiederwahl – Partei der Banken: Abhängig? PR-Agentur schützt Lauber.

Michael Lauber ist vom höchsten Gericht abgestraft. Die Treffen des obersten Strafjägers des Landes mit Fifa-Präsident Gianni Infantino ohne Protokollierung seien widerrechtlich.

Klarer Fall, müsste man meinen. Lauber hat verspielt. Er darf nicht länger Bundesanwalt bleiben.

Nicht für die FDP. Die Fraktion der bürgerlichen Partei beschloss gestern, Lauber in zwei Wochen wiederzuwählen.

Die Freisinnigen machen mit ihrem Votum die Affäre Bundesanwalt zur helvetischen Schmierenkomödie.

Wie sagte der renommierte Strafrechtlicher Mark Pieth: Die eidgenössische Strafjustiz habe wegen Lauber Schaden genommen.

Lauber sprengt alle bisherigen Grenzen. Die NZZ am Sonntag berichtete, dass er eine Kommunikations-Kanzlei mandatiert habe.

Posterboy in Eigenmission: Lauber (Steiger Legal, SRF)

Laut einer Quelle handle es sich um die Dynamics Group, eine führende Zürcher Wirtschafts-Agentur. Das hat sich nach Publikation des Artikels als falsch erwiesen.

Offenbar kümmert sich nämlich die Lemongrass Communications um Lauber, ebenfalls top beim Kommunizieren für grosse Zürcher Firmen.

Alle angefragten PR-Kanzleien hielten sich bedeckt. Grosses Staatsgeheimnis also um die Frage, wer dem Bundesanwalt für die Eigen-Wirkung beisteht.

Interessant ist, dass Lemongrass viele Banken-Mandate hat. Vor allem aus UBS- und CS-Küche.

Banken, Lauber: Es ist eine gerade Linie.

Lauber ist der Bundesanwalt, den sich die Finanzindustrie wünscht. Sie geniesst unter dem obersten nationalen Strafjäger Artenschutz.

In der 800 Millionen-Finanzaffäre um Dieter Behring verloren Hunderte von Kleinanleger viel Geld. Die Grossen sollen entschädigt worden sein, sagen Insider.

Die Banken, die Behring schalten liessen, blieben weitgehend unbehelligt. Lauber liess mögliche Mittäter von Behring springen. Am Ende gab es einen einzelnen Schuldigen – Behring. Der erhielt 5 Jahre Gefängnis.

Im Fall 1MDB, einem Milliardenskandal um einen Staatsfonds von Malaysia, kam bisher vor allem eine Bank aus der Schweiz an die Kasse: die Falcon Private Bank.

Das Mini-Geldhaus verlor fast ihre Lizenz. Die viel grösseren UBS, CS und weitere, die ebenfalls in den Skandal verwickelt sind, hatten von Lauber wenig gehört.

Im Fall Fifa mit der endemischen globalen Korruption das gleiche Bild. Die Julius Bär, die CS und weitere sind tief darin verstrickt. Gab es Razzien von Laubers Truppen an der Bahnhofstrasse und am Paradeplatz?

Nicht doch. Lauber – der Schirmherr des Finanzplatzes. Er stammt ja aus dem Banking, war einst Chef des Liechtensteinischen Bankenverbands. Karriere im Geldzirkel.

Nun will Lauber um jeden Preis am 25. September vom Schweizer Parlament wiedergewählt werden. Dass er dafür eine PR-Kanzlei mandatiert, ist für sich alleine ein Skandal. Statt dass er das Verdikt der Volksvertreter akzeptiert, betreibt er Karriere-Wahlkampf mit öffentlichem Spinning.

Lauber ist eine Last für das ganze Land. Das wahre Problem aber ist die FDP. Und vielleicht auch die SP. Bei dieser gibt es ebenfalls viele Lauber-Fans.

Die FDP will Lauber an der Macht halten. Wie ist so etwas möglich? Was ist aus der Gründerpartei des modernen Bundesstaats geworden, die sich Freiheit und Wettbewerb auf die Fahnen geschrieben hat?

Sie betreibt Klientelismus vom Feinsten, hilft dem obersten Strafjäger Lauber, der die Kleinen plagt und die Grossen schützt, der sich mit dem Fifa-Präsidenten drei Mal trifft, ohne sich zu erinnern, der davon nichts protokolliert und deshalb von den höchsten Richtern abgestraft wird.

Ein Land, das sich selbst unmöglich macht.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Eine Schande ist es, dass bis jetzt jeder Bundesanwalt entsorgt wurde. Was denkt sich nur die übrige Welt von der Schweiz? Weil er sich zur Wehr setzt, wird er verhöhnt, würde er nichts unternehmen, gäbe das wieder eine Angriffsfläche. Es ist das Maximum an sinnlosem Leerlauf wegen einer Kleinigkeit, solch monströse Aufruhr und Hetzerei zu betreiben. Ich warte auf den Moment, wo die gesunde Normalität wieder einkehrt und das in der Hoffnung, EINMAL einen verdienten Bundesanwalt in Ruhe arbeiten zu lassen

  2. Praktisch jeder Bundesanwalt ist im Skandal ausgewechselt worden.

    Das ist nur für die Zuschauer, um zu suggerieren, der BA ist unfähig, korrupt oder was auch immer.

    Woher haben die Zeitungen die ganzen Interna zum BA?

    Das sind doch eher Geheimdiensterkenntnisse.

    Wenn Sie zu viel untersuchen, werden Sie verselbstmordet:

    https://www.blick.ch/life/wissen/geschichte/verschwoerung-gegen-bundesanwalt-die-verlorene-ehre-des-rene-dubois-id15109526.html

    Das System ist stabil, weil die meisten das Schauspiel nicht durchschauen und das Leben hier ja ganz passabel ist.

    PS: Ich glaube übrigens Michael Lauber, dass das dritte Treffen gar nicht stattfand und gehe davon aus, dass die SMS gefälscht wurden, welche das Treffen belegen. Ist aber ein reines Bauchgefühl.

    PPS: Übrigens arbeitet beim BA immer noch SA Ruedi Montanari, der sich im Fall Holenweger sehr negativ hervorgetan hat.

  3. Super Artikel- traurige Wahrheit.
    Das schlimmste ist- nach Lauber wirds nicht besser. Die einen werden einfach durch die nächsten ersetzt.
    Ich schäme mich Schweizer zu sein.

  4. Man weiss es schon lange, dass die FDP eine Wackelpartei geworden ist und deshalb für andere Parteien nicht mehr als Verbündete tauglich und für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wählbar. Schade dass niemand in der Partei diesem Treiben eim Ende setzen kann!

  5. Ist doch sonnenklar, dass die Partei der Juristen, Anwälte etc. den BA Lauber nicht im Stich lassen. Schliesslich hackt keine Krähe keiner anderen Krähe die Augen aus . . .

  6. Gibt es sonst nichts mehr zu schreibe?? Es ist das altbekannte und primitive abschiessen eines Bundesanwaltes. Es ist nicht der erste und wird nicht der letzte sein, der abgeschossen wird. Eine Hetzkampagne onegleichen, geführt von den Medien. Es wäre zu fragen, ob die Schweiz nicht ihren guten Ruf verliert, wenn verdiente Bundesanwälte regelmässig abgeschossen werden. Das ist mit Sicherheit der Schleudersitz

    • Ach Heidi du glaubst sicher noch an den Alpöhi, kein fähiger Anwalt lässt sich auf so ein Konstrukt ein, nur eben die Profilneurotiker und sonstigen Nonvaleur, die dann mit schöner Regelmässigkeit krachend scheitern.

  7. Obwohl ich eigentlich den nach aussen vertretenden Werten der FDP durchaus nahe stehe und früher auch Vertreter dieser Partei gewählt habe, halte ich mich mittlerweile extrem zurück. Mit absoluter Sicherheit sind alle Anwälte, Juristen, Bauunternehmer und Banker dieser Partei ein absolutes No-Go und aus meiner Sicht nicht mehr wählbar. Die gegenteilige Vorteilsverschaffung ist in vielen Bereichen unerträglich.

    Nach allem was bis jetzt bekannt ist (und das meiste dürfte wie immer im Dunkeln bleiben) ist Lauber nicht geeignet für den Job. Ein Bundesanwalt darf nicht zu eng mit Grössen aus Finanz und Wirtschaft verbandelt sein. Schon ein einziges informelles Treffen mit Bezug zu seiner Arbeit genügt um zu verstehen, wie der Hase läuft. Wenn einer dann noch einen auf Amnesie macht (selber schon x mal erlebt) oder sich unwissend stellt, dann gibt es nichts mehr zu diskutieren. Es geht in diesen Fällen immer darum, dass kriminelle Aktionen mit Unwissenheit und Ahnungslosigkeit kaschiert werden, um keine Angriffsfläche zu bieten. Inkompetenz scheint in Politik und Verwaltung vielleicht auch deshalb auf breite Akzeptanz zu stossen.

    Zum Schluss noch eine PR Agentur um den eigenen Ruf aufzupolieren – bei einem Bundesanwalt? Kaum zu glauben und umso trauriger, wenn das tatsächlich stimmt.

    • Jetzt empfiehlt auch noch die SVP Lauber zur Wiederwahl, weil angeblich Kontinuität wichtiger sei….und die SP überlegt es sich ebenfalls. Was? Echt jetzt? Was genau wird hier gespielt?

      Als Begründung wird genannt, dass die Aufsichtsbehörde die Untersuchung nicht an Externe übertragen hätte dürfen und Lauber zu recht diesen sämtliche Auskünfte verweigert hätte.

      Das wäre dann also eine Rechtfertigung via Verfahrensfehler….und weil der vorliegt, sind die eigentlichen Kernprobleme bei Lauber nun plötzlich irrelevant für die FDP und SVP Spitze?

      Wenn es stimmt, dass Lauber mit Infantino (und dann auch wahrscheinlich mit weiteren) innerhalb von laufenden Untersuchungen inoffizielle private Treffen / Absprachen ohne jegliche Protokollierung hatte, an die er sich im Nachgang nicht mehr erinnert, dann ist bereits ein einzelner solcher Fall ein Riesenproblem.

      Hier sollte ein Journalist nun zeitnah alle Details transparent machen, damit sich die Öffentlichkeit anhand von klaren Fakten ein Bild machen kann. Es darf nicht unter den Teppich gekehrt werden.

      Wenn es die Politik und Verwaltung nicht mehr schafft, einen solchen Fall korrekt zu untersuchen und sich Parteien dann bei ihrer weiteren Unterstützung von Lauber darauf abstützen, dass hier Kontinuität und Verwaltungsfehler solches Verhalten eines Bundesanwaltes indirekt rechtfertigen, dann stinkt der Fisch vom Kopf. Alle Verantwortlichen sind zu benennen und wegen Inkompetenz von ihren Aufgaben zu entheben. Aber es wird gar nichts passieren.. wie immer.

      Ich muss notgedrungener Massen davon ausgehen, dass das Rechtssystem versagt hat und es genügend Politiker gibt, die dies gutheissen, weil sie irgendwie davon profitieren oder zu faul oder zu feige sind, aktiv dagegen anzutreten.

      Sind wir nun wirklich auch in der Schweiz an diesem Punkt angelangt? Falls ja, dann wäre das eine grosse Enttäuschung.

      Wen soll ich überhaupt noch wählen? CPV? Die jetzt mit Google sämtliche Kandidaten der anderen Parteien mit pauschalen Vorwürfen verunglimpft, wenn man deren Namen googelt. Wie war das gleich bei Google…. „don’t be evil“…alles klar, das ist hier reine gelebte Nächstenliebe, die hier zu Tage tritt.

      Die „Frommen und Netten“ verkaufen ihre Grundwerte via Negativpropaganda über ihre Gegner für ein paar Stimmen mehr und der SVP Apfel mit Würmern ist ein Bild, dass selbst bei mir Würgreflexe auslöst.

      Wenn auf einem Plakat die Marke SVP mit einem Würgreflex verbunden wird, so wird das der Partei sicher nicht helfen. Das die SVP Spitze das nicht erkennt zeigt mir auf, dass sie vor einem ernsthaften Problem steht. Ganz unabhängig wie ich zur dahinterliegenden Thematik stehe, die hier einsetzten Kommunikationsmittel sind pures Gift und schlicht bescheuert. Alle die so Arbeiten, zerstören die Werte, die die Schweiz zu etwas besonderem machen. Kommuniziert hart und offen die Fakten, bleibt hartnäckig in der Sache und vertraut darauf, dass die Schwarmintelligenz überraschend gut ist, solange die Leute Zugriff auf Fakten haben und nicht durch Propaganda manipuliert werden.

  8. Jawohl Herr Hässig; punktgenaue Analyse des aktuellen Korruptionsindexes – pardon Konkordanz – in unserem Land. So sieht’s aus. Aber sicher erklärt uns hier schon bald wieder einmal Frau Monika Roth mit einem weiteren Lehrbuechaufsätzli, wie sie sich vorstellt, wie unser Filz – äh unsere Justiz, arbeitet.

  9. Michael Lauber ist ein eitler Pfau, welcher seine persönliche Selbstdarstellung über die Interessen der Bundesanwaltschaft stellt. Er agiert zunehmend selbstherrlich, hat das Gefühl über dem Gesetz zu stehen und lässt jeglichen Respekt vor demokratischen Institutionen vermissen. Etwas mehr Demut würde ihm gut tun. Als BA absolut unwählbar. Achtung FDP: Bin z.Z. noch FDP-Mitglied – haltet ihr die Wahlempfehlung für Lauber aufrecht, kommt es zum Bruch.

  10. Was für ein elender Verein diese Grosskonzern-Lobbyorganisation, man schaue sich nur ihre unterirdischen Vertreter überall in der CH an. Einige Beispiele gefällig: Maudet, Cassis, Gössi, Markwalder, Flury, Fiala, Walker-Späh, uvam. ihre Vorgänger haben unter anderem die Swissair versenkt, wollen sie die Schweiz versenken.

    • @Isaac: Da kann man nur von Glück reden, dass es noch politische Koryphäen gibt à la Heer, Glarner, Stamm, Mörgeli, Schwander, Wobmann, Reimann und last but not least Blochers Klöppel Köppel!

  11. Nur so ein Gedanke. Lauber als Schutzpatron der Banker, mandatier Lorenz Erni.
    Vincenz, ex Raiffeisenbank, sucht Schutz ebenfalls bei Erni.
    Seltsam?

  12. Was für Idiotenkommentare … Wahrscheinlich mehrheitlich von frustrierten SVP-Anhängern…
    Es geht schon lange nicht mehr um Lauber, sondern um die Institution „Bundesanwaltschaft“, um das Ernennungs-/Wahlprozedere. Dieses wurde schon mehrfach umgestellt. Irgendwann sollte die Politik ein belastbares Prozedere festlegen. Und vielleicht findet sich ja ein Jurist, dem es nicht v.a. um Selbstdarstellung geht.

    • Also dann soll die vor Intelligenz strotzende FDP das belastbare Prozedere, was immer das sein soll, subito vorschlagen und den Nichtselbstdarsteller-Jurist mitliefern, in ihren Reihen wird der aber kaum zu finden sein.

  13. Die FDP empfiehlt Lauber zur Wiederwahl. Begründung:
    AUS RESPEKT GEGENÜBER DER UNABHÄNGIGKEIT DER INSTITUTIONEN. Lachen Sie nicht

    Wie war es mit der FDP bei der Nichtumsetzung der vom Volk angenommenen Masseneinwanderungs-Initiative? Überhaupt kein Respekt vor der Institution Souverän. Klar, die Liberalen sind dann liberal, wenn es ihnen nützt. Die Mehrheit der Liberalen ja weiss nicht einmal, was echter Liberalismus bedeutet: Verantwortung übernehmen.

    Es wird in Kommentaren auf die Verbandelungen von Lauber zu FIFA und vor allem zu den Grossbanken hingewiesen. Das sind ja auch Institutionen. Also hat die FDP wie üblich vor den für sie wichtigen Institutionen Respekt.

    Hoffentlich reagiert die SVP im Sinne ihres Parteiprogrammes.

  14. Lauber wird die FDP in den Grund ziehen.
    Mit oder ohne PR Agentur.

    Wer bezahlt die Agentur übrigens?

    Doch nicht aus Steuergeldern der Bundesanwaltschaft?

    • Aus Steuergelder muss die aufwändige Eskorte, Polizisten, bezahlt werden damit sein Ego nicht mit Normalos in Berührung kommen. Bei den Polizisten bleibt natürlich das Tages-geschäft liegen! Alleine die Eskorte zeigt dass Lauber fragwürdig ist und nicht mehr richtig agiert! Wie alle Sesselkleber!

    • Wer die Medien genau lesen kann, ist im Vorteil. Es wurde berichtet, dass Lauber das aus der eigenen Tasche zahlt. wir reden hier von 100′ – 150′ chf. Er muss es logischerweise aus der eigenen Tasche zahlen, sonst wäre er definitiv unten durch. Wer selber denken kann, ist ebenfalls klar im Vorteil.

  15. Ich warte jetzt nur darauf, dass auch die SVP für Lauber stimmt, weil sie immer noch von einer bürgerlichen Allianz mit der längst ins Lager der linken Globalisierer gekippten Partei der Grossexporteure, denen die Schweiz egal ist, träumt. Die SVP Kandidaten können dann meine, und wahrscheinlich nicht nur meine, Stimme mit jeder Garantie filmen.

  16. Ich kenne Lauber, aber nur aus meiner früheren beruflichen Tätigkeit, bin mit ihm privat aber überhaupt nicht bekannt.

    IP schließt sich nun dieser Rufmordkampagne an. Die vielen unheiligen Allianzen gegen Lauber sind vor allem dort entstanden, wo Lauber jemandem durch seine berufliche Tätigkeit gefährlich nahe gekommen ist. Lauber ist keineswegs und macht sich auch nicht zum Liebkind der Banken.

    Den vielen Blödsinn mit Rundumschlägen von IP in diesem Artikel zu widerlegen, lohnt sich nicht einmal. Schade, IP (mit seinen diversen Autoren) driftet immer mehr in ein SVP-nahes Stammtisch Gebrüll ab. Warum werden wohl Personen wie Köppel, Landmann u. Co. in IP nie attackiert? ….. weil IP sich nicht nur gegen den „Finanz- und Politfilz“ wendet, sondern gleichzeitig (im Hinblick auf die Wahlen?) eine SVP Agenda verfolgt. Somit kein unabhängiges Organ mehr. Sorry, diese Feststellung mache ich als – zwischenzeitlich vom Tagesgeschehen unabhängiger – Auslandschweizer. Schade, weil bis vor nicht allzu langer Zeit stand IP für freche, zum Teil etwas vorlaute und -schnelle, unabhängige und deshalb glaubwürdige (!) Finanzberichterstattung.

    • 1MDB? Behring? Fifa? Tamil Tigers? IS?

      Irgend EIN Verfahren nicht eingestellt worden?

      Bitte erleuchten Sie uns!

    • @JJ – Glaubwürdige, schnelle, freche Finanzberichterstattung über was? Thiam trägt heute eine karierte Krawatte.. Dank der von Rot/Grün inthronisierten Eveline Widmer-Schlumpf heisst es bald: „Insideparadeplatz n’existe plus.“ Ohne Finanzplatz, keine Stories. Sie nehmen einiges nicht wahr, Ihre Landesabwesenheit, die keiner interessiert, brauchen Sie nicht zu erwähnen.

    • Sorry, es gibt bei Lauber mehr verbockte, wichtige Fälle als gewonnene. Die nächsten die er verbockt werden Zwanziger und Co, sein.

    • @ Michael: Behring you name it. Er wurde zu 5 1/2 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Rechtskräftig. Dass Behring nun tot ist, können sie Lauber nicht auch noch in die Schuhe schieben.

    • Und was sagt ihr Freund zu der unsäglichen FIFA-Geschichte? Das allein würde schon für einen sofortigen Rücktritt reichen!

  17. Seien wir zumindest ehrlich: In einem echten Rechtsstaat und in einer echten Demokratie wäre eine solche Person nicht Wählbar. Nichts gegen den Ihm persönlich, aber es ist nicht mehr so glaubwürdig wie eine Carla del Ponte oder Paolo Bernasconi war, ohne ein absoluter Protagonist wie Giovanni Falcone zu sein. In dieser Zeit der Unsicherheit, der Manipulatierten und Manipulatoren, die auf allen Ebenen korrumpiert sind, brauchen wir Menschen, die einfach, aber wahr und vor allem Integer sind!😁

  18. Man kann Herrn Lauber sicher attestieren, dass er neuen Schwung in die Bude gebracht hat und grundsätzlich einen guten Job macht. Aber, er hat auch rote Linien überschritten. Und diese roten Linien scheint er auch zu kennen, sonst würde er sich nicht in plötzliche Amnesie flüchten. Würde er zu seinem Verhalten stehen, wäre er für mich wählbar – da er das aber nicht tut hoffe ich auf einen moralisch gerechten Entscheid unseres Parlamentes in Form einer Abwahl.

  19. Das ist doch ganz einfach: wenn die FDP am 25. September Lauber wählt, werde ich am 20. Oktober die FDP nicht wählen. Eine Partei, welche das Schweizer Rechtssystem mit Füssen tritt, hat im Parlament nichts verloren.

  20. Traurig, aber wahr: die FDP ist zu einer opportunistischen Grosskapital-Lobby-Organisation verkommen, die für den normalen Bürger nichts tut. Sie tritt munter in die Fussstapfen ihres deutschen Namensvetters und wird wohl auch deren Schicksal erleiden….

  21. Durisch :)))) Völlig überschätzter Mann, wer ihn persönlich kennt. Patrick Gisel konnte er ja sehr überzeugend helfen :))) Oh mein Gott, sind mache Beamte naiv. Man hofft jetzt, mit der Hilfe von ex-Journalisten, dass die Medien besser über Lauber berichten. Das wird nie passieren, sonst wären die Medien wirklich nicht mehr glaubwürdig. So blöd sind Journalisten jetzt auch wieder nicht. Der Gang zur PR-Agentur wird ihm, in diesem Fall vermutlich noch mehr schaden. Wir werden es erleben.

  22. Wir sind eine fucking Bananenrepublik geworden, in der nicht einmal dem Bundesrat zu trauen ist (siehe Nichtumsetzung MEI).

  23. Was sagt die Volkspartei dazu: Nichts, sie schweigt und am Ende wird Lauber wieder gewählt und die A-Karte hat das Volk. Köppel tummelt mit Thiam und wer vertritt uns, die die die Pensionskasse am leben hallten müssen aber von der Pensionskasse nicht mehr werden leben können.

  24. St. Galler Tagblatt 14.06.2019:
    Fällt er? Hinter Banken-Mann Lauber stehen mächtige Freunde
    Bundesanwalt Michael Lauber steht unter starkem Beschuss. Ob er wirklich fällt, ist eine ganz andere Frage. Der Mann hat mächtige Verbündete, beispielsweise bei den Grossbanken. Und diese werden ihn nicht gerne entbehren…
    … Lauber, 2011 vom Parlament brillant als Bundesanwalt gewählt, war die Antwort des Finanzplatzes und der Bankiers auf den als ungeheuerlich empfundenen Angriff unter Roschacher. Lauber war einer von ihnen: Der smarte «Mike», wie ihn seine Freunde nennen, kam selbst aus dem Banken- und Geldgeschäft. Der Jurist war seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer von Polyreg, einer Selbstregulierungsorganisation von Finanzintermediären, danach war er Leiter der Liechtensteiner Geldwäscherei-Meldestelle. Ab 2004 war Lauber Geschäftsführer des Liechtensteiner Bankenverbandes, vor seiner Wahl zum Bundesanwalt amtete er als Chef der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht…
    … Laubers Motto: «Ball flach halten»
    Lauber verstand sich, das stellten kritische Untergebene sehr schnell fest, weniger als Strafverfolger dann als eine Art Schutzpatron des Finanzplatzes. «Ball flach halten» ist einer seiner Lieblingsausdrücke, wenn es um heikle Verfahren geht, und: «Gas wegnehmen».

    «Er legte sich, wenn überhaupt, nur mit kleinen Banken an, nie mit den grossen, einflussreichen Banken», sagt ein ehemaliger Ermittler. Kenner zählen eine Reihe von Fällen auf, in denen Lauber hierzulande mächtige Banken wie UBS, CS, Julius Bär hätte vorgehen können. Oder, wie Ermittler finden, hätte vorgehen müssen.

    In einem Fall ist eine angebliche, pikante Aussage von Lauber überliefert. Es ging um blockierte Millionen auf einem Konto, das einem zentralasiatischen Oligarchen gehörte. Verdacht auf Geldwäscherei.

    Noch fragen??? Rechtsstaat Schweiz ADE!

  25. Ist doch ein klares Votum von der FDP. Lauber der Egomane, der Zudiener von Grossbanken und FIFA, der Dauerscheiterer wird die Wirtschaftsinteressen nach FDP immer höher gewichten als das Recht! Dank seiner Amnäsie wird er auch wesentliche Dinge immer wieder vergessen können. FDP wie sie Liberal versteht!