Mosambik: Ich sehe schwarz für die CS

Wir dürfen einem Zaubertrick beiwohnen: 2 Milliarden machen verschwindibus und keiner merkt’s. Geht das oder ist’s ein fauler Zauber?

Es gibt den gesunden Menschenverstand und es gibt die Gierlogik der Banker. Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass ein Milliardenkredit an ein afrikanisches Land, das bereits am Rande des Staatsbankrotts taumelt, keine gute Idee ist.

Der gesunde Menschenverstand sagt einem, wenn nicht einmal die minimsten Bedingungen für den Kredit erfüllt werden, er am IMF und an allen zuständigen Kontrollstellen wie Parlament oder Justiz vorbeigeschaukelt werden soll, dann muss man das lassen.

Wenn man als einzige Sicherheit die Unterschrift eines Finanzministers und das Wohlwollen des Präsidenten des Landes hat, sollte man die Finger davon lassen.

Die Gierlogik der Banker sagt hingegen: Wieso nicht, läuft doch wie geschmiert. Wir sprechen den Kredit, verkaufen ihn gleich weiter, verdienen uns dazwischen dumm und krumm, und sollte es Ärger geben, haben wir von nichts was gewusst.

Das nennt man in der Politik „plausible deniability“. Also beispielsweise der Präsident sollte nicht wissen, dass auf Guantánamo dorthin verschleppte mutmassliche Terroristen gefoltert werden.

Wenn er das nicht weiss, kann er mit der nötigen Entrüstung reagieren, wenn das behauptet wird.

Bei Banken ist das ziemlich ähnlich. Die Credit Suisse hat, zusammen mit einer Russenbank, Mosambik einen Milliardenkredit gegeben. Hinter dem Rücken des IMF, ohne nennenswerte Sicherheiten.

Konnte ja niemand vorhersehen, dass Mosambik deswegen Staatsbankrott erklären musste und bis heute an Umschuldungen werkelt.

Und überhaupt, wenn mal wieder die Amis, irgendwo typisch, harmlose Mitarbeiter der CS anklagen, dann nimmt die Bank erschüttert zur Kenntnis, dass da möglicherweise wieder mal mit krimineller Energie ihre ganzen Kontroll- und Sicherheitsmassnahmen ausgehebelt wurden.

Dagegen ist man natürlich machtlos, vor allem, wenn man wie immer nichts, aber auch gar nichts davon mitbekommen hat.

Sagt „Weisse Weste“-Urs Rohner, dem ja eigentlich ständig schwindlig sein müsste. So schnell schaut er immer woanders hin, wenn wieder etwas aufpoppt, von dem er im Zweifelsfall nichts gewusst hat.

Nun kommt aber auch noch Pech dazu. Mosambik wurde dazu gezwungen, einer renommierten internationalen Audit-Firma, die auf solche Fälle spezialisiert ist, Akteneinsicht zu gewähren.

Und die US-Staatsanwaltschaft, die sich wie immer via die Benutzung von US-Dollars für zuständig erklärt, hat bereits saftige Geständnisse erhalten, natürlich im Rahmen eines Deals.

Alleine die Untersuchung der Kreditvergabe zeigt auf 67 Seiten, dass es eine Unzahl von Gründen gab, diese Kredite nicht zu sprechen. Und eigentlich keinen, das Geld wegzuwerfen.

Es wurden so viele Ungereimtheiten und Fragwürdigkeiten, das Nichteinhalten von banalsten Bedingungen, die Auszahlung von Milliarden an einen Mittelsmann ohne Legitimation aufgezählt, dass niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat, einen solchen Kredit sprechen würde.

Ausser, er ist Banker.

Nun machen die Credit Suisse und Mosambik das, was man in einem solchen Fall immer versucht. Ball flach halten, Zusammenarbeit mit den Behörden verkünden, Abscheu gegen diese kriminelle Energie äussern – und hoffen, dass es mal vorbeigeht.

Dass die Nummer mit den kriminellen kleinen Angestellten, und wenn wir das in Zürich gewusst hätten, mal wieder funktioniert. Damit die weisse Weste weiterhin weiss bleibt, damit das Feuer nicht ins Dach steigt.

Vielleicht könnte man auch Hand bieten, bei einer Umschuldung zu helfen. Nicht aus schlechtem Gewissen, aber damit die Kuh endlich mal vom Eis ist.

Nun ist ein Problem, wenn man um die Wahrheit herumkurvt, dass man konsistent bleiben muss. Als ich im Januar dieses Jahres den Fall in der „Basler Zeitung“ aufgriff, die sich damals noch solche Sachen traute, gab die neue Besitzerschaft in Zürich ohne mein Wissen der CS die Möglichkeit zu einer „Stellungnahme“.

Machte mich damals ziemlich sauer, heute frage ich mich, ob das vielleicht gar nicht schlecht war.

Denn zunächst hält die CS fest, dass die von mir beschriebenen „Genehmigungsverfahren sowie die Rolle des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung falsch dargestellt“ wurden. Da die CS nichts dazu sagte, wie’s denn richtig wäre, nehme ich das doch mal als ein Ja, so war’s.

Denn eine falsche Darstellung müsste natürlich mit einer Richtigstellung beantwortet werden. Noch interessanter ist der zweite Punkt: In Übereinstimmung mit allen „Richtlinien wurden diese Transaktionen von den britischen Banktöchtern (der CS) durchgeführt und von den zuständigen Mitarbeitern in Grossbritannien (sic!) genehmigt“.

Damit will uns die Bank offensichtlich sagen: Nein, das wurde alles vor Ort abgehandelt. Für einen Milliardenkredit hat bei uns doch eigentlich jeder Mitarbeiter Prokura, wenn er nicht schon selbst in die Kasse gegriffen hat.

Risk Committee, Vergabe eines Riesenkredits an ein klammes Dritt-Weltland, unter hanebüchenen Umständen? Also wirklich, da haben doch Geschäftsleitung und VR in Zürich Wichtigeres zu tun.

Zum Beispiel? Nun, also, Moment, ja, zum Beispiel, dass die Qualität des Mittagstischs in der Teppichetage letzthin etwas zu wünschen übrig liess. Und man stelle sich vor, beim Absackerchen gingen die Cohibas aus.

Mit solchen Fragen, nicht zu vergessen das Durchblättern des Katalogs des Zürcher Filmfestivals, muss sich die Führungsriege beschäftigen, da bleibt doch keine Zeit mehr für einen lumpigen Milliardenkredit.

Während die USA und sogar Mosambik inzwischen kräftig Gas geben und sich die Amis sicher schon ernsthaft überlegen, ob sie es bei der Bestrafung von ein paar kleineren Fischen bewenden lassen wollen – oder mal wieder in die Kasse der CS greifen, die zahlt ja auch Milliardenbussen ohne Murren.

Während also an vielen Orten, dazu auch in Frankreich und Dubai, den verschlungenen Wegen dieser Riesenkredite nachgeforscht wird, tun die beiden Schweizer Behörden, die für solche Fälle zuständig sind – genau nix.

Die FINMA prüft und prüft und ist in Kontakt und schaut. Die Bundesanwaltschaft prüft auch, ob sie sich zu Untersuchungshandlungen nach einer Strafanzeige aufraffen will oder nicht.

Das werden beide Behörden auch so weitertreiben, bis der Fall, vielleicht sogar sie selbst, an Altersschwäche gestorben sind.

Kommentare

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  1. Von 2004 bis 2016 leistete die Schweiz in Mosambik Budgethilfe im Umfang von insgesamt 93,7 Millionen Schweizer Franken. Gemäß dem Schweizer Bundesrat trugen diese Maßnahmen zur Armutsreduktion bei. Nachdem bekannt wurde, dass die mosambikanische Regierung ohne Genehmigung des Parlaments geheime Kredite an drei halbstaatliche Unternehmen in der Höhe von rund 2 Milliarden US-Dollar autorisierte, stellten die Schweiz und der Internationale Währungsfonds ihre Budgethilfe an die Regierung von Mosambik im April 2016 ein.[66][67][68] Daraufhin wurde von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eine Untersuchung gegen die schweizerische Credit Suisse, die französische BNP Paribas und die russische VTB eingeleitet.[69] Infolge wurde Anfang 2019 vom Bundesgericht in Brooklyn eine Anklage wegen Verdacht auf Korruption, Geldwäscherei und Wertpapierbetrug erhoben. Davon betroffen sind drei ehemalige Mitarbeiter der Credit Suisse und der damalige Finanzminister Mosambiks Manuel Chang (aus dem Kabinett Guebuza II) sowie einen libanesischer Unternehmer.[70]

    Das finanziell bereits instabile Land geriet aufgrund der versteckten Kredite in eine Schuldenkrise. Seit 2017 gilt Mosambik als zahlungsunfähig

    Wikipedia, 18.09.2019
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mosambik

    • Nein, ist sie nicht. Wie man dem Artikel entnehmen könnte, wenn man kann: Die Kredite wurden weiterverkauft; so blöd ist dann nicht mal die CS.

    • Ganz schwache Antwort, Herr Zeyer.

      Die CS hat „Kredite“ weitergegeben, die „schwere Mängel“ (ungültige Garantien, nicht erfüllte Meldepflichten etc.) aufwiesen. Die Kreditkäufer (und auch die VTB als seinerzeitiges Syndikatsmitglied) könnten ohne weiteres Regress auf die CS nehmen, wenn sie denn wollten. Aber sie wollen offensichtlich nicht. Wieso wohl? Zudem wollte (bzw. „will noch immer“) das mosambikanische Parlament die Kredite FREIWILLIG zurückzahlen. Wieso wohl? Doch kaum, weil der eine oder andere mosambikanische Parlamentarier auf eine ZFF-Einladung hofft!

      Und wenn Bruno Schletti in seinem Republik-Artikel etwas von „Kreditversicherung“ schreibt, dann möchte ich mal die entsprechenden Policen sehen. Keine Gesellschaft der Welt versichert ein brennendes Haus, und Mosambik brannte bereits im Jahr 2015 seit Jahren.

  2. Es scheint, als würden Verwaltungsrat Rohner und sein CEO Thiam wie blinde Hühner durch die Welt laufen und Schäden anrichten, die fast immer die Ärmsten der Armen treffen. CS-Sponsoring und dreistes Lächeln hilft da auch nichts, wenn daneben ganze Länder in bitterste Armut getrieben werden.

    Selbstverständlich sind immer alle anderen Schuld. Statt als Kopf einer Firma selber Verantwortung zu übernehmen werden riesige Compliance-Abteilungen aufgebaut. So lässt sich natürlich hinterher auch leicht ein Bauernopfer finden das den Kopf hinhalten muss. Wenn ein Rohner oder Thiam für solche Taten aber selbst keine Verantwortung übernehmen haben Sie an der Spitze eines internationalen Konzerns auch nichts verloren.

    Wir als Gesellschaft müssten uns aber auch fragen, ob ein internationaler Konzern dieser Grössenordnung überhaupt geführt werden kann und ob es wirklich der richtige Weg ist, Konzerne überhaupt so gross werden zu lassen. Die Gehälter, der Leerlauf und der Administrationsaufwand steigen überproportional an, je grösser die Firma. Agilität und Innovation sind Stärken der Kleinen und Wendigen, nicht einer kaum steuerbaren Titanic. Und die endete ja bekanntlich in einem Eisberg.

  3. Während also an vielen Orten, dazu auch in Frankreich und Dubai, den verschlungenen Wegen dieser Riesenkredite nachgeforscht wird, tun die beiden Schweizer Behörden, die für solche Fälle zuständig sind – genau nix.

    Die FINMA prüft und prüft und ist in Kontakt und schaut. Die Bundesanwaltschaft prüft auch, ob sie sich zu Untersuchungshandlungen nach einer Strafanzeige aufraffen will oder nicht.

    Das werden beide Behörden auch so weitertreiben, bis der Fall, vielleicht sogar sie selbst, an Altersschwäche gestorben sind.

    und nun muss sich noch einer fragen, wieso gerade die Schweizer Aufsichts- und Justizbehörden im Ausland einen miserablen Ruf geniessen!

    Aber das geht ja dem Bundesrat sowie Damen und Herren Politikern am Arsch vorbei! Man glänzt sogar damit, dass man einem Bundesanwalt Lauber noch das Vertrauen ausspricht, obwohl selber die Aufsichtsbehörde massive Kritik übt, ausl. Justizbehörden teils die BA aussen vor lassen und BA Lauber nachweislich sogar mit Falschaussagen vor Gericht agierte!

    Man führe sich vor Augen, die politische Behörde eines angeblichen Rechtsstaats spricht einem obersten Bundesanwalt, der alles andere als über alle Zweifel erhaben ist, mehrheitlich ihr Vertrauen aus! Kann sich eine politische Behörde überhaupt noch unglaubwürdiger verhalten?

  4. Euer Ehren, wir sind Alle unschuldig- das gemeine Volk war es, sie sind die tatsächlichen Schuldigen. Übrigens, dem Bänkler Urs Rohner kann es ja nicht ständig schwindlig werden, der ist zu sehr damit beschäftigt, sagen wir es mal so, seine Zurich Film Festival Gattin, welche ja seit Jahren von der CS gesponsert wird- aus der Schusslinie zu ziehen.
    Einige Stimmen meinen jedoch, dass es jetzt für den Bänkler Rohner ganz eng wird…. Hört man sich so um, links und rechts, so wäre die Freude an einer drakonischen Strafe gegen diesen Bänkler durch kein anderes Ereignis zu übertreffen.

    Die Compliance Abteilung der CS, bzw. einige dieser Heinis drehen schon mal völlig durch denn, in den letzten Tagen haben einige KMU Kunden aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen die Kündigung der Kontobeziehung erhalten….

  5. “ Ein Gewinner ist ein Träumer, der nie aufgegeben hat.“
    Nelson Mandela

    Interessant, dass sich jetzt alle Sorgen um Mosambik machen: Ich bin froh…. auch wenn ich ein Fan des afrikanischen Kontinents bin, glaube ich nicht, dass dies wirklich das eigentliche Problem der Bank ist. Offensichtlich, und es ist nicht einmal mein Beruf, verstehe ich kein Detail, aber als Philosoph folge ich auch dem finanziellen und politischen System der Welt, seit ich ein Kind war… nun, wenn man sich daran erinnert, dass, wenn eine ganze Nation mit all ihren Banken, ihren Institutionen bankrott gegangen ist und sogar einen ganzen „reichen“ Kontinent in die Krise und einen Teil der Welt geschickt hat, hier niemand oder einige wenige mit dem Finger auf einige internationale Kreditinstitute gezeigt haben, die dieser Nation „geholfen“ haben, die Bilanz der Staat zu falsifizieren (was für eine Schande…..) und erlaubte es dieser Nation, mit „falschen“ Konten in das europäische System einzutreten, wodurch das gesamte europäische Bankensystem in eine Krise geriet, von der wir heute noch Zeugen der Traurigkeit ihrer Banken sind. Hat jemand die Prozesse und Krisen dieser beteiligten Institutionen gesehen oder gehört? Keine Chance…. also, zugegeben und gewährt, dass ich den Fall nicht kenne, jetzt, auch wenn sehr schwerwiegend sein könnte, wieso sollt diesen Fall anders sein? Ein Meter und zwei Masstäbe? Ist das die Fair – International Banking, die Sie wollen?

    • Na ja mein Senf ist ja auch nicht immer so leicht verständlich. Das mit dem entziffern na ja geht
      meistens recht gut.
      Aber hier Hmmm um welchen Bahnhof geht es da
      wo ist der denn?
      Philosophie ist je nun wirklich auch eine interessante
      Sache, die da zu entziffern entschuldigung?

    • @ Hans von Atzingen

      Sie haben Recht, aber als Philosoph kann ich mich ein wenig ausdrücken, wie ich will…..
      Aber jetzt, da ich dank Reflekt.ch gut gelesen und verstanden habe, verstehe ich auch die Ernsthaftigkeit des Problem: die Korruption unter der Bank, „geheimer“ Kredit….. wo jedoch mehr VR und Mitglieder des GL beteiligt waren…das heisst, wenn diese Aussagen bestätigt werden, ist der Fall mehr als offensichtlich und sogar kritisch…. der Fehler ist Clar, auch wenn die Mitglieder des VR und des GL nicht mehr an ihrer Stelle sind. Hier wäre die claw back-Klausel nützlich…. Ich bin auch mit dem Autor Einverstanden, der Schaden für das Image der Bank nach einer guten Erholung, ist definitiv ruiniert, wie im Falle der Ubs in Frankreich…. aber wie gesagt, ich bin kein Spezialist und nicht einmal ein Kunde, sondern ein sorgfältiger, und jetzt besser informierter Beobachter der schlechten Dinge, die auf den Märkten passieren… und hier beginnt die Philosophie, ohne in Moral und Ethik zu fallen. Unter diesem Gesichtspunkt ist die amerikanische Justiz genauer: Wer einen Fehler macht, zahlt! Und das sollte ein freier und korrekter Kapitalismus sein. In der Schweiz und in Europa hingegen gibt es nach wie vor eine Tendenz zum patriarchalischen Kapitalismus: als ob der Staat vielleicht die armen Kinder, die Fehler und Firmen machen, mammonisieren würde…. aber das ist hier seit mehr als 20 Jahren nicht der Fall. Es gibt rücksichtslose Manager, die alles tun, um Geld zu verdienen, und nach 5 oder 6 Jahren das Chaos anderen und dem Staat überlassen: Das ist kein liberaler Kapitalismus, sondern Protektionismus… vielleicht jetzt präziser und klarer.

      https://reflekt.ch/credit-crisis/

  6. Lieber Herr Zeyer

    Gratulation zu Ihrem Text! Vor allem natürlich zu:

    «Wir dürfen einem Zaubertrick beiwohnen: 2 Milliarden machen verschwindibus und keiner merkt’s. Geht das oder ist’s ein fauler Zauber?»

    Sowohl FINMA wie Bundesanwaltschaft haben viel Verständnis für faulen (Finanz-)Zauber, den beide seit Jahren tolerieren. Oberfauler «Zauber» liegt nämlich nicht erst im Jahr 2019 im Fall „Mosambik“ vor, er wurde schon von Leo Müller im Artikel «Uli, der ZAUBERER» (Bilanz vom 21.3.2014) subtil beschrieben; der ZAUBERER und Ex-Fussballer Uli Hoeness erzielte mit tausenden von angeblich «spekulativen» Devisen-Transaktionen „wundersam“ rund 100 Mio Euro Gewinn, oder, um Sie zu zitieren: «Geht das oder ist’s ein fauler Zauber?» (Antwort auch hier: „Nein, natürlich geht es nicht. Es war auch dort fauler Zauber.“)

    Und auch damals hüllten sich sowohl FINMA wie Bundesanwaltschaft in «eisiges Schweigen» und liessen im März 2014 den Prozessbetrug in München über die Bühne gehen: Weder die verdeckten Fussball-Millionenzahlungen mittels Devisenabsprachen («Sommermärchen» inklusive?) noch das Riesenvermögen (heute wohl bei MLD) flogen auf. Gabriele Hamberger dürfte sich ziemlich geärgert haben. Aber vielleicht kümmert sich ja mal die ESTV darum.

    PS: Auf Seite 42 erwähnte Leo Müller damals «backuped deals» – es ging um die Hoeness-Devisen-Deals mit der Bank Reuschel. Heute könnte man im Fall «Mosambik» süffisant das Stichwort «backuped» bzw. «back-to-back-financings» in die Runde werfen. Aber das wollen weder Urs Rohner noch die FINMA noch die Bundesanwaltschaft hören. Denn sie alle lieben faulen Zauber, sei dies «à la Urs Rohner» oder «à la Jürg Hügli/Eugen Brenner/Zeno Staub/Herbert Scheidt».

    Und wer es nicht glaubt, der soll sich mal in die damalige Anklageschrift und vor allem die „zauberhafte“ Urteilsbegründung u.a. vertiefen.

  7. Banker haben keinen Plan mehr. Banker sind heute die Gruppierung mit dem schlechtesten Ruf, den man sich wünschen kann. Einem Banker zu vertrauen, halte ich in der heutigen Zeit für einen eher grösseren Fehler. Die CS hat noch ganz andere interne Probleme und wüssten die Kunden davon, würden sie das sinkende Schiff ganz schnell verlassen. Schweigen und Lügen rettet die Bank vor noch viel grösserem Ärger. Mal sehen wie lange es dauert, bis auch diese Internas bei IP landen.

    • Die Schweizerische Kreditanstalt musste sich ja unbedingt zur Credit Suisse wandeln. Swiss geht nicht mehr, weil schon von der deutschen Fluggesellschaft beansprucht, aber vielleicht Swiss Credit, damit dann spaeter ein anderes auslaendisches Finanzinstitut den Namen unseres Landes an die Wand fahren darf.

  8. Früher hat man den Dreck wenigstens noch weiss gewaschen. Heute lässt man ihn einfach liegen. Sauber vertuscht wäre halb gewonnen. Aber es zeigt sich, dass die heutigen Banker nicht mal mehr für dies genügend Know How haben. Naja wenigstens waren die Party und die Girls in Mosambique nicht schlecht.

  9. Angenommen die Sache ist,resp.läuft wie dargelegt.
    Dann stellt sich schnell einmal die Frage, wer als letzter für solche Murksverantaltungen haftet?
    Wie ist die Tochter Rechtlich im Verhältnis zum Mutterhaus aufgestellt? Wenn das letzte Wort und Verantwortung beim Stammsitz der CS in Zürich ist.
    Dann ist der letztlich verantwortliche der Staat Schweiz oder ganz sympel der Schweizer Steuerzahler.
    Das ist offenbar den wenigsten so recht bewusst, mit der ganzen Globalisierung, auch eine CS agiert längst Global,wurde etwas in die Welt gestellt, das kaum noch jemand so recht im Griff und unter kontrolle hat.
    Sicher es gibt da div. internationale Übereinkünfte,
    auf dieser Basis darf die Wirtschaftswelt unter einhaltung eher lokerer Regeln Global nach herzenslust Agieren.In der Globalisierten Welt agiert die Wirtschaft auch das Kapital,zum Teil in einer gewissen ,,Grauzone,,. Ich verzichte denn mal auf ausführlicheres zum Thema Völkerrecht, das unvermeidlich auch die Wirtschaftlichen Aspekte beinhaltet.Darum werden Wirtschaftsabkommen von
    wenigen Ausnahmen abgesehen immer unter der Schirmherrschaft der Regierungen abgeschlossen.
    Das heisst der Staat ist der letzt haftende für das
    was Firmen mit Schweizer Stammsitz auf der Welt so anstellen oder auch verbocken.
    So Dummheiten, beschriebener Fall, wenn den alles zutreffend ist, könnte
    uns zu gegebener Zeit verdammt teuer zu stehen kommen.
    Das die ganze Irrenhausveranstaltung Globalisierung, in der sich auch eine CS und UBS bewegen, NOCH nicht in die Luft geflogen ist, hat eine recht symple Ursache, niemand weiss innzwischen noch was,wie und wo abgeht.Der hier an die öffentlichkeit gebrachte dargelegte Fall, ist möglicherweise einer von noch deutlich mehr die rund um den Globus köcheln.
    Die bekannten Daten allen voran der wohl eher geschätzte Globale Verschuldungsstand des 3-4 fachen
    des Globalen ,,BIP,, lassen verheerendes erahnen.
    Na ja alle ( fast ) Glauben das Ding könne so endlos funktionieren. DARUM hat das bis heute noch nicht gekracht. Ein Fall CS wird die Welt nicht über den Jordan drücken,wenn die hopps geht zu klein.
    Jetzt habe ich da noch einen kleinen Denkanstos für einige zu heftige SNB Kritiker. Hmmmm stellt euch vor die CS geht pleite,ja ja dann könnte die SNB als Bank des Staates zumindest Buchtechnisch die verbindlichkeiten in entsprechenden ,,gebunkerten,, Fremddeviesen Wärungen abgelten, immer noch besser als am Ende zb. eine Stoos-Bahn verpfänden.
    Grins, wünsche einen schönen Tag.

  10. Barney Stinson Job

    Barneys Beruf war lange Zeit eine Frage, die sich viele stellten. Man wusste nur, wo er arbeitete, nämlich bei der AltruCell Corporation und später bei der GNB, aber nicht als was. Seit der neunten Staffel ist klar, dass er fragwürdige Verträge unterschreibt.
    Er hat es nie verheimlicht
    Eigentlich sagt er schon seit er das erste Mal gefragt wurde „Ah …. Bitte“. Leider ist hier die Synchronisation Schuld, weil er eigentlich nur PLEASE zu seinen Freunden sagt, was grundsätzlich eigentlich nur für
    Provide
    Legal
    Exculpation
    And
    Sign
    Everything

    steht, was man als „Legale Rechtfertigung erstellen und alles unterzeichnen“ übersetzen kann.

  11. Ausser dem „ Suisse“ im Namen und ein paar kleinen Angestellten im Uetlihof, der auch nur noch gemietet ist, und dem weisse Westen-örs , seines Zeichens Rechtsverdreher, ist nichts mehr CH. Ausser natürlich der garantierende Staat sprich Steuerzahler und immer noch wird FDP gewählt!

  12. Wo können sich die heutigen Gläubiger dieses Mosambik-Kredites schadlos halten, die diesen der CS abgekauft haben. Kann man das verlorene Geld bei Mosambik eintreiben? Kann man vergessen! Dies wäre ebenfalls der Fall bei der CS, weder in London noch viel weniger in der Schweiz, kümmern sich die Behörden um diese Gläubiger. Die sagen ganz einfach, selber schuld, ihr wisst doch das Mosambik in Afrika ist. Die einzige Möglichkeit, die sie haben, ist ein US-Gericht anzurufen und dies taten sie auch. Wenn ein Kredit in US$ auch im Ausland vereinbart wird, können trotzdem die US-Behörden einschreiten und sie tun es auch in ihrem Interesse, damit der US$ die überragende Weltwährung bleibt. Und wo haben die Gläubiger mehr Aussicht auf Erfolg? Dies gilt sicher nicht bei Mosambik.

  13. Hat die CS überhaupt etwas zurückgestellt?

    Müssen die vergangenen CS-Konzernabschlüsse geändert werden, da ja niemand in der CS etwas wusste?

    Weshalb hat die CS die angeblich kriminellen Mitarbeiter nicht angezeigt?

    • Weshalb die angeblich kriminellen Mitarbeiter angezeigt werden hat unter anderem damit zu tun, dass unter anderem die Aufsichtsbehörde FINMA teils tatenlos solchen Machenschaften zuschaut, obwohl die Kenntnisse davon haben.

      Teilweise ist die FINMA auch ein aktiver Teil von ‚Deals‘, wobei diese ‚Deals‘ den Inhalt haben, dass gegen Organe und Mitarbeiter keine Strafanzeigen eingereicht werden oder eingereicht werden können.

      Ein Hauptproblem der ganzen kriminellen Machenschaften ist die Aufsichtsbehörde FINMA selber! Die FINMA führt mit der Art und Weise ihrer Vorgehen Gesetze ad absurdum, schaden dem Finanzplatz Schweiz mehr als sie nützt und zu guter letzt werden die Vorgehensweisen der FINMA zum Risiko für den Steuerzahler! Ein weiteres Problem ist der Punkt, dass die Politik als Oberaufsicht über die FINMA auf breiter Front ihre Aufgaben nicht erfüllt! Aktuell zeigen insbesondere die Parteien SVP und FDP in Sachen Bundesanwalt Lauber wie der #Finanzfilz und #Politfilz in Bern funktioniert – werden doch diverse Verfehlungen massiv tiefer gewichtet, während man der Kontinuität einen unnötig hohen Stellenwert zurechnet!

    • @Adriana
      So ein Blödsinn. Die kommen weil wir ihnen seit 50 Jahren Wucherkredite aufgezwungen haben die niemand bezahlen kann und deren Wirtschaft abwürgt. Dafür kommen wir günstig an deren Rohstoffe.

      Zudem bombadieren wir sie regelmässig, wenn sie sich weigern uns die Rohstoffe gratis zu überlassen.
      Zudem war die 500-Jährige Sklaven- und Kolonialpolitik mit den bescheuerten Grenzziehungen auch nicht hilfreich.
      Interessanterweise haben immer genau die Regionen am meisten Konflikte wo vorher das britische Empire gewütet hatte.
      https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/500133/Von-Hongkong-bis-London-Chaos-very-british

      Hätte die Schweiz Rohstoffe wären wir auch längst von den USA „demokratisiert“ worden.

    • @Büezer
      Mögen Sie die verehrten Leser über folgende Dinge aufklären?
      a) Welche Kolonien hatte die Schweiz in den letzten 500 Jahren?
      b) Wer ist Ihrer Meinung nach „wir“? Hat diese Vermutung „wir“ hätten Kolonien gehabt mit einer rassischen Gleichschaltung aller weissen Männer zu tun?
      c) Mögen Sie mal analysieren, wie sehr das „Empire“ in Europa gewütet hat?
      d) Mögen Sie uns mal aufklären, inwiefern sich Target 2 von den „Schulden“ der Kolonien unterscheidet?
      e) Sind Sie der Meinung die Schweiz wäre ein britisches Konstrukt und deswegen mit verantwortlich für die von Ihnen geschilderten Taten?
      f) Mögen Sie uns aufklären, wieso der Schweizer Bürger, der Schweizer Mensch für die Taten einer Regierung verantwortlich sein soll, die sich noch nicht mal in den hiesigen Ländergrenzen befindet?

    • Mich wundert es immer, wie einfach die Menschen verführt werden könne, ihre Wut auf andere zu richten.

      Die einzig Verantwortlichen sitzen in der Regierung und zwar sowohl links als auch rechts.

      6 Milliarden für neue Flugzeuge, aber die Grenzen können angeblich nicht geschützt werden?

      Das ist kaum glaubhaft, daher ist davon auszugehen, dass die Flüchtlinge genau deshalb hier sind, um eben die obige Anzahl von Likes zu produzieren und um damit von den wirklichen Machenschaften im Hintergrund und auch von den echten Problemen abzulenken.

    • @ Büezer
      Das mit der Sklaverei keine Frage eine verdammte Sauerei. Das mit den Kolonien logo auch. Unter anderem war auch China faktisch eine Kolonie. So nebenbei das wurde am Wienerkongress auch der Schweiz angeboten, die hat löblicherweise verzichtet.Wo stand China vor 50 Jahren? Wo Russland und der Rest des roten Imperiums vor 30 Jahren?
      In Sachen Historie kein zweifel, voll ihrer Meinung.
      Nur eben die klassische Kolonialzeit ist seit über 50 Jahren Geschichte.
      Da noch alles auf die Historie bald 50 Jahre unverändert abzuladen, na ja der ist den innzwischen in der unverändert gleichen Ausführung einfach ausgelutscht.

    • Adriana, ich bin sicher, Dich kosten sie nichts, mangels Steuerzahlungen deinerseits.
      Woher hast Du diese Zahl? Zeige uns doch mal Deine Berechnungen.
      Wenn Du nichts belegen kannst bist Du eine typische Fakenewserin…

  14. Seriöse KMUs erhalten heute keine Kredite mehr von CS und Co. Das macht zuviel Arbeit. Man gibts lieber nicht kreditwürdigen Staaten. Wo ist da die Logik. Wahrscheinlich gehts es nur um Provisionen, welche die Erfolgsrechnung kurzfristig bis zum nächsten Bonus aufhübschen.
    Rohner ist schon viel zu lange im Amt.
    Wie bei VW müssen CEO und VRP endlich persönlich bluten.

  15. Die Leute leben in einer Illusion. Keiner, wirklich keiner, würde am Morgen aufstehen und malochen gehen, wenn der dafür nicht „entschädigt“ würde. Keiner und wirklich keiner würde ein Risiko eingehen, wenn der mögliche Gewinn dabei nicht das Risiko aufwiegen. Und keiner,aber wirklich keiner arbeitet fürs „Gemeinwohl“ ohne selbst davon zu profitieren.
    Der „Eigennutz“ ist Treiber des Kapitalismus, ohne ihn funktioniert der nicht. Es ist seltsam, wenn Leute dauernd den Kapitalismus als „einzige funktonierendes System“ verteidigen, weil es angeblich alle aus der Armut hebt, dann aber jene, die den Kapitalismus sehr erfolgreich praktizieren, verteufelt.
    Wir möchten doch alle reich sein und nicht mehr arbeiten müssen…

    • Ich tippe eher auf KI. Irgend ein indischer Informatiker wars, hat aus versehen einen Computer-bug eingebaut welcher sich selbständig zu KI (künstlicher Intelligenz) weiterentwickelte. Dieser hatte vermutlich nur mitleid mit Mosambik und aus Eigeninitiative den Kredit gesprochen… so einfach wars!