Thiam bleibt, Buddy Bouée bleibt: 100 zu Null

CS-VR stützt Chefs in Fall Khan – Offenbar muss nicht einmal Thiams Deputy gehen – Spionieren am Paradeplatz: Why not.

Die Würfel sind offenbar heute Vormittag gefallen. In der Affäre um die CS und deren Bespitzelung ihres Ex-Kadermanns Iqbal Khan kommt es zu einem überraschenden Entscheid des Verwaltungsrats der Grossbank.

Demnach muss weder Thiam noch sonst ein Mitglied der obersten Führung seinen Platz räumen. So lautet gemäss einer Quelle das Verdikt des Verwaltungsrats der CS an seiner heutigen Sitzung. Ein CS-Sprecher wollte nichts sagen und verwies auf eine allfällige spätere Mitteilung.

(Die Informationen trafen nicht zu, die CS hat am Dienstag, 1. Oktober, am frühen Morgen den Rücktritt von Pierre-Olivier Bouée bekanntgegeben.)

Falls die Informationen zutreffen, wäre dies eine Überraschung. Nicht wegen des Verbleibs von Thiam: Der hat sich über das Wochenende abgezeichnet.

Aber dass Pierre-Olivier Bouée, die Nummer 2 in der operativen CS-Hierarchie, der als Chief Operating Officer das ganze Backoffice der Grossbank lenkt, ebenfalls verschont bleiben könnte, war nicht zu erwarten.

Schliesslich liefen beim Franzosen die Fäden rund um die missglückte Beschattungsaktion zusammen. Entsprechend rechneten viele Beobachter damit, dass Bouée auf jeden Fall ausscheiden müsste.

Nun trifft das offenbar nicht zu, zumindest nach den Informationen der Quelle. Ob diese zutreffen, wird sich in den nächsten Stunden weisen.

Wenn tatsächlich sowohl Thiam als auch dessen rechte Hand Bouée, mit dem der CS-CEO Seite an Seite durch die Finanzwelt marschiert ist, unangetastet bleiben, dann wäre dies ein 100 zu Null-Sieg der beiden.

CS, mon amour: Bouée (CS)

100 für Team Thiam, das die Spionageaktion auf operativer Ebene zu verantworten hat, 0 für Team Urs Rohner, den Präsidenten der Bank, der nichts von der Observierung gewusst, sich aber mit „Opfer“ Khan zusammengetan hatte.

Oder anders: Ausland gewinnt, Schweiz verliert.

Rohners Position hat sich seit Ausbruch der Krise spürbar verschlechtert. Thiam, so zeigte sich übers Wochenende, könnte zuletzt als Sieger vom Platz gehen.

Falls die 13 Verwaltungsräte nämlich keinen Topshot verantwortlich für die missglückte Überwachung machen, dann folgt daraus, dass sie davon ausgehen, dass ihr Ex-Star Khan sich doch etwas zuschulden kommen liess.

Deshalb dessen Überwachung. Diese wäre dann eben korrekt gewesen – zumindest grundsätzlich und in der Logik der CS-Verwaltungsräte.

Die Männer und Frauen des obersten CS-Gremiums stützten sich für ihren Beschluss auf ein Team der bekannten Homburger-Anwälte ab. Diese sprachen eine Woche lang mit allen Beteiligten und sichteten viele Dokumente.

Die Homburger-Ermittler könnten etwas gefunden haben, das in Richtung Khan zeigt und das die Operation mit den verdeckten Privatfahndern rechtfertigen würde – zumindest für den VR der CS.

Eine zweite Quelle behauptete heute, dass genau dies der Fall sei.

Was schon seit zwei Tagen zu hören ist und was die Financial Times übers Wochenende prominent angetönt hat ist, dass Iqbal Khan im Zuge von Bewerbungen diesen Frühling mit einer Powerpoint-Präsentation zu verschiedenen Banken gegangen sei.

Mitten im Krimi: Khan (LinkedIn)

Darunter die Julius Bär und die UBS. Auch Pictet wird genannt.

Sollte das stimmen, so fragt sich, was in dieser Präsentation für Informationen drin standen. Eine Quelle sagt, es seien Namen von CS-Managern und -Beratern aufgeführt gewesen, die Khan an einen neuen Ort folgen könnten.

Der Sprecher von Khan sagte dazu gestern: „Für wie dumm halten einige Leute, die alles versuchen, Iqbal Khan zu schaden, (diesen) eigentlich?? Es ist unglaublich.“

Die scharfe Antwort will ausdrücken, dass sich Khan auf keinen Fall die Blösse geben würde, mit einer Namensliste der CS hausieren zu gehen.

Nach einem allfälligen Reinwaschen von CEO Thiam und seinem „Deputy“ Pierre-Olivier Bouée rückt die Frage nach Khan in den Fokus.

Was hatte die CS für Indizien, dass sie eine Überwachungsfirma auf ihren ehemaligen Spitzenmann angesetzt hatte?

Warum befindet der CS-VR diese Überwachung grundsätzlich für legitim, abgesehen von Fehlern in deren Umsetzung?

Die Observierung war vor zwei Wochen ausser Kontrolle geraten. Khan entdeckte am 17. September in der Zürcher City seine Häscher und liess diese auffliegen.

Agierten die von der CS angeheuerten Privat-Detektive nur ungeschickt, oder wendeten sie unzulässige Wild-Ost-Methoden an?

Die Zürcher Polizei ist nach einer Strafanzeige durch Iqbal Khan weiter am Ermitteln. Bis die Behörden mehr offenlegen, dürfte es noch eine Weile gehen.

Es könnte sein, dass die Schuld am Skandal an den Spezialisten der CS-Sicherheitsabteilung hängenbleibt. Diese waren zuständig für den Auftrag an die Ermittler von Investigo, eine Überwachungsfirma in Otelfingen ZH.

Diese setzte statt auf unscheinbare Beobachter auf tätowierte Verfolger.

Der „Freispruch“ auf ganzer Linie für CEO Thiam und seinen Weggefährten Bouée wäre, sollte er sich bewahrheiten, eine Niederlage mit Folgen für CS-Präsident Rohner.

Rohner hatte Khan mehrfach geholfen in dessen persönlichen Fight gegen den direkten Vorgesetzten Thiam. Dabei ging es um einen Krieg zweier Alphatiere.

Rohner und Khan bildeten in dieser Sache ein verschworenes Team.

Brisant an der Geschichte ist der Zeitpunkt. In den kommenden Wochen müssen Rohner und der VR der CS einen nächsten Präsidenten bestimmen. Dieser wird die nächsten 10 Jahre den Kurs vorgeben.

Wer folgt auf Rohner? (CS)

Der oder die Neue könnte auf die Generalversammlung von kommendem Frühling hin als designierter Chairman von den Eigentümern ins Aufsichtsgremium gewählt werden.

Weil Thiam offenbar gestärkt aus der Auseinandersetzung hervorgeht, wäre er für die grossen CS-Aktionäre aus dem arabischen Raum und den USA ein valabler Kandidat fürs Präsidium.

Das 100 zu Null ist aus übergelagerter Sicht problematisch. Denn die Meinung des CS-VRs, in dem mehrheitlich Persönlichkeiten ohne direkten Bezug zur Schweiz sitzen, würde lauten:

Verfolgungsjagden und Observierungen am Paradeplatz von abtrünnigen Bankern durch tätowierte „Hooligan“-Typen sind kein Problem, solange sie nicht ausarten.

Eine solche Haltung zu Observierungen mit potenzieller Einschüchterung gibt zu denken. Sie dürfte dem Finanzplatz schaden.

Zum grossen Verlierer könnte Iqbal Khan werden. Wenn die CS ihren Chefs auf der Basis eines Berichts einen Persilschein ausstellt und ihnen so den Rücken stärkt, dann steht Khan nicht mehr nur als das arme „Opfer“ dar.

Sollte er sodann wie andere CS-Banker vor ihm gegen seinen Abgangsdeal verstossen haben, dann müsste sich die UBS überlegen, ob sie mit Khan auf das richtige Pferd gesetzt hat.

Kommentare

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  1. Eine interessante Frage wäre die, wie oft und wen die CS in den letzten Jahren überwachen liess.
    Geld spielt in diesen Kreisen keine Rolle, geht es doch um Macht bzw. um noch mehr Geld…

  2. „Warum befindet der CS-VR diese Überwachung grundsätzlich für legitim, abgesehen von Fehlern in deren Umsetzung?“
    Was soll diese naive Frage?
    Ganz einfach: weil sie legitim ist. Kein Gericht auf der ganzen Welt würde hier einen Gesetzesverstoss sehen. Wäre mir neu, dass Beschattungen illegal sind. Zudem ist die Bank verpflichtet, die Interessen der Aktionäre zu wahren. Wenn ein so wichtiger Mann die Fronten wechselt will man verständlicherweise überprüfen ob er sich regelkonform verhält. Alles andere wäre sträflich.

    Was fabulieren Sie da ständig

  3. Das 100 zu 0 zeigt einfach klar und deutlich, dass die CS vom Ausland bestimmt wird. Die CS, seit nunmehr Jahrtzehnten in Skandale verwickelt und verstrickt hat jetzt einen CEO aus Afrika, der zumindest brutal/radikal anpackt. Der VR wird sich sagen: Die Ergebnisse sind zumindest endlich nicht noch schlechter geworden und im Sturm/Krise wechselt man selten Kapitäne aus.

    CS-Tatsachen allerdings bleiben: EK nach wie vor zu gering, zu viele nicht bezifferbare Posten in der Bilanz, Stresstest nicht bestanden als (!) einzige Bank und die allerletzten Zahlen wohl Besserungen aufzeigen aber auch nur weil praktisch alles Tafelsilber verkauft wurde.

    Ohne grosse Reserven, Tafelsilber verkauft, Image am Boden und Führung mehr als zweifelhaft ist diese Bank heute Übernahmekandidat.

    Dass solche Machenschaften jetzt in der Schweiz offenbar (zumindest in der CS!) gang und gäbe sind wirft bezeichnendes Licht auf diese Firma. Es sind und bleiben Metoden welche jedoch zum Image dieser CS passen. Hat diese CS doch vor Gericht selbst zugegeben, dass sie kriminell geworden war.

    Es fehlem einen die Worte!

  4. Einfach unglaublich… Jahrelange Underperformance seitens VR/CEO und jetzt noch dieser Skandal… Von wegen Bauernopfer, die sitzen künftig fester denn je in ihren Sesseln!

    Was kann man da noch sagen?!

    Jeder Aktionär kriegt den VR den es verdient XD

  5. Der eigentliche Skandal an der Geschichte sind diese Interna, welche offenbar direkt an Luki geschickt werden. Oder reimst Du Dir das Ganze zusammen? Falls nicht müsste es sich um eine Quelle im direkten Umfeld von Thiam/Rohner handeln – Hochverrat!

  6. Man nennt sich Credit SUISSE, blamiert die Schweiz, wieder einmal, weltweit und als Sahnehäubchen kriegen solche Typen alle noch den roten Pass. Nennen sich Schweizer Doppelbürger, singen eine geheuchelte Laudatio auf unsere Werte und klopfen sich vor Lachen auf die Beine.

  7. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken. Also weiter im Takt und Schwamm drüber. An der nächsten GV ist diese Affäre längst Geschichte und der ganze VR wird wieder mit über 90% der Stimmen abgesegnet. Noch mehr Munition und Argumente für die Kapitalismus Abschaffer . . . . Was für ein Trauerspiel spielt sich da ab?!

  8. Hoch interessant ist der Abschnitt.
    Investoren aus dem Arabischen Raum und den USA.
    Kann sein oder eben auch nicht,das da hinter den Kulissen Dinge schlummern die wir kaum erfahren werden.
    Das muss noch lange nicht Kriminell sein.
    Zum Beispiel riskannte Geschäfte.Da ist nun einmal
    eine natürliche Bandbreite.
    Wenn Mehrheitlich ausländische Investoren drin sind
    dann ist das Ding nur noch bedingt,unter Schweizer Kontrolle.Letzt haftend bleibt trotzdem der Staat Schweiz. Zum Beispiel sollte allenfals eine erneute
    ,,Rettung,, fällig werden.
    All zuviel KANN dieser Khan denn wohl kaum wissen.
    Der hatte denn wohl kaum EINBLICK in den ganzen Kuchen.Wenn der ,,zuviel,, wüsste dann hätte man die Sache denn wohl kaum in der Ausführung ,,Gelöst,,.
    Dem Khan ist das wohl etwas zu heftig in den Kopf gestiegen.Voll auf Risiko gesetzt und verloren.
    Ob die UBS den noch will? Abwarten wie sich das weiter
    entwickelt.Irgendwann wird die nächste Sau durchs Dorf, getrieben DANN ist die Sache Schnee von gestern.

  9. Da fehlen einem die Worte. Korruption so weit das Auge reicht. Tonnenweise grotesk überbezahlte heute meist ausländischer Provenienz und von arbeiten keine Ahnung. Abgrund ist sehr nahe.

  10. Was kommt als nächstes in dieser Telenovela aus der Schweiz?

    Die Beschatterfirma aus Otelfingen geht an die Börse?

    CS als alleinige Konsortialführerin?

    Bleiben Sie dran!

  11. Wenn das eintrifft, dann ist die CS entgültig verloren. UR muss als grosser Verlierer zurücktreten. Meine Firma wird nun die CS für die Akkreditiv nicht weiter anfragen. Wir haben andere Möglichkeiten.
    Wenn die CS etwas gegen IK in der Hand gehabt hätte was die Überwachung gerechtfertigt hat, hätten sie dies sofort komuniziert und nicht über eine Woche nichts gesagt!

    • Gesegnet seien jene,
      die nichts zu sagen haben
      und den Mund halten.

      Oscar Wilde
      * 16. Oktober 1854 † 30. November 1900

  12. „Was schon seit zwei Tagen zu hören ist und was die Financial Times übers Wochenende prominent angetönt hat ist, dass Iqbal Khan im Zuge von Bewerbungen diesen Frühling mit einer Powerpoint-Präsentation zu verschiedenen Banken gegangen sei.“

    Ahahahhaaaaaa. Jaaaaa sicher! Unglaublich, einfach unglaublich was man alles hört/sieht.

  13. Nun sollte jedermann klar geworden sein, dass diese abgehobene „Elite“ sich über Alles stellt. Vergessen wir nicht die unzähligen Manipulationen verschiedenster Märkte und die, falls überhaupt, lächerlichen Bussen für die Grossbanken.

    Es gibt nur einen Weg: Geschäftsbeziehungen beenden und Gegenwetten folgen, wo diese Institute exponiert sind (vgl. G.I.A.B.O vor einigen Jahren von von Max Keiser).

  14. Wow, so in that case I might hire an agency to go follow Thiam around. Just for the hell of it. I guess if he can get away with it, so should I!

    Leave this country Thiam!

  15. ….und was jetzt, erhalten die Günstlinge noch einen Bundesorden- als Bonus sozusagen?

    Leere Flasdchen schwimmen- aber alle gehen sie einmal unter. Wer wird wohl der erste Wasserträger sein- wer nimmt Wetten an?

  16. Wenn diese Gepflogenheiten der Firmenkultur genehm sind, tant pis. Aber nehmt dieser Bank endlich den Bezug zur Schweiz aus dem Namen.

    • Und, liebe Politiker, bei solch eklatanter Urteilsunfähigkeit muss das Schweizer PK- und Steuerzahler Volk dringendst vor diesem nicht abschätzbaren CS Risiko geschützt werden.

    • Dann müssten wir die Swiss auch Diss (nach Deutschland) oder Liss (nach Lufthansa) nennen. Isn’t it?

    • Im Prinzip ja, Herr Stöhlker. Vielleicht ist es aber gut bleibt die Swiss Swiss, auch als Erinnerung an eine Erbsünde. Als ich vor kurzem am Flughafen war (ich bin ein Wenigflieger, aber nicht weil Klimatiker oder, aktuell modern, Gretafan) und da standen 80 Prozent Swiss Flieger mit den Kreuzen am Heck, das hat mich ohne Wehmut an Swissair Zeiten erinnert. Wenn ich an den vergitterten Fenstern der CS mit ihren alten SKA-Initialen vorbei gehe, kommt bei mir kein Heimatgefühl auf, weil da zwar Heimat drauf steht, aber nicht drinn ist.

    • Tja, lieber Herr Stöhlker junior, das war früher so, isn’t it („Gemäss den Statuten konnten nur Schweizer Bürger, schweizerische Körperschaften und Anstalten oder Firmen schweizerischen Rechts und mit „schweizerischem Charakter“ Aktionäre werden“). Heute lassen sich die Schweizer verarschen, indem sie für eine Bank haften, welche zum Güllenloch mit höchstem Risiko verkommen ist. Sorry für diese Qualifikation. Ich stehe dazu, aber vielleicht fällt der Ausdruck der „Zensur“ zum Opfer. Ja, TBTF ohne TBTJ. – Und wie die Lufthansa zur Swiss gekommen ist, wissen wir ja. Die UBS & Co., welche die Swissair versenkt hat, wurde durch den Steuerzahler gerettet. Ich frage mich schon, wie blöd wir sind. Die Schweizer malochen im Maschinenraum, die Ausländer stehen auf der Brücke.

  17. Ich glaube, ich wechsle den Beruf und gründe eine Überwachungs- und Spionagefirma. Da kommen ja zu tausende Aufträge aus der Bankenwelt auf mich zu. Der Verwaltungsrat der CS gibt offiziell grünes Licht für Überwachungen. Das wird von den anderen Banken sicher kopiert werden.

    • @ Raschle:ohne sie näher zu kennen: Die Wahrscheinlichkeit spricht sehr dafür, dass sie besser für die Aufgabe qualifiziert sind als die jetzige Spionagefirma.

    • Ich wünsche Ihnen viel Erfolg im Spionagebusiness!
      Nach dem man in der Schweiz die Spionage von tausenden Rentern legalisiert und privatisiert hat, kommt erst der Aufschrei wenn ein Miltimillionär in Zürich überwacht wird- das geht ja gar nicht!!
      Was haben Sie denn abgestimmt?

  18. Schuld oder Unschuld? Mit doch egal. Viel wichtiger sind die Charakterzüge beider Herren, wenn man sich im Privatleben in die Haare kriegt. Da lässt sich das Geschäftliche wohl nicht ganz raushalten. Kinder und Ehefrau/Freundin sind 100% rauszuhalten. Es scheint da haben beide versagt. Bin selber froh, dass ich mir keinen Thiam, Ermotti/Khan oder Collardi mehr antun muss.

  19. Überwachungs-Seldwyla ist das eine – charakterschwache, macht- und geldgeile Narzissten Bubelis, Integrität und offensichlich obsoleter ‚Code of Conduct‘ das andere. Urteilsunfähigkeit erreicht, alle Protagonisten ein klarer Fall für die KESB.

  20. Thiam und Bouée bleiben beide? Nicht wirklich überraschend.

    Offensichtlich hat Thidjane Thiam in seiner bisherigen Amtszeit vor allem eines erreicht: Er hat genügend Leute im Verwaltungsrat eingeseift! Und natürlich im Compensation Committee, wohl ein Verwaltungsratsausschuss.

    Urs Rohner’s Stern ist offensichtlich im Sinkflug. Ich denke, allzulange wird er nicht mehr auf seinem Sesselchen sitzen bleiben … ob dürfen oder wollen ist eine andere Frage …

  21. IP ist einfach ein Käseblatt wie der Blick. Die Recherche ist mies und man macht eins auf Stimmungsmache mit Semi-Fakten. Dann denkt man eine Plattform zu sein, welche den Fingerzeig auf die Chaosbanken hat.

    • Dann machen Sie es doch besser, Frau Habegger! Oder lesen Sie IP einfach nicht mehr; so viel Freiheiten haben wir zum Glück noch in der Schweiz!

    • @Nina – Semi-Wahrheit ist besser, als was dir als Mitarbeiter bei UBS und CS erzählt wird. Dort kann das Management schon lange nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden. By the way…. willkommen in der heutigen Medienlandschaft, wo Journalisten mit hohen Ansprüchen schon lange auf dem RAV sind.

    • Der LH kann schon froh sein über so ein unkritisch höriges Publikum zu verfügen. Bezeichnend, dass kein einziger Kommentar die Substanz von Frau Habeggers Input im Frage stellt, sondern bloss pubertär auf die Frau schiesst.

    • Danke Frau Habegger!Der Entscheid zeigt, dass man IP nicht ernst nehmen kann. Ein totaler Deppen Club hier auf dieser Plattform

    • Ja muss sagen habe was fürs Leben gelernt die letzten 10 Tage, man lernt schliesslich nie aus. Werde jetzt IP keinen Traffic mehr schenken.

    • Ich habe weder mit der CS, noch mit der UBS zu tun, sondern arbeite im Spital. IP hätte diese doch wichtige Geschichte fundierter recherchieren müssen. Das ist einfach meine Meinung.

    • @Nina Habegger,na Madame Habegger heute schon vor der eigenen Türe gekehrt und in den Spiegel geschaut?

  22. Mal ehrlich – wer denkt denn, dass jemand soooo dumm ist, eine BewerbungsPräsi an andere Banken zu senden, obwohl man im ExecBoard einer Bank ist?? 🙂

    Und dem gar noch einen Schnaps Blödheit drauf setzt und auch noch weitere TeamMitglieder darin aufführt, die mitgehen würden.

    Einen solchen Kommentar einer angeblichen Quelle ist von Dilettantismus nicht zu überbieten.

  23. Es wäre sehr gut, wenn sich die CS und die UBS um den Aktienkurs und die Kunden kümmern würden, als diese Spielchen zu vollziehen. Das Banking ist in der untersten Schublade angelangt.

    • @Hans Meier, da geb ich Ihnen vollkommen Recht. Nichts anderes als ein Haufen Möchtegerne-Manager mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, die nur ihre eigene Portemonnaies im Kopf haben. Hab genug solche Hohlköpfe erlebt die aus Machtgier handeln aber nicht im Interesse des Konzerns. Ich weis jetzt kommt was was vielen nicht passt aber Oswald Grübel gehörte noch zur Kategorie CEO die was taugten. Man schaue sich nur Brady William Dougan oder Marcel Louis Ospel oder all die anderen und auch die Jetzigen an, was konnten die eigentlich als Leistung vorweisen, UBS fast an den totalen Kollaps geführt, CS hat zig Milliarden fürs Investmentbanking in den Sand gesetzt und glaubt doch tatsächlich sie könne immer noch mit den grossen Playern in NewYork mit spielen, hat noch gar nie rentiert, viele Tochterfirmen wurden wieder mit massivsten Verlusten verhöckert und als absolute Grossleistung wurden abertausende Mitarbeiter auf die Strasse gesetzt und wo stehen die Aktien heute? Das UBS-Investmentbankig z.B. wurde von den Mitbewerbern die der UBS die verbrieften Hypothekenpapiere verkauften als totale Hohlköpfe verachtend bezeichnet. Kam alles heraus nachdem das oberste US-Gericht und die Bankenausicht die e-mails veröffentlichte. Wär alles besser für den Finanzplatz Schweiz gewesen wenn wir klein geblieben wären. Jetzt sitzt man auf hochexplosiven Derivatepapieren (lest den ganzen Jahresbericht durch und sucht nach Derivate, dann wisst ihr Bescheid und schaut auch dann das Eigenkapital an, dann wisst ihr was die Stunde geschlagen hat) die bei der geringsten Rezession zu brennen beginnen. Die Schweiz wäre gut daran absolut jegliche Staatshilfe für die beiden „grossen“ Player aufs Schärfste zu verneinen falls einer oder beide um Staathilfe anfragen. Falls die beiden platzen wird das Business auf die vielen kleinen Banken aufgeteilt und die Mitarbeiter können bei anderen Banken ihren Job erledigen. Da sind schon wesentlich grössere Banken unter gegangen und die Welt dreht sich immer noch. Es gibt nur eine Lösung: die beiden grossen Banken trennen vollständig das Standard Business vom Investmentbanking. Beim Chlapf lässt man die Investmentbank liquidieren und nur wenn die Standartbank keine Krämpfe gedreht hat wird sie von der Schweiz unterstützt. Ich fordere also eine komplette Teilung. Wenn’s den CEO’s nicht passt dann sollen sie aus der Schweiz verschwinden und nach London oder NewYork bei einer Investmentbank anheuern, ob sie dann aber auch den Drive und das benötigte KnowHow dafür haben wird sich dann zeigen. Ich kenne bereits jetzt die Antwort.

    • Hoffentlich teilt die unsichtbare Hand des Marktes einmal einige Ohrfeigen einige Kaderstufen höher aus.

    • Die „unsichtbaren“ Hände der EZB, FED und SNB kaufen gerade die Anleihen der Banken um sie vor dieser Ohrfeige zu schützen.

      Das meinte wohl Angela Merkel, als sie sagte Europa sei eine Schiksalsgemeinschaft. Alle müssen halt gleichzeitig untergehen.

  24. Ich stehe im Kreis der Intrigen
    und mache keine mit;
    Doch wenn die Schleicher siegen,
    so teil ich den Profit.

    Franz Grillparzer
    * 15. Jänner 1791 † 21. Jänner 1872

  25. Ich wundere mich, wenn jemand etwas anderes erwartet hat. Den Aktionären und dem Management ist völlig egal, was sie hier denken.

  26. Tja, welche Überraschung. Die CS
    kann sich doch nicht gleich doppelt blamieren. Ohne Khan dastehen und gleich auch noch den Thiam anschwärzen und zum Abschuss freigeben.

    So einfach wie die von Homburger möchte ich auch einmal mein Geld verdienen.

    • „…den Thiam anschwärzen und zum Abschuss freigeben.“
      Ist das Ihr Ernst? Mal wieder ein rhetorisches Meisterstück passiver Aggressivität und latenten Rassismus‘. Und dann noch der Futterneid auf die Advokaten… Braucht’s das?

  27. … doch einiges betreffend Herrn Khan ans Licht kommen. Sonst wären die hohen CS Herren wirklich nicht mehr tragbar. Ob dann Herr Khan für die UBS tragbar bleibt? Ach wohl kaum. Aber wen schert es dort. Das big picture wird immer noch passen. So ein Superstar mit so grosser Erfahrung er doch ist. CEO Material.

  28. Man kann es drehen wie man will, es ist eine Schmierenkomödie der besonderen Art. Sollte der VR tatsächlich keine Sanktionen vornehmen, wird man vermutlich den ganzen Müll auf Khan abschieben. Sollten die Persönlichkeiten ohne direkten Bezug zur Schweiz solche Hooligan-Methoden unterstützen, dann wird diese Akte wohl kaum ad acta gelegt. Es dürfte dann weiter brodeln, diesmal allerdings bei Persönlichkeiten mit direktem Bezug zur Schweiz.

  29. Sieg auf der ganzen Linie. Was Thiam nicht umbringt, macht ihn stärker.
    Interne Kritik bei CS ab sofort „noch mehr“ tabu: Es sei denn, man ist Masochist und schätzt Begegnungen mit tätowierten Figuren aus der Türsteherszene.

  30. Der CS-VR zeigt eindeutig welcher Charakter auf Organ- und Management-Ebene herrscht. Während die Kunden und „freiwilligen“ Aktionäre einmal mehr Hinweise zu den geschäftlichen Gepflogenheiten erhalten und ihre Konsequenzen ziehen können, bleibt den „Zwangsaktionären“ nur die Erkenntnis, dass die CS unter dem VRP Rohner wohl zu keinem Zeitpunkt von ihrem fragwürdigen Geschäftsmodell abkommen wird.