Preis und Wert der Nationalbank

Ende Monat wird die Nationalbank wieder mit Milliarden brillieren – Während ihr Aktienkurs konstant runtergeschrieben wird.

Am 31. Oktober um 7.25 Uhr wird SNB-Präsident Thomas Jordan mal die Medien informieren und den dritten Quartalsbericht verkünden.

Die Prognose sei gewagt: Es wird einmal mehr Renditen zu vermelden geben, von denen unsere Grossbanken nur träumen können.

Aber bei der SNB beschäftigt man sich auch nicht mit Nachbarschafts-Streitigkeiten oder dem Zahlen von Milliardenbussen. Sondern die Beamten bei der SNB zeigen, wie man einen gigantischen Berg an Aktiven sinnvoll anlegt.

Damit, und ausschliesslich damit haben die Nationalbanker ein Eigenkapital von rund 160 Milliarden geäufnet. Auch davon können die Grossbanken nur träumen, die ihr Eigenkapital im einstelligen Prozentbereich nur durch kreative Buchhaltung hinkriegen.

Ach, und dann gibt es noch einen weiteren Unterschied. Die CS-Aktie dümpelt bei 11 Franken vor sich hin. In den letzten 52 Wochen bewegte sie sich zwischen 10 und 14 Franken.

Nicht schöner sieht es bei der UBS aus. 10,5 Franken, in 52 Wochen zwischen 9,8 und 14,9 oszilliert; seit Anfang Jahr um über 14 Prozent nachgegeben. Zum Fremdschämen.

Ganz anders bei der SNB, da liegt der Aktienkurs bei rund 5’500 Franken. Pro Stück. In den letzten 52 Wochen bewegte sich der Titel zwischen 4’000 und 6’000 Franken.

Seit Anfang Jahr verzeichnete die SNB-Aktie einen Kursanstieg von satten 30 Prozent.

Wer also in Bankaktien investieren will, wüsste ohne grosses Kopfkratzen, wo er das tun sollte. Deshalb empfehlen sicher alle Wirtschaftsmedien die an der Börse kotierte Aktie der SNB als „Strong buy“.

Oder auch nicht. Wenn man „SNB Aktie“ googelt, findet man weit vorne den Warnhinweis „Die SNB-Aktie ist ein gefährliches Kuriosum“, immerhin ausgestossen vom Bankenblatt Finanz und Wirtschaft.

Die Handelszeitung will die „Spekulanten“ ermahnen, dass die SNB „keine Bank“ sei. Erinnert stark an das Gemälde von Magritte, „diese Pfeife ist keine Pfeife“.

Was man vom Autor dieses Artikels eher nicht sagen kann. Auch die NZZ rät ab, alle warnen: Finger weg von der SNB-Aktie.

Diese geradezu nordkoreanische Einheitsmeinung ist einer der Gründe dafür, dass ein Bank, die eine Bank ist, ein Eigenkapital von rund 160 Milliarden und einen Börsenwert von bloss 540 Millionen aufweist.

Wir geben hier allen Warnern und Rechthabern kurz Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass das ein enger Markt sei, der private Aktienbesitzer in seinen Rechten eingeschränkt, die Dividende gedeckelt auf bloss 15 Franken sei.

Ein interessantes Argument. „Die SNB-Aktie gleicht (wegen der gesetzlichen Dividendenbeschränkung auf 6% des Nominalwerts) eher langfristigen Obligationen als sonstigen Aktien.“

Sagt die SNB selbst.

Nehmen wir sie beim Wort. Und vergleichen wir die SNB-“Obligation“ mit Bundesobligationen.

Die weisen grösstenteils negative Renditen auf; nehmen wir aber eine, die immerhin sagenhafte 0,1 Prozent abwirft. Auf die SNB-Aktie oder -“Obligation“ umgerechnet, die immerhin 15 Franken abwirft, kämen wir auf einen Wert von 15’000 Franken.

Ganz zu schweigen vom Wert, wenn wir das Eigenkapital durch die vorhandenen 100’000 Aktien teilen würden. Zudem: Was die Sicherheit betrifft, ist eine SNB-Aktie einer Bundesobligation gleichwertig.

Mindestens. Denn selbst wenn es die SNB schaffen würde, das Gleiche zu machen, was die beiden Grossbanken schon probierten: sich an den Abgrund zu wirtschaften, ist sie unsinkbar.

Jedenfalls solange es noch Franken gibt und der Franken als werthaltig akzeptiert wird.

Wir haben also das merkwürdige Phänomen, dass es, um diesen abwertenden Ausdruck der Medien zu übernehmen, tatsächlich „Spekulanten“ gibt, die mit SNB-Aktien fröhlich handeln.

Nämlich die Kantone und die Kantonalbanken. Das merkt man immer dann, wenn – wie unlängst in Basel, dem Thurgau und in Obwalden – forsche Verkäufer zurückgepfiffen werden.

Ansonsten halten die staatlichen Besitzer von SNB-Aktien das Mäntelchen des Schweigens über ihre „Spekulationen“.

Wir stellen uns diese Absurdität plastisch vor. Ein staatlicher Besitzer verkauft seine SNB-Aktie. Oder er kauft sie von einem privaten Investor.

Unterwegs schlägt die Aktie einen Salto und verwandelt sich von einer Beteiligung der öffentlichen Hand an unserer Nationalbank in ein Spekulationsobjekt. Da wird selbst ein Chamäleon blass vor Neid.

Gleich verhält es sich mit dem Eigenkapital der SNB. Auch da gilt: Hände weg. Keine „Begehrlichkeiten“.

Auch hier wird Magritte nachgelebt. Das sei gar kein richtiges eigenes Kapital. Oder nur bedingt. Oder schon, aber dringend als Reserve für schlimme Zeiten nötig, wenn die Euros und Dollars mal wieder in den Keller rauschen.

Dann sei es nämlich ziemlich schnell weg.

Na und, kann man auch da nur sagen. Die grosse EZB (Europäische Zentralbank) kommt mit einem kleinen Eigenkapital von rund 11 Milliarden aus.

Und obwohl der Euro entschieden wackliger als der Franken ist, kommt da auch keiner auf die Idee, Zeter und Mordio zu schreien.

Ein Staatsfonds à la Norwegen, ein Zustupf für die AHV, ein warmer Geldregen über alle, ein munterer Börsenhandel, ein Infrastrukturfonds? Oder ein geordneter Rückzug aus Euro-Staatspapieren und US-Aktien?

Im Gegensatz zu vielen Rechthabern gestehe ich: Ich habe keine Ahnung. Aber ich weiss, die SNB ist eine Volksbank ohne Volk. Ich weiss auch: Die SNB quält das Volk mit Negativzinsen und behauptet, das sei alternativlos.

Deshalb weiss ich: Das Volk muss aktiv werden. Mitbestimmen. Mitbesitzen.

Kommentare

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    • Hallo Herr Kastner,

      eine schöne Übersicht, die sie verlinkt haben, danke.

      Aus dem Link:
      „The Austrian central bank is classified as a central bank with private sector shareholders until 2009, after which it is classified a publicly owned central bank because it was nationalised.“

      So ist das vernünftig, keine Ahnung, warum die Schweizer (und andere) nicht ähnlich handeln.

      Private haben in einer Zentralbank nichts zu suchen.
      In den Zeiten, als Staaten Edelmetall als Geld definiert haben, war es anders.

      Heute arbeiten die Staaten mit Staatspapiergeld. Deswegen gibt es auch keine Notenbanken mehr, sondern Zentralbanken.
      Zentralbanken haben eine prinzipiell unbegrenzte Kreditlinie beim Staat, die sie zu null Prozent Zinsen nutzen können.

      Frühere Notenbanken, und die SNB war früher eine Notenbank, hatten eine solch komfortable Kreditlinie natürlich nicht.

      Zentralbanken zahlen Staatspapiergeld aus, wenn sie Geldscheine auszahlen. Das ist der Hauptgrund, weswegen Private nichts in einer Zentralbank zu suchen haben.

      Freundliche Grüße!

  1. Backdoor Swap Closing Spot 16:10

    Short End 16:04
    Long End 16:08

    Uneven Swap

    still long a tad* of Swissy…sell that Swissy short end swap the ‚rest’** into new Union

    Settlement 16:21

  2. GEWOLLTE VOLKSBETEILIGUNG
    1
    50.000 Aktien reichen nicht für das Volk.
    >Kapitalsplit.
    2
    Franken 169 Mrd-Wert per 3. Quartalsende und
    Franken 500 Mio-Bewertung
    >DIE SNB IST AN DER BÖRSE , die Privataktionäre NUR MIT DABEI.
    3
    SNB-Aktionäre werden als Spekulanten verunglimpft.
    >Das Volk sollte und soll sich an der SNB beteiligen.

    1
    Der Gesetzgeber wollte ausdrücklich die Beteiligung
    des Volkes. Dafür nahm er sich zehn Jahre Zeit.
    Zudem betrachtet die SNB das Engagement ihrer Aktionäre
    als Zeichen ihrer Verbundenheit.
    Doch 50.000 Aktien reichen nicht.
    Für einen chancengleichen Kapitalmarkt für alle bedarf es eines
    Kapitalsplits.
    2
    Der Wert der SNB beträgt Franken 169 Mrd,
    https://www.snb.ch/de/ifor/public/qas/id/qas_eigenkapital#t2
    ist KPMG-geprüft,
    und wird überall
    auch so ausgewiesen.
    -In ihrer eigenen Bilanz
    -In den Kantonsgeschäftsberichten
    -In der Finanzstatistik der Schweiz
    NUR AN DER BOERSE wird sie mit Fanken 500 Mio bewertet, und das,
    weil einige wenige rechtsbeschränkte Aktionäre mit dabei sind.
    DIE SNB IST AN DER BOERSE und nicht die wenigen mitbeteiligten
    Aktionäre.
    Für sie, die Privataktionäre, hat es nie einen Börsengang gegeben.
    Allerdings sollte das Volk ausdrücklich mitbeteiligt sein.
    NACH DEM WERT FUER SIE RICHTET SICH GANZ SICHER NICHT
    DIE BEWERTUNG DER SNB.
    Wie abwegig die Bewertungsbetrachtung der SNB aus der Sicht
    eines beschränkten Privataktionärs ist, zeigt sich
    a
    Der angenommene letzte eine Privataktionär mit seiner einen Aktie wird zur
    Niedrigbewertung der Fr 169 Mrd SNB herangezogen,
    weil er Fr 15 erhält.
    ALSO,DIE Fr 169 Mrd SNB WIRD MIT Fr 500 Mio BEWERTET,
    WEIL EIN AKTIONÄR EINE AKTIE HAT UND Fr 15 ERHÄLT.

    b
    Eine vorgestellt noch reichere SNB kauft die ganze Welt, und die ganze Welt
    soll mit Fr 500 Mio bewertet werden, weil wenige Privataktionäre
    Fr 15 erhalten.
    Wie fliessend rechtsunbeschränkte Aktien der öffentlichen Hand und
    rechtsbeschränkte Aktien in privater Hand sich mischen,
    zeigt sich am Verkauf und Rückkauf der Aktien
    einiger Kantone und Kantonalbanken.
    Deshalb hat der Gesetzgeber alle 100.000 Aktien mit
    einer EINZIGEN VALORENNUMMER ausgestattet.

    c
    Durch den Rückkauf wird aus Verwaltungsvermögen
    Finanzvermögen.
    Dieses wird initial zum Anschaffungspreis bilanziert und in
    der Folge zum Verkehrswert.

    3
    Statt der Abqualifizierung der SNB-Aktionäre als Spekulanten,
    sollte die SNB im Volk verwurzelt werden, durch Wissen und
    Beteiligung. Genau das schafft Verantwortung und lässt jeden
    sich mit seiner Notenbank identifizieren.
    So war es gewollt.

  3. 1’500 Tonnen Gold wären beim kommenden Zusammenbruch des Finanzsystems, viel wertvoller wie eine SNB-Aktie mit aufgeblähter Bilanz.
    – Aber sie waren ja leider so “schlau“ und haben den grössten Teil ihres Goldes verkauft, mit der Zustimmung und der Mehrheit von unwissenden Politikern.
    Jetzt sitzen sie auf Aktienbergen, die beim Zusammenbruch des Finanzsystems in der Wertlosigkeit versinken.
    Gold hingegen, wird genau dann zum unersetzlichen Zahlungsmittel und Wertanker.
    Anscheinend fordern jetzt die “Unwissenden“ auch noch einen Staatsfonds.
    Ziemlich groteske Situation.
    Jeder kann ja mal versuchen auszurechnen, wie hoch der Goldpreis pro kg steigen müsste, wenn bei einem Finanzcrash, die verbliebenen 1’040 Tonnen Gold die Bilanz der SNB decken müsste!!
    Sie werden erstaunliche Resultate erhalten.
    Sie werden dann auch wissen ob sie lieber SNB-Aktien kaufen, oder nicht doch eher das, was die etwas naive SNB in riesigen Mengen verkauft hat, nämlich Gold.

  4. Da haben innzwischen offenbar ganz viele die Ereignisse
    von 2008 entweder vergessen, oder nicht so recht geschnallt.
    Wer musste die Banken retten?
    Haben die Banken unter sich das gegenseitig mit weiteren Kapitalgesellschaften gestemmt?
    Ohne wenn und aber haben die nicht!
    Drei mal raten,was bei der nächsten vergleichbaren erneuten Kriese abgeht!
    Dann muss erneut die Notenbank und der Staat das sind wir alle einspringen.
    Die Geschäftsbanken haben innzwischen zur genüge bewiesen, das sie im Vokswirtschaftlichen Rahmen die
    Sache nur sehr bedingt im Griff haben.
    Wenn die das tatsächlich voll im Griff hätten, Hand aufs Herz, währe der Fall 2008 NIE eingetreten.
    Die SNB agiert da gar nicht sooo daneben wie Kritiker
    meinen.Dazu muss auch das volumen der Schweizer Wirtschaft im Verhältnis zum Zb. Euroraum und US-Dollar Raum und den engen Verflechtungen einbezogen werden.Sicher ein US-Dollar und ein Euro eine Frage der Zeit driften wie auch immer und wann auch immer
    dem Untergang entgegen.Bis auf weiteres haben wir keine Wahl,wir müssen mit einem EURO und US-Dollar leben.Logo da haben gross Volkswirtschaften wie vor allem Russland und China einen anderen Hintergrund.
    Vor allem die Russen die hönnen mit der beachtlich erholten Volkswirtschaft ohne viel Schmerzen wenn
    es sein muss auch Autark.Für so ,,Spässe,, hat die kleine Schweiz innzwischen viel zuviel Brutomasse angefressen.Zum Glück haben wir noch eine SNB die bestmöglich im Interesse der Schweiz Handeln kann.Tja ansonsten, würde die EZB, sicher nicht im Interesse der Schweiz agieren.Noch einen schönen Gruss an die EU-Geilis mit möglichst viel Absatand zur EU behalten wir einen deutlich grösseren Handlungsspielraum als in dieser EU, das nicht nur Finanztechnisch.
    Sicher das Finanzsystem driftet gegen die Wand, trotzdem muss eine SNB, den aktuellen ist Zustand bearbeiten.
    Was und wie nach einem Finanzsystem-Zusammenbruch,
    ist eine etwas andere Geschichte.

    • Nachtrag:
      Hans von Atzigen
      Empfehle denn mal so als Ergänzung, zu obigen Ausführungen , sich mit den Target Salden zu beschäftigen.Ob das den einen und anderen EU-EURO
      Gläubigen glücklich machen könnte, anstatt der
      ach sooooo ,,Bösen,, Aktiva den gleichen oder höheren
      Betrag, als Target Saldo in der Billanz der SNB zu haben.ZB.,Die Deutsche Aussenstelle der EZB, dieDBB hat innzwischen 1 Billion von dem Zeugs in der Billanz.
      Da sind den zb. die Aktien und Deviesen des SNB die bessere Wahl.Tja DAS kann die SNB nur so handhaben weil die zur EZB, sicher getrieben, jedoch unabhängig mit adequaten Mitteln, bestmöglich dagegen halten kann.
      Der Einbezug von möglichst vielen Faktoren kann durchaus zu etwas anderen Ergebnissen als aus Schnellschüssen geborenen Erkenntnissen führen. Freundliche Grüsse

  5. @Herr Zeyer, Vertreter der SNB-Aktionäre

    Sehr geehrter Herr Zeyer

    Ihr Satz: Unsere Nationalbank ist eine Bank ohne Volk trifft zu. Die SNB hat sich vollkommen vom Volk entfernt.

    Ihr Satz: Unsere SNB ist unsinkbar, basiert auf dem Märchen von der SNB und der Geldschöpfung aus dem Nichts.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  6. Die Frage ist ganz einfach, wollen wir durch die SNB investieren in US-Aktien vom Silicon Valley, US-Schatzscheine oder auch Euro-Obligationen von Italien und Griechenland (die einzigen Staatspapiere in Euro, die noch einen vernünftigen Zins abwerfen)? Gibt es nicht auch die andere Möglichkeit, zum Beispiel 60 Milliarden SFr. wird an den Bund ausgeschüttet für unsere Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs, wie zum Beispiel einen Durchgangsbahnhof Luzern, die Doppelspur im Lötschberg-Tunnel, den notwendigen Eisenbahntunnel zwischen Lugano und Chiasso, den Zimmerberg-Tunnel und weitere 40 Milliarden für unsere AHV. All diese Schweizer Ausgaben sind des Teufels, aber die verantwortungslose Finanzpolitik der Amerikaner mitmachen ist großartig. In 2 Jahren ist der Gewinnvortrag der SNB von 150 Milliarden zu einem Rinnsal verkommen, beim Dollar ist ein Riesenloch vorhanden und beim Euro ist dieses kleiner.

  7. Im Gegensatz zu vielen Rechthabern gestehe ich: Ich habe keine Ahnung. Aber ich weiss, die SNB ist eine Volksbank ohne Volk. Ich weiss auch: Die SNB quält das Volk mit Negativzinsen und behauptet, das sei alternativlos.
    Deshalb weiss ich: Das Volk muss aktiv werden. Mitbestimmen. Mitbesitzen.

    Ein wahres Wort !!!

  8. Dass Notenbanken an der Börse notiert sind und/oder private Aktionäre haben, ist für mich ein Widerspruch. M. E. sollte eine Notenbank eine Art Körperschaft des öffentlichen Rechts sein, d. h. eine mit öffentlichen Aufgaben betraute juristische Person des öffentlichen Rechts, deren hoheitlichen Aufgaben ihr gesetzlich oder satzungsmäßig zugewiesen worden sind. Wenn man meint, dass das Volk mitbesitzen, mitbestimmen und/oder mitverdienen sollte, dann könnte das im Rahmen der Satzung geregelt werden.

  9. Herr Zeyer,
    fairerweise muss man sagen, dass der grösste Teil der CHF 160mia nicht EK, sondern Rückstellungen sind.
    Die Finanzanlagen werden zum Marktwert bilanziert – ergo können diese Buchgewinne auch schnell wieder verschwinden.
    Zudem finde ich es gefährlich, unsere SNB mit einem Staatsfonds zu vergleichen – erstere hat grosse Schulden (ggüber Banken), bzw. zweitere nur EK auf der Passivseite.
    Niemand weiss wohl, wie wir aus diesem weltweiten Zentralbanken-Schlamassel rauskommen, den die SNB nicht angezettelt hat.
    Jordan & Co sind nicht zu beneiden.

  10. Die Bombe im EU und Euro Haus tickt, der totale Crash kommt: https://www.youtube.com/watch?v=2dlMr4qEBeI

    Anstatt sich noch mehr dem EU Haus zu nähern, wie die Schweiz (InstA), sollte man sich, so wie Grossbritannien (Brexit), so weit wie möglich davon entfernen! Für die SNB heisst das: die Manipulation des Euro Kurses JETZT aufgeben, beim Crash fällt der Euro sowieso auf unter 50 Rappen. SOFORT beginnen, die Euro Bestände abzubauen und in Sachwerte wie Gold oder Diamanten anzulegen.

    Aber, das wagt die SNB nicht. Ein Abbau der Euro Assets würde zu massiven Kurseinbrüchen führen und unsere Politiker müssten sich rechtfertigen. Die SNB ist somit de facto handlungsunfähig und lebt nur noch von der Hoffnung, dass alles doch noch gut kommt…

  11. Und wieder einmal wird die alte Mär von der SNB als „Volksbank“ erzählt. Herr Zeyer, lesen sie einfach einmal das Nationlbankengesetz. Dort steht drin was die SNB ist und was nicht. Für Änderungen daran ist daher die Legislative zuständig, nicht ein VR oder ein Investor….

  12. Die CS wird sich nicht erholen, solange das Duo infernale am Ruder bleibt, Kindergarten spielt und Millionen abzügelt. Den ausl. Investoren ist das egal und die Welt lacht sich krank.

  13. Sehr geehrter Herr Zeyer

    Was wollen Sie denn nun? Eigenkapital der SNB ausschütten, Negativzinsen abschaffen oder allen Schweizern eine Aktie der SNB schenken?

    Machen wir es ganz einfach. Schaffen wir die Negativzinsen per 1.1.2020 ab, der Leitzins der SNB beträgt neu 0%. Dadurch gewinnt der CHF gegenüber USD und EUR massiv an Wert. Das ergibt per 31.03.2020 einen grossen Abschreiber auf den Anlagen der SNB, das Eigenkapital der SNB löst sich in Luft auf und der Aktienkurs der SNB sinkt. Damit erübrigt sich die Diskussion zur Verteilung des Eigenkapitals und die Aktie der SNB ist auch nicht mehr ein Spekulationsobjekt. Ob es dann noch etwas bringt, diese Aktien den Bürgern zu schenken, weiss ich nicht.

    Übrigens kann sich schon heute jeder Bürger über sein kantonales Parlament und den kantonalen Volksrechten dafür einsetzen, dass sein Kanton als Mitbesitzer der SNB sich für Veränderungen bei der SNB einsetzt. Warum das niemand macht, ist die wirklich spannende Frage.

    • Der Fehler lag darin, mit diesen Manipulationen überhaupt zu beginnen. Jetzt kommt man nicht mehr aus diesem Giga-Portefeuille raus – die Geister, die ich rief. Alleinverantwortliche sind die Zauberlehrlinge der SNB, die damit die Exportindustrie subventionieren inkl. Tourismus (den man ja eigentlich gar nicht mehr will in diesem Ausmass). Unterschlagen wird auch immer, wie viel günstiger die Importe wären mit einem starken Franken, und zwar für Bevölkerung und Wirtschaft. Stattdessen werden Sparer und Rentner mit Null- und Negativzinsen zusätzlich bestraft.

  14. Stark. In der Tat, eine Volksbank ohne Volk. Sogar eine Nationalbank ohne Nation? (Wie gross ist das US Aktienportfolio der SNB schon wieder?)

    • Frau Villalon

      Auftrag, Trägerschaft und Geldpolitik der SNB sind nachzulesen in der BV, im SNB Gesetz (demokratisch erlassen)
      sowie in den entsprechenden Verordnungen. Ebenso die darauf beruhenden internen Richtlinien zur Anlage der Devisenbestände.

      Wenn Sie schon die USA erwähnen, dann dürfen Sie durchaus auch darauf hinweisen, dass Präsident Trump Druck auf die Fed ausübt, um die Zinsen zu senken. Mit dem Effekt, dass sowohl die EZB wie auch die SNB davon betroffen sind. Denn autonome Geldpolitik ist in unseren vernetzten Finanzmärkten nicht mehr möglich.

  15. Entweder dekorieren, zum Nominalwert (dann wär der Deutsche Grossinvestor auch draussen), oder jedem CH-ler eine schenken, mit einem Stimmrecht pro Halter (nicht pro Aktie), was demokratisch wäre und viel nachhaltiger.