52 Milliarden SNB-Gewinn: Oh Mann(a)

Wahnwitzige Neunmonats-Erfolge der Schweizer Notenbank – Bald Tausend Milliarden Fränkli im Spiel – Wem gehört das Geld?

Die Schweizer Notenbank tut alles, um den Franken zu schwächen. Dafür kaufen die Währungshüter von der Börsenstrasse 15 in Zürich Milliarden von Euro, Dollar, Yen, Pfund, Kanada-Dollar, Aussie-Dollar.

Bald 1’000 Milliarden von diesen Devisen. Also: 1’000’000’000’000. Stimmt das? Oder sind es drei Null mehr?

Man verliert den Überblick. Die SNB kennt keine Grenzen mehr. Sie kauft alles. US-Aktien von Haschisch-Firmen bis Waffen-Unternehmen, Euro-Schuldscheine, weitere Papiere mit Versprechen drauf, dass das Geld sicher ist und brav zurückbezahlt würde.

Die Rechnung geht prima vista auf. Die SNB hat heute früh mitgeteilt, dass sie von Januar bis Ende September die sagenhafte Summe von 52 Milliarden Franken gewonnen habe.

52 Milliarden – das entspricht dem ganzen eigenen Kapital der UBS, wenn man grosszügig die vielen Kapitalinstrumente des Finanzmultis berücksichtigt.

Manna vom Finanz-Himmel: 9-Monats-Plus (SNB)

Die UBS leistet sich mit diesem Eigenkapital von rund 50 Milliarden mal eben eine Bilanzsumme von rund 1’000 Milliarden Franken.

Das zeigt, was mit 50 Milliarden im Banking möglich ist. Und nun kommt die Schweizerische Nationalbank und verdient mal eben in 9 Monaten genau diese Summe.

Verdienen. Also gewinnen. Die SNB – man muss sich das richtig laut und mehrfach aufsagen – hat in einem Dreivierteljahr fast 52 Milliarden Franken Gewinn erzielt.

Es sind Dimensionen, die jedes Mass sprengen. So viel Gewinn mit so viel Wetten auf so viele Devisen – da fragt sich mancher: Wie geht das? Wohin führt das?

Die SNB sei „für die Ewigkeit“ gebaut, sagte der Vor-Vorgänger des heutigen Notenbankpräsidenten Thomas Jordan.

Masters of the „Bubble“ (SNB)

Das war, als die Notenbank vor 11 Jahren die UBS mit 70 Milliarden Franken vor dem Untergang rettete. Mit so viel Geld bewahrte die Zentralbank die konkursreife Geschäftsbank vor dem Aus.

Am Ende lohnte sich der Einsatz. Die SNB machte auf die vermeintlich faulen Investments, die sie der UBS abgenommen hatte und hinter denen billige US-Hypotheken standen, einen stolzen Milliardengewinn.

Well done, SNB. Ist die Bankleitung vom Erfolg trunken geworden? Berauscht von der eigenen Leistung? Wir stemmen das?

Ab 2010 kauften Helvetiens Notenbanker die Märkte leer. Ihre Bilanz verzehnfachte sich. Das geht in Richtung UBS. Die hatte auf dem Höhepunkt im 2007, ein Jahr vor dem Crash, eine Bilanzsumme von 2’500 Milliarden Franken.

In Thin Air: SNB-Bilanz (in Mio Fr seit 09/2000)

Jordan & Co. sagen, es bleibe keine andere Wahl. Kaufen, was es zu kaufen gibt, um den Franken um alles in der Welt günstig zu behalten. Aus vollen Rohren feuern, mit absurden Minuszinsen die Franken-Liebhaber abschrecken, parallel noch schnell den Euro retten.

Es ist ein Crazy-Vorhaben. Aber gut, die SNB steht goldig da. Sie scheffelt Geld wie Heu. Es gibt wohl weltweit keinen anderen Investoren, der solche immensen Milliarden-Summen gewinnt.

Und alles auf Knopfdruck. Die SNB zaubert Woche für Woche ein paar frische Franken-Milliarden auf ihre Bildschirme, schreibt sie UBS, CS und weiteren gut, im Gegenzug geben diese der Schweizer Notenbank ihre Euros und Dollars.

Ein Spiel, das niemand ausser den (Zentral-)Bankern versteht. Wohl deshalb funktioniert die Magie – bis jetzt.

Denn eines ist klar: Die 52 Milliarden Gewinn der helvetischen Nationalbank sind nicht gedeckt durch Rohstoffe oder Leistung oder sonst irgendetwas Fassbares.

Sondern allein durch Hokuspokus. Dies im Unterschied zu den Gewinnen der Norweger: Die fördern Öl.

Norwegen ist ein interessanter Vergleich, wenn es um die Frage geht, was die Schweiz mit den gigantischen Gewinnen ihrer Nationalbank machen soll.

Die Skandinavier haben dafür einen sogenannten Staatsfonds geschaffen. Die aus dem Meer geholten Öl-Milliarden, wofür es viele verschmierte, hart arbeitende Menschen benötigt, landen im staatlichen Vehikel, das allen gehört.

Dann wird das Geld von Finanzprofis unter Aufsicht der Regierung an den Märkten investiert. Es gehe darum, den Öl-Reichtum für die nächsten Generationen zu sichern.

Könnte die Schweiz etwas Ähnliches schaffen mit ihren statt aus dem Meer aus dem Computer an der Börsenstrasse geschaffenen Milliarden und Billionen?

Wäre ein Swiss Staatsfonds das Richtige, um das viele Geld für die Menschen im Land heute und in Zukunft zu sichern?

Die SNB-Chefs wollen das unter keinen Umständen. Sie erhalten Support von Meinungsführern wie der NZZ. Ihr Argument: Wie gewonnen, so zerronnen. Je nach Märkten könnten sich Riesen-Gewinne in Mega-Verluste verwandeln.

Klingt einleuchtend. Doch mit jedem weiteren Gewalts-Überschuss fragt man sich, wie lange die SNB, die NZZ und weitere Mächtige damit noch das Volk überzeugen. Dem gehören schliesslich die Gewinne.

Sie sind nur möglich, weil die Welt an die Schweiz und ihre Zukunft glaubt. Sprich: an die Schweizer Bürger und Steuerzahler.

Soll das Land also einen Staatsfonds schaffen und diesen mit den Milliarden-Überschüssen ihrer Notenbank speisen? Vermutlich schon.

Kommentare

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  1. natürlich freue ich mich über die snb gewinne.
    meine anregungen:
    deutschland diskutiert gerade, ob die vorteilhafte refinanzierungssituation nicht eine leistung des volkes sei und daher allen zugute kommen sollte.
    in liechtenstein war die pensionskasse über jahrzehnte für die bewohner gratis.

  2. Falls die NB die 800 Milliarden Fremdwährungen wieder verkauft, wird sie einen riesigen Verlaust haben. Ich schätze etwa 20% was 160 Milliarden macht. Da sind die 50 Milliarden Papiergewinn nicht viel dagegen.

    • @ Sandra

      Die Fremdwährungen sind zum Teil in Aktien in fremder Währung investiert. Daher stimmt Ihre Rechnung so nicht.

      Zeigt aber auch, dass leider viele hier ein Urteil abgeben, ohne die Anlagepolitik der SNB zu kennen. Das führt dann zu repetitiven Fehleinschätzungen.

      Hier noch der Link, wo die Anlagepolitik der SNB etwas erklärt wird:

      https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20170323_amr

    • Robert……

      Wir wissen auch wie die SNB das Geld angelegt hat und ich denke das da noch weit mehr wie 160 Milliarden Verlust entstehen können.
      Ich denke sogar das sie diese Devisenberge gar nicht mehr los wird und diese ……meist Staatsanleihen, machen 2/3 der faulen Papiere aus.

      Das sind 600 Milliarden die aus Dollar, Euro und anderen Staatsanleihen bestehen….. ergo 600 Milliarden Risiko.

    • @ Walter Roth

      Nein, Sie wissen wirklich nicht, wie die SNB Ihre Anlagen tätigt, sonst würden Sie nicht einen solchen Blödsinn schreiben.

      Und warum schreiben Sie in der „Wir“-Form. Meinen Sie, das mache Ihre unqualifizierte Behauptung glaubwürdiger?

  3. Der SNB Gewinn wurde nicht aus dem Computer gescheffelt! Das ist ein völlig falsches Bild. Es ist als Ausgleich für die total übertriebenen Leistungsbilanzüberschüsse zu sehen. Vor 2008 haben private Investoren die Überschüsse ins Ausland gescheffelt und so Auslandvermögen aufgebaut. Jetzt übernimmt die SNB diese Rolle weil für private das Rendite/Risiko Verhältnis nicht mehr stimmt. Die neoliberale Politik trägt die Hauptschuld. Denn diese Politik will immer mehr internationale Unternehmen hier ansiedeln, die ihre Absatzmärkte praktisch ausschliesslich im Ausland haben. Leidtragende sind KMUs und die Industrie, die nicht die Möglichkeit haben, überrissene Margen durchzusetzen wie z.B. die Pharmabranche.

  4. Die SNB könnte die Buchgewinne theoretisch schon realisieren und damit z.B. die Energiewende oder die AHV-Lücken bezahlen, aber dann stürzt das ungerechte Schuldgeldsystem in sich zusammen und damit die Macht des globalen Finanzsyndikats der privaten Zentral- und Geschäftsbanken.

    Diese Wahrheit will uns niemand erzählen.
    Also lieber weiter exponentiell Schulden für Schulden anhäufen im Schuldenturm BIZ zu Basel – bis es knallt.

  5. Viele, unnötige Kommentare für nichts.
    Es handelt sich um ein Buchgewinn !
    Sollte SNB Aktien von Fritschi & Co in Campocologno oder von Gebrüder Lampertsch in Tüietsch kaufen, hätten wir ein riesiges Problem. SNB darf was sie will kaufen, ich hoffe keine CS oder UBS.

  6. Die SNB soll aus den Milliarden Buchgewinnen jetzt endlich die 1200 Tonnen Gold zurückkaufen, die sie vor 20 Jahren zu Tiefstpreisen verscherbelt hat. Damit wäre diese strategische Dummheit endlich wieder kompensiert.
    Tut die SNB es nicht, so ist es noch dringlicher, dass jeder Einzelne von uns selber genügend oder reichlich Gold wie auch Silber ins Safe legt – mindestens 20 Prozent des langfristigen Anlagevermögens.
    Edelmetall hat seit je seinen Wert gehalten, alle von Menschen geschaffene Papiere und Währungen sind früher oder später wertlos geworden.

    • Die Schweiz hat mit 1094 Tonnen Goldreserven immer noch mot ganz ganz grossem Abstand die absolut grössten pro Kopf Einwohner Reserven, 1094 Tonne geteilt durch 8 Mio Einwohner ergeben 125 Gramm pro Kopf, an zweiter Stelle liegt Deutschland welche 3200 Tonnen für 80 Mio Einwohner hat was etwas mehr als 30 Gramm pro Einwohner ist die Usa mit absolut den grössten Reserven von über 8000 Tonnen schafft es bei 400 mio Einwohner nur noch auf 20 Gramm.

      China und Russland die aktuell viel zukaufen liegen bei plus Minus 2500 Tonnen absolut mehr als die Schweiz pro Kopf aber weit weit weg von den Reserven der Schweiz.

      Ich hätte nix dagegen mehr Gold anstatt devisen zu kaufen, aber die Notenbanken wollen wohl kaum selbst den Sargnagel einschlagen, was wäre denn die Signalwirkung wenn die SNB nun im grossen Stil anfängt Devisen in Gold umzuschichten, Party…

    • Ja.
      Oder privates Geld aus Säulen 2 und 3a im Rahmen der WEF abziehen und damit die private Energiewende für sich selber realisieren.
      Damit schafft man sich einen realen Wert STROM, mit dem man auch Heizen und Fahren kann – und dies zu einer kumulierten Rendite von sagenhaften > 60% !
      Ausprobieren.

    • für rund 18 Milliarden CHF verkauft und heute wären die rund 48 Millarden wert, und sind wir ehrlich, Tendenz ganz klar steigend. Wieso die SNB Apple Aktien kauft statt wie sehr sehr viele andere Nationalbanken Gold, ist mir wirklich schleierhaft, grad dann wenn von sehr vielen weltweit anerkannten Ökonomen angenommen wird dass wir in spätestens 2 Jahren damit rechnen müssen dass die Aktienmärkte bis zu 40 % fallen werden. Das Geld wurde durch die SNB elektronisch hergestellt und damit Apple Aktien gekauft, damit der CHF Kurs nicht zu hoch wird gegenüber den wichtigsten anderen Währungen. Sorry ich habs schon mal geschrieben, sie hätte einfach Geld drucken können und direkt damit die AHV und IV zu untertützen statt US Aktien zu kaufen, es geht nähmlich nur um unser Luxusproblem zu lösen, nähmlich den CHF zu verwässern. Andere Staaten wie Zimbabwe oder Venezuela hätten noch so gern unser Problem.

  7. Das ist verdecktes QE und genau deshalb lässt die FED (und auch die EZB) die SNB gewähren. Besser als jedes Aktienrückkaufprogramm welches UBS lanciert. Die Schweizer helfen kräftig mit, dass die Aktienpreise weiter in die Höhe steigen. Gehofft wird auf Inflation, aber weil die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes im Keller ist, nützt die Geldmengenschwemme nicht mehr viel. Wer in letzter Zeit mit den Nationalbanken nicht mitlief ist selber Schuld. Irgendwann muss der Wind ja drehen, fragt sich nur wann. Der Gewinn gehört übrigens der AHV (eigentlich ein Staatsfonds), denn vorallem die muss wegen den Negativzinsen bluten. Deshalb: Full Support für die Idee!

  8. Ja ,selbstverständlich gehört das Geld, den Eidgenossen, (also auch dem Schweizer Volk). Als Erstes gehört die Bundes Steuer für gering Verdienende
    abgeschafft, obergrenze 70’000. Danach sofort ein richtig kluger Fond, für alle eintretenden Ereignisse, die nicht von Menschen sondern von der Naturgewalt, verursacht wird. Die Bundesstreuer ist ein Unding.,übrigens wäre schon längst ein einheitlicher Steuersatz für die ganze Schweiz angebracht. Unser kleines Land hat 26-oder 27 verschiedene Steuersätze und
    danach noch einen haufen von Sonderfällen.
    Deutschland ist 1o x so gross, und schafft es mit einem Steuersatz für die
    ganzen 80′ Mio. Bürger.
    Die Nationalbank oder wer auch immer würde durch diesen Akt nochmals
    Millionen verdienen.

  9. Sicher alles andere als schön, wer sich zur eindeutig
    Geldschöpforgie der SNB aufregt, der kommt viel zu spät.
    Die der Vergangenheit haben längst einen irreparablen Schaden angerichtet und können nur noch auf Zeit mit weiterer eben irrer Geldschöpfung ,,gekontert,, werden.
    Dafür das krasseste Beispiel.
    Im Verlauf der letzten nicht Jahre sondern Jahrzehnte
    hat sich in der Schweiz eine Hypothekar-Schuldenblase gebildet. Zum einen über die viel zu hohe Geldschöpfung zum anderen
    über erhebliche Fremdkapitalzuflüsse.Dieses Schulkapital ist schlicht nicht mehr durch ein etsprechendes Realwirtschaftsergebnis amortisier oder abbaubar.Mit der aktuellen Null-Sinspolitik ist nur noch die unmittelbare Schuldverzinsung ,,möglich,,.
    Damit wenigstens DAS noch möglich ist ,,MUSS,, die SNB
    die Realwirtschaft mit billigem, geschüpftem Geld am laufen halten.Wie lange das noch funktioniert und kann steht in den Sternen.Wenn das nicht mehr funktioniert,
    hmmmmm dann gehen die Einkommen resp.gewerblichen Einnahmen, in den Keller, die Sozialkosten explodieren und die Schuldkapitalblase platzt.So als ,,Zusatzsprengsatz,,sind da nicht nur private sondern auch noch Gewerbliche Hypotekar-Schuldverschreibungen.Wie lange das ganze mit weiteren Geldschöpf-Orgien noch funktioniert und kann,steht in den Sternen.Würde die SNB aus diesem Irrsinn aussteigenen, oder wenn, wann auch immer, die
    Sache nicht mehr im Realwirtschaftsablauf wirkt.
    Dann wars das,aus die Maus und das Kartenhaus dieser
    Irrsinn kolabiert.Einsitz im SNB Direktorium um himmelswillen NEIN Danke.In der Etage ist man
    Opfer der Vergangenheit und zugleich GEZWUNGENER
    destruktiever Täter.Tja den, die letzten, beissen die Hunde= verd. Pech.

  10. Ces bénéfices montrent la pression existant sur le CHF , ceci permet également à la Suisse de maintenir un coût de la vie deux fois supérieur à celui de ses voisins.
    Le pays serait bien inspiré d’attirer les riches plutôt que les capitaux. La rentabilité de la BNS est à comparer au PIB (700 bn$) ou au bénéfice de toutes les entreprises du SMI …
    La défense de la monnaie, avec des pressions haussières du CHF est une formidable opportunité.

  11. Die Aktienkurse an der Wallstreet stiegen seit mehr als 200 Jahre. Ich tippe auf weitere Jahrzehnte mit steigenden Kurse, auch wenn es einmal ein paar Jahre nach unten gehen kann.
    Die Schweiz sollte einen einmaligen Bonus von zB CHF 10’000 an jeden Steuerzahler auszahlen.
    Hoffentlich kommt die SNB noch mehr von diesen Aktien im Ausland.

  12. Wie kann eine SNB einen scheinbar nicht realisierten Gewinn ( Buchgewinn ) teilweise an die Kantone ausschütten? Schüttet diese etwa lediglich Wasser aus?
    Die ganze Welt und insbesondere die Finanzwelt ist komplett aus den Fugen geraten und bewegt sich mit atemberaubender Geschwindigkeit ins monetäre Nirwana aus dem es kein Entkommen mehr geben wird. Das Produkt der Negativzinsen erzeugt vorerst Deflation und später eine Inflation, von der wir uns besser keine Vorstellung machen sollten. Der “ Chlapf“ wird gigantisch sein.

  13. Läuft die Geldpolitik der Schweiz im Interesse eines globalen Finanzsyndikats? Sind Zins-Interventionen der SNB zur Stabilität der Schweiz unwichtig, weil internationale „Verpflichtungen“ wichtiger sind? Hört die Selbstbestimmung auf, wenn es der Finanz-Oligarchie schaden könnte? Haben die koordinierten Negativzins-Manipulationen noch etwas mit freier Marktwirtschaft zu tun? Wie begründet die SNB „Preisstabilität“, wenn sie mit Milliarden von Fremdwährungskäufen den Franken entwertet? Dient der Minus-Zins zur Konkursverzögerung der Staaten der ultimativen „Gewinnmaximierung“ einer Kaste? Warum wird der Zins trotz guter Wirtschaftslage in der Schweiz nicht erhöht, sondern zu lasten des Mittelstandes gesenkt? Beabsichtigt man Planwirtschaft, Ent-Demokratisierung, Zentralisierung? Sind die staatlichen „Würdenträger“ noch dem Allgemeinwohl verpflichtet? Wo sind die Grenzen medial geförderter Dekadenz? Wem denn sonst als den internationalen Drahtziehern soll das Rahmenabkommen dienen? Kann die geostrategische Doktrin der Vermögensvernichtung im Gesamtinteresse des Landes sein? Ist das „Liquidität-Swap-Abkommen“ der westlichen Zentralbanken nicht das Werk eines Syndikats? Läuft dieses Abkommen, weil es direktdemokratisch nie durchsetzbar wäre, verdeckt über die Devisenkäufe der SNB? Geht es darum, mit Geheimvereinbarungen demokratische Kontrollstrukturen zu umgehen? Sind bei dieser Zinsstrategie, selbst bei einem Mini-Crash, Interventionen der SNB ohne gewaltigen Schaden überhaupt noch möglich?

    Bruno Ackermann, Adligenswil

    • Oh je die grosse Verschwöhrug.
      Es ist im Kern für einmal recht einfach.
      Es ist Innkompetenz und Dummheiten ergänzt
      durch jede Menge Dummis die diese
      Dummheiten auch noch glauben und dumm agieren.
      Nun Geld macht glücklich, das Geld zu
      mehr IQ verhilft ist entgegen einer
      weit verbreiteten Meinung ein Märchen.
      Dann gibt es da noch so Sachen, Sächeli,
      die zersetzen den nüchternen Verstand.

  14. Die SNB macht alles richtig. Bravo und weiter so. Die Kritiker liegen falsch mit ihren Kritiken. Die SNB sollte noch mehr Devisen kaufen und noch mehr Aktien und wie bis anhin langfristig „wertloses“ Papiergeld drucken.

    • Tja wenn Geld das Produkt ist das man Kostenlos Profuzieren kann das ist Ausschütten weniger ein Problem
      Oder ?

    • Erklären Sie uns doch bitte was Geld ist – ich bin gespannt. Und was meinen Sie mit ‚einem Linken‘? Lassen Sie mich raten, es wird nichts mehr kommen Ihrerseits. Denn üblicherweise haben solche Luftblasen wie Sie, nicht wirklich etwas zu sagen.

  15. Stellen wir doch mal die Realverluste der Sparer dagegen welche durch die SNB Geldpolitik massig geschädigt werden. Eine Finanzausgleich wäre hier angemessen! Die SNB sollte Teile dieser Gewinne nicht für die CHF Schwächungen einsetzen sondern zur Verhinderung von Negativ Zinsen. Man will gar nicht wissen, was geschieht wenn der Markt dreht und die überbewerteten Papiere in der Bewertung verlieren. Dann wird schnell aus + ein -.

  16. Der Staatskapitalismus der Kommunisten, wird mit der Geldschöpfung aus dem Nichts der Zentralbanken gekontert. Alles nur ein Spiel.
    Banken haben weder Eigenkapital noch Liquidität, es sind alles gesetzlich geregelte Spielformen, welche mit dem Sinn der Geldschöpfung nichts zu tun hat. Um das zu begreifen, sollte man die Auswirkungen des Geldsystems verstehen.
    Herr Hässig gehört definitiv nicht dazu; denn er lässt sich von Neoklassik Ökonomen beraten!
    Der Gewinn ist erst realisiert, wenn die Liquidität als Manövriermasse für den Giralgeld Zahlungsverkehr abnimmt.
    Begriffen?

    Das Geldsystem ist keine Milchbüchlirechnung und vom indoktrinierten Zahler Virus sollte man sich auch längst befreit haben. Es fliegt kein Geld vom Himmel zu. Man kann selbst kein Geld ausgeben, wenn es vorher kein Dritter getan hat.
    Die aus den Wirtschaftseinnahmen zugeordnete frei verfügbare Geldration, ob mit oder ohne Erwerbsarbeit, bestimmt den Grad der individuellen Bedürfnisabdeckung.
    Frage: Fliegen die anteiligen Wirtschaftseinnahmen aus den Pflichtpreisen für die Gemeinwohl- und Sozialaufgaben vom Himmel zu oder als Betrug zur Weiterleitung, aus den Wirtschaftseinnahmen? Ich schreibe jedes Jahr meinem Finanzchef der Gemeine: „nun muss ich wieder wie alljährliche eine einfältige Steuererklärung ausfüllen, damit der Staat feststellen kann, welche Summe nicht mir gehört.Eigentlich müsste man streiken und die Weitergabe verweigern und sich für das Geschenk bedanken; denn ein Betrug sollte man nicht unterstützen (Hehlerei?). Der Gesetzgeber und Justiz müssten endlich handeln und sich selbst anzeigen!

    • Zum Glück finden sich solch impotente Endloslaferis meist allein in einem Kämmerli rumbrösmeln

  17. Wie schön ist nichts zu haben: keine Vermögen, keine Einkommen, keine Buchgewinne oder Verluste, keine Erbe, keine Autos, keine Frauen, keine Freuden ( oder nahe Freuden…), keine Sonne, keine Wolke und bald keines Haus! Nichts, nichts, nichts….aber trotzdem lachend und immer noch Intelligent, ja die enzige “ Assets“ ist seinen Gehirn….aber in der Zeiten, wo die meistens herumlaufen ohne Kopf, ist sehr, sehr viel! Ganzreich und mit Leben….

  18. Kindisch, Herr Hässig, der alte Traum nach Absicherung. Das „Verdiente“ reinnehmen und meinen, ausgesorgt zu haben. Jeder im Finanzmarkt ist im Risiko, auch eine Zentralbank. Man muss das aushalten können. Sonst hat man hier nichts zu suchen. Vergesst das Träumen, und lasst die SNB ihren Job machen.

  19. Ein Punkt der in den Kommentaren immer wieder angesprochen wird ist die jährliche Gewinnausschüttung an die Kantone bzw. dass es besser wäre, in Infrastrukturfonds zu investieren oder ein Teil der Gewinne an die AHV zu überweisen. Diese Polemik mag ja lustig sein, aber es entspricht schlicht und ergreifend dem Auftrag der SNB, für Bund und Kantone das Notenmonopol wahrzunehmen. Wenn die SNB eine 100-Franken-Note herausgibt erhält sie als Ertrag logischerweise 100 Franken. Die Kosten dagegen belaufen sich auf rund 40 Rappen. Diese Seigniorage hat sie den Kantonen abzuführen. Das steht so in der Verfassung und wem dies nicht passt, kann ja gerne eine Initiative lancieren…

  20. @ Samuel.S

    …Und die Steuerzahler und Steuerbürger werden automatisch zu Millionären…., können zukünftig auf Steuererklärungen und Steuerkommissare verzichten, da die SNB die Steuerzahler ganz ersetzt, und dem gierigen Staat und seinen Politikern die Gutschriften direkt liefert.

  21. Die Angelegenheit wird immer grotesker.

    Wenn mit solchen Zahlenbuchungen, welche ohne irgendwelche realwirtschaftlich erbrachte Leistung entstanden sind, riesige Buchungsaufwertungen ausgewiesen werden, stimmt etwas nicht mehr. Diese sind mit nichts hinterlegt. Es handelt sich um Scheingewinne, entstehend durch unseriöse, unglaubwürdige, betrügerische Bilanzverlängerungen der Notenbanken auf Erden.
    Von Geld kann man hier schon lange nicht mehr sprechen.
    Denn Geld kann nur durch Arbeit (Leistung!) entstehen, und soll Ersatz (Belohnung), und zugleich Wertspeicherung für geleistete Arbeit sein.

    Wenn aber lediglich durch Schreibvorgänge und Zahlenbuchungen Falschgelder erzeugt werden, dann hat das mit realwirtschaftlich erbrachter Arbeit und Leistung nichts mehr zu tun.

    Wenn wettbewerbswidrig und betrügerisch, derart viel Falschgeld von Notenbanken und Banken durch stetige Bilanzverlängerungen erzeugt wird, sind Bewertungen von Vermögenswerten an Börsen und für Immobilien gar nicht mehr möglich.

    Ebenso ist die Festlegung von Vermögenssteuerwerten für Steuererklärungen nicht mehr möglich. Alle Preise sind komplett verzerrt, und entsprechen nicht mehr Werten, welche durch realwirtschaftlich verdientes Geld, mittels von Menschenhand erbrachter Arbeit, Leistung und Märkten erzielt wurden.

    Verantwortungsvolle Politiker/.-innen, hätten solchen “Betrugsspielchen“ schon längstens gestoppt. Anscheinend fehlen solche.

    Es stellt sich die Frage, wie lange dauert das unglaubwürdige “Spiel“ noch, bis es völlig ausser Kontrolle gerät, beziehungsweise es sich selbst zerstören wird.

    Bezeichnungen wie, Geld und Märkte, existieren nicht, sie müssen ersetzt werden durch Wörter wie Falschgeld und Betrug.
    Reichtum kann letztlich nicht durch betrügerische Zahleneinträge in Buchhaltungen erreicht werden.
    Die SNB-Verantwortlichen, Politik und Staat glauben sich durch systematische unendliche Notenbank-Bilanzverlängerung über Wasser halten zu können. Vermutlich werden auch die besten Schwimmwesten irgendwann nichts mehr nützen, und die Nichtschwimmer in den Tauchgang gezogen.
    Besorgt Euch schon jetzt Eure Schnorchel, vielleicht kommt Ihr bald nicht mehr an den Sauerstoff ran.

    • Ihre eingehenden Ausführungen sind zutreffend.
      Sog. werthaltiges Geld ,,legitimiert,, durch
      Realwirtschaftliche Leistung ergibt sich
      nur wenn die Geldmenge bestmöglich an das Realwirtschaftsergebnis gekoppelt wird heisst
      die SNB müsste anhand einer Nationalen Buchhaltung
      ganz klar Verbuchung von Realleistungseinheiten die
      entsprechende Geldmenge schöpfen.
      Das dürfte etwas na ja werden.Sieht man doch an den teilweise Kommentaren.Da möchten doch so einige Eindeutig aus dem Nichts geschöpftes Geld verteilen.
      Ideen sind ja unübersehbar gaaaaanz viele vorhanden.
      Geldschöpfung im Übermass, oder Geld einfach so verteilen und gleichzeitig einen möglichst stabilen
      Geldwert, das ist ein Ding der Unmöglichkeit.
      Das mit dem sog.Vollgeld währe ja eine im Kern gute richtige Sache gewesen.Nur eben da waren 2 naive Dummheiten eingebaut. 1.Irgendwelche strikten vorgaben
      für die Geldschöpfung haben gefehlt.2.Die wollten einfach soooo geschöpftes Geld verteilen.
      Egal ob der Markt, die Geschäftsbanken, oder die SNB
      im Übermass Geld schöpft,sooooo bildet sich kein Vollgeld.
      Da ist und bleibt ein nicht aushebelbarer Kern.
      Die Geldmenge im Verhältnis zum Realwirtschaftsergebnis ergibt den Geldrealwert je
      Währungseinheit.
      So nebenbei.
      Die Wirtschaftsleistung wird in Geldeinheiten ermittelt.Insbesondere auf dem Hintergrund der aktuellen massieven Geldschöpforgien müssten die Zahlen um die im übermass geschöpfte Geldmenge bereinigt werden.Was da Jahr für Jahr als Wirtschaftswachstum ,,verkauft,, wird ist NUR ein schlechter peinlicher Witz. Allenfalss ergibt sich ein Massewachstum jedoch kein Realwachstum, heisst pro Kopf, letzteres ist längst schleichend rückläufig.

  22. Die SNB soll ihre „Gewinne“ realisieren und mit einem Teil des Gelder die AHV sanieren und gleich auch noch die Vorhaben der Armee finanzieren. Mit dem Rest wird es wohl dann einen Abverkauf geben , nach dem Motto: „When Panic, Panic first“.
    Sie Geldrucken Zimbabwe und viele bereits in der Geschichte abgestürzte Blasen aufgrund von Gelddrucken….

  23. Nochmals:

    Buchgewinne von Zentralbanken sind nicht realisierte Gewinne. Sie dienen der Reservebildung und damit der Sicherstellung der Geldpolitik.

    Diese Buchgewinne sind zudem stark abhängig von der Geldpolitik des Federal Reserve Systems (Trump will tiefere Zinsen). Die Fed wiederum hat Einfluss auf die Geldpolitik der EZB und diese wiederum auf die SNB.

    Autonome Geldpolitik ist in unseren vernetzten Finanzmärkten des Weltwährungssystems faktisch nicht mehr möglich. Wir hängen im IWF System letztlich am Tropf der FED. Und dort übt zur Zeit Trump politischen Druck aus auf tiefere Zinsen. So präsentiert sich die Kausalkette der Finanzmacht.

    Im IWF-System dominiert systembedingt immer die grösste Volkswirtschaft, bzw. jene mit der Leitwährung die Geldpolitik der Satelliten. Und zu den Satelliten gehört auch die Schweiz.

    Es ist daher vermessen zu behaupten, die Schweiz könne im Alleingang in einer Tiefzinswelt autonom einfach die Zinsen erhöhen.

    Rechtlich könnte sie zwar schon, würde dann aber einen massiven Einbruch bei der Exportindustrie, dem Kapitalverkehr (Banken) und Tourismus erleiden. Daran hängen zu viele Arbeitsplätze.

    Denken Sie im Falle einer autonomen Zinserhöhung der SNB z.B.auch an den ungebremsten Steigflug des CHF sowie an die steigenden Hypozinsen, um nur zwei Einflussgrössen zu nennen, von denen der Mittelstand massiv betroffen wäre.

    Es möge in diesem Fall jeder selbst die Güterabwägung machen, was für ihn wichtiger ist.

  24. Wenn die SNB Devisen kauft, dann schöpft sie gleichzeitig neues Notenbankgeld in CHF. Somit hat die SNB in den letzten Jahren Hunderte Milliarden CHF neu geschöpft, d. h. die CHF Geldmenge erhöht. Die Frage, die sich aufdrängt ist: was passiert eigentlich mit diesen gigantischen CHF Summen? Wie werden sie investiert? Welche Auswirkungen haben sie auf den Schweizer Finanzmarkt?

    • Kastner….

      Nein hat sie eben nicht……
      Sie hat das mit den Sichtguthaben der Banken bei ihr getan.

      Also, sie hat Schulden gemacht….. denn die Sichtguthaben gehören den Banken der Schweiz wie der CS und UBS, die wohl um die 200 Milliarden bei der SNB parkiert haben.

      Hätte die SNB einfach 700 Milliarden gedruckt oder im Pc erzeugt, es würde die Schweiz enorm treffen, es wäre das Ende unseres Frankens wie wir ihn kennen.
      Wir würden den Franken zu einem Argentinischen Peso herabwürdigen.

      Sehen sie sich mal die Geschichte der grossen Inflation im Deutschland von 1923 an und Sie werden erahnen was dann auch bei uns los sein könnte.

      Vergessen sie nicht, die Schweizer SNB ist massiver verschuldet wie die US-FED es ist….. pro Kopf der Bevölkerung gemessen.
      Die Bilanz der SNB ist viel zu gross.

    • @Klaus Kästner

      die „gigantischen CHF Summen“ werden zum subsequenten gesellschaftlichen Wohlfahrtsverlust führen, da die Geldpolitik der SNB zur Geiselhaft der CH Volkswirtschaft gegenüber den internationalen Finanzmärkte geführt hat.

    • @ Walter Roth
      Sorry, mein Verständnis – lasse mich aber gerne korrigieren! – ist anders, nämlich: wenn eine Notenbank Sichtguthaben der Banken (Verbindlichkeiten der Notenbank) erhöht, dann erhöht sie damit die Notenbankgeldmenge. Es kommt mehr Lokalwährung in Umlauf. Kurz und gut: es wurde Geld gedruckt.

  25. Es muss Ihnen doch klar sein, Herr Hässig, dass die Gewinne der SNB überwiegend an die Kantone ausbezahlt werden? Die Dividende für Publikumsaktionäre ist beschränkt. Mit der Gutschrift an die Kantone kommt dieser „Reichtum“, wie Sie die Bilanzgewinne unserer Nationalbank nennen, auf indirekte Weise uns Steuerzahlern zu.

  26. Die Schrottpapiere der UBS waren nicht nur vermeintlich faul. Sie total waren total faul, weil niemand ausser der SNB kaufen wollte. Wenn ich eine Tresor voll goldenem Mist habe, das mir niemand abkauft, so bin ich pleite, wie die UBS es war.

    NZZ und Banken sind gegen den jetzigen Kurs der SNB, weil die Banken von einem Kursanstieg des Frankens massiv profitieren würden: auf einmal hätten sie und ihre Kunden tolle Gewinne, egal wie schlecht die Anlage lief.

    Aber der Rest der Schweizer Wirtschaft hätte riesige Probleme, die Arbeitslosigkeit würde stark anwachsen.

    Die Idee des Staatsfonds gab es sogar schon bei SV-Leuten. Habe aber gegen die Banken keinen Stich. Das Letzte, was die rauchen können, ist erfolgreiche Konkurrenz.

  27. Nun, die SNB ist halt eingeklemmt zwischen der EZB, FED und BOJ. Wenn die ihre Bilanzen aufblasen, muss die SNB dies auch tun, weil sonst die Arbeitssklaven welche an den CHF gekettet sind relative zu den Arbeitssklaven welche an EUR oder USD gebunden sind zu teuer sind.
    Sklavenhalter darf sein wer 2009 Geld hatte um Assets zu kaufen. Sklaventreiber darf sein wer sich in die Entscheidungs-Funktion eines Finanzkonzerns gemogelt hat. Dafür muss man ja (siehe Swisslife) nicht viel können…
    Mehr noch, das Geschäftsmodell wird garantiert von der SNB gefördert und von allen Unwägbarkeiten isoliert. Darüber hinaus trägt der Arbeitssklave voller Vorsorge-Angst noch mehr Geld in die Vorsorgeprodukte der Finanzkonzerne. Ein Strom nichtversiegenden Mannas.
    Dumm, wird’s erst wenn die Arbeitssklaven merken dass die Vorsorgesichereheit ein Witz ist, die Bewertungen eine Illusion sind und dass die Damen und Herren am Bürkliplatz nackt schwimmen.

    „Only when the tide goes out do you discover who’s been swimming naked” – Warren Buffet

    Das werden Herr und Frau Zentralbankier mit allen Mitteln vermeiden wollen. Weil wenn diese Zentralbank-Bubble implodiert, ist die Französische Revolution eine Schlaftablette gegen das was folgt. Ich wünsche der neuen Marie-Antoinette in Frankfurt viel Glück…

  28. Die SNB soll wieder ihre Goldreserven aufstocken! Wenn die Zins- und Währungsspiele der Nation so weitergehen, sollte sich eine schlaue Volkswirtschaft vermehrt auf Feste Werte abstützen. Sprich GOLD!!

  29. Die SNB handelt fragwürdig:
    – Enteignung der Bürger durch Negativzins und
    – Manipulation der Wechselkurse nach oben zur
    künstliche Überbewertung der Fremdwährungsanlagen
    – die 52 Mrd. sind also selbsterzeugte Buchgewinne
    Würde eine Privatperson so was machen, wäre sie schon längst am Pranger. Aber zum Glück haben Ottonormalverbrauchen und die meisten Politiker keinen Schimmer, was da abgeht. Das böse Erwachen kommt bald, beim Euro Crash.

  30. Ein nicht realisierter Buchgewinn ist nur eine Zahl, die sich genau so schnell in der Luft auflösen kann so wie sie entstanden ist.

    • Quatsch:
      Wenn ich ein Investment verkaufe (also den Buchgewinn realisiere) und anschliessend postwendend wieder zurückkaufe, habe ich genau das gleiche Exposure wie vorher und einfach einen höheren Einstandspreis!!! Hört doch endlich mit der Buchgewinnzwängerei auf; am Engagement (Risiko) ändert sich deswegen nichts!

  31. Herr Hässig……

    Sie wissen ja was Bewertungsgewinne sind….. Luftnummern.

    Unsere SNB sollte nun also die Papiere die gestiegen sind, abverkaufen und den Gewinn realisieren.

    Dann aber müsste sie Anteilsmässig die Sichtguthaben der Banken bei ihr, mit denen sie die Devisen angeschafft hat, reduzieren, also Schulden abtragen………. mit dem Rest könnte sie dann prahlen.
    Aber dieser Rest sind dann vielleicht ein paar Milliarden im einstelligen Bereich.

    Da sie aber mehrere Hundert Milliarden Schulden gemacht hat, wie kann sie von Gewinn sprechen ?

    Ja kann sie, denn sie befolgt die kranken Regeln die nunmal herrschen.

    Zudem, wenn sie Devisen in Staatsanleihen abverkauft und dabei feststellt das sie nicht mehr 100 Milliarden für 100 Milliarden verkaufen konnte, lösen sich diese Gewinne eh in Luft auf, ja im Gegenteil es drohen massive Verluste.

    Sie haben es natürlich längst erkannt und darum auch den Artikel geschrieben……………………………..

    ………………………… es ist alles nur heisse Luft.

  32. Die SNB hat ihre Handlungsfreiheit komplett verloren und das Ganze wird so oder so mit riesigen Verlusten für den Schweizer Steuerzahler enden.

    Die möglichen Szenarien könnten sein:

    – Ein massiver oder fortgesetzter schleichender Wertverlust des EUR führt zu einer entsprechende tieferen Bewertung der Vermögenswerte in der Bilanz der SNB. Die SNB geht Konkurs oder muss Rekapitalisieren. Entweder oder, Sie dürfen annehmen, was Sie wollen, aber den Steuerzahler kostet es so oder so gleich viel!

    – Die Ablösung des EUR durch eine andere Währung (à la française: 100 vieux Francs entsprechen einem nouveau Franc = Problem gelöst!) Die SNB siehe Punkt 1.

    – Das FED wird die SNB wegen Währungsmanipulation des CHF und dem damit verbundenen Wettbewerbsvorteil zur Rechenschaft ziehen oder gegen den Franken auf dem Devisenmarkt intervenieren. Die SNB siehe Punkt 1.

    – Die Schweiz tritt der EU bei und übernimmt den EUR zu einem der SNB und ihrer Bilanz genehmen Kurs. Die SNB hat ihr (selbst eingebrocktes) Problem elegant gelöst. Der Verlust in CHF hat sich auf wunderbare Weise aufgelöst; der Steuerzahler wird es gar nicht merken – oder vielleicht doch?

    -Die EU löst sich auf, der EUR verschwindet, nationale Währungen entstehen. Die SNB fährt ihren Verlust ein. Die SNB siehe Punkt 1.

    Natürlich hoffen wir alle, dass das Ganze noch möglichst lange dauert…

    • Wie bitte genau soll die SNB Konkurs gehen? 🤔 Benötigt eine Zentralbank überhaupt Eigenkapital?

    • Wozu sollten wir Banken und Notenbanken benötigen und retten wenn :

      Im Jahr 1971 notierte der Goldpreis bei $ 35.- und
      im Jahr 2019 notiert der Goldpreis bei $ 1’500.- !!

      1’500 : 35 = 42.85 !
      =======

      Gold ist das Geld ! Nicht USD, EUR, CHF, YEN,..etc. mit wertlosen Zinsen welche wiederum lediglich nur durch Ausweitung der Kreditmenge ermöglicht werden. Das “Geld“ der Banker besteht in Wahrheit nur aus Krediten, und weil diese Kreditmenge ständig erhöht werden muss, entwerten sich diese Währungen systematisch. Selbst die Zinseinnahmen werden ständig entwertet und müssen auch noch versteuert werden. Dazu werden noch Bankgebühren geklaut.
      Weil sich die Kreditmenge (das Falschgeld der Banker) ständig vermehrt, muss für Gold immer mehr “hingeblättert“ werden. Aus der einfachen obigen Berechnung ist klar zu erkennen, das heute im Verhältnis zum Jahr 1971,
      42.85-mal mehr Dollars “hingeblättert“ werden müssen wie damals.
      Damit dürfte recht deutlich ersichtlich sein, dass diese obigen Währungen samt den Zinsen, nichts anderes sind, wie totaler Schrott.

      Heute wird dies noch dadurch verdeutlicht, dass keine Zinsen mehr bezahlt werden. “Gratisgeld“ ist kein Geld, es ist wertlos, weil es ohne Arbeit (ohne Leistung) erzeugt wird, beziehungsweise mittels Computertastaturen eingetippt wird, und nur noch durch digitale Zahlen auf Bildschirmen und Smartphones erscheint!
      Deshalb wollen die Banker auch noch die Bargeldabschaffung, damit die unwissenden Massen noch weniger erkennen, wie sie betrogen werden.
      Bis die gehirngewaschenen, fehlgeleiteten Menschenmassen erkennen was wirklich los ist, und was wirklich Geld ist, dauert es anscheinend noch ein bisschen.
      Der angebliche 52-Milliarden-Gewinn der SNB, ist eigentlich ein 52-Milliarden-Betrug, denn durch Arbeit konnten diese Summen niemals entstehen!

      Die Betreiber dieses Finanzsystem liefern die Beweise jetzt immer mehr selbst, wie betrügerisch ihr “Geschäft“ tatsächlich ist. Und die Politik, die Regierung, der Staat selbst liefern immer noch Unterstützung, und kassieren kräftig mit. Sie machen sich mitschuldig!

  33. „Ihr Argument: Wie gewonnen, so zerronnen. Je nach Märkten könnten sich Riesen-Gewinne in Mega-Verluste verwandeln“.
    Im Fall eines Mega-Crash an den Weltbörsen, gefolgt von einer mehrjährigen Börsenbaisse mit massiven Kursverlusten in deflationärem Umfeld kann so etwas natürlich überhaupt nicht geschehen ….. oder irrt sich da vielleicht jemand?

  34. alles nur buchgeld.
    buchgewinne sollten nie ausbezahlt werden.
    das umgekehrte ist ja auch möglich.
    und dann möchte ich sehen, ob sich dann
    die kantone auch beteiligen wollen.
    beim nächsten crash nützen die „handelbaren“
    anlagen gar nichts.
    letztes mal haben „dubelisichere“ blue chips
    bis 80% verloren.

  35. SNB erzielt Milliardengewinn, welch ein Unsinn.
    Richtig wäre: Die Schweizerische Nationalbank SNB erzielt keinen Gewinn der realisierbar ist, sondern in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 ein positives Buch-Ergebnis.

  36. ….und wenn aus den Überschüssen mal Verluste werden – wie sollen die „verbucht“ werden – auch zu lasten des „Volks-Staatsfonds“?! Und wer ist Nachschusspflichtig – auch das Volk?!

  37. Eine kurze Erklärung grosser Zahlen. Diese wird Ihnen während einer Hyperinflation nützlich sein.

    Eine „Illion“ hat 6 Nullen. Eine „Illiarde“ zuzäzliche 3 Nullen.

    Eine Million startet mit 6 Nullen
    Die Billion 2×6 Nullen
    Die Trillion hat 3×6 Nullen
    die Quadrillion hat 4×6 Nullen

    Dazwischen sind jeweils die „Illiarden“

    Milliarde mit 6+3 Nullen
    Billiarde mit 2×6+3 Nullen
    Trilliarde mit 3×6+3 Nullen

    Weitere Zahlennamen sind Quint, Sext, Sept und Oct

  38. Das Geld gehört dem System.
    Bezeichnend ist allein, dass diese Firma nichts herstellt und auch sonst nichts für diesen „Supergewinn“ geleistet hat.
    Das ist die neue, abartige und surreale Welt der Währungsverwerfungen und nachfolgendem Systemzusammenbruch.
    Unendlich viel (Geld) wird wertlos.

  39. Der Begriff Geldblase na ja den kennen ja wohl innzwischen die meisten.Nun die SNB sitzt da auf einer
    Huthaben Geldblase auf einem Vermögen das nur noch aus grossen Zahlen besteht. Nominalwert und Realwert das sind unterschieldliche Zwillinge.DAS sollte denn doch jeder wissen, verrechnet wird immer in Nominalwert.
    Beispiel: Sie Leihen ihrem Nachbarn 100.- Sfr. für 10 Jahre OHNE Zins. Logo alles schön sauber auf Papier
    festgehalten alles Paletti.In der Zwischenzeit halbiert sich wegen einer verdoppelung der Geldmenge
    der Realwert des Sfr.Nach 10 Jahren kommt ihr Nachbar
    mit 100.- Sfr.und dem Kreditvertrag und will das geliehene Geld korrekt zurückbezahlen.Tja muss der Nachbar jetzt den Real oder den Nominalwert zurückerstatten? Da haben Sie denn mal als Ausleiher der 100.-Sfr. pech der MUSS nur den Nominalwert zurückbezahlen.
    Grins jetzt kommen wir zum praktischen Wert der Logo aufgeblasenen SNB Billanz.
    Beispiel: ( Hypothehetische Annahme.)
    Das CS Tepichetage- Horror- Kabinet hat die CS gegen die Wand gefahren Schadenssumme 1 Billion in Sfr.-
    Die Anleger wollen logo ihr Geld zurück. Was und wie jetzt? Jetzt kann die angeblich falsch wirtschaftende SNB den Laden übernehmen,und jedem Gläubiger seinen
    Anteil wie auf dem Papier verschrieben auszahlen.
    Alles würde genau mit allen entsprechenden Vor und Nachteilen genau wie das Geldleihgeschäft mit ihrem Nachbarn abgewickelt.
    Sicher was die SNB in den Büchern hat ist ,,Blasengeld,, Müsste die SNB wie (Hypothetisch) beschrieben einspringen DANN könnte die das mit dem Blasengeld loker stemmen, die Gläubiger haben doch NUR wie im Geschäft mit dem Nachbarn das Anrecht auf den Nominal und nicht den Realwert.
    Das ganze, LOGO perverse, oder was auch immer Prozedere kann nur durchgeführt werden, WENN die SNB in ihrer
    Billanz diesen Nominellen Geldblasenbetrag verfügbar
    hat.Ist die ganze Sache denn sooooo schwer zu schnallen??? Was soll die dauerkritik an der SNB???
    Sicher ja,keine Frage alles Entschuldigung Scheisse.
    Das sind jetzt die Volgen der Irren Geldmengenausweitung, einmal durch die faktisch totale
    Kapitalmarkt-Deregulierung, zum anderen durch die vergangenen Periodischen Konjunkturprogramme = jeweilige verbilligung der Kredite.
    Und wie wirkt das ganze in der Praxis,hmmmm Die Breiten Massen verarmen,das Geld wird von unten noch
    oben umgeschichtet,das ergibt sich aus der differenz
    Real und Nominalwert des Kapitals, des Geldwertes.
    Damit das jetzt nicht zu lange wird verzichte ich jetzt
    darauf auch noch die umfangreicher zu benenen die jeweils am lautesten nach einer Ausweitung der Geldmenge geschriehen haben und immer noch schreien.
    Menschenfreunde sind das nicht, da können die sich
    als solche aufspielen soviel die wollen, sie sind es ohne wenn und aber NICHT.
    Dazu noch eine Anhangbemerkung wenn die aufgeblasene
    Geldmenge (im Verhältnis zum Realwirtschaftsergebnis)
    einmal im System ist dann ist die drinn NULL Möglichkeit das wieder zu korrigieren, und zerfrisst schleichend die Realwirtschaft wie Krebs.Daran kann KEINE egal welche Geldkonstruktion oder sog. alternatiefe Geldtheorie etwas ändern.Sorri alles halbgarer Schwachsinn.Auch wenn viele davon Träumen
    und daran offenbar sogar Glauben.Auch ein Ökonomie-
    Perpetum- Mobile ist und bleibt ein Ding der absolutten Unmöglichkeit. Punkt. Freundliche Grüsse

    • @Hans von Atzigen
      Ihre endlosen Schreibereien sind voll
      von grammatikalischen Fehlern und Rechtschreibfehlern,
      V und F sind für Sie wohl dasselbe…
      Ich empfehle Ihnen einen Kurs in Rechtschreibung.
      Freundliche Grüsse

  40. Mann beachte die Sprachregelung der SNB

    Buchgewinn = Gewinn
    Buchverlust = Buchverlust

    Wie viel Gewinn stammt aus der „operativen“ Tätigkeit und wie viel Gewinn entspringt einer Neubewertung?!

    • @Rente

      Sehr gute Frage. Natürlich könnte man damit die AHV finanzieren (sanieren muss man sie nicht, der geht’s bestens)! Aber das ist politisch nicht gewollt, weil dann offensichtlich wird, wieviele Märchen uns erzählt werden – auch abseits der AHV.

  41. Die Sache ist eigentlich ziemlich einfach: ein Staatsfonds auf Basis gesonderter Gewinnausschüttungen. Jedes Jahr 10-20 Milliarden in den Fonds und dann die Erträge des Fonds in die AHV, zum Beispiel.

    Dann haben wir denselben Effekt wie die Norweger beim Öl: die Attraktivität und Stabilität der Schweiz als Quelle des Wohlstands für viele Generationen. 😊

    • Ponzi…. schema…..

      Ob die alles Richtig macht, das werden wir sie in 10 Jahren noch einmal fragen.

  42. Ein Staatsfonds wäre das Richtige. Die Norweger haben Öl als Rohstoff, wir „Schweizer Fränkli“. Solange die Investoren/Ausländer den CHF so stark nachfragen kann die SNB „Fränkli“ drucken und es den Ausländern andrehen und den CHF schwächen für unsere Exporteure. So wie die Norwerger das Öl fördern kann die SNB drucken.. Damit könnte die SNB dann reale Werte kaufen und sich bei Ausländischen Blue Chip Unternehmen beteiligen. Also, mit „frisch gedruckten Papier“ bekommen wir wertvolle Beteiligungen wie zum Beispiel Bayer, BASF, Siemens, Allianz, LVMH, Royal Dutch, usw. Was man nicht alles bekommen könnte für etwas gedrucktes Papier..

  43. Die SNB Geldpolitik ist brandgefährlich und gefährdet unsere Volksvermögen.
    Die Regeln der Ökonomie können nicht mit Voodoozauber gebrochen werden.
    In naher Zukunft werden die Historiker Herrn Jordan als das grösste Finanzgenie aller Zeiten oder als der absolut Wahnsinnigste aller Banker bezeichnen können.
    Wir werden sehen.

  44. Der Notenbankgewinn stellt quasi die verlorene Kaufkraft der Bevölkerung dar.

    Denn es wäre besser, wenn die Schweiz eine andere Wirtschaftsstruktur hätte, die es nicht notwendig machen würde, zugunsten des Exporterfolgs die eigene Währung zu schwächen:

    https://www.finanzen.ch/index/liste/spi

    Nie hatte ein Land wirtschaftliche Probleme, dessen Währung stark ist.

    Beispielsweise hätten alle heute global bedeutenden Internetunternehmen genau so gut in der Schweiz entstehen können:

    https://www.boerse.de/kurse/Nasdaq-100-Aktien/US6311011026

    Warum dies nicht geschah versteht der, der sich noch an die Lage und Befindlichkeit der Schweiz während den 90er Jahren erinnern kann …

  45. Master of Bubble. Alle müssen an der Bubble partizipieren. Stimmt, es ist ein Spiel. Mit dem Vermögen des Volkes. Das erarbeitete Vermögen der produktiven Elemente einer Volkswirtschaft wird an die unproduktiven Elemente „umverteilt“. Das Wort „Gewinn“ dürfte in der Verbindung mit einer Zentralbank, vor allem im jetzigen Umfeld, gar nicht genannt werden. Mit dem Wort Gewinn assoziieren wir Positives und gehen folglich davon aus, dass alles in Butter sei. Mit Schlagzeilen von wegen „Gewinn“ der SNB werden wir naiven Schäfchen, aka das Schweizer Volk, in die Irre geführt. Wer liest schon mehr als die Schlagzeile im 20Minuten. Da kommt mir mein Zmorge wieder hoch.

  46. … den Schweizer Bürgern und Bürgerinnen. Das Geld wurde Ihnen auch genommen. Ausschüttung der SNB von 5‘000.- bar auf die Hand für jeden Schweizer. Ob reich, arm, alt oder jung >18J. Jetzt! Und bewahre uns davor, dieses Geld Politikern zu geben. Was dann passiert wissen wir alle aus dem desaströsen Goldverkauf…

  47. Bei all der Euphorie rund um einen Staatsfond in Ihrem Artikel verweise ich doch gerne auf den hier veröffentlichten Beitrag mit dem Titel „Die SNB-Zeitbombe tickt, die NZZ nickt“. Zu finden unter https://insideparadeplatz.ch/2018/09/03/die-snb-zeitbombe-tickt-die-nzz-nickt/. Bitte durchlesen und die Frage „Soll das Land also einen Staatsfonds schaffen und diesen mit den Milliarden-Überschüssen ihrer Notenbank speisen?“ nochmals beantworten. Dann dürfte die Antwort wohl anders lauten…

  48. Heute tragen die Banken und nachgelagert die Steuerzahler das Risiko SNB.

    Bei einem Stastsfonds würde das Risiko direkt auf die Steuerzahler übertragen und die Banken wären ihr SNB–Risiko los.

    Marc Meyer

    • Und noch etwas:

      Die SNB funktioniert wie ein Schneeballsystem:

      Ihre Gewinne steigen nur, weil sie Devisen, Obligationen und Aktien kauft. Damit stemmt sie deren Kurse in die Höhe, was ihren eigenen Gewinn bringt.

      Die Zufuhr von neuem Kapital erfolgt auf dem Buckel der Steuerzahler, weil diese garantieren.

      Bricht der Neugeldzufluss ab, so bricht das Kartenhaus zusammen.

      Dass die SNB die Märkte bewegt aufgrund ihrer Verschuldung auf Risiko der Steuerzahler nennt man in der Volkswirtschaftslehre Marktversagen.

      Übrigens: Es ist nicht schwer zu verstehen was die Notenbanker tun . Man muss nur plus/minus oder links/rechts unterscheiden, um zu sehen woran wir mit unserer Nationalbank sind:

      Volks-Casino

      Marc Meyer

  49. Weitere Alternativen zu einem „Staatsfonds“ wäre ein Infrastrukturfonds, der die inländische Industrie (inkl. Tourismus) durch grössere, staatlich finanzierte Infrastrukturprojekte profitieren lässt. Oder natürlich Helikoptergeld, Hauptsache dieser Gewinn kommt dem Volk zugute.

  50. Die SNB wird sicher bald in den Fokus von Donald Trump gelangen, der dann seine Richtlinien den „Gnomen“ vorgeben wird. So viel Gewinn schafft Begehrlichkeiten.

  51. Es geht in beide Richtungen!
    Statt die Buchgewinn zu verteilen sollte man sich Gedanken darüber machen was passiert, wenn es in die andere Richtung geht. Im Jahr 2008 hat der S&P500 38,49% verloren. Wenn dies auf den ganzen Devisenanlagen von 798 Mia. per 30.9.2019 passieren würde, wäre der Verlust 307 Mia. – und dies bei einem Eigenkapital von 170 Mia. …..

    • Fränzel, Deine Schätzung ist viel zu konservativ, es geht noch viel tiefer in den Keller. Durch Konkurse und Staatsbankrotte müssen einige Assets zu 100% abgeschrieben werden. Zudem kann die SNB den EUR und USD Wechselkurs nicht mehr stützen. Bspw. steht die Siemens Aktie heute mit 114 CHF (104 EUR) im Buche. Bei einem 40% Crash und einem EUR Kurs von 80 Rappen sind es dann noch 50 CHF. Somit rechne mit einem Verlust von 500 bis 600 Mrd.

  52. Papier-Gewinne wie Sand am Meer.
    Negativ-Zinsen die wiegen schwer:
    Herr Jordan blüht auf, der Rekord,
    andere beten nur: Oh my Lord!

    Die eSeNBe die liegt total quer;
    der Schweizer BitCoin, bitte sehr!
    Ein Märchen nur, dank Minus-Zinsen:
    Bald gibt es nichts mehr zu Grinsen?

    Das Kartenhaus wird jäh verkrachen;
    dann gibt’s nichts mehr zu Lachen.
    Die zig hundert Milliarden verpuffen;
    welches Geld die Steuerzahler schufen!

    Deshalb heute eine allerletzte Warnung;
    Vergisst den Schabernack mit der Tarnung!
    Holt den Goldschatz, hoch zehn, zurück,
    denn nur Gold ist Geld und bringt Glück.

  53. Die harte Arbeit des Gelddruckens (Nullen eintippen) lohnt sich also doch: Nur der Dumme erledigt Arbeiten wie die Müllabfuhr oder die Lebensmittelversorgung.
    Die Gnomen haben’s wirklich drauf. Es funktioniert jedoch nur solange die Kollegen sich weltweit decken, dulden und ein Alibi geben. Das Prinzip der ehrenwerten Gesellschaft: Man macht sich gegenseitig Angebote, die keiner ablehnen kann.
    Lehnt einer oder eine ab: Dann ist Lichter löschen.

  54. Mit Währungstausch/Handel kann man ganz klar am meisten Geld verdienen. Das ist sehr schön in dem Artikel mit dem Vergleich zur UBS herausgearbeitet. Die UBS verdient kaum noch was im gängigen Vermögensanlage Geschäft. Aber: mit völlig überrissenen Währungsumtauschgebühren werden die UBS Kunden brutal abgezockt. Es werden zum Beispiel bei Euro/ CHF- Tausch für normale Kunden 2-3 % Gebühren vereinnahmt, was die letzte abzocke ist. Werden auf dem Konto die Währungen automatisch getauscht liegen die Gebühren teilweise noch darüber. Die wahren echten internen Kosten für die UBS betragen nur einen Bruchteil, nämlich circa ein bis zwei Basispunkte – d.h. der Währungstausch ist ein ganz primitives billiges Geschäft mit dem sich die Bank versucht noch etwas gesund zu stoßen. Genauso primitiv sind die überlassenen Gebühren beim Bezug von Geldautomat Bargeld etc. Ist mir auch ein völliges Rätsel, weshalb so viele Kunden diese über rissen FX Gebühren tolerieren – Umso mehr, weil in Zeiten von negativ Zinsen überrissene Gebühren jegliche Rendite auf dem Konto auffressen.

  55. Staatsfonds unterliegen Regeln, die demokratisch festgestellt werden (siehe Ethikregeln von Norwegen). Centralbanken, die sich wie aggressive Hedgefonds aufführen, nicht. Darum gehts der SNB bei der Frage ob SWF oder nicht.

  56. Ich erlaube mir, Dir zu widersprechen: Gemäss „Richtlinien Anlagepolitik“ Paragraph 3.2. verzichtet die SNB auf „Investitionen in Unternehmen […] die Waffen produzieren“. Sie kauft ebenfalls keine Bankaktien (muss man da ableiten, dass das ein ähnlich dubioser Sektor ist? 🤔). Beim Ergebnis muss man bedenken, dass es auch Jahre gab, in denen die SNB massive Bewertungsverluste einstecken musste (z.B. 2015 23 Mrd Franken). Wie auch immer, im Gegensatz zu den Türken, die ihre Währungsreserven verpulvern müssen, um die Lia zu stützen, ist die SNB in der komfortablen Situation, FX-Reserven anzuhäufen, um den Franken nicht noch stärker werden zu lassen — theoretisch endlos 👍🏻😊

  57. Herr Hässig, verstehen Sie die Funktionsweise einer Nationalbank…?
    Ich denke eher nicht!
    Stellen Sie sich einfach vor, Sie sind Grossaktionär einer Gesellschaft und besitzen 90% der Aktien. Dadurch dass die gehandelten Volumina nicht sehr gross sind, können Sie maximal 3% der Aktien verkaufen oder kaufen. Wenn sich der Kurs dann bewegt, haben Sie Buchgewinne oder -Verluste.
    Just chill Hässig – sonst gibt’s in einem späteren Quartal ein Gejammer wenn plötzlich Minus 70 Mrd. Wertveränderung im SNB-Buch steht…? Ich sehe die Schlagzeilen schon:
    – Hedge-Fonds SNB verspekuliert 70 Mrd.!
    – 70 Mrd. Verlust, wer soll das bezahlen?

    Nochmals: Just chill Hässig, das ist keine Firma!!

    • Bin schon fast ein wenig enttäuscht, dass sich die ewigen Untergangs- und Verschwörungspropheten Meyer und Zeyer noch nicht zum Ihrem Lieblings-Bashing-Thema „SNB“ gemeldet haben. Habe bei IP versucht, Fakten aufzulisten – welche notabene öffentlich zugänglich sind – verlorene Liebesmühe – beide wollen mit zum Teil an Haaren herbeigeholten und kruden Behauptungen ihr Reizthema bei IP immer wieder neu bringen, dies im Chor mit weiteren selbsternannten „SNB-Experten“ ohne überhaupt je Alternativen zur jetzigen SNB Währungspolitik aufzuzeigen, Kritiker des Artikels werden unprofessionell verunglimpft. Ich denke, IP sollte eine Plattform sein, verschiedene Meinungen eingebracht werden können ohne dass Andersdenkende verunglimpft werden – aufgrund gemachter Erfahrungen mit beiden IP-Autoren werde ich jedoch in Folge nur noch genüsslich deren zukünftigen Ergüsse lesen, einen Blog werde ich aber nicht mehr liefern.

  58. Gewinn auf Kosten der Rentner, Mieter und Sparer und der brave Schweizer Michel applaudiert noch. Nun müssen sofort die Bonis der Nationalbank Spitze kräftig erhöht werden!

    • Och bitte… nicht zu viele Klischees auf einmal. Das SNB-Direktorium erhält keinen Bonus. Und für die Mieter sind tiefe Zinsen nicht das Allerschlechteste 🙂

    • @River Jordan:
      Für Mieter nicht unbedingt, aber für Eigentümer ganz sicher nicht!
      Der Mietwohnungsmarkt richtet sich primär nach dem alten Nachfrage/Angebot-Spiel, während die Eigentümer sich viel eher an den Zinsen auszurichten haben.

  59. Was hier präsentiert wird, sind nur Buchgewinne und keine realisierten Gewinne. Buchgewinne verschwinden meistens so wie sie gekommen sind oder dann vermindern sie sich über die Zeit d.h. es ist eine Zeitbombe die tickt! Gute Nacht Schweizer Nationalbank!

    • Schon bald wird die SNB ihre Buchgewinne wieder an die Kantone ausschütten. Ich selbst habe auch Buchgewinne auf meinen Aktien gemacht. Als ich heute beim Garagisten vorbeiging um mit meinem Buchgewinn einen Maserati zu erwerben hat der mich in die Klappsmühle verwiesen, trotz meinerseitiger ausführlicher Erläuterung meines Aktienportfolio.

      Kann mir bitte jemand in buchhalterischen Sätzen erklären, wie die SNB Buchgewinne ausschütten kann ohne vorher die Gewinne realisiert zu haben? Oder schüttet die SNB Hanfaktien an die Kantone aus?

  60. In einheimische Firmen wird praktisch nichts investiert. Lieber Facebook und solchen Mist. Auf Ethik wird kaum geachtet.

    • Das ist ja genau der Sinn dahinter. Würde man in Schweizer Aktien investieren würde der gewünschte Effekt, die schwächung des Frankens, nicht eintreten.

    • Der Kauf von Facebook-Aktien ist keine Investition sondern eine Geldanlage.

      Facebook hat nicht mehr Geld als vorher.

      Eine Investition wäre es nur, wenn Facebook neue Aktien ausgeben würde.

      Gleiches gilt für Schweizer Aktien.

    • Sie Witzbold. Wie soll die SNB in einheimische Firmen investieren, wenn sie Devisen gegen Franken kauft. Gute Ethik ist bei den Grossbanken, Aryzta, Meyer Burger, Dormakaba, den Immobilienfirmen usw. ja speziell gut zu sehen. Give me a break.