Bitcoin, My Own Little Tresor

Zum Zahlen und Vergleichen sind Kryptos untauglich – Als Wertaufbewahrung aber könnte Bitcoin das neue Gold sein.

Es gibt kaum ein Thema, das im Währungsbereich derart polarisiert wie Bitcoin und Altcoins. Die Standpunkte sind entweder euphorisch oder vernichtend – es gibt wenig dazwischen. Doch sind Kryptowährungen wirklich nur schwarz oder weiss? Existiert nichts dazwischen?

Unbestritten ist, dass trotz der Bezeichnung Kryptowährung Bitcoin und Altcoins zwei der drei Bedingungen einer Währung nicht erfüllen. Sie sind ungeeignet als Recheneinheit (sind 0.0002 Bitcoin teuer für einen Liter Milch?) und sie sind kein verbreitetes Zahlungsmittel (wie viele Restaurants oder Lebensmittelgeschäfte gibt es, in denen man mit Kryptowährungen bezahlen kann?).

Doch über die dritte Voraussetzung kann man durchaus diskutieren. Jene als Wertaufbewahrungsmittel.

Es gibt wenig Läden oder Hotels, in denen man mit Gold bezahlen kann, dennoch gilt das gelbe Metall als Wertaufbewahrungsmittel schlechthin. Warum? Weshalb nicht Rhodium, das einiges wertvoller als Gold ist? Oder Platin und Palladium? Wieso dieser Tage nicht Bitcoin?

Es benötigt einen kurzen Blick zurück, um die Frage zu beantworten, und beginnt mit dem Begriff, denn die Definition von „Wertaufbewahrungsmittel“ ist etwas unscharf. Es muss ein nicht verderbliches Gut sein, dass sich leicht horten lässt und sich gegenüber dem Referenzwert (Franken, Euro, Dollar) werterhaltend zeigt.

Zudem sollte ein Wertaufbewahrungsmittel eine grosse Zahl Menschen ansprechen und jederzeit zu einem Marktpreis ohne steuerliche Belastung verkäuflich sein.

Immobilien fallen deshalb aus dieser Kategorie. Ein Gemälde von Picasso vermag sicherlich für einen Kunstliebhaber als Wertaufbewahrungsmittel dienen, entspricht aber ebenfalls nicht den genannten Voraussetzungen.

Nun setzten die drei erwähnten Bedingungen für Geld nicht zeitgleich ein, sondern sequentiell. Rund 5’000 v.Chr. entstand der mesopotamische Schekel als Recheneinheit in Form eines definierten Gewichtes, um Güter objektiv tauschen zu können, und um 700 v.Chr. waren es die Lyder, die als Erste Münzen herstellten und damit ein Zahlungsmittel entstand. Die Legierung des Elektrums bestand aus Gold und Silber.

Selbst das Gehäuse von Kaurischnecken wurde in verschiedensten Gegenden der Welt als Zahlungsmittel benutzt (Indien, China, Südostasien), galten sie wegen ihrer einzigartigen Form und dem glänzenden Schmelzüberzug als fälschungssicher. Diese Analogie ist relevant, um zu verstehen, dass ein Wertaufbewahrungsmittel nicht notwendigerweise einen hohen materiellen Wert darstellen muss.

Der Bedarf nach der Geldfunktion als Wertaufbewahrungsmittel begann um die Zeit von Christi Geburt mit dem Wertverfall des römischen Denarius. Per Dekret legte Kaiser Augustus die Legierung (95% Silber) und ein fixes Gewicht fest.

Doch über die folgenden 300 Jahre reduzierte sich der Silbergehalt auf nahezu Null. Der Denarius war zum Schluss nur noch eine Duplex-Münze aus Kupfer und lediglich einem Überzug aus Silber.

Wenig überraschend entstanden als Folge inflationäre Prozesse, und die Suche nach einem Wertaufbewahrungsmittel, das nicht manipuliert oder gefälscht werden konnte, setzte ein.

Die Antwort, weshalb ausgerechnet Gold es zum ultimativen Wertaufbewahrungsmittel schaffte, folgt einer klaren Logik und liefert ebenfalls Hinweise zu Bitcoin.

Selbst vor tausenden von Jahren waren die Menschen fähig, Gold zu schürfen, da es oft in reiner, verarbeitungsfähiger Form existiert (Nuggets sind ja relativ weich). Alle anderen Metalle finden sich in Erzvorkommen und konnten lange nicht geschmolzen werden.

Gold ist zudem das einzige Metall mit gelber Farbe, alle anderen sind weisslich, grau oder braun. Das Symbol für Gold ist Au – vom griechischen Aurum – und heisst glühen und glänzen. Die Inkas nannten Gold „die Tränen der Sonne“.

Gold fasziniert die Menschen nicht nur wegen des Anblicks, es fühlt sich auch speziell an. Mit seiner Dichte von 19.3 Mal grösser als Wasser ist es nicht nur aussergewöhnlich, Gold ist auch selten und dennoch über den ganzen Globus verteilt.

Deshalb existieren weltweit dieselben Assoziationen. Gold steht für die Götter, Unsterblichkeit, als Siegessymbol, als Emblem für Königinnen und Kaiser.

Seltenheit und Faszination sind ähnlich zwischen Gold und Bitcoin – Altcoins sind die weissen und grauen Metalle (deshalb macht wohl auch Bitcoin zwei Drittel des Marktwertes aller rund 2’000 existierenden Kryptowährungen aus).

Wer behauptet, Gold sei greifbar und Bitcoin immateriell, blendet aus, dass die Menschheit immer weniger haptisch wird. Nachrichten auf dem Mobiltelefon und nicht mehr auf Zeitungspapier, digitales Geld anstelle von Banknoten.

Das materielle Denken muss überwunden werden, um das Potential von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zu erkennen.

Ein Gedankenanstoss, dass die Differenz von Gold zu Bitcoin als „digitales Gold“ gar nicht so gross ist, verdeutlicht folgende Tatsache: Wir nehmen Gold als wertvoll wahr, weil wir alle denken, es sei wertvoll. Der Wert des Goldes existiert vor allem in unseren Köpfen (genauso trifft dies auf Bitcoin zu).

Warren Buffet sagte 1998 anlässlich einer Rede in Harvard: „Gold wird aus dem Boden in Afrika oder irgendwo sonst in der Welt ausgegraben. Dann schmelzen wir es ein, graben ein anderes Loch, verstecken das Gold wieder darin und bezahlen dann Menschen, um darum herumzustehen und es zu bewachen“. Buffett ergänzte, dass „wenn Marsmenschen das sähen, würden sie sich am Kopf kratzen“.

Wie auch immer, materiell oder virtuell: Der Wert von Gold und Bitcoin basiert auf dem gleichen Ressourceneinsatz, den Schürfkosten und der notwendigen Energie.

Kritiker von Bitcoin bemängeln, dass der Preis von Bitcoin viel zu volatil sei, um den Ansprüchen als Wertaufbewahrungsmittel entsprechen zu können. Dieser Einwand hat seine Berechtigung, doch Bitcoin ist erst zehn Jahre alt.

Wir haben keinerlei Informationen, wie gross die Preisveränderungen des Goldes vor tausenden von Jahren war.

Zudem ist es erst fünfzig Jahre her, als der Goldpreis innerhalb von einer Dekade von $35 auf $800 im Jahr 1980 gestiegen ist, um anschliessend bis ins Jahr 2000 auf $270 zu kollabieren und anschliessend auf $1’900 (2011) zu steigen.

Und dann wieder auf unter $1’100 zu fallen (2015). Klar, Schwankungen in ähnlichem Ausmass haben sich bei Bitcoin in wenigen Jahren ereignet, aber heutzutage geht ja alles ein bisschen schneller.

Ich denke deshalb, dass die hohe Volatilität von Bitcoin normal ist für ein neues Produkt, das noch in seinen Kinderschuhen steckt. Es gibt keine Garantie, dass Bitcoin gross an Wert zulegen wird, aber der generelle Trend der vergangenen zehn Jahre sowie die zugrundeliegende Angebots-Nachfrage-Dynamik legen nahe, dass es wahrscheinlich ist.

Von null auf $9’000 in zehn Jahren ist schon mal nicht schlecht. Was mag wohl seinerzeit die Preisentwicklung des Goldes gewesen sein?

Und: Was sind denn neben dem Klassiker Gold die anderen Optionen? Alle Fiat-Währungen befinden sich bezüglich ihrem inneren Wert in einem säkularen Abwartstrend – durchaus gewollt von den Zentralbanken, um uns zum Konsum zu animieren –, Bitcoin hingegen ist naturgemäss deflationär, ist doch ein Limit von 21 Millionen Einheiten eingebaut (zur Zeit zirkulieren etwas über 18 Millionen Bitcoins, das Maximum dürfte im Jahr 2140 erreicht werden).

Ein weiterer Einwand ist, dass die Regierungen Kryptowährungen verbieten könnten, da sie Bedenken haben, die Kontrolle über ihre Geldpolitik zu verlieren.

Die Schweiz, die EU oder die USA könnten den Umtausch in Franken, Euro oder Dollar erschweren, aber nicht den Besitz von Bitcoin und den Tausch zwischen Besitzern (ausser sie usurpieren das ganze Internet).

Nebenbei bemerkt geschah dies bereits mit Gold. Franklin D. Roosevelt verbot mit seinem Executive Order im April 1933 den Besitz von Gold. Erst im Dezember 1974 wurde dies durch Gerald Ford aufgehoben. Über vierzig Jahre lang Goldbesitz für illegal zu deklarieren, ist eine ziemlich lange Zeit.

Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass Bitcoin zwar preislich volatil, aber sehr sicher, leicht und günstig zu verwahren ist und demzufolge ein alternatives Wertaufbewahrungsmittel darstellt. Wer eine dezentralisierte, demokratische Sicherheit sucht, ist mit Bitcoin gut bedient.

Kommentare

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  1. Ich habe mal eine Frage: Ganz viele Leute sagen hier, Bietcoin wäre wertlos. Ich habe aber in der Realschule gelernt: Etwas wertloses kostet 0 Francken 0 Rappen. Und ich war Grad im Internet und da stand 1 Bitcoin kostet 8000 Francken. Und nicht 0 Francken 0 Rappen. Jetzt habe ich einen ganz sturmen Kopf.

  2. Bitcoins vergleiche ich mit Chips in einem Casino. Das Casino welches die Chips gegen harte Währung wie Euros herausgibt, lässt es aber offen, ob es die Chips auch wieder gegen Euros zurücktauscht.

    Welchen Wert haben diese Chips nun? 1 g Plaste mit einem schönen Prägestempel?
    Es ist ein Heer an Gläubigen erforderlich, um diesen Chips eine Wert zu verleihen. Der Glaube wird unterstützt durch die Aussage, dass insgesamt nur 21 Millionen Chips hergestellt werden.

    Wenn ich nun andere Kunden dieses Casinos treffe sind diese vielleicht bereit, mir gegen diese Chips werthaltige Güter oder Dienstleistungen zu überlassen. Das können diese tun, aber sie müssen meine Chips keineswegs als Zahlungsmittel akzeptieren. Finde ich nun keine Casinobesucher mehr, die meine Chips annehmen, kann ich diese nur noch beim Casino eintauschen. Da aber das Casino nie versprochen hat, mir meine Chips zurückzutauschen, sind meine Chips eventuell plötzlich nichts mehr wert.

    Wo ist jetzt der Unterschied zum „Giralgeld“ einer Geschäftsbank?
    Ich habe der Geschäftsbank Gold verkauft und dafür Giralgeld dieser Geschäftsbank erhalten. Die Geschäftsbank ist zwar nicht verpflichtet, mir gegen Giralgeld wieder Gold zu verkaufen, aber sie muss mir, auf mein Verlangen, Bargeld auszahlen. Dieses Bargeld ist nun im Hoheitsgebiet dieses Staates „gesetzliches Zahlungsmittel“. Solange der Staat noch existiert und seine Währung funktioniert, kann ich mir mit diesem Bargeld Gold kaufen. Über den Weg der Bargeldauszahlung könnten die Kontenbesitzer einer Bank diese zwingen, sämtliche Aktiven zu veräußern. Der Bank würde lediglich noch ihr Eigenkapital verbleiben.

    Mit meinen Bitcoins kann ich hingegen niemand zwingen, mir Bargeld auszuzahlen. Eine Deckung dieses Zahlungsmittels existiert einfach nicht. Den Bitcoins stehen absolut keine Aktiva gegenüber.

    Bitcoins als Geldanlage zu betrachten finde ich deshalb extrem riskant.

    LG Rudi Müller

  3. Sowohl Gold als auch Krypto sind Schwachsinn, solange deren Wertangabe noch in US$ gemessen wird.
    Kryptowährungen müsste man in Gold messen. Zb. Ein Bitcoin würde dann einer zum einem Fixkurs einer Unze Gold entsprechen und gegen Gold als Zahlungsmittel angenommen werden. Wenn es dann einen Goldrun geben würde müsste man dann einfach 2 oder 3 Bitcoins bezahlen, je nach Marktpreis.
    Dann gäbe es auch nicht so extreme Schwankungen.
    .
    Der Irre in Venezuela hat versucht mit dem PETRO gebacked mit Erdölfässern eine Kryptwährung zu machen.
    Seit Oktober kann man damit die jetzt in Devisen resp 120 USD umtauschen (Ausgabekurs vor rund 1.5 Jahren 60 USD) und auch Gebühren für Aemter bezahlen.
    Und die Büetzer und Pensionierten bekommen je einen halben PETRO als Weihnachtsgeld (Aguinaldo)!

    • Man nehme einen Computer, führe zahlreiche Rechenoperationen durch, wie z.B. 1=li(x)+∑ρli(xρ)−ln2+∫∞xdtt(t2−1)lnt*∫∞0xn−1e−xdx, okkupiere und beschäftige damit viele Computer und Server weltweit, um danach auszurechnen, ob es nicht schon ein anderes Bit gibt, das diesen Platz schon belegt, denn es darf ja nur so und so viele Bits weltweit geben und die Rechenoperationen all dieser Computer müssen zum Schluss noch verglichen werden. All die Computer benötigen Strom und geben Wärme ab. Dann benötigt man selbstredend noch ein Handy, damit man jederzeit mit den Bitcoins zahlen kann, und gibt damit Strahlung ab. Zuguterletzt geht man mit dem Handy auf die Strasse, um gegen den Klimawandel zu protestieren und schwänzt die Schule, damit man ja nicht klüger wird. Aber zum Schluss hat man wenigstens ein wertvolles Bit geschürft, das 7’000 Franken Wert hat.

  4. @Buchhalter

    Danke für Ihre Beiträge. Ihre Ausführungen sind Grund zur Hoffnung für Menschen die noch in der Lage (Willens) Dinge kritisch zu hinterfragen, auch ohne Buchhaltungskenntissen, wie der Schreibende. Habe sehr viel über das Thema gelesen, dabei für mich festgestellt, dass Aussagen wie: „Die Zentralbanken drucken das Geld einfach“, – so nicht aufrecht erhalten werden können. Ich empfehle daher jedem, sich selber Gedanken zu machen, Aussagen, wie die von Devisenhändler – Spekulanten, Professoren und Zentralbank-Gouverneure zu prüfen und die weitverbreitete Hirnwäsche zu durchschauen, statt Gehörtes nachzuplappern.

    Nochmals Danke und Beste Grüsse

    • @ BESORGNISERREGEND
      Danke + gern geschehen. Eigentlich ist alles ganz einfach, wenn man sich von den herumgeisternden Vorstellungen einmal befreit hat. Die Werte werden von den zahlreichen hart arbeitenden Menschen erschaffen und niemals von den Zentralbanken (was nützt Geld, wenn keine Nahrungsmittel produziert, keine Häuser gebaut werden usw.?). Diese kaufen solche Werte (allenfalls vorübergehend) auf – oder finanzieren den Staat, was sehr problematisch ist – und geben dadurch Währung heraus. In den Aktiven der Zentralbanken erscheinen dann solcherlei Werte und die Währung ist auf der Passivseite derselben, also als Schuld, als Verpflichtung ausgewiesen. Brechen die Werte (Aktiven) ein, hat die Zentralbank (und damit die Währung) – wie jedes andere Unternehmen auch – ein Problem. Bei den Banken verhält es sich ähnlich: Sie tauschen Forderungen gegen Kunden (Kredite) mit Forderungen gegen sich (Kundenguthaben) mit dem Publikum aus. Dadurch entsteht Buchgeld. Das ist das ganze, gut behütete und von den wenigsten verstandene Geheimnis. Ganz einfach – aber Wissen ist bekanntlich Macht…

  5. Niemand weiss wer wirklich hinter Bitcoins steckt. Wenn man sieht wie Hacker alles beeinflussen können, habe ich da grosse Zweifel. Möglicherweise kennen nur die Gründer dieser Währung die Codes mit der man manipulieren kann. Für mich ist das ein völlig undurchschaubares Casino.

    • Bitcoin ist komplett open source und transparent. Ich verstehe, dass es hart ist das Konzept zu begreifen, aber Bitcoin ist die größte Fehler-Suche der Welt. Seit 10 Jahren versuchen Leute das Protokoll zu ‚hacken‘. Wäre es möglich, wäre es bereits geschehen, da die Belohnung dafür im Bereich der Billionen Euro liegt.

  6. Ich denke die Akzeptanzstellen sprechen eine deutliche Sprache,sie sind verschwindend gering verglichen mit den Kreditkarten und Girokonti.
    Die staatlichen Finanz-Zerberusse auf dieser Welt werden es zu verhindern wissen,dass Platformen aufgeschaltet werden können.
    Herrn Mettler ist ein Kränzchen zu winden für diesen informativen und interessanten Artikel.Dem geneigten Leser kann ich auch sein Buch empfehlen (2084),mit Hypothesen und Denkanstösse wie die Welt in eingen Jahrzehnten aussehen könnte.

  7. Lieber Herr Mettler
    Leider warte ich seit mehr als 24 Stunden vergebens auf Ihre Antwort auf meine Frage: „Was steht denn Bitcoins auf der Aktivseite der Bilanz der Herausgeber gegenüber?“
    Ihre Antwort interessiert mich ausserordentlich, denn ich bin sehr wissbegierig und möchte gerne mein Wissensdefizit füllen!

    • Die Herausgeber sind die Miners. Deren Bilanz und Erfolgsrechnung sieht ganz ähnlich aus wie die einer Software Firma. Mit Fremd- und Eigenkapital wird die Mining Infrastruktur finanziert. Aufwände sind hauptsächlich Energie- und Personalkosten, zudem die Abschreibung der Hardware. Die Erträge kommen aus den geschürften Coins. Diese werden am Markt verkauft und so in den Umlauf gebracht.

    • @ CrytoKid
      Eben. Bits werden aktiviert, sind also keine Guthaben resp. Forderungen des Inhabers, sondern einfach nur Ziffern im Computer. Guthaben resp. Forderungen des Inhabers sind immer Passiven resp. Schulden seines „Geschäftspartners“, aber niemals Aktiven, denn nur wenn mir jemand etwas schuldet, kann ich auch etwas zugut haben. Der Rest der Bilanz der Miner wird mit Aktiven und Passiven, also, wenn man so will, mit „richtigem“ (Schuld-)Geld finanziert. Diejenigen, die an diese Bits im Computer glauben, kaufen sie dann wiederum mit „richtigem“ Geld ab oder erwerben sie gegen Herausgabe von handfesten Gütern oder Dienstleistungen. Wenn ich also diese Bits kaufen würde, ginge aus meiner Bilanz auf der Minusaktivseite richtiges Geld hinaus und dann stünden auf der Aktivseite diese Bits, welche kein Gegenüber haben, sondern einfach nur alleinstehende Bits, stellvertretende Ziffern und Zahlen im Computer sind. Nun, jeder darf etwas einen Wert zumessen, ob er dann einen anderen findet, der diese Bits als Wert erachtet und sie an Zahlungs statt nimmt, ist eine andere Frage. Wert liegt immer im Auge des Betrachters. Einzelne Tulpenzwiebeln erreichten vor einigen Jahrhunderten in Holland den Wert eines ganzen Bauernhofs. Das Ende der Geschichte ist bekannt. Glauben macht bekanntlich selig und den Letzten beissen die Hunde.

    • @Buchhalter: bitte überzeugen Sie die Eidg. Steuerverwaltung von Ihrer Buchhaltungslogik! Die hatte die Frechheit, für «Nichts» einen Steuerwert von CHF 3’705.37 (2018) festzulegen. Falls Ihnen dies gelingt, geben sie mir Ihre Wallet Adresse an, Spende folgt 😊

    • @CryptoKid
      Das ist nicht „meine“ Buchhaltungslogik, sondern ganz einfache Buchhaltung, erstes Semester.
      Dass die Behörden daran interessiert sind, alles zu besteuern ist nichts Neues und dass sie ein System wünschen, wo sie alles kontrollieren und die Untertanen verarmen können – weltweite Abschaffung des anonymen Bargelds – und missliebigen Personen ihre Bits zu enteignen, kann nur Naive erstaunen. Die Menschen hatten schon immer das „Flair“, sich nichtsahnend und blind selbst zu versklaven und das gelingt mit Klimapolitik, Karl Marx und Digitalwährungen usw. wunderbar. Und die Menschen jubeln einmal mehr, nichts ahnend, wie ihnen geschieht. Viel Spass in Orwells und Huxleys Welt!

  8. Aloha allerseits,

    da hier über Werte geschrieben wird, lohnt es sich
    auf folgendes zu besinnen: Die menschliche Würde, Intelligenz, Talente und Fähigkeiten sind das höchste Wert eines Wertesystems. Das Gold, Diamanten und so
    fort symbolisieren lediglich den unschätzbaren Wert
    eines Menschen. Des Weiteren sind vereinzelte Menschen wahre Werteerschaffer.

    Der Körper und die Arbeitleistung eines Menschen wird
    hinter den verschlossenen Türen als sehr wertvolles Kollateral angesehen. Das bejubelte Geld entsteht
    durch die Hinterlegung unserer Kollateralwerte.

    Diese von Menschen erschaffene Kollateralwerte sind geheim gehaltenes Anlagevermögen und die Liquidität zweitens Grades. Wenn Ihnen jemand erzählt, dass das
    Geld aus dem Nichts erschaffen wird, so ist das nicht korrekt. Ich rede hier nur von der Erschaffung des Geldes und nicht von monetären Schein-Werten.
    So viel in Kürze.

  9. Crypto-Währungen werden uns gerne als praktisch, unabhängig, modern, und als neue, saubere und sichere Errungenschaft verkauft.

    In Tat und Wahrheit sind es Ausgeburten vom selben, alten ausbeuterischen und betrügerischen Finanzsystem, das sich durch Neuerfindung aus sich selbst, mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln am Leben erhalten will. Wenn das System crashed – und das wird es unausweichlich – sind alle Cryptos tschüss!

    Nur Systemgläubige kaufen diese fiktiven Zahlen und Zeichen auf elektronischen Displays dargestellt. Der intrinsische Wert ist dabei – wie beim Giralgeld – noch unterirdischer als derjenige unserer bunten Papierzettelchen…

    Die Systemgläubigkeit ist wie die Mediengläubigkeit: grenzenlos!!! Das grosse Erwachen klopft schon bald an die Tür…

    • @Visionär
      Ich danke Ihnen! Es gibt sie doch noch, die selbständig und rational Denkenden. Gottseidank.

  10. Gold und Bitcoin haben zwar bei ein konfiskatorisches Risiko, aber wenn es um die Durchsetzung der Enteignung geht, ist es bei Gold einfach und bei Bitcoin fast unmöglich.

    Gold kann ohne weiteres beschlagnahmt werden. Aber Bitcoins sind immer auf der Blockchain, mit dem Private Key können die Bitcoin von einem Public Key zu einem anderen Public Key gesendet werden.

    Also könnte die Regierung nur den Private Key beschlagnahmen und genau dort ist das Problem (bzw. der Vorteil von Bitcoin gegenüber Gold): der Private Key ist nichts anderes als eine Abfolge von 64 Ziffern und Buchstaben. Mit ein wenig Gedächtnistraining kann man die 64 Ziffern und Zahlen auswendig lernen und dann kann niemand das Vermögen beschlagnahmen und man kann sein Vermögen trotz Kapitalverkehrskontrolle überall auf der Welt mit nehmen.

    Die Regierung könnte höchsten die Mining Hardware beschlagnahmen und den FIAT-Crypto Gateway erschweren. Aber Bitcoin kann man nicht nur gegen FIAT, sonder gegen alle Waren und Dienstleistungen tauschen.

    In Venezuela gibt es das Strengste Bitcoin Verbot, Militärische Spezialeinheiten machen Jagd auf die „Bitcoin-Konterrevolutionäre“ und so manch einer ist dabei schon erschossen worden, dennoch ist Venezuela eines der Länder, in dem sich Bitcoin Mining dank des günstigen Energiepreises am meisten lohnt und wegen der aktuellen Wirtschaftlichen Lage, steht für jeden erschossenen oder inhaftierten Konterrevolutionär mindestens zwei neue bereit, die seine Bitcoin Mining Weiterbetreiben werden. Wenn totalitären Regieren mit drakonischen Strafen die Menschen nicht vom Bitcoin wegbringen können, wie will den das unsere Kuscheljustiz schaffen?

  11. Es gibt einen grossen Unterschied: Ich kann morgen mit den Bitcoin Algorithmen den Simon Coin gründen. Und jeder kann das. Das ist Software.
    Aber ein neues Gold kann ich nicht erfinden. Das ist Physik.
    Warum also soll jetzt der Simon Coin weniger oder mehr Wert haben als der XYZ Coin?

    • Aus dem gleichen Grund weshalb eine kopierte 100er Note keinen Wert hat: man sieht, dass es nur eine Kopie ist.

    • Aus dem gleichen Grund hat auch eine kopierte 100er Note keinen Wert: man sieht ihr an, dass sie nur eine Kopie ist.

  12. Vielen Dank für den sehr lesenswerten Artikel. Bin eigentlich eher skeptisch gegenüber den Kryptowährungen. Dieser Beitrag regt aber zum Nachdenken an und führt vielleicht zu einer neuen Haltung gegenüber den Kryptowährungen.

  13. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Gold und Bitcoin besteht wieder mal darin, dass für den Erhalt von Gold eine grosse Leistung erbracht werden muss. Gold schürfen ist eine anstrengende und erfordert viel Arbeit und Leistung! Anschliessend muss das geschürfte Material noch raffiniert und verarbeitet werden.

    Bitcoin hingegen wird wiederum wie Fiat-Money ohne Arbeit und Leistung per Tastatur an Computerbildschirmen eingetippt. Dies führt wiederum lediglich zu hell erleuchteten elektronischen wertlosen Zahlengebilden.

    Bitcoin ist wiederum nur Gehirnwäsche, wo die Menschen, als gläubige Gläubiger an einen Wert (im Hirn erträumt) glauben sollen.

    Vielleicht werden diese Bitcoins eines Tages auch noch beliebig vermehrt werden in Quantencomputern. Und wenn der Strom fehlt gibts wiederum keine Bitcoins mehr. Eines Tages wird das Bitcoinsystem mit Viren verseucht und dann ist fertig lustig.

    Verschonen Sie die Menschen vor diesem wertlosen Gehirnwäsche-Dreck.

    Man muss sich immer auch die Frage stellen, ob die weltweiten Rohstofflieferanten beliebig erzeugtes Geld als Zahlungsmittel überhaupt akzeptieren. Gold und Silber werden sie mit Sicherheit akzeptieren, wertlose Bitcoins wohl eher nicht. Somit ist die Nachfrage nach Bitcoin zur Zeit rein spekulativ, und sobald wieder die nächste Panikwelle ausgelöst wird fliehen alle aus Bitcoin.

    Bei den Edelmetallen ist das ganz anders. Viele Rohstoffländer akzeptieren Gold und wollen selber mehr Gold. Russland, Iran, Saudiarabien und viele andere werden Edelmetalle akzeptieren. Aber doch nicht Bitcoin!

    Wenn Dummköpfe ihr Fiat-Money gegen Bitcoin tauschen wollen, dann sollen sie das tun. Vernünftige Leute kaufen wahrscheinlich eher Edelmetallgeld, — echtes Geld, das durch Arbeit und Leistung erzeugt wurde, und nicht durch Spekulation an Bildschirmen !!

    Noch etwas zum Goldverbot:
    Nur menschenfeindliche, betrügerische, kriminelle Regierungen, die mit der Fiat-Money-Branche verheiratet, unterwandert, und korrupt sind versuchen die Menschen durch Goldverbote ihrer Werte zu berauben.

    • Es ist schade, dass sie zwar viel geschrieben haben, sich nicht besser informiert haben. Bitcoins müssen digital geschürft werden, d.h. es muss viel Rechenleistung (sprich Energie) aufgebracht werden um sie zu generieren. Man kann nicht einfach aus der Luft neue erstellen. Lesen sie mal über das Mining und Proof of Work. Das ist ja genau eines der Dinge die Bitcoin so speziell und genial machen.

    • Ach wie herrlich ist denn dieser Kommentar.
      Unglaublich, so viel Unwissen in praktisch jeder Zeile zu diesem Thema.
      Übrigens, es sieht so aus, als ob es bald an sämtlichen PoS (Point of Sales) sprich, Läden wie Migros, Coop und Online-Shops die Möglichkeit gibt, mit Kryptowährungen zu bezahlen.
      https://www.six-payment-services.com/de/shared/news/2019/Bitcoin.html

      Na klingelt’s…das nennt man Mass-Adoption, die zwar noch paar Jahre dauern wird, aber stetig voranschreitet. Dieselben Stimmen waren Mitte der 90er auch beim Aufkommen des Internets zu hören.

    • @ Ron Fetzel….

      Das Mining soll dem Bitcoin den Wert verschaffen und das massenhafte erzeugen dessen verhindern.
      Richtig….

      Trotzdem ist das Resultat eben nichts reales, sondern nur ein Zahlencode.
      Luft, Null, Never…….nichts physisch vorhandenes.

      Was machen sie in einer Krise mit einem Zahlencode ?

      Gold ist Physisch und auch wenn es zu allen Zeiten schnell mal Goldverbote gab, sie halfen nie wirklich, denn die klugen hatten ihr Gold zu Hause versteckt und ein diskretes tauschen konnte man nie verhindern.
      Wer im Deutschland der 20-igerjahre noch Goldmark hatte, der war König.

      Sehen sie sich an wie China das Netz kontrolliert.
      Bei uns in Europa sind genau solche Bestrebungen auch im Gange. Siehe Deutschland, England, Frankreich usw.
      Sollte es zu einer Krise kommen, werden die das Netz unter Umständen einfach abschalten um den Geldverkehr und Nachrichtenfluss zu kontrollieren.

      Was tun sie dann mit einem Zahlencode…..???

      Nein, wenn sie für Geld auf das netz angewiesen sind, sind sie auch immer von anderen abhängig und genau das ist ein grosser Nachteil.

  14. „Gold ist Geld – alles andere ist Kredit“

    J. P. Morgan 1912, vor einem Ausschuss des Kongress.

    Morgan war einer der einflussreichsten Banquiers seiner Zeit, gleichzeitig aber auch verrufen, weil er grosse Teile der US Industrie und Infrastruktur (Eisenbahnen etc.) beherrschte. Immerhin bewahrte er die USA mit dem Aufkauf grosser Mengen Staatspapiere vor dem Bankrott. Effektiv sagte Morgan damals aber: „Geld ist Gold – alles andere Kredit“. Das war zu einer Zeit, als der US$ noch in Gold konvertierbar war. 1933 verbot Präsident J. D. Roosevelt den privaten Goldbesitz; die Konvertibilität des US$ in Gold wurde gleichzeitig beendet!
    Was seither mit Stabilität aller Währungen geschah, wissen wir alle!

    • @ Observer….

      Roosevelt war ein Saukerl, denn er hat bei der Aktion von 1933 sein Volk massiv bestohlen.
      Am Montagmorgen konnte niemand mehr sein Bankschliessfach aufsuchen ohne das ein Bundesbeamter mit dabei war.
      Fand man im Fach Gold, wurde das beschlagnahmt und zum Kurs von 20 Dollar pro Unze entschädigt.

      Allerdings, kaum hatte die Regierung die Aktion abgeschlossen….. wurde die Unze Gold mit 30 Dollar bewertet = Staatlicher Betrug.

      Schmuck und antikes Gold durfte man behalten, aber die Behörden wussten damit natürlich auch das man sowas besass.
      Bei solchen Behörden etwas beunruhigendes….. denn eine zweite Runde der Zwangsenteignung war damit möglich.

      Das Goldverbot wurde erst in den 70-igerjahren wieder aufgehoben.
      Goldschmuggel aus Mexiko usw. war in der Zeit eine häufige Praxis, halt wie zu Zeiten der Prohibition.

  15. Bitcon ist letztendlich Teil eines banalen Schneeballsystems. Es geht solange gut, wie die Kugel am Rollen ist und „Bedarf“ provoziert werden kann.
    Punkt.

  16. Bitcoin dient als Wegbereiter für Libra und co. Danach finden sich Wege Bitcoin abzuschalten. Die Technologie hinter Bitcoin ist veraltet. Der enorme Energieverbrauch und der Preis dieser alten Technologie korrelieren zur Zeit halt noch.

    • Na wenn Bitcoin veraltet ist, was soll ich dann zu den Technologien bei den Banken sagen?

      – Uneffizient geschriebene Applikationen mit einen unnötigem Overhead.
      – Alte nicht wartbare Programmlogiken
      – Serverhardware die keine richtigen Workloads haben

    • Bitcoin war natürlich schon ein guter erster Wurf und viele freiwillige Tester konnten gefunden werden.
      Libra bspw. wird jedoch wegen der besseren Performance und der Anzahl Benutzer die erreicht werden können um den Faktor > 1’000’000 nützlicher als Bitcoin.

  17. Es ist ein bisschen wie mit Gold: da sagen auch viele: „Viel zu volatil, die Kurse schwanken doch die ganze Zeit extrem, wie soll das denn sicher sein.“ Aber langfristig haben sich in der Geschichte der Menschheit INvestments in Gold bisher immer ausgezahlt und wirklich ALLES überstanden. Vielleicht ist der Bitcoin ja so eine Art digitales Gold, schließlich sind auch die Bitcoin Reserven begrenzt und der Coin kann nur teurer und stabiler werden in Zukunft. Wenn man sich die Goldkurse auf https://www.gold-preisvergleich.de/goldpreis/ anschaut kann man ja sehen wie stark Gold alleine im letzten Jahr gestiegen ist. Da investiere ich gerne und auch größere Mengen, genauso wie bei Bitcoin. Ich stehe einfach auf sichere Investments für die die meisten Menschen sich zu unentschlossen sind. Auch gut, so sind die Anleger dem Rest eine Nasenlänge voraus.

  18. Ein sehr fundierter und guter Artikel zu Bitcoin. Ja, momentan ist Bitcoin noch nicht für Zahlungen geeignet, doch eines ist wichtig zu bemerken: die Technologie steht nicht still.

    Sogenannte layer 2 Lösungen wie das Lightning Network ermöglichen die praktisch sofortige Übertragung von Bitcoins über alle Grenzen hinweg und für praktisch vernachlässigbare Transaktionsgebühren.

    Viele sehen Bitcoin, lästern über die Volatilität, lachen über die Langsamkeit und behaupten, dass es grundsätzlich beschränkt ist und nicht skalieren kann. Also als Zahlungsmittel nicht taugen kann. Ich denke wir stehen vor einer Technologie wie man damals vor dem Internet stand. Damals lästerte man auch und fragte: wozu soll das gut sein? Es ist langsam, teuer, kompliziert und wird nur für illegales verwendet. Und wo stehen wir heute.

    Viele sehen Bitcoin als etwas statisches, voller Probleme. Aber die Technologie hinter und rund um Bitcoin herum steht nicht still. Also ich denke es wird auch bald als Zahlungssystem taugen. Streaming money, machine to machine Zahlungen, nano (nicht micro) transactions, SWIFT alternative. Mal sehen.

    • Das Hauptproblem am Bitcoin ist…… das wir nicht kontrollieren können wer dahinter steht.

      Es ist nicht transparent wer was wie bestimmen und oder manipulieren kann.

      Diese Kursprünge, bei denen verdienen einige wenige Investoren sehr gut, viele kleine auch mal…… und oft machen die kleinen Verlust wo die grossen auch am Abwärtstrend noch verdienen können.

      Bitcoins sind undurchsichtig, werden Fremdbestimmt, können sich jederzeit völlig entwerten.
      Es steht nur Luft dahinter, keine Gesellschaft, keine Wirtschaft, keine Nationalbank und kein Staat….. nichts, nur ca. 100-150 Investoren die den ganz grossen Kuchen halten und die wir nicht kennen.

      Ob sowas eine Krise besser übersteht…..???????????

    • Layer 2 aka Lightning Network ist nicht die Lösung und das ist allgemein bekannt. Einzig Spekulanten und Bitcoinrelgionsanhänger propagieren es nach wie vor.

      Die Aussage das die Technologie nicht stillsteht ist korrekt. Aber sie vermischen hier Bitcoin mit Blockchain und Blockchain mit Distributed Ledger Technologie. Das sind allesamt einzelne Themen.

      Damit zum letzten Punkt: Die Technologie auf welche Bitcoin basierd steht still und entwickelt sich nicht weiter. Daher „muss“ ja ein neuer Weg her und es wird auf einen Layer 2 ausgewichen. Würde die Entwicklung nicht stillstehen wäre das nicht nötig. Das machen andere Blockchains oder DLTs eindrucksvoll vor.

  19. Klar sind alle Währungen eine Glaubens-Frage.

    Wir glauben, dass unsere Währungen sicher sind, weil wir an den Staat glauben, der für sie garantiert.

    Wer garantiert für Bitcoin?

    Gold ist ein von der NATUR selbst geschaffener Rohstoff, der sämtliche Merkmale von echtem Geld in sich vereint. Es repräsentiert auch nicht Schulden, wie Währungen dies tun. Gold wird schon seit Tausenden von Jahren als wertvoll erachtet und geschätzt. Der Preis des Goldes wird zwar bestimmt auch manipuliert in den modernen Finanzmärkten, doch im Ernstfall wird es seinen Wert behalten. Ich denke, Gold wird jeden Blödsinn, jeden Hype und jede Illusion überdauern.

    Wenn ich Sie wäre, würde ich mir überlegen, aus Bitcoin auszusteigen, solange der noch über USD 8’000 liegt und in Gold einzusteigen, solange die Unze noch unter USD 1’500 liegt. Sollte eine neue Finanzkrise kommen, so denke ich, werden die Preise bald genau umgekehrt tendieren.

    • @bustabubble
      Gold ist halt immer noch ein Realwert, der gegenüber den „Papierwerten“ (Konti, Wertschriften usw.) doch grosse Vorteile hat.
      Aber bitte keine Goldkonti! Physisches Gold in kleinen Denominationen (50g, 100g, Krüger Rand) im Banksafe!

  20. Ob Bitcoin oder Gold ist eine reine Glaubenssache. Wie schon bereits erwähnt, unterliegen die Wertaufbewahrungsmittel einer natürlichen Schwankung und der jeweiligen Laune der Gesellschaft. Man kann ruhig von zwei voneinander unabhängigen Anlageklassen sprechen aber gleichzeitig darf man keine Wunder erwarten.Der wahre Reichtum befindet sich in der Produktivität und der innovativen Kraft einer Nation. Insgesamt ein sehr informativer und lesenswerter Beitrag.

  21. Moment mal. Darf ich kurz nachfragen: Wieviel Wert ist ein Bitcoin noch bei sagen wir, 3 Tagen Stromausfall? 7 Tagen Stromausfall? Bei einem Meteoriteneinschlag? Bei einem nuklearen Ausfall?
    Habe ich dann auch Zugriff auf meine Bitcoin wenn es einen Blackout gibt? Wenn ich dann zufällig gleich noch mein Haus verlassen muss? Den PC nicht unter den Arm packen kann und mein Handy leer ist?
    Fragen über Fragen.
    Ich kauf mir vorerst gerne einen 25KG-Sack Reis, meinetwegen auch mit einem Bitcoin-Logo vorne drauf.

    • @Salomé Leuchtsohell
      25 Kg reis ist – wenn alle Stricke reissen – eine gute Währung. Noch besser ist Salz!

      Gegen Ende des zweiten Weltkrieges hat die Schweizer Armee Salz nach Norditalien exportiert und gegen Lastwagenreifen (Pirelli) getauscht.

    • Schnaps und Zigaretten. Gebackene Bohnen mit Tomatensauce in Dosen. Zündhölzli. Und das Wichtigste: Kaffee! haha

    • Scho na interessant, welche Überlegungen sich eine Damencoiffeuse zu dem Leben nach einem Meteoriteneinschlag oder einem nuklearen Ausfall macht…

    • Damencoiffeusemeisterin? Die Berufsbezeichnung muss fake sein. Alle Hairstylistinnen die ich kenne sind intelligente Frauen…

    • Ja aber wie soll mann denn bei Stromausfall überhaupt bezahlen? Bei der Coop gehen die elektrischen Türen nicht mehr auf, die Lastwagen können nicht mehr tanken, die Ware taut auf, die Kassensysteme können kein Bargeld annehmen weil sie generell nicht mehr funktionieren.

      Und an Bargeld kommt ja auch keiner mehr. Es ist ja alles digital.

      Ok, Gold leidet unter keinem Stromausfall. Aber laufen sie dann mit den Goldbarren rum? Leider sind ja viele zum Teil schon mit Tungsten verfälscht und nur an der Oberfläche echt. Vielleicht nicht ihre… aber wie soll ich sie denn annehmen wenn ich ohne Strom nicht durchleuchten kann und sehen kann ob er wirklich echt ist? Und was soll die Coop-Ohne-Strom Kassiererin mit dem Goldbarren machen? Und wieviele Gramm kostet bei ihnen ein Haarschnitt in Gold?

      Ohne Strom haben wir ganz andere Probleme. GANZ andere. Aber erst mal die neue Technologie niedermachen 🙂

    • Boller….

      Nicht mit Goldbarren, die sichern die grösseren Werte ab.

      Zum bezahlen in der Krise nimmt man Silber.

      Mit Gold müsste man verfahren wie im Hochmittelalter als man die Goldmünzen mit der Zange in Stücke schnitt da Wechselgeld oft nicht vorhanden war.

      Um 1000 bis 1300 war die häufigste Standard-Währungseinheit in Mitteleuropa die Kuh. Was eine Kuh kostete wusste jeder denn die Gesellschaft bestand zu ca. 97% aus Menschen die in und für die Landwirtschaft tätig waren. Der Handel, der Adel und Handwerker wie Goldschmiede machten nur eine ganz ganz dünne Schicht aus.

      1 Kuh = 1 Silberpfennig ….und das blieb sogar ca. 300 Jahre lang so ohne Inflation.
      Die Silberförderung war ungeheuer aufwendig.
      Goldgeld war rar und eigentlich besassen solche Münzen nur reiche Leute. Die meisten Länder hatten nicht mal eine Goldwährung / Münzen.

  22. Gold taugt als Wertaufbewahrungsmittel, weil es 1. auch als Inputfaktor für die industrielle Wertschöpfung und für die Schmuckproduktion verwendet werden kann. Alleine daraus resultiert ein intrinsischer Wert von Gold. 2. Gold existiert nur in sehr limitierter Menge auf der Erde. 3. zusätzliches Angebot kann nur für teures Geld aus dem Boden extrahiert werden. Nichts davon trifft auf Cryptowährungen zu: 1. weder für Schmuck noch für Industriezwecke als Inputfaktor verwendbar. 2. Jeder kann eine neue Währung lancieren. Das heisst: das Währungsangebot ist praktisch unbeschränkt vorhanden. Es gibt bereits heute fast 5’000 Cryptowährungen. Zudem können die Spielregeln der bereits existierenden Cryptowährung jederzeit beliebig angepasst werden (siehe z.B. Bitcoin-BitcoinCash-Abspaltung), also ist auch bei jeder einzelnen Währung das Angebot nicht limiert.
    Fazit: Auch als Wertaufbewahrungsmittel taugt Crypto nichts. Da nützen auch Durchalteparolen wenig. Und bei diesen Preisschwankungen ist es nicht nachvollziehbar, warum man nicht stattdessen gleich in Aktien von Unternehmungen investiert, die tatsächlich Wertschöpfung und damit eine Rendite generieren.

    • 1. Gold wird zum geringfügigsten Teil für industrielle Produktion verwendet. Da ist Silber schon besser, hat aber trotzdem viel weniger Wert. Der intrinsische Wert ist also vernachlässigbar. Ausserdem hat unser Bargeld auch keinen intrinsischen Wert.
      2. Gold ist limitiert, jedoch vergrössert sich die Menge jährlich (Inflation). Wenn dann irgendwann Asteroiden geschürft werden, ist die Menge gar unlimitiert. Es wird hingegen nie mehr als 21Mio Bitcoin geben.
      3. Zusätzliche Bitcoin werden bis die 21Mio erreicht sind, aus Energie gewonnen (Mining braucht Energie, um die Computer laufen zu lassen), genau wie beim Goldabbau.

      Jeder kann eine neue Währung lancieren, aber nicht jeder kann ein Netzwerk aufbauen, welches auch rege genutzt und felsenfest gesichert wird. Von 5000 Kryptowährungen sind 4970 komplett illiquide und klinisch tot. Von den restlichen 30 sind viele Tokens und keine Währungen. Insgesamt sprechen wir also von 5-6 Währungen wobei Bitcoin ganz klar die grössten Netzwerkeffekte hat und am sichersten ist.
      Bei Geld geht es in erster Linie um Vertrauen. Bitcoin hat sich dieses Vertrauen über Jahre erarbeitet und den (einen?) Platz als Digitale Währung gesichert. Jede andere Währung die später als Bitcoin startet hat einen Vertrauens- und Netzwerkseffektsnachteil. Es gibt deshalb eigentlich keinen Grund auf andere Währungen umzusteigen, deshalb sind auch 99% der Kryptowährungen irrelevant bzw. Totgeburten. Sie versuchen es zwar mit neuen Features aber diese sind etweder sicherheitskomprimitierend oder könnten von Bitcoin ebenfalls implementiert werden (ist ja alles Open-Source, da dezentral). Also, die Menge kann eben nicht ad infinitum ausgedehnt werden, weil das Bitcoin Netzwerk auf 21Mio limitiert ist und die Nachahmer nicht viel Wert sind. Das sieht man doch bei den Bitcoin-Forks: der erfolgreichste (Bcash) ist 35x weniger Wert als Bitcoin.

  23. Schöner Beitrag, richtige Gedanken aber das falsche Forum. Alle Krypo- und Technologiehasser werden jetzt wieder Gift und Galle speien 🙂

    Kleines Gedankenspiel: hier 131gJ5QEpk74NdQKZC4FHW9q9N4htvdvUM lagern 1’000 Bitcoins was in etwa 8.7 Mio. Franken entspricht. Der Private Key dazu passt auf einen Fresszettel und Memo Stick. Sie sind Industrieller einer KMU in Frankreich, der Euro bricht zusammen, die neue Linksregierung zieht Privatvermögen über einer Mio. ein. Sie möchten das Land verlassen und nach Neuseeland ziehen. Was nehmen sie lieber mit? 190 kg Gold, 2 Koffer voll mit CHF Tausendernoten oder den Fresszettel/Memo Stick?

    • Ich packe 100kg Gold und 1 Koffer mit CHF in meinen Kofferraum und reise in die Schweiz. Wer interessiert sich noch für Bitcoin, wenn die Wirtschaft zusammengebrochen ist? Kryptos sind eine Wohlstandserscheinung, weil es ein paar Programmiereren zu langweilig ist. Schon mal etwas zu Essen auf dem Bauernhof in Neuseeland damit gekauft??

    • Die Gescheiten wurden längst reich, und die Realitätsverweigerer (auch Dreamer genannt) wettern immer noch vor sich hin.

    • Kleines Gedankenspiel: Die Regierung schaltet den Strom ab und blockiert sämtliche Reisetätigkeit. Was hättest du denn lieber als Reservevermögen? Lieber ein wertloser Stick oder ein paar Vrenelis? NB Wenn der EUR zusammenbricht ist es auch nicht mehr wirklich sicher, ob massgebliche Infrastruktursysteme noch funktionieren werden!

    • Bankster wird eine sehr schlechte Reise haben und an der Grenze gestoppt und im besten fAll enteignet. Venezuela lasst grussen

    • @Supermario: Bei Stromausfall herrscht wahrscheinlich nach ca. 48h das Faustrecht. Spannendes Buch dazu: „Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg.

      Der Fresszettel oder Memo Stick ist natürlich auch nach dem Stromausfall noch gültig. Man kann aber erst wieder mit Strom und Kommunikation/Internet wieder Transaktionen machen.

  24. Naja, Roosevelts Executive Order war während der Great Depression. Hintergrund war, dass die U.S.A. keine Dollar mehr drucken konnten, da sie die Grenze von 40% Gold Unterlegung erreicht hatten. Alle Amerikaner mussten daher ihr Gold ab einer bestimmten Menge and die Fed abgeben (gegen Bezahlung) um so die Goldreserve zu erhöhen und mehr Dollar drucken zu können.

    Vergleich zu einem Bitcoin hinkt hier auch. Sollten Staaten den Gebrauch von Bitcoin verbieten ist das etwas anderes als obiges Goldgesetz…..

    • Richtig. Die Bürger mussten damals dem Staat das Gold gegen lustig bedrucktes Papier abgeben. Danach hat man das Gold komplett vom „Geld“ entkoppelt, damit man fortan jegliche Schindluderei betreiben konnte, die man wollte. Sprich, die kontinuierliche kalte Enteignung des Bürgers via Inflation. Das Spiel funktioniert prächtiger denn je, seit Währung nicht mehr mit dem knappen, wertvollen Gold unterlegt werden muss und nach Belieben vermehrt und unter Freunden aufgeteilt werden kann.

      Gold ist derweil ein Dorn im Auge der Regierungen, denn es repräsentiert „Anti-Schulden“. Der gute alte Alan Greenspan, der allseits gelobte „Maestro“ der FED, der den Finanzmärkten während der letzten Finanzkrise den A**** gerettet hatte, hatte damals Gold noch als unbedeutendes Relikt aus alten Zeiten bezeichnet. Heute befürwortet er Gold als Hedge gegen die von ihm selbst befürchtete nächste grosse Finanzkrise. Jetzt, ohne offizielles politisches Amt, darf er halt wieder sagen, was er wirklich denkt und muss nicht von einem Skript ablesen.

      Derzeit findet unter den Regierungen dieser Welt ein Wettlauf der Entwertung ihrer Währungen statt. Die SNB, einer der grössten Hedge-Fonds der Welt, „mischelt“ ganz vorne mit. Die Entscheidung, ob diese Tatsache mit ein Grund ist, Gold zu kaufen, überlasse ich Ihnen. Oder vielleicht werden Sie die noch negativ werdenden Negativ-Zinsen bald überzeugen.

      Fun Fact: Wer es wagte, zu Zeiten der Sowjetunion, Gold zu besitzen bzw. zu Hause zu verstecken und erwischt wurde, der wurde exekutiert. Ist doch komisch, für ein bedeutungsloses, gelbes Metall so viel Aufwand zu betreiben, oder?

  25. ….hätt ich nicht besser forumulieren können.

    Kann man drehen und wenden wie man mag –> Bitcoin ist Future und viele werden sich noch an den Haaren ziehen („hätt ich doch….“).

    • Es heisst „sich die Haare raufen“ oder „an den Haaren herbeiziehen“. An den Haaren ziehen ist kein Deutsch. Offenbar hat Deutsch auch keine Zukunft…
      Wenigstens wird damit klar verständlich, warum sie es nicht hätten besser formulieren können…

    • Wetten, dass in 100 Jahren Gold als Wertaufbewahrungsmittel immer noch ähnlich akzeptiert sein wird, wie heute. Aber Bitcoin warmluftmässig irgendwohin entwichen sein wird? Der Autor sagt es ja eingangs gleich selber; Bitcoin ist „einfach“ aufzubewahren, wie denn wenn die Stromversorgung oder die Software versagt???

    • Kakerlake…

      1929 erschossen sich etliche die ihr Vermögen verloren haben.
      Beim Bit wird es vielleicht auch so sein…… bei denen die nicht rechtzeitig ausgestiegen sind.

  26. „Das materielle Denken muss überwunden werden, um das Potential von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zu erkennen.“ Eine bessere Werbung für Gold kann man nicht finden. Überhaupt ist diese Abschrift einer Geld Geschichte eher eine Proseminar Arbeit. Aber jeder muss selber entscheiden wo er investiert.

  27. Ein sehr guter Artikel mit Pros und Cons was Bitcoin angeht. In der Technologie überleben, die die ersten sind, meistens nicht – d.h. Bitcoin wird’s eher nicht sein.

  28. Interessanter Artikel.
    Da kann sich der eine und andere etwas weiterbilden
    zum Thema, was ist Geld. (Auf ,,Wiki,, gibt es eine ähnliche Zusammenstellung etwas umfangreicher:)
    Die ganze Kryptogeldsache,hmmm hat da nicht schon der Adam Smith so eine Sache in sein Werk eingearbeitet,
    das mit so schönen Blumen und Blumen-Zwiebeln.
    Sehr interessant die Info, 2000 so Wunderwährungen gibt es innzwischen? Die Schürfmenge des Bitcoin ist begrenzt sehr schön, sehr gut, hoch interessant.
    Und wie ist das mit den 1999 anderen? Die werden bestimmt im wesentlichen die gleiche Technik anwenden.
    ganz abgesehen davon Matematik ist Universell.
    2000 mal so Wundergeld gibt ganz schön viel Möglichkeiten und Auswahl.
    Daraus ergibt sich soooo exklusiev und angeblich nur begrenzt verfügbar ist somit Digitalgeld gar nicht.
    Na ja die Welt könnte sich auf eines dieser ,,Wundergelder,, einigen,dann na ja ergäbe sich ein
    stabilerer weniger volatiler Wert.
    Damit könnte das durchaus als Währung zum Einsatz kommen, resp. eine bestehende Ersetzen.
    Fazit:
    Da sind viel zu viele offene Fragen.
    Zudem,für den Erwerb braucht es nach wie vor eine vorhandene offizielle Währung.
    Oder Existiert für dieses Wundergeld irgend eine ganz reale Werthinterlegung Zb. Immobilien,Rohstoffe, Produktionsanlagen, oder andere real nutz und somit
    handel, tauschbare Güter, allenfalls wertschöpfende Dienstleistungen.
    So etwas nüchtern und kritisch besehen,kann man die Sache in der Schublade WIR ablegen.Mit allen vor und Nachteilen die sich daraus ergeben.
    Die Zeitgenössische Rechtslage verbietet die Sache nicht, solange nicht Münzen und Banknoten ins Spiel kommen. Sicher interessante Sache für Zoker. Der Rest sollte die Finger von dem Zeugs lassen.
    Sicher die offiziellen Währungen sind innzwischen in einem desolaten Zustand.
    Dazu ganz im Kern und Fundamental,die Finanzmisere ist
    lediglich der Schaum über einer üblen Suppe, die da heisst Realwirtschaft verheerend aus dem Lot und kaput.Doch genau diese kapute Realwirtschaft ist auch mit so schönen neuen Kryptowährungen NICHT reparierbar.Da müsste man entsprechen ganz real und handfest ans Werk. Na ja eine etwas andere Geschichte.

    • Mit den „1999 anderen“ haben Sie recht, aber schon bei der Nummer 50 wird es zur quantité négliable. Alle die Altcoins <50 haben je einen Marktwert von weniger als $ 100 Mio. Bei der #1500 sprechen noch von $ 100'000.

  29. Was ist besser: Eine Option auf ein Stück Brot, oder ein Stück Brot in der Hand?

    Unser Devisenhändler begibt sich immer mehr auf Abwege…

    • @ Eine Option auf nichts!
      14. November 2019 / 09:34
      ————————-

      Super einfach und treffend beschrieben……
      Wer sich das immer vor Augen hält, wird gut fahren.

      Nur wer so viel Geld besitzt das er spekulieren kann und ihm ein Verlust nicht wirklich schadet….. der kann sich am Bitcoinspiel beteiligen.

  30. Wow.. Vielen Dank.
    Gold & Bitcoin mit total 5-8% Gewichtung, wird jedem Portfolio gewissen Mehrwert bringen.
    Herzlichen Dank fuer Ihren Beitrag.

  31. Herr Mettler……

    Mein Urgrossvater traute dem Papiergeld nie…… er zahlte und besass nur Gold und Silbergeld…… er sparte sein Leben lang mit Goldmünzen.
    Als er 1936 starb erbten 36 Parteien je 6630 Franken in Gold. Napoleons, Vrenelis, ein paar Gold-Lira und 100 Franken Goldstücke. Ich hatte einen ganzen Stapel an Durchschlägen in Seidenpapier aus der Erschaftssache auf denen jede einzelne Münze verzeichnet war.

    Aber niemand will das Heute noch.
    Wer Gold hält tut das ……um bei einem Crash eine Alternative zu haben.
    Also wenn das jetzige Geldsystem kollabiert, möchte er sein Vermögen geschützt haben und ein Zahlungsmittel besitzen um sich über die Not zu retten.

    Gold erfüllt den Zweck, wie man aus der Geschichte lernen kann, sehr effektiv.
    Gold ist zudem physisch vorhanden…… es braucht keine Bank, keine SNB, keine Gesellschaft die ihm Wert gibt.
    Gold ist unabhängig von allen Umständen….. es ist Vollgeld in bester Manier. Noch nie wurde es wertlos.

    Und was sind demgegenüber Bitcoins ?
    Haben sie einen Eigenwert ?
    Ist es Vollgeld ?
    Haben sie es Physisch in der Hand, sollte ein Crash passieren ?
    Wer emittiert Bitcoins und wer hat Zugriff auf die Programme dieser Kunst-Währung ?
    Was tun sie mit Bitcoins wenn ein Blackout da ist ?
    Wer bestimmt über das Mining und die Programme die dazu nötig sind ?
    Kennen sie die Leute hinter Bitcoin von dem ca 50% in der hand von nur gerade um die 150 Investoren sind ?

    Also, wenn sie Gold besitzen haben sie etwas physisch in der Hand mit grossen Eigenwert was zudem seit 5000 Jahren auf der Welt als Mittel zum bezahlen akzeptiert ist.

    Mit Bitcoins haben sie einen Zahlencode im PC den sie ohne Strom bereits vergessen können.
    Bitcoins können die Aufgaben als Zahlungs und Werterhaltungsmittel durchaus erfüllen, aber nur so lange die Gesellschaft wie gehabt funktioniert.
    Wenn in der Krise das Sicherheitsbedürfnis massiv steigt, wer nimmt dann einen Zahlencode als Bezahlung?

    Das wird nur lange gehen, wie die PC Vernetzung weltweit stabil ist, man jemanden findet der in der Krise mit mir den Zahlencode tauscht, mir die Bits in physische Geld-Münzen umtauscht….

    Also sind Bitcoin in der Krise brauchbar oder sollte man doch lieber das Gold nehmen ?

    • Wir werden nie ohne Strom dastehen. Mein Handy, auf welchem ein FullNode läuft, kann ich per Solarstrom betreiben. Auch Generatoren erzeugen wunderbar Strom, solange man diese mit schwarzem Gold – oder zur Not Olivenöl füttert.

      PS: Googeln‘ Sie mal nach dem Blockstream Sateliten! Bitcoin ist schon längst in unserer Umlaufbahn angekommen. Alles, was Sie benötigen ist eine Sat-Schüssel.

  32. Nun, schön und gut.

    Doch was ist mit dem intrinsischen Wert von Bitcoin? Was genau macht Bitcoin wertvoll und konkurrenzfähig gegenüber anderen Währungen, insbesondere andere Blockchain-Währungen? Schlussendlich ist er durch gar nichts gestützt? Was, wenn die Chinesen morgen den China-Coin herausgeben und der ist dann beispielsweise mit Gold unterlegt? (Sie wissen ja, die haben das Gold.) Facebook’s Libra würde beispielsweise mit Wertschriften unterlegt sein und wäre meiner Meinung nach allein deswegen schon wertvoller. Bitcoin könnte dann in der Versenkung verschwinden, oder?

    Was, wenn Regierungen kurzerhand den Bitcoin verbieten, weil er ihre Macht untergräbt? Dann ist Sense. Sie wissen doch auch um die Macht des Staates, nicht wahr? Der Grund, weshalb das nicht schon passiert ist, ist, weil die längst wissen, dass Bitcoin nichts weiter ist als ein Ponzi-System und vorbei ziehen wird wie die Kohlsuppen-Diät.

    Nie im Leben ist Bitcoin das neue Gold. Alles, was von Menschen kreiert wird, wird auch manipuliert. Und geht seinem Ende entgegen. So auch diese Krypto-Währungen. Wenn Sie sich die extremen Preis-Schwankungen beim Bitcoin anschauen, dann liegt der Verdacht nahe, dass der Preis vom Spekulations-Hype getrieben wird.

    Blockchain-Währungen sind zudem das perfekte Überwachungs-Instrument für den Staat. Wenn Sie das gut finden, ist das Ihre Sache. Nicht alle finden das prickelnd. Insofern glaube ich durchaus, dass wir in Zukunft rein digitale Währungen haben werden. Doch dann eben vom Staat „gestützt“, gutgeheissen und nach Belieben manipuliert, zum Beispiel den Swissy-Coin oder den E-Franc.

    Beim Bitcoin ist es so, dass spätestens wenn jemand den Stecker zieht, im wörtlichen sowie auch im übertragenen Sinn, dann ist er Geschichte. Das Gold jedoch, ist dann immer noch da. Und glänzt immer noch so schön.

  33. Die Technologie ist massiv veraltet im Vergleich zu den anderen Cryptos und eignet sich somit realistisch betrachtet weniger für eine digitale Zukunft. Einige der Gründe: 7 Transaktionen pro Sekunde, fehlender Smart-Contract Funktionalität und exorbitanter Stromverbrauch bedingt durch den «Proof of Work» Konsenz-Algorithmus. Wer nun mit «Sidechains» anfängt zu argumentieren hat den Sinn und Zweck der Blockchain nicht verstanden oder bewusst ignoriert.

    Das einzige was dem Bitcoin bleibt ist der Name und der Firstmover zu sein. Somit hat der Bitcoin solange einen Wert wie die Menschen daran glauben. Mehr aber auch nicht.

    Fun Fact: Heute diskutieren und «verkaufen» genau diejenige welche mit Satz 1(!) des Whitepapers obsolet sind: «A purely peer-to-peer version of electronic cash would allow online
    payments to be sent directly from one party to another without going through a financial institution.»

  34. Bitcoins haben keinen Gegenwert und ist nur für Steuerhinterzieher und Kriminelle geeignet. Da werden Bitcoins gestohlen unglaublich.

    • Haha 😂 das sagt man auch zum Bargeld & zu Gold, merken Sie etwas? Werte welche es erlauben sich der staatlichen Kontrolle zu entziehen werden gerne mit solchen Blödsinn diffamiert.

      Jeder Steuerhinterzieher oder Drogenhändler der über Bitcoin arbeitet und damit jede Transaktion in einem öffentlichen Kassenbuch festschreibt ist auch nicht mehr zu helfen….

      Informieren Sie sich doch über Tatsachen dann können Sie sich auch eine Meinung bilden anstatt einfach 20 Headlines zu Propagieren und Substanz und Verstand…

    • Kriminell ist nicht das Verstecken des ehrlich erwirtschafteten Kapitals, sondern die Instanz, welche dir unter vorgehaltener Waffe das Geld erpresst.

    • Dies war von Warren Buffet als Metapher gemeint, aber das übersteigt wohl Ihre geistig limitierten Fähigkeiten…

  35. Lieber Herr Mettler
    Was steht denn Bitcoins auf der Aktivseite der Bilanz der Herausgeber gegenüber? Jaja, ich weiss, Sie verstehen von Buchhaltung nix. Daher ist meine Frage für Sie wohl eher rhetorisch.
    Ist es dasselbe, wenn man einerseits Bitcoin „schürft“, indem man fremde Rechner usurpiert, oder wenn man anderseits im Schweisse seines Angesichts Tonnen Erde umbuddelt oder die Waschpfannen im Fluss schwingt?
    Ich frage mich mit jedem Beitrag von Ihnen mehr, wem sie dienen. Bitte legen Sie Ihre Interessen offen! Wieviele Bitcoins haben Sie in Ihrem Wallet?

    • Sie haben den Kern des Beitrags von Herrn Mettler nicht verstanden. Und sonst: Wem dienen Sie eigentlich?

    • @ Hoffnungslos
      Sie geben keine Antwort auf meine Frage, was denn auf der Aktivseite der Bilanz von Bitcoins steht. Also gebe ich mir selber die Antwort: Nichts. Ist ja klar, sind einfach nur irgendwelche Bits in irgendwelchen Computern, die behaupten wollen resp. sollen, irgendwer hätte etwas zugut. Da lobe ich mir wider Willen sogar die SNB, die wenigstens eine gewisse Substanz hinter ihren Zahlen auf der Passivseite der Bilanz hat. Wo ist die Substanz bei Bitcoin?
      Wie kommen Sie darauf, dass ich nicht Deutsch lesen und verstehen könnte?
      Wem ich diene? Einzig Gott, mir und der Wahrheit.
      So, und nun geben Sie mir bitte lieber Antwort auf meine höfliche Frage, statt hier einfach nur zu polemisieren.
      Offenbar ist auch Herr Mettler mit meiner einfachen Frage vollkommen überfordert, was seine Glaubwürdigkeit in meinen Augen auch nicht unbedingt hebt und seine Artikel auch nicht unbedingt lesenswerter macht: Zeitverschwendung pur.

    • @Buchhalter: Spannende Frage. Meine Buchhaltungskünste sind seit dem Gymi etwas verstaubt. Wie würde das bei einer Goldminen Firma aussehen? Die hat ja die gleiche Situation.

      Journal:
      Goldschürfequipment / Kasse 1000
      Lohnkosten / Kasse 100
      Gold / ??? 1500

      Was steht bei den ??? ?

    • Sehr geehrter Herr Buchhalter

      Man hat keine „Bestand“ von Bitcoin in einem Wallet“. Der Bestand ergibt sich aus „unspent transaction outputs UTXOs“.

      Googeln‘ Sie doch mal.

      Die Substanz auf der Passivseite ist die Sicherheit der Unfälschbarkeit und Transaktionssicherheit. Viele Leute schätzen diesen endlichen Bestand mit einer klar definierten Inflation, d.h. pro gefundenem Block neu erschaffenen BTC).

    • @ UTXO
      So, und nun eine spannende Frage an Sie:
      Wer führt bei Bitcoin Buchhaltung?
      Ups…

    • @Buchhalter: Danke für die Auflösung.

      Bei den Bitcoin Minern, welche Bitcoins schöpfen, ist es in dem Fall auch so:
      Bitcoin / Ertrag 1500

      Sehen sie das auch so?

    • @ Et Hereum
      Wenn ich Sie also richtig verstehe, so bestehen die Bitcoins aus „nicht ausgegebenen Transaktionen“. Kurz übersetzt also: Bits, die zufällig in meinem Wallet verweilen.
      Sie schreiben: „Die Substanz auf der Passivseite ist die Sicherheit der Unfälschbarkeit und Transaktionssicherheit.“
      Auf der Passivseite einer Bilanz stehen die Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten als Sicherheit zu taxieren ist schon ziemlich ambitiös…
      Nun, ich will ja niemandem seinen Glauben rauben. Also glauben Sie weiterhin an Tulpenzwiebeln – pardon Bitcoins!

    • @ UTXO
      Sie schreiben:
      „Bei den Bitcoin Minern, welche Bitcoins schöpfen, ist es in dem Fall auch so: Bitcoin / Ertrag 1500“
      Darf ich Sie nun fragen, wer das denn bucht und woher Sie diese „Erkenntnis“ nehmen?
      Und nun die nächste Frage: Wer haftet für die Bitcoin?
      Wer versteuert den „Ertrag“?

    • @Buchhalter: Die Buchhaltung von Bitcoins führt das Distributed Ledger. Jeder volle Teilnehmer hat alle Bitcoin Transaktionen. Jeder neue Block von einem Miner wird von allen Teilnehmern überprüft (mathematisch). Falls eine Mehrheit der Teilnehmer diese Überprüfung vernehmlassen, gilt es als gültiger Block und wird in die Liste der Blöcke (Blockchain) aufgenommen. Speziell zu erwähnen ist, dass in der Blockchain es nur Debit Transaktionen gibt. Kredit ist nicht.

    • Was steht auf der Aktivseite und Passivseite von Gold, Platin, Silber Blech, oder Ihren Schuhen?

    • @ @Buchhalter
      Sie schreiben:
      „Was steht auf der Aktivseite und Passivseite von Gold, Platin, Silber Blech, oder Ihren Schuhen?“
      Da Sie anscheinend Null Ahnung von Buchhaltung haben, empfehle ich Ihnen, einen Grundkurs in derselben zu besuchen.
      Gold, Platin, Silber, Blech, Schuhe SIND Aktiven.
      Passiven stehen allenfalls als Schulden oder Eigenkapital gegenüber. Da capo al fine: Da Sie anscheinend Null Ahnung von Buchhaltung haben, empfehle ich Ihnen, einen Grundkurs in derselben zu besuchen.

    • @ UTXO
      Sie schreiben: „Die Buchhaltung von Bitcoins führt das Distributed Ledger. Jeder volle Teilnehmer hat alle Bitcoin Transaktionen. Jeder neue Block von einem Miner wird von allen Teilnehmern überprüft (mathematisch). Falls eine Mehrheit der Teilnehmer diese Überprüfung vernehmlassen, gilt es als gültiger Block und wird in die Liste der Blöcke (Blockchain) aufgenommen. Speziell zu erwähnen ist, dass in der Blockchain es nur Debit Transaktionen gibt. Kredit ist nicht.“
      Und das soll dann eine Buchhaltung sein?
      Eine Buchhaltung zeigt Aktiven und Passiven, Aufwand und Ertrag. Eine Milchbüchleinrechnung zeigt Ausgaben und Einnahmen.
      Die „Buchhaltung“ der Bitcoin zeigt demnach nur, wieviele Bitcoin in einer speziellen Wallet sind. Kurz: Wieviele Bits man im/in der Wallet hat.
      Blockchain Hero sagt dazu: „Natürlich gibt es aber einige Möglichkeiten, die Daten wieder in Bargeld zu verwandeln. Allerdings kann der Bitcoin Besitzer nicht einfach in eine Wechselstube oder Bank gehen, um die Cyberwährung in Bargeld zu tauschen, denn dort wird diese Währung nicht akzeptiert. Bitcoin umwandeln funktioniert also nur im Internet auf sogenannten Tauschbörsen.“
      Kurzum: Bitcoin sind kein Guthaben, sondern einfach nur Bits.
      Bargeld ist immer ein Guthaben. Banken können dagegen bei der Zentralbank resp. SNB Aktiven einlösen. Buchgeld ist ein Guthaben, gegen das der Besitzer bei einer Bank Bargeld einlösen kann. Geld ist also immer ein Guthaben, mit dem jemand seine Schulden begleichen kann. Geld ist also immer eine Forderung. Bitcoin aber sind eben gerade keine Forderung. Somit sind Bitcoin kein Geld, sondern einfach nur Zahlen, an die man eben glaubt – oder halt auch nicht.
      Vor ein paar hundert Jahren hatte man wenigstens noch eine Tulpenzwiebel in der Hand und glaubte, dass diese den ganzen Bauernhof wert sei… Heute haben einige den Glauben im Kopf, dass die Bits in ihrem Computer Tausende Franken Wert seien. In Anlehnung dazu möchte ich nur noch gerne Goethe – der, wohlverstanden, von Geld nicht allzu viel verstand – leicht abgewandelt zitieren:
      „Zu wissen sei es jedem, der’s begehrt: Dies‘ Bit hier ist tausend Franken wert. Ihm liegt gesichert, als gewisses Pfand, Unzahl vergrabnen Guts im Kaiserland. Nun ist gesorgt, damit der reiche Schatz, Sogleich gehoben, diene zum Ersatz.“ Gröööööööööl.

    • An hoffnungslos alias utx0 alias et hereum!
      Du bist ein hoffnungsloser fall der meint er könne mit verschiedenen pseudonymen die leute in die irre führen. Nur: die leute sind nicht ganz so dumm wie du meinst und durchschauen dein spiel schon längst!

    • @Buchhalter
      „Vor ein paar hundert Jahren hatte man wenigstens noch eine Tulpenzwiebel in der Hand und glaubte, dass diese den ganzen Bauernhof wert sei… Heute haben einige den Glauben im Kopf, dass die Bits in ihrem Computer Tausende Franken Wert seien. In Anlehnung dazu möchte ich nur noch gerne Goethe – der, wohlverstanden, von Geld nicht allzu viel verstand – leicht abgewandelt zitieren: „Zu wissen sei es jedem, der’s begehrt: Dies‘ Bit hier ist tausend Franken wert. Ihm liegt gesichert, als gewisses Pfand, Unzahl vergrabnen Guts im Kaiserland. Nun ist gesorgt, damit der reiche Schatz, Sogleich gehoben, diene zum Ersatz.“ Gröööööööööl.”

      Das ist doch hanebüchern. Das sind nicht irgendwelche Bits, welche man mit copy und past so kopieren kann, sondern stellen seit 10+ Jahren unkopierbare und unveränderbare Zustände dar.
      Alleine schon der Vergleich mit Tulpen hinkt, da die Eigenschaften eines guten Geldes (durable, divisible) nicht gegeben sind.

  36. Ja, Herr Mettler – Dein Beitrag ist erhellend und erklärt auch einiges. Wie stellt man sich denn eine Kryptowährung überhaupt vor? Sie ist eine dezentrale und weitgehend anonyme Online-Währung die noch durch eine Regierung oder noch durch eine zentrale Organisation reguliert wird und auch nicht durch Gold oder andere werthaltige Gegenstände gedeckt ist. Es ist meines Erachtens eine Alternative zum übermächtigen Überwachungsstaat. Es ist ein dezentrales Netzwerk vielleicht auch das Geld 💰 der Zukunft. Für viele ist es jedoch noch ein Spekulationsobjekt und oder für andere eine Bedrohung unseres Finanzsystems.
    Ja es gibt die Sehnsucht der Investoren nach einem Wertsystem das nicht von den Banken, den Zentralbanken und vom Staate her manipuliert werden kann. Das verstehe ich! Ich glaube das Bitcoin zuhalten genauso verboten werden könnte wie seinerzeit das Gold!? Warum – je grösser die Konkurrenz von Bitcoin zum Papiergeld, desto stärker könnten die Staaten dagegen angehen. Der Bitcoin hat für mich einen ideellen Wert. Für andere ist der Bitcoin Religion und Faszination zugleich. Jeder Investor muss daher selber entscheiden was er damit machen kann oder will! Bis dato bin ich eher skeptisch aber ich finde solche Beiträge und Diskussionen äusserst wertvoll.
    Daher Dankeschön Herr Mettler!

  37. Krypto gegen Gold – ich nehme Gold.
    Pille gegen Steak – ich nehme ein Steak.
    Illusion gegen Realität – hängt definitiv vom Geisteszustand ab.

  38. Wenn wir schon von „Fiat“-Währungen sprechen : Bitcoin ist das Ultimate Fiat!
    Bei der Geldschöpfung im Bereich der bekannten, dümmlicherweise als „Fiat“ bezeichneten Währungen wird immer ein (hoffentlich!) werthaltiges Asset (Anleihe, Aktie, Gold, Hypothek etc.) angekauft und dagegen eine „Gutschrift“ in Form von „Fiat“ ausgegeben. Ohne werthaltiges Asset kein „Fiat“.
    Bei Bitcoin wird gegen verbrauchte Rechenleistung/Energie ein Bitcoin-Gutschein ausgegeben, dem NICHTS & NADA mehr gegenübersteht. Bitcoin zieht seinen „Wert“ einzig daraus, dass es Idioten gab und gibt, die dagegen werthaltige Assets und „Fiat“ tausch(t)en. Bitcoin ist das „Greater Fools‘ Ultimate Fiat“. Schönen Tag noch.

    • Sehr hübsch formuliert. Was man auch gerne vergisst: hinter einer „Fiat“-Währung einer US- oder CH-Zentralbank steht immerhin die Wertschöpfung einer riesigen Volkswirtschaft und klare Spielregeln und Überwachungsmechanismen – selbst wenn die Assets auf der Aktivseite nichts mehr wert sein sollten. Was steht hinter Bitcoin? Da weiss man ja noch nicht einmal, WER das überhaupt erschaffen hat… Und welche Volkswirtschaft stützt den Wert dieser sprichwörtlich aus dem nichts geschöpften Währung?

  39. So’n Schwachsinn. Bin Mathematiker und Kryptologe. Wir sprechen hier über grosse Primzahlen im Rahmen einer asymmetrischen Verschlüsselung. Dieses Prinzip hat ausgedient in ein paar Jahrzehmten – sobald hochparallele Quantenrechner diese Algorithmen in Minuten knacken.