Raiffeisen-Kader haben bis 13 Wochen frei

Happy Life in der Zentrale der 3. Bankenkraft: Wer Feuerwehr-Dienst leistet, Vater wird und umzieht, der ist wochenlang weg.

Raiffeisen-Präsident Guy Lachappelle setzte sich übers Wochenende als Mann der Kleinen in Szene. Die gut 200 Raiffeisen-Banken hätten nun wieder das Sagen über die Zentrale in St.Gallen.

Klingt gut, ist aber nur Show. Bei der Raiffeisen Schweiz, eben dieser Zentrale, herrschen Zustände wie im Schlaraffenland – für die Kaderleute und die Normalos.

Diese können früh in Pension, wo sie eine prall gefüllte Vorsorge erwartet – Raiffeisen sei Dank. Die Bank garantiert viel PK-Vermögen.

Nun taucht noch mehr Happiness auf. Es geht um die Freitage, welche sämtliche Angestellten am Raiffeisen-Hauptsitz zusätzlich zu ihren ordentlichen Ferien-Wochen erhalten.

Die haben es in sich. Es beginnt bei der Feuerwehr. Wer dort mittut, der erhält bis zu 3 Tage von Arbeitgeberin Raiffeisen Schweiz dafür gutgeschrieben.

Bist Du Raiffeisen? Dann geh zur Feuerwehr (RCH)

Wer sich lieber Sport engagiert, der erhält von der Raiffeisen bis zu 5 Tage – sprich eine ganze Arbeitswoche – für „Jugend + Sport-Leiterkurse“.

Positiv wirken sich auch Heiratsfeiern aus. Wer selbst ins Standesamt geht, dem schenkt die Nummer 3 des Finanzplatzes 2 Tage.

Wenn die Kinder, Geschwister oder Eltern vor den Traualtar schreiten, dann ergibt dies 1 geschenkten Tag von der Arbeitgeberin.

Lohnenswert ist sogar das Amt des Trauzeugen. Wer seinem besten Freund, seiner besten Freundin am schönsten Tag des Lebens zur Seite steht, den beglückt die Raiffeisen Schweiz mit einem halben Arbeitstag.

Heiraten, gebären, Jugend fördern: Extra-frei garantiert (RCH)

Und so weiter. In schweren Tagen steht die Bank ihren Mitarbeitern ebenso mit viel Goodwill in Form von geschenkten Tagen zur Seite.

Sind die Kinder krank, erhalten die Raiffeisen Schweiz-Banker 5 Tage. Trifft das Unglück die Partnerin oder den Partner, so gibt es gleich viele Freitage.

Der Katalog mit den geschenkten Tagen umfasst praktisch alle Lebensbereiche. Die Auflistung geht über eine A4-Seite.

Privat zügeln: 1 Tag frei. Militärische Aushebung als junger Typ: 3 Tage geschenkt. Inspektionen oder Abgabe des ganzen Militär-Zeugs: 1 Tag frei.

Lustig wirds bei der Landesverbundenheit. Dazu steht: „Aktive Teilnahme an eidg. Festen: 1 Tag“.

Wer obendrauf noch etwas Aus- und Weiterbildung betreibt, für den zahlt die Raiffeisen Schweiz 2 Tage, und zwar für die „Teilnahme an eidg. anerkannten Abschlussprüfungen“.

Kumulieren und panaschieren (RCH)

Richtig profitiert also, wer Vater wird, in der Feuerwehr ist, Sportleiterkurse durchführt, umzieht, an Heiratsfeiern teilnimmt und im Militär aktiv ist. Und das alles in einem Jahr.

Dann kann man auf zusätzliche Freitage kommen in Höhe mehrerer Wochen.

Präsidialarbeit: Auch kompensierbar? (Blick)

Die Raiffeisen Schweiz ist stolz auf ihre Freitage. „Es handelt sich um ereignisbezogene Absenzen wie beispielsweise Vaterschaftsurlaub (15 Tage) oder Hochzeit der Kinder (1 Tag).

„In diesem Sinne kann keine Gesamtzahl angegeben werden. Mit ihrer Absenzregelung geht Raiffeisen Schweiz teilweise über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und liegt im Vergleich über dem Branchen-Standard.

„Die Regelung gilt für alle Mitarbeitenden von Raiffeisen Schweiz. Eine Änderung dieser Regelung ist nicht geplant.“

Zählt man all die Freitage zusammen, kommt man auf 42,5 Tage. Nimmt man 5 Wochen Ferien dazu, so ergeben sich 67,5 Frei-Tage. Geteilt in 5 macht gut 13 Wochen.

Kommentare

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  1. Cui bono – wem zum Vorteil ?

    Es war einmal .. die RB und Ihre hehren Gedanken, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wo ein PV und seine Günstlinge die Dinge in die kleine Hand nahmen.

    Von einer neuen ‘Führung’ bei RB wurde erwartet, die Missstände – und hierzu müssen keine Gerichtsurteile abgewartet werden – schonungslos aufzudecken und anzusprechen, inkl. vorhandener Geschäftsrisiken.

    Von einem solchen Aufräumen ist aber unter der neuen Gilde nichts zu erkennen. Stattdessen ‘Pflästerli-Ansatz’ wie beruhige ich die ‘Kartoffelstock-Jährlinge’ und die Mitarbeiter (Thema hier). Es ist nicht eine allfällig grosszügige Geste die stört, sondern das weitermachen einer RB-Führung mit dem Versuch Mitarbeiter zu kaufen, notabene eben ohne die wirklichen Probleme einer Organisation aus dem Wege zu räumen.

    Anhand der Kommentare hier scheint die Rechnung aufzugehen, ist doch gar nicht so schwer, so weiter zu machen, wie diejenigen, zu denen man sich bewusst nicht distanzieren will. First rule of Leadership, Missstände aussprechen, erstmal akzeptieren und dann Massnahmen umzusetzen, um diese nicht mehr akzeptieren zu müssen.

    Ich bin der Letzte, der Mitarbeiter auf irgendeiner Stufen etwas wegnimmt, aber billige Manipulation (Goodies) und Ablenkungsmanöver sind einfach nur billig. Damit gebe ich Mitarbeiter zu verstehen, dass diese nicht denken können?

    Mitarbeiter als dumm zu verkaufen gehört unter Strafe gestellt. Jede Unternehmung kriegt die Genossen/ Aktionäre, den VR, die Geschäftsleitung und halt auch Mitarbeiter, die diese verdient.

    Die zusätzlichen freien Tage seien RB-Mitarbeitern gegönnt, vielleicht hat man dann mal Zeit um nachzudenken, was bei der RB falsch läuft? Zu argumentieren, dass andere Banken auch nicht besser sind .. good luck .. an was man sich orientiert, spricht Bände bzgl. Beurteilung einer Führungsmannschaft.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom, geräucherte Fische hängen am Haken ..
    Industrial

    P.S. Darum tun uns Fussball und andere Ablenkungsmanöver so gut, jeder kann mitreden .. und schlussendlich ist ein Fussballer auch nur 0.04m2 Werbefläche,
    unter anderem auch für eine Bank 🙂

  2. Was die Raiffeisenbank bei mir verbockt hat, wird mit diesem Bericht teils wettgemacht. Feuerwehr ist ein soziales Engagement und ich bin froh wenn die Eltern ein paar Freie Tage haben.

  3. Diese ganze Regelung gehört sofort abgeschafft und die Leute die sie erfunden haben gehören abgemahnt. Das ist eine indirekte Art von betrug am Kunden. Ich als Raiffeisen Kunde möchte nicht permanent Gebühren zahlen damit sich die Raiffeisen kader und Mitarbeiter ihre Eier schaukalen und blau machen.

    • Wie bitte?! Das ist nicht mehr als eine zeitgemässe Regelung. Kommentare wie Ihrer sind peinlich.

  4. Na gut, das muss nicht nur negativ sein! Bei gewissen KollegInnen trägt es tatsächlich zum Unternehmenserfolg bei, wenn sie einfach mal ein paar Wochen nicht ins Büro kommen. Das ist allerdings ein branchenübergreifendes Phänomen.

  5. Wenn man die Kommentare hier so liest kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier massenhaft Raiffeisen Schweiz-Mitarbeiter heftig am Kommentieren sind.

    Als ob Raiffeisen Schweiz ein Rundmail rausgelassen hätte. (oder es lesen einfach ganz ganz viele Raiffeisen Schweiz-Mitarbeiter fleißig IP 🙂

    Denn der selbstständige Schreiner, Maler, Stromer usw. kann es ebensowenig sein, der hier so eifrig kommentiert.

    Ebensowenig können es wohl die normalen Angestellten sein, die nicht mit solch großzügigen Reglements beglückt sind wie bei Raiffeisen Schweiz.

    Woher kommen also die ganzen geifernden, beißenden und „zähne-fletschenden“ Kommentare?

    • Ich arbeite nicht für Raiffeisen, jedoch für eine Kantonalbank. Habe auch schon in der Industrie gearbeitet (SFS). Dieses Reglement ist mehr als normal. Darum auch diese vielen Kommentare, nicht nur von Raiffeisen Mitarbeitern. Es grenzt an Peinlichkeit, so etwas als Skandal verkaufen zu wollen. Vor allem mit dieser hirnrissigen Berechnung mit 13 Wochen Ferien.
      Und als KMU Inhaber profitieren ich von einem überdurchschnittlichen Gehalt (oft ähnlich eines Bank-CEO’s, kann golfen gehen wenn ich möchte etc. –> zusätzlich noch solche Freitage wäre ja eine Sauerei, ja ein Skandal).

    • Der überwiegende Teil der Urlaubstage sind schlicht Minimalstandard oder gesetzlich vorgeschrieben, die gelten in jedem anderen Betrieb der Schweiz gleichermassen. Daraus einen Artikel zu machen und reichlich unbedarft alles zusammenzuzählen ist stümpferhaft.

      Wieviele Menschen kennst Du, welche im selben Jahr heiraten wie ihre Kinder, zusätzlich zur Aushebung müssen, eine Prüfung absolvieren und noch Vater werden? Man könnte auch in die Migros gehen, die Preise von Äpfeln, Birnen und Pflaumen zusammenzählen und dann über die hohen Obstpreise der Migros schreiben…

  6. Feuerwehrübungen können wirklich ganz schön anstrengend sein.

    Hab dort mitgemacht, weil ich mich geärgert hab, daß nach Gemeindefusion die Feuerwehragabe erhöht wurde (alles wurde generell teurer trotz weiterer Wege und viel weniger Leistungen wie z. B. durch Aufheben von Glaskontainer-Sammelstellen usw. usf.)

    Allerdings bekommt man als normaler Mensch für die Teilnahme an den Feuerwehrübungen, also wenn man nicht bei Raiffeisen Schweiz arbeitet, dafür keine freien Tage.

    Sondern man spart die Feuerwehrpflicht-Ersatz-Abgabe von der man befreit wird und die jeder andere Einwohner zahlen muß.

    Und man lernt etwas und hat an den Übungstagen das Fitneßstudio gespart.

    Bei Raiffeisen Schweiz also spart man noch dazu 3 Arbeitstage.

    Hm.

    • Wo arbeitest du denn? Also bei meinem letzten und aktuellen Arbeitgeber habe ich zwischen 3 und 5 Tagen erhalten, wenn ich mich bei der Feuerwehr engagiert habe. Du etwa nicht!?!?

    • Immer mehr Kundenberater, die sich von ihren alten Arbeitgebern, sei es Kantonal- oder Grossbanken, wie auch Privatbanken trennen, weil die Arbeit dort so Kacke ist!

  7. HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA… DAS IST JA DER BRÜLLER!!

  8. Was für ein Skandal !!!!!!!!! ich meine damit nicht die moderne Absenzenregelung von Raiffeisen die eigentlich gelobt werden müsste sondern das kleinbürgerliche 1950iger Denken von Herrn Hässig.

    Wenn das nun wirklich der einzige Skandal am Paradeplatz ist, haben wir ja sogar das erreicht was wir alle wollten. Einen sauberen mordernen Finanzplatz mit Vorzeigebedingungen für die Mitarbeitenden. Es ist für mich etwas schwierig nachzuvollziehen, was da nicht richtig ist. Vielleicht schreibt unser lieber Herr Hässig (auch gerne hässig) zurück; so eine Replik würde mich sehr freuen.

  9. Endlich mal ein sozialer Arbeitgeber – aber Herrn Hässig ist das natürlich auch nicht recht – schreiben Sie doch mal, wie es Ihnen Raiffeisen recht machen könnte!

  10. Bis jetzt war Hässig vor allem hässig, wenn mächtige Männer schöne Frauen hatten oder schöne Frauen gute Jobs, inklusive aller Kombinationen dieser Tatbestände, vor allem, wenn die Beteiligten U-50 sind. (Psychologische Rückschlüsse auch ohne Fachleute möglich.)

    Dabei hätte er (warum hat er nicht?) gerade bei dieser Thematik den springenden Punkt finden können:

    Die Voll-Kasko-Ausstattung von Mitarbeitern (lese: Teil-Kasko als gesetzliches oder gebräuchliches Niveau) ist ein Merkmal der gesamten Finanz-Branche und untrügliches Zeichen mangelnden bzw. erfolgreich verhinderten Wettbewerbs.

    Hässig, der Unternehmer, sieht das vermutlich im eigenen Betrieb zuwenig: da arbeiten primär freie Selbstdarsteller, die sich gern lesbar machen lassen und ihm bestimmt nicht auf den Wecker gehen mit ihrer Feuerwehr-Weiterbildung…

  11. Jetzt machen Sie mich aber hässig Herr Hässig und Sie haben sich mit diesem Artikel gerade zur ultimativen Lachnummer gemacht.
    Schade, IP ist nicht mehr lesenswert.

  12. Fazit In Kürze: Wer Feuermann ist, mehrmals im Jahr scheidet. In jeder Ehe mehrere Kinder zeugt, etliche Male zügelt. Miltärisch aufsteigt und dazu Gemeinderat und Kantonsrat ist. Eidgenössischer Kranzschwinger, Pontonier und eidg. Hornusser ist, ist quasi dispensiert von der Beschäftigung bei der Raiffeisen.

    Frage: Ist der beurlaubte Pierin Vincenz eigentlich noch auf der Lohnliste von Raiffeisen?

    • Das frage ich ich auch, ob Vincenz noch finanziell ausgehalten wird von Raiffeisen Schweiz bzw. von den Raiffeisen-Genossenschaftern.

  13. Sehr geehrter Herr Hässig
    In der Hitze des schnelllebigen Tagesgeschäfts scheint die Recherche etwas zu kurz gekommen zu sein. Sollte dies nur in der Zentrale St. Gallen gelten und nicht für die genossenschaftlich angeschlossenen Banken, kann man sicher darüber diskutieren. Jedoch ist Raiffeisen ein privatrechtlicher- und kein staatlicher Betrieb und demzufolge frei bezüglich der im Rahmen des Gesetzes gewählten Arbeitszeitgestaltung. Zudem ist in weiten Teilen der Bevölkerung wohl bekannt, wie schwierig es heute ist, den „Milizgedanken“ zu leben und wieviele öffentliche Ämter und Tätigkeiten für die Allgemeinheit darunter leiden. Es ist wohltuend zu wissen, dass Raiffeisen aktiv etwas dagegen tut. Im Falle Ihre Artikels würde ich diesen unter „bashing“ einordnen. Auf diese Niveau sollte IP sich nicht begeben.

  14. Ich war jedenfalls sehr froh und dankbar, dass ich nach dem Selbstmord meines Sohnes solange „frei“ nehmen konnte bis ich wieder einigermassen auf dem Damm war. Die anschliessende Pensionierung gewährte man mir ohne Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist. Ich schätze die Grosszügigkeit und Menschlichkeit der Raiffeisenbank Uster und verabscheue das Banken- und Raiffeisen Bashing von IP und einigen Kommentatoren zu tiefst. Ihr wisst ja bestens wie es bei den Banken läuft.

  15. Clickbait Artikel par excellence. Fehlt nur noch das obligatorische „Number 6 will shock you“. Aber die generierten Klicks werden sicher diese unseriöse Form von „Journalismus“ rechtfertigen, oder etwa nicht IP?

  16. Lieber Lukas

    Wieso immer mit jedem und allem so hässig? Sorry, das ist kein Artikel wert, einfach nur peinlich. Müssen Sie denn jeden Tag einen Newsletter versenden und aktuelle Stories haben? Beschränken Sie sich doch lieber auf relevante Stories, und wenn’s halt mal nichts gibt, umso besser, weniger Arbeit für Sie und für den Leser, anstatt einfach was zu schreiben damit etwas geschrieben ist. Das ist Zeitverlust für alle.

  17. Ein guter Journalist – und das sind Sie Herr Hässig zweifelsfrei – sollte auch die Fähigkeit haben mit spitzer Feder ein Lob auszusprechen. Hier wäre es angebracht – vielleicht fällt Ihnen im Nachhinein Etwas dazu ein, es würde gut zu Ihren journalistischen Qualitäten passen und zu einem sozialen Managemententscheid !

  18. Nun, man darüber argumentieren pro oder Kontra, ob 2 Wochen Vaterschaftsurlaub tatsächlich Sinn machen….

    Eines ist jedoch unbestritten: ich möchte keine Frau sein die all die Schmerzen und Entbehrungen auf sich nimmt- um dann, erschöpft dem Kind das Licht der Erde zu schenken!

    Das geht völlig in Ordnung!

    • Frauen leben länger, arbeiten weniger hart (oder wieviele BauarbeiterInnen, TunnelarbeiterInnen, KanalisationsarbeiterInnen usw. usf. gibt es?)

      Sie erhalten früher Rente.

      Sie müssen nicht ins Militär.

      Werden bei Scheidungen finanziell massivst bevorteilt.

      Usw. usf.

  19. Ein Affront! Wenn der Partner schwerkrank ist, dies als Freitage zu betiteln!!! Lieber arbeite ich! Ich sage jetzt nicht was ich denke, Herr Hässig!

  20. Was für ein schlechter Artikel. Diese „Feiertage“ sind die norm in allen Grossbetrieben und „menschlichen“ Firmen.

    Soll auch noch der Arbeitnehmer Militär auf sich abwälzen müssen? Selbst wenn eine Versicherung beim Arbeitgeber den Schaden finanziell ersetzt.

    Ist es unmenschlich einem Menschen frei zu geben beim Tod seines Partners, Familie etc.?
    Weil sich ein Mensch um das Soziale Umfeld kümmert oder mithilft das die Skilager noch halbwegs finanzierbar sind?

    Wenn hier die Antwort „Nein“ lautet ist es einfach nur krank.

    Man muss sich nicht wundern dass die Proteste immer grösser, gewaltätiger und mehr Städte erreichen. Hausgemachte Probleme durch die Denkart welche in diesem Artikel propagiert wird.

  21. Was für unseriöse Recherche!!! Sie können davon ausgehen, dass wohl ein Angestellter nicht jährlich z.B. 5 Tage einstreicht, wenn es um das Amt eines Trauzeugen geht….. Wer schreibt so ein Sch…. in Ihrer Redaktion? Warum soll der junge Mitarbeiter für 3 Tage Militärdienst „Aushebung“ selber dafür Gerade stehen und für diese Tage Ferien beziehen???? So ein Schwachsinn habe ich noch nie gehört.

  22. ein Beispiel aus Bern

    Der Kanton Bern ist bekannt dafür, „arm“ zu sein (also Gelder von anderen Kantonen zu beziehen) UND tiefe Einkommen im Vergleich zu anderen Kantonen ausserordentlich hoch zu besteuern (arme Menschen können nicht so einfach umziehen, wie reiche).

    Anstatt, dass sich die angeblich „Sozialen“ dafür Sorgen, dass die kleinen Einkommen „fairer“ besteuert werden, machen sie sich als Arbeitnehmer lieber vorab selber Geschenke z.B. mit, resp. noch mehr Vaterschaftsurlaub.

  23. Mit diesem Bericht haben Sie sich wohl klassisch ins eigene Bein geschossen… Und wenn ich die Kommentare so lese, bin ich nicht der einzige der das so sieht. So etwas nennt man ganz einfach einen modernen Arbeitgeber. Ademässi

  24. Ich schliesse mich 100% der Mehrheit der Vorredner an. Diese Absenzenregelung ist nicht nur fair sondern entspricht was man von einem modernen und fairen Arbeitgeber heute erwartet. Ich würde sicher nicht irgendwo arbeiten, wo ich beim Tod eines Familienangehörigen oder bei schwerer Erkrankung meines Kindes in den Stollen muss.

  25. Vaterschaftsurlaub

    Charakter „versteckte“ Lohnkomponente

    solche Sonderleistungen sollten AHV und steuerpflichtig sein – denn es handelt sich um luxus Lohnnebenleistungen.

    Die Raiffeisen Gruppe ist reich (auf Kosten von wem?) und kann sich die Luxusausgaben leisten. Die einzelnen Banken werden höchstens die gleichen Privilegien auch für sich selber einfordern wollen.

    Der Punkt ist, dass „normale“ Arbeitnehmer, zum Beispiel Maler, kaum Möglichkeiten haben, für solche „Einsparungen“, wenn nicht gar Umgehungen, von AHV und Steuern.

    • Liebe Mutti,

      Das sind keine Luxusnebenleistungen, sondern mehr oder weniger (gesetzlicher) Standard in den (meisten) Schweizer Betrieben. Zudem sind solche Frei- und Urlaubstage sowohl AHV- als auch steuerpflichtig, weil der Lohn nicht gekürzt wird.

      Ich kann durchaus verstehen, dass wenn ein selbstständiger Maler eine Hilfe anstellt, die sozialen Nebenleistungen sein eigenes Einkommen entsprechend schmälern…

      … auf der anderen Seite ist aber ein Mitarbeiter, der etwas Vaterschaftsurlaub erhält, sicher motivierter etwas mehr zu leisten, als wenn er mit einem Minimum an Sozialleistungen bei der Stange gehalten wird.

    • @Moralapostel

      Ihr Argument betreffend sowieso Abgabepflichtig verstehe ich. Ich hoffe, dass Sie das Argument betreffend Ungleichbehandlung auch nachvollziehen können.

      Ich habe den Eindruck, dass „Moral-Standards“ von Menschen mit Geld für Menschen ohne Geld geschaffen wurden. Darum würde ich niemals mit Moral an sich argumentieren.

    • Solange der Abwesende die zurückgebliebene Arbeit anschliessend selber erledigt, interessiert mich seine Abwesenheit nicht!

    • Oha, die Mutti lebt ganz nach dem Rollenbild des 20. Jahrhunderts:

      De Papi mue go schaffe, und s’Muetti mues de Gofe gaffe.

      Gleichstellung (beider Geschlechter) und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (für beide Geschlechter) sind die gesellschaftlichen Topthemen im 21. Jahrhundert. Und gerade Familien mit niedrigen Einkommen (sie nennen sie „Menschen ohne Geld“) kommen mit einem einzigen Gehalt heutzutage nicht mehr aus.

      Aber schon klar: wenn die Mutti (mit Geld, denn die ohne Geld muss arbeiten) es nicht nötig hat, und lieber zu Hause sitzt, braucht es auch keinen Vaterschaftsurlaub oder Absenzen des Vaters bei Krankheit von Angehörigen. Wieso auch, die Mutti ist ja daheim (und immer Gesund, und sonst ist die Grossmutti ja auch noch da). Mutti hat auch keine nennenswerte Ausbildung gemacht, die sie mit ihrem Mutti-werden plötzlich und einfach so an den Nagel hängt. Und wenn Mutti sich scheiden lässt, sind alle glücklich, dass Mutti nach 20 Jahren keinen Einstieg mehr in die Arbeitswelt findet, Papi (ja, der spätestens jetzt ohne Geld) bezahlt ja für Mutti und d‘Gofe.

    • @Vati

      Bei Ihrer Kurzevaluation haben Sie sich an einem Skript oder genauer gesagt einer geläufigen Meinung orientiert.

      Gleichstellung bedeute für mich, dass entweder Vater oder Mutter frei nehmen. Eine Doppellösung sehe ich als Luxus an.

      Und ganz ehrlich, die meisten Frauen wollen keinen Militärdienst leisten müssen..

    • [Zitat Mutti] Bei Ihrer Kurzevaluation haben Sie sich an einem Skript oder genauer gesagt einer geläufigen Meinung orientiert.

      [Antwort Vati an Mutti]
      Die geläufige Meinung ist denn auch die Basis für die Notwenigkeit der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Gleichstellung und Vereinbarkeit von Beruf & Familie.

      [Zitat Mutti]
      Gleichstellung bedeute für mich, dass entweder Vater oder Mutter frei nehmen. Eine Doppellösung sehe ich als Luxus an.

      [Antwort Vati an Mutti]
      Damit einer von beiden dies wahr nehmen kann, bedarf es einer Mitarbeiter Regelung des Arbeitgebers dazu. Da dieser der Gleich berechtigung verpflichtet ist, gilt dies sowohl für Mutti und Vati.

      [Zitat Mutti]
      Und ganz ehrlich, die meisten Frauen wollen keinen Militärdienst leisten müssen..

      [Antwort Vati an Mutti]
      Um ganz ehrlich zu sein, bekommt Vati keine Witterrente, wenn Mutti stirbt.

    • Wittwen- oder Wittwerrente vor dem Pensionsalter gehören abgeschafft.

      Davon profitieren sowieso meistens nur viel jüngere 2. Ehefrauen, also nicht Mütter der Kinder.

    • @Mutti

      Lustig wie einer Ihrer Argumente nach dem anderen ins nichts verschwindet.

      zum Militär möchte ich hinzufügen, dass ich auch gerne aufs Militär verzichtet hätte (Habe trotzdem bereits 500 Tage auf dem Buckel). Nein Zivildienst war nie eine Option und Doppel UT auch nicht.

      Familienurlaub ist nicht da um die Füsse hochzulegen, sondern dafür gemacht die Pflichten einer neuen Familie wahrzunehmen und den wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu vereinfachen. Wenn Beide Elternteile eine Zeitlang ohne Finanzielle Einbussen 60% Arbeiten können werden sie relativ schnell wieder voll integriert sein. bleibt jemand am Herd so wird der wiedereinstieg um ein Vielfaches komplexer.

      Aber vielleicht ist ja ihre Wunschvorstellung Frau am Herd Mann in der Fabrik, dann können wir aber gleich alle Zugänge zu tertiären Ausbildungen für Frauen streichen?!

    • Mein Hauptargument sind Kosten & Sonderleistungen.

      Diese können nicht im Nichts verschwinden, auch wenn viele Idealisten diese nicht sehen wollen.

      Zudem halte ich Männer, die sich gleichberechtigt am Haushalt und der Kinderbetreuung beteiligen, für sehr attraktiv.

  26. Interessant wäre hier ja wohl eher ein Vergleich von verschiedenen Arbeitgebenden – einfach so in den Raum gestellt macht dieser Artikel nicht wirklich Sinn.

    Diesen Arbeitnehmer möchte ich kennenlernen, bei dem all das in einem Jahr anfällt…;)

  27. Au, Herr Hässig ist hässig. Schade, das scheinbar der Neid in der Schweiz mittlerweile so tief sitzt, das der grosse Nachbar im Norden, dem man dies ja grundsätzlich nachsagt, erschrocken gen Süden schaut. Mich wundert nur, wieso man sich überhaupt an solchen Normalitäten abarbeiten will. Gibts nichts wichtigers?

  28. Da ist wohl in der Recherche etwas schief gelaufen. Die Urlaubsregelungen (keine Ferientage) der Raiffeisen sind in der Branche und weit darüber hinaus Standard. Wie man daraus einen Bashing-Artikel schustern kann, ist durchaus erstaunlich.

    • Geh mal in ein KMU. Ihr Banker lebt einfach in einer eigenen Welt, zusammen mit den Faultieren im öffentlichen Dienst.
      Gut, dass Hässig diese Machenschaften mal aufdeckt.

  29. Was soll daran so speziell sein. Das handhaben viele Unternehmen so. Teilweise sind die Absenzen auch gesetzlich verankert (z. B. J+S Kurse, militärische Aushebungen/Musterungen usw.). Der Rest sind Empfehlungen des SECO.

    Der einzige Punkt wäre eventuell die übermässig dotierte Kader-PK. Aber auch das kennen viele Unternehmungen. Hier sollte vielleicht mal der Gesetzgeber korrigierend eingreifen. Die Kollektivität wird da erfahrungsgemäss schon sehr arg strapaziert zu Lasten der „einfachen“ Büezer.

    LH daher bitte die echten „Skandale“ aufdecken und nicht Peanuts.

  30. Üppige Freitage und Luxus-PK passen ausgezeichnet zur 30-Stunden Vollzeit-Arbeitswoche. Komm wann du willst und geh wenn du kannst. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

  31. Wenn Lukas Hässig über Frei-Tage bei Raiffeisen schreibt, geht ihm wohl der Stoff für spannendere Artikel aus. 🙂

    Bezüglich der Inhalte des Personalreglements müsste erläutern, dass einige davon gesetzlich vorgeschrieben (siehe Arbeitsgesetz) und zum Teil sogar von
    Sozialeinrichtungen kompensiert werden (J+S Kurs).

    Zudem ist der Titel irreführend. Die Regelung gilt für sämtliche Mitarbeitenden von Raiffeisen Schweiz und nicht nur für Kaderleute. Zudem haben die 200 Raiffeisenbanken gleiche oder ähnliche Reglemente, welche für ihre Mitarbeitenden gelten.

  32. Endlich macht Herr Hässig mal Werbung für Raiffeisen. Ich dachte schon, er hätte etwas gegen diese Bank. Wirklich toll, wie grosszügig diese mit allen Mitarbeitern umgehen. Diese Ferienregelung gilt vom Stift bis zum CEO, das ist ja das Schöne!!

  33. Und jetzt?? Wird ja wohl kaum jemand Vater und im gleichen Jahr an der Hochzeit seiner Kinder teilnehmen? Verstehe die Aufregung nicht. Diese Freitage kann jeder Mitarbeiter beziehen, nicht nur das Kader. Keine richtigen News gefunden? Im Gegenteil, finde ich diese Regelung positiv.

  34. Hässig, was ist denn das für ein Artikel. Viele der genannten Freitage (Militärdienst zB) sind gesetzlich verankert, alle anderen absolut im Rahmen wie das die meisten Banken anbieten – vielleicht mit Ausnahme des Vaterscahftsurlaubs, aber das sei doch den Leuten gegönnt und 3 Wochen finde ich jetzt nicht überrissen, da gibts andere die mehr bieten (Pharma oder Google)

  35. Klares Zeichen:

    Die Kader der Raiffeisen braucht es nicht wirklich im operativen Geschäft.

    Die Arbeit machen die Mitarbeiter.

    • Dieses Reglement gilt für alle Mitarbeiter von Raiffeisen, nicht nur für Kader. Nicht sehr gut recherchiert…

  36. Saure Gurkenzeit mitten im November?

    Jeder Handwerksbetrieb, den ich kenne, gewährt freie Tage wenn ein Angehöriger stirbt.

    Warum, lieber Herr Hässig, treiben Sie Ihre völlig absurde Rechnung nicht noch weiter? Mitarbeiter mit 5 Geschwistern, Ehefrau hat 5 Geschwister. Alle Geschwister sterben im selben Jahr -> 10 Freitage. Zusätzlich kommen im selben Jahr die 3 Kinder des Paares ums Leben, sowie die Eltern von Ehemann und Ehefrau -> weitere 7 x 3 = 21 freie Tage. Macht zusammen schon 31 Tage, oder 6 Wochen.

    Nach diesem Schicksalschlag lässt sich der Mann scheiden, findet aber bald eine Neue, die ihn tröstet, und heiratet diese. Ergibt, inklusive 2 Umzügen, weitere 6 Tage. Die Frau war schon schwanger, und gebärt kurz nach der Hochzeit einen Sohn -> 15 weitere Tage. Zwischenstand: 42 freie Tage, oder 8 1/2 Wochen.

    Herr Hässig, realisieren Sie, wie masslos Sie untertrieben haben? Das Ganze ist noch viel schlimmer! Bleiben Sie dran!

    • Legendärer Kommentar, selten so gelacht. Danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, Herr Hässig aufzuzeigen, wie lächerlich seine Beiträge inzwischen geworden sind.

    • @ Frank:

      Komisch nur, daß diese angeblich so lächerlichen Beiträge von Herrn Hässig sich so einer großen und ständig steigenden Leserzahl erfreuen.

      Sie inklusive wie man hier sieht : – )

    • Lieber Max!

      Lesen Sie doch lieber Max und Moritz!
      Dass Ihr Kommentar dumm ist wissen Sie wohl selbst!

  37. Bravo – ein moderner Arbeitgeber mit attraktiven Arbeitsbedingungen, der auch seine Verantwortung für freiwillige Engagements übernimmt (FW, J+S etc.)- genau dadurch ‚lebt‘ die Schweiz!

  38. ich lese IP regelmässig. Aber sorry, dies ist wohl einer der blödesten Artikel den ich bisher gelesen habe. Wer ist 18J (Aushebung), wird gleichzeitig Vater, Heiratet, zieht um, ist in der Feuerwehr und macht noch diverse Abschlüsse? Tönt absurd? Ist es auch aber genau so geht LHs Milchbüchleinrechnung.
    Es ist korrekt, dass Raiffeisen wohl jeden Lebensaspekt abdeckt (übrigens findet man ähnliches bei vielen Grosskonzernen und ist absolut nicht verwerflich) und wenn einer viele Jahre bei Raiffeisen bleiben wird, kann er wohl so die zusätzlichen Freitage einziehen. In einem Jahr wie suggeriert bedarf dies einer logistischen Meisterleistung.

  39. In der Zeit der Abwesenheit ist die Wahrscheinlichkeit kleiner, dass Schaden angerichtet wird. Bei einigen Protagonisten wäre deshalb eine Verdoppelung der freien Tage angezeigt (gewesen). Gilt im Übrigen nicht bloss bei Raiffeisen.

  40. Jetzt ist mir klar warum die Raiffeisenbank so hohe Depotgebühren verlangen muss. Sonst können die Goodies der Topbanker nicht bezahlt werden. Vom Genossenschaftsgedanken bleibt nur noch das Gesellschafteressen übrig, wo die Bankoberen einmal im Jahr mit dem Fussvolk heissen Fleischkäse essen müssen (das wird bei den Bankoberen wohl sonst nie auf den Tisch kommen, da das Arme-Leute-Essen ist und eines Bankkadermanns/frau nicht würdig).

    • Sie finden 0.20% Depotgebühren hoch?! Meines Wissens gehört Raiffeisen damit zu den günstigsten Anbietern auf dem Schweizer Bankenmarkt.

    • @Onys: Sie sind ein armer Mensch. Und verstehen offensichtlich nicht alles so gut. Melden Sie sich bei Lokalhelden.ch

  41. Was soll dieses überflüssige Bashing über Leistungen, welche bei anderen grösseren Firmen ebenfalls Standard sind? Diese Neidkultur ist ätzend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lukas Hässig ein Ehrenamt bekleidet. Gleiches gilt für die Aushebung. Klar, der Arbeitgeber kann nichts dafür. Als junger Mann muss man aber gehen. Dem Rest sagt man „Fringe Benefits“ … 😉

  42. Lieber Herr Hässig

    Jetzt sind sie aber einmal mehr unfair!

    1. Einfach alle Freitage einer Liste von möglichen bezahlten Absenzen zusammen zu zählen ist einfach nur, sorry für dem Ausdruck, doof! Nicht jeder kann sie jedes Jahr beziehen, zB wird man nur einmal im Militär ausgehoben und entsprechen auch nur einmal entlassen.
    2. Viele der von ihnen aufgezählten bezahlten Absenzen sind gesetzlich geregelt. Kind krank? 3 Tage nach Gesetz. Aushebung? So lange es dauert! Heirat? Geburt? Todesfall? Auch hier gilt gemäss Gesetz Anspruch auf Freitage. Und vieles mehr … aber das scheint sie nicht zu interessieren.
    3. Und wad hat das Ganze jetzt mit Raiffeisen zu tun? Gar nix! Dort wo die Banken, und übrigens auch in vielen anderen Branchen, mehr als den gesetzlichen Anspruch gewähren ist dies im GAV geregelt, bei den Banken heisst dieser VAB https://sbpv.ch/die-vab-und-vaz/

    Also Herr Hässig, zeigen Sie Grösse und runter mit dem Artikel!

  43. 13 Wochen frei pro Jahr? Vermutlich sind alle Angestellte von Raiffeisen in der Feuerwehr, engagieren sich im Pfadilager, müssen sich jedes „stellen“, heiraten jährlich neu, ziehen um und sind jedes Jahr Trauzeugen. Und Kinder bekommen sie auch jedes Jahr.

    Hand aufs Herz, Herr Hässig, finden sie über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehende Freitage so verwerflich?

  44. Na na, jetzt lassen wir aber die Kirche im Dorf. Wenn eine Genossenschaftsbank ein bisschen über dem gesetzlichen Minimum für ihr Personal schaut, ist das ja eigentlich gut! Schon mal die Vaterschaftsurlaube von Novartis angeschaut?? Ausserdem haben die einzelnen Banken durchaus strengere Regeln, bei uns z.B. gibt es ’nur‘ 5 Tage Vaterschaftsurlaub.

  45. Der Artikel ist unnötiges Bashing. Solche oder ähnliche Absenzregelungen sind bei den meisten Banken Usus und für den kleinen Angestellten eines der wenigen noch nicht gestrichenen Zückerli. Etwas weniger Neid bitte.

  46. Ich suche den Skandal in diesem Text und kann ihn einfach nicht finden. Die Schweiz ist in Bezug auf die wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeit Arbeitnehmer auf Platz 3 in Europa. 3 Tage Urlaub bei Tod es Ehepartners, 5 Tage bei einer schweren Erkrankung eines Familienmitgliedes….das erscheint mir vor allem menschlich und fair! Weiter finde ich es sehr positiv, dass ein Engagement im Sinne der Gesellschaft (zB J+S Kurse für Kinder und Jugendliche)aktiv vom Arbeitgeber unterstützt wird. Vielleicht hat Raiffeisen hier eher ein Lob als einen höhnischen Bericht verdient!

    • @Anna

      Ja, Raiffeisen Schweiz ist eine attraktive Arbeitgeberin, aber auf Kosten von wem? Kennen Sie den eigentlichen Auftrag von Raiffeisen, kleiner Tipp: die Förderung Luxus Leistungen für Mitarbeiter ist es nicht.

      Reminder:
      Raiffeisen war die Bank der „kleinen resp. relativ armen Leute“.

      Die einstige Sparsamkeit der einzelnen Raiffeisenbanken wird heute von einer „Kaste“ von Mitarbeitern mit einer Selbstbedienungsmentalität schamlos ausgenutzt.

      PS: Vereine und Sportveranstaltungen werden bis heute mit viel Freiwilligenarbeit getragen. Vielen kleine (also normalen) Menschen würde es nicht in den Sinn kommen, sich diese Arbeit vom Arbeitgeber speziell entschädigen zu lassen.

      Es geht also darum, dass sich die Mitarbeiter von Raiffeisen tendenziell „selber bedienen“ auf Kosten der Genossenschafter, welche solche Privilegien vorwiegend nicht haben.

      Sonderleistungen von Unternehmen werden von jemanden bezahlt. In diesem Falle sind es die Genossenschafter.

      Sie dürfen gerne mit Ihrem eigenen privaten Geld, freie Tage Ihrer Kollegen finanzieren. Das stört niemanden.

  47. Hr. Hässig, gehen ihnen die Themen aus? Feuerwehr als „frei“ zu bezeichnen ist ein Hohn gegenüber allen Milz-Feuerwehr-Angehörigen! Die meiste Zeit (95 %) geht auf Freizeit, diese sogenannten freien Tage sind nur für Kurse gedacht. Es wäre schon wenn ALLE Raiffeisen Kader Mitarbeiter Feuerwehr leisten würden. Auch die anderen Freitage sind nicht aussergewöhnlich und bei vielen anderen Firmen – auch nicht Banken – üblich.

  48. Jetzt wird es lächerlich…..

    Es gibt für mich keinen Grund, Familie und das Leben neben dem Beruf nicht zu schätzen und zu unterstützen. Wer im Leben steht und ein funktionierendes Umfeld hat, ist leistungsfähiger und ausgeglichener.

    Erstrebenswert wäre es, wenn andere Firmen nachziehen würden!

    In welcher Welt leben wir?!?!

  49. Herr Hässig, dass ist doch alles nichts neues….Läuft bei UBS seit Jahren so – schauen Sie sich doch die Reglemente der anderen Banken bevor sie einen solchen Bericht verfassen. Sie werden sehen, dass Raiffeisen keine Ausnahme ist. Btw: bei Raiffeisen in den Genossenschaften ist es auch so – nicht nur am Hauptsitz! Also – alles nichts besonderes…. wozu dieser Aufstand?

  50. naja, was gibts hier negatives zu berichten? Entsprechende Feiertage gelten nicht ausschliesslich fürs Kader. Somit ja; tolle Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern, so sehe ich das. Können sich viele Betriebe und vorallem BANKEN eine Scheibe abschneiden.

  51. Leider beginnt diese Woche mit einem inhaltlichen Tiefschlag! Ein Blick in vergleichbaren Reglemente würde zeigen, dass die Regelungen bei der Raiffeisen nicht ungewöhnlich sind. Zum Teil sind sie gesetzlich gefordert. In der Schweiz gilt zB. die Militärpflicht, mancherorts die Feuerwehr-Pflicht. Und dass heute die Aushebung 2-3 Tage dauert, sollte bekannt sein. Also die Zeiten, wo man in der lokalen Turnhalle rasch (mehr oder weniger) die Stange hochkletterte und nach dem berühmten Griff an der Körpermitte den Stempel „is Dienstbüechli“ bekam, sind auch da vorbei.
    Zugegeben: diese Auflistung als ganzes zu betrachten ist gerade für Selbständige hart, aber gesellschaftliche Realität.

  52. Guten Morgen Herr Hässig, Förderung der Lifebalance und Arbeitswelt 4.0 stehn jeder Unternehmung gut an und sind voll im Sinne des genossenschaftlichen Geistes.

  53. Super, dass Raiffeisen den Mensch in den Vordergrund stellt. Der Artikel von Lukas Hässig enthält viel interessante Information, aber auch Stimmungsmache, und auf die kann ich gerne verzichten.

  54. Wie herrlich, ein „Aufwärm-Artikel“ am frühen Montagmorgen.
    Nur schon mit ein wenig gesundem Menschenverstand merkt man schnell, dass diese 13 Wochen, wie Sie schreiben, absolut zu hochgestochen sind. Dafür muss ich nicht mal den Taschenrechner rausholen.
    Wer der Allgemeinheit etwas gutes tut darf dafür auch von seinem Arbeitgeber unterstützt werden. Keine Selbstverständlichkeit, aber angebracht. Da könnten sich andere Arbeitgeber sicher eine Scheibe davon abschneiden. Ich könnte Stunden weitermachen, aber die Zeit fehlt mir.
    Kurz gefasst, wer alle Freitage einziehen kann/muss, der oder die ist gänzlich nicht zu beneiden!

  55. Und das ist jetzt schlecht oder wie? Ist bei jeder Raiffeisenbank im Lande gleich oder mindestens bei fast jeder (ausser der eigene VR hat etwas anderes bestimmt). Ich finde es gut, dass bei Raiffeisen Work-Life-Balance noch etwas zählt!

    Aber Herr Hässig, warum meinen Sie nur Kader? Das Reglement gilt für alle Mitarbeiter.

  56. Was soll dieser polemische Gaga Artikel! Die Ereignisse sind separat zu betrachten — alle berechtigt! So muss ein moderner Arbeitgeber sein.

    Ein Lob hierzu. Ein Pfui für de Hau den Lukas.

  57. Das ist nun aber etwas absurd!?! Der Arbeitgeber ist verpflichtet an den meisten hier zitierten Tagen Freizeit zu gewähren dies ist nun auch nicht so unüblich, ähnliches findet sich in vielen GAVs von Handwerkern….

  58. Einen Tag Urlaub fürs Zügeln ist ja der Mindeststandard in der Schweiz. Dass man für den Feuerwehrdienst ein paar Tage erhält, macht die Raiffeisen eigentlich nur sympathischer. Das wird noch als Problem auf die CH zurückkommen, wenn man die freiwillige Feuerwehr und die ganze sonstige Freiwillgenarbeit in ein paar Jahren anschaut, da droht ein Zusammenbruch. Von unten kommt nichts nach, da Freiwilligenarbeit in der Selbstsüchtigen Schweiz nicht mehr en vogue ist.