Thiams Retter-Trupp in voller Action

Angelsachsen kontrollieren CS-Kommunikation. Dafür holt Bank einen Wall Street Journal-Crack. Er soll wankenden CEO medial aufpeppen.

„Credit Suisse erleidet mit saudischer Aramco einen Flopp“, titelte gestern die NZZ am Sonntag. So hatten sich Tidjane Thiams Kommunikations-Chefs dies nicht vorgestellt.

Vielmehr haben sie den Auftrag, den grossen CS-Chef in günstiges Medienlicht zu rücken. Das Giga-IPO hätte helfen sollen, das Image des CEOs der Nummer 2 des Landes auf Vordermann zu bringen.

Operation Save Thiam ist in vollem Gang. Der CS-Steuermann nutzt dafür die Spitze seiner weltweiten PR-Abteilung.

Dort wurde unlängst aufgerüstet. Ein Mann namens Brian Blackstone ist zur Crew dazugestossen. Blackstone war 10 Jahre lang beim renommierten Wall Street Journal, zuletzt als „Bureau Chief“ in der Schweiz.

Seit kurzem trägt Blackstone den Titel eines „Senior Advisor for Regulation, Macroeconomics and Sustainability at Credit Suisse“.

Faktisch gehts um Profanes. Blackstone soll mithelfen, seinen obersten Boss wieder auf sichere Beine zu stellen.

Spinning in U.S. (LinkedIn)

Dies wurde nötig nach der Khan Affäre. Der Ex-Spitzenmann der CS wurde von Thiams rechter Hand ausspioniert.

Thiam wankte. Bisher fiel er nicht, obwohl von NZZ bis Blick sein Kopf gefordert wurde. Nun sollen die angelsächsischen Medien ihm wieder auf die Beine helfen.

Eine ganze Truppe von Angelsachsen ist rund um die Uhr damit beschäftig, Thiam zu neuem Glanz zu verhelfen.

Strippenzieher der Thiam-Rettungsübung ist Adam Gishen. Beim Engländer laufen alle Fäden zusammen, wenn es um die Kommunikation der CS nach innen und aussen geht.

Feldherr über Medien: Gishen (LinkedIn)

Gishen war es, der in der heissen Phase von Khan Gate versucht hat, die externen Spione an den Pranger zu stellen.

Gishen hat nicht nur Ex-Journalist Blackstone zur Seite. Sein anderer Mann für die vorteilhafte Berichterstattung in den Medien heisst James Quinn.

Wie bei Blackstone, der fürs US-Medium Wall Street Journal aktiv war, ist auch Quinn ein alter Medienmann. Der Engländer arbeitete für The Telegraph, eine UK-Zeitung.

Quinn hat den Auftrag, die CS in den grossen Medien in London günstig zu stimmen. Blackstone versucht das Gleiche mit den einflussreichen Blättern in New York.

Fun here: Quinn (Twitter)

Thiam kam lange immer sehr gut weg in der angelsächsischen Presse. Jüngst sang das Welt-Magazin The Economist ein Loblied auf den CS-Chef.

Keine einzige kritische Note – ein Novum für den Economist. Auch in der Khan-Krise war auf die US- und UK-Zeitungen zunächst Verlass. Erst mit der Zeit wurde die Financial Times kritisch.

Doch das dauerte nicht lange. Jüngst wird Thiam wieder pfleglich behandelt von den Times-Journalisten an der Themse.

Die Medien-Truppe von Gishen mit den beiden Abgesandten Quinn für London und Blackstone für New York sorgen für gute Stimmung.

„Ehrenlegion“ (Europa Forum)

Bleibt die Schweizer Öffentlichkeit. Hier soll es Thiam selbst richten. In 9 Tagen tritt er in Luzern am Europa Forum auf, wo auch Doris Leuthard spricht.

„Aufbruch statt Abbruch“ lautet das Motto des zweitägigen Events. Thiam spricht am 2. Tag – nach Viktor Giacobbo.

Wer auf seinen CV klickt, der vom Forum publiziert wird, kriegt einen Lebenslauf zu sehen, der glänzender nicht sein könnte.

Kommentare

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  1. Auf „Inside Paradeplatz“ werden Kommentare offenbar teilweise zensuriert. Verabschiede mich hiermit und wünsche Allen ein schönes Leben. Herzliche Grüsse, Swiss Air

  2. Jö herzig,

    Jeder liberale Demokrat hier, der mit dem Daumen nach unten argumentiert hat leider nicht ganz begriffen was hier abgeht.

    CS ist Teil des globalen Imperiums. Herr Thiam und Herr Rohner arbeiten beide für die Handlanger der Neo-Feudalisten, die Gewinne aus ihrem Investment in die CS schöpfen wollen. Beide werden durch eine multikulturelle globale Elite beschützt und um jeden Preis auf dem Posten gehalten. Es dient dazu, dass sie ihre Versprechen einhalten. Höchstmöglicher kurzfristiger Gewinn bei geringsten Kosten. Die beiden Protagonisten werden erst fallen, wenn der Geldstrom in Richtung der Neo-Feudalisten abbricht. Bisher sieht ihre Bilanz noch nicht so gut aus und stehen in keiner Relation zu den Versprechungen.

    Das einzige schweizerische an der CS ist der historische Standort und das Suisse im Namen. Wenn man die Eingangsschleusen bei CS passiert hat, betritt man via Kontrolle und Batch das Territorium des globalen Imperiums. Hier gibt es keine Demokratie mehr, hier gilt der evolutionäre Humanismus. Hier gilt teilweise ab Stufe MD, Mitspielen um jeden Preis und Geld gegen Schweigen. Am Ende winkt ein goldener Fallschirm, ein umfassender ich-komme-aus-dem-Gefängnis-Rechtsschutz und ein luxuriöser Lebensabend.

    Herr Bouée bekam dieses Jahr frühzeitig seinen Fallschirm, den Rechtsschutz und das Schweigegeld. Er ist der Prügelknabe von Herrn Thiam, im übertragenen Sinn. Die Vergoldung der Prügelknaben war eigentlich nicht üblich. Braucht man Herr Bouée oder besser seine speziellen Fähigkeiten, wird er einfach wieder woanders aktiviert.
    Herr Thiam wurde im zentralistischen Frankreich ausgebildet, Le roi c‘est moi. Er kontrolliert alles. Wie kann sich Herr Bouée – ebenfalls ein Produkt aus den Kreisen der zentralistischen französischen Elite – dann erdreisten, selbstständig zu handeln?

    Wer übernimmt jetzt die Verantwortung für den Tod des Wachmanns? Ja richtig niemand, wir haben jeden Anstand und Sinn für Gerechtigkeit hinter uns gelassen. Das muss mal gesagt sein, er ist Kollateralschaden.

    Hier kann Blick, NZZ, gehässige Kommentarschreiber oder andere unwichtige Querulanten der 4. Gewalt absolut nichts dagegen tun. Auch nicht die Wähler, die echt noch glauben, dass ihre Referenden und Abstimmungen, um die Wirtschaft der Schweiz zu beeinflussen, noch was bringen. Längst kontrolliert das globale Imperium unser wirtschaftliches Schicksal und unsere Zukunft, alles andere überlassen sie den Staaten, noch so gerne.

    Also seht es gelassen, gönnt euch einen Tee und geniesst das Schauspiel. Mit der Digitalisierung werden hunderttausende von Jobs einfach verschwinden und eine grosse Masse an Menschen keine Lebensaufgabe mehr haben. Sie werden etwas Nahrung und ein – es reicht zum Leben Grundeinkommen – erhalten. Es geht um höchstmögliche Gewinne zu den geringstmöglichen Kosten. Nur wer unmittelbar mit dem Akt der Casino Geldvermehrung zu tun hat, wird noch einen Job haben.

    Bitte nicht falsch verstehen, das ist keine Verschwörung, dazu ist das System viel zu chaotisch. CS, die Investoren, die Herren Khan, Thiam und Rohner sind nur eine kleine zeitlich limitierte Entität aus diesem Riesenchaos aus Daten und menschlichen Prozessoren. Herr Ermotti, seine Investoren und die dahinterstehenden Neo-Feudalisten bilden bereits eine andere chaotische Entität, die – in sich – komplett anders funktioniert.

    Mal sehen, wie sich der Überläufer Herr Khan im anderen Chaos schlägt. Als Schweizer ist er eventuell im UBS Chaos besser aufgehoben. Bin gespannt…

  3. Thiam und seine britische PR Sturmtruppe versuchen alles um den 24. September vergessen zu machen.
    Vergesst es, es geht erst richtig los.

    Wievel Abfindung hat eigentlich Thiams enger Freund Bouée erhalten, zusätzlich zu seinem Millionensalär?

  4. Dieser Beitrag von IP erwähnte auch den Todesfall vom 24. September 2019 der in einem Zusammenhang mit der Beschattungs-Affäre steht.

    Diese Passage wurde im Verlaufe des Tages aber wieder gelöscht.

    Die Totenwache erinnert hier solange daran, bis Recht und Ordnung wieder hergestellt sind.

  5. Je mehr es zu verbergen gibt, desto mehr PR Leute braucht man. Aber irgendwann kommt der Punkt an dem auch Top PR – Leute nicht mehr viel erreichen können….
    Sind wir hier bald soweit?

  6. Stolpertreppen haben ohne Ausnahme einen ganz grossen Nachteil- man wird sie nur los durch Abbau- und das kostet dann halt auch wieder!

  7. als die cs damals die amis geholt hat, von diesem tag an ging es nur noch abwärts… ein trägodie die keiner stoppt weil alle schweigegeld bekommen

  8. Was genau ist der Inhalt dieses Artikels? Gishen hat einen neuen Mitarbeiter eingestellt in der Abteilung Unternehmenskommunilation….? So what?!

    LH scheint echt nichts mehr einzufallen.

  9. Heute CS Online Banking Down

    Offensichtlicher Grund: Das CS Online Banking ist innerhalb von 1 Jahr zum Offline Banking geworden. Die Wertschriften und Optionen werden zum grossen Teil nicht mehr zeitnah oder garnicht angezeigt etc. das ist ein Ergebnis der katastrophalen IT Strategie. IT Top Experten abbauen und gleichzeitig absurde MDR Gehälter beibehalten, dezentrale Geldverschwendung usw. führen in ein Desaster.
    Prognose: Ein Major IT Ausfall wird die CS in den Grundfesten erschüttern, dann braucht es Crameri‘s Science fiction Projekt auch nicht mehr.

  10. Naja, immerhin weiss Thiam mittlerweile, auf welchem Niveau er sich der Öffentlichkeit noch präsentieren darf. Zusammen mit der in der Postautoaffäre ahnungslosen Grinsedoris und nach dem abgehalfterten Giacobbo, in dessen alter ego’s Stapfen Tidjane jetzt nun tritt: nicht als Harry Hasler oder Freddy Hinz, aber vielleicht als corporate version unrühmlicher Befehlshaber

  11. Was fuer eine hohle Nummer dieser Moechtegern-Schweizer ist. Von Banking null Ahnung, bald mehr PR-Anglo-Schnurris, die diesen TT aufblasen,als richtige Bankers, und darüber hockt der Weisswestenurs, wenn er sich nicht gerade den Bauch in der Kronenhalle mit Filmleuten voll schlaegt. Dekadenz hoch 10.

  12. Herr Thiam und seine ganze MD Mannschaft Marktwert ist praktisch Null.
    Ich würde nie und nie bei CS einstellen.
    Dort haben alle Neuroprobleme, Stress, Magenprobleme und … kriegen fast keine Boni mehr (im Ernst !)
    Lebensversicherungen sind immer noch Kundenpakete, sonst … adieu Lisbonne !

  13. Na ja ob man das schön reden kann? Würde sagen das kan man nicht mal schön trinken, alles schon viel zu lange zu tiefes misstrauen und nie geliefert ausser negativ Schlagzeilen. Sie sollten Ihm eine weise Weste kaufen.

  14. Der Häuptling spricht.“Aufbruch statt Abbruch“, seit seiner Inthronisierung 2015 sinkt der Aktienkurs von ca. Fr. 24.– auf Fr. 13.–. Stop it Thiam, uns reichts, bitte keine weiteren Höhenflüge.

  15. Noch mehr so Angelsachsen Gesocks…. Hei f…. offenbar können sich die Versager in der Teppichetage nach belieben bedienen und aufführen wie sie möchten. Der Chef soll selber sprechen. Wofür ist er so gut bezahlt?

    • Tja da haben Sie Recht. Der Chef sollte selber sprechen, sofern er dazu überhaupt mächtig ist. Fängt beim Bundesrat an (Simonazzi) bis hin zu jedem Departementli und Abteilung. Sagenhaft!

  16. T. Thiam & seine Crew sind eine Schande fuer die CS und eine Schande fuer den Finanzplatz Schweiz und eine Schande fuer die Schweiz.

    • Aber im abkassieren ist er ein Weltmeister! Ihn stört sicher nicht was Tim Saver von ihm hält… Handeln wäre schon längst angesagt, aber es handelt ja keiner!

    • TT hat nicht nur das Vertrauen verspielt er ist schlichtweg nicht mehr tragbar und stellt mit seiner Führungsmannschaft ein Reputationsrisiko für CS und für den Finanzplatz Schweiz dar.

      Die Kunden und die Mitarbeiter der Bank müssen vor einem derartigen Management geschützt werden.

      Oswald Grübel hat dies als einer der wenigen bereits sehr früh erkannt und auch klare Kante gezeigt und dies in Wort und Schrift zum Ausdruck gebracht.

  17. Ehrlich gesagt war Herr Khan lediglich eine Personalie, mit der sich nun Herr Ermotti beschäftigen muss. Not such a clever boy.

    • ermotti benutzt khan auch nur zum aufräumen, damit er selber noch ein wenig bleiben darf…

    • Schmierentheater hoch zwei!
      Die weisse Weste Rohner ist doch die Ursache allen Uebels.
      Er hat TT ja auch zu verantworten.
      Nur: der Hürdenläufer wird durch die Sandmännchen mit ihren Oelreserven gestützt. Falls es nicht reicht:
      Dann haben sie ja noch schöne, fette Zinsen auf ihre Darlehen an die CS.
      Fazit:
      Rohner muss weg – Thiam muss weg – Neuanfang! (vielleicht nochmals mit Ossi- sofern er denn will‘!)

  18. Damit sollte klar sein dass man als Kunde besser bei einer anderen Bank bedient ist und es bessere Arbeitgeber für Mitarbeiter gibt.