Sunrise ersetzt Peter Kurer

Telecom-Firma holt nach Debakel ihres Kapitäns mit UPC-Deal einen nächsten Präsidenten. Suchmandate laufen.

Für Peter Kurer ist bald Schluss. Der Präsident der Sunrise, der Nummer 2 hinter der Swisscom im Schweizer Telecom-Markt, soll im Frühling durch einen Neuen abgelöst werden.

Das sagt eine Quelle mit Bezug auf Suchmandate, welche die Sunrise Headhuntern vergeben habe. Die Firma selbst will sich nicht äussern. Man kommentiere „keine Gerüchte“, hiess es auf Anfrage.

Für Kurer, einen der bekanntesten Wirtschaftskapitäne des Landes, wird die Sunrise-Präsidentschaft zum Ende einer langen Karriere. Diese sah den Wirtschaftsanwalt als Stehauf-Männchen, der stets erneut stürzte.

Bei der UBS war Kurer der Mann, der die Bank durch die Subprime- und Bankgeheimis-Krise vor 11 Jahren steuern musste. Das Resultat war zwei Mal einschneidend: Staatsrettung und Mauerfall.

Kurer musste im Frühling 2009 das Büro räumen, Alt-FDP-Magistrat Kaspar Villiger übernahm. Im Vergleich zu Kurer ein Langweiler.

Kurer blieb frohgemut. Er schrieb ein Buch – auf Englisch, in einem englischen Verlag, hoch juristisch –, gab Interviews, hielt sich im Spiel.

Mit 70 aufs Ganze (Sunrise)

Mit dem Sunrise-Präsidium im 2016 kehrte der Mann mit der dicken Hornbrille an die Spitze der Swiss Elite zurück. Diesen Sommer feierte er seinen 70. Geburtstag.

Noch einen grossen Erfolg zum Abschluss, sagte sich wohl Kurer. Und offerierte Milliarden für die UPC, die als ehemalige Cablecom ein nationales Kabelnetz für schnelles Internet besitzt.

Vor kurzem endete das Vorhaben im Debakel. Kurer hatte 125 Millionen für Anwälte und Schadenersatz ausgegeben – für die Katz.

Er bleibe, verkündete Kurer nach dem Ablasen der Übung. Nun geht er, im Frühling dürfte der Zürcher Geschichte sein. Ein Mann, der Grosses vorhatte und allen den Marsch blies: Er tritt ab als Serial Loser.

Kommentare

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  1. Dürftiger Artikel und ebensolche Kommentare. “Das sagt eine Quelle, die…” Bis zum Frühling 2020 dauert es noch fast ein halbes Jahr! Fairerweise könnten auch die Tops von P.K. Erwähnung finden. Nicht erfüllt Herr (ge-)Hässig.

  2. Kurer sollte Präsident von Bitcoin, dann wäre der Abstieg schneller da, das wäre wenigstens einen positiven Beitrag für diesen wertlosen und sinnlosen Schund.

  3. Man sagt, die grössten Pfeifen der Schweiz werden immer wieder einen lukrativen Job finden, weil sich die Pfeifen gegenseitig absichern – aus systemrelvanten Gründen.
    Gunther Kropp, Basel

  4. kurer wird wie immer in seiner beruflichen laufbahn.. mit einer millionenentschädigung abtreten..
    bin gespannt welche firma ihn nun holt um den karren an die wand zu fahren.

  5. Wurde auch Zeit hat in all den viele Jahren sei es bei UBS oder bei anderen Unternehmen nichts auf die Reihe gebracht. Aber Eine große Gage nach Hause gebracht.
    Filz sei dank

  6. Wirtschaftskapitän? Wohl kaum. Ein Anwalt, nach dessen Aktionen Milliardenpleiten (UBS, Swissair) oder zumindest irrsinnige Verluste in Millionenhöhe (Sunrise) eintraten. Ob es generell gut ist, wenn Juristen Betriebe führen, deren Kerngeschäft sie als Fachfremde wahrscheinlich nur oberflächlich verstehen, sei mal dahingestellt.

  7. Mal schauen, wo der Herr seine Inkompetenz als nächstes vergolden lassen wird.
    CS wäre ein Top-Kandidat, die hatten ja in den letzten 20 Jahren immer ein ausnahmslos glückliches Händchen, die Nieten im Topf zu ziehen!

  8. Kurer tritt ab als Serial Loser?

    Na ja. Mühlemann trat als Parallel Loser ab: CS *UND* Swissair.

    Das nennt man effizientes Multi-Tasking!

  9. Und wieder wird nach einem Fiasko, für das Kurer verantwortlich ist, ausgetauscht.

    Er scheint den Unternehmen Unglück zu bringen.

    • Aber abkassiert hat er wie ein Weltmeister! Ich wäre mit einem Bruchteil davon mehr als zufrieden.

    • Ja, und dort gibt’s auch gleich einen neue Job für den Kurer. D’Revoluzzer (die Clique seines unsäglichen Vorgängers Ospel bei der UBS)suchen seit langem verzweifelt Vorträbler. Das sind diejenigen, die vorne laufen und Platz machen für die Trommler und Pfeife/r/n. Ob er vorne oder hinten mitläuft, kommt überhaupt nicht drauf an. Einfach eine Pfeife mehr oder weniger bi de Revoluzzer.

    • Und als Vorträbler ist er dann endlich wieder genau da, wo er schon mal war und auch hingehört: als Putzlappen Ospels, welcher ihn zusammnstauchte, wenn er ihm mal zuwenig weit hinten reingekrochen ist. Und an der Fasnacht kann er ihm immer dann den Tarif durchgeben, wenn er nicht im haargenau gleichen Takt durch die Gassen stolpert wie der abgehobene Ex-UBS-Trommler.

    • Nun hat er ja wieder viel Zeit, Bücher zu schreiben. Er erklärt doch so gerne Herrn und Frau Schweizer die Wirtschaft! Und auch dieses Buch wird gekauft, allein der auf dem Buchrücken stehende ‚Leistungsausweis‘ ist für viele ein Grund für den Kauf …

  10. Die grosse Frage, die sich stellt: welches wird das nächste Unternehmen sein, welches Kurer an den Rand des Abgrunds führen wird?

  11. Bravo! Bravo!

    Wohl eine der einzigen Schweizer Firmen, die konsequent handelt!

    …ist ansonsten nicht die Stärke der Schweizer Geschäftskultur, vor allem nicht im Finanzsektor!