Swiss Re-Kader schleift Hongkong-Barrikade

IT-Mann nimmt in Fernost das Gesetz des Handels selbst in die Hand. Angry White Swiss vs Demokratie-Demonstranten.

M. ist ein Angry Old Swiss. Anfang November platzt dem Managing Director der Swiss Re, einem führenden Rückversicherer, der Kragen. Er räumt die Barrikaden der Hongkong-Demonstranten weg.

Auf eigene Faust. Ein Video mit M., wie er Anfang November laut über die jungen Aufständischen in der China-Kolonie flucht, macht auf Youtube rasch die Runde.

Heute früh gab es bereits über 550 Kommentare zu M.’s Sololauf im Kurzarm-Hemd und mit grimmiger Miene.

Einige Schreiber betonen, wie die vermeintlich zu allem entschlossenen jungen Demonstranten vor dem „weissen“ Mann kuschen.

Die Hongkonger hätten „such an inferiority complex“, bringt dies ein Schreiber auf den Punkt.

Ein Anderer vermutet hinter dem Swiss Re-Kadermann, der sich um die IT in Fernost kümmert, einen CIA-Agenten.

„Das ist auch meine Stadt“: Swiss Re-Manager räumt auf (Youtube, CGTN)

M. erhält von mehreren Kommentar-Schreibern Zuspruch. „This foreigner ist doing the right thing!“, heisst es in einem Beitrag.

Einer findet M. einen „rechtschaffenen Expat“. Er könnte allerdings auch „selbstgerecht“ meinen, je nach Interpretation.

Ein Swiss Re-Sprecher wollte sich gestern nicht äussern. Auch die Frage, ob die Firma politische Aktivitäten ihrer Angestellten regle, gab es keinen Kommentar.

M. selbst liess eine Anfrage via LinkedIn, ein Karriereportal, unbeantwortet. Dafür fackelte er mit Anderem nicht lange.

Sofort löschte er sein Porträt-Foto auf LinkedIn. Auch hier zeigte sich: Der Kadermann des Rückversicherers lässt nichts anbrennen.

Kommentare

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  1. Adi, Ich wollte diese Kommentar Liken klicken, aber nicht möglich, ich bekomme Meldung „Liken ist derzeit nicht möglich“, wo sprecht „Meinungfreiheit“ hier? Hey, gay, der „Like“ deaktiviert hat, du bist aber lächerlich

  2. Er macht das Recht wenn ich die Gelegenheit hätte währe ich heute auch. In Hongkong um die zerstörten Gebiete zu seubern es ist eine Schande was die demokratische protester in hk machen zuerst Töten sie einen 70 Jahre alter Mann Dan zünden sie ein Mann an weil er nicht die gleiche Meinung hat somit ist das Tema Demokratie was sie wollen gleich vom Tisch den wen sie die Meinung der anderen als Demokraten nicht respektieren Dan geht es hir nicht um Demokratie eher nur von der weltpolizei gesponsert um China zum bösen zu stellen sonst nichts

  3. I know him.

    He is just a grumpy old man. Before that, he was a grumpy middle-aged man.

    His knowledge of software development, which is his main responsibility for a certain Business Area, is best described as „few and far between“. What he does know really well is how to play company politics, and how to hobnob with top-level business executives.

    In other words: He is eerily similar most IT Managing Directors at Swiss Re – and probably in most large companies in the Financial / Insurance sector …

  4. Er tut nichts anderes als die in der Schweiz lebenden Expats, d.h. Unwissenheit und Verachtung für das politische System des Gastlandes!

    • ausser, die übliche Antwort an „schiss usslender“ in der Schweiz von genau diesen weissen alten Schweizern: Wenn dir etwas nicht gefällt – geh oder halt die Klappe.

  5. Nur den alten weißen Schweizern würde in den Sinn kommen, den Einheimischen zu erzählen, wie sie für ihre Rechte auf Demokratie und Unabhängigkeit in ihrem eigenen Land kämpfen dürfen.
    „Komisch“, dass Swiss Re keine Meinung dazu hat. Stellt euch vor, wie schnell er ohne Job wäre, wenn er den Demonstranten helfen würde?
    Aber wie in dem Spruch: you’ve got to lower your ideals of freedom if you want to suck on the warm tit of China.

  6. Es ist immer wieder schön so viel Unwissen wie in den Kommentaren hier zu lesen.

    Was mir bei dem Video auffällt ist:
    Ich sehen keinen Mitarbeiter einer bestimmten Firma.
    Ich sehe keine politisches Statement.
    Ich sehe keinen Kolonialismus.
    Ich sehe keine dummen Eingeborenen.
    Ich sehe einen weissen Mann der sich ärgert, dass Vermummte seine Weg blockieren. Ist es das erst Mal innert der letzten Wochen und Monaten? Vielleicht nicht.
    Ich sehe Vermummte von denen ich aus anderen Videos weiss, dass sie alte Menschen die sich ihnen in den Weg stellen rücksichtslos verprügeln. Ist das der hier gepriesene Einsatz für Demokratie wenn man sich selbst ganz und gar nicht demokratisch verhält?
    Ich sehe auf einem anderen Video wie hinter dem weissen Mann eine Brandbomben explodiert. Ist das was andere Kommentarschreiber als Einsatz für Demokratie nennen?

    Im Ernst ich bin stolz, dass sich jemand noch über echten Bullshit in dieser Welt ärgert und das auch zeigt. Vor allem wenn er das nicht müsste denn wir leben hier ja seit fast 75 Jahren im Paradies.

    Die Vermummten kämpfen vielleicht wie in Zürich am 1. Mai oder an einer beliebigen Gegendemo zur ‚Demo für Irgendwas‘ nicht um die Sache wegen sondern für die Randale. Und ja, ich habe mich in Zürich auch schon dazwischen gestellt. Hat mir jemand geholfen? Nein. Gab es Applaus? Nein. Gab es ein Video? Ich glaube nicht.

    Also liebe Leser nicht so viel interpretieren sondern überprüfen. Und auch nicht den ganzen tendenziösen Mist glauben welchen einige Mitarbeiter auf diesem Onlineportal seit Jahren schreiben. Vieles ist nicht mehr so lesenswert wie auch schon und scheint mir eine Effekthascherei geworden zu sein um Website-Hits zu generieren.

  7. viel interessanter ist, ob es sich bei der “Demkratiebewegung“ in Hong Kong nicht in wirklichkeit um eine agent-provocateur bewegung handelt, finanziert aus dem ausland zur destabilisierung Chinas. Eventuell mal wieder Soros, der ja sein festes domizil in england gefunden hat… und dort mit Sorell, einem britisch-jüdischem medientycoon “global“ versucht, ihm mißliebige politische systeme zu destabilisieren bzw zu stürzen. eventuell nur als strohmänner noch höherer “mächte“.

    • Deine Kommentare lesen sich nicht wie in Deutschland geschrieben, sondern in St. Petersburg in der Trollfarm. Frohes Schaffen weiterhin beim Stänkern in westlichen Foren. Ich hoffe es gibt keinen Ärger von den Vorgesetzten, Genosse, wenn Du aufgeflogen bist. Wichtig ist einfach, mit dem bullshit nicht zu übertreiben.

  8. Ich finde es wirklich sehr ersaunlich, dass die in dem Artikel zitierten Kommentare, die Handlungen des Swiss-Re Managers verherrlichen. Handelt es sich doch bei dem Youtube-Video nicht um das Propagandavideo eines staatlich-kontrollierten, chinesischen Fernsehsenders. Und ich bin auch wirklich sehr dankbar dafür, dass in dem Artikel erwähnt wird, um was für eine Art Quelle es sich handelt.

  9. dieser mann ist eine zumutung für swiss re, er hat vergessen welche freiheiten er selbst hat. vielleicht wäre er im swiss re büro peking besser aufgehoben… am besten er würde gleich da bleiben.

  10. Fake news!

    Ich kenne keinen SwissRe Manager der von sich aus das Heft in die Hand nimmt und etwas entscheidet resp. macht! Der einzige der etwas bewegen wollte ist jetzt bei der Migros. Die anderen sonnen sich in ihrer Komfortzone…

  11. Schweizer mögen es eben nicht, wenn man sie auf dem Weg zur Arbeit behindert.Man muss eben brav zur Arbeit und dort pünktlich erscheinen, sonst gibts ein schlechtes Gewissen.

  12. Interessant.

    Ich hätte jetzt behauptet, dass der Herr eine „uncanny resemblance“ mit einem gewissen … hätte … der (zufälligerweise) in Asien weilt …

    Aber meine Augen sind leider nicht mehr die allerbesten. Ich könnte also falsch liegen …

    • Die Demokraten verstossen gegen die Verfassung. Sie suchen Streit und setzen alles dazu ein, um Hongkong zu schaden. Hoffentlich werden diese Studenten niemals mehr eine Uni sehen.

    • Damit also die US Demokratie? Die im Irak? Oder das von lybien? Oder vielleicht die US Demokratie in Afghanistan? Oder eher die jüngsten US Demokratie Bewegungen in Südamerika wie Bolivien venuzuela etc? Oder die der Ukraine? Ich muss gestehen ich habe bei all den US Demokratie Bewegungen etwas den ueberblick verloren… .

    • Ist für dich Demokratie alte Leute zu verprügeln (scuh mal nach dem Video aus Hong Kong dazu) und Brandbomben werfen? Du hast gut reden hier in der Schweiz.

  13. Besser kann ein Expat nicht demonstrieren,für was er sich hält. Einen Kolonialisten alter Schule, der den dummen Eingeborenen erklärt, wie die Welt funktioniert und der ihnen ihre Menschenrechte, z.B. auf Selbstbestimmung abspricht. Als Arbeitgeber würde ich den sofort auf die Strasse stellen. Und als Demonstrant hätte ich mich auch nicht mit dem angelegt.

    • @Demokrat, stimme ihnen voll zu, der alte weisse mann gehört per sofort auf die strasse gestellt.

    • Ich hätte es auch getan wenn es mich die vermummten Typen genügend genervt hätte. Haben sie aber nicht.

    • Wo bitte sieht man denn im Video eine politische Aktion?
      Wo sieht man etwas das von irgendeiner einer Firma unterstützt wird?
      Nicht interpretieren mein lieber @Analyst sondern analysieren und studieren.

  14. Die oppositionelle Demokratiebewegung hat die Wahlen haushoch gewonnen. Wenn sich der Kadermann über die Demokratiebewegung nervt, ist er bei der Swiss Re am richtigen Platz.

  15. 80% der Hong Konger Wähler haben bei einer Stimmbeteiligung von 70% für die Demokratiebewegung gestimmt! Das ist kein ‚Kuschen‘ sondern eine ganz klare Meinungsäusserung von nicht-Expats.

    • Rechnen scheint jetzt nicht ihre grosse Stärke zu sein, oder?

      Oder glauben Sie ihren eigenen gefälschten Zahlen gar?

      https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wahl-in-hongkong-klare-mehrheit-hinter-der-demokratiebewegung-16502573.html

      Meinungsforscher Edmund Cheng weist aber darauf hin, dass die tatsächliche Stimmverteilung durch das Mehrheitswahlrecht in Hongkong verzerrt wird. So haben die pekingtreuen Parteien trotz allem rund 40 Prozent der Stimmen erhalten. „Das zeigt, dass es durchaus auch Bedenken mit Blick auf den Verlust an Ordnung gibt. Die Protestierenden sollten darauf reagieren.“$

      Mit der Wahrheit nehmen es die vermeintlichen demokratischen Molotovwerfer offenbar nicht besonders genau, und offenbar gehen viele – sehr viele – im Westen ihnen auf den Leim.

      Ja, die Wahl hat eine Mehrheit für Parteien vorgebracht welche gegen eine direkte Kontrolle durch Peking sind. Hier von „80% gegen Peking“ zu schreiben wenn knapp 60% dieser Meinung sind, verzehrt das Bild extremst.

      Das der Wohlstand Hong Kongs aber immer – inbesondere während der britischen Herrschaft – auf den Handel mit China aus einer speziellen Position – hervorging, können auch diese nicht leugnen.

      Es bleibt sicherlich spannend – was aber nicht hilft, ist Gewalt. Und davon gab es in Hong Kong genug. Das die Jugend sich vorallem darüber echauffiert, keinen wirtschaftlichen Freipass wie früher zu Reichtum zu haben, trifft nicht nur auf Hong Kong sondern auf viele heutige „entwickelte“ Länder zu. Die Jugend dort hat sich Peking als Ventil ausgesucht, auch wenn dies falscher nicht sein könnte. Ohne Peking (China) wäre Hong Kong weiter nur ein kleiner Fischerhafen. Nur durch den Handel und die Bankdienstleistungen, welche gebraucht wurden (!), konnte sich Hong Kong in seine heutige Lage bringen. Wer jetzt mit Unruhen dafür sorgt das der Handel zusammenbricht und Investitionen ausbleiben, sorgt für den schnellen wirtschaftlichen Tod der SAR.

      Die nächsten Wahlen dürften zeigen wohin es weiter geht. Ich rechne dann wieder mit annähernd ausgeglichenen Wahlanteilen. Die Bürger werden realisieren, dass Proteste ohne Sinn und Zweck genau dies sind: Wutbürgertum, welches nichts erreichen kann.

    • https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wahl-in-hongkong-klare-mehrheit-hinter-der-demokratiebewegung-16502573.html

      80% der Sitze sind eben nicht 80% der Wähler. Aber knapp 60% – wenn historisch die Wahlen bisher 55%-57% Anteil für das „demokratische“ Lager hervorbrachten – klingen dann halt nicht nach Erdrutschsieg.

      Bliebe man bei der Wahrheit könnte man doch nicht so hervorragend gegen das „böse Regime“ in Peking schreiben.

      Bliebe man bei der Wahrheit, müsste man sich gar Fragen stellen, inwiefern Wahlen legitim sind, wenn die eine Seite Personen welche „anders“ sind (einen anderen Dialekt sprechen) angreifen, welche Gebiete besetzen, Leute ermorden, welche einen ultra-nationalistischen Ton anschlagen.

      Aber es scheint einfacher zu sein mit dem Finger auf „Peking“ zu zeigen, keine unangenehmen Fragen zu beantworten, und einfach schön auf der einfachen „schwarz-weiss“-Schiene vorwärts zu marschieren.

      Hat dann zwar mit Demokratie nicht mehr viel zu tun, aber das hatten die meisten „Interventionen“ der „westlichen Schutzmacht“ aus Amerika auch nicht.

    • Sorry, Fabian Meier, aber Ihre Argumentationen sind so verquer und verdreht.
      Für mich sind die gewalttätigen Demonstranten wie Tellensöhne, Freedom Fighters. Anfangs waren die riesigen Demos friedlich.
      Möchten Sie wie die Uiguren, Tibeter, Kasachen, Tataren oder Kirgisen enden?
      Brutale Diktatoren werden über die Freiheitskämpfer gewinnen. Es ist erschütternd. Unsere Schwiegertochter aus Hong Kong lebt jetzt bei uns in der Schweiz.

    • @fabian

      die faz ist eine ganz schlechte quelle, da sie sich schon vor längerer zeit aus dem journalismus verabschiedet hat und zum kompletten merkel- systemlügenblatt mutiert ist. schönen gruß aus Deutschland!