Was macht die SNB falsch?

Notenbank-Chefs müssen vor allem eines: richtig kommunizieren. Andréa Maechler, SNB, sollte sich Fed-Frau zum Vorbild nehmen.

Die Diskussion um die Geldpolitik der SNB als „kontrovers“ zu bezeichnen wäre euphemistisch. Das Verhältnis der Für-und-Wider-Stimmen ist weit jenseits von einer Normalverteilung.

Die Leserkommentare in der NZZ, dem Tages-Anzeiger und hier auf Inside Paradeplatz, die während den letzten zwölf Monaten Stellung zugunsten der SNB bezogen haben, lassen sich an einer Hand abzählen.

Dies lässt nur zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder agiert die SNB korrekt im Rahmen ihres Mandates (meine These), kommuniziert aber unverständlich mit der Bevölkerung.

Oder aber: Die SNB ist von Sinnen und muss im Rahmen der demokratischen Möglichkeiten gemassregelt werden.

Um etwas objektiv beurteilen zu können – die künstlerische Qualität eines Gemäldes, die Motorleistung eines Autos oder eben der gesellschaftliche Beitrag einer Zentralbank –, bietet sich immer ein Vergleich an.

Der bestmögliche Vergleich ist Norwegen mit sehr vielen Übereinstimmungen zu unserem Land; bis auf die Geldpolitik.

Wie die Schweiz ist Norwegen ebenfalls eine kleine, offene Volkwirtschaft. Norwegen hat als dominanten Rohstoff das Erdöl, die Schweiz die Pharmaindustrie.

Norwegen hat auch eine tiefe Staatsverschuldung (mit 37% des BIP sogar etwas weniger als die Schweiz), ein ähnlich reales Wirtschaftswachstum (um 1%), allerdings eine höhere Inflation.

Interessant wird es beim Leitzins, liegt derjenige der Norges Bank doch 2.25% über demjenigen der SNB (1.5% gegenüber -0.75%).

Rechnet man die Inflation dagegen (etwas mehr als 2% während den letzten 12 Monaten in Norwegen und plus-minus null in der Schweiz), dann ist die Realrendite in beiden Ländern ähnlich negativ.

Dennoch, viele Investoren schauen auf die nominale Verzinsung, und dies erklärt noch weniger die Schwäche der Krone relativ zum Franken in den vergangenen Jahren.

Seit Januar 2015, als die SNB die Kursuntergrenze bei €/SFr aufgegeben hatte, stieg €/NKr von 8.60 auf aktuell 10.15. Die Krone hat sich also um rund 18% zum Euro abgewertet, während der Franken sich in der gleichen Zeit um fast 9% aufgewertet hat, von 1.20 auf 1.10.

Gemäss der Durchschnittsberechnung der wichtigsten Marktteilnehmer ist die Krone zum Euro – und die Einheitswährung ist ja wahrlich nicht gerade der Knaller – zurzeit rund 5% unterbewertet, während der Franken etwa 15% überbewertet ist.

Eine Bewertungsdifferenz von 20% zwischen diesen beiden Währungen ist massiv. Wie ist das möglich?

Ein Teil der Erklärung liegt im Rezyklieren des schweizerischen Leistungsbilanzüberschusses, also das Repatriieren der im Ausland erzielten Gewinne von Novartis, Roche & Co.

Aber das Thema des Artikels ist ja, was die SNB falsch und nicht, was die Norges Bank richtig macht.

Die erste Hypothese ist, wie erwähnt, dass die SNB im Rahmen ihres Mandates korrekt handelt, aber mit der Bevölkerung falsch kommuniziert und so einen grossen Missmut auslöst. Auch hier bietet sich ein Vergleich an.

Nehmen wir das Fed als Benchmark und – um Äpfel nicht mit Birnen zu vergleichen – zwei Exponentinnen der beiden Zentralbanken: Lael Brainard, Gouverneurin des Fed, und Andréa Maechler, Mitglied des Direktoriums der SNB.

Sie kanns: Fed-Frau (Wikipedia)

Beide sind seit fünf Jahren im Amt und eher dem Lager der Tauben zuzuordnen. Bei den Erklärungen der von ihnen mitverantworteten Geldpolitik könnte aber der Unterschied bezüglich Rhetorik und Mimik nicht grösser sein.

Brainard gibt regelmässig Interviews auf normalen Medienkanälen. Beispielsweise nahm sie am 20. November auf CNBC 13 Minuten lang Stellung zur Geldpolitik des Fed.

Sie erklärte ausführlich und in einer für das Durchschnittspublikum verständlichen Sprache, was der Handelskonflikt, Brexit, China und die Einschätzung des Fed zu den wirtschaftlichen Aussichten der USA für die Geldpolitik bedeuten.

Selbst als sie ausnahmsweise einmal in Zentralbank-Sprech verfiel und von „makroprudenziellen Massnahmen“ redete, führte sie gleich aus, was dies in einfachen Worten bedeutet.

Alle Fragen des CNBC-Reporters Steve Liesman beantwortete sie mit einem Lächeln, immer eloquent und auf eine lebendige Art und Weise. Kurz: Man nimmt ihr einfach ab, was sie sagt.

Kanns nicht: Andréa Maechler (Twitter)

Maechler hingegen wirkt stets technokratisch, spricht schmallippig, ohne ein Lächeln, und beantwortet Fragen auf eine Weise, als würde sie auswendig gelernte Sätze kontextualisieren.

Sei es an Pressekonferenzen oder Podiumsdiskussionen, man erhält meistens den Eindruck, als würde sie das Publikum mehr belehren, als es von den Handlungen der SNB überzeugen zu wollen.

Ich gehöre ja zu einer kleinen Minderheit, die Verständnis für die Geldpolitik der SNB aufbringt (in erster Linie wegen dieser vermaledeiten EZB), aber ich muss zugeben:

Weder bei Präsident Thomas Jordan noch bei Fritz Zurbrügg oder Maechler erhalte ich den Eindruck, dass sie an einem gedanklichen Austausch mit der Bevölkerung interessiert sind.

Die Negativzinsen „bleiben absolut notwendig“, der Franken ist „deutlich überbewertet“, und die „Bereitschaft bleibt, am Devisenmarkt zu intervenieren“: Dieses ewige Wiederholen der gleichen Botschaft wirkt wie ein Mantra, als müsse sich die SNB selbst überzeugen.

All dies führt zu überzogenen Vergleichen wie von Klaus Wellershoff, der im Bilanz-Business-Talk behauptete, in der Bastion der SNB gehe es zu und her „wie bei Stalin“.

Wellershoffs Hyperbel mag als rhetorisches Stilmittel verwendet worden sein. Doch vielleicht geht es unter der Leitung von Jordan tatsächlich diktatorisch zu und her, und die SNB drangsaliert die Schweizer Bevölkerung.

Damit wären wir bei der zweiten Hypothese: Die SNB betreibt eine dem Gesamtinteresse des Landes widersprechende Geldpolitik, kujoniert die Schweizer mit ihren Negativzinsen und konterkariert die Altersvorsorge.

Nun behaupten nicht einmal die grössten Kritiker der SNB, Jordan und seine Mannschaft betreibe all dies aus reinem Sadismus. Dennoch könnte es ja sein (nicht meine Meinung), dass die SNB tatsächlich unverantwortlich handelt.

Das Schöne an unserer direkten Demokratie ist, dass die Bevölkerung das Korrektiv besitzt, einzugreifen, falls „die in Bern“ etwas falsch machen.

Wie schon oft erwähnt, begründet die SNB ihr Mandat auf einer verfassungsrechtlichen Grundlage (Artikel 99). Sollte eine anscheinend so grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung tatsächlich recht haben, wäre es ja ein Leichtes, Unterschriften für eine Verfassungsänderung zu sammeln.

Schlappe 100’000 Unterschriften zusammenzukriegen hat schon Armin Capaul mit seiner Kuhhorn-Initiative geschafft (ohne das ich sein Anliegen kleinreden möchte, im Gegenteil, ich fand seinen Vorschlag berechtigt).

Mit Leserbriefschreiben und dem virtuellen Poltern in den digitalen Kanälen ändert man bezüglich SNB rein gar nichts. Also weshalb nicht für eine Verfassungsänderung tätig werden? Ein fünfter Absatz: „Die SNB darf keine Negativzinsen anwenden.“ Die Betriebsanleitung steht in Artikel 139.

Aber wie sagte schon Don Shula, der legendäre Coach der Miami Dolphins: „It’s the start that stops most people.“

Kommentare

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  1. Wer die SNB in die heutige Situation manövrierte:

    Philipp Hildebrandt, der spekulierende SNB-Chef, der zurück-treten mußte.

  2. Die Schweizer, vor allem im D-Landesteil, sind einfach zu wenig cool, zu rigid, zu spiessig, zu verklemmt. Das ist bei den Amerikanern anders. Schlagendes Beispiel: George Clooney und seine Werbung für Nespresso. Wenn man das mit hausgemachter Kaffemaschinenwerbung mit einem hiesigen Sportler vergleicht, sollte der Fall klar sein. Genau so ist es halt auch bei den beiden Notenbankenfrauen Mächler und Brainard. Und bei vielen anderen, ManagerInnen, PolitikerInnen usw..

    • @Georg Stamm. Über die vermeintliche Spiessigkeit der Deutschschweizer lässt sich zwar durchaus diskutieren, die Nespresso-Werbung (welche ich persönlich gut finde), wird in den USA nicht ausgestrahlt, weil die Amerikaner diese nicht verstehen und deshalb auch nicht lustig finden.

  3. Herr Mettler. hören Sie auf mit Ihrem Kommunizieren-Unsinn. Die SNB muss nur eins: Die Geldwertstabilität bewahren. Und das tut sie nicht und fügt damit dem Schweizervolk und der Schweizer Wirtschaft, mit Ausnahme von ein paar, grösstenteils ausländisch beherrschten, Grossexporteuren, die den Hals nicht voll genug kriegen, durch Enteignung und massive Einschränkung des Lebensstandards, entsetzlichen Schaden zu. Wer heute behauptet, richtig Kommunizieren (also lügen und die wahren Motive vertuschen?) sei das Wichtigste, was Nationalbanken tun müssen, hängt noch verstaubten Ratschlägen drittklassiger Managerhandbücher nach. Eine Geld- und Währungspolitik, die „dem Gesamtinteresse des Landes dient“, wie sie die Verfassung der Nationalbank vorschreibt, darf nicht eine Geld- und Währungspolitik sein, die die Grossexporteure noch reicher macht und das Schweizervolk rücksichtslos verarmt. Wer Inflation preist und die eigene Währung schwächt, vertritt nicht die Interessen der Schweizer. Wer glaubt, den Abwertungswettstreit mitmachen zu müssen, hätte andere Möglichkeiten als Negativzinsen und Enteignung des Schweizervolkes. Beispielsweise ein Verbot ausländischer Gelder in der Schweiz und Rückführung solcher Gelder ins Ausland. Auch wenn ein starker Franken Herrn Spuhler & Co. nicht passt, ist ein starker Franken der Ausdruck des Vertrauens des Auslandes in die Stabilität der Schweiz. Dieses basiert auf unserer freiheitlichen demokratischen Verfassung und der Leistungsfähigkeit und dem Leistungswillen der Schweizer. Sie dermassen zu bestrafen, wie das zur Zeit in Gange ist, und von Kommunikationsexperten der Linken und der FDP nach Kräften verharmlost wird, ist die verhängnisvollste Fehlleistung der SNB zeit ihres Bestehens.

    • Die SNB verstösst gegen Art. 26 Bundesverfassung / Eigentumsgarantie,

      Negativzinsen sind Diebstahl direkt vom Kontoguthaben und somit Enteignung!

      Das Problem ist, das Bundesrat / Parlament, Schweizer Justiz, die spezialgesetzliche AG, “Schweizer Nationalbank“, sowie deren finanzierte und geförderten Systemmedien, unter einer Decke stehen, und volksfeindlich gegen die Bevölkerung Politik betreiben.

      Bundesrat, Parlament Schweizer Justiz und Systemmedien lassen sich von SNB und Banken finanzieren, und sind somit von ihnen abhängig. Deshalb wäscht eine Hand die andere. Die Korruption ist gewährleistet! Wobei man noch erwähnen muss, dass der grösste Teil der Politiker/-.innen anscheinend vom Finanzsystem, sowie von Geld kaum etwas verstehen. Mehrheitlich sitzen somit unterwürfige, unwissende Abnicker und Totalversager in den Politetagen, die nur Begriffe von Einnahmen und Ausgaben kennen, aber nichts von einem Kreditschneeball-Finanzsystem und seinen Auswirkungen verstehen.

      Allein schon das Finanzsystem des Finanzkartells ist volksfeindlich, weil den Notenbanken und Banken eine Monopolstellung zur Erzeugung von Krediten (ohne Gelddeckung!) eingeräumt wird.
      Die Notenbanken und Banken erzeugen nicht Geld, sondern beliebig vermehrbare Kredite (Falschgeld) gegen Zinsen.
      Für diese Kredite fehlt ihnen zum allergrössten Teil das Geld.
      Damit trotzdem jeweils Kreditzinsen bezahlt werden können betreiben Notenbanken und Banken ein Kreditschneeballsystem, das immer wachsen muss. Deshalb “kämpfen“ sie auch ständig um Wirtschaftswachstum. Die Kredit.- und Schuldenberge werden somit immer grösser, die Umwelt natürlich immer mehr zerstört. Grüne Politik kann man gleich vergessen, da die Politiker allesamt systembedingt immer Wirtschaftswachstum brauchen und wollen, ansonsten das Finanzsystem, von dem sie abhängig sind, zusammenkracht.

      Werden die Menschen durch ein Kreditschneeball-Finanzssystem mit immer grösseren Schuldenbergen immer reicher? Werden sie reicher, wenn durch Negativzins Diebstahl betrieben wird, die Konto.- und Pensionskassenguthaben immer kleiner werden, und bei der kommenden Währungsreform praktisch bei NULL enden werden? – Wohl kaum, das Gegenteil wird eintreffen.

      Die Eigentumsgarantie gemäs Art.29 /Bundesverfassung, werden von Bundesrat, Parlament, Nationalbank und Banken nicht gewährleistet. Das Gegenteil trifft zu. Es sind letztlich Totalversager am Werk. Die Zukunft wird den Beweis erbringen!

      Das kommt davon, wenn man im Gesetz festschreibt : Der Schweizer Franken (Währungskredit nicht Geld) sei gesetzliches Zahlungsmittel.

      Es geht nicht nur um Negativzins, sondern um das gesamte kriminelle Kreditschneeball-Finanzsystem, das auf Betrug basiert, komplett verfassungswidrig ist, und keinesfall Eigentumsgarantie gewährleistet.

    • @Torpedo

      Schweizer Justiz?

      Ohne die Staatsanwälte aus dem Ausland hätten die Banken das Gold der ermordeten Juden bis heute nicht zurückbezahlt.

      Bundesrat/Parlament?

      Wir leben seit nahezu 30 Jahren unter dem Dauerfeuer der Populisten mit desaströsen Folgen wie: EWR Nein und deren Folgen…

      Medien?

      Meinen Sie Pressekartell?. Sehen Sie‚ niemand will Richtung europäische Zentralbürokratie aber wir Schweizer (Schweiz B/Klaus Stöhlker) lügen uns damit selbst in die Tasche, und natürlich wissen wir das auch….der Kommenator @Geldsystemexperte hat die Widersprüche im Artikel punktuell hervorgehoben…

      Wieso wird ein Nationalökonom wie Herr Dr. Marc Meyer totgeschwiegen? Warum gibt es eine so militärische, fast generalstabsmässige Haltung von Lehre und Forschung über diese Unbequeme Thesen eines ökonomischen Kopfs? Ich befürchte, dass sehr viele Menschen in unserem Land einer schwerwiegenden Illusion aufsitzen die bald platzen wird…..

    • @Gutzwiller
      Die Schweiz ist immer noch eine Hochpreisinsel – im internationalen Kontext, nicht im Binnenmarkt. Wo sehen Sie da den Zusammenhang zwischen einer Einschränkung des Lebensstandards und der aktuellen Preispolitik?

  4. Man kann eine Irrlehre nicht „richtig“ kommunizieren – es sei denn, man erkenne diese als Irrtum und gestehe diesen ein.

    Marc Meyer

  5. Da ist ein fatal wirkendes Kernproblem in vorm der sog. Globalisierung mit ,,Unterfaktor,, EU.
    Nach dem Ende des kalten Krieges wurden div. Internationale Vereinbarungen aufgegleist Freihandelsverträge, Zollschranken abgebaut sowie ergänzende Vereinbarungen.All dies wirkt deutlich mehr bis weit in den Alltag hineien, als viel zu vielen so recht bewusst ist. Politisch auch Wirtschaftlich sind die einzelnen Staaten nur noch bedingt souverän.
    Rein vormell logo gilt das nach wie vor, in der Praxis ist das jedoch nur noch bedingt der Fall. Da wirken teils offene teils ,,verstekte,, Mechanismen.Sicher vormell kann ein Staat aus diesem mehr oder weniger ,,Korset,, aussteigen.In der Praxis jedoch ist der Preis je nach Umständen und Gegebenheit entsprechend hoch.Einen Ausstieg aus diesem Gesamtkuchen hmmmm das können, könnten, sich nur noch Staaten mit einem sehr hohen Gesamtwirtschafts-Autarkiefaktor leisten.Davon gibt es innzwischen nur noch ganz wenige und das auch nur noch bedingt und mit Abstrichen.Da übersehen zu viele,die Geldpolitik ist nur EIN TEILASPEKT im Wirtschaftsablauf. Diesen Teilaspekt aus dem Gesamtkuchen herausbrechen, faktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Das würde umgehend massieve, im Handel,Import und Export, deutliche bis abruppt wirkende Spuren hinterlassen.
    Fazit: Der tatsächliche Spielraum der SNB, ja aller wichtigen Zentralbanken ist deutlich kleiner als da viel zu viele glauben.In der ganzen Globalisierungsthese steckt ein nicht aushebelbarer fundamentaler Fehler. Der Planet Erde ist von A-Z zur Autarkie verdammt ganz klar auch Ökonomisch.Da können die sog. Globalisten so viele weitere Abkommen und Vorderungen draufsatteln so viel die wollen, das Ding wird zum bitteren Ende mit Getöse am unaushebelbaren Faktum, das der Planet zur Autarkie verdammt ist scheitern.National Handeln und und nebulös Global Denken DAS kann und wird nie und nimmer nachhaltig funktionieren. Global Denken und selbstverantwortlich National Handeln, nur sooooooo könnte das nachhaltig funktionieren.Die grosse Chance ist und wurde mit der hochgejubelten Globalisierung verantwortungslos verbraten.Na ja alles NICHT so erbaulich, dämmert wohl erst auf breiterer Ebene wenn das Ding Kollabiert.
    Sicher theoretisch könnte die SNB eine abweichende Geldpolitik fahren nur eben,da müssten ergänzende weitere Faktoren ebenfalls angepasst werden, einen Preis den nur wenige in der Praxis bezahlen wollen,
    zumindest bis auf weiteres.Grins die sog. Globalisten am allerwenigsten.

  6. Nein in dem Fall nicht der Start sondern die Aussichtsloigkeit, natürlich kann man 100‘000 Unterschriften sammeln, im persönlichen Gespräch kann man einige überzeugen, leider fehlt es später an den Mio. Die es benötigen würde auch die Massenzu Mobilisieren, inbesondere wenn man der Class Politique etwas wegnimmt und der Bundesrat im Büechli es zur Ablehnung empfielt braucht es viel Geld oder Populistische Anliegen und nicht Komplizierte um Erfolgreich zu sein, ansonsten hätte die Vollgeld Initiative ja leichtes Spiel gehabt…

    • Wahrscheinlich muss der Karren mal zuerst tief in den Sumpf gefahren werden, bis die grossen Menschenmassen aufgeschreckt werden und realisieren, in was für einem System sie wirklich leben, und was da wirklich geschieht.

      Wenn man die grossen Menschenmassen betrachtet, die dem “Gretamärchen“ und den CO2-Lügen (und Cub of Rome-Angstmacherei) betreffend Schuldhaftigkeit am Klimawandel aufsitzen, dann darf man davon ausgehen, dass wahrscheinlich auch ca.95-98% der Wählerschaft, dem “Finanzialisierungsmärchen“ aufsitzen.

      Wenn auch noch die überwiegende Mehrheit der Politik und der Medienmitarbeiter von all diesen “Desinformations.- und Gehirnwäschemärchen“ fast komplett verseucht, und fast schon gleichgeschaltet sind, dann dürfte eine Volksabstimmung, ausser verlorener Zeit und Ausgaben nichts bringen.

      Sie müssen jetzt aber nicht glauben, das wir behaupten wollen, dass Unwissenheit und Dummheit in Armut enden.

  7. Die so genannten Zentralbanken haben auf der ganzen Linie versagt. Diese sind unmündige sowie bevormundete Befehlsempfänger, die ihre Aufgaben nach Vorlage aussführen. Die so genannten Zentralbanken sind legaliesierte Währungsfälscher. Da alle Zentralbanken private Unternehmen sind, sagt euch, dass auch die so genannten Staaten private Unternehmen sind, die sich mit illusorischen Nationen gedeckt halten.

    Die Zentralbanken werden in absehbare Zeit die Kontrolle über
    die Zinsen verlieren und dieser Kontrollverlust wird an den Kreditmärkten Panik auslösen. Kein Land kann sich einen Anstieg
    der Zinssätze um 1 bis 2 Prozent leisten, aber der Zusammenbruch der Kreditmärkte wird dazu führen, dass die Zinssätze wie in den 1970er schnell ansteigen werden. Das wird einen Teufelskreis aus höheren Zinsen, mehr Gelddruck, mehr Inflation und noch höheren Zinsen und mehr Gelddruck auslösen, der zu einer Hyperinflation führt. Hyperinflation wird etwa 2-4 Jahre dauern und mit einer deflationären Implosion der meisten Vermögenswerte enden.

    Gelddrucken und Zahlungsausfälle werden gleichzeitig zunehmen und die Welt wird eine Hyperinflation erleben, die sich heute kein Mensch vorstellen kann. Zu diesem Zeitpunkt wird die Verschuldung wahrscheinlich auf mehrere zehn Billiarden US Dollar angewachsen sein. Die meisten Menschen würden natürlich sagen, dass Schulden unmöglich auf solche Niveaus ansteigen können.

    Die Zentralbanken sind panisch und QE ist mit geballter Kraft zurück. Die Fed gibt Finanzspritzen von monatlich insgesamt 200 Milliarden $, Repos und Pomos (permanente Offenmarktgeschäfte) mit eingerechnet. Die EZB hat mit 20 Milliarden € pro Monat begonnen. Doch die Summe wird wahrscheinlich steigen, da höchstwahrscheinlich auch Lagarde bei Draghis Aussage bleibt und „alles Nötige“ tun wird. Das sind enorme Summen und ein klarer Hinweis darauf, dass beide Zentralbanken ein ganz reales Problem im System sehen.

    Die SNB mit anderen Zentralbanken zu vergleichen ist daher fehl am Platz. Alle sitzen im denselben Boot und sind dem bevorstehenden Untergang des Finanzsystems hilfslos ausgeliefert.

  8. Sehr geehrter Herr Mettler
    Sie haben am 14.11. von Bitcoin „My Own Little Tresor“ geschrieben. Damals stand der Bitcoin bei rund 7’900 Euro.
    Am 20.11. haben Sie wieder Propaganda für den Bitcoin gemacht unter „Bitcoin ist unterbewertet“. Da stand der Bitcoin bei 7’300 Euro. Heute steht der Bitcoin bei rund 6’600 Euro.
    Wer Ihnen also geglaubt hat, hat einen grossen Teil seines Vermögens mittlerweile verloren. Auf die sachliche Kritik von Dr. Meyer und anderen haben Sie keine sachliche oder gar anständige Antwort gefunden.
    Und nun erlauben Sie sich, hier wieder zu publizieren. Ich frage mich, ob Sie eigentlich irgendein Schamgefühl haben und wieviel Wert Ihre Propaganda hat! Ich könnte nun Ihre obige Argumentation zerpflücken, aber dafür ist mir meine Zeit zu schade, denn an eine sachliche Diskussion mit Ihnen kann vermutlich niemand mehr glauben. Und diejenigen, die auf Sie hereinfallen sind und bleiben selber schuld.
    Freundliche Grüsse
    Geldsystemexperte

    • Ich habe den Artikel auch gelesen. Die Argumentation drehte sich unmissverständlich um das Potenzial. Es war keine Monatsprognose oder eine Kaufempfehlung. Wegen solchen Ignoranten wie Ihnen hängen die Banken mittlerweile dreiseitige Disclaimer an.

    • cogitoergosum
      Zum Glück bin ich kein Idiot und habe Herrn Mettler nie vertraut. Und von Ihnen, der mich getraut Ignoranten zu nennen, rede ich gar nicht erst. Sie scheinen ebenso schamlos und selbstüberzogen zu sein wie der Herr Mettler.

    • @cogitoergosum: ich denke, anstelle von „Geldsystem“ ist er/sie eher ein Experte für einfache Aufgaben 🙂

    • Simple Mind
      Immer auf die Person, aber keine sachlichen Argumente. Auch Sie sind ein Mann, sich zu schämen!

    • @Geldsystemexperte

      Regen Sie sich nicht über den „cogitoergosum“ auf – es handelt sich nur um den seit Jahren hier herumlümmelnden „SNB-Troll“.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  9. Früher galt: Eine erfolgreiche Nation verfügt über eine starke Währung. Dies gilt m. E. immer noch. Eine starke Währung erhöht die Kaufkraft der Bevölkerung u. a. durch günstigere Importpreise, aber auch durch tiefere Zinsen.

    Die gegenwärtige Geldpolitik der SNB, welche auf eine künstliche Schwächung der Frankens zielt, kommt einer massiven Subvention der hiesigen Exportindustrie gleich, welche so nicht nötig wäre. Gewiss, um ein innert kurzer Zeit starken Überschiessens des Frankenkurses, wie im ersten Halbjahr 2011 zu beobachten war, braucht es Devisenmarktinterventionen, um den Exportunternehmen Zeit zu geben sich an die veränderten Verhältnisse anzupassen. Das haben diese Unternehmen in der Vergangenheit sehr gut gemeistert. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass unsere Exportunternehmen dazu nicht mehr fähig sein sollten.

    Nicht nur die Aktionäre der Exportunternehmen, sondern auch die Angestellten dieser profitieren natürlich von der geführten Geldpolitik der SNB. Nur, das ist eine Minderheit der Bevölkerung, welche von dieser Interessenpolitik Nutzen zieht. Von den künstlich tiefen Zinsen profitieren natürlich auch die Immobilienbesitzer. Ebenfalls eine Minderheit.

    Man kommt somit leicht zum Schluss, dass die SNB eine Geldpolitik betreibt, welche Partikularinteressen, aber nicht dem allgemeinen Wohlstand dient. Die Forderung wäre demnach eine sofortige Aufgabe der Desisenmarktinterventionen sowie der Negativzinsen.

  10. Leistung und Kommunikation stimmen nicht. Es ist wie im Schweizer Sport. Bei Podestplätzen vergeigt der unerwartete Freudentaumel die Wortwahl. Mehr als der Mutter danken und fröhlich japsen ist oft nicht drin. Unter den ersten 10 klassiert beginnt der Talk mit „gut vorbereitet – müssen jetzt analysieren“, allg. Fremdeinwirkung (Wetter, Sicht, Wind, Schiri) und wenn Trainer /Funktionär ein paar Schritte weg sind kommt doch noch ein „es ist frustrierend“ über die Lippen. Und beim nächstenmal will man es besser machen. Sicher. Augenzwinker. Tschüss. Der Unterschied zur Komm / PR in der Finanzbranche ist lediglich, dass nach Schönwetter-Zahlen direkt die Juristen die spärlichen Communiqués verfassen. Sagen tut eigentlich niemand was und der (eingeseifte) Mediensprecher wird notfalls auf die Reporter-Bühne geschubst.
    Fazit: Überforderung bis Vertuschung vielerorts.

  11. @ Jürg Mettler
    Was für ein berauschender Artikel, den Sie da geschrieben haben. Klare Worte in einem sehr anspruchsvollem Thema und dazu gratuliere ich Ihnen !
    Meine Meinung zum Thema, geht dahin, dass das Experiment negativ-Zinsen wohl jedem Bürger klar vor Augen hält, dass das à la longue verheerende Folgen nach sich ziehen wird, denn das ganze „aufgepumpte“ Geld, ist auf den Punkt gebracht, genau dort wo es eben nicht hätte landen sollen, nämlich an den aufgeblasenen Börsen und in dem überteuerten Immobilien-Markt. Wie kommen nun die Nationalbanken, speziell die EZB und die SNB, da raus? Ich behaupte, dass das seit längerem das Hauptthema beider Institute ist, und das Beunruhigende ist, dass bis dato es keiner weiss…. Ab 2020 wird viel korrigiert werden (müssen). We will see and hopefully we will not have to suffer too much i.e. too long!

  12. Mein Beitrag wird sicher nicht freigegeben mit den Beziehungen der SNB zu Südamerika speziell 🇦🇷… da hocken sie doch alle auf ihren“beef Farmen“. Die Arbeiter da haben Hunger und das wissen die Padrones auch. Und sie haben grosse Felder mit Pflanzen gegen den Hunger der Armen. Tja everybody knows… aber egal solange wie am Weekend im Ausgang den Cola Truck haben. Sogar im Trinkwasser fährt dieser Trump Truck ein…🗡💋😱

    • Ihr Kommentar wurde doch tatsächlich freigeschaltet, Freude herrscht :)!
      Nur erschliesst sich mir der Inhalt des Beitrages nicht, vor allem im Kontext mit dem obigen Beitrag… Eventuell im falschen Forum gelandet?

  13. Der Schweizer Franken gilt als risk-off Währung, man muss ihn vergleichen mit Gold. Sobald es Probleme am Markt gibt (Trumps Handelskrieg als Beispiel) klettert der CHF. Investoren bringen Ihr Geld quasi in Sicherheit wenn es Unruhe gibt. Diese Funktion haben ansonsten nur der USD und der JPY. Von daher darf man den NOK nicht mit dem CHF vergleichen. Egal wie sich die Volkswirtschaft ähnelt.

    • Spannend wäre eine Erklärung, warum die NOK im Gegensatz zum CHF k e i n e Fluchtwährung geworden ist. Vielleicht weil in Norwegen derReichtum aus den (endlichen) Bodenschätzen kommen, und in CH aus der Kreativität/ Fleiss der Bevölkerung ?

    • @ S.L.

      Währungen (Falschgeld!) mit Gold zu vergleichen ist der grösste Unsinn. Anscheinend glauben viele Menschen an solche Märchen, wenn in den Medien ständig erklärt wird, der Franken sei stark, dann wird gleichzeitig vergessen zu sagen, dass er keinen intrinsischen Wert aufweist.

      Was machen sie denn, wenn der Franken nur noch zu den “Halbstarken“ und “Wertlosen“ zählt?

  14. Die EZB trifft keine Schuld. Natürlich, beim kommenden Crash wird das der EZB in die Schuhe geschoben. Wahr ist, dass die SNB viel zu lange das Märchen vom überbewerteten Franken glaubte, bei 1.50, 1.40, 1.30 und 1.20. Auf Teufel komm raus wurden Euros gekauft und die Bilanz aufgebläht. Runter vom Berg kommt die SNB nicht mehr, der Euro würde südlich 1 Franken fallen und die SNB wäre Konkurs. Wir sind jetzt auf Gedeih und Verderben der EU und der EZB ausgeliefert. Ein Schelm der denkt, dies war beabsichtigt.

    • Genau! Milliarden hat uns diese idiotische Eurostützung gekostet… Garantiert 1.20 ist ja irre und das auf Jahre. Viele KMU sind bankrott gegangen als die Aufhebung im JANUAR bekannt gegeben wurde. Ein bisschen Hirn für die arbeitende Bevölkerung von Seiten der SNB wäre nicht schlecht. Aber bei diesen Salären kann man dies ja wahrlich nicht erwarten. Die denken nur an den nächsten Ferrari oder die nächste Rennjacht… oder an den Sieg bei der Bok d‘or😇😅🧜‍♂️

    • … Und wenn sie niemals Euro gekauft hätte- wo wäre der Franken dann? Doppelt so hoch wie der Euro? Wir wissen es nicht. Hätten wir dann noch eine funktionierwnde Wirtschaft? Wir wissen es nicht, aber ich habe meine Zweifel.

    • Die SNB ist keine Bank, sondern ein Staatsinstitut, das ebensowenig pleite gehen kann wie ein Kanton.

    • Alle grossen Zentralbanken werden früher oder später direkt Aktien an der Börse kaufen müssen. Dadurch steigen die Kurse noch weiter. Falls es heikel wird, werden dann auch noch Immobilien gekauft.

      Steigende Zinsen sehen wir auch in 50 Jahren nicht, weil einige europäische Staaten sonst bald bankrott gehen werden.

      Höchstens die vollständige Digitalisierung und/oder eine staatliche Kryptowährung (heute gibt es über 1’400 verschiedene und Bitcoin ist der bekannteste, jede Person oder Firma kann so etwas aus der heissen Luft ohne Sicherheiten herausgeben; für mich ähnlich wie ein Geschenkgutschein, wobei der uneinlösbar ist) könnte den anbahnenden Konkurs der Länder verzögern oder verschleiern.

    • @Thomas Ernst: die SNB ist Konkurs, wenn die Verbindlichkeiten das Vermögen übersteigen. Was Sie meinen und was richtig ist: die SNB ist «to big to fail», wie schon die UBS im 2008. Bund und Kantone, also wir Steuerzahler, werden dann zur Kasse gebeten. Ob dies auch ein glückliches Ende nehmen wird? Ich wage es zu bezweifeln.

    • @eva weber: SNB Ergebnisse in Mia: 2012 6/ 2013 -9.1/2014 +38.3/2015 -23.3/ 2016 24.5/2017 54.4/ 2018 -14.9 Saldo dieser Jahre: PLUS 75.9 Mia.
      Wie meinen Sie jetzt genau, dass uns das Milliarden gekostet hat????

    • @Ballenberg: Natürlich kann es buchhalterisch aussehen wie ein Konkurs. Und eine Bank würde dann auch abgewickelt. Das kann bei der SNB nicht passieren, darum ist es wurscht.
      Die CHF, mit denen die SNB Devisen etc kauft, kosten die SNB nichts. Das ist Monopoly-Geld für sie. Ist es weg, druckt man neues. Würden Sie oder ich das tun, würden wir wegen Falschmünzerei verknastet. Das ist der pikante Unterschied.

  15. Beim letzten Abschnitt gebe ich Ihnen recht. Artikel und Leserbriefe schreiben bringt nicht mehr viel. Die werden von der SNB einfach ignoriert. Einzig eine Volksinitiative kann die noch schocken, auch wenn die Wahrscheinlichkeit auf Annahme der Initiative schlussendlich gegen null tendiert.

    • Ha, wen kümmert denn heutzutage noch die Verfassung? Spätestens seit der Sommerzeitabstimmung dürfte jedem klar geworden sein, dass sich niemand dafür interessiert. Und wieviel Mal wurde seither offiziell gegen die Verfassung verstossen? Also: Wozu noch abstimmen, Initiativen ergreifen oder sich ereifern? Es kommt, wie es kommen muss… Und das wird nicht sehr schön werden. Ich gehe nun Kuchen essen. En Guete!

  16. Vor einigen Tagen habe ich eine Veranstaltung von F-Info besucht. Das Thema war Negativ Zinsen. Frau Andrea Maechler von der SNB hat dort das Eintretensreferat gehalten. Ja ich kann Ihnen zustimmen: Frau Maechler fühlt sich unter den einfachen Bürgern nicht wohl. Sie ist durch und durch Akademikerin rsp. Professorin und hat sich hinter den offiziellen Folien der SNB versteckt. Schade. Mit ein wenig mehr Empathie auch für die einfachen Bürger wäre dieses Referat ganz anders rausgekommen. Die SNB schaut nur noch, dass die Banken, die Ultrareichen und die Versicherungen gut verdienen und keinen Schaden nehmen. Die Industrie, die KMU’s und die einfachen Bürger lässt man im Fegefeuer der Negativzinsen schmoren und denkt nicht mal dran, mit einer Senkung der Referenzzinssätze, den Erwerb für ein Eigenheim günstiger zu machen. Nein die SNB ist abgehoben und verschanzt sich im akademischen Turm.

    • Welche Banken meinen Sie nun?
      – Diejenigen, die den Markt manipulieren und zu Milliardenstrafen verurteilt wurden, auf Steuerzahlerkosten gerettet werden mussten und ansonsten vom Zocken leben, oder
      – diejenigen, die vom Zinsdifferenzgeschäft lebten und die Kleinunternehmen finanzierten und nun keine Überlebenschance mehr haben?

    • Antwort an Bankfachfrau

      Ich meine selbstverständlich diejenigen Banken, die Milliardenstrafen kassiert haben und vom Zocken leben.
      Alle anderen Banken, die loyal zu ihren Kunden und KMU’s sind haben mit der SNB Politik grosse Mühe.
      Aber eben die SNB Banker wollen wie die grosskopfeten Banker möglichst hohe Boni und ein Jahresgehalt, mit dem sich ein extravagantes Leben geleistet werden kann. Ob die Aufgaben und Pflichten erfüllt werden ist Nebensache. Auch Nebensache ist, ob der gute schweizerische Mittelstand mit den Negativzinsen sozusagen vernichtet wird.

    • @Georg Stamm. Über die vermeintliche Spiessigkeit der Deutschschweizer lässt sich zwar durchaus diskutieren, die Nespresso-Werbung (welche ich persönlich gut finde), wird in den USA nicht ausgestrahlt, weil die Amerikaner diese nicht verstehen und deshalb auch nicht lustig finden.

  17. Geehrter Herr Mettler
    Als die Kommunisten ihre Taten nicht mehr beschönigt oder verschwiegen werden konnten, hat man folgende Narrative verfasst. „sie meinten es ja gut, nur ihre Kommunikation ist schiefgegangen“.

    Konzentrieren wir uns lieber auf das Gesamtbild: Seit der Gründung der SNB, hat sich die Kaufkraft des Schweizerfrankens um 99% abgewertet. Die SNB hat mehr als die Hälfte des Goldschatzes der Schweizer zum tiefsten Preis der letzten 40 Jahre verscherbelt. Kommunikation ist bestimmt nicht das Problem.

    • @ Peter Huber: Das mit dem Gold stimmt leider gar nicht! Richtig ist dass leider Gold zum Tiefstpreis verhökert wurde, dies aber keineswegs eine Idee der SNB war sondern von Politiker/innen welche jetzt an geistiger Amnesie leiden. Bitte mal zuerst sich sachkundig machen bevor man das allseits beliebte SNB-Bashing betreibt. Das Beispiel zeigt aber exemplarisch, dass die SNB unabhängig bleiben muss und nicht am Gängelband der Politiker sein darf – ein gewisser Herr Trump will jetzt auch das FED gängeln für die eigenen (Wahl-) Zwecke: jetzt noch schnell mit ultratiefen Zinsen ein ökonomisches Strohfeuer entfachen damit er wieder gewählt wird – und nachher gilt dann das Motto: Nach mir die Sindflut. Genau das wollen wir in der Schweiz nicht.

    • Blödsinn. Der CHF hat sich im Gegenteil massiv erhöht in den letzten 100 Jahren gegenüber GBP und USD.

      Die SNB soll weiterhin in Aktien weltweit investieren, insbesondere in den USA. Die Börsen dort steigen seit über 200 Jahren. Einmal will auch die Bevölkerung an den Dividenden von rund 4 % mitbeteiligt werden. Bei 100 Milliarden Anlagesumme heute sind das rund 4 Milliarden, die man gleichmässig an alle Steuerzahler mit der Steuerrechnung bereinigen könnte; bei 7 Millionen Steuerzahler wären das rund 600 Franken bei jedem.

    • @Globetrotter wissen Sie eigentlich was Kaufkraft bedeutet? GBP und USD haben tatsächlich noch mehr verloren, ist allerdings auch keine grosse Leistung die zu schlagen.
      @ Enigmabear: ganz falsch. Die SNB verkündete, dass sie auf mehr als die Hälfte des Goldes verzichten kann, weil sie „neue“ Bewertungsmethode dafür einführte. Anschliessend ging sie mit der Idee zur Regierung den Erlös den Juden zu schenken wegen nachrichtelose Vermögen und so. Dann kam man auf die Idee das Geld in die AHV zu stecken, na ja nützte offensichtlich auch nicht viel.

  18. Ja, zugegeben, die SNB ist am Gängelband der EZB, welche die Kosten der Euro-Fehlgeburt als Steuern in Form von „Negativzinsen“ beim Mittelstand erhebt. Negativzinsen? Ja gibt’s denn solche rechtlich überhaupt? In der BRD jedenfalls nicht. Dort gibt’s eine „Geldaufbewahrungsgebühr“. Negativzinsen sind verboten.
    Jetzt aber: Kommunikation? Nicht legitimierte Enteignungen einfach weglächeln, „immer eloquent und auf eine lebendige Art und Weise?“ -!- Aber bitte, Herr Mettler, für wen halten Sie mich? Ich würde eher sagen, die Enteignung erfolgt auf eine lebendige Art und Weise. Kapitalismus ohne Zins? Wie Oktoberfest mit „eloquentem und lebendigem Weglächeln“ des Biers.
    Das Wort „Realzinsen“ existiert heute nicht mehr. Ab 2009 wurden Realzinsen abgeschafft. Wegen der Bankenkrise, welche auch die riesigen Staatsschulden und das heutige Schlamassel zu verantworten hat.

  19. Im Rahmen einer falsch verstandenen Wirtschaftsförderung haben EZB und SNB seit 2014 den europäischen Anleihenmarkt zerstört.

    Selbst Japan mit Null- und Niedrigzinsen seit über 20 Jahren bedroht Banken und Kleinsparer nicht mit Negativzinsen.

    Wer übrigens jenseits der Bank of Japan kauft japanische Anleihen?

    • Der Anleihemarkt in Japan ist zu 90 % in der Hand von japanischen Anlegern, wobei die gigantisch grossen Pensionskassen und Lebensversicherungen weiterhin Anleihen mit Minusrenditen kaufen müssen.

      Die gleichen Käufer sind es in der Schweiz. Kein normaler Anleger würde Schweizer Eidgenossen Obligationen mit 0,7 % Minus-Rendite auf 10 Jahre kaufen.

  20. Als junge Person frage ich mich schon immer warum die SNB kein Geld direkt an die Bevölkerung ausschütten darf. Ich stelle mir dies als Finanzinstrument vor. Sobald der Franken eine Korrektur nötig hat, kann die SNB Geld direkt an die Schweizer Bevölkerung auszahlen. Dadurch würde der Konsum wachsen und man hätte einen schnellen und direkten Effekt auf die Wirtschaft.

    • @Fabian: Wenn schon, sollte meines Erachtens jeder Schweizer(in) nach geleistetem Zivil- oder Wehrdienst, eine Pauschale von CHF 200’000.– auf ein Säule 3a Konto gutgeschrieben bekommen. Nur Natives wohlverstanden. Bezug nicht möglich, Belehnung schon für Studium, Wohneigentum oder Gleichwertig.

    • Der in den Hinterzimmer der Macht im geheimen geplante Crypto-Schweizer Franken von der SNB wird als Helikoptergeld an die gesamte Bevölkerung ausgeschüttet; so erfährt die staatliche Crypto-Währung vom ersten Tag an eine hohe Akzeptanz und Beliebtheit.

  21. Das Problem der SNB ist mittlerweile, dass sie sich dermassen stark und v.a. Viel zu lange einseitig an der EZB orientiert. Damit hat sie ihren Handlungsspielraum so Eingeschränkt, dass sie heute nicht mehr unabhängig ist! Also nicht bloss schlechte Kommunikation. Auch die Führung stimmt nicht (mehr).

  22. Wenn man ein Problem verkaufen muss, muss man auch kommunizieren können.
    Das kann die SNB definitiv nicht.

    Gut geschrieben Jürg Mettler.

    Man darf diese Meinung schreiben und vertreten und darf auf intellektuelle Gegenschreiben hoffen.

    Leider fehlt den meisten wirklich der nötige Anstand und das Gehirn.

  23. Tja, ich würde da einfach mal implizieren, einen relaunch dieser Ringparabel zu initiieren, damit die Chose nicht obsolet wird und vollends postfaktisch und trivial zu einer metaphorischen Konnotation ohne Redundanz verkommt.

  24. Der Vergleich mit Norwegen hinkt. Erdöl wird in USD gehandelt. Die Schwankungen liegen im Weltmarktpreis begründet. Um mit seinem Staatsfonds auf Einkaufstour zu gehen, muss das Land keine Kronen verkaufen. PS: Immer wieder amüsant, wie Norwegen von der Klimasekte als ökologisch vorbildlich herbeigezogen wird. Nur mit etwas Fischexport gäbe es dort keinen Gratisstrom für „saubere“ Autos.

    • Ich äs­ti­mie­re es als suboptimal, wenn man altera-linguale Synonyme iterativ apportiert.

  25. Wie erklären sich dann die wesentlich höheren Renditen und Zinsen im US-Dollar, der in den letzten 10 Jahren ungefähr +/- 1/1 zum schweizer Franken notierte?

    Sicher ist die Teuerung in den USA höher als in der Schweiz, wer jedoch in den vergangenen Jahren in 30jährigen US-Treasuries investiert war, konnte Jahr für Jahr ca. 3% Zinsen p.a. erzielen, während in der Schweiz Staatsanleihen nur nur Null- oder Negativzinsen abwerfen.

    Unabhängig von den wesentlich höheren Renditen des amerikanischen Aktienmarktes.

  26. Bei der SNB sind die Akademiker zu Hause, nicht die Buezer. Deshalb auch die „wir-haben-Recht-und-ihr-keine-Ahnung“ von ober herab Kommunikation, wie man sie bei vielen Angehörigen der CH polto-ökonomischen Elite gewöhnt ist.
    Kommunikation können die nicht, weil sich die echte Elite nicht rechtfertigen muss vor dem Pöbel, sondern eben Elite ist, weil sie’s besser können und wissen als die anderen.
    Man kennt das von anderen Staatsbetrieben, inkl. Billag. Kommunikationsunfähig, dafür formalistisch immer korrekt und immer eine gesetzliche Passage zur Hand, die alles rechtfertigt (angeblich).

    • Die Billag gibt es nicht mehr – und sie war auch kein Staatsunternehmen. Auch die Serafe (Nachfolgeorganisation) ist kein Staatsbetrieb.

    • Vielleicht haben Sie recht. Sicher aber sind Billag/Serafe der militante Arm der unsäglichen CVP/SP-Koalition. MitteLinks nennt sich das dann.

  27. Es geht nicht um mangelnde oder falsche Kommunikation sondern um falsche Taten.

    Entweder man hat einen freien Markt mit freien Wechselkursen der Währungen. Bei diesem Modell gibt es keine unter- oder Überbewertung, sondern die Bewertung des Marktes. Die alle Beteilligten zu akzeptieren haben.

    Das Problem der Schweiz und besonders der SNB ist, dass eine frei Markbewertung für unsere grossen Exportfirmen unbequem ist. Daher wird der CHF auf Druck von Novartis und Konsorten, illegal zulasten der Bürger die alle Güter importieren müssen manipuliert.

    Das Märchen mit der Überbewertung ist reine Propagande.
    Aber nach vielen Jahren höhlt der Tropfen den Stein- oder in diesem Fall halt das Hirn.

    Herr Mettler, entscheiden sie sich doch einfach zwischen
    dem freien Markt ohne Manipulationen der SNB
    oder staatlich festgelegte Wechselkurse. Was wünschen Sie denn nun?

    Was Sie propagieren ist die Subvention der Tourismusbranche und der Exportbranche auf Kosten der Büger/Innen.

    • @Buezer: wenn das Geld staatlich ist, kann es keinen „freien“ Wechselkurs mit „Marktpreisen“ geben.

    • Genau! Mettler steckt sicher mit King Elmar 👑 Ledergerber unter einer Decke und mit Sawiris und wie sie alle heissen die eiskalten Typen!

    • Wie würden Sie als „Büezer“, wenn Sie den wirklich einer sind, wohl reagieren, wenn Ihr Job als Folge der hohen Bewertung des Schweizer Frankens ins Ausland verlegt würde?

    • @Finanzplaner
      Da haben Sie logo Recht das blenden viele aus, das mit der Verlagerung von Arbeitesplätzen.
      Die Personenfreizügigkeit hat zusätzliche Volumina
      in die Schweiz gebracht, logische Volge, mehr Exporte und mehr Importe,und damit das läuft vor allem mit den Exporten ,,muss,, der Sfr. gegen die Wand gefahren werden.Wird der Sfr. nicht geschwächt und es wird ausgelagert dann steigt die Arbeitslosigkeit und die Sozialkosten Explodieren.Es hätte einen anderen Gesamtweg eben gegeben,tja müssig da noch viel zu debatieren. Dummheiten haben ein Besonderheit, viele vor allem die groben und fundamentalen Fehler kann man nicht sooooo einfach mit einem Federstrich aus der Welt schaffen.