Die Mikrosteuer kann unmöglich funktionieren

So verlockend die Belastung jeder Bewegung wirkt, so utopisch ist das Vorhaben. Die Banken würden die Steuer sofort umgehen.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Mikrosteuer auf Finanztransaktionen als Ersatz anderer Steuern in der Schweiz, zum Beispiel der Einkommens- und der Mehrwertsteuer. Und ich bin auch nicht gegen die Erschwerung des „Casino-Kapitalismus“.

Aber es gibt einige Aspekte, die gegen den Vorschlag von Oswald Sigg und seinen Kollegen sprechen. Ein wichtiger Nachteil ist technischer Natur, welcher die Annahmen über die Ergiebigkeit der Steuer und damit den möglichen Steuerertrag total unrealistisch erscheinen lässt.

Die Initianten basieren ihre Berechnungen auf den SIC-Umsätzen. 2018 wurden im schweizerischen SIC-Zahlungsverkehr rund 40’000 Milliarden Franken umgesetzt.

Das ist rund das Sechzigfache der inländischen Wirtschaftsleitung (BIP). Das rührt daher, dass im SIC jede einzelne Transaktion brutto abgerechnet wird. Das betrifft insbesondere die Schweizerfranken-Seite des Devisen- und Geldhandels, aber auch des Handels mit Wertpapieren, Edelmetallen und Derivaten.

Man spricht von einem Real Time Gross Settlement System (RTGS). Entgegen der Annahme der Initianten gilt dieses moderne Zahlungsverkehrsverfahren international nicht nur als effizienter, sondern auch als risikoärmer als frühere Verfahren.

Aus diesem Grunde wurde auch die globale Abwicklung des Devisenhandels, massgeblich geprägt durch schweizerische Experten, im Jahr 2002 auf ein Bruttosystem umgestellt. Es heisst Continuous Linked Settlement System (CLS).

Würde nun eine Mikrosteuer (in der Schweiz und auch weltweit) auf dem Geldfluss eingeführt, würden die Banken wieder auf ein traditionelles multilaterales Clearing-System mit einer Nettoabrechnung, beispielsweise am Ende eines Tages, umstellen.

Prototyp ist das Londoner Bankers‘ Clearing House, das 1775 gegründet wurde. In einem Clearinghouse werden während einer gewissen Zeit, typischerweise einem Tag, die Zahlungen aller teilnehmenden Banken im zentralen Clearinghaus gesammelt und beim Clearingschluss gegenseitig verrechnet.

Am Schluss wird der einzelnen Bank nur noch der Saldo aller ihrer Zahlungsein- und -ausgänge gutgeschrieben oder belastet. Der so ermittelte Geldfluss ist dann nur noch ein Tropfen des kompensierten Bruttoverkehrs.

Das Ausweichen der Banken auf ein multilaterales Clearing–System würde aber nicht nur den erhofften Steuerertrag pulverisieren, sondern er würde auch das zweite Ziel der Initiative, die Reduktion des Casino-Kapitalismus, ebenso verfehlen. Die Banken würden den Casino-Kapitalismus einfach etwas weniger effizient und etwas risikoreicher abwickeln.

In einem Abstimmungskampf über eine Initiative wären solche technischen Zusammenhänge den Stimmbürgern wohl nur schwer zu vermitteln.

Kommentare

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  1. Letztendlich spielen Vor- und Nachteile eines solchen Systems gar keine Rolle. Was nicht klappen wird, ist die damit zwingend einhergehende Abschaffung aller anderen Steuern. Das Resultat wird sein, dass sich der Staat und seine Nutzniesser (hallo, hohe Bundesbeamte!) einfach an einer weiteren Steuer noch fetter mästen, und dass alle anderen immer mehr ablatzen müssen.

  2. Wenn der Staat Steuern auf Transaktionen beschliesst, kann er auch bestimmen, was eine steuerbare Transaktion ist. Deshalb finde ich Deine Argumentation, lieber Hans, nicht stichhaltig. Allerdings können natürlich Banken z.T. ins Ausland ausweichen.

  3. Wie würde die Steuer erhoben?

    Antwort Prof. Marc Chesney:
    „Automatisch auf elektronischem Weg. Die Banken würden mit der Erhebung der Steuer beauftragt, genau wie bei der Mehrwertsteuer. Die Arbeit ist aber viel einfacher und unbürokratisch. Die Mehrwertsteuer generiert enorm viel Bürokratie. Wenn Sie also 100 Franken am Bankomat abholen, wird die Bank automatisch 10 Rappen nach Bern überweisen. Ohne Papier, ohne nichts, automatisch. Und die Bank wird für diese Arbeit bezahlt.“

    Bei einer Umlegung eines Steuersystems gibt es immer Gewinner und Verlierer. Welches sind die Verlierer der Mikrosteuer?

    Antwort Prof. Marc Chesney:
    „Eine kleine Minderheit – Banken, die Hochfrequenzhandel betreiben, vor allem Grossbanken, die Schweizer Börsenbetreiberin SIX. Kleinere Banken hingegen könnten profitieren. Das klassische Retailgeschäft ist nicht betroffen. Ansonsten werden rund 99 Prozent der Haushalte und 99 Prozent der Unternehmen besser gestellt: weniger Steuern, mehr Transparenz, weniger Bürokratie. Klar, die Progression bleibt: für sehr reiche Familien mit einem aktiv bewirtschafteten Aktienportfolio zum Beispiel. Für ihren Handel mit Aktien und Anleihen werden sie mehr Mikrosteuer bezahlen müssen. Oder für Handelsgesellschaften wie Rohstoffhändler, die mit enormem Trading-Volumen arbeiten.“

    Quelle:
    https://www.finews.ch/news/finanzplatz/36801-universitaet-zuerich-professor-marc-chesney-finanzprofessor-banken-finanzwelt?start=1

    Die Ausführungen die diese Initiative diffamieren sind Voodoo, weil nur mit Annahmen und Ideen gearbeitet wird, nicht mit real wiederholbaren Zahlen bzw. Beobachtungen. Deshalb m.E. wertlos.

    • Weniger soll es werden…….???

      Ich habe in meinen vielen Jahren, die ich unsere Politik mitverfolge, noch nie ein weniger erlebt….

      Ja es gab mal Vorlagen die zu einem weniger führten…… unbeabsichtigt allerdings und dieses weniger wurde sehr bald korrigiert.
      Also, mit der Microsteuer wäre es das selbe……. am Ende wird sie ein mehr herausholen.
      Dabei ist es mir egal von wem, von allen, oder nur von wenigen….. es ist immer ein unter Gewaltandrohung erpresster Diebstahl.

      Besehen wie sich nur mal die Reaktionen unserer Politik auf die Ablehnung der Vignetten-Preiserhöhung.
      Schon um die paar Franken gabs ein Gezeter……

      Im Deutschen Reich vor 1914, bezahlten sehr viele Bürger keine Steuern, die anderen in der Regel einen „Zehnten“.
      Die Staatsquote betrug ca. 10%.

      Und das trotz der starken Armee, der Beamtenschaft, dem grossen Flotten-Bauprogramm, den Überseeabenteuern in den Kolonien usw.

  4. Alles Unsinn….

    Unser Staat bestiehlt uns Bürger unter Androhung von Gewalt, das ist die Realität.
    Und wir „Sklaven“ glauben das sei gut für uns.

    Und welcher „Sklave“ befürwortet da neue Steuern….. und es wäre eine neue Steuer, denn keiner der noch bei Trost ist glaubt das diese neue „Erpressung“ Kostenneutral wäre.

    Nein, in Deutschland sind in den letzten 3-4 Jahren um die 6000 Millionäre ausgewandert. Zu grossen Teilen sind das keine Erbschafts-Millionäre, sondern es ist der tüchtigste Teil der Gesellschaft …..der da mit den Füssen abstimmt, dem eigenen Land die rote Karte zeigt.

    Und wir Schweizer, ja bei uns ist es nun auch Mode über das Geld den anderen nachzudenken, darauf zu schielen was uns nicht gehört, die Steuerschraube immer weiter anzuziehen.

    Wir werden so lange damit experimentieren bis die Ertragreichsten auch die Schweiz wieder verlassen.

    Wir werden den selben Unsinn wie in Deutschland auch noch machen, denn die ruinieren gerade ihre beste Industrie…… nämlich Volkwagen, Audi, Mercedes usw.

    Also nicht das wir die Masseninvasion aus Afrika und dem Islam endlich rigoros unterbinden, nein wir lassen uns diese wahnsinnigen linken Experimente von denen bezahlen die noch etwas haben, die zum Wohlstand der Schweiz viel beitragen.

    Wir erklären die Besitzenden zum Übel und drehen an der Steuerschraube.

    Sind wir Schweizer wirklich derartige Idioten………..?

    • Lieber Walter Roth

      in Ihrer blindwütigen und konfusen Eingabe ist Ihnen folgendes entgangen: 3 Formen von Steuern (vielleicht mehr) sollen nach Einführung der Mikrosteteur wegfallen (verbindlich). Nicht das Böse ist der gefährliche Gegner; gegen ihn lässt sich kämpfen. Nein. Es ist die Dummheit, gegen den die Götter selbst machtlos sind und die meisten Zerstörungen zu verantworten hat.

    • @ Schiller Wolfgang

      nehmen Sie den Roth nicht so ernst. Lassen Sie ihn mit seinen ellenlangen diffusen eigenbezogenen Kommentaren einfach ausleben. Er ist eher ein einfaches Naturell und keineswegs repräsentativ für die Mehrheit in diesem Land. Höchstens für die Schreiberlinge hier auf IP.

    • Schiller……

      Glauben Sie wirklich das dem so sein wird….?

      Nein, ich habe das in 4 Jahrzehnten noch nicht erlebt.

      Ich denke vielmehr, dass Sie ein Netter aber Naiver gutgläubiger Schweizer Bürger sind, ganz so wie ihn sich unsere Beamten und ihre Politiker wünschen.

    • @Regelmässiger Roth Leser

      glauben Sie nicht @Roth sei repräsentativ für einen grossen Teil unserer Gesellschaft? Teile die in der Fehleinschätzung leben und glauben, man könne etwas steuern, in dem man die Wirkungen vor die Ursachen setzt. Bin soeben aus Marokko, Rabat, (Geschäftlich) zurück. Von Tanger bis Rabat (Bahnhof noch im Bau) mit dem TGV. Einmal in Rabat angekommen, habe ich eine saubere und von der Infrastruktur hervorragenden, zum Teil höher als viele europäische Städte, Region angetroffen (Neustadt ultra modern und Altstadt wird derzeit liebevoll restauriert – in diesem Zusammenhang mein Besuch. Durch die Gelbwestenbewegung ist die Idee der Mikrosteuer auch in Marokko angekommen (LINK). Ich war sehr sehr überrascht wie sachkundig in der Materie meine marokkanische Gesprächspartner sind. Zudem offen für Veränderungen und gezielte Experimente.

      https://www.infosperber.ch/Wirtschaft/Gelbwesten-holen-Rat-bei-Schweizer-Finanzprofessor

    • Walti, diese Millinäre sind grösstenteils Gauner. Alleine in der CS ist ja jeder MD ein EINKOMMENSMILLIONÄR! Mit tüchtig und fleissig hat das schon lange nichts mehr zu tun! Wach auf, Junge!

  5. Bei einer Mikrosteuer, bei der jede elektronische Transaktion (Börsen-/Devisenhandel, Ueberweisungen, Einkäufe mit Karte, usw) mit rund 0,2 % (20 Rappen auf 100 Franken) versteuert würde, würden über 98 % der heutigen Steuerzahler profitieren und zukünftig deutlich weniger Einkommenssteuern zahlen. Bei monatlichen Zahlungen für Miete, Einkäufe usw von CHF 5’000 wären das nur CHF 10; also CHF 120 im Jahr gegenüber mehreren Tausend Franken Steuergeld pro Arbeitnehmer heute. Wer etwas dagegegen hat, versteht das Konzept nicht oder ist einfach ungebildet.

    Insbesondere die zehn grössten Banken in der Schweiz mit ihren Tausenden von Transaktionen über Millarden von Franken für deren Eigenhandel (= Spekulation ohne produktiven Mehrwert) täglich, müssten wesentlich mehr bezahlen.

    Um die skeptischen Meinungen zu besänftigen, dass möglicherweise zu wenig Steuergeld mit der Mikrosteuer generiert werden würde, könnte man z.B. für die ersten 5 Jahre schrittweise die Einkommenssteuern um 10 % oder mehr jährlich reduzieren bis auf 0 %, falls die Steuereinnahmen wie erhofft so hoch ausfallen würden. Dadurch würde man echte Zahlen zur Einnahme der Mikrosteuern erhalten und wichtige Erfahrungen sammeln. Falls dies dann wirklich nicht so wie gewünscht funktioniert, müsste man das heute bestehende Steuermodell nicht wieder neu aufbauen. Nötige Anpassungen zur Perfektionierung wären einfach zu gestalten.

    Es ist ein leichtes, die Mikrosteuer für jede Einzeltransaktion bei den Banken mit der heutigen IT zu berechnen; Herr Geiger erzählt hier leider nicht die ganze Wahrheit. Ausnahmen sollen nicht toleriert werden. Alle elektronischen Transaktionen in CHF-Währung laufen immer über die Schweiz (SIX Group sei dank), was die Berechnung und Kontrolle einfach macht. Die Steuern könnten im Idealfall sogar täglich an das Finanzamt überwiesen werden.

    Natürlich sind die Banken dagegen, aber 98 % der Bevölkerung würden dafür besser dastehen – die ganz grosse Mehrheit.

    Gerne lese ich echte Argumente auch von Gegner dieser Idee, um ein besseres Bild zu bekommen. So funktioniert Demokratie.

    • @Kurt

      Um ein tadelloses Schaf einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein, bemerkte Einstein in ähnlichem Kontext. Natürlich haben Sie zu Recht, auf die 98% der Bevölkerung hingewiesen die zu den Gewinnern gehören würden. Glauben Sie es sei ein Zufall, weshalb Über die Finanztransaktionen der Banken mit der SNB seit 2012 keine Statistiken mehr vorliegen?. Sie erinnern sich? Schuldenorgie und Nullzins und keine Inflation? Wenn Sie so wollen ist die Mikrosteuer eine Chance die Fallhöhe des bevorstehenden Zusammenbruch dieses Systems zu reduzieren….Der Guthabenzins des Sparers ist die Summe aus Liquiditätsprämie, Knappheitsaufschlag und Inflationsaufschlag. Der Realzins zieht nachvollziehbar die Inflation wieder ab. Am Anfang steht die Produktion. Früher war es vornehmlich Unterkunft, Land- und Viehwirtschaft. Heute sind es Häuser, Fabriken, Schiffe, etc….Sie sehen, es gibt kein entrinnen die Zinsen sind das Termomenter eines bereits implodierten kaputten und menschenverachtendes Systems. Lassen wir uns überraschen….

  6. @Hans Geiger

    In vielen Ländern sanken und sanken die Steuersätze für Topverdiener in den letzten Jahrzehnten. Zugleich trat eine globale Elite von Sammlern hervor, darunter Ihr Partei-Genosse Christoph Blocher. In Zeiten extrem niedriger (negativ) Zinsen wächst die Attraktivität von Kunst als Investitions- und Spekulationsobjekt. Davon profitieren vor allem mächtige Galeristen und die von ihnen vertretenen Künstler. Das macht die Investition in ihre Werke weniger riskant und erhöht den Prestigegewinn für den Sammler – das ganze befeuert vom Pressekartell der zum Teil sich in den Händen derjenigen befindet die ihre abgesicherten Bereicherungsökonomie gefährden könnte. Doch es geht nicht darum, die bösen „Reichen“ persönlich zu schmähen. Sondern um eine grundsätzlichere, eine systemische Frage. Die Mikrossteuer konfrontiert uns mit der bevorstehenden Postwachstum Ökonomie und fordert uns alle zur Selbstreflektion auf. Der Aufbruch der Jungen drängt auf Veränderung und die Ziele können nicht weiterhin von Machtsstrukturen und Köpfe definiert werden die im 18hrd. leben….die Mikrossteuer ist vermutlich einer der letzten Chancen die Lage zu entschärfen und die Basis für einen geordneten Übergang in einem neuen Zeitalter vorzubereiten.

    Liebe Grüsse

  7. Wahrscheinlich war Hans Geiger etwa 1978 in einer Bank um Einzahlungen zu machen, darum weiss er nicht wie Bank heute funktioniert! Elektronsich, da ist das abbuchen von einer Mikrosteuer kein Problem und mit saftigen Strafen für Banken die die Steuer umgehen händelbar. Geiger ist vermutliche einfach gegen die steuer, darum seine Einwände!

    • Späher……

      Ein freier und vernünftiger Bürger kann nur gegen jede Art von neuer Steuer sein.
      Niemals gibt es dabei ein Nettogewinn für die Bürger, nie…….nie …. nie.

      Nur Schafe, per Definition Einstein, glauben an sowas.

    • Nur Schlafschafe sind für eine neue Steuer und natürlich die Hochfinanz, welche längst auf Biegen und Brechen das
      wankende und niedergehende Petrodollar-System ersetzen will, entweder durch ein CO2-Zertifikatedollar-System und/oder einem Microsteuer basierendem Finanzsystem, welches Steuermodell ist letztlich gleich, wichtig ist, die Leute müssen arbeiten Ihr Leben lang von morgens früh bis abends spät, selbst die Nacht ist dafür gut.

  8. An den meisten Kommentaren hier sieht man, dass ein Großteil den Artikel nicht verstanden hat und CLS im Zusammenhang mit Devisentransaktionen nicht begreift …

    Daher hat Herr Geiger recht … es wäre der Bevölkerung schwer vermittelbar

    • Sehr geehrter Lehrling

      ich glaube ich habe etwas mehr Knoff Hoff als Sie bzgl. Interbanken-Clearing.

      Gerne nehme ich jedoch die Challenge an. Erklären Sie bitte inwiefern das CLS eine Transaktionssteuer verhindert.

      Ansonsten ist ihre Aussage gehaltlos, da die Begründung ihrer Behauptung in Gänze fehlt.

      The Stage is yours…

    • Lehrling, können Sie uns erleuchten? Ja, ich und die meisten hier haben sich nicht mit CLS beschäftigt. Warum sollten wir? Gerne hören wir Ihren Belehrungen zu!

  9. Im Laufe der Geschichte haben die Herrscher zahlreiche Methoden angewandt, um ihre Bürger zu betrügen. Die Besteuerung war der offensichtlichste aller Tricks. Die Besteuerung ist eine beschlagnahmte Gebühr für das Volk, die oft erhoben wird,
    um die Extravaganzen und Kriege der Herrscher zu finanzieren.

    Die erste bekannte Besteuerung erfolgte in Ägypten bereits
    vor 3000 Jahren. Seitdem gibt es eine Vielzahl von Steuern
    auf Waren oder Handel. Die Steuer wurde erstmals 1798 in Großbritannien eingeführt, wurde aber schnell wieder
    aufgehoben.

    Es wurde einige Male wiedereingeführt und wurde Ende seit
    19. Jahrhunderts dauerhaft. Die Einkommenssteuer in USA
    wurde erstmals 1913 eingeführt und betrug 1% des Einkommens
    über 3000.00 Dollar, weil damals nur sehr wenige Menschen verdienten. Das ist eine Seite der Medaille. Die zweite
    Seite der Medaille der Gegegenwart verbirgt folgende
    geheim gehaltene Inhalte.

    1. Wir haben mit einem geheim gehaltenen Franchisingsystem zu tun, für den die so genannte Steuer (geheime Lizenzgebühr)zu leisten gilt. Das bedeutet, dass jeder desinformierte und betrogene Mensch für den Erwerb einer ID Karte Lizenzgebühr bezahlen muss. Das bedeutet auch, dass die Herausgabe einer ID Karte auf Nötigung, Erpressung, Betrug, Entehrung, Verleumdung und Strafvereitelung
    im Amt basiert.

    Jetzt fragt ihr euch warum und weshalb, nicht wahr?

    1. Alle so genannten Staatenländer sind geheime sowie lizenzierte Verwaltungsgebiete betreffend fiktive Personen und Kollateralwerte. Diese fiktive Personen die ihren Vornamen und den vor langer Zeit hin gefügten Familiennamen tragen, sind in erster Linie geheime sowie lizenzierte Wertpapiere, mit denen ihr innerhalb und ausserhalb eines Verwaltungsgebietes Rechtsgechäfte tätigen
    könnt. Für diese fiktive Personen die auch Wertpapiere sind,
    zahlt ihr die so genannte Steuer bzw. geheime Lizenzgebühr.

    Die so genannten Steuerämter müssten euch jährlich eine Rendite auszahlen, die euch vorätzlich in Form einer Steuerrechnung zugestellt wird. Das bedeutet, dass das Steuersystem,
    Rechtssystem und Finanzsystem trügerische Geschäftsmodelle
    sind. Denn alle verdeckten Rechtsgschäfte werden über die lizenzierte juristische Person abgewickelt. Die Heraugeber
    von juristischen Personen ist nicht nur das Handelsregister, sondern auch das verschwiegene Standesamt. So viel in Kürze,
    damit dieser Kommentar problemlos veröffenticht werden kann.

    • @ Kadmon, Aranis: Bei allem Respekt, aber Sie müssen was ganz, ganz Übles geraucht haben. Ich hoffe es geht Ihnen mittlerweile wieder etwas besser.

    • @ Trader

      Was der Schreiberling uns hinweisen möchte worauf ist der Deep State, und damit hat er leider nicht Unrecht! Also nichts mit Pfeiffe rauchen, sondern bittere Wahrheit!

  10. Habe den Initiativtext gelesen:

    «…auf allen bargeldlosen…»: funktioniert also erst richtig, wenn das Bargeld abgeschafft wird. Ist der nächste Schritt bei einer Annahme. Der Traum von links-grün, die totale Kontrolle des Bürgers.

    «Selbstdeklaration bei ausländischen Abrechnern» Ich sehe schon die Steuerzahler ratlos über ihren «Revolut» oder «Binance» Detailauszügen sitzen, falls sie überhaupt an diese kommen. Es wir Heerscharen von neuen Beamten brauchen um die Abrechnungen zu kontrollieren und korrigieren, resp. Nichtdeklarationen aufzuspüren.

    «Selbstdeklaration»: heisst auch, dass ich in Zukunft den Behörden meine Detailsauzüge einreichen muss. Ein weiterer, feuchter Traum von links-grün. Der Staat sieht dann, wie viele Male ich geflogen bin, ob sie mich als professionellen Händler einstufen können, usw.

    Ego: Mikrosteuer = Schnapsidee

    • @Schapsidee:
      Sie haben insofern recht, dass es grossangelegte Bestrebungen gibt, das Bargeld abzuschaffen – mit der Mikrosteuer hat dies jedoch überhaupt nichts zu tun!

      Bareinzahlungen/Überweisungen kosten schon seit langer Zeit extra, mit einer Mikrosteuer würde man dann bei Giralgeld-Transfers einfach ebenfalls einen kleinen Betrag entrichten – also eine Annäherung gegenüber dem Bargeldhandling.

      Eine Mikrosteuer wäre vielmehr ein Gegenstück zu den seit langer Zeit etablierten Zinstransfers, die es bis anhin den Superreichen ermöglicht haben, ohne Arbeit und ohne Investitionen einen permanenten Vermögenszuwachs zu generieren – Tag ein Tag aus! Es wäre also ein mögliches, ausgleichendes Instrument für eine etwas gerechtere Welt, in der der Reichtum etwas gleichmässiger verteilt wäre.

      Es bräuchte auch keine Heerschar von Beamten zur Kontrolle, sondern nur einen tauglichen Algorithmus!

  11. „In einem Abstimmungskampf über eine Initiative wären solche technischen Zusammenhänge den Stimmbürgern wohl nur schwer zu vermitteln.“

    Genau darauf setzen doch die Initianten. Die Reizwörter Banken, Casino-Kapitalismus, Finanztransaktionen, Mikrosteuer sind ideal für einen linkspopulistischen Abstimmungs“kampf“. Ein Blick auf die letzten Wahlen zeigt die Chancen dieser Initiative. Die Hälfte der Stimmberechtigten beschäftigt sich sowieso lieber mit ihrem Smartphone, statt abzustimmen. Während die Rotgrünen und ihre scheinbürgerlichen Mitläufer aus der sog. Mitte ihr ganzes Potenzial ausschöpfen. Die Allerdümmsten glauben denen noch, dass sie dadurch weniger Steuern zahlen müssten. Schliesslich hat das ja der Herr NR Balthasar G. am Freitagabend am TV erklärt.

  12. Die Steuer auf dem Bruttobetrag berechnen. Die Steuer müsste auf jede Transaktion fallen, da kann man dann nicht einfach die Transaktionen „sammeln“ und einmal abrechnen.

  13. Sehr geehrter Hans Geiger,
    1. Sie sollten den Lesern nicht erzählen, diese Ideen kämen von irgend welchen pensionierten Bundesbeamten; sondern sie müssten zugeben, dass ein Professor an Ihrer Fakultät in Zürich etwas weiter und innovativer gedacht hat als Sie.
    2. Sie sollten nicht mit falschen technischen Ausflüchten gegen die Realisierung eines solchen Systems argumentieren. Es gibt fast nichts „einfacheres“ in der IT, als jede geldwerte Transaktion mit einer Mikro-Abgabe zu belasten: Wird seit bald 50 Jahren gemacht, bei den Banken und im Detailhandel. Der riesige Overhead der Mehrwertsteuer könnte eliminiert werden!
    3. Sie sollten als SVP-ler (bin ich auch), verstehen, dass diese, in Europa einzigartig faire Besteuerung des Lebensunterhaltes, unsere Schweizer Gesellschaft vollkommen immun machen würde gegen irgendwelche Versprechungen der (Steuer-) Vögte aus Brüssel.
    Also: Die SVP soll sich auch dahinter klemmen!
    (Sorry: Ich bin sonst ein totaler Fan Ihrer Beiträge.)

    • Bestimmt richtig. Diese Initiative würde mithelfen die Staatsquote (Overhead) zu reduzieren. Ist ja ein ständiges Anliegen der SVP.

      Es gibt wohl kaum ein Land, das prädestinierter wäre, für einen solchen sinnvollen Systemwechsel.

      Dieser Systemwechsel könnte gar auch stufenweise passieren über 10 Jahre hinweg.

      Interessant ihren Hinweis bezüglich Immunität gegenüber den EU-Steuervögten.

  14. Sehr geehrter Prof. Hans Geiger

    Das Gehirn ist bemüht ein möglichst schlüssiges Modell der Welt zu liefern. Was nicht passt, wird passend gemacht. Dafür füllt das Gehirn nicht nur Lücken auf, es rechnet auch voraus, was in der Zukunft zu erwarten ist. Ihre Fragen und Kritik sind legitim und animieren sich mit der Initiative konstruktiv auseinanderzusetzen.

    Ein neues Denken aller Teilnehmer ist nötig, um die verheerende langfristige Wirkung des aktuellne Systems auf Wachstumszwang, Umweltzerstörung und Fehlallokationen zu verstehen. Die Mikrosteuer schafft vor allem Transparenz!

    „In einem Abstimmungskampf über eine Initiative wären solche technischen Zusammenhänge den Stimmbürgern wohl nur schwer zu vermitteln.“

    Guter Ansatz! Also los geht’s mit der Aufklärung!Machen auch Sie mit Herr Professor Geiger.

    Es darf doch nicht wahr sein, dass die Masse Mensch weiter so ungebildet bleibt und sich solch einem System unterwirft. Wir sind ein kleines Land ohne natürlichen Ressourcen. Die FED hat seit letzter Woche temporär tägliche Repos von 50 Mrd. $ in den Markt pumpt, ohne ein Ende festzulegen. EIN HINWEIS AUF STRESS IM BANKENSYSTEM. Es könnte auch zusätzlich die trockenen Weihnachtstage betreffen, da ganz offensichtlich die ersten Banken im Interbankenmarkt nicht mehr mitspielen.

    Prof. Chesney beantwortet einige Fragen:

    https://www.finews.ch/news/finanzplatz/36801-universitaet-zuerich-professor-marc-chesney-finanzprofessor-banken-finanzwelt

    https://marcchesney.com/de/media/

    Freundliche Grüsse

  15. Ich glaube nicht, dass das den Stimmbürgern schwer zu vermitteln ist. Etwas Angst verbreiten wie bei der letzten „Kuhhandel-Initiative“, und das Gros der Stimmbürger ist im Boot. Bekanntlich „frisst der Bauer nicht“, was er nicht kennt.

  16. Bitte als erstes eine genaue und rechtlich sinnvolle und verbindliche Definition von „Kasino-Kapitalismus.“ Diese dümmlichen, sozialo-kommunistischen Kampfbegriffe sind nicht hilfreich. Fällt z.B. die Negativzinspolitik der SNB darunter?

    Zweitens: Die Politik muss dann erst klar festhalten, welche bestehenden Steuern ersetzt werden. Das wird aber nie passieren, da der Staat immer mehr Steuern will. Ohne Garantie der Steuerneutralität darf es keine neuen Steuern geben.

    Jeder versteht jetzt, da die Bedingungen oben nicht gegeben sind, dass das eine Totgeburt bleibt.

  17. Der Einwand ist sicher berechtigt. Selbstverständlich wären mit entsprechenden flankierenden Vorschriften (mind. die offensichtlichen) Schlupflöcher zu stopfen. Ich denke auch, dass wir Stimmbürger (und Banklaien) schon komplexere Vorlagen zu verstehen hatten …

  18. Ich bin total gegen neue Steuern und Gebühren. Eine bestehende Steuer wird nie gestrichen als Kompensation. Paradebeispiel: Eigenmiete, uraltes Relikt und weltweit eine ungerechte Sonderheit.

    • Also der Unfug mit dem Eigenmietwert gehört schleunigst abgeschafft! Kollege, ist dir eigentlich bekannt, dass man als in der Schweiz steuerlich Ansässiger sogar Eigenmietwert auf Immobilien im Ausland bezahlen muss! Und das auch, wenn ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht! Das ist einfach nur krank!

    • @Benny Fuchs,

      das mit dem Eigenmietwert auf Immobilien im Ausland ist gesetzes, und verfassungswidrig! Die Schweiz hat gezielt „Lücken“ in Doppelbesteuerungsabkommen benutzt, um die Besteuerung zu erwirken; das betrifft insbesondere mit Ländern wie Spanien und Italien. Da es sich i.d.R. um einfache Menschen handelt, klagt niemand und deshalb kann diese „Sauerei“ ungehindert weitergehen.

    • @Benny Fuchs

      Steuerlich ansässige Personen in der Schweiz „bezahlen“ keinen Eigenmietwert auf im Ausland gelegenen Liegenschaften.
      Zur Bestimmung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Steuersatzbestimmung) wird ein Eigenmietwert auf der ausländischen Liegenschaft zwar berechnet, aber lediglich zur Steuersatzbestimmung herangezogen. (Zur Schuldzinsverteilung gehe ich hier jetzt nicht ein).

      Da diese Berechnung keinen Einfluss auf das steuerbare Einkommen hat, stellt dies somit auch keine Doppelbesteuerung dar.

      Zudem ist zu erwähnen, dass Liegenschaftsbesitz im Ausland nicht in den Doppelbesteuerungsabkommen geregelt ist, sondern bereits im lokalen Recht.

      Trotzdem, ja der Eigenmietwert gehört abgeschafft.
      Gruss

    • @ Ben
      Auf Ferienwohnungen im Ausland ist von in der Schweiz steuerpflichtigen nat. Personen ein Eigenmietwert zu versteuern.

  19. Da muss man dem Herr H.Geiger voll recht geben.
    Diese Mikrosteuer einfach ein Schnellschuss, basierend auf ein paar Hochrechnungen.Das ganze drum und dran, wird weitestgehend ausgeklammert.
    Ach je, das mit dem Casinokapitalismus,der Schaden ist längst angerichtet,so eine Mikrosteuer kann den angerichteten Schaden nicht mehr ausbügeln.Da hätte man eben VOR den Deregulierungsorgien solider prüfen tja müssen,wie das letztlich wirkt.
    Die im Nachgang der zu krassen,faktisch totalen Deregulierung aufgegleisten div.Finanztechnischen Auswüchse haben in der praktischen Wirkung, massiev Geldmengenausweitend gewirkt. Der Schaden ist angerichtet,das noch korrigieren, na ja Glaube macht selig.Die Prügelknaben sind jetzt die zuvor zurückgestutzten Zentralbanken,die nur sehr bedingt mit logo,zwangsläufig auch nicht so soliden Massnahmen, einen vorsierten Absturz abbremsen müssen.

  20. Herr Geiger
    Nicht dass ich 100% für die Mikrosteuer bin. Doch die Logik Ihrer Argumentation geht mir ab. Selbst wenn die Transaktionen verrechnet würden, so stünde die Information zur Verfügung wieviele Einzeltransaktionen und deren Höhe zur Gesamt-Verrechnung gelangen. Ob sie nun eine grosse Transaktion haben, eine Grosse aus vielen Kleinen oder viele Kleine liesse sich da schon unterscheiden.

    Sie sprechen dann die technologische Bewandtheit der Bevölkerung an. Es sei schwer zu vermitteln. Das mag zwar richtig sein – nur wird es notwendig werden. Die Bevölkerung (auch ohne Mikrosteuer und mit Wertschätzung des Handwerks) muss der Technik mit mehr Neugierde begegnen sonst sind wir bald weg vom Fenster.

    Manche früher als andere.

  21. Tja, warum soll mam auf IP noch Kommentieren, wenn einem die Kommentare ständig verstümmelt werden.

    Zensur ist etwas für Feiglinge.

    • @Walter Roth

      „Zensur ist etwas für Feiglinge“.

      In einer impulsiven, hoch emotionalen Phase von Schreibern, muss doch der Betreiber dieses Blogs den Erregungspegel wieder etwas herunterfahren.

      Einen schönen Sonntag Walter Roth. Möge diese interessante Mikrosteuer einen fairen Auftritt erhalten.

  22. Herr Geiger, Sie müssen die Idee Verwalten.Die Technik kann man verbessern.Vergleiche mit etwas das es noch nieh gab.Professor ?

  23. Wenn man die ehrliche Absicht hat, eine gerechtere oder ausgeglichenere Welt zu modellieren, könnte man ausnahmsweise die Technologie mal so gestalten und einsetzen, dass sie der Allgemeinheit dient, und nicht nur den 0.5% der Superreichen.

    Die Technologie als Hinderungsgrund für eine Transaktionssteuer vorzuschieben, ist eine sehr billige Ausrede und natürlich voll und ganz im Sinne der Finanzeliten. Frage: was bringt der Menschheit und der ganzen Welt ein computergesteuerter Hochfrequenzhandel an den Börsen, ausser dass dabei enorme Recourcen in Form von massivem Stromverbrauch verschlissen werden? Weshalb und von wem wurde das so implementiert und wer sind die Profiteure?

    Es ist also keine Frage der Technologie, sondern eine Frage des Bewusstseins, der Sozialkompetenz, der Friedens- und Umweltschutzbemühungen und des Willens, ob wir eine bessere Welt schaffen möchten oder nicht. Technologie kann für oder gegen alles eingesetzt werden, sie ist lediglich Mittel zum Zweck…

    • Ich bin ganz deiner Meinung! Aber wie kann man „die Manne vom Volch“ aufwecken?

    • Das sich so viele Sozis, Kommunisten und Krypto-Sozialisten (Grüninnen)auf der Plattform Inside Paradeplatz tummeln ist doch erstaunlich, dass hat der Artikel bzgl. der Microsteuer hier nun deutlich aufgedeckt.

  24. Sozialist Oswald Sigg ist bekannt für Schröpfungsvorschläge von gut situierten Bürgern. Am liebsten würde er diese enteignen. Hans Geiger als Finanzmarktspezialist hat klar dargelegt, warum so eine Steuer unangebracht ist. Sigg gehört auch zu den Ueberwindern des Kapitalismus- obwohl er selber als Sozi in Saus und Braus lebt – dank der hervorragenden Entlöhnung als ehemaliger Staatsangestellter in Bern !

    • Junge wach auf! Der Oswald möchte nicht den „gut situierten Bürger“ sondern den Geldadel zur Kasse bitten! Und zu letzterem gehörst weder du noch ich!

    • Wenn Bürger erbost sind kommt das denken zu kurz, ob HG tatsächlich ein Finanzmarktspezialist ist lässt sich nach dem Lesen des Artikels bezweifeln, ebenso die Kompetenz des erbosten Wutbürger der scheinbar schon bei Sigg in die Wohnstube und Kühlschrank geschaut hat. Der Kapitalismus blüht in nie dagewesener Form und der Erboste befürchtet den Untergang des Kapitalismus. Befürchtet im Geheimen auch HG, darum bezeichner er wieder besseres Wissen eine Mikrosteuer als schwierig umsetzbar!

    • @Erboster Bürger:
      Es würde Ihnen und vielen anderen Stimmbürgern, die das Teile-und-herrsche-Spiel noch immer nicht durchschaut haben, gut tun, davon endlich Abstand zu nehmen…!

      Wir leben bereits in einem sozialistischen Staat, in dem bspw. die Allgemeinheit gezwungen wird, via Zinstranfers die Vermögen der Superreichen zu subventionieren! Eine Mikrosteuer wäre in-etwa das Gegenteil davon, also weder links noch rechts, sondern einfach etwas gerechter!!!

      Wer aus Angst und Vorurteilen heraus argumentiert, kann nicht klar denken!!!

  25. Es ist ja nichts neues, dass pensionierte Frustbeamte, im Genuss ihrer Rente (welche wir ihnen auch noch bezahlen dürfen) weltweit versuchen, ihre im Amt nicht erkannte Genialität umzusetzen, jedoch IMMER zu Lasten Dritter …

    • Zulasten Dritter? Es geht zulasten des Geldadels und es soll eine Umverteilung von oben nach unten geben. Und das befürworte ich vollends. Weder du noch ich gehören zum Geldadel. Und wir werden es auch nie gehören. Selbst wenn wir eine Million oder mehr angespart haben, wir gehören nicht zu denen oben! Also müssen wir uns auch nicht für deren ungerechtfertigten Interessen einsetzen!

    • Auf jedes Produkt das ich legal erwerbe bezahle ich Steuern, warum nicht auch auf Finanztransaktionen? Hat ja auch mit Verkauf und Kauf zu tun!

  26. Mikrosteuer:

    ein weltfremdes Konstrukt. Da vergriffen sich mediengeile Finanzdilettanten am Thema.

    Denn wer nur ein Quäntchen Bank- und Finanzerfahrung hat, weiss, dass die Umsetzung dieses ungereiften KOnzepts nicht funktionieren kann.

    Schliesslich an die Adresse der „Architekten“: politischer Bekanntheitsgrad ist keine Gewähr für Kompetenz!

    • Blödsinn! Es kann sehr wohl funktionieren! FATCA und CRS zeigen, dass Payments (damit sind nicht „Zahlungen“ im umgangssprachlichen Sinne gemeint) sehr wohl erfasst werden können! Und das ganze hat auch nichts mit „Banking“ oder dergleichen zu tun!

    • @Nationalöhkonohm:
      Kann schon funktionieren, aber nur in Bennyland, wo lauter Träumer, ideologisch verbrämte Linke und viele dumme Schafe leben, die allesamt glauben, was ein pensionierter BR-Sprecher und ein paar Typen in der Tradition von L. Ron Hubbard von sich geben.
      Ausserdem: was FATCA mit Payments zu tun hat, bleibt Fuchsis Geheimnis.

  27. Auch ein Clearing System muss sich den Regeln anpassen. Und Clearing System muss auch jede einzelne Transaktion auswerten um am Ende von Tag den Gesamtbetrag zu ermitteln. Sehe nicht ein was dabei so schwierig sein sollte beim zusammenzählen von einzelnen Transaktionen noch den Microsteuer Betrag zu ermitteln….Spricht von jeder Transaction den Promille abzuziehen und summieren…

    • Genau. Im Ansatz korrekt. Jede Transaktion wird einzeln besteuert. Punkt. Aus. Wobei, wie bereits erwähnt, es noch zu definieren gilt was genau besteuer werden soll. Sicherlich keine „Alltagszahlungen“.

    • Übrigens man kann auch gleich fix 0,3 Rappen pro Transaktionen für den Microsteuer abziehen. Bei 40’000 Milliarden Transaktionen kommt man auch auf etwa 180 Milliarden. Niemand kann dann behaupten die Microsteuer Berechnungen wäre zu aufwändig und würde die System zu stark belasten….

  28. Lieber Herr Geiger: Solche technischen Einwände sind nicht nur schwer verständlich wie Sie einräumen, sie sprechen auch nicht prinzipiell gegen eine Mikrosteuer (wie das Wort „unmöglich“ im Titel suggeriert), sondern nur dafür, die praktische Umsetzung gut durchzudenken. Ich habe da volles Vertrauen in unseren legislativen Prozess, der die Chancen wohl nutzen und die Gefahren möglichst umschiffen wird. Schon Keynes hat in „Animal Spirits“ erkannt, dass die Senkung der Transaktionskosten die Spekulation und damit Fehlallokationen im Markt fördert. Mit der Digitalisierung tendieren die Transaktionskosten gegen Null, was die Märkte immer unstabiler macht. Eine Transaktionssteuer kann dem entgegenwirken und sicherstellen, dass die Märkte wieder besser funktionieren, so wie das früher der Fall war. Sie ist also im Sinne einer gut funktionierenden Wirtschaft.

    • Vertrauen in die Legislative ist wohl fehl am Platz! Die Legislative ist einerseits unwissend und andrerseits werden die wissenden Maulwürfe alles daran setzen um Schlupflöcher in die gesetzlichen Grundlagen zu pflanzen. Hast du schon mal was vom Deep State gehört?

  29. Ist doch viel schlimmer: Die Mikrosteuer trifft ja gar nicht die anvisierten spekulativen Transaktionen.
    Im Devisenmarkt wird ein grosser Teil der Transaktionen dank dem Continuous Linked Settlement CLS in den einzelnen Währung auf Nettobasis erfüllt. Der Schweizer Zahlungsverkehr sieht damit noch rund 2 bis 5 % des Gesamtvolumens.
    Im Aktienhandel werden die Geschäfte über eine zentrale Gegenpartei abgewickelt. Wieder: Der Zahlungsverkehr sieht nur die Nettobeträge. Was bleibt, sind dann eben zu einem erheblichen Teil reale Geschäfte – Lohnzahlungen, Lieferantenzahlungen usw.
    Das ganze erinnert an die Zeit, als die Schweiz eine Warenumsatzsteuer kannte. Diese musste schliesslich von einer modernen Warenumsatzsteuer abgelöst werden, um die Doppelbesteuerung realer Wirtschaftsleistungen und die nicht-Besteuerung anderer Wirtschaftsleistungen zu verhindern.
    Den Umsatz im Zahlungsverkehr zu besteuern würde einen Rückfall in solche lückenhaften und mehrfachen Besteuerungen bedeuten.

    • Nein, nein, nein… Wie schon erwähnt: es müssen die korrekten „Zahlungen“ besteuert werden. Sicherlich nicht Lohnzahlungen etc. Und nochmals: es darf nicht auf netto/brutto etc abgestützt werden. Als Beispiel für eine „Zahlung“ der bezahlte Betrag für den Kauf oder Verkauf einer Wertschriftenposition wird als Besteuerungsgrundlage genommen. Puntk, aus! Das lässt sich gesetzlich so verankern!

  30. Lieber Kollege Hans, ich verstehe nicht, warum das so einfach zu umgehen sein soll. Brutto oder netto spielt hier wohl keine Rolle. Jede Zahlung unterliegt einer Steuer. Punkt.

  31. Mir ist bewusst, dass es nicht dem Thema dient: Sie erwähnen die Zahlungssysteme SIC (Swiss Interbank Clearing) und CLS (Continuous Linked Settlement System). Können Sie bitte in diesem Zusammenhang genau beschreiben wie die SNB Devisen über die Schweizer Banken kauft?

    Zitat: „Zudem verfügt SIC über eine Verbindung mit Continuous Linked Settlement (CLS), ein System zur Abwicklung von Devisengeschäften. Die CLS Bank, über deren
    Konten die CLS-Teilnehmer Devisengeschäfte in 18 Währungen abwickeln können, ist Teilnehmer des SIC Systems. Die CLS Teilnehmer können daher über SIC ihre Schweizerfranken-Konten bei der CLS Bank alimentieren, wo diese Liquidität zur Zug-um-Zug Abwicklung von Devisengeschäften verwendet wird.“
    Quelle: https://www.snb.ch/de/mmr/reference/sic_system/source/sic_system.de.pdf

    • Genau aufgrund solcher Überlegungen müssen die gesetzlichen Grundlagen so konzipiert werden, dass keine Schlupflöcher möglich sind. Die Steuern dürfen nicht an ein System, an Brutto/Netto oder solchen Unsinn geknüpft werden.

      Auch: es muss genau definiert werden auf was Steuern anfallen sollen. Mit „Zahlungen“ sind sicherlich nicht die „Zahlungen“ im umgangssprachlichen Sinne gemeint, also die Bezahlung für Waren im Supermarkt, bei Einzahlungen am Schalter/Onlinebanking von Rechnungen etc. Mit „Zahlungen“ müssen „Payments“ im Sinne der Tax Compliance gemeint sein, also „Eträge“ und durchaus auch Zahlungsströme, welche „ohne wirtschaftlichen Sinn“ erfolgen. Gerade letzteres ist nicht einfach zu definieren, kann aber sehr wohl gemacht werden! Alles andere sind faule Ausreden!

  32. Diese Mikrosteuer ist auf dem Mist von völlig weltfremden Beamten-Dreamern und überbezahlten Professoren gewachsen, die glauben das Ei des Kolumbus entdeckt zu haben.
    Was ist überhaupt gemeint mit dem Ausdruck „Casino-Kapitalismus“? Sind wir schon so verblödet, dass solche Jean-Ziegler Reizwörter inzwischen allgemeines Gedankengut geworden sind? Und Spekulation ist übrigens gut, denn damit gibt es bessere Preise.
    Und warum sollen denn gerade Zahlungsverkehrstransaktionen besteuert werden? Warum nicht Fusspilzbefall oder die Haarlänge?
    Erstaunlich dass so einem Schwachsinn so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

    • Deine Aussagen kommen mir völlig naiv vor. Wie ein Erstsemesterstudent der Uni St. Gallen, der noch an die gute heile Welt der „freien Marktwirtschaft“ glaubt! Wir alle wissen, das mit Casino Kaputalismus gemeint ist. Zwecks regulatorischer Grundlagen kann dieser Begriff selbstverständlich nicht so benutzt werden. Ich selbst bin hochbürgerlich aber ich erkannte mit der Zeit, dass unser jetzige System der Mittelschicht nicht guttut. Die „freie Marktwirtschaft“ dient momentan lediglich dazu, die Vermögensverteilung von unten nach oben zu ermöglichen. Und zwar in einem Ausmass, das nicht mehr gut ist für uns. Die Schweiz – lange Zeit das Land mit dem augewogensten und höchten Wohlstand für die Mittelschicht – ist der grosse Verlierer in der globalisierten Welt. Wir Schweizer müssen aufwachen und radikal gegen das jetzige System reagieren. Ich kenne viele gut ausgebildete und tüchtige Leute ab 45, die keinen oder keinen adäquaten Job mehr finden. Und keine, aber auch gar keine der Parteien (ausser der EDU) vertreten die Interessen der Mittelschicht! Ich kann nur eins sagen: ich bin froh, dass ich bereist pensioniert bin und hoffe, dass meine Rente noch bis zum Ende meiner Tage reicht!

    • Sie sind also EDU-Wähler, gehen Sie doch in den Iran, dort sind Gottesparteien noch wichtiger als hier. Hochbürgerlich pah.
      Was genau ist jetzt Casinokapitalismus? Im Vergleich zur nicht mal vorhandenen Bilanz eines Staates agiert jede Bank mustergültig. Naiv sind Sie, der immer noch die Märchen von Keynes glaubt!