Online-Trader Saxo und Generali reden über Verkauf

Italien-Versicherer will ins Schweizer Private-Banking. Es laufen Gespräche mit der Saxo über den Kauf deren Schweizer Bank.

Die Generali ist ein fester Bestandteil des hiesigen Versicherungsmarkts. In Italien hat die Gruppe auch ein Banking.

Dieses will sie nun ausbreiten. Die Gruppe prüft den Einstieg in den Schweizer Privatbanken-Markt. Dazu führen die Italiener Kaufgespräche.

Und zwar mit der dänischen Online-Trading-Bank Saxo. Diese ist in Kopenhagen zuhause und betreibt eine Schweizer Tochter mit voller Bankenlizenz.

Um diese gehts. Die Saxo Schweiz soll bei der Generali landen. Sie würde zur neuen Generali Privatbank in der Alpenrepublik.

Bei der Generali Schweiz hiess es, man würde Gerüchte nicht kommentieren. Bei der Saxo reagierte man nicht auf die Frage, ob Gespräche mit der Generali-Gruppe liefen.

Hingegen ging ein Sprecher der Dänen-Gruppe auf das laufende Abbau-Programm ein.

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„Saxo Bank Group announced end of November a group-wide reduction in headcount affecting 70 out of more than 2100 employees globally. The program marks a further step in the digitalisation of business processes globally, which will enable the bank to improve the client experience.“

Bezogen auf die Schweizer Tochter meinte er: „At Saxo Bank (Switzerland) Ltd. a single digit number of employees in Zurich and Geneva were affected. The bank supports the employees affected with accompanying measures.“

Die Saxo Schweiz sei wichtiger Teil der Gruppen-Strategie.

„Switzerland is and will remain a key market for Saxo Bank. Business in Switzerland is developing well and the Group sees further growth potential. Saxo Bank will of course continue to operate in Switzerland with an independent subsidiary with a banking license and will serve customers locally.“

Eine Quelle sagt, die Belegschaft der Saxo Schweiz würde weit dramatischer reduziert. Zudem sei ein hoher Rechtsmann nicht mehr an Bord. Der Saxo-Sprecher sagt, die Position des Rechtschefs sei besetzt.

Bedeuten die Beteuerungen, dass Saxo ihre Schweizer Bank nicht verkauft? Die Gerüchte besagen Anderes. Die Gespräche zwischen Saxo und Generali seien schon weit fortgeschritten, meinen mehrere Quelle.

Kommentare

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  1. Ich habe die Saxobank Schweiz als Saftladen kennengelernt.

    Wobei das noch geschmeichelt ist wenn man an den Dilletantismus denkt, den ich dort erlebt habe.

    SAXO dürfte der Generali kein Glück bringen.

    – außer, sie entlassen die alten Leute, kaufen die nicht mit
    – wollen nur die Banklizenz
    – und zahlen dafür nicht zuviel

  2. Bis 2014 war Generali Besitzerin der BSI mit der fusionierten
    Banca del Gottardo und Banca Unione di Credito.
    2014 verkaufte Generali die BSI an PTG Pactual Brasilien, weil sich Generali auf das Versicherungsgeschäft konzentrieren wollte.

    Es ist wenig glaubhaft, dass Generali wieder ins Schweizer Banking
    einsteigen will.

  3. Bestätigt ist, die Dänen haben in der Schweiz sowas von kläglich versagt, dass ich ihr Schweigen verstehe.

    Kein vernünftiger Mensch hat bei der Bank ein Tradingkonto und das ist schon lange so. Miserabler Kundenservice aber das hat mit dem Verkaufschef in Kopenhagen zu tun.

    Der selbstgefällige kleine Mann, gut genährt und arroganter wie kein zweiter, hat die armen Eidgenossen nur zum Sales getrieben. Verkauft oder ihr werdet bei uns nicht überleben.

    Die am schlechtesten geführte Bank Europas würde ich mal behaupten.

    • Hand auf’s Herz: die Zeiten, wo SAXO noch ein gutes Haus war, sind nun echt vorbei. Bis 2010 lief es noch ganz ordentlich, aber dann m.E. zuviele „Fremde“, also nicht lokale Angestellte, also Deutsche, Dänen und gemischt Andere, welche sich mit einem Eintrag „habe in der Schweiz gearbeitet“ den CV aufpeppen wollten. 2010- heute wohl gefühlte 3-4x das ganze Personal umgekrempelt. Und viele hier wissen es: ist mal zB ein Deutscher drin, kommt dort kein Schweizer mehr zum Zug… Schade, SAXO war mal echt, echt gut. (Und ja, ich war mal dort)