E-Banking der ZKB fällt aus – immer öfters

Online-Dienste der Zürcher Staatsbank machten Anfang 2020 schlapp. Die Probleme häufen sich: Auch 2019 viele Ausfälle.

Die ZKB ist schlecht in ihr Jubiläumsjahr 2020 gestartet. Die mit Abstand grösste und wichtigste Kantonalbank des Landes wird heuer 150. Mit ihrem Seilbahnprojekt über den See hängt sie in den Seilen.

Nun fällt auch noch der Computer aus. Am Dienstag und gestern funktionierte zwischenzeitlich das Online-Banking der ZKB nicht, wie Kunden berichteten.

Ein Sprecher bestätigte gestern Abend auf Anfrage die Störungen. Er sprach von „kurzzeitigen Unterbrüchen“, die „Einschränkungen“ seien „zwischenzeitlich wieder behoben“.

Die Bank entschuldige sich „bei unseren Kunden für die Umstände“.

Die Störungen des Online-Banking der Zürcher Staatsbank häufen sich. Letztes Jahr kam es im Frühling zu einem Grossausfall.

Im Herbst ging dann so lange nichts mehr im ZKB E-Banking, dass die populären Medien darüber berichteten, so wie 20 Minuten.

Zu den Gründen hält sich die Bank wie immer bedeckt. Ihr Sprecher wollte gestern nicht auf eine entsprechende Frage eingehen.

Die ZKB ist nicht allein mit Problemen rund um technische Unbill. Die hochgelobte Swissquote, eine im digitalen Zeitalter grossgewordene Börsenbank, führte kürzlich ein neues Login-Verfahren ein.

Danach konnten sich die Kunden nicht mehr richtig anmelden. „Wir mussten das neue Verfahren zurückstellen, weil wir Leistungsprobleme hatten“, meinte Chef Marc Bürki.

„Die Kunden mussten zu lange warten, um sich einloggen zu können.“ Die Swissquote entschied sich laut ihrem Chef, einen neuen Versuch erst nach den Festtagen zu wagen.

Kommentare

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  1. ging jetzt wieder zweimal nicht – was vor allem dilettantisch ist – keine Anzeige dass es derzeit nicht funktioniert – mittlerweile hat man sich an Meldung „es ist ein Fehler aufgetreten“ ohne irgendeine Angabe gewohnt. wäre wenigstens klar das kein Tan kommt weil die IT es nicht schicken will/ kann und es nicht wo anders hingeht.

  2. Die Aussage, dass es immer öfter nicht funktioniert stimmt einfach nicht.Ich gehe jeden Tag schnell aufs Konto und komme immer rein.

  3. Ich habe seit Jahrzehnten ein ZKB-Konto und kann mich an kein Problem erinnern.

    Möglich, dass ich etwas vergessen habe.

    Wartungsarbeiten kommen vor, ist aber doch ok.

    Von wem allerdings die vielen Hackerangriffe auf grosse und kleine Firmen sind, würde ich doch gerne einmal wissen.

  4. Die treuen Kunden werden massiv gebeutelte. Bedenklich ist auch, dass man nicht zu seinen Fehlern stehen kann und hahnebeugende Ausreden verbreitet. Letztlich ist wieder der Kunde der Dumme und muss für alles herhalten.

  5. Einfach noch mehr outsourcen. Bei der SwissLife fallen die Systeme noch öfters aus. Nur berichtet niemand darüber!

    • Immer wieder erstaunlich, dasses keine Konsequenzen nach sich zieht.
      Wersager en masse in der Chefetage und entlassen werden die ü50!

  6. Solche Probleme hat die SwissLife andauernd seit sie laufend ü50 entlassen und ihre Systeme an Inventx ausgelagert haben. Wir Mitarbeiter schütteln nur noch den Kopf. Noch vor der IT steht allerdings das HR welches die Unfähigsten bei der SwissLife sind.

  7. Kein Wunder: fast jede Schweizer Bank hat ihr eigenes IT-Flickwerk. Statt ein schon seit Jahrzehnten notwendiges 2 bis 3 schweizweite Bankensysteme (vor allem EINES um all die Kantonalbanken zu bedienen) wird ueberall gebastelt – obwohl der Schweizer Markt viel zu klein ist um die teuren Systeme zu skalieren- somit bringt man die horrenden Kosten auch nicht runter….

  8. Das grösste Problem ist – wie bei allen Schweizer Firmen – die absolut provinzielle Kommunikation mit den Kunden und der Offentlichkeit.
    Alle haben sie Konti bei sozialen Medien, Websites und Mailingliste, nutzen diese aber lediglich für Werbung und nicht für pro-aktive Kommunikation bei Störungen.
    Diletanten – Überall.

  9. Die Kern- und Umsysteme der Banken wurden in den letzten 15 Jahren als direkte Folge des Outsourcing immer instabiler und komplexer. Mangelhaftes Anforderungsmanagement, Entwicklung und Testing wurden allseits akzeptiert. Die Applikationen wurden mehr und mehr verbaut sowie durch fancy front- ends noch komplexer und instabiler. Diese gravierenden Probleme wurden nie an den Wurzeln angepackt und konsequent beseitigt. Stattdessen sucht man sein Heil nun in sog. agilen Methoden. Eine Methode hat jedoch noch nie ein Problem gelöst, sondern nur professionelle und erfahrene Experten. Zu allem Übel wird durch die Verwendung von agilen Methoden die Komplexität und Hilflosigkeit nochmals gesteigert.

    • Richtig. Aber es ist eben cool wenn man einem Agike-Kurs belegt hat und danach das Wursteln noch schlimmer wird durch dummen Aktionismzs in den Chefetagen. Siehe SwissLife!

  10. Ja das sind dann die Resultate, wenn das Software-Testmanagement mit schlechten Testresultaten und produktionsverhindernden Software-Mankos von der oberen Etage zwecks Einführung des Schrotts übersteuert wird, damit Termintreue und Budgeteinhaltung keine schlechten Schatten werfen. Leidtragend sind dann die Kunden und der Softwarebetrieb ! Passt irgendwie zum „Kanton“.

  11. Bravo Aargau: Es war eine überraschende Medienmitteilung,
    die gestern in die Redaktionsstuben
    platzte: Die grossrätliche Kommission
    für Volkswirtschaft und Abgaben
    (VWA) beantragt mit knapper Mehrheit,
    die Aargauische Kantonalbank (AKB) in
    eine Aktiengesellschaft umzuwandeln
    und die Staatsgarantie abzuschaffen.

    • Genau, darum geht es allen Kantonalbanken die die Staatsgarantie abgeschafft haben besser … Mal schauen was für Heuschrecken diesmal die grossen Gewinne wittern. Die Schulden und verbrannte Erde kann man wie üblich und wohl noch einfacher dem Staat überlassen.

      Zuerst muss das Gehalt der Teppichetage vervierfacht werden. Am Schluss hat man eh wieder Staatsgarantie. Wie die CS und UBS ja auch.

    • Den Kantonalbanken ohne Staatsgarantie sind echte Banken. Das andere sind Beamte!!

      Geldgierige Politiker und Beamte wollen daran festhalten, da sie damit ohne etwas zu tun viel Geld verdienen als Bankrat etc.

  12. Die Raiffeisen scheint momentan so ziemlich die beste IT-Infrastruktur zu haben.

    Hat mir ein Experte erklärt, der für die Banken in der Schweiz die ganzen Implementierungen macht.

    ZKB ist ein langweiliger Beamtenladen und würde niemals zu der Bank gehen.

    • vielleicht die beste infrastruktur, dafür in sachen moral und ehtkik ganz weit hinten, für mich immer noch die bank mit der schmutzigsten beratung in sachen steueroptimierung

    • Der Silberschmidt war ja auch angestellt und hat nie gearbeitet, nur Politik gemacht. Mit solchem Personal erstaunt mich nichts mehr.

    • @ab und zu: Steueroptimierung? Sie wissen, dass sich Raiffeisen in allen Schwarzgeld-Kapriolen nichts zu Schulden lassen kommen hat. Nicht bei den Amerikanern, nicht bei den Deutschen, Österreichern oder Italienern – nirgends. Noch nie eine Busse bezahlt für irgendwelche Geschichten in diese Richtung!

  13. Zusätzlich wird das ZKB e-banking regelmässig an ganzen Wochenenden wegen „Wartungsarbeiten“ vom Netz genommen. Mühsam.

    • @dexter, im 2019 kam das 2x vor?? weiss jetzt nicht genau wie oft es bei ihnen so war…

  14. Jubiläum 2020 – 150 Jahre Zürcher Kantonalbank:

    Die Seilbahn über den See steht vor dem Aus, die Gemeinden kassieren die Sonderdividenden, realisieren aber kaum kreative Ideen.

    Dauerbespassung mit dem ZKB-Erlebnisgarten auf der Landiwiese zulasten des lokalen Gewerbes.

    Und die ZKB zum Lustlosprojekt? «Wir würden nichts anders machen. Fehler seien keine gemacht worden.»

    Umgang Fehlerkultur 2020 – Fehlanzeige.

    • Eine Freundin erzählte mir vor gut einem Jahr: „Wenige Wochen nach dem ZKB-Stellenantritt sagte der Vorgesetzte, sie sind hier zum arbeiten, das Denken überlassen sie anderen.

  15. Dasjenige der UBS läuft heute auch nicht – ZKB ist somit in bester Gesellschaft.
    Die Kundschaft ist den Tücken der Technik völlig hilflos ausgeliefert. Die Pannenanfälligkeit der Bankensysteme gibt schon zu Bedenken Anlass.

  16. ZKB geht ohne Staatsgarantie unter, darum klammern sich so viele Politiker und Zürcher daran. Sie wissen, dass die ZKB ohne Staatsgarantie auf dem Markt keine Chance hat.

    Der Kanton erhält als Aktionär ja weiterhin Dividenden, hätte aber das Risikos der Haftung weg!

    • Sehr spannende Aussage, worauf begründen Sie diese? Können Sie uns erläutern, weshalb die ZKB ohne die Staatsgarantie untergehen würde? Von S&P z.B. erhält die ZKB ein Standalone Rating von aa-, womit sie immer noch zu den sichersten Banken der Welt gehören würde…

    • @zwegat, ok boomer, woher dieses wissen.. na ja die zkb – ich glaube die grösste im hypogeschäft – also von untergangsszenarien a la titanic – wie von ihnen heraufbeschworen – weit entfernt. aber klar in unseren zeiten kann man mit worstcaseszenarien ein paar likes generieren.

    • @Sandro

      Woher weiss Sandro welches Rating die ZKB o h n e Staatsgarantie erhalten würde?

    • Worauf diese Aussage basiert? Nehmen Sie die Reaktionen der ZKB, wenn über die Abschaffung der veralteten und marktverzerrenden Staatsgarantie gesprochen wird. Die Staatsbänker machen sich dann fast in die Hosen. Warum wohl? Weil es dann nicht mehr so einfach ist wie heute, neue Geschäfte an Land zu ziehen. Die ZKB wäre ja viel freier ohne Staatsgarantie, warum will sie diese denn nicht abschaffen?!? Genau darum, weil sie ohne Garantie lebensunfähig sind!

    • @ Peter V. Brunner: uiuiui, diese streng geheime Info steht auf der Homepage…

      @ Peter Zwegat: Können Sie mir bitte eine solche Aussage zeigen? Steht die irgendwo? Gibt es dazu etwas? Auch wenn ich diesen Ausdruck nicht mag, aber Sie verbreiten hier reine Fake-News! Die ZKB kommentiert schon lange, dass sie, mit oder ohne Staatsgarantie, eine der sichersten Banken sei. Ausserdem finden Sie auf keiner aktuellen Werbung, Prospekt oder sonstigen Publikation noch irgend ein Hinweis auf die Staatsgarantie…

  17. Lieber Herr Hässig
    Bei Postfinance ist eBanking tagelang ausgefallen und Sie schreiben aufgrund kurzer Ausfälle einen Artikel?
    Offenbar ist auch in Ihrem Medium das Januar-Loch eingetreten.

  18. Schwierigkeiten geben den Dingen einen größeren Wert.

    Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

  19. Scholl und seine Entourage muss weg. Söi Häfeli, Soi Deckeli geht im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr. Schon gar nicht, wenn es sich um einen Staatsbetrieb handelt. Viele gute Angestellte arbeiten für die ZKB, aber diese tragisch-komische Führung gehört asap ausgetauscht.

    • Bin wahrlich kein ZKB-Fan aber für solche pauschale Kommentare habe ich kein Verständnis. @MVM: wenn schon, dann bitte etwas konkreter! Gruss