SNB-Jordan schenkt Politik frische Milliarden

Notenbank-Chefs wehrten sich gegen Zusatz-Ausschüttung. Doch bei 88 Milliarden Bilanzgewinn geht das nicht mehr.

Thomas Jordan und seine Kollegen im Direktorium der Schweizerischen Nationalbank wissen nicht mehr, wohin mit dem vielen Gewinn.

Allein im zurückliegenden 2019 machten sie ein Plus von 49 Milliarden Franken. Der gigantische Profit führt zusammen mit dem Gewinn von früher zu einem Bilanzgewinn von 88 Milliarden.

Die SNB – sie platzt. Vor Gewinn. Das weckt Begehrlichkeiten. Die einen rufen nach einem Staatsfonds, die anderen nach einem Zustupf für die AHV.

SNB-Chef Jordan wehrte sich bisher vehement gegen mehr Milliarden für Bund und Kantone, sprich für Herr und Frau Steuerzahler. Aus Giga-Gewinnen könnten Giga-Verluste werden – über Nacht.

Nun vollzieht Jordan, der Herr über den Schweizer Franken, eine 180-Grad-Volte.

Jordan gibt nach: Mehr Milliarden für Bürger (SNB)

Man könne „in begrenztem Ausmass und nach den gewohnten Prinzipien (etwas) über die vereinbarten Beträge hinaus“ ausschütten, schreibt die SNB heute früh.

Die Notenbank werde dazu mit Bern das Gespräch aufnehmen, um zu schauen, wie viele Zusatz-Milliarden aus den SNB-Gewinnen der Jahre 2019 und 2020 Bund und Kantonen geschenkt werden könnten.

Was nach toller Leistung und helvetischem Eldorado klingt, ist in Tat und Wahrheit ein Krisensignal. Die SNB beginnt, Gewinne zu verteilen, die sie nur auf Papier machte – und auch nur, weil sie selbst die Kurse in die Höhe treibt.

So ist die Nationalbank eine der grössten Käuferinnen von US-Aktien. Die SNB kauft und kauft Apple, Facebook & Co., als ob es kein Morgen gäbe.

Gigantisch: 2,8 Milliarden USD Gewinn in 100 Tagen (SEC, IP)

Allein mit Apple-Aktien verdiente die SNB ein Vermögen. Die Schweizer Zentralbank zählt inzwischen zu den grössten Aktionären der erfolgreichen Computerfirma.

Um was für Summen es geht, zeigt die Auflistung ein paar ausgewählter US-Aktien aus dem Technologiebereich. Diese Zahlen muss die SNB vierteljährlich der amerikanischen Börsenaufsicht melden.

Die letzte Offenlegung geschah per 30. September 2019. Seither hat die SNB mit Apple-Aktien 1,2 Milliarden Dollar verdient.

Zusammen mit Aktien von Microsoft, Google und weiteren kommt die Notenbank auf ein Plus von 2,8 Milliarden Dollar – in nur 100 Tagen.

Dahinter steckt die Euphorie an den Börsen. Diese ist getrieben durch die Minuszinsen, welche den Aktien Schub verleihen, und durch die Käufe der grossen Investoren.

Also die SNB. Sie führte vor 5 Jahren Minuszinsen ein und sorgte damit für ein Feuerwerk an den Aktienbörsen.

Und sie entschied sich, immer mehr der vielen Milliarden Frischgelder, die sie ins System pumpt, selber in Aktien zu investieren.

Bis zum Platzen: SNB-Bilanz (SNB, IP)

Insgesamt hat die SNB rund 20 Prozent ihrer Bilanz von über 850 Milliarden Franken in Aktien. Damit hat sie bisher ein Heidengeld verdient.

Die Frage ist, ob die SNB diese Gewinne je realisieren kann. Wenn Jordan beginnt, Apple im grossen Stil zu verkaufen, dann sinkt der Wert der Firma an der Börse.

Damit würde Jordan direkt die Bilanz seiner SNB kaputt schiessen. Kommt hinzu, dass er die USA gegen sich aufbringen würde.

Es scheint nämlich, dass Jordan zu einem Gehilfen der US-Notenbank FED geworden ist. Das FED will stabile, steigende Börsenkurse, so wie der US-Präsident.

Damit das gelingt, braucht es Investoren, die im grossen Stil ständig dazu kaufen. So wie die SNB mit Thomas Jordan.

Die gigantischen Gewinne, die Jordan jetzt erstmals auf Druck der Politik den Bürgern ausschüttet, fussen demnach auf Kursgewinnen, die der Schweizer Notenbankchef selbst generiert: durch seine anhaltenden Riesenkäufe mit aus dem Computer gezauberten Milliarden.

Kommentare

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  1. Es passiert gar nichts mit der Apple Aktie, wenn die SNB verkauft. Sie besitzt gerade mal 0.35% an Apple. Wie auch bei den meisten anderen Investments liegt man klar unter der 0.5% Marke.

    Die Idee eines Staatsfonds finde ich aber gut. Norwegen, Saudi Arabien haben Öl, wir haben unsere Stabilität, die die ganze Welt will. Warum dies nicht vergolden lassen.

  2. Bern soll mehr Geld erhalten…. man kann es auch Bestechung nennen!! Mehr Geld gegen „wegsehen“, was die SNB im Kämmerlein so treibt …

  3. Achtung! Die Kantone gewöhnen sich schnell an den SNB-Geldsegen des geraubten Geldes. Die Politik hat keinerlei Anspruch auf dieses Geld. Es sollte denen zurückgegeben werden, denen es vorgängig (per Gesetz) entwendet wurde.

  4. Ürigens…..

    Zitat LH :
    Die gigantischen Gewinne, die Jordan jetzt erstmals auf Druck der Politik den Bürgern ausschüttet, fussen demnach auf Kursgewinnen, die der Schweizer Notenbankchef selbst generiert: durch seine anhaltenden Riesenkäufe mit aus dem Computer gezauberten Milliarden.

    ————————————–

    Herr Hässig…… aus dem PC gezaubert hat er die Milliarden zum Devisenkauf ja eben nicht, sondern die Gelder der Banken bei ihm ausgegeben… die sogenannten Sichtguthaben.

    Und uns Bürgern kommt das alles eh nicht wirklich zugute.
    Damit werden die Dummköpfe in Bern lieber einem Phantom namens Klimaerwärmung nachjagen.
    Dort machen die Linksgrünen zusammen mit der FDP ein Fass ohne Boden auf, nein Falsch….. einen Tanklagertank ohne Boden.

    Wollen wir hoffen ein Crash kommt wirklich bald, denn nur der kann eine Remedur bewirken, den Klimawahnsinn beenden und unsere schöne Natur vor den Sozis retten.

  5. Erschreckend wie wenig Ahnung die Politik und auch die Bevölkerung vom Geldsystem hat. Die Rolle der Nationalbank wird irgendwie auf die eines „gewöhnlichen“ Unternehmens reduziert. Dabei gilt es immer im Hinterkopf zu behalten: Wenn die SNB Gewinne ausschüttet, dann erhöht sie damit die Geldmenge. Solange die Gewinne im EK thesauriert werden, sind sie geldpolitisch steril. Mit einer Ausschüttung gelangen sie aber in den Wirtschaftskreislauf (buchhalterisch wird einfach aus Eigenkapital Fremdkapital – der entscheidende Schritt wie es in den Kreislauf gelangt). Wollen wir das wirklich? Damit wird das Problem der hyperexpansiven Geldpolitik nur weiter akzentuiert (und langfristig der Zins damit noch weiter künstlich nach unten gedrückt). So die AHV „sanieren“ zu wollen ist doch wirklich sonderbar…

  6. Leider badet die SNB auch die völlig verfehlte Fiskalpolitik des Bundes aus. Wir Steuerzahler sind nur noch Manipuliermasse einer aus dem Ruder gelaufenen Ignoranz der Bundesämter. Ich bezeichne die fehlende Dossiersicherheit des Bundesrats sowie die Überheblichkeit der diversen Bundesämter als Gefährdung der inneren Sicherheit; da brauchen wir tausende von Polizisten und die Armee für den unwillkommenen Besuch von Trump?!

  7. Und warum genau können wir uns das bedingungslose Grundeinkommen noch immer nicht leisten? Die Gegenargumente waren schon immer nur und rein ideologisch!

    • Hammer: Blödsinn von wegen ideologisch. Das BGE Konzept hatte schon bei der Abstimmung eine Finanzierunglücke von rund 40 Mrd pro Jahr. Der wäre auch mit dem SNB Gewinn ziemlich schnell verbrätelt gewesen.

  8. Wenn man sich obige Statistik anschaut, dann ist die Bilanzsumme der SNB in den letzten beiden Jahren gar nicht oder nur kaum gestiegen. Wenn sie darin ihre Wertpapiere zu Marktkursen und nicht zu Anschaffungskursen bilanziert hat, muss sie in erheblichem Maße Gewinne realisiert haben. Eigentlich sollte die Bilanz wesentlich „dynamischer“ aussehen. Die These, dass sie durch ständige Neuinvestitionen ihre eigenen Gewinne in die Höhe treibt, ist nicht mit dieser Statistik verträglich, nicht einmal dann, wenn sie in guter alter Kaufmannsart ihre Anlagen zu Anschaffungskursen bilanzieren würde.

  9. „..Die gigantischen Gewinne, die Jordan jetzt erstmals auf Druck der Politik den Bürgern ausschüttet..“
    Obiger Satz ist falsch, unwahr und irreführend.

    Herr Jordan schüttet keinen „gigantischen Riesengewinn“ aus, schon gar nicht an „die Bürger“, sondern nur ganz kleiner Betrag, mickrig! Und zudem klaut Herr Jordan mich, viele Bürger, Pensionskassen und andere frech indem er seit Jahren von unseren Bankkonti einfach Geld abbucht für „seine“ NB, eine Frechheit! Man müsste sich auch mal fragen, W E R denn davon eigentlich profitiert von solchem Tun?? Der kleine Mann/Frau, Arbeiter oder die kleine noch vorhandene Mittelschicht jedenfalls nicht. Ja wer denn wohl ja?? Interessant (wäre!) dieser Frage mal nach zu gehen gell..
    Wäre tatsächlich viel besser er würde Teil dieser Aktien der AHV zur Verfügung stellen (nicht schenken) sodass diese jährlich ein paar Milliarden aus Tantiemen zusätzlich erhält. Unverständlich, dass ein einziger Mann, solo, so walten/schalten kann auch ohne nur pro Jahr einmal (!!) Rechenschaft ablegen zu müssen (wie in anderen Länder).
    H I E R muss sich was ändern und zwar SUBITO! Das NB-Gesetz muss endlich abgeändert werden. Politikern, BR, NR, StR seien wieder mal daran erinnert, dass sie gewählt und hier sind einzig (wären!) um das Wohl der Bevölkerung, der Schweizer zu bemühen.
    Ansonst wir nämlich sehr bald den Jordan runter treiben und ertrinken..

    • Werter Herr Egger, Sie fragen….“WER denn davon eigentlich profitiert von solchem Tun?“ Das ist m.E. einfach zu beantworten: wenn frisches Geld – wie hier neu gedrucktes Geld durch die Zentralbanken/unsere NB – in den Kreislauf kommt, profitieren diejenigen, die als Erste über dieses Geld verfügen können und das sind Besitzer/Erwerber von Vermögenswerten und verschuldete Staaten: die Preise von Aktien, Anleihen, Immobilien, Kunstgegenstände usw…, werden mit dem in grossen Mengen zur Verfügung stehenden billigen Geld in die Höhe getrieben und der Schuldendienst der Staaten verringert sich (siehe z.B. „schwarze Null“ in Deutschland). Ein wesentlicher Nebeneffekt dieser Situation ist auch, dass grosse Summen von unten nach oben verschoben werden, frei nach dem Motto…“wer da hat, dem wird gegeben“. Und in einem Interview machte Th. Jordan kürzlich zu den Negativ-Zinsen die Bemerkung: „Es wird viel gespart. Der Hauptgrund: Die Menschen leben länger, sie sparen viel mehr. Das lässt die Zinsen sinken.“ Dies Aussage ist m.E. eine unzulässige Schuldzuweisung an die Lebensumstände einfacher Menschen: nicht das Sparen für das Alter, ist der Grund für die Negativzinsen, sondern die exorbitante Verschuldung von Staaten, Firmen und gewisser Kreisen von Privatpersonen. Würden die Zinsen – die übrigens in der ganzen Geschichte des Geldes nie negativ waren – steigen, gingen Staaten, Firmen und viele Privatpersonen pleite. In Deutschland geht man davon aus, dass bei einem normalen Zinsniveau ca. 15% der Firmen heute pleite gehen würden. Nun trifft es mit den Negativzinsen auch alle kommerziellen Banken die von der Zinsmarge leben. Wie man sieht, beginnt es in diesem Bankensegment allmählich zu rumoren – auch in der Schweiz. Wie Sie sehen, gibt es also Gewinner und Verlierer in dieser momentanen planwirtschaftlichen Zinssituation.

    • Jens Egger und Peter Meier: Präzis, aber „Oben“ wird das nicht gehört. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Gauck, in welchem er auf die aktuellen Probleme in Deutschland antwortete: „Nicht die Eliten sind das Problem, sondern das Volk“. Ja, das hat der damalige Bundespräsident gesagt. Der heutige Bundespräsdent ist wohl zu geschickt, das nicht zu sagen, und der aktuelle Präsident des Bundestages denkt es und hat es umgesetzt.
      Schweiz: Wo sind die Finanzpolitiker, die hier opponieren würden? Inkompetenz? Ignoranz? Classe politique?

  10. Solange die SNB ihre Gewinne auf so abenteuerliche Weise macht, sollten ihre Ausschüttungen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Ihr Fremdwährungsinvestmentportfolio braucht nur um 10% an Wert zu verlieren und der gesamte Bilanzgewinn wäre weg. Und ein Wertverlust von 10%, als Kombination von Währungs- und Titelabwertungen, ist überhaupt kein extremes Szenario.

    • @Klaus Kastner

      Sind Ihrer M.n. Fremdwährungsinvestmentportfolio = Schulden oder Vermögen? Sind diese „Devisenanlagen“ in Tat und Wahrheit nicht zu über 90% mit Schulden finanziert worden?. Wem denn so ist; wäre das was seit Jahren von unsere „Heilige Kuh“ SNB suggeriert wird nichts anderes als eine Irreführung der Aktionäre und des Schweizer Volkes.

    • @ SNB Fan
      Das Fremdwährungsinvestmentportfolio der SNB sind selbstverständlich Vermögenswerte, die auf der Aktivseite der SNB Bilanz stehen. Wenn die SNB Fremdwährungsinvestitionswerte kauft, bezahlt sie diese mit CHF, die sie dem Konto der Verkäufers gutschreibt, d. h. das sind dessen Sichtguthaben bei der SNB. Sichtguthaben, die Dritte bei der SNB unterhalten, sind Verbindlichkeiten der SNB, d. h. Schulden. Kurz und gut: durch den Kauf von Fremdwährungsvermögenswerten erhöht die SNB ihre CHF Schulden (nicht ganz; derzeit sind etwa 10% dieser Vermögenswerte mit Eigenkapital finanziert).

      Per Ende November 2019 wies die SNB ein Eigenkapital von 179 MrdCHF aus. D. h. die ‚Heilige Kuh‘ ist das Nettovermögen der SNB, genau diese 179 MrdCHF und nicht das Bruttovermögen auf der Aktivseite. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass dieses Nettovermögen ganz rasch ganz deutlich sinken könnte, wenn es zu einer massiven Aufwertung des CHF und/oder Aktiencrash kommen sollte. Umgekehrt sollte man nicht verschweigen, dass diese 179 MrdCHF auch ganz deutlich weiter wachsen könnten. Sollte es zu keinem Börsencrash und zu keiner Aufwertung des CHF kommt, dann werden sie weiter wachsen. Theoretisch wäre es möglich, wenn dieser Trend weiter geht, dass die SNB eines Tages ihre gesamte Fremdwährungsinvestmentposition mit Eigenkapital finanziert (in etwa 10 Jahren).

  11. Die SNB-Gewinne gehören primär dem Schweizer Volk. Die SNB hat nur solche Währungsreserven, auf denen sie Gewinne erzielt, weil die Schweiz relativ zu anderen Länder eine viel höhere Produktivität aufweist. Sprich wir sind fleissig wie Bienen. Deshalb soll die SNB jeder hier wohnhaften Person, die auch Steuern bezahlt, 5000 Franken auszahlen. Bar und Steuerfrei.

    • Falsch: die Gewinne gehören den Aktionären was da sind mehrheitlich Bund und Kantone sowie Privataktionäre.
      Auch der Rest Ihres Beitrages ist äusserst sinnfrei.

  12. da werden ausgerechnet wieder jene bedient,
    die nichts für die überfälligen strukturwandel
    machen, im gegenteil.
    ausgerechnet die snb macht diesen job und
    unsere politiker produzieren lieber viel warme
    luft und greifen selber für sich und ihre wähler
    kräftig in die subventionskässeli.

  13. Diese Umverteilung vom durch Negativzinsen geschädigten Sparer in die öffentlichen Haushalte ist kriminell. Das zusätzliche Geld sollte zu Steuerreduktionen führen. Der Staat wird gemästet und kann seine Sparziele umgehen.

  14. Jordan sollte eigentlich Einsitz nehmen im Apple-VR. Und wenn er nicht mehr weiss wohin mit den Milliarden: Bitte sehr, er kann jederzeit meine Kontodaten haben. Einige Milliönchen spürt er nicht, ich aber schon:-).

  15. Eben – wie geschrieben, ein Krisensignal. Erinnert mich ein wenig an den Untergang der unsinkbaren Titanic. Prost.

  16. 80mia (Buch-)Gewinne entsprechen nur etwa 10% aller Aktiven (Risikoposten). Kein so üppiges Kissen, um bereits heute schon mehr an Bund und Kantone auszuschütten.
    Um politischen Begehrlichkeiten entgegen zu treten sollte sie kommunizieren, dass erst bei Erreichen von 20% mehr verteilt werden kann.

    • Der Bundesrat und dessen unheilige Berater und Bundesämter werden sich wohl hüten…

  17. Das ist auch der Grund, warum Zentralbanken neuerdings sofort einschreiten, falls die Börsen drohen abzustürzen. Ein kleiner „Muks“ der Börsen und die Geldpumpe läuft augenblicklich an. Die sitzen ja mit im Boot! Haben den Keller voll mit Aktien. Die SNB und Co sind längst zu Spekulationshöllen und Casinos verkommen. Solange die noch Dumme finden, die an das von ihnen herausgegebene Papier namens „Geld“ glauben, müssen sie aber nichts befürchten.

  18. Wir werden enteignet auf verschiedenen Ebenen. In den vorhergehenden Beiträgen sind einige erwähnt. Dass die aufgestaute Inflation uns noch den Rest geben wird, wäre dann das Dessert.
    Dass zur Kompensation der Negativzinsen für CH-Bürger Steuergutschriften ein Muss wäre, ist evident, scheinbar ignoriert die Politik das.
    Die SNB, ein ruchloser Hedgefonds, abgehobene Akteure mit keinem Bezug zur Schweiz, reine Freibeuter.

  19. Der Bund und die Kantone werden sich über die Zusatzmillionen freuen. So kann man das gut bezahlte Heer der Beamten weiterhin ausbauen bzw. Boni und Lohnerhöhungen gewähren. Das Fussvolk darf weiterhin brav die Folgen der Negativzinsen schlucken. Trittst im Morgenrot daher sind deine Taschen leer …

  20. Die SNB lenkt von ihrer unverantwortlichen Geldpolitik der letzten Jahre ab. Entgegen der Vorstellungen der Arbeitgeber und der Bürgerlichen, die seit Einführung der AHV gegen eine Stärkung der kämpfen ist die AHV stabil. Welche Sparmassnahmen sie bei steigenden Defiziten einsetzen möchten, ist bereits bekannt: Rentenalter 67 für alle. Die Leute sollen für sich alleine vorsorgen. Und dazu das Geld zu den Banken und Versicherungen tragen. So steigen die Profite der Finanzwirtschaft. Anders als die sinkenden Pensionskassenrenten für Neurentner werden die ausbezahlten AHV-​Renten weiterhin regelmässig der Lohn- und Teuerungsentwicklung angepasst. Wir leben in einem Land wo gewinnorientierte Unternehmen sich auf Kosten einer Sozialversicherung bereichern dürfen.

    Eine PUK i.S. SNB ist dringend nötig. Ebenso sehr eine Prüfung, ob die 2. Säule zu Gunsten der AHV (Volkspension) abgewickelt werden sollte (Übergangsphase 1. Generation).

    • Gute Nacht: Ich wäre bereits froh, wenn die Bundesverfassung nicht dauernd ausgehebelt würde! Strafprozessordnung lässt grüssen…

  21. Ja, ein altbekanntes Spiel:
    Ausbeutung der Allgemeinheit und gleichzeitig Kapitalgewinne für ein enger Kreis ausgewählter Büro- und Technokraten! Und es gibt tatsächlich noch Kommentatoren die das gut heissen! Oh Herr, lass bitte Hirn regnen…

  22. Diese Ausschüttungen an die öffentliche Hand (=Allgemeinheit), sind im Prinzip nichts als Helikoptergeld und die Kantone/Bund sind die Heliports.
    Und wenn Franken aus dem Nichts entstehen, drückt das den Kurs.

  23. Also wie hängen Gelddruckerei, Wechselkurse, Minuszinsen und steigende Aktienkurse ursächlich zusammen? Kann das mal jemand beschreiben?

    – USD wird in riesigem Ausmass „gedruckt“ (im Computer, „quant. easing“.

    – CHF würde daher relativ zum USD steigen und die Schweizer Exporte einbrechen. SNB will dies vermeiden.

    – SNB druckt daher massenhaft CHF und kauft damit USD.

    – Die USD legt die SNB in USD-Aktien an. Müsste sie als Zentralbank nicht, oder? Sie könnte auch USD halten und zusehen, wie sich deren Wert wegen Minuszinsen verringert, ohne Konsequenzen.

    – SNB erhöht die Aktienkurse substanziell durch ihre Entscheidung, ihre vielen Dollars in Aktien anzulegen.

    Kann das jemand bestätigen oder berichtigen?

    • Lieber Fragender,
      lesen Sie einfach die Kommentare, insbesondere die von Claire Deneuve und Hans von Atzingen.
      Das Spiel beginnt mit dem US-Dollar als Weltleitwährung und den amerikanischen Staatsanleihen die vom amerikanischen Finanzministerium zur Finanzierung eines Teils des amerikanischen Staatshaushalts an Investoren zum Kauf angebotenen werden.

      https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/treasuries-mit-kleinem-geld-us-staatsanleihen-kaufen/6215820.html

      Weitere Möglichkeiten für einen Staat um Einnahmen zur Finanzierung des Staatshaushaltes zu erhalten sind die Erhebung von Steuern und Zöllen sowie der Verkauf von Bodenschätzen oder Staatsbesitz (Privatisierung).

      https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Schutzverantwortung-Libyen-und-Neo-Kolonialismus/Das-Sozialsystem-in-Libyen-unter-Gaddafi/posting-33116823/show/

      Wer Staatsanleihen kauft vertraut darauf daß der die Staatsanleihen ausgebende Staat diese zum Datum der Fälligkeit zum Nennwert zurücknimmt und in der Zwischenzeit die positiven Zinsen bezahlt.

      Die Zurücknahme der Staatsanleihen am Ende ihrer Laufzeit wird in der Regel durch Ausgabe neuer Staatsanleihen finanziert. Nur die Zahlung der Zinsen wird gewöhnlich aus Einnahmen des Staates bestritten.

      Wenn Stadler U-Bahn-Triebwagen nach Amerika verkauft werden diese mit US-Dollar bezahlt welche der die Fahrzeuge bestellende amerikanische Aufgabenträger zum Teil vom amerikanischen Finanzministerium erhält das diese teilweise durch Ausgabe von neuen amerikanischen Staatsanleihen finanziert.

      https://www.nzz.ch/wirtschaft/stadler-gewinnt-grossen-metro-auftrag-in-den-usa-ld.1471045

      Da der schweizer Franken wegen seiner Deckung durch Vermögenswerte (Gold) und die Wirtschaftskraft der Schweiz, sowie wegen seiner Unabhängigkeit und Sicherheit eine Fluchtwährung ist muß die schweizerische Nationalbank diesen durch Erwerb von ausländischen Vermögenswerten in seinem Wert schwächen da in einer globalisierten Welt sonst kein Verkauf von U-Bahn-Triebwagen ins Ausland möglich wäre. Dies geschieht durch den Erwerb von US-Dollar, amerikanische Staatsanleihen amerikanischen Aktien.
      Das ist Ihr „Geld drucken“, wobei die schweizerische Nationalbank nur Geld zum Kauf von Wertschriften und Devisen schöpft und die eigentlichen Falschmünzer das amerikanische Finanzministerium sind. 😚😚😚

  24. In Anlehnung an das berühmte Wort von Dürenmatt zum Milizsystem könnte man sagen: Die Schweiz hat keine Hedge Fonds. Sie ist ein Hedge Fond.

  25. Wenn die SNB nicht weis wohin mit dem Geld, wäre es vielleicht sinnvoll dem Volk mal etwas zurückzugeben. Jedem Schweizer 1 Million. Da würden sich alle freuen. Vor allem die Schweizer die in Massen entlassen werden und die unzähligen über 50 iger die ausgesteuert sind und von CHF 977.00 leben müssen.

    • Ja super Idee, vor allem da das 8.5 Billionen Franken kosten würde, aber die SNB hat nur Aktiven von 0.85 Billionen Franken.
      .
      Und das würde dann eine Inflationsparty geben, wenn all diese Konsumenten würden beginnen ihr Geld zu verschleudern!
      .
      Gutes Rezept um ein Land in den Ruin zu treiben…

    • Falls Sie die Bilanz der SNB meinen, würde es nur zu 100’000 Franken reichen.

      800’000’000’000 Bilanz geteilt durch 8’000’000 Einwohner.

      Und gemäss Dr. Marc Meyer könnte die SNB nur eine Obligation von jedem Einwohner kaufen.

      Geldscheine in Höhe von 1 Mio Franken liessen sich dagegen ausgeben.

    • Absolut, leider nicht mehrheitsfähig; dafür verschenken wir Geld an Unbedürftige (EMS, Holding)!

    • Clair / Es ist egal wieviel Geld jeder Schweizer Staatsbürger erhalten würde. Fakt ist, dass wir in der Schweiz bereits über 100’000 ausgesteuerte 50+ haben und jedes Jahr ca. 38’000 dazu kommen. Von diesen Menschen spricht nie jemand. Diese Menschen haben immer hart gearbeitet und zum Wohle der Schweiz beigetragen und würden heute noch gerne arbeiten und ein geregeltes Einkommen haben. Heute werden diese Menschen in Massen auf die Strasse gestellt, da Sie für die Firmen zu teuer sind. Es ist egal ob es 1000, 10’000 oder 100’000 Franken sind, für diese Menschen zählt jeder Rappen den Sie bekommen. Versuchen Sie mal einen Monat mit 977.00 Franken in der Schweiz auszukommen und am Sozialleben teilzunehmen. Sie werden sehen, Sie kommen schnell an Ihre Grenzen. Das grösste Problem der SNB ist jedoch, wie sie die Milliarden ausgeben wollen. Einfach Absurd und unverständlich.

      Klaus Marte / Ich spreche bei den Einwohnern von Schweizer Staatsbürgern mit dem Schweizer Pass und den Auslandschweizern.

  26. Ich sehe die im Artikel erwähnte Gefahr auf kurzfristiger Basis nicht, nur in einem Jahr und langfristig. Es ist für uns alle ein Segen, wenn die SNB ihre Ausschüttung an den Bund und die Kantone merklich erhöht. Dies vermindert die Stellung unseres Franken als Goldersatz, was auch der bedeutendste Grund für die Negativzinsen der SNB sind. Ein Signal an alle
    Spekulanten und gierigen Angsthasen, dass sie unseren Franken mit den Reserven der SNB nicht als Ruhekissen verwenden können, was auf Kosten unserer Arbeit als Schweizer geht. Wir sind nicht gewillt für diese Leute den Kopf hin zu halten. Wenn sie schon in Schweizer Franken investieren, verwandeln wir ihre Franken-Anlagen direkt in Investitionen für unsere
    Infrastruktur und für unsere AHV. Der US$ wird sowieso in eine Schwächephase kommen mit wahrscheinlich 70 Rappen für einen $, aber wenigstens haben wir dann mit diesem „Hot Money“ etwas daraus gemacht, was uns nützt und die zukünftige Aufwertung des SFr. mildert.

  27. Hinweise zur Klärung betr. marktneutralem, bzw. passivem Anlegen:

    Darüber gibt es leider in Unkenntnis der eher komplexen Materie viele Falschinterpretationen wie z.T. auch in den Kommentaren hier. Dies ist verständlich, da nicht jeder Anlagespezialist ist.

    Die SNB ist nicht ein Investor, der aktiv Portfoliomanagement betreibt, sondern sich nach den Indexgewichten z.B. des MSCI-Welt-Indexes richtet. Da die einzelnen Aktien dann dem Gewicht im Weltindex (MSCI World) entsprechen müssen, ist diese Art der Aktienanlage marktneutral.

    Im übrigen legen alle grossen institutionellen Anleger weltweit nach dieser Methode Ihre Kernvolumina an, so z.B. alle multinationalen Unternehmen, deren Pensionskassen, die Staatsfonds, die globalen Versicherer, die Zentralbanken, der IMF etc. etc.. Aus dem einfachen Grund, nur die Marktrisiken zu tragen und nicht irgendwelche Wetten auf Einzeltitel einzugehen wie dies im aktiven PM mit kleineren Volumen üblich ist. Dahinter steht zudem die Idee des Risikoausgleich durch Diversifikation nach Märkten und Währungen.

    Die Konsequenz dieser marktneutralen oder indexbezogenen Anlage ist auch, dass Einzeltitel, die etwa durch Verlust an Marktkapitalisierung verlieren, automatisch zu einem Mindergewicht im Index führen. Sollte also z.B. Apple zahlungsunfähig werden, was kaum zu erwarten ist, dann wäre das Marktgewicht dieses Titels im Index nur noch ein Bruchteil der jetzigen Marktkapitalisierung. Entsprechend reduzierte sich dann die Anzahl an Apple-Aktien, womit der Aktienspiegel insgesamt im Index eine völlig andere Gewichtung erfährt als gegenwärtig.

    Meist wird nicht nur ein Index nachgebildet, sondern auch – im Rahmen der Diversifikation – Teilindices nach Sektoren, Themen und Immobilien; dies weltweit.

    Nochmals:
    Die indexbzogene Anlage der Liquidität der weltweit grössten multinationalen Konzerne, der Staaten, der grossen Vorsorgeeinrichtungen, Versicherungen und Zentralbanken hat im wesentlichen zwei Gründe:
    – Marktneutralität
    – Diversifikation nach Sektoren und Währungen.

    Im übrigen legt auch unsere AHV nach diesen Grundsätzen an wie auch z.B. die Pensionskassen unserer grossen CH-Unternehmen. Wer in einem multinationalen Konzern arbeitet möge daher den Geschäftsbericht seiner PK konsultieren, um dies zu vertiefen.

    Noch ein letzter Hinweis:

    Die free float Marktkapitalisierung des SMI (Swiss Market Index) beträgt ca. 1100 Milliarden CHF. Wenn nun z.B. die SNB 600 Milliarden allein in diesen Index investieren würde, würde dies einerseits zu einer massiven Börsenblase im SMI führen und somit den CH-Aktienmarkt kursmässig zum explodieren bringen und wäre zudem ein massives Klumpenrisiko.

    Ich bitte die Kritiker, sich einmal die Konsequenzen ihrer Vorschläge für den CH-Aktienmarkt zu überlegen.

    Freundliche Grüsse
    ehem. PM einer grossen PK (Industrie)

    • Meine Pensionskasse „hedged“ das Währungsrisiko zum Schweizer Franken.

      Ergibt natürlich bei Geldanlagen mit einem Zeithorizont von Jahrzehnten nicht so viel Sinn und kostet nur, verhindert aber Währungsverluste für jeden einzelnen Jahresabschluss.

      Zudem haben die Pensionskassen viel Freiheit in ihren Anlagen.

      Die SNB hat – soweit mir bekannt – keinerlei Anlagevorschriften.

      D.h. marktneutral kann, muss man aber nicht machen.

      Daher ist es auch durchaus legitim, über die Anlagen zu diskutieren.

      Ich wäre für Unternehmen, die lebensnotwendige Güter herstellen, Land & Rohstoffe, aber sicher nicht für Aktien von Facebook, Uber (3.5 Mia Verlust) und Hanfaktien.

    • Ihre Expertise in Ehren aber das ist nun wirklich Schönfärberei. Wenn Apple pleite geht fällt der Kurs ins Bodenlose und die SNB erleidet einen Totalausfall. Da nützt es dann auch nix mehr dass Apple im Index nicht mehr geführt wird.

      Die ganzen Portfoliotheorien gehen immer von Wahrscheinlichkeiten aus. Funktioniert wunderbar. Ausser wenn alles anders ist als alle angenommen haben. Wie z.B. 2008. Dann treten eben die Unwahrscheinlichkeiten ein, und zwar alle auf einmal. Und Wups, nützt die schönste Theorie nix mehr.

    • @ Tom

      Da haben Sie völlig recht. Und gerade deshalb erfolgen bei den Grossanlegern und Zentralbanken die Aktienanlagen zum grössten Teil passiv, d.h. marktneutral.

    • Ich bin Ihrer Ansicht. Die Thematik ist allerdings sehr komplex und mit vielen Unwägbarkeiten gepflastert.

  28. Im Artikel wird doch richtig ausgeführt das es sich hier um reine Buchgewinne handeld.
    Heisst nicht Realwirtschaftlich erwirtschaftetes Geld.
    Das mit den Aktien ja die werden mit geschöpfter Liquidität eingekauft und ,,eingelagert,,.
    Damit wird eine notwendige Doppelstrategie gefahren, nach aussen den Wechselkurs des Sfr. drücken und gleichzeitig die Geldmengenausweitung auf dem Binnen-Kapitalmark eindämmen, DENN ansonsten wird das zwangsläufig NOCH absurder mit den Minuszinsen.
    Und das mit den Aktien,DAS ist doch die grosse Empfehlung an ALLE Anleger AKTIEN der letzte Hafen der zumindest Buchgewinne ,,erwirtschaftet,,.
    Was soll die ganze halbgare Kritik an der SNB?
    Mit den Buchbilanzgewinnen kann man bei Bedarf eben auch wieder Buchverluste, abdecken und verkraften.
    Wir leben inzwischen mit einer gigantischen Geldblase, da gilt es nun einmal mit den sich daraus ergebenden
    Zwängen zu leben damit umzugehen.
    Das Finanzsystem Logo ist obermarode Kaput,so nebenbei Irreparabel, eine Frage der Zeit dann implodiert das.
    Liebe Leute vergesst das mit den klassischen, Finanzdogmen und Normen, die waren sicher zu Zeiten eines noch ,,gesunden,, Kapitalmarktes zweifelsfrei richtig. Gesunder Kapitalmarkt, das ist Geschichte.
    Auf dem Hintergrund des kaputen Finanzsystems agiert die SNB im Rahmen des verblieben Spielraums sehr gut.
    Hallo umdenken wir leben innzwischen im ,, Zeitalter,,
    des kaputen Finanzsystems, das ervordert ein anderes analysieren und agieren.Der SNB bleibt nur das mitschwimmen das bestmögliche aus der Lage herausholen.Sicher als Theoretische Möglichkeit könnte die SNB Aussteigen nur eben, dann müsste auch die CH- Volkswirtschaft aussteigen.Der GRUND Geld und Realwirtschaft bilden zusammen eine Einheit, die sind wie nicht trennbare Syamesische Zwillinge.
    Heisst gemeinsam Leben und Sterben, der Eine hat die Lunge der ander das Herz. Alles Klar? noch Fragen?
    Freundliche Grüsse

    • Da sind Sie aber nicht gut genug informiert Herr Atzinger!
      Von den 49 Mrd Gewinn wurden 15 Mrd durch Couponzinsen und Dividenden generiert plus 2 Mrd aus Negativzinsen – also total 35% des Jahresgewinnes 2019 wurden „real“ erwirtschaftet!
      Und wenn Sie jetzt das Spiel machen würden und die SNB Bilanzen der letzten 10 Jahre nach solchen realen Gewinnen durchforsten würden, kämen Sie kumuliert locker auf 100 Mrd oder vermutlich noch einiges mehr (ich erspar mir jetzt diese Mühe)!
      .
      Man kann also ohne zu lügen behaupten, dass der Eigenkapitalzuwachs seit 2007 von rund 60 Mrd auf 170 Mrd (plus auch noch die rund 20 Mrd ausgeschütteten Zahlungen an Bund/Kantone) vermutlich sogar vollständig durch Realisationstransaktionen erwirtschaftet wurde.
      Logischweise wurde der Grossteil dieser realisierten Gewinne wieder reinvestiert, darum scheint es für das ungeübte Laienauge nur so als seien die nie realisiert worden.
      .
      Alles klar? Noch Fragen?

    • @Hans von Atzigen / @Claire

      Es spielt überhaupt keine Rolle, ob der Bilanzgewinn aus Dividenden oder aus Wertsteigerung resultiert.

      Wichtig für eine Ausschüttungsentscheidung ist einzig, in welcher Währung und in welcher Anlage sich das Geld befindet und was man über deren zukünftige Wertentwicklung denkt.

    • @G.Onsto
      Auch das könnte noch kommen, so als letzte Verzweiflungstat, zur Ankurbelung der Realwirtschaft.
      Mit dem SNB Jordan wohl nicht, dafür
      mit der EZB Lagarde.
      Lassen Sie sich denn mal überraschen,
      bei den innzwischen bald irren Zeiten
      ist fast alles möglich.

  29. Sehr guter Artikel, stimmt alles, Hut ab Herr Hässig, falls tatsächlich selbst geschrieben. Mittlerweile sollte es sich überall herumgesprochen haben, dass die nächste Krise kommt, so wie das Amen in der Kirche. Noch nicht ganz verstanden (oder wollen es nicht verstehen) haben es einige Politiker*?~Innen: den Unterschied zwischen Buch- und realisierten Gewinnen / Verlusten.

    Die kommende Krise wird vermutlich durch das QE und die Tiefzinsen ausgelöst. Ich tippe auf die EU. Wie lange die Party noch dauert ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall purzeln dann die Aktienkurse und Immobilien Preise in den Keller. Banken und (Zombie) Firmen gehen Konkurs. Die SNB kann die Kurse nicht mehr stützen, Dollar und Euro fallen weit unter einen Franken. Die SNB wird einen dreistelligen Milliardenverlust ausweisen, wobei die Quote der realisierten Verluste massiv zunimmt.

    Darum keinesfalls weitere Ausschüttungen vornehmen. Und warm anziehen.

  30. Zusammen mit Herrn Roth könnte ich problemlos den Gewinn der SNB um Milliarden erhöhen.

    Wir setzen uns an den Computer und verkaufen uns gegenseitig eine einzelne Aktie, z.B. von der UBS, die ist günstig und kostet im Moment ca. 10 Franken.

    Zu Börsenschluss verkaufen/kaufen wir diese dann zum Preis von 20 Franken.

    Der Spass kostet also nicht viel.

    • Marte…..

      genau wie die SNB habe ich auch noch ein paar Papiere im Keller.
      Die Aktien meiner ehemaligen AG.
      Die verkaufe ich ihnen günstig…. Ehrenwort….(((-:

    • Sehr geehrter Herr Roth

      Jetzt verstehe ich, warum Sie sich so gut mit dem Pleiteszenario der SNB auskennen!

      🙂

      🙂

  31. Herr Hässig……

    Zitat:
    Was nach toller Leistung und helvetischem Eldorado klingt, ist in Tat und Wahrheit ein Krisensignal. Die SNB beginnt, Gewinne zu verteilen, die sie nur auf Papier machte – und auch nur, weil sie selbst die Kurse in die Höhe treibt.
    —————————-

    Der Abschnitt sagt alles.
    Es sind keine Gewinne vorhanden…… dazu müsste die SNB nun z.B. Apple Aktien verkaufen.
    Aber diese Aktien sind immerhin einigermassen solide Papiere…. die sollte men besser behalten und Euro Staatsanleihen abstossen.
    Verkauft die SNB nun …..die sich klar in der Minderheit befindlichen guten Aktien, um damit Berns Geldhunger zu stillen …..sitzt sie am Ende nur noch auf faulen Euro und Dollar Staatsanleihen in der Summe von mehreren Hundert Milliarden Franken.
    Die guten Papiere für Bern, die schlechten im Keller.
    Sinnvolle Politik sähe anders aus.

    Die SNB treibt den Aktienkurs ….. klar, wer viel mkauft steigert den Wert einer Sache …….hilft aber auch bei der Blasenbildung mit, bewirkt das der Dow-Jones und andere Indexes ständig steigen.
    Was passiert wenn die SNB von den Apple Aktien für 3.4 Milliarden, sagen wir, 1 Milliarde auf den Markt wirft…?

    Werden die dann stabil bleiben oder absacken ?

    Alles was unsere SNB in den Bilanzen hat ist ein „NICHTS“.

    Wenn sie physische Gewinne machen kann, sollte sie die realisieren und ihre Tresore füllen um das Risiko ihrer Euro / Dollar Staatsanleihen abzufedern.

    Nun soll sie auf Nichtgewinne auch noch Abführen…..
    Die Kantone und der Bund, werden die bei Verlusten nächstes Jahr dann diese Ausschüttungen rückführen ?
    Nein sicher nicht…(((-: es ist eine Einbahnstrasse.

    Wenn sie nun dem Bund Ausschüttungen tätigt…… muss sie dazu faktisch Bar-Mittel nehmen die sie eigentlich gar nicht hat.

    Krank…. das ganze ist Krank, Sterbenskrank.

    • Unsinn Herr Roth wieder mal viel blabla am Thema vorbei, die SNB hat 2019 15 Mrd aus Coupons und Dividenden realisiert plus noch 2 Mrd aus Negativzinseinnahmen.
      .
      Das sind sehr wohl realisierte Gewinne. Weiss ja nicht wieviel die SNB dann am Ende ausschütten wird, aber 15 oder 17 Mrd ganz sicher nöd. Vielleicht noch eine Bonusmilliarde zu den üblichen 2 Mrd, viel meh wirds eh nöd gäh…
      .
      Apropos „krank“ resp. „sterbenkrank“ — Sie können jetzt Ihren Blutdruck auch ganz ruhig wieder auf Normalgrollbürgerlevel runterfahren…

  32. Es herrschen eine riesige Immo- und Börsenblase, aber sie werden nicht platzen. Jedesmal wenn die zu platzen drohen, holen die Nationalbanken die Negativzinsenkeule hervor um das System wieder anzukurbeln. Whatever it takes – ich werde vermutlich -10% noch erleben. Der Normalbürger wird verarmen, aber das interessiert nicht. Wie in der Sowjetunion, erst wenn es nichts und nirgendwo mehr etwas zu holen gibt platzen die Blasen, das kann noch gut und gern zwanzig Jahre dauern.

    • Keine Angst, die Negativzins Option ist schon voll ausgereizt. Der kommende Crash Ende Jahr wird alles klären und auf Feld „Start“ setzen.

  33. Schwein gehabt!
    Es ist noch nicht zu spät alles zu verkaufen.
    Beim nächste Korrektur ist die SNB und alle PK Bankrott!

    • @ Finanzplaner

      Sobald Helikoptergeld eingeführt würde, wäre das System sofort am Ende, weil dann damit offiziell zugegeben würde, dass es sich um ein Betrugsfinanzsystem handelt.

  34. Man sollte nie schlecht sprechen über was gut läuft….aber man sollte auch sich auf worst case szenario vorbereitet!
    Die Anlagespektrum ist ausserördentlich gut, deswegen mein Kompliment.
    Sicher auch, dass alle Leaders an WEF sich fragen müssen über ihre Leistung und Total Compensation….Im Moment, in der Alpenrepublik müssen wir die Augen offnen: viel Gewinn aber 1 Mio. Tot Comp, anderen wenig Gewinn aber 10+ Mio. Tot Comp: wer hat hier Lotto gewonnen….auch wenn wie gesagt ein Total Verlust von 200 Mrd. ( worst case) drin liegt…🍀🦁

    • @Starinvestor ohne Portfolio

      Es herrschen Verantwortungslosigkeit und Umverteilung von unten nach oben unter dem Deckmantel der Frankenstärke (Franken-Rüttli). Es herrschten die Karriere-Geilheit und Geschäftemacherei und Maulheldentum die dazu geführt haben. Die SNB wurde beuauftragt die Auslandvermögen zu entsorgen. Gäbe es in der Schweiz noch einen unabhängigen Journalismus, dann wäre längst publik geworden, was vor und während das Franken-Rüttli vorgefallen ist.

  35. Was die schönen Worte anbelangt, hinter welcher sich Ehrfurcht und Geldgier verbergen: „daß wir nicht für uns, sondern für das allgemeine Wohl da sind“, so wollen wir denen, die eben am Tanze sind, dreist ins Gewissen schieben und ihnen sagen, sie mögen die Hand ans Herz legen und sagen, ob man nicht, im Gegenteil, Rang und Würden und den Wirrwarr in der Welt nur darum sucht, um aus dem allgemeinen Wohl das eigene zu suchen.

    Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

    Quelle: Montaigne, Essais, Erstdruck 1580. Veränderte und erweiterte Sammlung, Paris 1588. Hier nach der Übers. v. J.J.C. Bode 1797

    • @For All The Haters

      Statt Geld an die Kantone auszuschütten (die dann weiss Gott was damit anfangen) einen Teil der überschüssigen Gewinne der AHV zukommen zu lassen, scheint mir keine schlechte Idee zu sein. Aber auf das Mass kommt es an!

      (Ich erinnere an die seinerzeitige Reduktion der Goldreser-ven der SNB und der diesbezüglichen Ausschüttung an die Kan-tone. Wo ist dieses Geld heute? Es ist still und leise „verdampft“. Eine Studie/Dissertation über dieses Thema wäre wohl höchst interessant!

      Merke: Wenn irgendwo Geld gerade nicht gebraucht wird, so finden sich immer Politiker, die dieses Geld noch so gerne entgegennehmen und/oder ihrer Klientele zuführen (Bsp.: Mutterschaftsversicherung – Geld aus den [noch] nicht ver-brauchten Prämien für den den Lohnersatz bei Militärdienst; als dieses Geld aufgebraucht war, mussten die entsprechenden Abgaben (Lohnprozente!) erhöht werden! Eine einmalige Aus-schüttung ist eben niemals für die Finanzierung dauernder Aufgaben geeignet …

  36. AHV SANIEREN !!!
    Das ist alles Buchgeld, also Geld das nicht wirklich existiert. Wenn es schon „ausgeschüttet“ wird, warum saniert man damit nicht die AHV für die nächsten Jahrzehnte anstatt es den Kantonen in den Rachen zu werfen?
    Es ist unfassbar!

    • warum wohl nicht direkt in die AHV einzahlen? weil mit Zahlungen an die Kantöne sichern sich die Kantonsräte (Männer u. Frauen) damit ihre völlig überhöten Vergütungen, Sitzungsgelder und Spesenabrechnungen! Denn genau in diese Löcher versichert ein ganz grosser Teil der jeweiligen, jährlichen Ausschüttungen der SNB an die Kantone!

      Warum wohl drängt es immer mehr sogenannte Volksvertreter in die Politik? einfacheres Abkassieren gibt es nicht- und das ohne jegliches Risiko!

    • Es ist nicht nur Buchgeld, es sind NICHT realisierte Gewinne! Diese auszuschütten wäre völliger Blödsinn. Die AHV bringt das Geld nämlich nicht zurück, wenn die Aktienmärkte mal korrigieren. Viel eher sollte man detailliert wissen, wieviel REALISIERTE Gewinne die SNB gemacht hat und über die Ausschüttung/Verwendung dieser Gewinne diskutieren (z.B. die Erträge aus der Negativverzinsung).

    • Diana: Wollen Sie dann Ihre AHV lieber in japanischen Yen, Euronen, Schwundpfund oder doch lieber in Donalddollar?
      .
      Denn die SNB hat auf ihrer Aktivseite kaum Fränkli (nur ca. 4 Mrd) zum verteilen, die müsste sie diese erst wieder auf dem Markt kaufen und dann würde der Franken sich schlagartig verteuren. Folgen wären Pleiten, Arbeitslosigkeit und Verfall, die wie die Pest übers Heidiland hereinziehen würden!
      .
      Aber solche Kausalzusammenhänge und Detailfragen überseht ihr Umverteilungsphantasten einfach gerne mal.
      Darum ist auch gut, dass Herr Jordan die SNB führt und nicht irgendeine vorlaute Diana Meier, die von Tuten und Blasen scheinbar nicht viel Ahnung hat.

  37. Wovor ich mich am meisten fürchte, ist die Furcht.

    Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

    Quelle: Montaigne, Essais, Erstdruck 1580. Veränderte und erweiterte Sammlung, Paris 1588. Hier nach der Übers. v. J.J.C. Bode 1797

  38. Gratulation der SNB. Gewinne sind grundsätzlich positiv. Dass jedoch Vorsorgewerke (AHV, Pensionskassen) seit fünf Jahren Minuszinsen bezahlen müssen, ist wohl der grösste Schwachsinn je! Wo sind die intelligenten Ökonomen, welche noch mehr Reduktion des Umwandlungssatzes – sprich Reduktion der zukünftigen Renten und damit Altersarmut in Kauf nehmen – vorschlagen, Erhöhung des Rentenalters – ab 70 lieber noch ab 75igsten Altersjahr, im Wissen der ü50 Arbeitslosen – fordern, aber keinen Ton in Sachen Befreiung der Vorsorgewerke verlieren. Dabei wäre gerade diese Massnahme effizient, nachhaltig und niemand muss dafür Zusatzaufwand leisten. Die Verteilung der Gewinne des billigen Geldes im Allgemeinen und der Minuszinsen würde um einiges gerechter erfolgen, weil damit auch die weniger bemittelte Bevölkerungsschicht von der Schaffung des billigen Geldes profitieren könnte. Aber offensichtlich interessiert das niemand, weder Politiker von links bis rechts, noch die erwähnten intelligenten Ökonomen. Eigentlich komisch, da können sie super rechnen, Tabellen und komplizierte Analysen, Prognosen erstellen und eine einfache Addition was Vorsorgewerke sich ersparen könnten, wären sie vom Minuszins ausgenommen, fällt ihnen nicht ein und dafür zu appellieren schon gar nicht!!!

    • Und hier Position zu beziehen weigern sich beharrlich die angeblich sozial Linken und Grünen,aber auch die so volksverbundene SVP. Von den Liberalen und den christliche Nächstenliebe heuchelnder CVP ganz zu schweigen. Es ist in der Tat eine Schande. Aber was kann man von einer korrupten Welt/Gesellschaft/Politik schon erwarten.
      „Was ist die Ursache für Korruption? Wenn Sie an sich selbst interessiert sind, an dem, was Sie wollen, an dem, was Sie sein müssen, wenn Sie gierig, neidisch, hart oder brutal sind, dann gibt es Korruption. Die wahre Ursache der Korruption liegt in Ihrem Inneren. Wenn Sie das nicht herausfinden und es ändern, werden Sie ein korrupter Mensch sein.“ (J.K.)

    • Leider habe ich den ersten Teil nicht verstanden. Beim Zweiten bin ich bei ihnen und die Antwort ist klar. Hier sind Lobby gesteuerte Marionetten in Bundesbern und Giermanager am Werk. So einfach ist das. Das wird sich erst öndern wenn gewisse Leute ins Gefängnis wandern.

  39. Darum finde ich es richtig, dass für „Cash“ Negativ Zinsen belastet werden. Man kann ja schliesslich das Geld u.a. in Aktien anlegen. Ist der Aktienmarkt zu hoch bewertet? Nein, denn die Immobilien sind es auch nicht!

    • Interessante Behauptung – und wieso sind Aktienmarkt und Immobilien nicht zu hoch bewertet?

    • Ja, wer ein paar Kistli vorig hat! Und 300’000? Rentner? Aktien? Immobilien? Als Altersvorsorge? Risikofähigkeit, Risikotoleranz? Risikoaversion?
      Schon gut….u.a. Aktien? Oder ein schönes MFH? Dreamer, you. Remember Rattenfänger von Hameln, der mit der Fliege.

  40. Formidable profit ! Je ne commenterai pas sur la provenance de ces profits (achats de devises étrangères, intérêts négatifs, etc), mais ne serais-ce pas le moment pour nos élus de réfléchir à l’attribution de ces bénéfices, une solution étant de renflouer les caisse de l’AVS/AHV ????

  41. Die SNB stützt seit Jahren massiv den Euro. Sollte sie eines Tages beschliessen, wieder auszusteigen, werden alle diese Bewertungsgewinne vernichtet, weil der Euro massiv sinkt (noch mehr als er es ohnehin schon tut). Werden die Reserven der SNB ausgeschüttet, riskiert man deshalb, dass die SNB dann allenfalls ein negatives Eigenkapital ausweist.

    • @Anton Girafales.
      Gratulation es gibt doch noch dijenigen die
      es schnallen und offenbar können.

  42. Ausgezeichneter Artikel: die Tiefzinsen und die Geldschöpfung verursachen eine Inflation, aber halt nicht bei Würstchen und Bier (weil die Löhne nur wenig hinaufgehen), sondern bei Anlagegütern, d.h. Immobilien und Aktien etc. Wegen dieses Zusammenhangs und weil die Konjuktur weiter läuft, werden auch die Kurse weiter steigen.

    Also nehmen wir unser Geld vom toten Sparkonto und kaufen Aktien von guten Unternehmen. Und wenn der Zyklus vorbei ist, verkaufen wir die Aktien. Wahrscheinlich mit grossem Profit.

    • @Seppli
      Den richtigen Verkaufszeitpunkt nicht verpassen,
      sonst wird das nix mit dem Gewinn.

  43. Der Herr nimmt bei den einen und der Herr gibt anderen. Die SNB ist Teil eines Systems, welches die Reichen immer reicher macht und den Mittelstand ausblutet. Um es wieder einmal zu sagen.

    • Logo die Reichen werden nominell immer
      reicher im Gegenzug die Armen immer ärmer.
      Was die meisten nicht sehen oder wollen,
      Unten wirt laufend aufgestockt ,hmmmm müsste
      doch logo sein, die absolut verfügbare
      Suppe muss gestrekt werden die wird laufend
      dünner.Es gibt nicht aushebelbare knallharte
      Matematik,Fakten und oder Ideologie bis Esotherikpampe.

  44. Klar die „unabhängige“ SNB hat nicht viele andere Möglichkeiten.
    Der Münchhausen-„Erfolg“ vermittelt uns die Botschaft, dass Gelddrücken eine sehr seriöse Arbeit ist.
    Das System sorgt weltweit für neidische Blicke und findet Nachahmer. Frau Lagarde möchte damit das Weltklima retten. Weitere fromme Wünsche werden sicher folgen.
    über den Ausgang des Schneeballsystems lässt sich trefflich spekulieren. Nach uns die Sintflut? Weisere Optionen?

  45. Es wäre viel einfacher, die Negativzinsen langsam aufzuhenben. Dadurch würde der CHF etwas aufwerten und ein grosser Teil der theoretischen Buchgewinnen würden wieder langsam verschwinden und so auch die Begehrlichkeiten der Politik. Zudem würden damit auch die Nachteile der Negativzinsen verschwinden. Wenn mit theoretischen Buchgewinnen reale Staatsaufgaben finanziert werden, kann das nicht lange gut gehen.

    Warum hebt Herr Jordan die Negativzinsen stattdessen nicht langsam auf? Er fürchtet sich vielleicht vor Medienkonferenzen, wo er Milliardenverluste bekanntgeben muss. Obwohl diese Verluste ja durch Reserven gedeckt sind und die SNB laut Aussage der SNB auch mit negativem EK operieren könnte. Ja die Angst ist selten ein guter Ratgeber.

    • Die SNB ist Opfer ihrer eigenen Strategie geworden. Gewinne realisieren würde den globalen Börsencrash auslösen, Zinsen erhöhen den USD und EUR Kurs in den Keller treiben. Die SNB wäre überschuldet und Konkurs. Sie kann nur noch zuschauen, wie der Karren an die Wand gefahren wird…

    • G enau R ichtig. Und jetzt erklären Sie uns Unwissenden bitte in zwei drei einfachen Sätzen wie es aussieht wenn die SNB Konkurs geht.

  46. Wieso lässt die SVP die SNB nicht endlich in Ruhe. Die sollen einmal ehrliche Politik machen und nicht nur Fremdenhass fördern und das Klima schützen.

    • traurigeskapitel

      Naja…. immerhin schützt die SVP das Klima wie Sie selber schreiben.

      Das Klima welches die Freie Meinung braucht schützt sie auf jeden Fall…. denn sonst müssten wir den Unsinn der Klimahysteriker wirklich noch glauben.

    • Was ghat mit Dir ab ? Was hätt das mit dä SVP ztue? Und vorallem schürt SVP Fremdehass und schützt sKlima hahaha, das isch än Finanz Blog. Ah und usserdem SNB macht nöd immer alles richtig……

    • Mit dem linken Fuss aufgestanden, die Orientierung verloren, die Pillen vergessen und im falschen Forum gepostet ?

  47. Na ja, über die Art und Weise wie der Gewinn oder eben Buchgewinn entstanden ist, kann man streiten. Wenn nun aber tatsächlich ein Teil der Gewinne verteilt werden soll, dann bitte an die Bürger, sprich Rentensystem.

  48. Nur realisierte Gewinne sollten ausgeschüttet werden dürfen. Buchgewinne müssten vorsichtigerweise stehen gelassen werden.

    Wie viel von den 88 Mia. sind denn jetzt noch „ausschüttungsberechtigt“?

    • „Buchgewinn“ – was geht Alter? Aber spätestens bei den Dividenden dieser Papiere sollte es doch gewaltig rappeln? „Ane mit de Chölle!“

  49. 88.000.000.000

    Wieviele M-Budget-Bratwürste kann man damit kaufen?

    Ab wann sind Bilanzgewinne echte Gewinne, die dem Schweizer Volk auch etwas nutzen? Nicht nur den gutbezahlten Bürokraten beim Bund und den Kantonen?

    Reiches Land, arme Bürger.

  50. Also wenn das an Staat und Kantone ausgeschüttet wird, können wir es ja auch direkt verbrennen. Es versichert in einem fettgewordenenen Beamtenapparat ohne positiven Impact. Andere Staaten (Norwegen, Singapur, Araber) machen es besser. Mit ihren Staatsfonds investieren sie gezielt in neue Technologien und in die Zukunft. Aber unsere Politik und ist träge geworden mit dem Wohlstand und denkt in keinster Weise an die Zukunft, nur an Regulierungswut und Verbote. Mit dem Linksgrün-Rutsch noch mehr. Leider.

    • Was mich in diesem Zusammenhang peinlich berührt ist die Tatsache, dass die Kantone jedes Jahr ihr Budget im voraus mit dem Geldsegen der Nationalbank planen.
      Aehnlich dem Bussengeld der Poizei. Und wenn der Geldsegen mal ins Wasser fällt?