Fragwürdiges rund um Globus-Verkauf

Dieter Berninghaus schaffte via Philippe Gaydoul eindrücklichen Aufstieg bei Migros. Liaison Berninghaus mit Globus-Chef?

Der Milliarden-Verkauf des Globus-Warenhauses an einen umstrittenen Österreicher und einen reichen Thailänder bewegt die Schweiz.

Der neue Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen verscherbelt damit das Migros-Erbe. Hinter den Kulissen profitieren ein Ex-Migros-Spitzenmann und der bisherige Globus-Chef.

Beim Ex-Spitzenmann handelt es sich um Dieter Berninghaus. Der Manager, der im deutschen Handelsgeschäft gross geworden war, startete vor 13 Jahren nach einem Vorfall neu durch – nicht in seiner Heimat, sondern etwas weiter südlich. Im Nachbarland Schweiz.

Dort holte ihn Philippe Gaydoul in seine Rast Holding. Ein ideales Sprungbrett für den nächsten Job.

Gaydoul verkaufte 2007 seinen Denner an die Migros, Berninghaus wurde zunächst Präsident bei Denner, 2008 stieg er im Zuge der Übernahme durch die Migros auf in deren Geschäftsleitung.

Als Chef Handel kümmerte sich der Deutsche fortan um die Beteiligungen, darunter Globus. Er kaufte weitere Firmen dazu, so die Schild Gruppe, eine Kleiderfirma.

Und er legte die Interio Möbel-Tochter mit der in Deutschland erworbenen Depot zusammen.

Dieser Depot-Deal zeigt das System Berninghaus. Sein „Freund“ Christian Gries verkaufte die Einrichtungsgruppe der Migros.

Vor 4 Jahren ging Berninghaus von Bord. Dann heuerte er bei René Benko an. Benko hat nun den Globus-Konzern gekauft. Und Gries kaufte Depot zurück.

Operativer Chef des Globus war Thomas Herbert. Er war über den Schild-Deal an die Spitze der Warenhauskette gelangt.

Herbert hatte 2003 in einem Management-Buyout zusammen mit Partnern die Schild-Gruppe erworben.

Als Migros 2013 unter Führung von Berninghaus die Schild erwarb und in die Globus-Gruppe integrierte, erhielt Herbert ein paar Prozent an der Globus-Gruppe.

Zwei Jahre später wurde Herbert CEO von Globus. Er löste überraschend den langjährigen Chef der Warenhaus-Gruppe ab.

Als die Migros-Führung letztes Jahr bekannt gab, Globus zu verkaufen, plante Herbert die Wiederholung seines Gesellenstücks von 2003 mit der Schild-Gruppe: ein Management Buyout, diesmal mit dem viel grösseren Globus.

Zusammen mit einem Partner engagierten sie für ihren Plan die Bank Vontobel, berichtet eine Quelle. Bei der Familienbank sass Berninghaus ab 2003 eine Zeitlang imn VR.

Mit null eigenem Geld sollen der Globus-CEO und sein Mitstreiter einen Drittinvestor gesucht haben, der 100 Millionen einschiessen würde. Dafür hätte der Investor nur wenige Aktien erhalten.

Alles für mich, wenig für dich, so offenbar die Losung.

Konnte das Ernst gemeint sein? Oder half eine Offerte über kolportierte 800 Millionen vor allem jener aus Österreich und Thailand, die nur unwesentlich höher lag und sich nun durchgesetzt hat?

Herbert wollte nichts dazu sagen, eine Globus-Sprecherin verwies an die Migros. Dort betonte ein Sprecher, dass kein Migros-Bund-Chef in die Offerte des Globus-CEOs involviert gewesen sei.

Thomas Herbert, der Mann, unter dessen operativen Führung Globus zum Verkaufskandidaten wurde und der das Warenhaus – zumindest offiziell- am liebsten selbst und möglichst günstig kaufen wollte:

Er kann bei Globus bleiben. Unter der neuen Besitzerschaft zieht er in den Verwaltungsrat der Globus-Gruppe.

Herbert zählt damit zu den grossen Siegern des Deals. Laut SonntagsZeitung kann der bisherige Globus-Chef seine Globus-Aktien vergolden – mit einer Millionensumme.

Berninghaus, Benko, Herbert: Drei Vertraute haben sich Globus unter den Nagel gerissen. Die Migros hat ihnen ihre Perle „verschenkt“.

Kommentare

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  1. Die Mainstreammedien stehen zu 100% hinter dem Globusverkauf. Eine PR Meisterleistung par excellence der Käuferschaft, ein Thailändischer Fonds und angeblich ein Österreichischer Milliardär. Zuerst wurde über Monate von einem angeblich schlechten Geschäftsgang von Globus berichtet. Angeblich Millionenverluste. Und trotzdem wollte der Globuschef dieses angebliche Verlustgeschäft selber kaufen. Wie verträgt sich das? Warum ist nicht ein einziger Verlag auf den offensichtlichen Widerspruch aufmerksam geworden? Stattdessen berichteten die Mainstreammedien unisono euphorisch vom geplanten Umbau des Globusflaggschiffs in ein zweites Ka-de-We. Von Luxusmarken und Schlemmerabteilungen wurde geschwärmt. Warum ein Luxuswarenhaus besser rentieren soll, als das bisher bereits im Hochsegmentbereich operierende Haus, hat niemand gefragt. Was das für Gelder sind, die aus Thailand und von Benko kommen, wurde mit keinem Wort hinterfragt. Die Migrosgenossenschafter wurden kurzerhand übergangen, und mit Meldungen über einen angeblich schlechten Geschäftsgang bei Migros ruhiggestellt. Unmittelbar nachdem der Handel offenbar über die Bühne ist, teilen die „neuen Eigentümer von Globus“ mit, Personal müsse serlbstverständlich schon abgebaut werden. Die „Die Erfolgsgeschichte (jetzt plötzlich) Delikatessa“ bleibe erhalten. Die Filetstücke der Migros Immobilien sind plötzlich verschwunden. Für eine Milliarde Franken, in einer Zeit, in der damit zu rechnen ist, das Geld bald nichts mehr wert ist, während Sachwerte, wie die Globusimmobilien von unschätzbarem Wert sind. Völlig im Dunkeln ist, warum diese Immobilien verkauft wurden und wer, ausser der Käuferschaft, davon profitierte. Dass Inside Paradeplatz als einziges Medium sich dieser Angelegenheit in gewohnt unvoreingenommener und letzlich effizienter Weise annimmt, ist gut.

    • Ich als hoher Migros-Kader kann Ihnen versichern: in der Migros sind nur der Supermarkt, die Bank und Denner „schwarz“. Alles andere fährt Millionen-Verluste ein.

      Globus? Minus en masse. LeShop? Rot. ExLibris? Faktisch pleite. Und das umjubelte und sogar mit Unternehmerpreisen(!! 😀 !!) überhäufte Digitec/Galaxus? Jedes Jahr zwischen 50 und 80 Mio Minus!!

      Als Genossenschaft muss sie das aber nicht offen legen. Also statt Ihrer AfD-Dinald Trump-artigen Verschwörungstheorie sollten Sie einfach den Fakten glauben: Zumbrunnen stösst ein Verlustgeschäft nach dem anderen ab.

      Nächster Schritt: Firma LeShop auflösen und mit dem Supermarkt fusionen.

  2. Dieser Oesterreicher scheint undurchsichtig zu sein. Unverständlich dieses Geschäft. Die Migros-Verantwortlichen scheinen damit auch nicht überzeugend zu sein.

  3. Heute im Tagesanzeiger auf Seite 10 ein interessanter Artikel über Benko und seine Machenschaften inclusive Verbindungen zu Parteien und zum Strache-Video.

    Wo sind die Schweizer mit Charakter und Mut, die sich endlich mal wehren?

    Es wird Zeit, dass die Kuhschweizer mal wieder einige Sauschwaben verjagen!

    🙂

  4. Meines Erachtens ist der angeblich schlechte Geschäftsgang bei Migros und Globus eine Fakepropaganda. Jeder, der täglich bei Migros oder Globus einkauft, weiss, dass das Geschäft dort brummt. Manager, die aus Eigennutz das eigene Geschäft schlechtreden, um am Globusverkauf mitzukassieren, gehören sofort entlassen, bevor sie das Vermögen von Migros unwiederbringlich verschachern. Die oberste Leitung von Migros und Globus ist gegenüber uns Genossenschaftern verantwortlich dafür, dass dieser Deal augenblicklich gestoppt wird. Die sich vor dem grössten Geschäft ihres Lebens sehenden Kaufinteressenten müssen wissen, dass ein allfälliger Kauf, sollte sich herausstellen, dass es sich ganz oder zum Teil um ein Eigengeschäft von Verantwortlichen von Migros und Globus oder mit diesen verbandelten Personen handelt, ungültig ist. Die Käufer dürfen sich dann für den bezahlten Kaufpreis an die im Eigeninteresse der Vertreter der Verkäuferin handelnden, halten.

    • Nonsense, in einem anderen Kommentar hab ich‘s bereits offengelegt.

      Im MGB machen NUR der Supermarkt, die Bank und Denner Gewinn. Alles andere macht Verluste. Seit Jahren. Muss eine Genossenschaft nur nicht offenlegen.

      Digitec/Galaxus? Jedes Jahr 50-100 Mio Minus Jahr für Jahr. Ex Libris? Pleite. Globus? 10 Mio Minus pro Jahr. LeShop? Defizitär.

      Die grosse „Lüge“ ist das, was Bolliger mit 27 Mrd verschleiert hat: hinter der beeindruckenden Top-Line schlummert eine verheerende Bottom-Line.

      Mit Aldi- und Amazon-Preisen konkurrieren, sich aber 10(!) Gen-Regionen leisten? Der Wahnsinn! 10x ein Marketingchef, 10x ein Früchte/Gemüse-Chef. 10x ein SportXX-Chef ….

  5. Lieber Herr Hässig… Sie sollten generell mal Dieter Berninghaus vertiefen. Das gefallene German Wunderkind. Bolliger gibt ihm ein zuhause. Und warum musste Berninghaus gehen?
    Recherchieren Sie gerne. Bolliger wollte Zumbrunnen den nicht veerben. Also bat er ihn, „frewillig“ zu gehen … und seine Dankbarkeit? Er vergoldet sein Insider-Wissen von aussen.

  6. Benko ist erfolgreich, deshalb halten ihn Journalisten oft für umstritten. Das ist er nicht.
    Ich habe nun die Hoffnung, dass aus der abgewirtschafteten Migros Tochter etwas Guten und Professionelles entsteht. . Benko hat die notwendige Erfahrung, insbesondere von den Kaufhäusern in Deutschland und versteht vom Kaufhausgeschäft sicher mehr als die Amateure bei Migros. Ob Herbert dann noch eine Rolle spielen wird, darf bezweifelt werden.

  7. Die Mehrheit der Genossenschaften (Regionen) hat 2019 rot geschrieben. Im Département Handel läuft eigentlich nur noch Denner. Die Beteiligungen im In- und Ausland bringen nichts ausser Verluste.
    Aber ein Krisenbewusstsein herrscht nicht. Dafür vergolden sich die Berater.
    Wen wundert es, dass alle gleich an den Fall Swissair denken müssen?

    • Ich denke eher an den Untergang des Konsum (eine Genossenschaft) in Österreich zu dem neben den Supermärkten mindestens auch ein Warenhaus namens Gerngross gehört hat.

  8. Ich habe für die migros aare im Kader 15 jahre gearbeitet und zwar in der Gastronomie. Was die letzten 4 Jahre abgegangen ist hat nichts mehr mit den Werten zu tun. Erstaunt mich überhaupt nicht das so was wie mit dem Globus Depot interio ect passiert.
    Es herrscht nur noch Angst Missgunst und im oberen Kader herrscht Diktatur.
    Traurig. Bin froh das schinkende Schiff verlassen zu haben.
    Hoffe sehr das die Mitarbeiter streiken werden in den Filialen damit die Presse mehr Aufmerksamkeit auf die teils verherrenden Situation kundgibt und das echte Licht auf die einst tolle migros wirft.

  9. Migros – das soziale Kapital…
    So hat es Dutti genannt, so war es lange an der Fassade des ursprünglichen Verwaltungsgebäudes am Limmatplatz in Zürich zu lesen.
    O tempora, o mores.

  10. Ganz vergessen scheint – wer denn alles die Schilds/Depots-Interios/ und Globus zu welchem Zweck gekauft hat?? Nicht nur das genannte Trio sondern auch ex CEO H.Bolliger -inzwischen VR bei Metro und MTH(Owiba) war massgeblich an den Käufen- beteiligt.
    Ueberdies – Von den 48 Einheiten (W’häusern/Fash.stores etc) werden – so meine Prognose 2022 noch max.6-8 Warenhäusern und max. 10-12 stores uebrigbleiben.
    Flexibilitaet wird mehr als gefragt sein! und-was passiert mit den Mitarbeitern…..

  11. Nur weiter so die Deutschen schmeissen überall die Schweizer Arbeiter raus und dann übernehmen Sie noch die Schweizer Firmen und am Schluss die Schweizerische Eidgenossenschaft und die Eidgenossen also die Urschweizer dürfen sich dann in die Alpen zurückziehen und die Deutschen und Österreicher lachen uns aus

    • Bei der Swissair auch?

      Denke es sind eher gute Kooperationen im deutschen Sprachraum zum Nachteil vieler.

    • Aber warum macht denn dann keine Schweizer Topmanager diese Jobs ? An der Bezahlung kann es in diesen Fällen ja nicht liegen ?!
      Die Schweizer Unternehmen ( in diesem Fall sogar eine Genossenschaft vieler tausender Urschweizer) , werden von den Deutschen nicht mit vorgehaltener Waffe gezwungen , diese einzustellen…..
      Muss also noch andere Gründe haben….

  12. Die Central Group (kontrolliert) von der angesehenen Chirativhat Familie als einen reichen Thailaender zu qualifizieren zeigt von wenig Respekt
    Zusaetzlich zur Staerke im Heimmarkt ist fuer solide Thailaendische Firmen ein Einkommen im soliden CHF eine gute Diversifikation

  13. Gottlieb Duttweiler ; Bekannt ist er insbesondere als Gründer des Unternehmens Migros, das sich unter seiner Leitung zum Marktführer im Schweizer Detailhandel entwickelte.
    Er würde sich im Grab umdrehen, hätte er diese Entwicklungen vorhergesehen!

  14. Die Immobilie Globus an der Bahnhofstrasse in Zürich ist mindestens 3 Milliarden wert. Nachdem Reiche weltweit nach soliden Anlagemöglichkeiten für ihre gewaltigen flüssigen Mittel suchen, wahrscheinlich sogar viel mehr. Drei Milliarden sind heute nichts mehr. Und wenn, nach der Geldschöpferei der Nationalbanken, in absehbarer Zeit der von den Nationalbanken und den überschuldeten öffentlichen Finanzhaushalten herbeigeführte grosse Crash, sprich die Hyperinflation und totale Geldentwertung und damit auch Auflösung der Schuldenberge in Billionenhöhe der öffentlichen Hand, kommt, lachen nur noch die Sachwertbesitzer. Man wird dann beim Globus an der Bahnhofstrasse nicht mehr von Milliarden sondern von Billionen reden und im Gegenzug dazu ist die Milliarde, die die Investoren und ihre undurchsichtigen Helfershelfer gnädig der Migros übriglassen, nichts mehr wert. Dieser total undurchsichtige Handel ist ein Angriff auf das Vermögen der Migros. Wer steckt dahinter? Stecken Migros- und Globusverantwortliche mit den Investoren unter einer Decke? Wer profitiert von diesem Handel? Was für Gelder sind das in diesem angeblichen Thailändischen Fonds? Thailand ist bekanntlich keine Demokratie. Man muss nur die am Boden liegenden Leibwächter des Thailändischen Königs sehen, wenn dieser in der Schweiz auf Velotour geht. Und der Österreichische angebliche Milliardär: Investiert der tatsächlich eigenes Geld und wenn ja, woher stammt dieses?

    • Herr Gutzwiller
      Schauen Sie sich bitte im internet (Wikipedia) mal die Central Gruppe in Thailand an
      Mit freundlichen Gruessen

    • Manor hat für sein Kaufhaus ca. 500 Mio CHF geboten.

      Zu diesem Preis haben sie es aber nicht bekommen.

  15. Tja. D Migros ghört Eus allne. Bzw mir alli zaahlid die Megabonusse für solchi Megadeals. Sozage usde Region, in biz entfernteri Region.

    • Sie sind so ein „Schwätzer“. In der Migros gibt es keine Boni! Der CEO verdient 995‘000,-, das Group Executive Board je 660‘000.-
      Total compensation.
      Dafür würden alle hier mitmeckernden Banken-MDs doch morgens gar nicht aufstehen.

  16. gut das migros zum kerngeschäft zurückkehrt. aber bitte die „classic“ schoggi und andere Produkte die in d produziert werden und zu überhöhten preisen in der ch verkauft werden wieder aus dem regal… boykott meinerseits ist ansonsten garantiert.
    migros- oder coopkind wird hier zur frage

  17. Da schleichen sich Umstrittene in Konzerne ein um diese für private Optimierung zu nutzen und auszuhöhlen!

    Dies bedeutet Alarmstufe eins für die Migros !!!!!!!
    ====================================================

  18. SWISSAIR lässt grüssen – es wird bei MIGROS wohl ähnlich gehen…
    Ich war praktisch mein ganzes Leben lang ein MIGTOS-Kind, habe inzwischen aber mehr und mehr zu COOP gewechselt. MIGROS ist leider zum verstaubten, drögen, altbackenen, biederen „Gemischtwarenladen“ verkommen, dem jegliche Dynamik fehlt. Ich hätte da schon längst durchgegriffen, wenn ich, als „Besitzer“, was zu sagen hätte…

  19. Benko, Berninghaus und die ganze Truppe haben das Geld ja nicht selber in cash um Globus, Kadewe und Kaufhof zu kaufen. Sondern: lauter Superreiche (Sprüngli-Tanner, Porsche-Wiedeking) etc. zählen zu den Investoren. Das ganz grosse Problem ist, dass das Benko Imperium basiert auf 3-4 fachen Leverage (Kredithebel). Benko leiht sich zB 100 Mio. und holt sich darauf dann 300 Mio kredit. Dieses hochriskante Elemente verschweigen Benko und Berninghaus ihrn Ivestoren. Bald könnte das Ganze zusammenbrechen, das gäbe einen Supergau für Benko.

  20. Ich finde den Verkauf von Globus gar nicht so „fragwürdig“, wie in LH beschreibt, ist doch für MGB eine gute Geschichte: Damaliger Kauf 700 Mio, Verkauf > 1 Mia, Gewinn ca 300 Mio nach Abschreibung der Mio, die MGB während den Jahren „reingebuttert“ hat. Grosso modo, MGB ist wieder ein Sorgenkind mehr los => Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt!

  21. Eine träge Genossenschaft mit grossen Problemen, einem wenig handlungsfähigen Management und einer unmöglichen Firmenstruktur verscherbelt Immobilien an Immobilienspekulanten mit viel Insiderwissen…
    Die Investoren habe ja nur für die Immobilien bezahlt, die Marke Globus hat gar keinen Wert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es z.B. den Globus Lausanne in 5 Jahren noch gibt. Jetzt wird saniert, in Zürich rechnet sich das vielleicht und sonst ist es auch nicht schlimm für die Investoren, mit den Immobilien lässt sich ja das grosse Geld verdienen.
    Nachhaltig wäre einzig gewesen, wenn die Migros die Immobilien behalten hätte (als Mitbesitzer der Migros … würde ich niemals zustimmen, dass Immobilien an solchen Lagen an gerissene Spekulanten verkauft werden) und ein Investor die Marke Globus gekauft und sich verpflichtet hätte diese zu entwickeln aber klar, damit lässt sich kein (oder zu wenig) Geld machen.
    Stellt sich auch die Frage, ob die Migros mit dem Verkaufserlös irgend etwas sinnvolles anstellt. Leider bin ich da pessimistisch, in den Migros Strukturen versickert viel zu viel Geld als dass die Migros trotz ihrer aktuellen Marktstellung längerfristig der Konkurrenz gewachsen ist. Es ist wohl ein schleichender Niedergang der weitergeht.

    • Lausanne und Umgebung hat viel Kaufkraft, vornehmlich jene der Konzern- und Funktionärsexpats und den Pauschalsteuerrentnern, die dem VD-Finanzdirektor Broulis bekanntlich so ans Herz gewachsen sind. Man wäre ja blöd, dieses Geld nicht abzuschöpfen. Und sei es mit einem Globus und einer «***-Delicatessa» im Sous-sol.

    • Ich wohne in Lausanne und gehe regelmässig in den Globus, insofern habe ich das nicht zufällig gewählt aber ich sehe kein Potential für einen noch teureren Laden dieser Grösse, vielleicht in Genf aber nicht in Lausanne, diese Kundschaft existiert hier schlicht nicht. Viele teure Läden sowie der bekannte Traiteur am St. Francois haben in den letzten Jahren geschlossen.

    • Im Glattzentrum macht die Migros genau das Gegenteil:

      Immobilie verkaufen und Mieter warden!

      Wird schon seine guten (??) Gründe haben.

  22. Gottlieb und Adele Duttweiler würden sich im Grab umdrehen wenn sie sehen würden was einige Vorgänger von Zumbrunnen aus der MIGROS gemacht haben! Wie lautet doch der altbewährte Spruch: Schuster bleib bei deinen Leisten!!

    • Duttweiler konnte es auch nicht nur bei seinen Leisten, dem «MIttelGROSsmarkt» belassen. Nein, er musste u.a. auch in die Gastronomie (Migros Restaurants), in den Buchhandel (ExLibris), in die Finanz- und Versicherungsbranche («Girodienst», später Migrosbank sowie Secura), in die Weiterbildung (Klubschule), in den Treibstoffhandel (MIGROL), in den Medienzirkus («Die Tat» und «Brückenbauer»), in die Reisebranche (Hotelplan), in die Schifffahrt (Reederei Zürich AG) oder in die Politik (Gründung der LDU) einsteigen.

      Duttweiler wollte, wie seine Nachfolgedirektoren, alles machen und überall dabei sein. Tatsächlich also erleben wir nach wie vor Duttweiler in Reinkultur.

    • Eben, der Schuster bleibt seinen Leisten und konzentriert sich wieder auf das Kerngschäft.
      Der Spruch mit Duttweiler ist so alt wie die Migros selbst und passt hier absolut nicht in die Diskussion.

    • …und davon wollte die abgewählte ex-Bundesrätin Metzler auch noch eine Scheibe abschneiden – als dann zu eng wurde, ist sie noch schnell abgesprungen…
      Non olet!

  23. Migros hätte die Globus nur umbauen können mit einem teuren Sozialplan für deren Mitarbeiter. Sie hat dies nun vermieden, indem sie an Benko und seine thailändischen Alliierten verkauft hat. Benko kann nun schalten und walten wie er will und so viele Mitarbeiter entlassen, wie es ihm behagt. Er wird nie einen Sozialplan aufstellen und das ganze Elend der Mitarbeiter der RAV überlassen und wenn die Fristen der RAV abgelaufen sind der Armen-Fürsorge der Schweizer Gemeinden, die ja bekanntlich unbedingt nach der Logik von FDP, SVP und Grün-Liberalen reduziert werden muss. Die SP und die Grünen haben für diese bedauernswerten EX-Mitarbeiter der Globus Gruppe keine Zeit. Sie kümmern sich intensiv um
    die elenden Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika. Es muss auch sicher gestellt werden, dass sie ihre Gesetze, Sitten und Gebräuche hier nahtlos fortsetzen können. Das schuldet die reiche Schweiz diesen Armen, aber der Wind der freien Marktwirtschaft muss der Schweizer, auch wenn er jahrelang seine Steuern bezahlt hat, ertragen.

    • So ein Schwachsinn… Schweizer Konzern und Grossbanken beuten seit Jahrzehnten den „halben Globus“ auf Kosten der dortigen Popolationen und Umwelt aus und getraut sich jemand über befürchtete Massenentlassungen aufgrund einer Fremdübernahme zu beklagen…

  24. Ich würde mich nicht wundern, wenn die neuen Besitzer nur an den Globus-Immobilien interessiert wären, die man dann nach einiger Zeit mit sehr hohem Profit wieder verserbelt.

    • Es sind gerade mal acht Objekte, die das Unternehmen Globus in seinem Immobilienportefeuille vorweisen kann. Das ist quasi nichts verglichen zur früheren Jelmoli Holding AG, die 2009 in der Swiss Prime Site AG aufgegangen ist.

    • Logo die Swisslife macht es Benko mit dem Manor Gebäude vor
      wie man die Miete verdreifachen kann…wieso auch nicht mit dem Globus Gebäude we will see it soon

  25. Die neuen Eigentümer von Globus müssen nicht per se schlecht für die Zukunft dieser Institution sein, im Gegenteil!
    Die Rolle einiger Beteiligten in diesem Deal – insbesondere bei Betrachtung der Vergangenheit – hat ein „Geschmäckle“…
    Herbert wollte erst selbst übernehmen. Je tiefer der Preis, desto eher hätte das klappen können. Dann schied er als Käufer aus dem Rennen aus, blieb aber als Klein-Aktionär von Globus drin. Je höher der Preis, desto mehr Wert hat sein Aktienanteil.
    Wie viel Zeit in den letzten Monaten für seine Tätigkeit als CEO blieb, sei mal dahingestellt.

    • @ Oberholzer

      Klimahysterie dient dazu um die grossen Menschenmassen von den riesigen Problemen des Betrugsfinanzsystems der Notenbanken und Banken abzulenken.

      Und die CO2-Lüge /-Steuer dient dazu um die gehirngewaschene und desinformierte, leichtgläubige und verarschte Bevölkerung mit neuen Steuern auszunehmen, und die Einnahmen für neuerliches Wirtschaftswachstum (Subventionen im Gebäudebereich / Solarkollektoren/Photovoltailk /Gebäuderenovation/Gebaudeisolation/ Elektrogöppelis /Verbot von Ölheizungen-Heizungserneuerungen ..usw.) zu verwenden. Beim AKW-Verbot gehts in die gleiche Richtung. Alles abbrechen und durch Windrädli und Co. ersetzen ergibt neues Wirtschaftswachstum, das die Banker zur Aufrechterhaltung ihres Kreditschneeballsystems dringend benötigen.
      Es geht nicht um Klimaschutz, sondern um Aufrechterhaltung des Wirtschaftswachstums, damit das Kreditschneeball-Finanzsystem der Banker weiterläuft, und die Politiker möglichst Vollbeschäftigung nachweisen können, um wiedergewählt zu werden.
      Was stattfindet, ist die totale Verarschung der Menschenmassen!
      Für nichts anderes dient die ganze Angstmacherei mit der Klimahysterie!

      Wer sind die Profiteure des ganzen?
      Banker, Politiker und die Konzerne, welche die obigen Einrichtungen liefern und ersetzen.
      Letzlich wird das Klima durch diese Prozesse gar nicht entlastet, sondern durch das ständig fortlaufende Wirtschaftswachstum eher noch mehr belastet.

      GRÜSSE.

    • Es ist ja auch das erklärte Ziel, dass Sie sich Sorgen machen und in Panik verfallen. So sind Sie als Mensch beschäftigt, werden also effektiv an Ihrer Selbstentfaltung gehindert – und Sie lassen mit Blick auf Freiheitsrechte und Steuerpflichten Dinge mit sich machen, die Sie nüchtern nie über sich ergehen lassen würden.

      Im depressiv stimmenden Angesicht eines nie eintretenden Weltunterganges geht das aber. Das alles ist ja auch nichts Neues, denn schon die Kirche wusste, dass man die Herde mit Weltuntergangslegenden am effektivsten beisammen hält.

      Wann lernt der Mensch endlich dazu und lässt sich sein Leben nicht mehr von Apokalyptikern mies machen?

    • Greta arbeitet als für das internationale Grosskapital!
      Steile These.
      Was muss man dafür rauchen?

  26. MIGROS ghört de Lüüt….das ist doch der Werbespruch der MIGROS. Wenn’s aber ums „Scheffeln“ und noch weiter um „Entscheide“ geht, dann gehen „d Lüüt“ leer aus.
    Die MIGROS wird von McKinsey und Co über den Ladentisch gezogen und es werden den Raubrittern Tür und Tor geöffnet. Das ist nicht mehr meine MIGROS. Das ist ein Auslaufsmodell und gehört entsorgt.

  27. Das stinkt ja alles bis zum Himmel. Diese 3 Gestalten übertölpeln mit McK im Hintergrund die heillos überforderten Migros Manägerli. Das ist ja bald so schlimm wie bei den Finanzhaien.

    • Für die McBerater ein Amuse-Gueule. Die haben ja sonst mit ganz anderen Kalibern zu tun; etwa der Deutschen Bahn, der Bundeswehr oder dem «New Green Deal» der EU.

    • Hallo Isaak
      Das stinkt ja alles bis zum Himmel.
      Damit bleibt Globus seiner Mentalität Treu.
      Denn beim Globus – Magazine hat es schon immer bis zum Himmel Gestunken.Und zwar auf der ganzen Linie.
      Nicht erst seit dem Verkauf.
      Ich kann das Beurteilen, ( Insider ).

    • Hallo Loomit
      Duttweiler dreht sich nicht im Grabe.
      Und warum nicht?
      Die Zeiten wo Duttweiler gross geworden ist sind längstens vorbei.
      Wenn ich den damaligen Erfolg dem Heute gegenüber stelle,
      so muss ich sagen resp. Schreiben, Duttweiler hätte null Erfolg.

  28. Die Migros war einst ein angesehenes Unternehmen und wird heute leider nicht mehr von kompetenten Managern geführt. Da wird es mir übel, wenn ich die TV Werbung sehen muss. Die Migros gehört uns ist ja nur noch eine Farce.

    • Die Migros hat ein strukturelles Problem: die Genossenschaften schwatzen dem MGB (weil der den regioanlen Fürsten gehört) bei der Strategie dauernd drein und blockieren alles, was die Macht der Regionalfürsten um ein Muggenseckeli einschränken könnte oder sie profilieren sich, indem sie nur gerade das von Strategie umsetzen, was ihnen passt. Insofern grenzt es bereits an ein Wunder, dass der Zumbrunnen wirklich ausmisten kann. Was soviel heisst, dass das Dach offensichtlich schon länger in Flammen steht und den „Eigentümern“ sprich Genossenschaftern tonnenweise Sand in die Augen schaufeln. Sonst hätten die Fürsten das schon längst blockiert. Die Migros-Führung unterscheidet sich von den Banken und den börsenkotierten Konzernen nur marginal. Die von der Migros können sich auch ohne Kontrolle selber bedienen und das wesentlich länger, weil ja eine Kontrolle durch die „Besitzer“ gar nicht stattfindet („d’Migro ghört de Lüüt“). Ich bekomme jedes Mal Schreikrämpfe. Der Loosli bei Coop hat das viel schlauer gemacht, weil er den Regionalfürsten den Gummi geschliffen bzw. deren Fürstentümer geschleift und die Inhaber entmachtet hat. Für mich bis heute eines der grossen Wunder punkto Führung und Konsequenz. Dazu kommt die Bio-Welle, welche von der Migros völlig verschnarcht und in typischer Migros-Arroganz ignoriert wurde. Dafür hechelt die Migros Coop hinterher, indem sie jedes einzelne Frischprodukt mit durchsichtigem Plastic(???!!!) einhüllen und so gross, wei es nur geht „bio“ darauf klatschen. Coop dagegen hat einen nicht unerheblichen Teil des Bio-Angebotes im Offenverkauf. Merksch öppis? Bei Coop ist sicher auch nicht alles Gold, was glänzt. Aber sie haben die Migros ganz klar überholt.

    • Gedankenspiel:
      Nenne drei Unternehmen, die angesehener sind und vergleichbare Werte auf demselben Niveau pflegen (Nachhaltigkeit, Kulturelles, Soziales, etc.).
      Mir fiel kein anderes Unternehmen ein….

  29. Was macht eigentlich Gaydoul? Es ist still geworden um den Mann, der das Geld seines Grossvaters verprasst und alles was er anfässt, wird zu Rost statt Gold.

  30. Bitte richtig recherchieren:

    Berninghaus hat für Migros nicht interio gekauft sondern die deutsche Depot mit den Interio Boutiquen fusioniert. Dass er dabei selbstlos gehandelt hat, ist möglich…

    Nun das selbe Spiel bei Globus.

    Aber das ist ja heute üblich, nachdem auch Pfister nach A an XXXL verkauft wurde und – oh Wunder – bei den XXXL der frühere Chef von Pfister sitzt.

    Loyalität über den erhaltenen Bonus hinaus? Nada!

    • Wenn ich so unqualifiziert schreiben würde, wäre besser wenn sich Trudy vorher informieren würde über du Signa Gruppe!!

  31. Habe das auf Banken oft gesehen. ZWEIFELHAFTE Persönlichkeiten, Manager, kommen in GL, Kaufen überteuert dazu (profitieren erstes Mal) wechseln die Nektarblume, und kaufen dem geprellten Konzern die kuchenstücke zum Discintpreis wieder ab. Modell RAIFF lässt grüssen.