Banken voll abhängig von Pannen-Swisscom

ZKB, Aargau-KB, CS: Viele Geldhäuser haben Kernaufgaben an Berner TelCo ausgelagert. Deren Crashes gefährden Finanzplatz.

Diese Nacht war Mattscheibe. Die Swisscom machte schlapp, kein Handy ging mehr, Internet war unten, Fixtelefonie sowieso. Polizei- und Sanität-Notall: Kein Anschluss unter dieser Nummer.

Nach dem Ausfall im Januar der zweite Grosscrash der staatlichen Telekom-Firma im 2020. Für viele Banken wird damit die Swisscom vom gefragten Partner zum ernsthaften Risikofaktor.

Immer mehr Geldhäuser haben in den letzten Jahren zentrale Aufgaben an die Swisscom ausgelagert. Sie haben sich damit in eine Abhängigkeit begeben, die sich nun rächen könnte.

Nämlich, wenn die Swisscom ihr Netz und ihre Leistungen nicht mehr im Griff hat. Dann trifft es nicht „nur“ Polizei, Feuerwehr und Ambulanz.

Sondern auch den Bankenplatz. Vieles könnte dann stillstehen: keine Überweisungen mehr, kein Trading mehr, keine Mails mehr.

Das alles läuft mehr und mehr über Swisscom-Server und -Netze. Der Schweizer Finanzplatz, er hat sich zu einem rechten Teil der einstigen Berner Monopolistin ausgeliefert.

Hier spricht Ihr Kapitän. Hallo? Hören Sie mich? (Swisscom, CEO Schäppi)

Erstaunlich, was Banken an wichtigsten Funktionen der Swisscom übergeben haben.

Allen voran die Zürcher Kantonalbank. Sie entschied sich vor 3 Jahren, den Bernern ihren Zahlungsverkehr zu überlassen.

Dabei geht es nicht um irgendeine Mini-Applikation. Sondern um ein Herzstück der ganzen Bank.

Und die ZKB ist auch keine Feld-Wiesenbank, sondern die Nummer 4 im Land und eine von fünf „systemrelevanten“ Finanzhäusern.

Erst kürzlich waren die Basler Kantonalbank und weitere Banken vom Rheinknie am Zug. Sie gingen noch einen Schritt weiter. Neu erledigt die Swisscom für BKB und Co. sämtliche „Finanztransaktionen“.

Die Kantonalbanken sind besonders eng mit der Swisscom verbunden. Das hängt mit Avaloq zusammen, der führenden Banken-Software, die bei vielen Staatsbanken zum Zuge kommt.

Die Swisscom und Avaloq sowie eine zweite Banken-Softwarefirma, die Finnova, arbeiten beispielsweise bei der Aargauischen Kantonalbank eng zusammen.

Die Swisscom hat sich bei der Finnova sogar mit eigenem Geld eingekauft. Sie hält seit ein paar Jahren ein paar Prozente an der Software-Firma.

Was droht, wenn die Swisscom-Systeme ausfallen – was sie offenbar immer öfters tun –, zeigt das Beispiel der Credit Suisse. Dort war während mehrerer Stunden der ganze Handel in der Schweiz beeinträchtigt.

Die CS-Händler sassen vor verstummten Telefonen, Swisscom sei Dank.

Oder die Datenpanne mit 3‘500 CS-Bankern mit Swisscom-Geschäfts-Abos. Die erhielten plötzlich die Verbindungsdaten ihrer Kollegen.

Die Swisscom ist unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit zu einem immer grösseren Insourcer der Schweizer Banken geworden. Der Finanzplatz hat damit ein Risiko, das auf den Namen der Telco lautet.

Fällt die Swisscom aus, stehen die Geldhäuser still.

Selbst ist das Unternehmen kein leuchtendes Beispiel – nicht nur wegen den ständigen Pannen.

In den letzten Jahren hat die Swisscom-Führung geschätzte 1’000 Millionen mit Miss-Investments aus dem Fenster geschmissen.

Kommentare

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  1. Aus Geldgier hat die Swisscom eigene teure Techniker entlassen, die Technik an die billigsten Anbieter ausgeliefert: alles in Chinesischer Hand.

  2. Die Liste lässt sich beliebig erweitern: Regionalbanken wie Esprit-Netzwerk Banken, RBA und derlei haben tonnenweise IT-Dienste, u.a. das äusserst kritische Betreiben der Banksysteme, beim ehemaligen Telefon-Anbieter. Kein Wunder, wandern Gruppen wie die Clientis Banken ab und finden bei einem IT-Dienstleister mit Sitz im Graubünden eine neue Heimat.

  3. Ich kann mich noch gut an den Satz eines Privatdozenten erinnern. Ausgesprochen 1993 in meinem Informatikstudium. „Outsourcing ist die dümmste Idee, die Sie haben können“.

  4. Outsourcing, Clouditis, Managerboni, ü50 Entlassungen, korrupte Politiker, die Liste ist endlos. Und wir wundern uns noch über solche Probleme?

  5. Ausnahmsweise war ich gestern Abend am PC, bei schöner Musik von meinen SONOS-Boxen von SRF1 (Internetradio). Da gab es keine Störung. Als ich kurz vor Mitternacht eine Website öffnen wollte, kam nur eine Störungsmeldung. Im Swisscom Router schnell die DNS-Serveradressen von Swisscom auf Google geändert (8.8.8.8 und 8.8.4.4) und das Internet war wieder da und die Website wurden wieder gefunden. Nur Swisscom-TV ging nicht, auch die Swisscom-App fand nichts.

  6. So kommt es wenn man sparen will auf bigen und brechen. Die CS hat ihr Netz seit ca. den 90ern ausgelagert und seit her gibt es nichts als Probleme. Davor konnte man zu den Netzwerk Leuten gehen und man setzte dann das um was geplant war. Swisscom ist unbrauchbar, die Probleme die sie selber produzieren zeigt ein klares Bild. Sie haben keine Ahnung und das ganze Netz ist ihnen über den Kopf gewachsen. Man kann nicht nur sparen, das gilt auch für die Banken, immer weniger bezahlen bei den wichtigsten Sachen. Nehmt ein paar Mio. von den Managern die auch eine grosse mit Schuld tragen und nur auf eines schauen das die eigenen Mio. Bonus größer werden.

  7. Peinlich ist, dass sie einen chef namens Schäppi haben, der im SRF als statement abgibt, er sei stolz darauf, nur 1.8 mio zu verdienen, denn es ginge ihm nicht ums geld. Er mache seine Arbeit so gerne.
    Besser wäre, wenn er gar nicht mehr für die Swisscom arbeiten würde, denn er richtet mit seiner Strategie viel mehr schaden an als man meint. Und wenn er nicht mehr da ist, könnte man 1.8 Mio sparen!

    • Einer der bei 1.8 mio Gehalt von „nur“ spricht der hat sie nicht mehr alle. Punkt.

  8. Alles hat seinen Preis und den muss man irgendwann und in irgendeiner Form bezahlen. Die Sparmassnahmen und HSG-Praktiken zeigen nun ihre Wirkung. Ob es im Mangement und insbesondere VR (Loosli) konsequenzen haben wird? Vermutlich nicht.

  9. Man muss auch diesen Ausfall ein ganz wenig differenziert betrachten.
    Was ist passiert?
    Ein ganz kleiner aber eminent wichtiger Internetdienst ist ausgefallen.
    Nämlich die Namensauflösung (Domain Name System).
    Bei so wichtigen Dingen ist eigentlich Redundanz gefragt.
    Da steht nun eine grosse Preisfrage im Raum. Was ist der Grund? Kostendruck, Unfähigkeit……
    Man kann ja auch sagen wer Kunde bei einem solchen Bastlerladen ist
    ist selbst schuld.
    Das greift aber viel zu kurz da ja auch alle Notfallorganisatioen
    betroffen waren.
    Irgendwie passt es in die ganze Landschaft. Swisscom versucht mit allen Mitteln sich die fähigere Konkurrenz (z. B. INIT7) vom Leibe zu halten.
    Dies auch unter dankbarer Mithilfe der Politik (letzte Meile usw).
    Man kann diese Gedanken noch ein ganz wenig weiter spinnen.
    Hardware (Router von neutralem Hersteller) im Besitz des Kunden
    ist alles andere als erwünscht. Der Kunde könnte ja selbst ein wenig schrauben und so seine Abhängigkeit (Netzsperren usw) reduzieren.

    Und zum Schluss noch ein ganz böser Gedanke. Die Software des Swisscom Routers lässt sich ganz locker durch die Hintertüre manipulieren. So dass z. B. sämtliche Daten direkt zum Nachrichtendienst weitergeleitet würden.
    Beim einem Router eines neutralen Herstellers wäre dies nicht so
    einfach möglich.

    • Werter SysAdmin
      Du hast natürlich voll recht: Die ganzen Swisscom Netzte sind auch nur ein Teil dieses verblödeten Ami-Spionage-Spielzeug Packs.
      Zum Glück gibt es noch einige andere DNS Resolver und IP Möglichkeiten sowie HW von Nicht-Swisscom Anbietern und nicht-US Hintertür Produktion

    • „Beim einem Router eines neutralen Herstellers wäre dies nicht so
      einfach möglich.“
      You are a dreamer you.

    • Ja genau, wenn man beim Sparen auf die gloriose Idee
      kommt, die primary und secondary DNS Software auf der gleichen Hardware zu betreiben, ja dann wird’s eben finster…

  10. Es gibt da einen kleinen, feinen ISP am unteren Rheintalende. Viele Banken aus dem Ländle sind schon dort angeschlossen, weil’s auf Dauer halt eben enorm viel besser klappt als mit den „grossen“.

  11. Hier werden Birnen mit Äpfeln verglichen. Das Outsourcing an die Swisscom sind Auslagerungen in ein Rechenzentrum der Swisscom oder Amazon oder Microsoft etc. Das betrifft Outsourcing oder Cloud Lösungen allgemein. Der Swisscom Ausfall gestern ist nicht gleichzusetzen mit dem Ausfall der Rechenzentren. Insofern sind alle Unternehmen betroffen, die Telefonie oder Internet via Swisscom beziehen. Das hat aber nichts mit den Auslagerungen wie Avaloq etc. zu tun.

  12. Die Swisscom Netzwerkmanager haben keine Ahnung. Wenn eine Störung auftritt rufen sie postwendend den Lieferanten an, er solle es richten… * Blöd, wenn dann das Telefon zum anrufen nicht funktioniert. Bis jemand auf die Idee kommt, den Ausfall über das Handy zu melden vergeht auch einige Zeit.

    * Habe da einige Jahre Erfahrung mit diesem Mechanismus

  13. Wir wollen wieder eine Swisscom, die die Füsse am Boden hat!

    Sorry, aber meine Meinung ist, dass Herr Schäppi seinen Lohn nicht wert ist, und dass er endlich abtreten soll. Hinzu kommt, dass die Preise keinesfalls Konkurrenzwürdig sind.
    Nur ein Beispiel: Huawei P30 Lite 128GB: Strassenpreis 249.-, Swisscom Preis 359.-
    Aber das ist nicht alles: Pannen über Pannen, sei es Cloud-Daten von Kunden löschen und nicht wiederherstellen können, Sei es Ausfälle wie der am 10.2.2020. Und was ich noch schlimmer finde, dass der Staat hier nicht endlich eingreift und mal ein Machtwort spricht.

  14. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der wiederholte Ausfall der Notrufnummern konkrete Todesfälle zur Folge haben wird.

  15. Es gab mal ein tolles Land in Europa, welches über hervorragende, sichere und zuverlässige Technologien und Infrastrukturen verfügte, souverän war und qualitativ hochstehende digitale Systeme betreiben konnte sowie sichere und vertrauliche Bankensysteme implementierte.

    Vor gut 40 Jahren hat die Regierung und führende Unternehmen in diesem Land ihren „Freunden“ und dem „imperialistischen Trupp“ in Washington Tür und Tor zu Politik, Wirtschaft und Rechtsstaatlichkeit geöffntet. Dieser Trupp hat keine fünf Minuten gezögert, um sich die geeigneten Hintertüren in der Politik, den Wirtschafts- und Technologiesystemen sowie dem Rechtssystem in der Schweiz zu implementieren – sie sind auch heute täglich offen … diese Türen.

    So sollte sich Herr und Frau Schweizer nicht wundern, dass dieses „tolle Land in Europa“ nun von den „netten Freunden aus Nordamerika“ über viele Hintertüren wirtschaftlich, politisch und sozial ruiniert und digital gespalten wird. Das ist das Resultat, wenn eigenes Denken, Handeln und Souverenität einem vermeintlichen „Freund“ ausgelagert wird. Willkommen im Reich der digitalen Marionetten.

    • Sie haben so recht, warum haben wir uns nicht der KGB, DDR, Mao, nicht liiert. Wir wären auf Niveau Venezuela, das wäre doch schön, Genoss Ziegler hätte Freude sowie die JUSO-SO!
      Zurück zu Swisscom. Die Firma muss unbedingt Privatisiert werden. Swisscom ist die Migros der Telecom, sie kontrollieren sich selbst kriegen Geld, Aufträge ohne grosse Bemühungen, man ist eben Swisscom…

    • Ja genau die Amis sind an allem schuld und die tolle Merkel kann alles. Renken Sie sich wieder ein, kommen Sie zur Besinnung und vor allem nehmen Sie Ihre Pillen ohne Unterbruch.

  16. Finde ich super gut. Vor lauter Totsparen fällt man nun auf die Schnauze. Sparwahn lässt grüssen. Mich freuts einfach.

    • Das totsparen ist deshalb, weil die firmengehälter so hoch sind, dass für das eigentliche nichts übrig ist

  17. Erstaunlich, wie verwundbar die Schlüsseltechnologie Telephonie geworden ist. Die alten Telephonleitungen waren ein Wunder an Robustheit dagegen. Die liefen selbst noch, wenn der Strom ausgefallen war. – Ich wundere mich übrigens, dass es noch keine Bank gibt, die ihren Kunden das Angebot macht, ihre Konten nur auf Papier zu führen, im guten alten Stil. Es gäbe kaum eine sicherere Methode. Eine Marktnische.

  18. In Anbetracht der operativen Performance der Schweizer Geldhäuser ist Stillstand nicht so dramatisch. Wenn alles stillsteht, können sie keine Dummheiten machen. Danke, Swisscom!

  19. Swisscom war mal ein stolzes und tolles Unternehmen. Carsten S hat es geschafft, aus einem trägen Apparat ein dynamisches Unternehmen zu machen und noch dazu einen tollen Spirit und eine tolle Kultur zu implementieren. Dieser Spirit und diese Kultur wurde in den letzten Jahren mehr und mehr vernichtet – das Hauptaugenmerk wird nur mehr auf „verwalten“ ausgerichtet. Gute, dynamische Leute verlassen das Unternehmen, mittelmässige Leute und Ja Sager bleiben und sitzen die Zeit bis zur Pensionierung ab und sind bei solchen Ausfällen fachlich total überfordert. Wie soll sich bei so einer Personalpolitik das Unternehmen weiter entwickeln? Man müsste bei SC ganz oben anfangen und eine Rundumerneuerung des Managements vornehmen, dann käme der träge Tanker hoffentlich wieder etwas in Bewegung

  20. Es rächt sich nicht die Abhängigkeit von Swisscom, es rächt sich die unglaubliche Technikgläubigkeit! Man kann davor warnen und wird nur ausgelacht.
    Aber die Bombe tickt

  21. Tja, es finden halt eben (fast) alle Konsumenten geil, dass man in unserer „modernen“ Welt praktisch alles elektronisch erledigen kann – was punktuell auch durchaus seine Vorzüge haben kann. Viele würden dabei auch noch freiwillig für die Abschaffung des Bargeldes plädieren…!

    Wenn man also meint, man müsse die gesamte technische Kommunikation national und global IP-basiert bewerkstelligen, und sich damit in 100%ige Abhängigkeit vom IP-System begibt, gibt’s halt logischerweise einen „Single Point of Failure“…

    Es ist noch nicht so lange her, da hatten wir – paralell zu den Routers für die IP-Kommunikation – noch die alte, stabile und immer Verfügbare Amtsleitung der PTT/Swisscom. Doch aus bestimmten Gründen ist eine immerwährende Kommunikations-Verfügbarkeit heutzutage nicht mehr erwünscht, obwohl unser System derart technokratisch geprägt ist wie noch nie in der Geschichte! Das ergibt voll Sinn, nicht wahr? Cui bono…?

    • Bemerkung zu Swisscom/PTT: vielleicht sollte man nachforschen, wer damals die wohl dümmste Aufteilung der PTT durchgeführt hat…
      War es etwa BR Villiger mit seinem Juristen, der heute noch im EFD sitzt?
      Der gleiche Villiger, der in der Kryptogeschichte zu später ‚Ehre‘ kommt? Eventuell auch mit dem gleichen Juristen, welchen er damals aus dem EMD/VBS mitgebracht hat? Tipp: EKue…Kürzel…
      Wenn die Weichen von den falschen Leuten gestellt werden, kann schon ein paar Jahrzehnte sch… laufen.

  22. Die Banken sind in unheilvoller Weise von Swisscom abhängig. Sie täten gut, wieder mehr in eigene Netze und auch unabhängige Software zu investieren. Die Swisscom hat zudem eine Kultur des Optimierens und Sparens statt eine Kultur der Veränderung und Transformation eingerichtet. Zudem haben Sie dieses Jahr entschieden, ihre eigene Unternehmenskultur ohne Unterstützung durch gute Organisationsentwickler fortzuentwickeln. Ein klarer Fehlentscheid. Allerdings müssen sie dazu erst die Parasiten Berater von McKinsey und anderer amerikanischer „Experten“ loswerden, zudem die Trendsurfer Berater mit Ihren neusten Hypes. Die CS hat ja mit einem völlig korrupten Ex Mc Kinsey Bluffer gezeigt,wo dies hinführt.

  23. Es zeigt sich einmal mehr:

    Internetbanking und Digitalgeld sind nichts anderes wie totaler Schrott!
    =======================================================================

    Deshalb adios Kryptobanker, Banken, Notenbanken, IWF, Weltbank, und BIZ-Bank ! Adios Bitcoin!

    Wer dass Falschgeld der Banken akzeptiert hat drei grosse Risiken:

    1. Ausfall der Telekommunikation
    2. Stromausfall (Blackout)
    3. Das Falschgeld der Banken und Notenbanken ist beliebig vermehrbar und
    dadurch letztlich wertlos. Wenn das “Digitalgeld“ nicht mehr auf
    den Bildschirmen aufleuchtet ist es tod.

    Und wenn bei einem Crash die Telekommunikation, oder der Strom ausfällt, sind sie handlungsunfähig, und können nicht mal mehr beim “freudigen Ereignis“ zuschauen wie die Kurse runterrasseln.

    Nur Gold und Silber sind unzerstörbares echtes Geld, und somit übrigens auch eine sichere Altersvorsorge, da nicht beliebig vermehrbar, wie die Falschgeld-Währungen der Banker und Regierungen.

    Adios, BVG = Banker-Vermögensvernichtungs-Gutaben
    Adios, AHV = Armuts-Hinterlassene-Vermögensvernichtung

  24. Die Swisscom ist nicht einmal in der Lage, ihre eigenen Server zu backuppen. Riesiger Verlust von Kundendaten letztes Jahr. Dann ständige Ausfälle von mission-critical Systemen wie gestern wieder. Das geht gar nicht, erst recht nicht bei diesen gesalzenen Preisen. Bankdaten haben dort definitiv nichts verloren.

  25. Und jetzt stellt euch vor, was passiert, wenn die vielen Clouds ausfallen!

    Was man jedoch nicht bemerkt ist, wenn aus der Cloud geklaut wird!

  26. Der Bund erhältlich als Gross- und Hauptaktionär jedes Jahr rund 750 Millionen aus dem Gewinn der Swisscom für die Bundeskasse. Sozusagen eine weitere Steuer, welche Kunden des immer noch monopolist agierenden Telecom-Riesen (unbemerkt) bezahlen. Deshalb auch die teuersten Handy Tarife.

    Klar hören wir aus dem Department von Frau Somaruga (früher Leuthard) nie etwas bei solchen Grosspannen und Fehlinvestitionen. Mit dem Gewinn lebt’s sich vortrefflich.

    • schlimm ist zudem, dass frau sommaruga als frühere konsumentenschützerin das zulässt – schämen sollte sie sich!

  27. und einmal mehr, die Personen welche solche Entscheide verantworten werden nicht zur Verantwortung gezogen. Im Gegenteil, sie bekommen die grossen Boni!!!

    • Welche grossen Boni? Bitte zuerst informieren bevor sie hier solchen Mist rauslassen!

  28. Die armen Banken hatten früher eigene Telefonzentrahlen, Standleitungen an die Börse in New York, so ein Teil hat 1 Millionen im Jahr gekostet, eigene Glasfasernetzte und so weiter. Und dann hat ihnen die Berner Telco alles weggenommen, Quatsch sie haben sich das weg gespart inklusive die
    Backupsysteme und dann ausgelagert. Und wenn man die Kosten mit dem Bonus verknüpft auch noch die Preise gedrückt beim Provider, und der musste dann auf „All IP“ zum Sparen… Und jetzt tragen die Banken das Risiko… Ich denke nicht, sie haben sicher mit den Bernern ein Penaltysystem abgemacht, und wer zahlt… Befiehlt. Nicht Jammern, weiter sparen, denn wer spart gibt kein Geld aus.

  29. Unter Urs Schaeppi wurde eine Kultur des Management Accounting, Fokus auf Kostensenken und kurzzeitige monatliche Profitabilität gefördert. Gleichzeitig stehen die durchschnittlichen Middle Manager Löhne bei 350kCHF.
    In Innovationsprojekte werden zwar Millionen gesteckt aber im Kontext / Kultur der Swisscom enden diese nie in einem profitablen Geschäftsmodell. Sie enden oft in einem Konzept oder Fragmentchen eines späteren Geschäftsmodells.
    Es ist Schaeppi, der diese Verwaltermentalität, dieses unselbständige Mitsitzen ohne Wirkung in den Kernkompetenzen fördert. Er fördert eine Hörigkeit, selber gestützt vom nichtwissenden Bundesdepartement und nichtwissenden Parlamentariern. Unsere wichtigste staatliche Infrastruktur ist kontinuierlich gefährdet. Hier war Privatisierung fehl am Platz. – Das einstige Schweizer Modell für Schlüsselinfrastrukturen wie Verkehr, Transport, Kommunikation, Gesundheitswesen hätte nie angelsächsische oder Deutsche Benchmarks nachahmen sollen. Da waren wir McK und BCGs und Big4 Consultants dran Schuld. Die Schweiz hätte sich nicht mit schwächeren Systemen vergleichen, geschweige denn, sich diesen anpassen sollen. Schade, dass wir Schweizer immer dem exotischen tollen Berater glauben. Wir sind selber schuld. Wir sind zu faul, selber Lösungen zu entwickeln, zu finden, und auch umzusetzen. Wir beschäftigen uns lieber mit Administrieren und Verwalten. Konzentration auf Schweizer Modelle aus dem Inneren entwickelt mit eigenen innovativen Talenten, die unsere Volkswirtschaft, unser Modell, unser System im Ganzen verstehen, würde uns nachhaltig Stärken.

    • Wer Benchmarks macht wird immer 2. oder 3.!
      Dazu kommt das Problem, dass die Software über die Jahre aus unzähligen „Rucksack-Add-ons“ besteht, bei denen niemand mehr den Überblick geschweige denn das Verständnis hat.
      Zudem heuern die wirklichen IT-Cracks in der Schweiz nicht mehr bei Swisscom, SBB oder den Banken an, sondern sie gehen zu den Google’s dieser Welt, sofern sie die Eintrittsanforderungen erfüllen.

    • Wunderbar – siehe mein Kommentar weiter oben … Es gibt doch schon Viele, welche etwas mehr Durchblick haben, als unsere fremdgesteuerte Politik.

    • Sommaruga – gaehn! Die Dame sollte lieber Klavierspielen (das kann sie ja) oder stricken lernen (vielleicht kann sie das ja auch schon). Alles Taetigkeiten, die nuetzlicher sind, als das was sie bisher getan hat.

  30. Post, Telekommunikation, Strassen, Bahnen, Flughäfen, Elektrizitätswerke müssen in Staatshand beleiben oder wieder dahin zurückgeführt werden. Alles andere kann privatisiert werden.
    Zumal die Privatisierungeswelle in der 80zigern nur einem Zweck diensten: Pöstli schaffen für Parteifuktionäre in Geschäftsleitungen und sinnlosen Verwaltungsräte.

    • @ Peter Meister
      Sie meinten wohl aus den Staatshänden befreien. In der Privatwirtschaft wird solches Gebahren und Versagen meistens sanktioniert.
      Bei der öffentlichen Hand gibt es dafür eine Mitarbeiter-Bewertung zwischen GUT und SEHR GUT. Und dafür gibt es bis zu 4% mehr Lohn. Und später noch eine fette Rente, welche bei weitem nicht ausfinanziert ist.

      NB: Unterdeckung bei öffentlichen rechtlichen Pensionskassen ca. 32 MILLIARDEN CHF; das sind am Ende des Tages Schulden, welche der Steuerzahler auslöffeln muss!

    • Liebe IP

      Ich habe hierzu einen Kommentar (Replik) geschrieben. Wieso wurde er nicht veröffentlicht?

    • @ miro, 13. Feb., 02:23
      IP ist bei Swisscom. Leider war das Netz mal wieder zusammengebrochen, daher hat es einige Stunden gedauert, bis deine Nachricht ankam.

      Timestamp: GMT 06:37, 13 Feb 2020

  31. Bei solchen Grossausfällen stellt sich immer auch die Frage der Netz-& IT Architektur. Swisscom scheint ihre eigene Architektur nicht im Griff zu haben! Vom Betrieb ganz zu schweigen (Wartungsarbeiten). Für die zuständigen Personen dürfte der letzte Grossausfall einer zuviel gewesen sein.

  32. Habs gestern auch gemerkt, als mein eBanking mal wieder nicht verbinden wollte.

    Ziemlich mühsam, dass die Swisscom die Probleme nicht in den Griff bekommt. Was sagt der CEO dazu? Er scheint mal wieder abzutauchen und die Probleme aussitzen zu wollen.

    So geht das nicht. Die Swisscom muss endlich vorwärts machen und auch 5G durchsetzen.

  33. Banken braucht heute niemand mehr, also spielt es keine Rolle, ob sie von Swisscom, Sunrise oder Cablecom abhängen.

    Höchst bedenklich ist hingegen, dass die Notfalldienste sich voll auf Swisscom verlassen, und kein Back-up mit einem anderen Anbieter vorgesehen haben. Im Krisenfall (= Swisscom spielt wieder mal ein neues Software Release ein, und gleichzeitig tobt ein Orkan) kann dies Menschenleben kosten!

  34. Ob da wohl jemand aus Versehen ein NSA Backdoor geschlossen hat, ohne welches das System nicht läuft? Wir werden es wohl erst in 40 Jahren aus der ausländischen Presse erfahren, ob dem so war. Wir wissen aber heute schon: Schuld war niemand und gewusst hat niemand nix! 🤡

    • Krypto AG, Zug lässt grüssen, niemand will etwas gewusst haben, weder im Bundesrat, noch im Parlament, trotz “Schweizer Geheimdienst“.
      Es ist doch schon lange klar, CIA und NSA spionieren schon seit langer Zeit von der Schweiz aus, aber auch in der Schweiz.

      Und genau bei denen wollen Bundesrat, Parlament und Militaristen des VBS neue Kampfjets bestellen. Welche Hardware und Software wird wohl in diesen
      “Kampfjets“ eingebaut sein, und wer wird diese “Kampfjets“ dann steuern?
      Ein VBS-Pilot, oder der CIA?

  35. Dass die Swisscom im Inneren marode ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Abertausende von betroffenen „Einzelfällen“ können ein Lied davon singen. Die Geschichten des Swisscomschen Totalversagens sind oft hahnebüchen.
    In letzter Zeit zeigt sich die Überforderung des Ladens nun zunehmend auch auf „nationaler Ebene“, indem wiederholt ganze Netze ausfallen.
    Manch Kunden schwant es vielleicht langsam, dass die jahrzehntelangen Fantasiepreise vielleicht gar keine Investition in Qualität, Zuverlässigkeit und Service waren, sondern irgendwo im ineffizienten Swisscom-Wasserkopf versickert sind.

    • @ Sander

      Die Swisscom scheint so marode zu sein wie die Banken, Notenbank, Systempresse und deren Berner Staatsregierung.

  36. Tja, wenn der Informations-Bus von Swisscom knallt und nur kranke (Stroke, Infarkte,…) Mitarbeiter Überstunden schieben müssen, braucht man sich nicht wundern…
    Die Grins-Doris hat nie nachgefragt, was da los ist, denn die Probleme bestehen schon seit Jahren,…dafür hat ihr der Loosli einen Job verschafft.

  37. Das ist nur ein kleiner Teil der wirklichen Story.

    Die klassischen Telco-Services wie Konnektivität sind ein Teil.

    Dann kommen jedoch noch Back-Office und sonstige Services dazu wie bspw. Rechenzenter, Datenmanagement, usw.

    Zudem betreibt die Swisscom für einige mittlere und kleine Banken die Kernbankenlösung(en) sowie relevante Unter-, Um- und Teilsysteme.

    All das basiert auf unterschiedlichsten Services der Swisscom. Kommt noch hinzu, dass die Swisscom bei SIX gewisse „nette“ Services erbringt.

    Das wirkliche Problem liegt jedoch anders. Hier verbinden sich kritische Infrastrukturen (Telco) mit kritischen Infrastrukturen (Banking) und kritischen Infrastrukturen (Clearing), währendem alle diese Infrastrukturen selber aus einer Unsumme von Services von Drittanbieter als Plattform-Service erbracht werden.

    Das sind Schönwetterkonstrukte und es ist lediglich eine Frage der Zeit bis es ernsthaft mal knallt. Dann werden sich alle überrascht und unwissend geben, die Politiker werden aufschreien, die Regulatoren wüten und die Betroffenen sich gegenseitig die Schuld zuweisen.

  38. Tolle Beobachtung, danke für diesen Beitrag! Übrigens sind nicht nur Geldhäuser der Swisscom auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, auch viele anderen Unternehmen in der Schweiz. Und den Wechsel machen sie einem so schwer wie möglich!

  39. Alle behaupten mit outsourcen spare man Geld? Man kann auch denn eigenen Laden schliessen dann spart man auch Geld! Klar Banken müssen jetzt jeden Rappen suchen um T.T zu „Entschädigen“